Ein Staat Israel um jeden Preis

Die Vision wurde zur Wirklichkeit: Israels Staatsgründer David Ben Gurion spricht unter dem Porträt von Theodor Herzl. (Foto: Reuters)

Theodor Herzl hatte eine Vision, und er glaubte unerschütterlich an sie. «Die Juden, die wollen, werden ihren Staat haben, und sie werden ihn verdienen», schrieb er 1896 in seinem Buch vom «Judenstaat». 44 Jahre nach Herzls Tod wurde die Vision zur Wirklichkeit: Am 14. Mai 1948 unterzeichneten David Ben Gurion und 36 Mitstreiter Israels Unabhängigkeitserklärung.

Israel hat allen Grund zum Feiern. Das Land, in dem sich nach dem Weltkrieg die Überlebenden des Judenmordes sammelten, hat alle Vernichtungsversuche überstanden. Mehr noch: Es hat sich wirtschaftlich prächtig entwickelt. Aus dem agrarisch geprägten Land ist eine viel bestaunte Start-up-Nation geworden. Sie ist, wenn auch mit Einschränkungen, eine funktionierende Demokratie, die einzige im Nahen Osten.

Ein Staat auf Kosten der Palästinenser

Deshalb sind die Bemühungen der israelischen Regierung so alarmierend, die Macht des Obersten Gerichts einzuschränken. Es ist der Versuch, Gewaltenteilung auszuhebeln, um Kabinettsentscheidungen auf jeden Fall durchsetzen zu können. Das wirft ein schlechtes Licht auf die Regierung angesichts möglicher Prozesse gegen den unter Korruptionsverdacht stehenden Premier Benjamin Netanjahu. Das untergräbt den Staat; so, wie der zunehmende Einfluss der Ultraorthodoxen den Staat untergräbt, den viele von ihnen nicht einmal anerkennen. Die Arbeit der Journalisten unterliegt Militärzensur, Netanjahu setzt sich nicht gerne Fragen aus.

David Ben Gurion, der Staatsgründer, ist Fragen ebenfalls ausgewichen. Zum Beispiel derjenigen, was mit den Palästinensern wird, die auf dem Gebiet des künftigen Staates leben. Ungefähr 700’000 von ihnen wurden vertrieben oder mussten fliehen. Was für Israel der Unabhängigkeitskrieg war, wurde für die Palästinenser Nakba, die Katastrophe. Ben Gurions Credo «ein Staat um jeden Preis» heisst: ein Staat auf Kosten der Palästinenser.

Nie wieder sollen Juden Opfer sein

Von Anfang an war Israel ein bedrohter Staat. Noch in der Gründungsnacht erklärten fünf arabische Länder Israel den Krieg. «Sein Schicksal ruht in den Händen der Sicherheitskräfte», schrieb Ben Gurion in sein Tagebuch. In diesem Kampfmodus ist das Land geblieben, in immerwährender Angriffs- und Verteidigungsbereitschaft: Nie wieder sollen Juden Opfer sein.

Mit den Nachbarstaaten Libanon und Syrien befindet sich Israel in einer Art permanentem Kriegszustand; mit Ägypten und vor allem Jordanien gibt es Spannungen, trotz eines Friedensvertrags. Als grosse Bedrohung wird der Iran empfunden, der sich in Syrien und im Libanon ausbreitet, also in Israels unmittelbarer Nachbarschaft. Die Hizbollah und die Hamas in diesen beiden Ländern sowie Iraner stellen das Existenzrecht Israels offen infrage.

Die jüngsten Angriffe der USA, Grossbritanniens und Frankreichs in Syrien waren nur auf das Chemiewaffenpotenzial und nicht auf iranische Stellungen gerichtet. Sie haben in Israel das Gefühl des Alleingelassenwerdens verstärkt, das im kollektiven Gedächtnis seit der Schoah verankert ist.

Israel ist allzeit bereit zu kämpfen

Zum festen Bestandteil der Feiern zur Staatsgründung Israels gehören Luftwaffen-Airshows. Sie sollen der Welt – besonders der arabischen – zeigen: Israel ist allzeit bereit zu kämpfen. Diese Haltung haben fast alle Israelis und viele Juden ausserhalb des Landes verinnerlicht: Es gibt ein Land, in dem wir notfalls Schutz finden vor der Judenfeindschaft. Auch deshalb gilt ihnen Kritik an Israel rasch als Antisemitismus.

Seit 2006 gab es vier Kriege, drei davon zwischen Israel und den Palästinensern. Und jüngst kam es wieder zu Auseinandersetzungen rund um den Gazastreifen. Das ist der Preis einer Politik, die Sicherheit und militärische Stärke über alles stellt: Die Zahl der Opfer steigt. Und so nimmt die Verhärtung im Land zu, die langfristig Israels Existenz als freies Land genauso gefährden könnte wie Raketen und Hass der Hizbollah und der Hamas.

Israels Möglichkeiten und Ausweg

Es liegt auch in der Hand Israels, Frieden mit den Palästinensern zu ermöglichen. Es ist keine Lösung, zur dauerhaften Besatzungsmacht im Westjordanland zu werden und die Menschen im Gazastreifen einzusperren. Der von den EU-Staaten weiter geforderten Zweistaatenlösung stehen inzwischen 600’000 jüdische Siedler im Westjordanland im Weg. Ein binationaler Staat mit gleichen Rechten und Pflichten für Israelis und Palästinenser würde aufgrund der demografischen Entwicklung dem Selbstverständnis vom jüdischen Staat widersprechen. Und ein Apartheidsstaat wäre keine Demokratie mehr.

Die Lösung könnte ein föderales System sein, um eine Koexistenz von Israelis und Palästinensern zu ermöglichen. Doch um das umzusetzen, braucht es einen Visionär – einen wie Theodor Herzl.

146 Kommentare zu «Ein Staat Israel um jeden Preis»

  • Markus Reichmuth sagt:

    Bedanke mich für den guten Artikel, Frau Förderl-Schmid: ausgeglichen und fair. Das gegenseitig mit Dreck bewerfen wie hier in den Kommentaren gehört inzwischen zum schlechten Ton, woran man sich nolens volens gewöhnen muss. Bitte berichten Sie weiter so üvwe diesea Pulverfass.

    • beat sagt:

      M. Reichmuth, schliesse mich dem Dank an. Das Problem ist, Israel will keinen Frieden mit den Palästinensern – Frieden würde eine Zweistaatenlösung bedeuten. Israel manövrierte sich in eine Sackgasse. Der letzte israelische Politiker der den Frieden mit den Palästinenseren wollte war Yitzhak Rabin, er bezahlte es vor mehr als zwei Jahrzehnten mit dem Leben.
      Weitere Artikel über das Pulverfass sind garantiert, solange die Asymmetrie der militärischen Kräfte so einseitig ist und nicht Menschlichkeit einkehrt.

  • Anh Toàn sagt:

    „Israel IST eine Demokratie“

    Ach so, habe gemeint, Israel sei ein jüdischer Staat.

    Ein jüdischer Staat ist im Grunde ein Staat des jüdischen Volkes: Darum haben alle Juden das Recht auf Einwanderung nach Israel, sie gehören zum jüdischen Volk, zum Staatsvolk Israels, so wie Auslandschweizer immer in die Schweiz dürfen. Nicht zum jüdischen Volk gehören die muslimischen Araber, ein Muslim ist nie ein Jude, obwohl die unter Umständen schon „ewig“ da leben.

    Der jüdische Staat trennt Religion nicht wirklich vom Staat: Es gibt keine zivile Heirat, offiziell gibt es keine „Atheisten“, es gibt nur Muslime, Christen, mehr oder weniger orthodoxe Juden und, – da werden die Atheisten eingerechnet die von Juden abstammen – säkulare Juden.

    • Anh Toàn sagt:

      Dies widerspricht Grundlegend dem Konzept der Demokratie der Gleichberechtigung aller Bürger auf einem Staatsgebiet, Unabhängig von Religion, Rasse. Es widerspricht grundlegend dem Konzept der Demokratie, die Bürger in Gruppen nach Religionen einzuteilen und einer Gruppe als Staatsräson Vorteile gegenüber einer anderen einzuräumen.

      Israel kann, das wünsche ich mir, zum Vorbild werden in der Region, für Demokratie und Rechtsstaat und Menschenrechte, wenn die „säkularen Juden“ (die Atheisten und Agnostiker) irgendwann den Rest in den Griff bekommt. Wenn die Juden darauf vertrauen, dass sie in einem demokratischen Rechtsstaat auch Juden sein können, dass ein demokratischer Rechtsstaat einen jüdischen Staat obsolet macht.

      • Anh Toàn sagt:

        Wird aus Israel ein demokratischer Rechtsstaat, braucht es keinen Palästinenserstaat mehr, dann kann dieser Staat der Staat aller seiner Einwohner sein, egal ob Juden, Muslime, Christen oder Atheisten.

        Aber solange Israel ein jüdischer Staat ist, kann Israel nicht gleichzeitig der Staat seiner muslimischen Einwohner sein.

      • Rolf Zach sagt:

        Das ist gerade auch das Problem des Islams, eigentlich ist der Islam eine universalistische Stammes-Religion, die mit ihrer Rigidität alles andere ausschließt. Der jüdische Glauben ist lokal, der Islam will ein Stammes-Glauben der Araber mit Tabus über die ganze Welt stülpen. Dies kommt deutlich in den 5 Glaubens-Säulen des Islams zum Ausdruck. Das Christentum erlaubt viel mehr kreativer Opportunismus und das gleiche gilt bei Buddhismus und Konfuzianismus, obwohl beide keine Religionen sind. Mit der Bergpredigt, Meister Kong, Kant und Marx kann man vielleicht sehr realistisch die Welt angehen und analysieren, obwohl bei Marx sein messianischer Glaube zu Ungeheuerlichkeiten geführt hat.

      • esther scheiner sagt:

        Anh Toàn, es dürfte Ihnen entgangen sein, oder Sie möchten es einfach ausblenden, dass in Israel absolute Religionsfreiheit gilt. Der Anteil der israelischen Araber, die grossteils moslemisch, aber auch christlich sind, beträgt in etwa 21 % der Gesamtbevölkerung. Dazu kommen Drüsen, Bahai, Beduinen, Tscherkessen. Sie sind selbstverständlich ebensolche Bürger, wie die jüdischen Israelis. Die Religionsfreiheit ist die Staatsraison. Punkt. Die Palästinenser sind kein Volk, sondern ein von Arafat in den 60er Jahren gebildetes Konstrukt. Sie haben leider nicht das Glück in einem demokratischen Staat zu leben, und ihr Weg dahin wird, weil ihre Führung dies zu verhindern weiss, noch ein langer sein.

      • Anh Toàn sagt:

        „Die Palästinenser sind kein Volk, sondern ein von Arafat in den 60er Jahren gebildetes Konstrukt. Sie haben leider nicht das Glück in einem demokratischen Staat zu leben, …“

        Also die israelischen Palästinenser, die 20% Araber in Israel gemäss israelischer Benamsung, haben ja das Glück, in einer Superdemokratie zu wohnen. Sind die besetzen Gebiete endlich vollständig in Israel integriert, leben alle „Palästinenser“ Araber, Muslime, wie auch immer, in einer Demokratie, weil Israel ist Demokratie: Das verhindern die palästinensischen Führer, ohne die, hätten die Palästinenser schon lange Demokratie:

        Eigentlich sollte Israel den ganzen Nahen Osten erobern, dann hätten alle Demokratie.

      • Anh Toàn sagt:

        Wäre die Bevölkerung, also die muslimische, nicht die jüdischen Siedler, in den besetzten Gebieten nicht so bescheuert, würden die darum betteln, endlich auch voll zu Israel gehören und nicht einfach besetzt zu sein, dann hätten die Demokratie und Religionsfreiheit und alles wäre gut: Die sind einfach doof die Muslime da.

      • Anh Toàn sagt:

        Israel will das Westjordanland und den Gaza Streifen nicht in Israel integrieren, solange da rund 3.5 Millionen Muslime leben: Es würde die jüdische Mehrheit in Israel gefährden. Israel will aber auch keinen Palästinenserstaat da. Israel will genau, was es hat und macht, das Leben für die Muslime da unmöglich machen, jüdische Siedler beschützen und finanzieren obwohl das oberste israelische Gericht dies vielerorts als widerrechtlich bezeichnet. Die jüdischen Siedler in den besetzten Gebieten werden in ihrem gemäss israelischer Rechtssprechung illegalem Handeln vom israelischen Staat finanziert und von der israelischen Armee beschützt.

        Ich verstehe, wenn die Muslime angepisst sind, das hindert mich nicht daran, den Wunsch der Juden nach einem eigenen Staat und Sicherheit zu verstehen.

      • Rolf Zach sagt:

        Interessant ist, dass die palästinensischen Fanatiker im Gaza-Streifen leben und die Macht haben, wo sie nicht durch Siedlungen der Israeli bedroht sind. Die Leute in der Westbank sind viel mehr israelischem Druck ausgesetzt als die Leute von Gaza und sind viel eher Realisten und suchen das politisch Mögliche unter starkem Druck der islamischen Welt, die von ihnen verlangen ein Volk der Märtyrer zu sein, für die Kümmernisse ihrer empfindlichen Seelen. Helfen diese hochgebildeten Imame und diese Intellektuellen der moralischen Entrüstung den Palästinensern wirklich in ihrer Not.
        Der Islam kennt hier im Widerstand nur die Gewalt und die kurzfristige Verstellung, nichts anderes.
        Die Bergpredigt des Neuen Testamentes ist im Widerstand viel Varianten reicher und effizienter.

  • Rolf Zach sagt:

    Wir müssen uns bewusst sein, dass in der Weltgeschichte Länder wahrscheinlich zu 90 % erobert wurden, ohne dass sich die Zusammensetzung der Bevölkerung groß geändert hat. Natürlich gibt es Gegenbeispiele wie Nordamerika und weniger Lateinamerika. Die germanische wie auch die arabische Völkerwanderung waren eigentlich nur ein Austausch der Eliten, wobei die bisherigen Eliten sich mit den neuen oft verständigt haben. Dieses Gesetz gilt eigentlich überall dort, wo Nomaden Bauernkulturen mit Städten erobert haben.
    Die Palästinenser waren um 600 einheimische aramäische Christen regiert von byzantinisch griechisch sprechenden Beamten. Diese Beamten waren liiert mit
    den einheimischen Grundbesitzer. Mit der arabischen Eroberung wurde die Elite Moslems und nachher das Volk.

    • Rolf Zach sagt:

      Was bedeutet obige Aussage. Wenn Israel Groß-Israel werden will, kann es dies nur durch die Gewinnung der einheimischen moslemischen palästinensischen Elite bewerkstelligen. Das beste, was es bewerkstelligen kann, ist dieser Elite ihr Eigentum zu garantieren gegen die Änderung ihrer Identität, d.h. schlicht und einfach sie konvertieren zum Judentum. Da könnte man mit Marx sprechen, das Sein bestimmt das Bewusstsein. Die einfachen Leute werden sich anpassen, den was bringt ihnen der Islam schon, außer die absolute Garantie für den Himmel. Es ist aber noch keiner zurückgekommen.
      Es gibt kein jüdisches Volk, es gibt nur den jüdischen Glauben. All diese Ostjuden sind Abkömmlinge der Chasaren, einem türkischen Großreich in Südrussland.
      Sie haben zum Judentum konvertiert!

      • Rolf Zach sagt:

        Die Palästinenser werden als Moslems nie mit Israel Frieden schließen können. Obwohl ich die Israeli in ihrer Mentalität eher als Italiener anschaue, die durchaus hedonistisch zu leben wissen, ist das Grundprinzip des Judentums als Ideologie, dasjenige eines Stammes mit einer Religion nicht mit Göttern, wie bei den Griechen der Antike, sondern klar mit einem Stammes-Gott. Sind diese israelischen Siedler im Westjordanland tatsächlich Abkömmlinge eines Volkes? Nein, sie sind Anhänger einer Stammes-Religion, was sich als auserwähltes Volk bezeichnet. Mit diesem Weltbild gibt es nur eine Logik: Die Vertreibung der Palästinenser aus dem Westjordanland und auch derjenigen in Israel selbst. Hat Israel die Macht dazu, sie hat sie nicht, trotz Trump!
        Die Sicherheit von Israel ist damit wacklig.

      • Anh Toàn sagt:

        Sehr geehrter Herr Zach

        In unseren zwei Kommentaren hier, zeigt sich unsere Differenz: Sie beschreiben sehr richtig, was ist, was war. Sie meinen, dass müsse so bleiben, weil die Menschen von ihrer Kultur bestimmt sind. Und darin erkenne ich rassistisches Denken, nicht im Sinne eines verwerflichen Rassismus, klar werden wir in unserem Denken vom Umfeld in welchem wir aufwachsen geprägt. Ich auch davon, „Gemischt-Konfessionell“ aufgewachsen zu sein, die Wahrheiten waren nie eindeutig, ambivalent. Ich glaube daran, dass sich die Menschheit entwickelt, über Generationen, überall. Die Menschen an sich werden nur sturer im Festhalten an altem Denken. Viele in Israel und weniger aber doch manche und immer mehr in Ägypten denken nicht mehr so Stammesmässig, wie Sie es beschreiben.

      • Anh Toàn sagt:

        Sie sehen an den Kommentaren hier und anderswo, wie viele bei uns noch in diesem Stammes-Denken mit Stammesgöttern verhaftet sind. Die Meisten davon huldigen auch unserem Manitou.

      • Rolf Zach sagt:

        Nun, ich habe das Interview von Amos Oz im SF verfolgt und bin durchaus sehr beeindruckt, obwohl was seine Aussage über das jüdische Volk vor 1948 angeht, ich dies als jüdischen Glauben betrachte. Juden bei uns sind entweder gläubig oder sie sind ihren Familien aus Tradition verpflichtet, obwohl sie mit Judentum gar nichts anfangen können.
        Die Israeli sind aber im Gegensatz zu den Juden ein neues Volk, dass eigentlich Säkularität westlicher Grundlage nicht mehr so fürchten muss wie noch 1948, wo es ein sehr unsicherer Staat war.
        Die Zwei-Staaten Theorie von „Peace Now“ ist sicher eine gangbare Lösung, aber die israelische Macht-Elite wird sie nur unter grösstem Druck einführen und bei den Palästinensern wird sie ebenfalls nie durchkommen, weil die Palästinenser selbst Gefangene sind.

      • Rolf Zach sagt:

        1967 gab es ja dieses Buch von israelischen und arabischen Autoren über diesen Konflikt (Sartre). Was ich in Erinnerung habe, dass die Beiträge der arabischen Autoren ausgesprochen ideologisch waren und keine Lösungen vorschlugen, die ihren Leuten real geholfen hätte. Die einzigen Autoren, die wirtschaftliche Beiträge brachten, waren Israelis.
        In der islamischen Welt ist Israel der Banner der westlichen Kultur im Nahen Osten und deshalb für den dortigen Geist und deren Macht eine Bedrohung. Gaza hat wohl keine israelischen Siedler mehr und trotzdem regieren die Hamas dort. Sie ist nicht an nachhaltiger Entwicklung interessiert, mit dem Wohlwollen der islamischen geistigen Elite, die auf ihre absolute Identität pocht. Die Palästinenser sind die Gefangenen des intellektuellen Islams.

      • Rolf Zach sagt:

        Anh Toàn, Ihr Vorwurf wegen meinem Rassismus, ist mir mit Erlaub gesagt, völlig schnuppe. Was mich aber mehr interessiert, ist die Basis Ihrer Analysen und wie Sie zivilisatorische und politische Dinge beurteilen. Analysen, die nicht nur in einem Konflikt sich bewähren, sondern als generell betrachtet werden können, schätze ich sehr. Für meinen Teil kupfere ich bei geistigen Größen diesbezüglich alles ab, wo es mir opportun und logisch erscheint.
        Amos Oz hat sich in seinem Interview als politischer Realist gezeigt und nicht als Idealist des unbedingten Friedens, obwohl er von einer fernen Zukunft sprach, wo die Nationalstaaten nicht mehr nötig sind. Gleichzeitig zeigte er sich gegen Idealisten misstrauisch, was ich auch bin. Er sprach auch von Grenzen und fand das vernünftig.

  • Mike Cadell sagt:

    So ein Artikel weckt natürlich die linken und rechten Antisemiten und lockt sie an wie Sche..e die Fliegen. Wobei der Vergleich gar nicht so daneben ist. Denn genau als solches würde ich den Artikel auch bezeichnen. Ist die SZ zum Stürmer 2.0 verkommen? Hat die Autorin den Juden nie die Schande des Holocaustes verziehen? Sollen die Araber die Arbeit vollenden? Die SZ ist ja linkes Stammblatt. Kein Wunder also, wenn ich den geifernden Antisemitismus heute vor allem Links orte. Jetzt ist klar warum die NSDAP ein S im Namen hatte, dieselben Argumente inkl. Brunnenvergifter.

    • Rolf Zach sagt:

      Was war eigentlich der Antisemitismus, können Sie ihn definieren Herr Cadell?
      Nun, dass die katholische, orthodoxe und lutherische Kirche gegen die Juden waren, ist bekannt. Kein christlicher kreativer Opportunismus, sondern reines Machtstreben. Bei den Calvinisten war es ein bisschen anders. Diesen Kirchen ging es aber im Grunde nie um Vernichtung der Juden, sondern um Gettoisierung und schlimmstenfalls um Vertreibung, wo Spanien der Meister war. Ich will dies keineswegs verharmlosen, es geht mir nur um die genaue Definition.
      Der nachfolgende, sogenannte nicht religiöse Antisemitismus war nicht gegen die Juden als solche gerichtet, sondern gegen ihre Emanzipation in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und damit gegen Demokratie und Aufklärung.

      • Rolf Zach sagt:

        Wie viele Juden lebten in Deutschland 1933? 0.8 % der Bevölkerung (500’000 Menschen) waren Juden und davon viele in Mischehen. Wäre die Weimarer Republik geblieben, wären wegen den Mischehen heute das Judentum so gänzlich verschwunden.
        Die Judenverfolgung war die eigentliche Legitimation von Hitler, um die Demokratie abzuschaffen und einen Krieg anzufangen. Das beste Mittel um die Niederlage des Ersten Weltkrieges mit der Dolchstoß-Legende zu verniedlichen.
        Die Azteken haben ihre Feinde geopfert, um sicher zu stellen, dass für sie Kriege erfolgreich ausgingen. Die Deutschen haben die Juden vergast, dass das Kriegsglück ihnen gnädig war und das Interesse von Hitler daran war, dass die deutsche Elite mehrheitlich bis zum Ende bei ihm blieb, weil ihnen böses schwante.

    • Rolf Zach sagt:

      Der heutige Antisemitismus ist die offizielle Glaubenslehre der meisten islamischen Staaten.
      Was den Antisemitismus der hiesigen Europäer anbetrifft, ist dies die Meinung der Verlierer, der Versager und sonstigem geistigen Strandgut. So kann man so richtig in Deutschland als ein Nichts, die Mächtigen beunruhigen. Es gab nie eine jüdische Partei in Europa, nicht mal in Polen mit 10 % Juden an der Bevölkerung.

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @ Herr Zach:
        Ich teile ihre Meinung zum religiösen Antisemitismus – jede Religion stellt sich über die anderen (Abwehr von Konkurrenz), teils aus Verblendung und teils aus Machtstreben.
        Der nicht-religiöse Antisemitismus hat aber m.E. ebenfalls mit Konkurrenzdenken zu tun (das anti-demokratische und -aufklärerische ist nicht Ursache sondern Folge) – es ging darum die wirtschaftliche und bildungsgesellschaftliche Konkurrenz der Juden aus Neid, Missgunst und Verlustängsten in die Schranken zu weisen, und diese „Verlierer/Versager“ konnten dazu nur zur hasserfüllten Diffamierung greifen, den anders hatten sie keine Chance gegen die finanziell und rhetorisch stärkeren Juden. Die jüd. Kaufleute, Bankiers und Geistesgrössen waren erstes Ziel des Volkszorns, nicht die simplen jüd. Arbeiter.

  • Martin sagt:

    Eigentlich können die Juden froh sein, dass es den WWII und den Holocaust gab. Wieso? Dieses Ereignis legitimierte über Jahrzehnte hinweg den illegalen Siedlungsbau und gab ihnen die perfekte Opferrolle, welche sie vor jeder Kritik schützte. Sie hatten auch den perfekten Sündenbock, die Deutschen, und ihr gesellschaftlich legitimierter Hass, war auch eine gute Antriebsfeder und auch Argument, weshalb die USA sich immer schön brav auf die Seite Israels stellte. Da die Juden jetzt ihr eigenes Land haben, würde es mich absolut nicht stören, würden sie alle ihre Häuser usw. hier verkaufen, ihren Plunder (inkl. Synagogen & Friedhöfen) einpacken und in das gelobte Land Israel umsiedeln. Sie wissen ja jetzt, wo ihr Platz ist.

    • Mike Cadell sagt:

      Warum habe ich das Gefühl, dass sie am Abend nach getaner Arbeit die Finken anziehen, eine gute Pfeife rauchen und ein Glas feinen Wein trinken. Und zur Entspannung noch ein Wenig „Mein Kampf“ lesen.

      • Martin sagt:

        @Cadell: Nein, ich habe „Mein Kampf“ nie gelesen. Aber einige andere interessante Dinge über bspw. den Hugenottenkrieg oder auch, was die Zaren und Kommunisten so in Russland getrieben haben. Es muss nicht immer „mein Kampf“ sein, wenn man eine provokative Meinung hat.

    • Patrik Peter sagt:

      Der Martin und sein extrem einfaches Weltbild. In den 1940gern hätten Sie in Oberschlesien steile Krariere gemacht.

    • Thomas Baumann sagt:

      Völlig durchgeknallt oder was, Martin? Schweizer sind Schweizer, hier wird niemandem nahegelegt, wegen seiner Religionszugehörigkeit auszuwandern. Alles andere ist unschweizerisch.
      Sie können von mir aus, beispielsweise, gerne gegen die Zuwanderung von Ausländern sein. Die Schweiz ist in gewissem Sinne ein Club und als Clubmitglied können Sie natürlich die Aufnahme von neuen Mitgliedern ablehnen. Aber Schweizer, deren Vorfahren seit vielen Generationen im Land leben, rausschmeissen zu wollen, ist nicht dasselbe.

      • Martin sagt:

        @Baumann: Nun, ich lege das nicht nur Juden nahe. Auch jeder anderen Person, einer anderen Religion oder Hautfarbe, welche sich in meiner Heimat diskriminiert vorkommt oder meint, dieses Land würde nichts für ihre spezielle Gruppierung unternehmen. Ich habe mir von Juden schon üble Beleidigungen anhören müssen, weil ich Schweizer bin. Aber natürlich gilt diese Aufforderungen für jede Nationalität, Religion, ethnische Gruppierung oder was auch immer, die sich hier nicht „gut genug“ behandelt fühlt. Wer sich nicht als Teil des Schweizerischen Volkes sehen kann oder möchte, für den ist das das beste. Es gibt für jede Religion etc. eine Heimatstätte. Also, alles kein Problem.

      • Thomas Baumann sagt:

        Ich weise Sie noch einmal darauf hin, dass „Schweizer“ keine Religion, sondern eine Nationalität bezeichnet und „Jude“ keine Nationalität, sondern eine Religionszugehörigkeit ist. Sie müssten den schweizerischen Staat schon als christlichen Staat definieren, um Schweizer anderer Religionszugehörigkeit als kulturell nicht assimiliert wegweisen zu wollen. Da die Schweizer allerdings ursprünglich Heiden waren, würde man besten auch alle Angehörigen nichtheidnischer Religionsgemeinschaften, insbesondere Anhänger semitischer monotheistischer Religionen, z.B. Christen, als ursprünglich nicht-autochthon ausschaffen.

      • Martin sagt:

        @Baumann: Nun, das ist ja der Krux an der ganzen Sache: Während wir Schweizer uns über das Land als „Volk“ verstehen, verstehen sich die Juden als Volk, weil sie jüdisch sind. Somit sind sie in keinem Land ein Teil des Volkes des jeweiligen Landes, sondern immer Teil des jüdischen Volkes. Im Übrigen ist diese Ansicht, dass die Juden ein Volk sind, natürlich das von Gott auserwählte, höchst rassistisch. Auch die Araber gehören zu den semitischen Völkern.

    • Verena Lea Plüss sagt:

      Ihr Kommentar, Martin, ist nicht zu überbieten, mir graut vor Ihnen. Reiner unverfälschter Antl- Semitismus!!

    • esther scheiner sagt:

      Das, Martin, was Sie hier schreiben, ist Antisemitismus in Reinkultur. Wäre mir Ihr Name bekannt, würde ich sofort ein Anzeige gegen Sie einbringen. So kann ich mich nur schämen, dass die Baz, bisher eine lesenswerte Zeitung scheinbar jetzt auch zur Plattform des primitiven Antisemitismus verkommt. Vielleicht hat ja einer der Moderatoren soviel Einsicht, Ihren Kommentar zu löschen.

      • Martin sagt:

        @scheiner: Aha. Aber wenn zig tausen Palästinenser für Israel platz machen müssen, ist es kein Antisemitismus oder wie? Was Sie und Ihre Judenfreunden Leuten wie mir immer wieder vorwerfen, genau das macht das „ach so tolle Israel“ genau so. Erst sollte mal vor der eigenen Türe gekehrt werden, bevor man andere des Antisemitismus beschuldigt.

    • Lukas O. Bendel sagt:

      Martin: Auch wenn Ihr Kommentar ein Körnchen Wahrheit hat (den jüdischen Staat Israel hätte es ohne die WWII-Schrecken nie gegeben und aufgrund dieser wird der jüdischen Führung Israels ihr verbrecherischer Glaubenskrieg nachgesehen): Ihre zwei letzten Sätze verunmöglichen es Sie ernst zu nehmen und Sie gehören schon nur wegen dem Teil „Plunder (inkl. Synagogen und Friedhöfen)“ strafrechtlich verfolgt!
      Ich musste mir auch schon Abschätziges von Juden anhören, aber es hätte nie diese offene Verachtung dabei.
      Und Ihre späteren Ausreden, sie meinten ja bloss, wer sich hierzulande zu wenig willkommen fühle, solle gehen, scheinen mir reine Ausrede – denn Ihr erster Post lautet ganz anders.

      • Martin sagt:

        @Bendel: Wissen Sie, mir ist aufgefallen, dass sobald etwas kritisches geschrieben wird und das Wort „Jude“ in diesem Zusammenhang genannt wird, immer gleich mit Antisemitismus und Rassismus geantwortet wird. Es scheint auch heute noch nicht möglich zu sein, eine etwas heftigere Kritik an die Juden zu richten, ohne gleich in die Naziecke gestellt zu werden. Wie bei Ihrer Antwort. Sie haben somit meine These von „der ewigen Opferrolle“ ganz vorzüglich bestätigt, wie übrigens auch andere Kommentatoren, die da Antisemitismus hinein interpretierten. Synagogen und Friedhöfe als „Plunder“ zu bezeichnen, ist nicht rassistisch. Ich habe viel Fantasie, aber das übersteigt meinen kreativen Rahmen, um das in dieser Formulierung zu sehen.

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @ Martin:
        Wieder schaffen Sie es, eine zutreffende Kritik mit ihren späteren Auswüchsen selber zu neutralisieren. Ja, der Antisemitismus-Vorwurf erfolgt oft zu schnell und rein defensiv – nicht aber bei Ihnen, denn sie diffamieren statt kritisieren!
        Wenn ihr Hirn nicht fähig ist zu erkennen, dass die Bezeichnung insb.(sic!) der Orte der (jüdischen) Gottesdienste und der Totenruhe als „Plunder“ abschätzig und damit (weil einzig auf diese bezogen) judenfeindlich ist – schade für Sie.
        Wer anderer Meinung ist als, den/die bezeichnen Sie ja auch undifferenziert als Jugendfreund.
        Und Sie sind aufgrund Ihrer Verblendung nicht einmal in der Lage, den differenzierten Beginn meines Postes zu erkennen.
        Dass sind doch ein bisschen zu viele Anzeichen von Antisemitismus, um bloss Zufall zu sein!

      • Martin sagt:

        @Bendel: Das Wort Plunder scheint Sie furchtbar in Rage zu versetzen? Ich habe geschrieben „ihren Plunder (inkl. Synagogen und Friedhöfe)“. Das ist sehr allgemein formuliert. Wie wir alle wissen, gibt es immer wieder Fälle von „Raubkunst“ usw.. Ich will bloss nicht, dass es am Schluss heisst, man hätte den Juden wieder irgendwas weggenommen. Zudem: Haben Sie gewusst (vielleicht sind Sie ja selber Jude?), dass die Gräber von Juden niemals aufgehoben werden. In Deutschland gibt es Judenfriedhöfe, die mehrstöckig übereinander angelegt sind. Ein riesen Chaos. Aber grundsätzlich muss ich mich vor Ihnen und den Juden nicht rechtfertigen. Die Schweiz hat genug für die Juden getan und nie ein Dankeswort dafür erhalten. Von daher können sie mir gestohlen bleiben.

      • Lukas Bendel sagt:

        @ Martin:
        Nein, ich bin kein Jude (sondern – wie sie an anderer Stelle lesen können – laut jüd. Besuchsdienst bloss „auch ein Mensch“). Soviel also zu Ihren billigen Ablenkungsversuchen! Aber was will man schon mehr erwarten von jemandem, der es nicht einmal wagt, mit seinem Namen identifizierbar zu seinen Aussagen zu stehen.
        Gemäss Duden bezeichnet „Plunder“ (abgesehen vom Gebäck) „als wertlos, unnütz betrachtete Gegenstände, Sachen“. Gotteshäuser und Friedhöfe als solches zu bezeichnen, ist zweifellos absichtlich verletzend. Und deshalb störe ich mich an Ihrer Aussage und Ihrer Art.
        Sicher wussten Sie nicht, dass die jüdischen Gemeinden die Grundstücke für ihre Friedhöfe selber kaufen müssen (während unsere christlichen Friedhöfe auf staatlichem Grund stehen).

      • Martin sagt:

        @Bendel: Was hat das mit Ablenkungsversuchen zu tun? War bloss eine Frage. Was die Friedhöfe angeht: In Israel können die Juden dafür ganze Siedlungen auf Land bauen, das ihnen nicht mal gehört. Unsere Kirchen werden auch über die Kirchensteuer bezahlt und falls es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein sollte: Wir haben christliche Feiertage in diesem Land und die Schweizer Garde bewacht den Papst. Die Schweiz ist also ein sehr christlich geprägtes Land, wie ganz Europa. Jedenfalls haben die Juden genug Geld, um sich eine bessere Armee in Israel zu leisten, als wir Schweizer. Und für was? Um auf ein paar Araber mit Steinschleudern zu schiessen.

  • Barbara Grohé sagt:

    Beim Lesen mancher Kommentare habe ich das Gefühl da haben einige zu tief in die Bibel geschaut. Ja die bösen Araber bzw. Palästinenser haben sich Gaza selbst ausgesucht.

    • Mike Cadell sagt:

      Da sind sie in ihren eigenen Vorurteilen gefangen. Man kann sehr gut Atheist oder Agnostiker sein und 100% hinter Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten stehen. So wie ich es tue.

  • Verena Lea Plüss sagt:

    Wenn ich die Kommentare so lese, da gibt es einige , die strotzen vor Anti -Israelismus. Keine Ahnung von der Kompliziertheit des Konflikts. Aber, einfach Behauptungen in die weltsetzten, nach dem Motte: Natürlich ist Israel (die Juden) an allem schuld. Fehlt nur noch, dass Jemand die jüngsten Behauptung von Abbas aufnimmt „Die Juden sind selbst schuld am Holocaust.“ Mir graut.

    • fredy sailer sagt:

      Ist mir auch schon aufgefallen, Verena Lea Pluess. Es ist auch beschaemend dass Anti-Semitische Uebergriffe in Europa in 2017 zugenommen haben.
      Kommt der alte Kontinent denn nie zur Ruhe?

    • beat sagt:

      Verena L Plüss. Halten wir uns an die Fakten und weniger an die Kommentare. Im letzten Racheakt der hochgerüsteten Armee Israels gegen die im Gaza eingeschlossenen Menschen verloren bei Bombenabwürfen über 500 Kinder ihr Leben. Das waren keine Terrorsiten, keine bewaffneten Widerstandskämpfer, keine Gefährder, vielleicht Steinewerfer. Der UNO-Generealsekretär sprach von einem Kriegsverbrechen.
      Mann/Frau kann doch nicht alles mit dem Holocaust-Traumata rechtfertigen.

      • Mike Cadell sagt:

        Da wurden 25 Jährige als Kinder bezeichnet. Und die Hamas schoss ihre Raketen von Schuhlhöfen ab, nutzte die Kinder als menschliche Schutzschilder und erzählte täglich neue Märchen. Wer kam denn mit der Zahl von 500? Die Hamas? Denen glaube ich gar nichts.

    • Mike Cadell sagt:

      Das ist kein Anti-Israelismus. Nennen wir das Kind ruhig beim Namen. Das sind geifernde Antisemiten.

      • beat sagt:

        Mike Cadell, ich zitiere Ami Ayalon: Wenn wir nicht einen Weg finden, um Gewalt zu reduzieren und den Palästinensern zu Hoffnung zu verhelfen, wir die nächste Bewegung nach Hamas gewalttätiger und fanatischer sein. Wir Israelis haben dann Sicherheit, wenn die Palästinenser Hoffnung haben. Für eine Abschreckungspolitik müssen sie drohen, dem Gegner etwas wegzunehmen. Aber was können Sie einem Menschen wegnehmen der in Gaza lebt und seine Heimat als Gefängnis empfindet.
        Ami Ayalon kann kein geifernder Antisemit sein!

      • Mike Cadell sagt:

        Wenn es von Ayalon kommt ist es Kritik, denn er kritisiert die Araber genauso. Wenn es von Beat & Co kommt ist es Antisemitismus, denn die ziehen nur und ausschliesslich über Israel her, vergessen aber, warum die Israelis den Gazastreifen angriffen. Die 1000en Raketen, die von Schulhausdächern aus abgeschossen und in Schulen und Spitälern gelagert wurden? Egal, wir geben eh nur den Juden die Schuld.

  • Zurbrügg sagt:

    Tja, Frau Föderl, dem Namen und der Ideologie nach, sind Sie ein Kind eines Nazi, nicht mehr und nicht weniger. Wer so einseitig in einer logischerweise Linken Zeitung gegen die Juden hetzen darf hat nichts aus der Geschichte gelernt. Jerusalem gehört seit Tausenden von Jahren den Juden, da können die Linken und Rechten Antisemiten geifern wie sie wollen. Finden Sie sich damit ab, dass Sie auf dem falschen Weg sind, und Adolf seine helle Freude an Ihnen gehabt hätte!

    • P. Svoboda sagt:

      Sie haben ganze Antwort sehr treffend und richtig geschrieben.

    • Peter Sieber sagt:

      Zurbrügg, würden die Sharons, Baraks, Netanyahus und wie sie alle heissen nicht permanent und absichtlich stänkern mit ihrem Siedlungsbau in Gebieten, die ihnen nicht gehören, wäre es wohl einiges friedlicher in Israel. Und das hat nichts mit Antisemitismus zu tun sondern damit, dass sich der Staat Israel, welcher auf eine UNO Resolution (Nummer 181) zurückgeht sich einen Feuchten um UNO Resolutionen schert, weil er weiss, dass egal was er macht, die USA werden ihre Hand schützend über ihn hält. Wenn es nach Ihrer Argumentation gehen würde, dann könnte man das Osmanische Reich oder gar das Römische Reich aufleben lassen. Erdogan hätte seine helle Freude an Ihnen.

      • Daniel Meier sagt:

        Herr Patrik Peter, es ist einfach nicht richtig, dass niemand das Existenzrecht Israels abspricht. Iran zB fordert und will ja die Vernichtung Israels. Und unter dieser Voraussetzung wird Israel auch nie in Frieden leben können. Da helfen auch eine Zweistaatenlösung und weitere akademische Planspiele nichts. So lange ein Staat die Vernichtung eines anderen plant und mittlerweile auch aufgrund der vor Ort stehenden Verbündeten vermehrt direkte Angriffe starten kann wird sich Israel ganz gewiss nie dazu verleiten lassen, in seinen Verteidigungsanstrengungen nach zu lassen.

      • Thomas Baumann sagt:

        Sie antworten also hier, dass die Annektierung der Westbank Verteidigungszwecken dient, quasi als vorwärtsgerichtete oder offensive Verteidigung? Hm, das kann man so sehen, Herr Meier. Allerdings lässt sich diese Argumentation dann auch sehr gut dafür missbrauchen, die Annektierung jeglicher weiterer Gebiete damit jederzeit zu rechtfertigen. Inwiefern der Siedlungsbau der Sicherheit Kernisraels dient oder schadet, wäre doch zu diskutieren. Dass Israel allerdings nicht auf Annexion als Selbstzweck abzielt, zeigt die Rückgabe des Sinai an Ägypten.

      • Daniel Meier sagt:

        Herr Baumann, mein Post war irrtümlich da, ich wollte eigentlich auf Herrn Patrik Peters Post antworten. Nun denn, die Sache mit der Westbank ist definitiv kompliziert und sicherlich nicht einfach zu handeln. Den Gaza-Streifen hat man aufgegeben, und was ist das Resultat? Rakete über Rakete kommt angeflogen. Das Israel sehr gerne auf das verzichtet verstehe ich, und dass sie kein Vertrauen in die palästinensischen Sicherheitsbehörden haben, ebenfalls… Die ursprüngliche Grenze Israels zu den arabischen Gebieten 1948 war allerdings ein purer Witz, man hätte dieses Gebiet niemals gegen einen ernstgemeinten Angriff verteidigen können, von dem her, ja, ich verstehe gewisse Besetzungen, auch wenn es sie nicht „appetitlich“ macht…

    • Patrik Peter sagt:

      Zurbrügg: exakt Sie und Ihre frei erfundene Argumentation sind der Grund, dass 90% der Israelis nicht in Frieden leben können und dürfen. Gemäss Ihrer Denkweise gehört Windisch (Vindonissa) somit immer noch den Römern? Aha, spannend. Es geht eben nicht um 1 Stadt sondern um 1 Land. Es spricht auch niemand das Existenzrecht von Israel ab, der Blog beleuchtet einfach nüchtern die Problemstellung wie Sie heute ist. Aber bereits solche einfache Differenzierungen überfordern Sie.

      • Mike Cadell sagt:

        Dass die Israelis nicht in Frieden leben dürfen liegt ausschliesslich an den Arabischen „Nachbarn“. Besetzte Gebiete? Wann fordert Deutschland Schlesien und Ostpreussen inkl. Danzig zurück? Polen seine eigenen Ostgebiete? Warum eigentlich nicht?

  • Alf sagt:

    Offenbar ist es nicht interessant im Zusammenhang mit Israel, dass dieses Land seine eigene Atomtechnologie von den USA gestohlen hat. Und es scheint auch nicht erwähnt werden zu dürfen, dass der Hauptverantwortliche des Diebstahls an den USA Benjamin Nethanjahu hiess…. Zensur ist ein Goittesgeschenk für selbstgerechte Autorinnen und Autoren, die auch nur eine Agenda haben und sie machen redlich Gebrauch dieser undemokratischsten Perversion und dieses hinterhältigen, feigen Machtmissbrauchs… Peinlich!

  • Rico Suter sagt:

    Es war nie die Absicht von Ben Gurion und seinen Mitstreitern den Teilungsplan der UNO in die Tat umzusetzen, taktischerweise wurde er aber akzeptiert. Auf jüdischer Seite wusste man seit 1947 von der eigenen Stärke, so dass einem die Kriegserklärung der arabischen Staaten sehr gelegen kam, um gegenüber der Welt nicht als Agressor dazustehen. Es gehört heutzutage zur Staatsdoktroin von Israel, dass man sich kontrafaktisch als Volk definiert, dass man endlich in sein eigenes Land zugekehrt sei und dass dieses nun dauernd verteidigt werde. Aber: Die andauernde Brutalisierung der israelischen Gesellschaft hat schon bedenkliche politische Spuren hinterlassen. Dies war von den Staatsgründern so nicht beabsichtigt, ist aber heute Realität.

    • P. Svoboda sagt:

      Das ist aber nur ihre Realität, nicht meine. Israel ist ein Staat, der sich um Erkennung und Frieden mit Araber bemüht und ist gezwungen eigene Existenz zu verteidigen. Gegen praktische alle. Und dann noch sich rechtfertigen in UNESCO, UNO, usw. Schrecklich. Ich hoffe, dass die USA verlassen auch diese nutzlose Organisatioinen.

    • Katharina sagt:

      @RS
      es ist schon ein starkes Stück, zu behaupten, dass die Juden sich kontrafaktisch als Volk bezeichnen. Diese Aussage müsste sich auf die Palästinenser beziehen.

      Dazu nur mal ein Zitat.

      „Es gibt keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir sind alle Teil einer Nation. Nur aus politischen Gründen unterstreichen wir sorgfältig unsere palästinensische Identität. … Die Existenz einer eigenen palästinensischen Identität dient nur taktischen Zwecken. Die Gründung eines Palästinenserstaats ist ein neues Mittel in der Fortsetzung des Kampfs gegen Israel.“ Zuhair Muhsin, militärischer Kommandeur der PLO und Mitglied des Exekutivrats der PLO.

  • Matti sagt:

    Einmal mehr gewohnt einseitig vom Tagi. Nicht erwähnt der Schulterschluss der ansässigen Araber (oder Palästinenser wie sie heute heissen) mit den kriegsausübenden arabischen Staaten welche Israel noch in der Nacht der Staatsgründung angriffen – bis hin zu offener Gewalt und Pogromen. Nicht erwähnt werden die ca. 850’000 Juden welche aus eben diesen arabischen Staaten vertrieben wurden und alles verloren. Kritik an der israelischen Regierung ist eines (ich lebe teilweise da und bin kein Freund dieser Regierung). Es ist jedoch diese krankhafte Fokussierung auf Israel als Ganzes, die Pauschalisierungen, das ansetzen von anderen Massstäben. Beispiel: UN Human Rights Council mit 21 Resolutionen gegen Israel und 6 gegen der Rest der Welt in der letzten Session. Das ist Antisemitsmus pur!

    • P. Svoboda sagt:

      Sie haben Recht. Es ist gemein, wie diese Mehrheit in UNO und weitere Organisationen, nur Israel einseitig kritisiert. Ich bewundere israelische Volk, das einzige fleissige und entschlossene Nation in Nahen Osten.

    • Martin sagt:

      @Matti: Nein, es ist kein Antisemitismus. Ein Land wie Israel ist künstlich erschaffen worden, auf Wunsch der Juden hin. Sie sehen sich immer als Opfer, besonders wegen dem WWII. Selber aber betreiben sie eine Expansionspolitik und provozieren, wo sie nur können. Diese Art der Politik bleibt nicht ohne Reaktionen. Es geht darum, Israel in seine Schranken zu weisen, wie es auch für jedes andere Land gilt. Der Juden WWII-Bonus ist abgelaufen und aufgebraucht.

      • Matti sagt:

        @Martin: In diesem Land leben die Juden seit tausenden von Jahren und taten es auch vor 1948, in der Zahl etwa 800’00. Lesen sie doch mal die Geschichte! In fast jedem Gebet und bei Abschieden wird auf Israel respektive Jerusalem verwiesen – und da reden sie von Künstlichkeit? Die Araber haben alle 31! Friedensangebote seitens Israel seit 1948 ausgeschlagen, auch das ist ein Fakt der ganz einfach nachzulesen „wäre“ wenn man will… Von palästinensischer Seite kam bisher nie ein Friedensangebot. Vermutlich wissen sie auch nicht, dass ca. 20% der Bevölkerung israelische Araber sind. Ihre Äusserungen mit dem Bonus lassen mich aber erschauern und über Ihre grundsätzliche Haltung, da besteht eigentlich kein Zweifel und deshalb sind vermutlich auch diese Zeilen nutzlos.

      • Anh Toàn sagt:

        „israelische Araber“ = Muslime
        Jüdische Araber = Israeli

        Muslime sind nicht Israeli, das sin israelische Araber, nicht arabische Israeli, die sind Araber (Substantiv) israelisch (adjektiv) beschreibt, dass die in Israel leben, diese Araber.

      • Anh Toàn sagt:

        800 000 Juden lebten da, schon vor 1948. Und wie viele Muslime lebten da vor 1948? Und wie viele Juden leben heute da und wie viele Muslime?
        Hatten die Juden da so viele Kinder und die Muslime so wenige?

        Fühlten sich die Muslime da nicht ein wenig in ihrer Kultur und Werten durch Zuwanderung bedroht? Kalifornisierung (Tel Aviv ist ja das technische Hirn von Silicon Valley) des Morgenlandes?

        Die hätten halt eine MEI machen sollen. Selber schuld. Jetzt sind sie halt Überfremdet. Alle reden jetzt Hebräisch, Englisch oder Russisch, kaum einer noch arabisch.

      • Matti sagt:

        @Anh Ton: Ich sehe, dass sie noch nie in Israel waren und leider ihr Unwissen auch noch öffentlich verbreiten. Es sind 20% arabische Israeli, gleich viel wie zu Beginn der Staatsgründung: 2014 zählte Israel 8.222.700 Einwohner, rund 6.135.000 (rund 75,0 %) davon Juden und 1.694.000 (20,7 %) Araber (Wikipedia). Und der arabische Anteil (heute 2.2 Millionen) ist der neben den Jüdisch-Orthodoxen am stärksten zunehmender Faktor. Um es nicht in Prozenten zu sagen: Es waren zwischen 700’00 und 900’000 Araber die vor 1948 da lebten. Und noch ein wenig Geschichtsstunde: Alle Israelis, also auch die arabischen können an der Wahl der Knesset teilnehmen. Das denke ich reicht, ich will sie in ihrer vermutlich vorgefertigten Haltung nicht überfordern an diesem Sonntag 🙂

      • esther scheiner sagt:

        Martin, nahezu zeitgleich mit Israel wurden auch andere Staaten „künstlich erschaffen“. Alle diese Staaten lagen auf dem Gebiet des ehemaligen Britischen, rep. Französischen Mandates. Jederzeit nachlesbar. Und dies nicht auf Wunsch der Juden. Was Sie als „Expansionspolitik“ bezeichnen, sind die Folgen der Angriffskriege, die die arabischen Nachbarn ringsum auslösten. Und in jedem Krieg gibt es, das ist das Ziel Landgewinne und -verluste. Das sollten auch Sie akzeptieren.

      • Anh Toàn sagt:

        Matti: Fragen Sie beim Mossad nach, der und ich wissen, dass ich in Israel war. Übrigens: Ich habe Tel Aviv geliebt, viel Party, viel modern, kaum Fanatiker irgendwelcher Couleur, und habe Jerusalem gehasst, habe den nächsten Bus genommen, um wieder wegzufahren: Nur Fanatiker, auf allen Seiten, Uniformen überall, von Polizisten, Priestern, Militär und religiös gekleideten.Ich kann Uniformen nicht ausstehen, denn sie dienen nie dem gleich-machen, sondern immer der Ab- und Ausgrenzung (z.B. Offizier vom Soldaten)

      • Anh Toàn sagt:

        esther scheiner: ja, die meisten Staaten im Nahen Osten hat der westliche Imperialismus gemalt: Teile die Araber und beherrsche sie, wir brauch(t)en deren Öl: Die Perser haben den Schah rausgeworfen und nachher unter den Mullahs die Amis insgesamt: Dass die Vietnamesen die Amis rauswarfen, wird als deren berechtigter Freiheitskampf gesehen, aber dass die Perser die Amis rauswarfen, zeigt nur, was für judenhassende Barabaren dies sind. Weil es sind Muslime und Muslime sind judenhassende Barbaren.

        Israel ist die Sperrspitze des westlichen Imperialismus im Nahen Osten.

  • Ursula sagt:

    Immer die gleiche Litanei……! Jacques, sie sagens richtig dégoûtant!

  • Remo Kiebele sagt:

    Der Tagi (Newsnet) sollte sich schon bewusst sein, was er mit der Publizierung eines solchen Pamphlets gegen Israel anrichtet. Wir sind hier nicht in München und Umgebung!

  • Jacques sagt:

    Sehr Israel feindlicher Artikel von einer SZ-Journalistin. Degoutant!

    • Fefe sagt:

      Argumente haben Zionisten und faschistische Prosemiten komischerweise nie… Aber immer die Antisemitenkeule im Anschlag.
      Degoutant!!!

      • Kaspar Tanner sagt:

        Werter Fefe,
        Bringen Sie doch eine Ihrer antisemitischen Fake-Fakten – ich werde Ihnen dann gerne Antworten.
        Bis bald,

        Kaspar Tanner

      • Martin sagt:

        @Tanner: Ich habe ein „antisemitsches Fake-Fakt“, extra für Sie: Die Juden bezeichnen sich gerne als „Volk“. In der Schweiz werden alle Leute die hier geboren, aufgewachsen und einen CH-Pass besitzen als „Volk“ bezeichnet. Bezieht sich das Wort „Volk“ in der Schweiz auf die gebürtigen Schweizer, bezieht es sich bei den Juden auf den Fakt, dass sie Juden sind. Also wären, gemäss dieser Logik, die Juden eine Rasse. Ein Schweizer ist aber keine Rasse. Juden können also nicht Schweizer und Jude sein, denn man kann nur einem „Volk“ angehören. Ich bin gespannt auf Ihre Antwort!

      • Peter Aletsch sagt:

        Martin: „In der Schweiz werden alle Leute die hier geboren, aufgewachsen und einen CH-Pass besitzen als „Volk“ bezeichnet.“ Faktisch aktuell nicht einmal mehr, falls es sich auf das Volk als stimmberechtigte, vollberechtigte Bürger handelt. Sonst fast immer und oft falsch ‚Bevölkerung‘ wie ‚Bewölkung‘, weil man sich schämt, dass es Völker gibt und Wolken.

      • Kaspar Tanner sagt:

        Martin,
        Die Juden sind eine Religionsgemeinschaft.
        Dank Leuten wie Ihnen (falls Sie den sehr erhellenden Beitrag heute Sonntag um 8.49 Uhr geschrieben haben – wenn nicht: sorry!) und Fefe – unser gemeinsamer Freund scheint im „Völkischen Beobachter“ immer noch nach Fakten zu suchen – werden sie leider zu Zionisten gemacht.
        Kleines Detail am Rande: Es gab vor 1948 fast 1 Mio. Juden im arabischen Raum.
        Die sind alle zuerst diskriminiert und dann als „Zionisten“ vertrieben worden. Natürlich entschädigungslos.
        Sehen Sie, für Juden gibt’s im Ernstfall zwei Optionen: Entweder werden sie Zionisten – oder sie sind tot.
        Angesichts der Drecksspiele der Christen, Muslime und auch der Kommunisten habe ich grosses Verständnis für den Zionismus.

      • Mike Cadell sagt:

        Fefe, sind das ihre „argumente“. Das nennt man dann Projektion.

      • Anh Toàn sagt:

        „Die Juden sind eine Religionsgemeinschaft.“

        Nein, sonst wären Atheistische Juden keine Juden.
        Man muss nicht an Gitt glauben, um Jude zu sein, man muss jüdische Eletern(-teile) haben. Wer dies nicht hat, kann Jude werden, indem er zum Judentum konvertiert.

        Die Juden verstehen sich nicht einfach als Religionsgemeinschaft, sie verstehen sich als Volk.

      • Anh Toàn sagt:

        „Sehen Sie, für Juden gibt’s im Ernstfall zwei Optionen: Entweder werden sie Zionisten – oder sie sind tot.“

        Wieso gibt es denn noch Juden nach tausenden von Jahren ohne eigenes Land? Die müssten doch schon längst alle tot sein?

  • Manfred Zwygart sagt:

    Ich bin erstaunt und schockiert, dass ein solch hetzerischer Artikel auf Tagesanzeiger abgedruckt wird. Die Juden sollten sich anscheinend lieber abschlachten lassen wie 1930.

    • Steve Johnson sagt:

      Die Wahrheit ist manchmal hart, aber sie bleibt die Wahrheit. Dieser Artikel beschreibt die Situation, wie sie ist. Da können Sie daran rütteln wie Sie wollen.

    • Stefan W. sagt:

      Wo erkennen Sie in diesem Artikel genau „Hetze“?

    • Mike Cadell sagt:

      Lesen sie mal die Kommentare der hiesigen 88 und BDS Fraktion. Da kommt ihnen das kalte Grauen. Linke und Rechte Antisemiten fröhlich vereint im Judenhass.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Die Autorin blendet eines geflissentlich aus: Es waren die Palästinenser, die sogleich Waffengewalt gegen die Israelis ausübten, nachdem die UNO die Gründung des Staates bekannt gab.
    Die Palästinenser von damals sahen sich auch gar nicht als eigenes Volk, sondern sahen sich selber als Syrer. Das mit dem „Volk“ und damit dem Anspruch an ein eigenes Land, ist eine Erfindung neueren Datums.
    Zudem gilt immer und überall: gerät ein Staat in Not, dann verletzt er jegliches Recht und damit auch die Gewaltenteilung. Das war auch in der Schweiz im 2. Weltkrieg der Fall, wenn wir ganz ehrlich mit unserer Geschichte umgehen.
    Das Verhalten der Staaten/Politiker ist zwar ungesetzlich, doch angesichts der gefühlten Bedrohung oft von der Bevölkerungsmehrheit erwünscht. Auch das ist Demokratie!

  • Fredi sagt:

    Nathanyahu ist derjenige, der Atomtechnologie in den späten Sechzigerjahren aus den USA vom ‚Alliierten‘ gestohlen und nach Israel gebracht hat, also einer der Väter der Israelischen Atombombe. Und will nun die Menschheit glauben machen, er und Israel seien bedroht durch iranische Atomtechnologie? Der Irrsinn ist die Normalität und auch gestandene Nahost-Kennerinnen wie Föderl-Schmid halten es nicht für nötig, dies in diesem ansonsten einigermassen ausgewogenen Blog auch nur zu erwähnen… Die eigentliche Gefahr im Nahen Osten geht von der kriminellen Regierung Israels aus, die einzige Atommacht, die den Atomwaffensperrvertrag NICHT unterschrieben hat….

    • Rolf Bombach sagt:

      Ach ja? Indien und Pakistan sind ebenfalls Atommächte, die den Sperrvertrag nicht unterschrieben haben. Nordkorea ist einfach aus dem Vertrag ausgetreten. Der Besitz von Atomwaffen dieser Länder ist somit übrigens legal.
      Die Schweiz hat schon 1969 den Sperrvertrag unterschrieben, aber erst 1977 ratifiziert. Das schweizer Atomprogramm wurde aber erst 1988 beendet. Die IAEA-Bescheinigung, dass sich die Schweiz tatsächlich daran hält, wurde erst 2015 erteilt.

  • Didi Herrmann sagt:

    Israel ist der letzte Staat weltweit, der auf einer längst überholten Blut-und-Boden-Ideologie fusst: Heiliges Land, das um jeden Preis besetzt und militärisch verteidigt werden muss, Glaubensgenossen statt Staatsbürger, der Wahn vom auserwählten Volk statt eines normalen, effizienten Staatswesens.
    Das ist auch kein Wunder, wurde Israel doch in den 40erjahren gegründet, als solche völkischen Fantasien in Mode waren. In Deutschland, Italien, Japan und anderswo ist diese unheilvolle Ideologie längst überwunden, nur Israel hängt ihr noch nach.

    • Katharina sagt:

      @DH
      und Sie blenden geflissentlich aus, dass nicht nur das Nazitum in Deutschland und der Holocaust etwas mit der Gründung eben dieses Staates zu tun hat sondern auch die jahrhundertelange antisemitische Geschichte in Europa und im Nahen Osten. Seit wann beispielsweise haben Juden in der Schweiz ein Niederlassungsrecht?

      • Katharina sagt:

        @DH

        und hier ein Link zur Auflösung der obigen Frage der Gleichberechtigung der Juden in der Schweiz:
        http://150.swissjews.ch/de/

      • Martin sagt:

        @Katharina: In der BaZ stand dazu mal ein Artikel in der Zeitung. Über Basel und die Juden und ihre ersten Synagogen usw. Also Juden gibt es in der Schweiz schon ziemlich lange. So weit ich weiss, schon vor dem Frauenstimmrecht…

    • Katharina sagt:

      @DH ein eindrücklicher Dokumentarfilm zur Geschichte der Juden im 20. Jh. Ein wesentlicher Beitrag zum Verständnis, dass es den Staat Israel geben muss.
      https://youtu.be/S58ivjU9PeE

  • Martin Frey sagt:

    Wenn ich das nur wieder höre, „föderales System“, oder „Koexistenz“ dann noch diese Headline, dann lässt mich das ratlos zurück.
    Dabei erläutert der Artikel, weshalb sich Israel auf niemand ausser sich selbst verlassen kann. Niemand von uns in Westeuropa kann es sich nur ansatzweise vorstellen, permanent von Feinden umzingelt zu sein, die unablässig einem nach dem Leben trachten und bereits ihre kleinsten Kinder dazu erziehen.
    Mit wem bitteschön soll Israel koexistieren? Mit der Hamas? Oder mit Abbas?
    Der Versuch war da, die Palästinenser haben ihn torpediert, Extremisten auf beiden Seiten haben profitiert.
    Klar, ein Staat Israel um jeden Preis, was denn sonst? Wo wäre denn für die Juden die Alternative? Wir Europäer sind ja nicht mal in der Lage, unsere eigenen Juden zu schützen.

    • Didi Herrmann sagt:

      @Frey
      “Niemand von uns in Westeuropa kann es sich nur ansatzweise vorstellen, permanent von Feinden umzingelt zu sein“
      Aber selbstverständlich können wir uns das vorstellen. Deutschland 1939-1945 lebte genauso. Und damals wie heute besteht die Lösung darin, keinen imperialen Machtfantasien nachzuhänge, das geraubte Land zurückzugeben und die Opfer um Verzeihung zu bitten.

      • Martin Frey sagt:

        „Deutschland 1939-1945 war umzingelt von Feinden, die die Deutschen allesamt vernichten wollten? So quasi ein von den Alliierten eingekreisten Opfer derer bösen Absichten? Sie belieben zu scherzen, Herr Herrmann?
        Derartige abstruse Vergleiche sind so weit unter der Gürtellinie, dass sich eine Antwort, die darauf eingeht, erübrigt.

    • Anh Toàn sagt:

      Geben wir doch den Juden Süditalien, Neapel und Kalabrien, das Mafialand: Da herrscht Anarchie, die können da aufräumen mit camorrha und n’dragheta. Und die Einheimischen sollen in den Norden ziehen oder nach Sizilien (Da wurde mit der Mafia aufräumt).

      Die Europäer fanden es schlauer, den Juden für ihre Sünden oder um sie los zu werden, das Land anderer zu geben.

      • Anh Toàn sagt:

        Habe in einem Vorort von Kairo einen Palästinenser getroffen, die Juden hätten sein Land genommen. Habe ihn gefragt, wie lange er damit weiter machen will, Hass in die Herzen seiner Kinder zu pflanzen, die in Kairo in eine Schule gehen, er hatte ein kleines Restaurant, ein Leben. Aber so einseitig, die Israeli sind die Guten und waren schliesslich schon vor 2000 Jahren mal da, nur kurz weg quasi, wie kommen die anderen auf die Idee, sich daran zu stören, dass die jetzt wieder da sind, erscheint mir kein lösungsorientierter Ansatz aber israelische Staatsdoktrin.

      • Martin Frey sagt:

        Erstens mal, es war nicht „das Land anderer“. Aber diese uralte antisemitische, historisch verfälschte Diskussion ist müssig.
        Fakt ist, dass in der arabischen Erziehung, und das vom Maghreb bis in den Irak, antisemitische Vorurteile gepflegt werden, und bereits Kinder dahingehend indoktriniert werden. Was natürlich nur dazu dient, seit über einem halben Jahrhundert den fanatisierbaren, wenig gebildeten, gerne in ihrer Opferhaltung verharrenden arabischen Massen einen geeigneten Sündenbock vorzuhalten woran sie sich abreagieren können. Dies natürlich mit dem übergeordneten Zweck zu verhindern, dass dieselben arabischen Massen sich plötzlich mit ihrem eigenen Schicksal, und der Frage auseinander zu setzen beginnen, weshalb es ihnen schlechter geht als den arabischen Israeli.

      • Martin Frey sagt:

        Ihr Vergleich mit Süditalien, AT, ist völlig wirr. Nicht nur zusammenhanglos, sondern auch inhaltlich falsch. Die Süditaliener haben sich schon lange über ganz Italien, wie auch über den ganzen Erdball verteilt. Wie auch die mafiösen Organisationen, die verdienen Ihr Geld schon lange nicht mehr im Süden.
        Auch da, antisemitische Stereotypen helfen nicht weiter, ebenso wenig wie absurde Vergleiche.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Frey Ging aber lange bis zum Antisemitismus Vorwurf. Wohl die ganze Zeit kein Argument gefunden.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Frey: Was war denn da, bevor da Israel war? Kolonie der Franzosen oder Engländern. Kolonien sind doch in anderen Ländern, das Land anderer?

      • Martin Frey sagt:

        „Ging aber lange bis zum Antisemitismus Vorwurf.“
        Ich nenne das Kind gerne beim Namen AT.
        Ich sage nicht, dass Sie das sind. Aber das Argument ist ein klassisch antisemitisches.
        Sie sagen es selber: wenn man aus einem britischen Protektorat neue Staaten (notabene ja nicht nur Israel) kreiert, nimmt niemand jemandes Land weg.

      • Anh Toàn sagt:

        „Protektorat“ ist Euphemismus für Kolonie. Wenn haben die Briten denn da protegiert? Juden?

      • Anh Toàn sagt:

        Asso, da waren Juden in Palästina, seit Tausenden von jahren sagt jemand weiter oben, und die riefen die Briten und haben gesagt, bitte protegiert uns, und dann protegierten die eine Zeit. Und dann sagten die Juden, wir sind jetzt selber stark, und die Briten gingen heim, und die Araber waren böse?

        Öbbe so, ist gut, nicht antisemitisch?

      • Martin sagt:

        @Toàn: Wer vorher dort war? Jetzt müsste man etwas über Geschichte wissen! Kleiner Tipp: Das osmanische Reich. Zum Ende des osmanischen Reiches, besetzten die Engländer Ägypten. Das ist ungefähr nebenan. Danach WWI & WWII. Gründung Israels. The Empire gehörte zu den Alliierten und hatte zu jener Zeit ziemlich viel zu sagen.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Danke für die Geschichtshilfe: Also Brittanien hat da geruled: rule brittania! Aber Brittanien ist ziemlich weit weg von Palästina, also war es doch das Land anderer?

      • Anh Toàn sagt:

        Es war das Land anderer, das man den Juden gegeben hat, aber weil dies auch Antisemiten sagen, gilt das Argument nicht, es ist antisemitisch. @Martin Frey sagt dies sehr gut: Es reicht, um das Argument zu diskreditieren, dass dieses Argument auch Antisemiten verwenden. Mehr braucht man nicht dazu zu sagen, Argumentation erübrigt sich, Killerargument: Antisemiten sagen dies auch.

        Wenn Kommunisten sagen, die Vermögen seien ungerecht verteilt, reicht es auch zu sagen, das sind Kommunisten, das muss falsch sein, was die sagen.

      • Martin Frey sagt:

        Ich versuche es nun ein Mal, Ihnen das zu erklären, was Sie wohl nicht hören wollen.
        Nicht Kritik an Israel ist antisemitisch, sondern diese Ihre exzessive Fixation. Wenn Sie „das Land anderer“ Argument verwenden, ist es nicht darum antisemitisch, weil es gerne von Antisemiten verwendet wird. Sondern weil Sie dabei nur die Staatsgründung Israels im Kopf haben, und komplett ausblenden dass die Jordanien, Irak, Syrien usw alle auch ehemalige Kolonien sind und ebenso auf dem Reissbrett der Kolonialmächte entstanden. Wie auch die Länder des indischen Subkontinents, viele Regionen von Afrika usw. Aber eben, nur die Juden haben anderen etwas weggenommen, richtig?
        Oder wenn im Sudan oder im Kongo in einer Woche soviele Leute massakriert werden wie in der ganzen Intifada: wen kümmerts? Sie?

      • Martin Frey sagt:

        /auf Israel bezogene Fixation, ebenso antisemitisch.
        Wissen Sie, AT, wir können gerne über den Kolonialismus diskutieren, wahrlich ein abendfüllendes Thema. Aber dann bitte sachlich und ganzheitlich. Und nicht mit selektiver Dissonanz und Argumenten à la „das wird man ja doch noch sagen dürfen“ und wahlweise „ich bin ja nicht gegen Juden/Israel aber…“
        Der moderne Antisemitismus kommt typischerweise antizionistisch verbrämt daher und gibt gerne vor, dass es ihm ja nur um die armen Palästinenser geht. Leute deren Schicksal niemanden etwas kümmern würde (oder ungefähr soviel wie die Südsudanesen) wenn nicht Israel massgebend involviert wäre.
        Die Mechanismen, die Stereotypen sind jedoch immer noch dieselben, AT. Denken Sie mal drüber nach, wo Sie da stehen wollen.

      • Anh Toàn sagt:

        „Aber eben, nur die Juden haben anderen etwas weggenommen, richtig?“

        Nein, anscheinend haben Sie Mühe mit Lesen: den Juden wurde das Land anderer gegeben, vom Westen, den Engländern, Franzosen und den Amis vor allem, aber auch den Russen. Auch die Grenzen von Jordanien und Syrien und Lybien usw wurden vom Westen gemalt, auch Indien und Pakistan. Darum funktionieren die Länder auch so gut. Im innern und nach aussen Friede und eintracht, seit der Westen da geordnet hat. Und eigentlich noch immer den ganzen nahen Osten ruled, mit seinem Divide et impera, einmal für, einmal gegen die Saudis, einmal für, einmal gegen den Irak, Iran, bringt er Demokratie aus westlicher Sicht.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich halte dies nicht unbedingt für die richtige Sicht, aber dass die Muslime im Nahen Osten dies so sehen, kann ich verstehen.

        Jeder Konflikt hat nun mal zwei Seiten. Es gibt ein paar hier, die sagen, die Juden seien an allem, alleine Schuld, das sind Antisemiten, es gibt aber viel mehr, die sagen, die Muslime seien an allem schuld und die Juden handelten in Notwehr, vollkommen berechtigt. Ich kritisiere die konstruktion des Staates Israel als jüdischer Staat, als Staat des jüdischen Volkes für undemokratisch bezogen auf das Volk des Staatsgebetes Israel.

        Ist dies antisemitisch, bin ich halt ein Antisemit. Ich war schon Anarchist und Antichrist, da kann ich auch Antisemit sein. Und Links sei ich sowieso. Ist mir egal, Hauptsache ich bin nicht nett.

      • Martin Frey sagt:

        „Auch die Grenzen von Jordanien und Syrien und Lybien usw wurden vom Westen gemalt, auch Indien und Pakistan.“
        Dann wurde den Jordaniern, Syrern und Libyern auch das Land anderer gegeben, gemäss Ihrer Logik, AT. Weshalb schreiben Sie das nicht? Und wessen Land, notabene?
        Natürlich sind all das Nachwehen des Kolonialismus. Aber jede staatliche Neugründung ist problematisch, siehe auch Kosovo, Irland usw. Die Frage ist nur, können sich die Leute irgendwann mal auch zusammenraufen. Ich kritisiere Israel auch, insbesondere die aktuelle Regierung. Aber nochmals meine Ursprungsfrage, mit wem soll sie ins Gespräch kommen? ich vermisse diesbezüglich jeglichen Willen auf der palästinensischen Seite, die lieber in ihrer Opferhaltung verbleibt und nicht merkt, dass die Karawane weiterzieht.

      • Anh Toàn sagt:

        Israel versteht sich als Land des jüdischen Volkes und nicht als Land der Einwohner seines Staatsgebietes.

        Das ist rassistisch, das ist „völkisch“, das ist diskriminierend für die nicht-jüdischen Einwohner seines Staatsgebietes: Dies weiss auch Israel, oder „die Juden“ und die sie verteidigenden im Westen auch, die sagen, es sei gerechtfertigt, entweder wegen seit Tausenden von Jahren oder wegen Judenverfolgung. Israel bestätigt damit den Sachverhalt, es rechtfertigt sich. Man kann also im Konsens mit Israel einzig darüber streiten, ob dies gerechtfertigt sei.

      • Martin Frey sagt:

        Israel versteht sich als Land des jüdischen Volkes und nicht als Land der Einwohner seines Staatsgebietes.

        Das ist rassistisch, das ist „völkisch“

        Nein, AT, nicht per se. Auch andere Länder bezeichnen sich als Land des …. (setzen Sie was ein). Auch da, Fixation auf Israel.
        Völkisch oder rassistisch wäre es dann, wenn anderen Glaubensleuten/Ethnien die demokratischen Grundrechte nicht gewährt würden. Wie es zb. in den einen oder anderen Nachbarländern der Fall ist. Dass sich Israel aber als Heimat der (im Verhältnis zur ihrer Anzahl) weltweit meistverfolgten und gefährdeten Religionsgruppe versteht, ist aufgrund der Geschichte verständlich und auch völlig legitim. Israel ist für Juden alternativlos.

    • Peter Lachmann sagt:

      Guter Kommentar, besonders der letzte Satz ist mehr als zutreffend. Dank der muslimischen Immigration nach Europa und insbesondere nach Deutschland, sitzen wir zunehmend im selben Boot mit Israel, mit allen Konsequenzen!

    • Anh Toàn sagt:

      „permanent von Feinden umzingelt“

      Mir kommen auch lauter Geisterfahrer entgegen.

      Immerhin hat Israel die mit Abstand schlagkräftigste Armee der Region. Wäre Israel tatsächlich akut von einem iranischen Erstschlag in seiner Existenz bedroht, wäre der Iran weg. Und zumindest dies wissen auch die hardcorigsten aller Mullahs in Teheran. Wenn der israelische Aussenminister sagt, dies seien die letzten Tage des Regimes in Teheran, sind die Feindseligkeiten nun mal Gegenseitig. Und wenn Trump mit den Saudis tanzt, die Botschaft nach Jerusalem verlegt, den Atomvertrag kündigt weil er nicht gut sei und Sanktionen verhängt, fühlt sich der Iran nun mal auch von Feinden umzingelt, sein Existenzrecht als Staat in Frage gestellt. Die Frage, wer hat angefangen, hilft nicht bei der Lösung,

  • Urs Trüb sagt:

    „Ungefähr 700’000 von ihnen wurden vertrieben oder mussten fliehen. ,,, Ben Gurions Credo «ein Staat um jeden Preis» heisst: ein Staat auf Kosten der Palästinenser.“
    Was heißt auf Kosten der Palästinenser? 1947 wollte die UN-Vollversammlung eine Zweistaatenlösung. Die Palästinenser haben den Plan verworfen. Die umliegenden arabischen Staaten den jungen Staat Israel angegriffen. Darauf flohen die Palästinenser zum grössten Teil selber – das habe ich aus pro-palästinensischen Quellen. Sie hofften, nach der wahrscheinlichen Niederlage der Israelis in deren Gebiete ziehen zu können. „Nur“ 1/3 wurde von der israelischen Armee vertrieben.
    I

    • Rico Suter sagt:

      @ Trüb – Informieren Sie sich und erzählen Sie keine Propaganda-Märchen! Seit 1947 wurde die einheimische Bevölkerung gezielt von Stern-Gang, Irgun und Etzel vertrieben, dies also schon vor der Erklärung der Unabhängigkeit. Die damaligen Augenzeugen werden in ihren Aussagen von den heute noch Lebenden bestätigt, welche an diesen Aktionen teilnahmen. Und weiter: Den Teilungsplan der UNO hat man aus taktischen Gründen akzeptiert, wohlwissend, dass keiner der Anliegerstaaten diesen annehmen würde. Aber man konnte der Welt seine weisse Weste herzeigen und den Unschuldigen mimen, der man eigentlich nicht war. Im Wissen der eigenen militärischen Überlegenheit haben die jüdischen Organisationen den Krieg gesucht und riskiert, von dem heute mit viel Pathos geredet wird.

      • Katharina sagt:

        @RS

        ein Fakt, der in den allermeisten Diskussionen um Vertreibungen im Nahen Osten kaum je erwähnt wird: mehrere hundert Tausend Juden wurden im 20. Jh. aus den umliegenden Ländern vertrieben.
        The forgotten refugees: https://youtu.be/MhbvGOh1xVk

  • Anh Toàn sagt:

    Man kann kein jüdischer Staat sein und gleichzeitig Demokratie. (Genauso wenig wie man ein katholischer, muslimischer, Dalai Lama -Buddhistischer Staat sein kann und gleichzeitig Demokratie.) Die säkularen Israelis in Tel Aviv sehen dies durchaus, das Problem sind die Verrückten in Jerusalem, Hebron usw usw.

    Seit der Staatsgründung werden Entscheide des obersten Gerichtes in Israel nicht umgesetzt, wenn sie zu Gunsten eines Palästinensers ausfallen. Auch nicht umgesetzt werden die Entscheide, wenn sie zu Ungunsten religiöser Fundamentalisten ausfallen.

    Jüdische Fundamentalisten sind keinen Deut besser als muslimische, die gleiche barbarische Stammes- und Sippenmentalität, das gleiche Patriarchat, sogar die gleiche Verachtung für Schweine.

    • Rolf Zach sagt:

      Abgesehen sind Schweine intelligentere Viecher als Rinder. Abgesehen davon sind nicht nur Rindsfilet schmackhaft, sondern auch Schweine-Bratwürste.
      Ist Religion wirklich nötig, um Speisevorschriften über Jahrhunderte aufrechtzuerhalten. Überlässt man dies nicht lieber der Naturwissenschaft, dem Umweltschutz und der Medizin?
      Ostasien und China im besonderen wäre ohne Schweine gar nicht in der Lage sich selbst zu versorgen. Schweinezucht in der islamischen Welt und Israel wäre durchaus ein Mittel die Ernährungssituation der Armen zu verbessern.
      Aber eben, das Paradies resp. der Tod ist besser als das Leben auf dieser Welt. Eigentlich eine abscheuliche Prämisse.

    • Martin Frey sagt:

      „Man kann kein jüdischer Staat sein und gleichzeitig Demokratie.“
      Das ist Unsinn, AT. Das eine bedingt nicht zwingend das andere, wie im umgekehrten Fall ebenfalls nicht.
      Dass Extremisten jeder Couleur sich ähneln bis zur Verwechslung, das ist hingegen richtig.

      • Anh Toàn sagt:

        Kann man ein katholischer Staat sein und eine Demokratie?

        Kann man ein muslimischer Staat sein und eine Demokratie?

        Kann man ein feministischer Staat sein und eine Demokratie?

        Kann man ein Patriarchaler Staat sein und eine Demokratie?

        Kann man ein kommunistischer Staat sein und eine Demokratie?

      • Anh Toàn sagt:

        Eine jüdische Partei, oder katholische oder feministische kann demokratisch sein, aber ein Staat, der sich an den Interessen eines Teils seiner Bürger definiert, kann sich nicht gleichzeitig demokratisch sein.

    • Kaspar Tanner sagt:

      Herr Toan,
      Die Juden haben sich nach ihrer Emanzipierung ab Mitte des 19.Jhdts schwer ins Zeug gelegt und ihren christlich fundierten Heimatländern in kultureller, natur- und geisteswissenschaftlicher Hinsicht viel gegeben.
      Der sozialistisch grundierte Zionismus war für viele Juden ein Irrweg – man hatte ja ab ca. 1848 endlich eine Heimat!
      Viele Juden haben im Ersten Weltkrieg für diese Überzeugung mit ihrem Leben gezahlt.
      Wir Europäer haben es ihnen nicht gedankt. Zuerst die Ächtung, dann die schmähliche Konferenz von Evian, dann der Holocaust.
      Israel ist ein „jüdischer Staat“ in dem Sinne, dass dort das Existenzrecht der Juden nicht verhandelbar ist. Damit hat es sich aber schon.
      Ihre enge Definition von „jüdisch“ hat nichts mit der jüdischen Realität zu tun.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich definiere nicht „jüdisch“ ich definiere Demokratie.

      • Anh Toàn sagt:

        „Israel ist ein „jüdischer Staat“ in dem Sinne, dass dort das Existenzrecht der Juden nicht verhandelbar ist.“ Aber das Existenzrecht von Muslimen oder Christen oder Ungläubigen ist in Israel verandelbar? Wenn nicht, müsste es doch heissen, der jüdische christliche muslimische ungläubige Staat Israel.

        In Demokratien ist niemandes Existenzrecht verhandelbar.

      • Anh Toàn sagt:

        @Kaspar Tanner: wenn man die Mehrheit des Volkswillens über die Menschenrechte stellt, so wie es Ihre Kreise wollen, dann kann man Juden oder Roma oder Homos niedermachen, wenn es die Mehrheit will und bleibt Superdemokratie:

        Kein Wunder sind inzwischen gerade die Rechten Anhänger von ethisch, religiös definierten Staaten, der Söder will auch ein katholisches Bayern, wegen Demokratie.

      • Kaspar Tanner sagt:

        Werter Toan,
        Ihre meist sehr verständnisvollen Auslassungen über den Islam und Ihre vollkommene Ignoranz gegenüber Israel geben doch ein sehr interessantes Bild.
        Schade. Ich hätte Sie für intelligenter eingeschätzt.
        Ich wünsche Ihnen, dass Sie in Ihrem nächsten Leben als Araber in einem arabischen Staat geboren werden.
        In Israel würden Sie ja zweifellos diskriminiert.

      • Anh Toàn sagt:

        In Israel wäre ich als jüdischer Araber kein Araber, sondern einfach Jude und damit vollwertiger Bürger. Aber als muslimischer Araber würde ich zur arabischen, nicht-jüdischen Bevölkerung gehören in einem jüdischen Staat: Ehrlich gesagt, ich wäre ziemlich angepisst, wenn ein Weissrusse mit jüdischer Grossmutter mehr Teil des Israelischen Volkes ist, als ich es wäre.

      • Anh Toàn sagt:

        „Ihre meist sehr verständnisvollen Auslassungen über den Islam “

        „verständnisvoll“ meint bei Ihnen: Das ist ein Muslimfreund und damit ein Judenhasser. Es meint nicht, ich hätte mich mit der muslimischen Welt auseinendergesetzt und etwas verstanden davon, es meint ich sei unverständig, ein Idiot, der nicht erkennt, wie böse Mulime und wie gut Juden sind.

      • Anh Toàn sagt:

        Und ich bin nicht dein „werter“: ich bin nicht der „werter“ von Rassisten:

        Du Kaperli beginnst mit „werter“ um ich dann böse und ignorant zu nennen: Du kannst mich am meinem Wertesten.

      • Anh Toàn sagt:

        verstehst Du Kasperli: In Israel würde ich als muslimischer Araber dikrimininiert, als jüdischer Araber privilegiert: Du Kasperli unterscheidest zwischen Arabern und Israeli, Araber sind Muslime, Israeli sind Juden, egal wo die, deren Eltern, Grosseltern geboren sind, in Arabien oder Weissrussland, relevant ist die jüdische Abstammung, die örtliche Abstammung ist irrelevant.

      • Anh Toàn sagt:

        Und wenn die Araber keine Juden sind, sollen sie sich gefälligst verpissen aus dem Gebiet des jüdischen Staates Israel. Oder wenigstens Maul halten und akzeptieren, dass sie nie richtige Israeli sein werden. Weil richtige Israeli sind Juden. Und wer Israel darin kritisiert, ist logischerweise Antisemit.

      • Kaspar Tanner sagt:

        Toan,
        Wenn Sie keine Argumente haben, empfehle ich Ihnen zu schweigen.
        Beleidigungen oder Diminutive („Kasperli“) sind keine Argumente. Sie sagen mehr über sich als über mich aus.

        Ihre Vorwürfe an Israel wirken wie Projektionen.
        Kaum noch ein lebender Jude und bald auch keine Christen mehr in der gesamten arabischen Welt – aber die Rassisten sind die Israelis!
        Ihre Urteil wider besseres Wissen gegen Israel ist antisemitisch, Ihre Unfähigkeit, dieselben Standards für Araber anzuwenden, macht Sie zu einem Rassisten („…die sind nicht fähig, auf unserem Niveau zu sein….“).
        Wenn Linke mit Versagern gemeinsame Sache macht, deren einzige Entschuldigung für ihr Elend „die Juden“ lautet, ist es Zeit, „Adieu“ zu sagen.

    • Mike Cadell sagt:

      Israel IST eine Demokratie und straft ihre Behauptung dadurch Lügen, Toan.

      • Mike Cadell sagt:

        Anh, zeigen Sie mir an dieser Puppe, wo der böse Jude sie belästigt hat. Ihre Kommentare werden ja immer hysterischer. Der Antisemitismusvorwurf? Lesen Sie ihre Kommentare und dann merken sie, dass der Schuh passt.

      • Anh Toàn sagt:

        Ein Jude hat mit einem Stein nach mir geworfen, in tel Aviv. Aber es war nicht ein Jude in meinen Augen, es war einfach eine Chrystal-Meth Nutte.

        Aber irgendwie fand ich es lustig, so mit Steinigungen und so: Ich habe über 1 Jahr in der muslimischen Welt verbracht, 2 Monate in Israel, aber mit einem Stein beworfen wurde ich Israel, von einem Juden.

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