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(Screenshot: ZDF Heute-Show)

Agiler Medienprofi

Ein ZDF-Team hat sich nach Bern aufgemacht – und einen Hauptstädter aufgestöbert.

Die Schweiz hat steuertechnisch ein arges Image Problem, zumal im CD-Paradies Deutschland. Um dieses ins Bild zu rücken, besuchte ein Team der ZDF «Heute-Show» – so etwas wie der ganz kleine Bruder der tollen amerikanischen «Tonight Show» – einen «prominenten Schweizer Politiker», der zufällig ein wohlbekannter Hauptstädter und Anwärter auf einen Sitz im Stadtrat ist.

Ja, der «sehr agile Medienprofi» Erich Hess wurde von «Grenzgänger Kabelka» aufgestöbert – und führte durch die Stadt Bern. Angefangen mit einer flammenden Rede am wunderbaren Kornhausplatz, führte die vierminütige Tour weiter ins Rathaus, wo der Grossrat tagte und wo sich der Steuerabkommen-Hardliner mit der unzerstörbaren Igelifrisur von seiner aufgestellten Seite zeigen durfte.

Was das nun alles für das Image der Stadt Bern bedeutet? Nicht viel, zumindest im Ausland nicht, blieb die Stadt doch im Beitrag ungenannt. Die Zeichen sind aber klar: Es ist Wahlkampf, und der dauert noch ziemlich genau zwei Monate.

Links: Der Beitrag der Heute–Show

Benedikt Sartorius

Benedikt Sartorius lebt seit dem Transfer aus dem Oberland in Bern und hat seit einiger Zeit Frieden mit der Stadt geschlossen. Eine gewisse Neigung zum Sandstein- und Laubenallergiker ist aber immer noch spürbar.


Publiziert am 22. September 2012

5 Kommentare

    • Monica Ruoff says:

      Ich finde ihn weder eitel, noch dumm, noch verblendet, sondern ganz einfach süss, ja, und vielleicht ein bisschen naiv, aber das wird schon noch werden.

  1. Lui Anche says:

    Schönes Beispiel, dass unfreiwillige Komik die beste Komik ist. Und Realsatire die beste Satire.

  2. Hans Ulrich Wiedmer says:

    … selbst der Emil hat’s ja kaum besser gekonnt 😉 aber falls es mir in Deutschland mal wieder passieren sollte (wie zuletzt in den neunziger Jahren an einer Sitzung), dass Leute spontan lachen, wenn ich zu sprechen beginne, dann werde ich das künftig Erich Hess zuschreiben 😉

  3. Antonia Lips says:

    Er gehört einfach zur $VP-Stammclique: Mörgeli leistet nichts am Arbeitsplatz, Hess schlägt sich selbst mit seiner Unbedarftheit, Blocher tobt. Wie ein täubelndes Kind. Das ist die $VP wie sie leibt und lebt.

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    • Monica Ruoff says:

      Ich finde ihn weder eitel, noch dumm, noch verblendet, sondern ganz einfach süss, ja, und vielleicht ein bisschen naiv, aber das wird schon noch werden.

  1. Lui Anche says:

    Schönes Beispiel, dass unfreiwillige Komik die beste Komik ist. Und Realsatire die beste Satire.

  2. Hans Ulrich Wiedmer says:

    … selbst der Emil hat’s ja kaum besser gekonnt 😉 aber falls es mir in Deutschland mal wieder passieren sollte (wie zuletzt in den neunziger Jahren an einer Sitzung), dass Leute spontan lachen, wenn ich zu sprechen beginne, dann werde ich das künftig Erich Hess zuschreiben 😉

  3. Antonia Lips says:

    Er gehört einfach zur $VP-Stammclique: Mörgeli leistet nichts am Arbeitsplatz, Hess schlägt sich selbst mit seiner Unbedarftheit, Blocher tobt. Wie ein täubelndes Kind. Das ist die $VP wie sie leibt und lebt.

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