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«Sehr guter Kuchen! Mit Obst»

Dieser Kuchen mit Obst ist noch besser als sein Titel bereits dezent suggeriert. Doch der Abendschwumm kann dank diesem Rezept schon mal ins Wasser fallen.

Dieser Tage steht man ja sehr ungern in der Küche. Wer Glück hat, ist zu Essenszeiten in der Badi, die Anderen werfen sich etwas Rohkost in die Salatschüssel oder kremieren outdoor ein Würstchen. Aber es kann einem ja passieren, dass sich beispielsweise die Tante zu einem Besuch anmeldet und man ganz schnell und ganz nonchalant was Leckeres auf den Balkontisch zaubern muss. Ich rate Ihnen in diesem Fall zu etwas, was im Notizheft meiner Grossmutter «Sehr guter Kuchen! Mit Obst» heisst, denn dieser Kuchen mit Obst ist noch besser als sein Titel bereits dezent suggeriert.

Man rühre dazu 250 Gramm weiche Butter schaumig, gibt 250 Gramm Zucker, 2 Eigelb und 2 ganze Eier dazu und vermengt das gut. Dann rührt man 250 Gramm Mehl hinein. Eine Springform buttert man aus und bestreut sie mit Paniermehl. Auf den Teig legt man – nicht zu dicht – eine Lage Früchte nach Wahl. Das handgeschriebene Rezept empfiehlt Kirschen und «auch jede andere Steinfrucht». Die Backanweisungen sind mal wieder sehr kurz gehalten: «In gelinder Hitze backen.» 45 Minuten bei 180° erwiesen sich als ideal.

Der Versuch mit Pflaumen war wahrlich fantastisch!Es war zwar gerade keine Tante zugegen, aber wenn, dann hätte sie den Kuchen bestimmt sehr gerühmt. Die Gefahr ist bloss, dass sie Ihren Besuch lange nicht loswerden und der Abendschwumm ins Wasser fällt, bzw. eben Sie nicht.

Nicolette Kretz

Nicolette Kretz ist in Bern geboren, kehrte nach einigen Abstechern immer wieder hierhin zurück, arbeitet als Festivalleiterin und Autorin und kocht für den «Hauptstädter» Rezepte aus den Notizheften ihrer Grossmutter nach.


Publiziert am 24. Juli 2013

20 Kommentare

  1. marie says:

    😛
    …ich freue mich auf die zwetschgen – fellenberg als stichwort. steinobst(kuchen und in jeglicher form): dafür gehe ich barfuss mit einem eimer wasser durch die gobiwüste. nur das dunkle ragusastängeli würde mich in gewissenskonflikte bringen, aber wirklich nur das.

  2. Philipp Rittermann says:

    ohjaohja. meine gattin hat gestern eine aprikosenwähe mit schön dickem boden zubereitet – mit geriebenen haselnüssen im fond. lecker.
    beim zwetschgen/pflaumenkuchen unbedingt daran denken -> 1dl. vielle prune hinzugeben – eine geschmacksexplosion! zusätzlich, für gourmands wie mich: crème fraiche draufpappen!

  3. margrit klaus says:

    *schmatz* ich liebe sehr guten abendschwummfreien kuchen – den tipp von herrn rittermann werde ich beim nächsten mal beherzigen und die zwetschgen erst in hausgebrannter medizin baden lassen – und nachher viiiiel streusel aufs dach, alles gelinde backen bis es schön rotbraun wird und dann mit viiiel puderzucker dekorieren…

  4. Luisa Haltner says:

    Den werde ich jetzt sofort mit Aprikosen nachbacken!
    (Bitte Däumchen drücken, bin eher eine gute Köchin als Bäckerin…)

  5. Waldi Noellmer says:

    250 g Butter + 250 g Zucker, eine riesige Kalorienbombe – wer tut sich heute so etwas noch an?

    • marie says:

      meine mitschlemmerInnen und ich – schmeckt übrigens sagenhaft. versuchen sie es mal, sie werden nicht daran sterben. glauben sie mir.

    • Waldi Noellmer says:

      @marie: Sie sind eine mutige Frau, ich bin ein Mann und habe sehr viel Angst vor dem Sterben. Danke, dass Sie mir Mut machen wollen, das baut mich auf – ich arbeite an mir.

    • Andreas Stalder says:

      Es sagt niemand, dass man den ganzen Kuchen alleine essen soll :-). Wer ein grosses Stück nimmt, also 1/8 des Kuchens, isst rund 300 kcal. Wer hingegen einen kleinen Hamburger isst mit kleiner Portion Pommes, dazu Ketchup , liegt schon viel höher. Da hilft auch das Cola Zero nichts. Oder für Biertrinker: 6 dl entsprechen auch rund 300 kcal. Und das trinken viele einfach so nebenbei. Also was soll’s?

    • Peche says:

      Jeden Tag wird es nicht gegessen, sonnst freut sich ihrem Zahnarzt, aber so, mal schnell etwas feines, muss doch nicht immer gesund sein???
      Halt am nächsten Abend ein Salat mit viel Leinsamen und alles ist im grünen Bereich (aber nur Wasser dazu trinken gäll)

  6. Pippi Langstrumpf says:

    Das ist die gute alte Gleichschwertorte, die seit ewigen Zeiten im “Berner Kochbuch” steht. Ja, die schmeckt ganz wunderbar, ich nehme jeweils etwas weniger Butter und rühre dafür einen Becher Sauermilch ein, das macht sie noch feiner und luftiger. Ausserdem etwas Backpulver. Aprikosen als Belag harmonieren sehr gut mit dem Teig oder im Winter dann Apfelhälften, eingeschnitten und vor dem Backen mit Quittengelée bestrichen, damit sie nicht austrocknen.

  7. Doro says:

    Der Kuchen hiess im backbuch meiner Grossmutter “Apfelkuchen Sehr Fein” und ist eine Wucht. Statt Apfel geht auch alles andere backbare Obst. Auch Beeren.

  8. Upps! says:

    mmmmhhh – und auf alle noch lauwarmen wunderbaren Früchtekuchen vor dem Essen einen grossen Löffel nicht ganz steif geschlagenen Rahm!

  9. Hans Jung says:

    Dies ist mein erster Kuchen, welchen ich selbst gebacken habe, heute, es sind viele Schweißtropfen drin, und tatsächlich, er schmeckt wunderbar. Danke Frau Kretz, ich bin stolz auf mich dank Ihrem Rezept! … und übrigens, noch besser mit einem, zwei Glas gut gekühltem Sauternes.

  10. Leo Schmidli says:

    Naja, ein 08/15-Standard-Kuchenrezept, welches in jedem Basisbackbuch zu finden ist. Backen ist ja auch nicht schwer oder aufwendig, nur die wenigsten Leute wissen das.

  11. Bruno Zürcher says:

    Ja ich habe das Rezept einmal mit Aprikosen getestet , nach den publizierten Angaben.
    Resultat ist nur halb zufrieden stellend. Trotz Erhöhung der Backzeit,
    bleibt der Kern des Kuchen halb flüssig! Besser wäre den Mehlanteil zu erhöhen und
    mit einem TL Backpulver zu ergänzen.

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  1. marie says:

    😛
    …ich freue mich auf die zwetschgen – fellenberg als stichwort. steinobst(kuchen und in jeglicher form): dafür gehe ich barfuss mit einem eimer wasser durch die gobiwüste. nur das dunkle ragusastängeli würde mich in gewissenskonflikte bringen, aber wirklich nur das.

  2. Philipp Rittermann says:

    ohjaohja. meine gattin hat gestern eine aprikosenwähe mit schön dickem boden zubereitet – mit geriebenen haselnüssen im fond. lecker.
    beim zwetschgen/pflaumenkuchen unbedingt daran denken -> 1dl. vielle prune hinzugeben – eine geschmacksexplosion! zusätzlich, für gourmands wie mich: crème fraiche draufpappen!

  3. margrit klaus says:

    *schmatz* ich liebe sehr guten abendschwummfreien kuchen – den tipp von herrn rittermann werde ich beim nächsten mal beherzigen und die zwetschgen erst in hausgebrannter medizin baden lassen – und nachher viiiiel streusel aufs dach, alles gelinde backen bis es schön rotbraun wird und dann mit viiiel puderzucker dekorieren…

  4. Luisa Haltner says:

    Den werde ich jetzt sofort mit Aprikosen nachbacken!
    (Bitte Däumchen drücken, bin eher eine gute Köchin als Bäckerin…)

  5. Waldi Noellmer says:

    250 g Butter + 250 g Zucker, eine riesige Kalorienbombe – wer tut sich heute so etwas noch an?

    • marie says:

      meine mitschlemmerInnen und ich – schmeckt übrigens sagenhaft. versuchen sie es mal, sie werden nicht daran sterben. glauben sie mir.

    • Waldi Noellmer says:

      @marie: Sie sind eine mutige Frau, ich bin ein Mann und habe sehr viel Angst vor dem Sterben. Danke, dass Sie mir Mut machen wollen, das baut mich auf – ich arbeite an mir.

    • Andreas Stalder says:

      Es sagt niemand, dass man den ganzen Kuchen alleine essen soll :-). Wer ein grosses Stück nimmt, also 1/8 des Kuchens, isst rund 300 kcal. Wer hingegen einen kleinen Hamburger isst mit kleiner Portion Pommes, dazu Ketchup , liegt schon viel höher. Da hilft auch das Cola Zero nichts. Oder für Biertrinker: 6 dl entsprechen auch rund 300 kcal. Und das trinken viele einfach so nebenbei. Also was soll’s?

    • Peche says:

      Jeden Tag wird es nicht gegessen, sonnst freut sich ihrem Zahnarzt, aber so, mal schnell etwas feines, muss doch nicht immer gesund sein???
      Halt am nächsten Abend ein Salat mit viel Leinsamen und alles ist im grünen Bereich (aber nur Wasser dazu trinken gäll)

  6. Pippi Langstrumpf says:

    Das ist die gute alte Gleichschwertorte, die seit ewigen Zeiten im “Berner Kochbuch” steht. Ja, die schmeckt ganz wunderbar, ich nehme jeweils etwas weniger Butter und rühre dafür einen Becher Sauermilch ein, das macht sie noch feiner und luftiger. Ausserdem etwas Backpulver. Aprikosen als Belag harmonieren sehr gut mit dem Teig oder im Winter dann Apfelhälften, eingeschnitten und vor dem Backen mit Quittengelée bestrichen, damit sie nicht austrocknen.

  7. Doro says:

    Der Kuchen hiess im backbuch meiner Grossmutter “Apfelkuchen Sehr Fein” und ist eine Wucht. Statt Apfel geht auch alles andere backbare Obst. Auch Beeren.

  8. Upps! says:

    mmmmhhh – und auf alle noch lauwarmen wunderbaren Früchtekuchen vor dem Essen einen grossen Löffel nicht ganz steif geschlagenen Rahm!

  9. Hans Jung says:

    Dies ist mein erster Kuchen, welchen ich selbst gebacken habe, heute, es sind viele Schweißtropfen drin, und tatsächlich, er schmeckt wunderbar. Danke Frau Kretz, ich bin stolz auf mich dank Ihrem Rezept! … und übrigens, noch besser mit einem, zwei Glas gut gekühltem Sauternes.

  10. Leo Schmidli says:

    Naja, ein 08/15-Standard-Kuchenrezept, welches in jedem Basisbackbuch zu finden ist. Backen ist ja auch nicht schwer oder aufwendig, nur die wenigsten Leute wissen das.

  11. Bruno Zürcher says:

    Ja ich habe das Rezept einmal mit Aprikosen getestet , nach den publizierten Angaben.
    Resultat ist nur halb zufrieden stellend. Trotz Erhöhung der Backzeit,
    bleibt der Kern des Kuchen halb flüssig! Besser wäre den Mehlanteil zu erhöhen und
    mit einem TL Backpulver zu ergänzen.

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