Der innerlinke Kulturkampf

1975 brach der innerlinke AKW-Konflikt aus: Mehrere hundert Leute der Gewaltfreien Aktion Kaiseraugst besetzen am 1. April das Baugelände des geplanten Atomkraftwerks im Kanton Aargau. Foto: Keystone

1975 brach der innerlinke AKW-Konflikt aus: Mehrere hundert Leute der Gewaltfreien Aktion Kaiseraugst besetzen am 1. April das Baugelände des geplanten Atomkraftwerks im Kanton Aargau. Foto: Keystone

 

Als ich im Herbst 1971 nach dem Rauswurf aus einem katholischen Kollegium im Industriekanton Zug landete, lernte ich zwei neue Milieus kennen: das der Fabrikbesitzer und das deren Beschäftigten. Dass damals Kinder aus der Bourgeoisie mit ihren Eltern heftige Fehden austrugen, ist derart bekannt, dass sich das Fehlurteil verbreitete, die 68er Bewegung sei eine jungbürgerliche gewesen. Kaum zur Sprache kommen die damaligen Konflikte in linken Familien und Organisationen. Diese waren häufig noch härter, auch weil man sich innerhalb desselben politischen Lagers oder der gleichen Organisation stritt.

Beim innerlinken Kulturkampf, der nach 1968 zwei Jahrzehnte lang tobte, ging es um die sechs A: Ausländer, Armee, Antikommunismus, Atomkraftwerke, Auto, Arbeitsfrieden. Die Arbeiterfamilie, mit der ich als Neuzuzüger am meisten Zeit verbrachte, wohnte in einem Genossenschaftsquartier, das der Metall- und Uhrenarbeitnehmerverband erbaut hatte. Der Vater, ein aktives SMUV-Mitglied, war stolz darauf, 1970 in der kantonalen SP die Ja-Parole zur Schwarzenbach-Initiative durchgebracht zu haben. Die beiden Söhne, zwei langhaarige Lehrlinge, politisierten im Umfeld der Neuen Linken. Die Mutter näherte sich im Laufe des Jahrzehnts den Jungen an.

Kalte Krieger und «Wühler»

Die Arbeiterbewegung war im Kalten Krieg einer geistigen Landesverteidigung gefolgt, die reaktionärer war als die der 40er-Jahre. Sie war arg fremdenfeindlich und sehr armeefreundlich. Während in bürgerlichen Familien der typische Streit um das Militär einer zwischen Pazifisten und Offizieren war, war es in linken Familien einer mit Veteranen und Ausgemusterten.

In Basel wurde 1974 einem Bauarbeiter der Beitritt zur Gewerkschaft verweigert, weil er im Soldatenkomitee aktiv war. In St. Gallen standen sich 1985 bei einer Ersatzwahl für einen Regierungssitz ein junger «Ökopazifist» und ein militärfreundlicher Gewerkschafter gegenüber. Nachdem es zu tumultartigen Partei- und Gewerkschaftsversammlungen gekommen war, wurde ein amtierender Nationalrat nominiert, was Paul Rechsteiner den Weg nach Bundesbern ebnete. Er sollte kurz darauf zu jenen Sozialdemokraten gehören, die im Parlament minderheitlich und an der Urne mehrheitlich für die GSoA-Initiative stimmten.

Auch wenn sich der stramme Antikommunismus der traditionellen Linken unter dem Einfluss von Willy Brandt etwas entspannte, agierten altgediente Gewerkschafts- und Parteifunktionäre weiterhin wie kalte Krieger. So erfuhren die Zuger Neulinken nach der Fichenaffäre, dass Briefe, die sie in den frühen 1970er-Jahren altlinken Vorständen geschickt hatten, von diesen der Polizei weitergeleitet worden waren. Es erstaunt deshalb nicht, hatten SP-Mitglieder in den 1960er-Jahren beim Zivilverteidigungsbuch, das Andersdenkende als «Wühler» verunglimpft, und in den 1980er-Jahren bei der P-26 mitgemacht. Umso lauter fiel 1990 der offizielle Parteiprotest gegen die Geheimarmee aus.

Die Verteufelung des Automobilisten

Die Atomenergie bedeutet für die meisten Gewerkschafter Wachstum der Wirtschaft, des Wohlstandes und des Sozialstaates. Sie verkörperte eine technokratische Moderne, die bestens zu traditionellen Werten und Rollen wie der des Alleinernährers passte. Beide, Moderne und Tradition, wurden in den 70er-Jahren erschüttert durch die zwei damals stärksten Bewegungen: die ökologische und die feministische.

1975 brach der innerlinke AKW-Konflikt mit der Besetzung des Baugeländes in Kaiseraugst aus und eskalierte 1977 mit der Gösgener Grossdemo. Verschärft wurde er durch den Umstand, dass der Gewerkschafter Willy Ritschard Energieminister und der Solothurner SP-Regierungsrat Gottfried Wyss Polizeidirektor war. So kam es 1978 beim Energie-Parteitag der SPS zu harten Auseinandersetzungen. Acht Jahre später lancierte die Partei selber eine Ausstiegsinitiative.

Das alltäglichste Streitobjekt aber war das Auto, Symbol des sozialen Aufstiegs für viele Arbeiter und der Umweltverpestung für viele Junge. 1988 gab es bei den St. Galler Kantonsratswahlen eine separate Liste von Gewerkschaftern und Rentnern, die sich gegen «die Verteufelung des Automobilisten» wehrte. Wie anderen rechten SP-Abspaltungen gelang es ihr nicht, die Arbeiter zurückzuholen, die zu den Schweizer Demokraten oder der SVP gewechselt hatten.

Unia verkörpert das Ende des innerlichen Kulturkampfes

Beim Streit um den Arbeitsfrieden stiessen in der Zuger Genossenschaftswohnung unterschiedlichste Strategien und Weltanschauungen zusammen. Für den Vater stand er für schweizerische Arbeitsamkeit sowie Anerkennung der Beschäftigten durch die Fabrikbesitzer. Aus Sicht der Söhne hatte er die Arbeiterbewegung entpolitisiert und demobilisiert, was die Spaltung zwischen Einheimischen und Eingewanderten beförderte. Zusätzlich stellten sie das überhöhte Arbeits-Ethos infrage.

2004 vereinigten sich die Metall-, Bau- und Transportgewerkschaften zur Unia – nicht zuletzt mit dem Ziel, den Arbeitsfrieden zu relativieren. Aber auch was die anderen A-Fragen betrifft, verkörpert sie am besten das Ende des innerlinken Kulturkampfes.

23 Kommentare zu «Der innerlinke Kulturkampf»

  • Rolf Zach sagt:

    Warum diese kalten Krieger und Schwarzenbach-Anhänger unter den Arbeitern, die sich sozialdemokratisch verstanden?
    Erstens waren die Schweizer Arbeiter nach 1940 vielfach die erste Generation in der Industrie, die einen bäurischen Hintergrund hatten und sie waren diesem
    Milieu noch sehr zugetan. Die Schweizer Armee war für sie eine Organisation, die ihre Schweizer Identität stärkte und bei einigen den gesellschaftlichen Aufstieg zum Unteroffizier ermöglichte. Dies betraf auch Schweizer Arbeiter, die kaum eine Lehre hatten. Wenn man heute meint, dass eine Berufslehre unter den Schweizer Arbeitern zwischen 1920 und 1960 generell vorhanden war, täuscht sich. Viele mit den Jahrgängen 1900 bis 1925 hatten keine.

    • Rolf Zach sagt:

      Für diese Schweizer Arbeiter von den Jahrgängen 1900 bis 1925 und sogar bis 1940 mit ihrer mangelnden Berufsausbildung war die Einwanderung der Italiener ab 1950 eine materielle Bedrohung. Vergessen wir nicht, dass eigentlich 80 % der Schweizer Textilindustrie bereits ab 1950 nur mit miesen Löhnen kompetitiv sein konnte und sie wehrten sich, in dem sie die Politik überredeten, Italienerinnen anzuheuern. Wir dürfen nicht vergessen, vieles in der Schweizer Wirtschaft war kleinteilig, in Kartellen organisiert und gehörte einem Mittelstand, der jede Konkurrenz zu Recht fürchtete.
      Es gab damals weder Computer noch Robotik. Die EMS-Chemie war damals eine Ansammlung von Hilfsarbeitern. Wo holte man sie? In Italien, dem Balkan und der Türkei. Heute hat man dafür Maschinen.

      • Rolf Zach sagt:

        Wir sehen daraus die Zustimmung zur Schwarzenbach-Initiative. Die Überraschung war das katholische Landkantone dieser Initiative zustimmten und Zürich zum Beispiel ablehnte.
        Die Konsequenz für die Schweizer Politik auf alle Fälle war, dass man bei der Aufwertung des Schweizerfrankens in den Siebziger Jahren, die Textilindustrie dem Exitus überantwortete. Es kam zu einer konsequente Entwicklung hin zu einer fortgesetzten Rationalisierung der Schweizer Wirtschaft. Zwischen 1980 und 1990 war das letzte Mal, wo die Mehrheit Schweizer Wirtschaft den Bundesrat veranlasste, Ungelernte aus dem Ausland hereinzulassen. Es kamen nicht mehr Italiener, dafür Leute aus dem Balkan, der Türkei und Portugal. Wir konnten diese wie die Italiener praktisch assimilieren, mit Ausnahme der Moslems.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Früher hat es noch richtig engagierte Linke gegeben, ist man versucht, sich beim Lesen dieses Beitrags vorzustellen: Authentisch und vertrauenswürdig. Diese postmodernen Schnösel von heute, allesamt Akademiker, deren Eltern auch schon an der Uni waren, wünscht man sich bisweilen wirklich zum Teufel: Mit der alten Linken von früher hätte es diesen Rechtsrutsch, wie er heute statt findet, nie und nimmer gegeben!

    • Martin Frey sagt:

      … ist man geneigt, anzunehmen, nach dem Lesen des Beitrags, das ist richtig. Der Autor, der ja selber zur altlinken Garde zählt, kreiert etwas dieses Bild. Richtig ist sicher auch, dass gestandene Sozis von altem Schrot und Korn mit dem Herz auf dem rechten Fleck à la Hubacher heute bei der SP nicht mehr häufig anzutreffen sind. Heute dominieren die anstatt Schutzschuhe Sneaker tragenden ewigen Studenten.
      Andererseits gab es auch früher massiv ideologisierte radikale Linke ohne Bezug zur Realität. Beweihräucherung von Leuten wie Castro, Ulbricht und Honecker inkl. Pilgerfahrten zu ihnen war oft Bestandteil des Sozi-CV. Von der Verherrlichung des roten Terrors (RAF, rot. Brigaden u.ä) ganz zu schweigen.
      Heute ist es einfach der schwarze Block der Jungsozi zu Pilgerfahren animiert.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Obwohl ich mich eigentlich weigere, von Früher als einer idealisierten Zeit zu sprechen: Aber ein Donald Trump als US-Präsident wäre früher vollkommen unmöglich gewesen! Die ideologisierte Linke hat es sicher immer schon gegeben, auch schon weit vor den Siebzigern (und ganz speziell um die vorletzte Jahrhundertwende herum), aber gleichzeitig hat es z. B. eben auch Helmut Hubacher, einen Helmut Schmidt oder Willy Brandt gegeben. Und genau dieser Umstand ist der ganz entscheidende Unterschied zwischen den heutigen Linken und jenen aus den Siebzigern.

      • Martin Frey sagt:

        Helmut Hubacher, Helmut Schmidt oder Willy Brandt hätten es heute schwer, Herr Zufferey. Zumindest in der Schweiz, in Deutschland hat die serbelnde SPD immerhin noch Granden wie Steinmeier. Bei uns lässt die SP es zu, dass verdienstvolle Exekutivpolitiker von Jungspunden und Heckenschützen durchs Dorf getrieben werden. Also auch da, nicht nur politisch sondern zunehmend auch stilistisch bewegt sich die einzige schweizerische Volkspartei links der Mitte auf dem Niveau der deutschen Linken.
        „Und genau dieser Umstand ist der ganz entscheidende Unterschied zwischen den heutigen Linken und jenen aus den Siebzigern.“
        Das ist eben der Populismus auf der linken Seite. Auf der rechten Seite spühlt der Populismus dafür Leute wie Trump in ein Amt, für welches er nicht geschaffen ist.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Die alten Linken hatten einfach Stil, auf die war immer Verlass. Gut, das waren auch andere Zeiten, damals. Aber Linke vom Kaliber eines Hubachers feheln heute. So viel Nostalgie muss erlaubt sein!

  • Peter Fischer sagt:

    Danke, Jo, das ist gut erzählte Geschichte – ohne dass einen die Süffigkeit trunken machen würde…

    Mehr Geschichte von Jo rund um ’68 findest du hier: https://crashkursmarxismus.blogspot.com/2018/04/1968das-jahr-der-freiheit-oder-der.html

  • Adreas Brunner sagt:

    Ein etwas sonderbares Narrativ. Realitätsfern, ideologisch. Fast eine Rechtfertigungsschreibe eines Gescheiterten. Lang ist ein solcher: Gescheitert als Historiker, als Berufsmann, und als Politiker. Heute fristet er ein Gnadenbrot auf dem altlinken Ponyhof, seine ehemaligen Kollegen bei Tamedia geben ihm hie und da ein paar Krümel und er darf ab und zu ein Artikelchen publizieren. Lang machte in Zug mit Anti-Briefkastenfirmen-Hetze Politik und war selber ein Briefkasten-Politiker: Arbeitsplatz Zürich, verheiratet mit Frau in Bern, und ein Briefkasten in Zug als Domizilvorwand. Er wurde als NR nur einmal gewählt; danach versuchte er es im Kt. Bern und scheiterte als Zugezogener. Die Ryz servierte ihn kurz danach ab.
    Das ist interlinker Kulturpampf. Und Lang inszeniert sich als Opfer.

    • Scholl Richard sagt:

      „interlinker Kulturpampf“ – könnte von Karl Kraus sein! Allein, die Alt-68er grollen und schmollen ob dem Verlust ihrer Deutungshoheit. Requiesce in pacem (RIP)., Joe (einst korrekt: Joseph)!

  • sepp z. sagt:

    Wenn heute akademische Feministinnen (welche selten schon je richtig gearbeitet haben) die UNIA anführen, die mehrheitlich männliche Tieflohn-Arbeiter vertritt, darf man wohl kaum sagen, der Kulturkampf ist zu Ende. Eher wurden die Anliegen der einen Seite komplett erstickt.

    Nicht umsonst wählt heute das sog. Arbeitermilieu mehrheitlich rechtsbürgerlich.

  • Martin Frey sagt:

    Eine „Ende Ende des innerlinken Kulturkampfes“ gibt es nicht und entspricht reinem Wunschdenken. Seit Entstehung der ersten sozialistischen Bewegungen und Ideen gab und gibt es Grabenkriege, sehr oft äusserst blutig ausgefochten. Sie gehört nachgerade zur Idee jeder Bewegung die sich auf den Sozialismus beruft. Weshalb ausgerechnet mit der Entstehung der UNIA dies der Vergangenheit angehören soll, wissen die Götter. Die sechs A sind mehr denn je aktuell, ergänzt vielleicht noch durch das oft ambivalente Verhältnis der Linken zur Gewalt als politischem Mittel, und zur Staatsgewalt mit dessen Gewaltmonopol an sich.

  • Werni Weber sagt:

    Natürlich finden sie linke Positionen zu BGE z. B. unter Denknetz, nur schon dort finden sie 1400 lebende Linke.

  • René von Euw sagt:

    Ich halte es mit Winston Churchill: „Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz! Wer mit 30 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand.“

    • Theo sagt:

      Wer das auch immer als erster gesagt haben soll (Winston Churchill kann es auch bei Georges Clemenceau „abgeschrieben“ haben), war aber etwas grosszügiger. Er gab bis 40 Zeit.

    • Ralf Schrader sagt:

      Der bekannte jüdische Philosoph Ernst Cassirer (1874 – 1945) schreibt in seinen Erinnerungen:

      Als junger Mann sah ich mich vor dem scheinbaren Konflikt, entweder jüdische Theologie zu studieren, oder in die Kommunistische Partei einzutreten. Ich stellte dann aber fest, dass beides das Gleiche ist.

      Man darf in der Tat davon ausgehen, dass jeder Theologe auch Kommunist ist, auch wenn er das selbst nicht weiss. Weil selbst unter Gebildeten kaum Wissen von Kommunismus besteht. Man braucht das nicht im täglichen Leben, selbst wenn man es ist.

      Josef Ratzinger ist ein typischer Kommunist, sein Nachfolger ist keiner, weil er auch kein echter Theologe ist. Franziskus ist Armenpriester geblieben.

      Aber auch Kommunisten sind selten links.

  • Thomas Hartl sagt:

    Ein spannender Blick in die Geschichte der Arbeiterbewegung. Der nächste innerlinke Kulturkampf wird vermutlich entlang des Bedingungslosen Grundeinkommens und der Freiheitsrechte im Internet aufbrechen. Schon die unterschiedliche Parole der Juso beim Geldspielgesetz zeigt, dass sich hier ein Konflikt entwickelt. Noch sind das Randthemen, aber die Digitalisierung wird sie in den nächsten Jahrzehnten ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung schieben, daher wird es wichtig werden, dass die Linke hier Brücken zwischen den Generationen findet.

    • Ralf Schrader sagt:

      Das BGE ist kein linkspolitisches Thema, d.h. es gibt keine generisch linke Position dazu. Es ist ein rein bürgerlich- konservatives Anliegen und wird im Regelfall auch immer nur aus bürgerlich- konservativer Sicht kommentiert.

      • Thomas Hartl sagt:

        Das ändert nichts daran, dass die Linke eine Antwort aufs BGE benötigen wird. Und diese fällt zur Zeit sehr unterschiedlich aus, je nachdem ob man einen linken Gewerkschafter wie Corrado Pardini, oder einen linken Philosophen, wie Richard David Precht fragt. Aber auch die Front der Gewerkschaften ist bei diesem Thema nicht geschlossen, die Syna befürwortet es. Allerdings kann man die Syna wiederum nicht als links einstufen.

      • Ralf Schrader sagt:

        Ich bitte Sie, Herr Hartl, Richard David Precht vertritt keine einzige linke Position. Er ist ein typischer bürgerlich- konservativer Philosoph, der nun so gar nicht von linken Gedankengut beschädigt ist.

        Es gibt sicher noch irgendwo herunter zu laden die Sendung ‚Precht‘ mit Gregor Gysi, in dem 2 Nichtmarxisten sich über Marx austauschen und das auf einem teilweise beängstigend niedrigen sprachlichen und inhaltlichen Niveau.

        Man kann nicht die Sprache der Gegenseite benutzen, wenn man ein politisches oder philosophisches Thema behandelt. ‚Arbeitnehmer‘ gibt es weder bei Marx noch in der linken Politik. Das ist einer der typischen täuschend angelegten konservativen Begriffe.

      • Thomas Hartl sagt:

        Wenn sie, wie sie schreiben, noch nie einen lebenden Linken gesehen haben, dann kann natürlich weder Richard David Precht noch Gregor Gysi ein Linker sein. Dann erübrigt sich allerdings auch die Diskussion über den innerlinken Kulturkampf.

  • Ralf Schrader sagt:

    Ich bin 60 Jahre alt geworden, habe Marx unter fachkundiger Anleitung gelesen und glaube auch verstanden. Ich habe aber noch nie einen lebenden Linken gesehen. Vielleicht wird das noch, aber Hoffnung habe ich nicht viel.

Kommentar

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