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  • Ein ländlicher Blick in die Stadt.

  • Untrügliches Zeichen des Stadtrandes: Der Grenzweg.

  • Leichtes Grabenfeeling.

  • Ein Haus auf der Stadtseite.

  • Ein Haus auf der Landseite.

Im Stadt-Land-Graben 1

Immer grösser soll er werden, heisst es allenthalben. Ein Augenschein am Stadt-Land-Graben.

Hüten Sie sich an den Rändern der Stadt. Der Graben an der Grenze zum Speckgürtel und Umland soll immer breiter und immer tiefer werden, sagt die Wissenschaft und vermag das auch zu belegen.

Wie soll das aber aussehen, so ein Stadt-Land-Graben? Den mittelalterlichen Graben kann man sich gut vorstellen: hohe Mauern, viel Wasser und eine knarrende Zugbrücke. Doch die Stadtmauern sind längst nur noch historisches Dekomaterial in der Bahnhofsunterführung, mit Plexiglas auch der letzten praktischen Funktion als Sitzgelegenheit beraubt. Und auch am Hirschengraben sind weder Hirsche noch Graben zu sehen.

Machen wir uns also auf an die Grenzen der Stadt, um das vielbeschworene trennende Element zwischen Stadt und Land zu finden. Zum Start setzte sich der Hauptstädter in den Bus und stieg erst kurz vor der Grenze zur grössten Agglomerationsgemeinde der Schweiz wieder aus: Köniz.

Der Graben 2/5
Kein Grenzstein, kein Wasser, keine Schranken: Unbeirrt von der Gemeindegrenze führt die Schwarzenburgstrasse aus der Stadt in die Agglomeration. Und dennoch gibt es ein untrügliches Zeichen, welches das Ende des städtischen Hoheitsgebietes markiert: Der Grenzweg. Hier also muss er sein, der Stadt-Land-Graben. Die Hecken beidseits des Weges lassen durchaus leichtes Graben-Feeling aufkommen.
Irritierend ist einzig: Der Blick aufs «Land» wirkt an dieser Stelle urbaner als der Blick in die «Stadt».

Die Erreichbarkeit: 5/5
Bestens. Mit dem 10er-Bus Richtung Schliern/Köniz bis Dübystrasse. Von da sinds nur noch wenige Meter stadtauswärts.

Die Ästhetik: 0/5
Ein unspektakulärer, geradezu langweiliger Stadt-Land-Graben. Da wollen Sie nun wirklich nicht hin.

Christian Zellweger

Christian Zellweger geht seit 2010 unter den Lauben Berns und schaut, wer auch schaut.


Publiziert am 3. Juni 2013

6 Kommentare

  1. Maja Müller says:

    Ja, wenn man die 12.-grösste Stadt der Schweiz als “Land” bezeichnen möchte… Das soll wohl irgendwie lustig sein. Ist es aber nicht, denn das Thema wäre eigentlich wirklich interessant.

  2. Philipp Rittermann says:

    die leute auf dem land sind in der regel “geerdeter” und laufen nicht jedem kommerz-furz nach.

  3. Michael Huber says:

    Wegen dem bin ich auch an einer Initiative zur Fusion von Köniz und Ostermundigen mit der Stadt Bern.Weil Köniz und Ostermundigen zur Stadt Bern gehören wie das Münster.

    • Thomas Federlein says:

      Im Prinzip bin ich auch dieser Meinung, aber ich fürchte, dass dann ziemlich schnell die Reitschule geschlossen würde und auch sonst schnell einmal ein ziemlicher politischer Wandel in der Stadt einträte.

  4. HP says:

    Ziemlich fader Text zu einem spannenden Thema.
    Warum Graben ?
    Graben geografisch gemeint ?
    Graben in den Köpfen ?
    Nutzen oder Schaden von Gräben ?
    Fragen, Fragen, Fragen und keine Antworten!

Alle Kommentare zeigen
  1. Maja Müller says:

    Ja, wenn man die 12.-grösste Stadt der Schweiz als “Land” bezeichnen möchte… Das soll wohl irgendwie lustig sein. Ist es aber nicht, denn das Thema wäre eigentlich wirklich interessant.

  2. Philipp Rittermann says:

    die leute auf dem land sind in der regel “geerdeter” und laufen nicht jedem kommerz-furz nach.

  3. Michael Huber says:

    Wegen dem bin ich auch an einer Initiative zur Fusion von Köniz und Ostermundigen mit der Stadt Bern.Weil Köniz und Ostermundigen zur Stadt Bern gehören wie das Münster.

    • Thomas Federlein says:

      Im Prinzip bin ich auch dieser Meinung, aber ich fürchte, dass dann ziemlich schnell die Reitschule geschlossen würde und auch sonst schnell einmal ein ziemlicher politischer Wandel in der Stadt einträte.

  4. HP says:

    Ziemlich fader Text zu einem spannenden Thema.
    Warum Graben ?
    Graben geografisch gemeint ?
    Graben in den Köpfen ?
    Nutzen oder Schaden von Gräben ?
    Fragen, Fragen, Fragen und keine Antworten!

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