Die sexuelle Revolution der Frauen ist ausgeblieben

Die weibliche Sexualität wurde lange auch von der Wissenschaft unterdrückt. Foto: Library of Congress, Getty

Wie erleben Frauen ihre Sexualität? Was befriedigt sie, was nicht? Die Antwort darauf gaben ab dem späten 18. Jahrhundert männliche Wissenschaftler: Frauen seien sexuell passiv, duldsam, sogar frigid. Damit leugneten sie eine weibliche Sexualität. Frauen hatten ihre Befriedigung fortan in der Erfüllung der sexuellen Bedürfnisse ihres Gatten zu finden, wie überhaupt alle weiblichen Tugenden und Fähigkeiten sich ausschliesslich auf die Bedürfnisse der Männer auszurichten hatten.

Oder wie es Goethe formulierte: «Immer ist so das Mädchen beschäftigt und reifet im Stillen häuslicher Tugend entgegen, den klugen Mann zu beglücken.» Die Gründe dieser Unterordnung sahen die Wissenschaftler in der «Natur» der Frau liegen. Alles Biologie, was sonst?

Der Mann blieb unerlässlich

Anfang des 20. Jahrhunderts war es wieder ein Mann, der die weibliche Sexualität definierte und Generationen von Frauen verunsicherte: Sigmund Freud. Neben der bekannten Klitoris fand er einen zweiten Ort, aus dem Frauen sexuelle Lust bezogen. Als allererster Arzt behauptete Freud, dass es zwei Orgasmusarten gebe, und dass bei erwachsenen Frauen die «vaginale» die verlangte Norm sei. Die Klitoris, die über Jahrhunderte als Lustquelle der Frau galt, wertete er als unreif und kindlich ab. Damit wurde den Frauen ihre Lust ein weiteres Mal genommen, der Mann blieb für eine erfüllte Sexualität der Frau unerlässlich.

Noch lange nach seinem Tod spukte Freuds Vorstellung über weibliche Sexualität in so manchem Kopf weiter herum und entfaltete weit über die 70er-Jahre hinaus ihre Wirkung.

Als in den 60ern Promiskuität gefeiert wurde, waren Frauen also weit davon entfernt, die Deutungshoheit über ihre eigene Sexualität zu beanspruchen. Auch fehlten ihnen zentrale Rechte über den eigenen Körper: Vergewaltigung in der Ehe war legal, der Schwangerschaftsabbruch hingegen illegal, und über ebendiese Gesetze entscheiden konnten die Frauen wegen des fehlenden Stimm- und Wahlrechts nicht.

Freie Liebe hätte kaum aus einer ungleicheren Situation der Geschlechter heraus proklamiert werden können.

Der Mann wurde überflüssig

Die Neue Frauenbewegung, die sich infolge der 68er-Bewegung formierte und in den 70er-Jahren erstarkte, kämpfte für die Gleichberechtigung der Geschlechter in allen Lebensbereichen, also auch für das Recht auf eine eigene, freie und lustvolle Sexualität. Auftrieb erhielt sie durch die deutsche Feministin Alice Schwarzer, die in ihrem 1975 publizierten Buch «Der ‹kleine Unterschied› und seine grossen Folgen» fünfzehn Frauen über ihr Sexualleben, ihre Lust und Unlust zu Wort kommen liess. Ihr Buch war in zweierlei Hinsicht brisant: Erstens formulierten Frauen öffentlich ihre eigenen Vorstellungen von Sexualität; sie teilten mit, was sie befriedigte und was nicht. Zweitens bezeichnete Schwarzer den von Freud propagierten «vaginalen» Orgasmus als Mythos, als Absurdität.

Damit machten die Frauen den Männern die Deutungshoheit über die weibliche Sexualität streitig. Harsche Reaktionen folgten. Sie reichten von Vergewaltigungsandrohungen bis zu den Klagen aufgeschlossener Männer über die «Prüderie» der jungen Frauen. Zu gross waren die Ängste vor einer sexuell selbstbestimmten Frau und vor der Erkenntnis, dass zur erfüllten Sexualität der Frau der Mann selbst überflüssig sei.

Die Neue Frauenbewegung hat viel erreicht: Seit der Einführung des Stimm- und Wahlrechts von 1971 können Frauen auf rechtlicher Ebene mitentscheiden, Vergewaltigung in der Ehe ist seit 1992 strafbar und seit 2004 ein Delikt, der Schwangerschaftsabbruch ist seit 2002 legal.

Doch heute wie damals definiert eine männliche Gesellschaft, wie der Sex zwischen Mann und Frau zu verlaufen hat. Wer daran zweifelt, schaue eine Sexszene aus einem x-beliebigen Hollywood-Film an.

70 Kommentare zu «Die sexuelle Revolution der Frauen ist ausgeblieben»

  • Sportpapi sagt:

    „Doch heute wie damals definiert eine männliche Gesellschaft, wie der Sex zwischen Mann und Frau zu verlaufen hat. Wer daran zweifelt, schaue eine Sexszene aus einem x-beliebigen Hollywood-Film an.“
    Da bleibe ich ratlos zurück. Welche männliche Gesellschaft (und gibt es mehrere?) Und seit wann gibt es in Hollywood-Filmen Sexszenen? Die sind doch eher ziemlich prüde. Oder ist das gemeint?
    Aber jetzt ernsthaft: Die Frau entscheidet doch in der Regel, ob es überhaupt zu Sex kommt. Und was läuft. Denn die moderne Frau hat ja gelernt, nein zu sagen. Und sie bekommt dazu auf allen Kanälen klare Hinweise, zu was sie nein zu sagen hat.
    Ich, und da bin ich kaum allein, hätte es allerdings viel lieber, eine Frau würde vermehrt positiv formulieren, was sie möchte. Und es tun.

    • Sportpapi sagt:

      Und noch zum „selbstbestimmten“ Sex. Ich habe das ja immer als Paarveranstaltung gesehen. Als ein Geben und Nehmen, als ein aufeinander Eingehen.
      Insofern heisst selbstbestimmt sicherlich nicht, nur auf die eigene Befriedigung zu achten. Und nur zu tun, was dieser eigenen Befriedigung dient.
      Dazu lese ich unten noch, dass Frauen mehr „einfordern“ sollen. Und gleichzeitig mehr nein sagen… Wie geht das auf?
      Zuletzt: „Leider“ ist es immer noch so, dass beim Sex der Mann vielfach die aktive Rolle einnimmt. Damit verbunden meist auch die Verantwortung, es „gut“ oder „richtig“ zu machen. Persönlich würde ich es sehr begrüssen, wenn moderne Frauen, selbstbestimmt, auch im Bett mehr Verantwortung übernehmen würden. nicht nur für sich, sondern für beide.

  • Peter sagt:

    Das Wertesystem wird – leider – immer noch von den Männern bestimmt. Da können die Frauen machen was sie wollen. Männer mit vielen Beziehungen sind immer noch sog. Hengste und haben unter ihren Geschlechtsgenossen ein hohes Ansehen. Frauen mit vielen Beziehungen werden langläufig als Schlampen bezeichnet – von Männern. Wie das Frauen sehen weiss ich nicht. Tendenziell vermutlich nicht gerade positiv, weil sie die Anzahl der frei verfügbaren Männer für einen selbst reduzieren.
    Was die Frauen aber tun können, ist selber selbewusst über ihr Leben zu bestimmen.
    Aber solange es noch Frauen wie Frau Binswanger gibt, die in ihrem Blog Sex ohne Lust beschreibt, das sie um des lieben Friedens willen mit einen Mann schläft, gibt es da noch viel aufzuarbeiten

    • Claude Fontana sagt:

      Hahaha, niemand bewertet mehr als eine Frau. Erst mal alles mögliche in einen umstand, eine handlung, haltung Farbe oder Form hineinlesen. dann mit gut oder böse betiteln, oder Eigenschaften hineininterpretieren, und Diese dann bewerten. Frei nach der eigenen Meinung. Mit betonung auf Frei, und Meinung. Aber wehe, wenn sich das ein Mann erlaubt. Böse, Frauenfeindlich, Schwul, Vergewaltiger, und was auch sonst noch hinter dem Rücken getuschelt wird.
      Mut zur wahrheit erkämpft man sich nicht mit dem schönsten falschen lächeln,sondern mit dem Akzeptieren der konsequenzen wenn man das nicht tut. und dem ertragen der Folgen.

  • Claude B. sagt:

    Das ist doch unsinniger Thesenjournalismus. In der modernen westlichen Gesellschaft sind Frauen genau so frei wie Männer, ihre Sexualität nach Belieben selbst zu definieren. Wieso wohl würde sonst Homo- und Transsexualität so frei ausgelebt und ausgelebt werden können? Wieso gibt es S/M Sex, Dominas, „Sklavinnen“, Blümchensex, Rollenspiele, Hunderte von Fetischen?

    Übrigens erlebe ich selbst, dass reifere Hetero-Frauen tendenziell den vaginalen Orgasmus bevorzugen (aber nicht nur!). Freud scheint also, obwohl Mann, nicht ganz unrecht gehabt zu haben. Meine These ist, dass es die tickende biologische Uhr der Frauen ist, welche auch reifere Hetero-Männer den Sex ohne Gummi mit jüngeren Frauen, und Creampies statt z.B. nur Cumshots, bevorzugen lässt. Ur-Fortpflanzungsinstinkte! Meinungen?

  • Thomas Baumann sagt:

    Die Geschichte ist offenbar eine Geschichte der Angst der Männer vor dem Verlust der Gelegenheit zum koitalen Geschlechtsverkehr. Zuerst wird die weibliche Lust geleugnet. Man kann fragen, wozu das dient: Mann hätte bei Vorhandensein der weiblichen Lust ja vermutlich öfter Gelegenheit. Dennoch gibt es im Verborgenen klitoriales Lustempfinden (vermutlich autoerotisch, aber von der Autorin nicht explizit so benannt). Dieses wird dann den Frauen via Freud’sche Theorie mittels Schuldgefühl auszutreiben versucht. Doch auch das vermag nicht zu verhindern, dass sich endlich die „Erkenntnis [durchsetzt], dass zur erfüllten Sexualität der Frau der Mann selbst überflüssig wird.“ Die weibliche Autoerotik als Ziel des Geschichtsprozesses. Schön, wissen wir das jetzt.

    • Mark sagt:

      Das für ein teil der frauen der mann für sexuelle zufriedenheit überflüssig ist weiss man spätestens seit Sappho.
      Würde hoffen, dass die schaffung der lehtstühle für „gender studies“ endlich erkenntnisse über die „mysterien“ der weiblichen lust erzielen.

      • Thomas Baumann sagt:

        Ja klar doch! Dass es Homosexuelle, Asexuelle, Zoophile und Autoerotiker beiderlei Geschlechts gibt, ist mir ebenso bekannt.
        Die Frage ist worauf der ziemlich schlecht strukturierte Artikel herausläuft. Einerseits darauf hinaus, dass „die Männer“ trotz aller rechtlichen Gleichberechtigung der Frauen den Diskurs der weiblichen Sexualität weiterhin dominieren (letzter Abschnitt des Artikels). Und dann die Frage, warum sie das wohl tun. Und darauf antwortet des folgende Satz des Artikels: „Ängste […] vor der Erkenntnis, dass zur erfüllten Sexualität der Frau der Mann selbst überflüssig sei.“ Das ist keine empirische Aussage mehr, sondern eine apodiktische Behauptung für „die Frau“ als Gattungswesen (=alle Frauen) allgemein in bester post-hegelianischer Manier.

  • Sabina Tschudi sagt:

    Hallo Jessica Meister. ich gehe mit ihnen nicht einig dass die sexuelle Revolution der Frauen nicht stattgefunden hat. Sehr viele Frauen haben sich sexuell auf die Suche gemacht, mit oder ohne Partner/In und haben heute ein ganz anderes Selbstverständnis als erotische Frau als unsere Vorfahrinnen noch vor 50 Jahren. In meiner Erfahrung gilt dies auch für alle Altersgruppen; war zum beispiel Sex nach der Menopause vor einigen Jahrzehnten noch ein Tabu Thema, kümmern sich heute Frauen (und ihre Partner) auch sehr darum, Sex altersgerecht und den sich verändernden Bedürfnissen entsprechend zu leben. Ihre „Beweise“ aus Hollywood Filmen treten da etwas kurz. Was ich mir als nächsten Schritt wünschen würde ist dass Frauen und Männer zusammen ihre Sexualität mehr erforschen.

  • Mark sagt:

    Wichtig ist, dass frau klar kommuniziert was sie gern hat… und was nicht.
    Es hilf auch, wenn frau bei der wahl ihres partners konsequent ist – wer einen gleichwertigen partner auf augenhöhe sucht, soll sich nicht mit einem macho abgeben.. Wer‘s trotzdem tut ist selber schuld und soll nicht über „die bösen männer“ klagen, sondern über ihre schlechte wahl.

  • Quasi Modo sagt:

    Ich habe bisher nur wenige Frauen erlebt die ihre sexuellen Wünsche verständlich formulieren konnten, einige mehr konnten mit aktiver Einbringung ihrer selbst die Sache in die für sie richtige Richtung lenken., was auch mir erlaubt mich optimal einzubringen.
    Allerdings können alle Frauen sehr wohl deutlicher formulieren was sie nicht wollen was selbstverständlich ihr gutes Recht ist aber eben als einzige Äusserung kontraproduktiv ist.
    Vielleicht ist das eine selektive Wahrnehmung, aber ich würde mir wünschen, ich hätte mehr der ersten Kategorie kennengelernt, denn mit ihnen ging zu beidseitiger Befriedigung die Post ab. Egal ob Blümchensex oder wilder.
    Insofern muss ich dem Titel leider zustimmen.
    Die Verallgemeinerung der #Metoo Debatte zementiert leider nur die Ablehnungs-Variante.

    • Olaf Wenger sagt:

      Sex mit der erwähnten ersten Gruppe ist eine Offenbarung. Leider ist dies eine Minderheit unter den Frauen. Was aber halt schon die Frage aufwirft, wann „die Frauen“ sexuell emanzipiert sind: Wenn 10% dies sind, oder erst wenn dies auch die letzten 20% sind? Manche Frauen in meiner Erfahrung wollen zudem gar nichts anderes als sich dem Mann zV stellen (als Teil ihrer Liebe), nebst denjenigen ohne sex. Bedürfnisse. Merke: „Die Frauen“ gibt es nicht, der Ausdruck deutet oft auf politisch-ideologische Vereinnahmung.

  • Claude Fontana sagt:

    @Mina Peter:Wenn Frau auf macht steht. Und einfach mal dominant sein möchte, oder irgendwen ohne grund erniedrigen,(aufgeilen/stehenlassen)will, dann soll sie dazu stehen. Denn einfach mal aus natürlicher sicht gesehen, Ist das rein raus spiel das einzig natürliche. Alles andere sind Neigungen, Wünsche, Bedürfnisse, Perversionen. Jetzt wo alle Schubladen offen sind liegt es an Ihnen, in eine zu steigen. wenn sie das nicht tun, Lassen sie halt weiter geschehen, bleiben sie unglücklich. Wenn sie in eine der Schubladen steigen. sind sie glücklich, bis zum nächsten Stimmungswechsel. Sorry wenn das das einzige Angebot ist, das ihnen eine Person, (egal welchen Geschlechts )machen kann. Denn jeder hat Grenzen. Nennen wir diese Schubladengrösse, leuchtet vielleicht ein, was ich sagen will.

  • Tobias sagt:

    Ich hatte den erfüllensten Sex erst mit 45, vorher war ich in einer Beziehung welche über 25 Jahre gedauert hat. Den Sex hatte ich, wie heute auch noch, mit Escortgirls es waren nicht viele, mich reizt nicht viele verschiedene Frauen zu haben sondern sich zu entwickeln. Bei den Meisten scheitert das glaube ich am zusammen sprechen, was will man, was gefällt, welches sind die Wünsche und Phantasien? Eine Zeitlang habe ich versucht eine normale Beziehung zu haben aber es ist daran gescheitert, dass Frau immerzu nach meinen Finanzen gefragt hat, nach Status. Erwähnt man das Thema Sex heisst es sofort es würde nur darum gehen. Für mich ist das nicht so. Ich habe aber sehr gerne Sex und ich möchte das auch sagen dürfen, er ist wichtig aber nicht das Wichtigste aber ohne geht nicht.

    • Eve sagt:

      Oh tatsächlich? Wieviel verdienen Sie? Was arbeiten Sie? Falls es was Tolles mit Status ist, würde ich Sie gerne treffen. Ansonsten viel Spass mit den Escorts. Echt jetzt? Es geht Ihnen um die Weiterentwicklung und die Alternative heisst Escort? Sie tun mir leid.

      • Claude Fontana sagt:

        Wer wills ihm verübeln? Wenn er vorher auch nur Geldgierige getroffen hat, ist der Unterschied nicht gross. Zumindest Sagt ein Escort seinen Katalog an: :“Das Mach ich. Das nicht.Wieviel gibst du aus, solange bleibe ich“. Die Begegnung ist Zeitlich begrenzt, da ist sowas wichtig. Problem ist: ob nun in beziehung oder nicht, die zeit Läuft, und man bezahlt mit verbrachter Zeit.Und wer Spass hat, am aneinander vorbeireden,und Zeit verschwenden kann das gerne tun. Aber nicht jammern. Und schuldzuweisen schon gar nicht. Selber besser machen.

  • K. Keller sagt:

    Wir sollten nicht so tun, als lebten wir in einem geschichtslosen Raum ohne kulturprägende Kräfte. Vielmehr wurde das Verhältnis zwischen Mann und Frau in unserem Kulturkreis wesentlich von den christlichen Kirchen geprägt. Generell sind nicht Wenige auf diese christliche (Leit-) Kultur stolz. Der Kanton Zürich zum Beispiel will sein Verhältnis zu den Kirchen neu ausrichten und hat jetzt schon klargestellt, dass er an der Privilegierung der Kirchen als gesamtgesellschaftlich wichtige Player nichts ändern will und Religion keine Privatsache sei.
    Vielleicht sollten manche sich modern und aufgeschlossen gebende Frauen und Männer einmal ihr Verhältnis einerseits zur Kirche und andererseits ihren Standpunkt zum engen Verhältnis zwischen Kirche und Staat kritisch überdenken.

    • Barbara Beeler sagt:

      Ähmm, kennen Sie das Hohelied? Da wird der Frau eine eigene Sexualität zugestanden. Was die ref. und kath. Tradition aus der Bibel gemacht haben, ist ein anderes Kapitel.

  • Michelle sagt:

    @MinaPeter: Viele Männer bemühen sich heutzutage sehr wohl um die Befriedigung der Partnerin. Sie haben damit aber die ungemein schwerere Aufgabe als umgekehrt und sind daher stärker unter Leistungsdruck, was wiederum ein Lustkiller sein kann. Alles nicht so einfach.

    • adam gretener sagt:

      Das ist der Unterschied. So wie es heute läuft, versuchen viele Frauen krampfhaft zum Orgasmus, wohingegen viele Männer genau so krampfhaft versuchen, nicht (frühzeitig) zu kommen. Was für ein Dilemma. 😀

      • Michelle sagt:

        (Witzig, habe eben gehofft, mal wieder einen Kommentar von ihnen zu hören und peng, da ist er :)) Sie sagen es. Deswegen sollen Frauen mehr Hand an sich selbst anlegen, dann gehts auch ganz unverkrampft zum Höhepunkt – und für Zweisamkeit ist immer noch genügend Platz 🙂

      • adam gretener sagt:

        Der Gretener weiss eben, was Frauen (Michelle) wünschen. 🙂

        Zum Artikel: Bin durchaus der Meinung, dass sich die Frauen in den letzten 30 oder 40 Jahren emanzipiert haben, auch im Sex. Was ich gut finde. Zumindest in meinem Bekannten- und Freundeskreis kenne ich eigentlich nur starke, selbstbewusste Frauen. Darum kann ich – aus meiner persönlichen Perspektive – die Diskussion nicht verstehen.

    • Tobias sagt:

      Liebe Michelle, das sehe ich auch so. Mir ist es sehr wichtig, dass beide Partner nicht zu kurz kommen, es schön und befriedigend ist. Das bedingt aber, dass man gut über Sex reden kann. Was sind die Bedürfnisse, Wünsche und Phantasien, Tabus? Leider hat das für mich in der „normalen Welt“ nicht so geklappt. Ich darf ab und zu ein Escortgirl treffen, sie ist mein Engel, ich kann sein wie ich bin, alles ist möglich ohne Druck zu haben. Natürlich, es geht in erster Linie um Geld, es ist ein Geschäft. Das geht aber bei unseren Treffen, in der Regel 24 Stunden irgendwie unter. Spaziergang, gemeinsames Essen, schöner erfüllender Sex, wunderbar. Nur weil ich dafür bezahle geht es aber nie nur um mich. Dafür bin ich den Engeln zu dankbar. Singles haben auch Bedürfnisse.

      • Michelle sagt:

        Lieber Tobias, es gibt zum Glück viele Möglichkeiten, ein erfülltes Leben zu führen. Ich wünsche ihnen auf ihrem gewählten Weg alles Gute 🙂

      • Michelle sagt:

        @Adam Gretener: ich bin jedenfalls nicht der gleichen Meinung wie die Autorin. Anklagen und Jammern bringt uns nicht weiter. Frauen und Männer tun bereits viel dafür, dass das Sexleben für beide erfüllt ist. Der reine Koitus ist nun einmal biologisch hauptsächlich auf den Orgasmus des Mannes ausgerichtet, was zwar unfair und zu beneiden ist, aber nicht die Schuld der Männer ist. So, nun hab ich mich genug zum Thema geäussert. Einen schönen Sonntag und viel Spass beim …naja, sie wissen schon 😉

      • adam gretener sagt:

        Kochen? Das Andere kenne ich mittlerweile nur vom Hörensagen her… 🙂 Ihnen auch, schönen Sonntag.

  • fabian sagt:

    Oje, wieder eine Frau, die den Männern die Schuld für die weibliche Misere gibt.

    • fredy kuster sagt:

      solange frau erwartungsvoll im bett liegt und der dinge harrt die da kommen sollten, wird sie nie und nimmer mit ihrem sexleben zufrieden sein.
      sonst ergreift frau doch auch überall die initiative aber im bett ist es häuft so, dass frau sich bedienen lässt und oder auf instruktionen wartet.
      wo liegt bei frau das problem? kann frau nicht vulgär sein, sich einfach vom geschehen treiben lassen ohne zu werten? mir scheint die geschlechter gehen sich mehr und mehr aus dem weg. die aktuelle me too welle tut noch das übrige.

      • Carlo C. sagt:

        ja, die me too welle ist kontraproduktiv … und das sagen nicht nur Männer. In USA scheints insbesondere für „Normal“-Frauen (also keine Celebrities) sehr negative Auswirkungen zu haben, denn eine zunehmende Anzahl Männer reagiert defensiv.

  • Markus sagt:

    Das ist ja eine eindrückliche „historische Analyse“.
    Wieso nur hab ich den Eindruck, dass die meisten Schweizer Frauen über das Fazit im letzten Abschnitt nur den Kopf schütteln können? (Ich gestatte mir eine solche Verallgemeinerung, sie ist auf dem Niveau des Artikels). Schon gar, wenn als „Beweis“ „eine Sexszene aus einem x-beliebigen Hollywood Film“ angeführt wird… Tönt nach Kabarett.

    • Franz Marke sagt:

      Naiv gefragt: Woher nehmen Sie, woher nimmt mann/frau denn Idealvorstellungen von Romaik, Sexualität und Partnerschaft, wenn nicht aus Film, Medien und Literatur? Kann man ja nicht aus sich selbst heraus gewinnen (genauso, wie man nicht selbst eruieren kann, was gute Tischmanieren sind). Und „naturgegeben“ ist da auch nichts, das sind alles sehr ausdifferenzierte Codes, die fallen nicht vom Baum. Die wandeln sich mit der Zeit und haben Quellen. Nochmals: Es geht um die Idealvorstellungen. Was dann läuft, ist wieder eine andere Geschichte. Da Drehbuchschreiber, Produzenten und Regisseure meistens männlich sind, ist doch Frau Meisters Feststellung vollkommen korrekt.

      • Mark sagt:

        Nicht ganz so einfach. Die betrachter bzw. betrachterin und wie er bzw sie auf den film reagiert änder sich auch stetig. So wird das verhalten von Sean Connery als James Bond von vielen männern heute eher ablehnend als bewundernd bewertet.

      • Claude Fontana sagt:

        Tischmanieren werden von der gesellschaft vorgegeben. Die eigene Sexualität muss man mit sich selber herausfinden, das mag ich, das nicht, das manchmal wenn ich in der und der Stimmung bin etc. Dann ehrlich mit sich sein, dann kann man es auch dem Partner gegenüber sein. je weniger scham man über die eigenen bedürfnisse Schüttet. desto unverkrampfter und natürlicher, kommt es aus einem selbst.
        Auch Dating dos and don’ts gibts nur, wenn man sich an Gesellschaftliche Regeln hält. Dabei treffen sich 2 Persönlichkeiten. Wenn ich für den Umgang mit einer Flirtpartnerin eine Diplomatenausbildung( mit verhöranleitung, um herauszukitzeln was Sie Will) brauche, wird DIE Beziehung sicher anstrengend. nichts für ungut, aber da muss ich mal schnell weg.(wahrscheinlich ins Ausland)

  • Olaf Wenger sagt:

    Liebe Kommentatorinnen. Prüfen Sie bei der nächsten Antwort auf einen Kommentar, welchen Zweck Sie mit dem Vorwurf des „jammern“, des „frustriert sein“, „lass dich von einer Frau an die Hand nehmen“ oder dgl verfolgen.
    Nun ist dies zwar ein gängiges Totschlagargument in Medien und Politik, wenn ein Mann auf geschlechterspezifische Missstände hinweist. Nebst der offensichtlichen Geringschätzung des männlichen Geschlechts kommt da aber auch zum Ausdruck, dass viele vermeintlich moderne Frauen eben doch noch dem reaktionären Bild des starken und eben nicht jammernden Mannes nachhängen, der nie Opfer ist.

    • fabian sagt:

      und ironischerweise bezeichnen sich die frauen, die starke frauen fordern, gerne als erstes mal als opfer (weil sie natürlich erkannt haben, dass man als ‚opfer‘ zugang zu allerhand pfründen und privilegien hat).

  • Pietro Federico Gallo sagt:

    Völliger Irrtum, der Artikel, und der letzte Abschnitt erst recht: nur weil es verschiedene „Deutungswissenschaften“ gab, hat das keine konkrete Auswirkungen auf wie der Geschlechtsverkehr effektiv statt findet, da ja der Durchschnittssexualteilnehmer sich nicht für die Wissenschaft interessiert. Zum letzten Abschnitt: Total falsch, Sex wird nicht durch den Mann definiert; es ist (schon rein aus biologischen Gründen, ist bei fast allen Säugetieren so), dass eben die FRAU bestimmt, ob der Akt stattfindet. Das Männlein ist immer der Bittsteller, der „allower“ immer das Weiblein. So läuft die Evolution der Säugetiere seit vielen 100’000 Jahren.

  • Pietro Federico Gallo sagt:

    Eine minime Wahrheitsprüfung müsste in einer Zeitung schon noch sein! Bei „Vergewaltigung in der Ehe war legal“ hätte man zu lesen aufhören müssen. Ich weiss auch nicht, in welcher Gedankenwelt die Autorin lebt: die Frauen machen die Deutungshoheit streitig, und darauf haben „die Männer“ mit „Vergewaltigungsdrohungen“ reagiert? Ich bitte Sie!

  • markus kohler sagt:

    Der Artikel ist voller Platitüden punkto Unterdrückung aller Frauen, die immer nur Opfer der bösen Männerwelt waren und sich nun endlich des üblen Jochs zu befreien beginnen.
    Dieser „Vulgär-Feminismus“ mag wohl noch radikale Lesben begeistern, alle anderen Frauen und die vom „edlen Stamm der Super Feministinnen“ so verhassten Männer können jedoch mit diesen Realitätsverzerrungen nicht viel anfangen.

  • Mina Peter sagt:

    Endlich mal ein interessanter und wichtiger historischer Rückblick. Auch wenn das einigen männlichen Kommentatoren hier nicht passt. Eine Analyse von Filmen und die dargestellte Sexualität würde mich sehr interessieren. Die Pornografie trägt sicher nichts zur weiblichen sexuellen Selbstbestimmung bei. Und leider auch nicht fifty shades of grey.

    • Olaf Wenger sagt:

      Liebe Frau Peter, lesen sie die Kommentare nochmals: Sie beziehen sich fast durchwegs auf den letzten Absatz (Männer sind schuldig). Nicht auf den historischen Rückblick, wie sie schreiben.
      Der Artikel der Historikerin ist ja inhaltlich interessant und allgemein einfach verständlich geschrieben.
      Das dann noch ganz unwissenschaftlich und mit der ideologischen Brechstange die Verbindung zu metoo & co gemacht wird, was ja die erwähnten Kommentare erst triggert, ist hingegen unterstes Niveau, pauschalierend, triefend vor Vorurteilen und Unwahrheiten.
      Wie sie schreiben: Hier wäre mehr Analyse wünschenswert. Dann zeigte sich vielleicht auch plötzlich, dass es auch „die Pornographie“ nicht gibt, sondern stattdessen etwas Komplexeres mit Facetten und geschichtlicher Entwidklung.

    • Pumuckl sagt:

      Okay Frau Peter. Jetzt haben Sie also gesagt, was weibliche sexuelle Selbstbestimmung Ihrer Meinung nach alles nicht ist. Aber was ist sie denn dann? 50 Shades ist von einer Frau geschrieben worden und wurde von den Frauen geradezu verschlungen. Die meisten Männer haben in der Mitte des 1. Bandes aufgegeben. Trotzdem schreiben Sie, dass dies nichts mit sex. Selbstbest. zu tun hat. Und dies, obwohl die Frau eigentlich die starke Rolle besetzt und dies völlig selbstbestimmt und freiwillig macht. ….
      Im Gegenzug stellt sich mir dann auch die Frage, was Sie genau für Vorstellungen über die männliche sex. Selbstbest. haben. Pornografie trägt zu dieser nämlich GANZ SICHER auch nichts bei. Pornos haben mit der Realität von M und F weniger zu tun als Starwars mit dem tgl. Leben.

      • Mina Peter sagt:

        Bloss weil eine Frau 50 Shades geschrieben hat, heisst das doch nicht, dass es sich um weibliche sexuelle Selbstbestimmung für alle Frauen handeln muss. Für viele Frauen ist es befremdend, sich schlagen oder Schmerzen zufügen zu lassen. Auch nicht freiwillig und „selbstbestimmt“. Aber vielleicht ist eben genau das das Problem. Weibliche selbstbestimmte Lust findet sich fast nirgends: Es gibt wenige erotische Filme für sexuell selbstbestimmte Frauen. Frauen, die nicht in erster Linie den Orgasmus des Mannes im Fokus haben, sondern vielleicht ihren eigenen – und erst noch nicht vaginalen! Das derzeit sehr stark verbreitete Suggerieren davon, dass Frauen generell beim Sex gerne Schmerzen empfinden (in welcher Form auch immer), finde ich sehr bedenklich.

      • Pumuckl sagt:

        Wobei – Frau Peter – wir damit einen Schritt näher an das Problem herankommen. Auch wenn Sie es sich für sich selber nicht vorstellen können, so gibt es durchaus Frauen, für die genau das (also BDSM) ein Akt ihrer sexuellen Selbstbestimmung ist. Für andere halt nicht …. Und wie Sie selber auch schön erkannt haben, gibt es wohl nicht „DIE“ Lösung für alle Frauen, weil das für jede etwas anderes bedeutet. Aber dafür müsste man 1. mal bereit sein, nicht immer nur darüber zu reden, was es alles NICHT ist, sondern was genau man sich unter sex. Selbstbestimmung für sich selber vorstellt. 2. wäre es wohl sinnvoll, dieses Gespräch auch mit dem Sexpartner zu führen und 3. nicht immer nur andere für Dinge verantwortlich machen, die eigentlich in der eigenen Verantwortung liegen

      • Christoph Meyer sagt:

        @mina Peter. Es ist auch für mich als Mann unverständlich und befremdend, weshalb ich eine Frau schlagen soll, ihr Schmerzen zufügen soll. Erotische Filme für selbstbestimmte Frau gibt es zum Beispiel bei Erika Lust in allen Facetten. Solche Filme sind doch erotischer als irgendwelche sonstigen Männerfantasien

  • Margrit Ryssel sagt:

    Für mich fehlt etwas in diesem Artikel: Die erste überlieferte Beschreibung des weiblichen Orgasmus durch Hildegard von Bingen (Aebtissin, Publizistin; 1098-17.09 1179)

  • sepp z. sagt:

    Als Historikerin sollte die Feministin Meister wissen, dass das Stimmrecht in der Schweiz ursprünglich an die Wehrpflicht gebunden war. Wer keinen Dienst leistete (auch Männer), hatte kein Stimmrecht.

    Heute haben wohl alle das Stimmrecht, aber nur unsere Söhne werden von der zeitgenössischen matriarchalisch-feministischen Gesellschaft (100 Frauen auf 94 Männer) in den Wehrdienst gezwungen.

    • SrdjanM sagt:

      Also gehört DER Wehrdienst abgeschafft, ist ER doch ganz offensichtlich nicht mehr zeitgemäss und entspricht ER nicht mehr der gesellschaftlichen wie sicherheitspolitischen Ansprüchen.

      • sepp z. sagt:

        srdjan, wir leben in einer demokratie. wenn die (mehrheitlich weibliche) gesellschaft entscheidet, dass sie den wehrdienst und das militär abschaffen wolle, dann nur zu.

        wenn die (mehrheitlich weibliche) gesellschaft aber wie bisher das militär und den dienst nicht abschaffen will, ist das KEIN GRUND die diskriminierung von männern weiterhin zu rechtfertigen.

        50 jahre nach einführung des stimmrechts für unsere töchter diskriminieren wir unsere söhne noch immer mit dem zwangsdienst.
        und keine feministin (inkl. historikerin meister) hat sich je explizit dagegen ausgesprochen. die unterdrückung unserer söhne ist bei den feministinnen toleriert. im jahr 2018.

      • Michelle sagt:

        Oje, wieder ein Mann, der den Frauen die Schuld für die männliche Misere gibt. Frauen sind nur zu ihren Rechten gekommen, weil sie zusammengestanden sind und gekämpft haben. Das braucht Kraft, Mut und Geduld und geschieht nicht von heute auf morgen. Seien sie ein Mann und tun sie dasselbe, um Gleichberechtigung für ihr Geschlecht zu erreichen, anstatt zu jammern. Sie werden die Unterstützung vieler Frauen erhalten, aber die Initiative müssen sie schon selbst ergreifen.

    • Anna sagt:

      Lieber Sepp, herrscht bei Ihnen zu Hause ein feministisch-matriarchales Regime? Dann können sie die Hotline gegen häusliche Gewalt anrufen.
      Falls die Welt bei Ihnen aber noch in Ordnung ist, fragen Sie bitte Ihre weiblichen Angehörigen,ob diese ihre Einschätzung der Gesellschaft teilen? Mich würde es auch interessieren. Überhaupt empfehle ich, bei solchen Themen eine Frau Ihres Vertrauens nach ihrer ehrlichen Antwort zu fragen. Mit Zuversicht!

      • Claude Fontana sagt:

        Käme eine Ehrliche, Situationsbasierte antwort, (DU machst, DU machst nicht)oder eine Geschichtlich/Geschlechtlich verklärte Darstellung von historischen Begründungen? (Männer haben immer, Frauen Mussten immer)???
        Wenn Wer gegen den „Öffentliche Mainstream“ schwamm war Hexe oder Verräter, Getötet wurden Beide. (End of Lesson in Mansplaining) Schönen tag noch. es ist sonnig und warm. ich muss ins bett.

    • Thomas Hartl sagt:

      Ich habe mir eben die Bundesverfassung von 1848 durchgelesen. Dort ist zwar eine allgemeine Wehrpflicht verankert, es steht aber nirgends, dass nur Männer welche Dienst leisten ein Stimmrecht haben. Bis 1874 existiert zudem ein Kontingentsystem, in dem jeder Kanton eine bestimmte Anzahl Dienstpflichtiger zu stellen hatte. Die meisten Männer wurden gar nicht ausgehoben und konnten selbstverständlich trotzdem stimmen und wählen. Vielleicht bezieht sich ihre Regel auf Zeiten während der alten Eidgenossenschaft, und nicht auf den Schweizer Bundesstaat.

      • sepp z. sagt:

        @hartl, die einschränkungen des wahlrechts wurden auf kantonaler ebene definiert, und galten bis ca. in die ersten zwei jahrzehnte des 20 jh.

      • Thomas Hartl sagt:

        @sepp z. Die kantonalen Einschränkungen des Wahlrechts betrafen Personen die armengenössig waren, ihre Steuern nicht zahlten oder verurteilte Kriminelle waren. Teilweise auch Bettler, Landstreicher und Söldner. Aber ich finde in keinem Kanton eine Regelung, dass Männer Dienst geleistet haben mussten um abstimmen und wählen zu dürfen. Können sie einen konkreten Kanton als Beispiel nennen?

      • Anoush Gadar sagt:

        Da nützt auch keine Bundesverfassung (1848). Wäre auch nicht das Thema! Mit einem Weichei ist für eine Frau schwer zu einem befriedigenden Orgasmus zu kommen. Ein richtig viriler Mann ist da besser.

    • Franz Marke sagt:

      Sie haben ja so recht! Der gute Mann Ueli Maurer will ja immer wieder die Wehrpflicht abschaffen, wird aber stets vom Parlament, das seit 1971 durchgehend in fester, weiblicher 2/3-Mehrheit liegt, zurückgepfiffen. Bei der Armeeabschaffungsinitiative hätte es ja an sich auch eine satte männliche Mehrheit gegeben, aber wie Sie richtig schreiben, die markante weibliche Überzahl in der Bevölkerung hat dann diese Initiative doch noch gebodigt. Vielleicht müssen wir doch über Männerquoten von mind. 30 % in Parlamenten, Landesregierung und Verwaltungsräten diskutieren. (Ironie Ende)

    • Anoush Gadar sagt:

      Das Recht auf einen Orgasmus, gar multiplen Orgasmus, und alle Stellungen des Kamasutra (uralt) – waren aber nie an ein Stimm- und Wahlrecht gebunden. Oh, wie liebe ich diese dialektische, pseudointellektuelle Politik im Himmelbett 😉
      p.s.: Diese Politik wirkt eher reiztötend, abtörnend. Darum gab es in der eh. UdSSR das Nachtprogramm von Radio Eriwan.

  • Gustav Siegenthaler sagt:

    Warum sollte die Gesellschaft männlich sein? Bei über 50 Prozent Frauen in der Gesellschaft, kann nichts ohne die Zustimmung der Frauen definiert, beschlossen oder gelebt werden. Frauen sind nicht Opfer, Frauen sind genauso Täterinnen wie Männer.

  • flori antha sagt:

    Solange es für viele Frauen vor allem um Kontrolle über Sexualität und damit um Macht über Männer geht, dürfte sich nicht viel ändern.

  • E. Müller sagt:

    Also bitte, Hollywood-Fiktion als Abbild der Lebensrealität? Ich schaue lieber in mein Umfeld, und da trifft die pauschalierende Aussage der Autorin Meister über „die Frauen“ zum Glück nicht zu. Da sind wir Frauen, die eine erfüllte Sexualität leben, in der ein Mann gerne vorkommen kann, aber nicht muss. V.a. wir Frauen sollten doch als Vorbild die Vielfältigkeit der Frau anerkennen, und nicht stets die reaktionären pauschalierenden Bilder beschwören, denen wir entfliehen wollen.

  • Olaf Wenger sagt:

    Ich weiss ja nicht, in welchen (Arbeiter-?) Schichten die Autorin sich bewegt. Die von ihr gefühlten Zustände erkenne ich in meinem Umfeld, das ca 3 Generationen umspannt, nicht. Die Autorin wird ganz sicher auch zu 100% selber definieren, wie ihr Sex funktionieren darf, welche Wünsche sie äussert, was ihre Erwartungen an sich und ihre 100% selbstgewählten Sexpartner sind. Für wen also spricht sie dann in obiger Sache? Sie sagt „die Frauen, und „die Männer“, meint also alle. Echt?
    Es ist in manchen Kreisen sehr akzeptiert geworden, quellenlose Behauptungen oder Gefühle als allgemeine Wahrheiten zu formulieren („wer daran zweifelt, suche die Wahrheit in Hollywood-Filmen“!) und dann aber Kritik daran zu ächten.
    [Danke fürs Publizieren, die letzten 1 Kommentare wurden nicht veröffentlicht]

    • Olaf Wenger sagt:

      Am Rande bemerkt sei, dass die Autorin selbst die Sexualität der Frau v.a. über den Mann definiert. Titel 1: „Der Mann blieb unerlässlich“. Titel 2: „Der Mann wurde überflüssig“. Soviel zur Sexualität der Frau, aha. Wie der zweite Titel dann noch zusammenhängt mit der Erkenntnis, immer noch sei der Mann das Problem, bleibt offen. Weshalb führt sie dies nicht aus?
      Diese Verengung auf „den Mann“ als das einzige Übel unserer Zeit mit den dafür notwendigen Vereinfachungen führt dazu, dass der notwendige Diskurs gar nicht stattfinden kann (erläutert und verlinkt zB auf man-tau . com), und die anderen wichtigen Themen im Zusammenleben zwischen den Menschen währenddessen tabuisiert werden. Menschen mit Medienreichweite sollten sich hierzu ihrer Verantwortung bewusst sein. Danke.

  • Jacques sagt:

    Die sexuelle Revolution der Frauen ist eben mehr individuell ausgeprägt. Und weniger ein politisches Ding, wie angetönt wird. Sexual-Revolutionärinnen gab es zu allen Zeit, gar weltweit. Von Cleopatra über Madame Pompadour bis Anaïs Nin in Paris (mit Henry Miller).

  • Pumuckl sagt:

    Soweit so schön … von mir aus auch soweit so schlecht. Aber anstelle sich darüber zu beklagen, dass die weibliche Sexualität immer vom Mann definiert würde, wäre es für uns Männer doch mal ganz spannend zu erfahren, wie die Frauen selber ihre Sexualität definieren.
    Dass Frau sich im 18. oder 19 Jhdt nicht unbedingt zu ihrer eigenen Sexualität geäussert hat … kann sein. Hat Mann aber auch nicht. Da hatten beide Geschlechter andere Sorgen, als den Sex zu hinterfragen. Mit der Frauenbewegung im 20. Jhd wäre es aber jeder Frau in Europa jederzeit möglich gewesen, Zeichen zu setzen. Das dies bei einigen Dumpfbacken Vergewaltigungsfantasien auslöst … wen stört es. Aber es stört mich, wenn Frau sich stets nur als Opfer sieht anstatt ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und was zu ändern

    • Claude Fontana sagt:

      @Pumuckl:Da müsste sie ja was tun, und könnte es nicht vom Mann verlangen. Genausoweit gehen nämlich diese Jährlich auftretenden Frauvolutionen . Man steht als Mann da, fragt.“Was willst du“? zurück kommt „Sexuelle Freiheit“ und daraufhin sagt er:“Dann mach was“, und schon ist wieder Ruhe. Es passiert nichts, ausser dass es irgendwo wieder eine Lesbe mehr gibt. Oder er sie mit irgendwem teilen soll.

      • Pumuckl sagt:

        Das wäre ja alles kein Problem …. also das mit dem Teilen oder mit der Lesbe. Wenn man denn endlich mal wüsste, was genau SIE denn nun jetzt eigentlich möchte.

      • Mina Peter sagt:

        Oje, @Fontana. Da höre ich viel Frust heraus. Es geht doch nicht darum, dass Frauen „was machen müssen“. Sie müssen es nur von ihren Partnern einfordern. Oder besser: beschreiben, was ihnen wirklich gefällt. Und die Männer täten gut daran, nicht eingeschnappt zu sein, wenn sie erfahren, dass das reine Rein-Raus-Spiel oder pornografische Lieblinge der Frau nicht gerade die grösste Lust verschaffen. Ein bisschen Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen. So schwer ist es nicht. Es gibt Männer, die haben das sehr wohl drauf.

      • Pumuckl sagt:

        Ach wissen Sie Frau Peter, es gibt auch Männer, die dem „rein raus“ nicht viel abgewinnen können. Problem ist aber auch hier wieder die Sprache. Sie Frau Mina sprechen davon, dass Frauen etwas beim Sex „EINFORDERN“ sollen. Wenn ich jetzt mal von Männern, anstelle von Frauen rede, sprechen wir bald mal von ehelicher Vergewaltigung. Wenn Sie das als sex. Selbstbestimmung der Frau ansehen, dann haben Männer und Frauen in der Schweiz wirklich ein gröberes Problem. Sollte Sex nicht eher etwas sein, was man miteinander erlebt, wo man sich aufeinander einlässt und evtl. auch miteinander experimentiert? Wo man sich angstfrei mitteilen kann und auch sagen kann, was man möchte und was nicht? Sollten Sie das mit Ihrem Partner nicht können, sollten Sie diesen auch nicht in der Steinzeit suchen.

      • Claude Fontana sagt:

        @MIna Peter. Es geht ganz genau darum, dass Frau was tun muss, Sie soll es nicht verlangen, sondern sich holen. Wenn sie Porno Sex will, soll sie den machen, wenn gekuschelt werden soll, Halt den Kopf anlegen. und umarmen. Es sollte niemandem einen Zacken aus der Krone fallen, mal zuzugeben wenn man geil ist. passiert sogar Prinzessinnen. Ist alleweil besser, als sich vom Vater an den Meistbietenden verkaufen zu lassen.

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