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  • Kontrolliert Nachvollziehbarkeit einer Begründung: Rudel Polizisten.

  • Helfen nicht beim Umzug Ihres Bruders: Polizeibeamte im Einsatz.

  • Polizisten bei der Überprüfung des Snickersvorrats.

  • Haben sich wohl eine Bewilligung geholt: Nicht verhaftete Innenstadtbesucher.

  • Sinnieren über Ihre Absichten: Polizisten in Vollmontur.

5 Tipps wie Sie nicht im Knast landen

Haben Sie es satt, bei ihrem Stadtbummel dauernd kontrolliert und verhaftet zu werden? Wir erklären Ihnen, wie Sie das umgehen können.

Immer dasselbe: Da wollen Sie noch schnell in die Stadt, um ein paar Besorgungen zu erledigen, aber anstatt einzukaufen, werden Sie eingebuchtet. Bevor Sie nun aber wieder gegen Bullenstaat und Polizeiwillkür wettern, sollten Sie lieber einmal Manuel Willi, Chef der Regionalpolizei Bern, zu Wort kommen lassen. Der kann nämlich ganz nachvollziehbar erklären, wieso Sie in den Knast gehören. Wenn Sie seinen Jungs nach mehrfacher Kontrolle keinen «nachvollziehbaren Grund» für Ihren Aufenthalt in der Stadt angeben können, werden Sie eben eingepackt.

Es ist ja nicht so, dass ein Kurzaufenthalt in der Kiste keine Vorteile mit sich bringen würde. So berichteten die Knastbrüder von «Journal B» zum Beispiel, dass man dort locker Snickers abstauben kann. Doch mit der Zeit dürfte ihre Ernährung dadurch etwas einseitig werden. Deshalb erklären wir Ihnen, wie Sie sich für Ihren Trip in die Stadt, ganz ohne Gefängnisaufenthalt, vorbereiten sollten.

Die Absicht
Bevor Sie Ihre sicheren vier Wände verlassen, sollten Sie sich sehr genau überlegen, was Sie überhaupt in der Stadt wollen. Erstellen Sie Mindmaps, um sich über Ihre Absichten klar zu werden. Denn wenn Sie ohne «nachvollziehbare Begründung» in der Stadt auftauchen, können Sie auch gleich im Regionalgefängnis anrufen, um zu fragen, ob es noch freie Plätze gibt.

Der Amtsweg
Nun ist es aber so, dass eine «nachvollziehbare Begründung» nicht einem Freipass für die Freiheit gleichkommt. Wenn Sie mit nur so halb ausgereiften Absichtserklärungen antanzen, dann sollten Sie ordentlich Appetit auf Snickers mitbringen. Schliesslich stellen Sie als Privatpersonen in der Innenstadt nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern machen auch noch erhöhten Gebrauch von öffentlichem Raum. Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, dann holen Sie sich beim Polizeiinspektorat eine Bewilligung für Ihren Ausflug in die Stadt.

Geben Sie acht, dass Sie Ihrem Bewilligungsgesuch alle wichtigen Belege anheften. Klarheit schaffende Dinge wie Einkaufsliste, die Busverbindung, die Sie zu nehmen gedenken oder die Rahmennummer Ihres Velos dürfen nicht vergessen werden. Sonst wird Ihr Gesuch wohl kaum bewilligt. Wichtig: Koppeln Sie Ihre städtischen Aktivitäten auf keinen Fall mit sportlichen Absichten. Das Bewilligungsverfahren zieht sich dadurch extrem in die Länge und schlimmstenfalls müssen Sie schlussendlich in Basel einkaufen gehen.

Für die Eitelkeit
Ziehen Sie sich was Nettes an. Sie werden schliesslich gefilmt.

Für die Verängstigten
Vielleicht fürchten Sie sich so fest vom Ausflug in die Stadt, dass Sie zum Gefangenen Ihrer eigenen Wohnung werden. Da dürften Sie zwar einigermassen sicher sein vor Kontrollen und Verhaftungen, überlegen Sie sich aber trotzdem eine «nachvollziehbare Begründung», was Sie hier zu suchen haben. Und um die Aufmerksamkeit der Beamten nicht auf sich zu lenken, sollten Sie Ihre Fenster selbst nachts nicht verdeckt haben. Sie könnten ja hinter vorgezogenen Vorhängen subversive Stadtspaziergänge planen.

Seitenwechsel
Die einzige Möglichkeit, um die Innenstadt sorgenlos betreten zu können, ist etwas zeitaufwendig. Denn die Ausbildung zum Polizisten dauert ein ganzes Jahr (Bewerbungsfrist für den nächsten Lehrgang: 23. Mai 2014). Dafür können Sie sich danach völlig frei in der Stadt bewegen. Bringen Sie ihre Kollegen mit. Uniformen gehören schliesslich zum Stadtbild.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 11. April 2014

5 Kommentare

  1. Thomas says:

    Und worüber schreiben sie das nächste mal? Vielleicht, wie man Wasser kocht? Es wäre Schade wenn der Welt ihre Sicht auf das bewegende Phänomen erspart geblieben würde.

    • Ferdinand says:

      Und wenn er das tun würde, ich würde es gerne lesen. Der Mann macht gute Satire. Sie nicht.

    • Thomas says:

      Ich wollte schon immer wissen was man in der Schweiz für lustig hält. Vielen dank, Ferdinand.
      Mein Beitrag war eigentlich keine Satire.

    • Bob says:

      Und schon paddelt er zurück 🙂
      Doch, ihr Beitrag war ein Versuch in überspitzter Darstellung eines von ihnen empfundenen Missstandes, auch bekannt als Satire. Es war einfach ein ziemlich kläglicher Versuch.

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  1. Thomas says:

    Und worüber schreiben sie das nächste mal? Vielleicht, wie man Wasser kocht? Es wäre Schade wenn der Welt ihre Sicht auf das bewegende Phänomen erspart geblieben würde.

    • Ferdinand says:

      Und wenn er das tun würde, ich würde es gerne lesen. Der Mann macht gute Satire. Sie nicht.

    • Thomas says:

      Ich wollte schon immer wissen was man in der Schweiz für lustig hält. Vielen dank, Ferdinand.
      Mein Beitrag war eigentlich keine Satire.

    • Bob says:

      Und schon paddelt er zurück 🙂
      Doch, ihr Beitrag war ein Versuch in überspitzter Darstellung eines von ihnen empfundenen Missstandes, auch bekannt als Satire. Es war einfach ein ziemlich kläglicher Versuch.

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