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  • Schweissspuren auf einer Treppe.

  • Siesta.

  • Kann einem leicht umhauen: Hitzewelle.

  • Vergessen Sie nicht sich einzucremen.

  • Muss wohl zu hoch sein: Unbenutztes Sprungbrett.

  • Wie in der Sauna.

  • Angenehm: Laue Brise.

  • Müssen wohl alle in der Aare sein: Leere Wiese.

  • Rettet nicht vor Hitze: Rettungsring.

  • Letzte Hoffnung: Fast siedendes Aarewasser.

Kalt ist anders

Der Hauptstädter fasst sich heute kurz. Denn die momentane Hitzewelle würde Sie sowieso am konzentrierten Lesen hindern.

Haben wir ein Glück. Erst Mai und schon solch ein Traumwetter! Sie sind anderer Meinung? Ihnen ist es nicht heiss genug? Sie finden, eine Wollmütze ist kein adäquater Bestandteil eines luftigen Sommeroutfits? Dann lassen Sie mich Ihnen etwas über Qeqertat erzählen. Ein Dorf im Norden Grönlands, dessen 29 Einwohner ihre lauen Sommerabende derzeit bei -13° verbringen. Finden Sie es immer noch so schlimm, mit einem leichten Schal aus dem Haus gehen zu müssen?

Zudem sind die armen Leute aus Qeqertat doppelt gestraft, weil sie ironischwerweise direkt am Meer wohnen. Mal eben locker ins Meer springen liegt nicht drin – weil dieses noch gefroren ist. Wann wurden Sie das letzte Mal durch eine Eisschicht am Baden in der Aare gehindert? Wahrscheinlich schon lange nicht mehr. Die letzten dokumentierten Vorfälle reichen ins 18. Jahrhundert zurück.

Zugegeben, es ist ein etwas tristes Bild: All die grünen Wiesen unter frühsommerlich grauem Himmel – völlig leer. Die Cornets versauern in der Kühlbox und die Sonnenschirme sind bereits zusammengeklappt, obwohl die Temperaturen dazu noch gar keinen Anlass geben. Bademeister sind momentan wohl die einsamsten Menschen der Welt. Niemand da zum Retten. Dabei hat dieser Luxussommer tatsächlich gute Seiten. Sie können ihre Bierwampe gemütlich in den Herbst tragen und über die Figur, die zu Ihrem Bikini passt, müssen Sie sich nicht mehr den Kopf zerbrechen.

Und haben Sie es auch immer gehasst, nach dem Essen warten zu müssen, bis Sie wieder ins Wasser dürfen? Das Problem haben Sie jetzt nicht mehr. Oder wollen Sie etwa in die 10° kalte Aare steigen? Sie sind doch keine Robbe! Und wenn Sie eine wären, dann stünden die Chancen nicht schlecht, dass gerade einer der 29 Einwohner Qeqertats hinter Ihnen her ist. Finden Sie den Berner Sommer immer noch so widerlich?

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 24. Mai 2013

8 Kommentare

  1. Philipp Rittermann says:

    lieber herr erdmann. ihr zweck-optimismus in ehren, aber no way hierdurch meine wetterbedingte mieslaune aufzuheitern. frau m.b. hat treffenderweise den begriff “arschloch-frühling” geschaffen. und ich bin äusserst schlechten mutes dass sich dieser zu einem veritablen “schafseckel-sommer” entwickeln wird. eine kollege hat schon länger überlegt, sich einen hund anzuschaffen. angesichts des dauerregens hat er sich nun für eine forelle entschieden. die aktuelle wetterlage kann wirklich nur von hardcore-masochisten und vampiren gut geheissen werden. mir ist schon der bock an den rauchpausen vergangen…und das braucht schon einiges. einziger lichtblick ist meine nie versiegende quelle an flüssiger sonne in form feiner schottischer single-malts. ich ertränke ihn einfach, den arschloch-frühling.

    • Andreas says:

      Schade, lese ich Ihren Beitrag erst jetzt. Arschloch-Frühling und der Spruch mit der Forelle anstatt Hund, das ist ja köstlich!

  2. Philipp Rittermann says:

    und abschliessend zum thema das zitat eines rechtsanwaltes und svp-politikers: “ich seich in ofe!”

  3. irene feldmann says:

    lieber herr erdmann, schöner aufwand, schmales smile-resultat! sonnenstrahlen sind essentiel für die natur, welcher wir auch angehören…. längerers enthalten führt zu entzugserscheinungen, welche sich in diversen formen ausdrücken. ich selber wohne in einer zone, welche 30 grad fast standart ist, deshalb LEIDE ich nicht, doch erinnere ich mich gut an meine kindheit, ich liebte den regen, nur heute könnte ich ohne sonne und hitze nicht mehr NORMAL leben!! also hoffen wir das beste für die schweiz, möget ihr einen traumsommer erhalten, wünscht euch 🙂

  4. lara croft says:

    Ja, ist absolut ein Sch….wetter. Aber in der Badi rumplegeren war im Mai noch selten normal. Also haben wir doch einfach noch etwas Geduld.

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  1. Philipp Rittermann says:

    lieber herr erdmann. ihr zweck-optimismus in ehren, aber no way hierdurch meine wetterbedingte mieslaune aufzuheitern. frau m.b. hat treffenderweise den begriff “arschloch-frühling” geschaffen. und ich bin äusserst schlechten mutes dass sich dieser zu einem veritablen “schafseckel-sommer” entwickeln wird. eine kollege hat schon länger überlegt, sich einen hund anzuschaffen. angesichts des dauerregens hat er sich nun für eine forelle entschieden. die aktuelle wetterlage kann wirklich nur von hardcore-masochisten und vampiren gut geheissen werden. mir ist schon der bock an den rauchpausen vergangen…und das braucht schon einiges. einziger lichtblick ist meine nie versiegende quelle an flüssiger sonne in form feiner schottischer single-malts. ich ertränke ihn einfach, den arschloch-frühling.

    • Andreas says:

      Schade, lese ich Ihren Beitrag erst jetzt. Arschloch-Frühling und der Spruch mit der Forelle anstatt Hund, das ist ja köstlich!

  2. Philipp Rittermann says:

    und abschliessend zum thema das zitat eines rechtsanwaltes und svp-politikers: “ich seich in ofe!”

  3. irene feldmann says:

    lieber herr erdmann, schöner aufwand, schmales smile-resultat! sonnenstrahlen sind essentiel für die natur, welcher wir auch angehören…. längerers enthalten führt zu entzugserscheinungen, welche sich in diversen formen ausdrücken. ich selber wohne in einer zone, welche 30 grad fast standart ist, deshalb LEIDE ich nicht, doch erinnere ich mich gut an meine kindheit, ich liebte den regen, nur heute könnte ich ohne sonne und hitze nicht mehr NORMAL leben!! also hoffen wir das beste für die schweiz, möget ihr einen traumsommer erhalten, wünscht euch 🙂

  4. lara croft says:

    Ja, ist absolut ein Sch….wetter. Aber in der Badi rumplegeren war im Mai noch selten normal. Also haben wir doch einfach noch etwas Geduld.

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