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Exquisites Bananen-Soufflé

Heute am Herd: Ein Bananen-Soufflé als perfekter Comfort Food – und als Plausch für Jung und Alt.

Falls Sie schon einmal an einem amerikanischen Kindergeburtstag waren, kennen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Banana Pudding. Dieses Dessert aus den Südstaaten gibt es bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts in zig Varianten. Klassischerweise besteht es aus einer Schichtung aus Löffelbiskuits, Bananen, Vanillecreme und Eiweiss oder Schlagrahm, je nach dem, ob es sich um die gebackene oder die gekühlte Variante handelt. Eine ziemlich himmlische Sache!

Im Rezeptheft meiner Grossmutter findet man einen wohl Mitte der 60er-Jahre eingeklebten Schnipsel mit dem Titel «Exquisite Bananen-Rezepte». Hier wird neben Quarkschaum-Creme mit Bananen und im Ofen gebackenen Bananen ein Bananen-Soufflé beschrieben, welches gewisse Ähnlichkeiten zum Banana Pudding aufweist und nach dem perfekten «comfort food» klingt.

Sie trennen dazu 4 frische Eier. Das können Sie gern mit der gerade sehr trendigen und coolen Methode tun, denn sie funktioniert wirklich. Dann rühren Sie die Eigelb mit 150 g Zucker (es darf auch etwas weniger sein) schaumig. Dazu kommen ein gehäufter Esslöffel Maizena, ein nussgrosses Stück Butter, ein Stück Vanillestengel und ein Glas Milch. Das kochen Sie auf kleiner Hitze bei ständigem Rühren, ohne es sieden zu lassen, zu einer Vanillecreme.

Während die Creme auskühlt, heizen Sie den Ofen auf 190° vor und marinieren 3-4 Bananen in etwas Zucker und einem Gläschen Rum. Falls Sie das Soufflé für einen Kindergeburtstag machen, können Sie auch Zitronensaft und etwas Rum-Aroma verwenden. Dann schlagen Sie die Eiweiss sehr steif und ziehen sie unter die kalte Vanillecreme. Davon giessen Sie die Hälfte in eine ausgebutterte Gratin- oder Souffléform, verteilen die Bananen darauf und überdecken sie mit dem Rest der Creme. Darauf streuen Sie wenig Mandelblättchen. Das backen Sie nun auf der untersten Rille etwa 35 Minuten. Laut Rezept wird das Soufflé 5 Minuten vor Schluss überzuckert und weitergebacken, was ich aber für eine unnötige Gefährdung der Luftigkeit halte.

Das ist wirklich exquisit! Innen darf und sollte das noch weich und cremig sein, was natürlich das hübsche Servieren etwas schwierig macht. Um dem Abhilfe zu schaffen, kann das Soufflé natürlich auch in kleinen Portionenförmchen gebacken werden – wohl dann so ca. 15 Minuten. Ein Plausch für Jung und Alt!

Nicolette Kretz

Nicolette Kretz ist in Bern geboren, kehrte nach einigen Abstechern immer wieder hierhin zurück, arbeitet als Festivalleiterin und Autorin und kocht für den «Hauptstädter» Rezepte aus den Notizheften ihrer Grossmutter nach.


Publiziert am 5. Februar 2014

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5 Kommentare

  1. Philipp Rittermann says:

    feinfein. vielleicht “etwas” kleines. “etwas…” rum!? also seien wir ehrlich – um “alles banane” zu vermeiden, gehören da rund 8 cl. GUTEN rum’s rein. als topper empfehle ich schokoladen-créme – selbstgemacht, natürlich. und wer’s mag, pflanzt noch 3 kugeln vanille-glacé drauf. so wird’s was.

    • marie says:

      bin dabei aber die bananen kann man meinetwegen weglassen. den rum einfach über die vanilleglacé kippen. dann ab in die tortenhöhle.

  2. Carolina says:

    In England ist so etwas Kindergeburtstagspflicht – bzw war! Heute müsste man so ein Soufflé den Kindern heimlich füttern, denn die heutigen Mütter wären entsetzt wegen des Zucker-/Gluten- und Laktose-Gehaltes. Aber genau das macht es ja so fein!!!!!

    • Carolina says:

      Herr Gretener, ich traue Ihnen zu, dass Sie verstehen, was ich meine – auch wenn meinerseits vielleicht unbeholfen formuliert! Heutzutage kommen zu einem Kindergeburtstag lauter Problemfälle: laktoseintolerant, Zöliakie, allergisch gegen ich-weiss-nicht-was und dann die, deren Eltern schon im voraus die Parole ausgeben, Laura-Consuela sollte man bitte von allem mit Zucker fernhalten;-))

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  1. Philipp Rittermann says:

    feinfein. vielleicht “etwas” kleines. “etwas…” rum!? also seien wir ehrlich – um “alles banane” zu vermeiden, gehören da rund 8 cl. GUTEN rum’s rein. als topper empfehle ich schokoladen-créme – selbstgemacht, natürlich. und wer’s mag, pflanzt noch 3 kugeln vanille-glacé drauf. so wird’s was.

    • marie says:

      bin dabei aber die bananen kann man meinetwegen weglassen. den rum einfach über die vanilleglacé kippen. dann ab in die tortenhöhle.

  2. Carolina says:

    In England ist so etwas Kindergeburtstagspflicht – bzw war! Heute müsste man so ein Soufflé den Kindern heimlich füttern, denn die heutigen Mütter wären entsetzt wegen des Zucker-/Gluten- und Laktose-Gehaltes. Aber genau das macht es ja so fein!!!!!

    • Carolina says:

      Herr Gretener, ich traue Ihnen zu, dass Sie verstehen, was ich meine – auch wenn meinerseits vielleicht unbeholfen formuliert! Heutzutage kommen zu einem Kindergeburtstag lauter Problemfälle: laktoseintolerant, Zöliakie, allergisch gegen ich-weiss-nicht-was und dann die, deren Eltern schon im voraus die Parole ausgeben, Laura-Consuela sollte man bitte von allem mit Zucker fernhalten;-))

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