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Frittenbuden (Teil 7): Wylerbad

Bern erlebt derzeit schöne Sommertage. Und so ist es an der Zeit, die grössten Frittenbuden dieser Stadt aufzusuchen: Die Badis.

Es sind die wahrscheinlich schönsten Tage der Sommersaison: Die Temperaturen sind nicht so hoch wie in der teuflischen Juni-Woche, ein leichter Wind geht, und die Aare ist auch noch nicht so bevölkert wie zu Zeiten der 18+-Wassertemperaturen. Kurz, es ist schlicht sehr schön zur Zeit in der Stadt.

Weil mich zuweilen eine gewisse Menschenmassenscheue plagt, suchte ich am erweiterten Wochenende nicht das Marzili auf (mit dem Vorteil eines Aarebads), sondern mit dem Wyler die von mir bevorzugte Quartierbadi der Stadt. Und da ein Ausflug zur Badi-Buvette früher oder später immer ansteht, wartete ich bis zum grösseren Hunger, damit ohne allzu schlechtes Gewissen die Pommes Frites geordert werden konnten.

Nun ist es bekanntlich so, dass man die Berner Badi-Einheits-Gastronomie auf Frittiertes, Glacé, Bratwürste, Hamburger, Birchermüesli und auch Salate mehr oder weniger reduzieren kann. Das ist im Falle des Speiseangebots im Wylerbad – kuratiert von der Sportgastro AG – nicht viel anders: Sogenannte «Pengasiusknusperli» gibts gemäss der Tafel, ein Bäre Zipfu ist auch da, Hot Dog und Currywurst auch sowie eine «Gemischte Salatvariation», ein Chicken Salad «Wylerbad», diverse Fitnessteller und einen Caesar Salad mit Pouletstreifen.

Unsereiner beschränkt sich traditionsgemäss auf die Pommes Frites mit Ketchup (man hätte auch Mayo oder Curry-Mayo wählen können). Und das ist in einer der grösseren Frittenbuden der Stadt eine gute Wahl, sofern man sich die Portion mit einer weiteren Person teilen kann. Denn die Pommes sind kross, schön gewürzt, als Boden für die allfällige Apérotour im Anschluss überaus gut geeignet – und ein wenig Junk-Food muss auch jugenderinnerungstechnisch in der Badi schon sein.

Nur gut ist allerdings, dass ich den Fluss ohne Badi in der Regel bevorzuge. Ansonsten würde der Frittenkonsum dann doch überborden – in diesem wunderbaren Sommer, der hoffentlich genau so weitergeht.

Benedikt Sartorius

Benedikt Sartorius lebt seit dem Transfer aus dem Oberland in Bern und hat seit einiger Zeit Frieden mit der Stadt geschlossen. Eine gewisse Neigung zum Sandstein- und Laubenallergiker ist aber immer noch spürbar.


Publiziert am 15. Juli 2013

3 Kommentare

  1. marie says:

    ja, die buvette, d.h. das team, im wylerbad macht das sehr gut. stets freundlich, hilfsbereit und der kaffee ist auch anständig, was nicht selbstverständlich ist. in der tat, die pommes dort sind einwandfrei, nix zu meckern.

  2. Philipp Rittermann says:

    hmja. aber es erstaunt mich immer wieder, dass die leute an den warmen sommertagen, seis in der badi oder sonstwo, noch lust auf die schweren fritten verspüren.

    • marie says:

      ein grund mehr ins kühle nass zu hüpfen oder sich ein kühles bier zusätzlich genehmigen 😉

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  1. marie says:

    ja, die buvette, d.h. das team, im wylerbad macht das sehr gut. stets freundlich, hilfsbereit und der kaffee ist auch anständig, was nicht selbstverständlich ist. in der tat, die pommes dort sind einwandfrei, nix zu meckern.

  2. Philipp Rittermann says:

    hmja. aber es erstaunt mich immer wieder, dass die leute an den warmen sommertagen, seis in der badi oder sonstwo, noch lust auf die schweren fritten verspüren.

    • marie says:

      ein grund mehr ins kühle nass zu hüpfen oder sich ein kühles bier zusätzlich genehmigen 😉

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