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Tschäppät, der Rätselkönig

Alexander Tschäppät ist der Sherlock Holmes unter den Stadtpräsidenten. Das hat er in der SRF-Unterhaltungsshow «Metzgete – Heiteres Prominentenraten» bewiesen.

Der 1. August stellte Berns Bevölkerung vor eine grausame Entscheidung: Entweder man schaute sich das Feuerwerk an oder man gab Alexander Tschäppäts Auftritt beim SRF-Format «Metzgete – Heiteres Prominentenraten» den Vortritt. Denn diese Perle der abendlichen Unterhaltung begann exakt zeitgleich mit dem Feuerregen. Was war zu tun? Das eine versprach zwar ein Feuerwerk an Hochspannung, geistreichen Gags und solidem Bildungsfernsehen, wie eigentlich jede SRF-Sendung. Das andere war eben tatsächlich ein Feuerwerk. Schlussendlich machte jedoch der Stapi das Rennen. Schliesslich ist es ungewiss, wie lange es geht, bis man wieder in den Genuss einer seiner sehr raren Auftritte in den Medien kommt. Das kann schon ein paar Tage dauern.

Tschäppät war schon immer ein Mann fürs Grobe. Das unterstrich er eindrücklich schon nur mit seiner Zusage für die Sendung am 1. August. Während zum Beispiel Nationalratskollegin Regula Rytz in Krauchthal einen kleinen Plausch abhielt und über Nebensächlichkeiten wie steigende Krankenkassenprämien oder dem Graben zwischen Arm und Reich schwatzte, kümmerte sich Tschäppät um das Wesentliche. Er wollte herausfinden, welches Bild einer berühmten Schweizer Person, in diesem Fall Francine Jordi, vor seinem Pültchen hing. Darum geht es nämlich bei «Metzgete – Heiteres Prominentenraten».

Um auf die richtige Spur zu kommen, wurden ihm fünf Fragen zur Verfügung gestellt, die ihm von Beat Schlatter und seinen Helfern beantwortet wurden. Nach jeder Runde musste Tschäppät eine Vermutung abgeben. War diese falsch, wurde eine Null von der Million, die als Hauptgewinn winkte, abgezogen. Tschäppät konnte eigentlich relativ ohne Druck in das Spiel starten. Denn die Berner Messlatte wurde ein paar Wochen zuvor von Schwingergott Christian Stucki auf den Boden geknallt.

Dann legte Tschäppät los. Die erste Frage: Was für ein Tombolapreis würde die gesuchte Person, also Francine Jordi, sein? Und schon nach der zweiten Antwort wollte Tschäppät, der alte Haudegen, auflösen. Denn die Indizien, dass die Person ein Trostpreis oder ein trägerloser BH mit aufgedruckten Kühen und Edelweiss sei, reichten ihm, um daraus zu schliessen, dass es sich bei der gesuchten Person um SVP-Nationalratskollegin Natalie Rickli handeln müsse. Tschäppäts Gedankengänge mögen einleuchten, dennoch blieb er im Dunkeln. Seine Antwort war falsch.

Auf zu Runde zwei: Wäre die gesuchte Person ein Putzmittel, was für eines wäre sie? Die Antwort: Eine Art antiseptische Spachtelmasse, die zwar in einer hübschen Verpackung daherkommt, aber schlecht riecht. Was macht Tschäppät aus diesen Hinweisen? Natürlich, er löst das Rätsel! Das kommt so überraschend, so unerwartet, so aus dem Nichts, dass man für einen Augenblick meinte, Tschäppät habe gerade für einen Fussballer-Moldovan-Moment gesorgt. Aber wer hat es schon nötig zu schummeln, wenn man auf einen derart scharfen Verstand zurückgreifen kann? Schwingergott Stucki Chrigu wäre wohl jetzt noch verzweifelt am raten.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 2. August 2013

3 Kommentare

  1. Philipp Rittermann says:

    ich sehe schon, herr erdmann. der herr tschäppät ist nicht wirklich ihr freund. dabei wissen sie gar nicht, was sie an diesem doch eher harmlosen zeitgenossen haben. bei uns in zürich gibt es viel anstrengendere politiker/innen; hach, wie ich sie doch beneide.

    • Martin Erdmann says:

      Herr Rittermann, Ihre Aussage verwirrt mich. Bis anhin vermittelten Sie doch die Meinung, dass Zürich dem Rest der Welt in allen Belangen überlegen ist. Bitte schaffen Sie doch etwas Klarheit. Übrigens: Nächstes Jahr sind in Zürich Erneuerungswahlen – Ihre grosse Chance! Ich freue mich jetzt schon auf Ihr Wahlprogramm.

    • Philipp Rittermann says:

      …if you can’t convince them, confuse them, herr erdmann. ich war in bezug auf zürich schon immer gespalten. einerseits hat die stadt durchaus was, andererseits geht mir das oberflächliche getue von kreti und pleti auf den sack. alles in allem sind die berner angenehmere menschen als die zürcher. ausserdem stänkere ich lieber, als aktiv in die politik zu gehen, da ich einerseits dafür keine nerven habe, und andererseits zu wenig korrupt bin um hier erfolgreich die leute über den tisch zu ziehen. von mir aus könnte man von heute auf morgen die gesamte class-politique abschaffen.

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  1. Philipp Rittermann says:

    ich sehe schon, herr erdmann. der herr tschäppät ist nicht wirklich ihr freund. dabei wissen sie gar nicht, was sie an diesem doch eher harmlosen zeitgenossen haben. bei uns in zürich gibt es viel anstrengendere politiker/innen; hach, wie ich sie doch beneide.

    • Martin Erdmann says:

      Herr Rittermann, Ihre Aussage verwirrt mich. Bis anhin vermittelten Sie doch die Meinung, dass Zürich dem Rest der Welt in allen Belangen überlegen ist. Bitte schaffen Sie doch etwas Klarheit. Übrigens: Nächstes Jahr sind in Zürich Erneuerungswahlen – Ihre grosse Chance! Ich freue mich jetzt schon auf Ihr Wahlprogramm.

    • Philipp Rittermann says:

      …if you can’t convince them, confuse them, herr erdmann. ich war in bezug auf zürich schon immer gespalten. einerseits hat die stadt durchaus was, andererseits geht mir das oberflächliche getue von kreti und pleti auf den sack. alles in allem sind die berner angenehmere menschen als die zürcher. ausserdem stänkere ich lieber, als aktiv in die politik zu gehen, da ich einerseits dafür keine nerven habe, und andererseits zu wenig korrupt bin um hier erfolgreich die leute über den tisch zu ziehen. von mir aus könnte man von heute auf morgen die gesamte class-politique abschaffen.

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