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Der Berner Videobeweis

Bern, vielleicht doch nicht so sehr Stadt, wie es manchmal sein möchte? Mitnichten! Wir haben uns aufgemacht und treten den Videobeweis für das Gegenteil an.

Ganz klar, eine richtige Stadt hat eine richtige Hymne. Einen Blasmusik-Marsch oder ein beschauliches Volkslied gibt es für jedes Dorf. Nur Städte mit Streetcredibility werden aber von ihren Rappern, gestählt auf der harten Strasse, besungen. «S’Westside isch geil, wie de Weste augemein». Dem gibt es nichts hinzuzufügen. (Zudem: Sie sind neu in der Stadt, und kennen die Quartiere noch nicht so gut? Oder Sie wohnen schon eine Ewigkeit in Bern und wollen ihre Ortskenntnisse testen? Hier ist die Gelegenheit, Bern richtig kennenzulernen:)

Die Stadt, ein Schmelztiegel der Kulturen. Menschen mit ganz verschiedenen Hintergründen leben auf engstem Raum friedlich zusammen. Hautfarbe, Herkunft, alles verliert in der Stadt an Relevanz. Wie tolerant Bern auch gegenüber anderen Religionen ist, beweisen folgende Bilder:

Trotz aller gelebter Toleranz, jede Stadt hat ihre gefährlichen Ecken. Wie heiss das Pflaster in Bern werden kann, zeigen diese Aufnahmen. «I was planning going to Switzerland and now, I will cancel the trip as soon as possible», schreibt ein verängstigter Kommentator:

Pulsierendes Nachtleben, auch das macht eine Stadt aus. Während die öffentliche Diskussion den Mangel an berauschender Zerstreuung in der Hauptstadt beklagt, zeichnen diese Aufnahmen ein ganz anderes Bild der Partysituation in der Stadt. «Man sieht, es ist die totale Unterhaltung», wir geben dem Moderator des folgenden Beitrages recht:

Und zum Schluss: Jede richtige Stadt hat ihren Park, den man weit über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus kennt. Früher wars ein Graben, heute hausen die Bären in einem…Park. Und seine Bewohner sorgen für bestes Amüsement. Eine Stadt schläft eben nie, auch im Grünen gibt es kein Entkommen vor der Unterhaltung:

Christian Zellweger

Christian Zellweger geht seit 2010 unter den Lauben Berns und schaut, wer auch schaut.


Publiziert am 8. Mai 2013

23 Kommentare

  1. Philipp Rittermann says:

    ein lustiger artikel. ich mag bern so wie es ist, sehr-sehr provinziell, mit netten, ruhigen, höflichen leuten.

  2. irene feldmann says:

    charmante stadt mit viel persönlichkeit, IMMER einen besuch wert!!!

  3. michael klein says:

    meine paadyzeit habe ich in den 70igern auf dem hamburger kiez verbracht, daher sehe ich die stadt mit anderen augen als das ‘da was los sein muss’. als ich meinen ausweis verlängern musste, bekam ich den ersten kontakt zu dieser stadt. seitdem fahre ich gerne dort desöfteren hin, um in ruhe schoppern zu gehen, durch die innenstadt zu bummeln, mich einfach treiben zu lassen. das alles kann ich in zürich nicht. da wird man von busybusy gescheucht und für einen geruhsamen schaufensterbummel fehlt mir deutlich das nötige kleingeld.

  4. Fabio says:

    Bern ist herzig. Ich mag die Stadt, ich mag die Leute die darin wohnen soagr sehr. Aber es ist nun mal ein Kaff(Zürich ist ein Dorf) und in Käffer langweile ich mich sehr schnell einmal, wenn ich die 2 Strassen abgelaufen bin, die “pulsieren”. Das ist ja auch der Grund wieso soviele Berner Jugendliche den, mir unverständlichen, langen Weg in den Ausgang nach ZH nehmen, nur um “in” zu sein. Vondaher weiss ich grad nicht ob ich diesen Artikel belustigt zur kenntnis nehmen soll, oder nur über den, misslungenen, Versuch Bern grösser zu machen als es ist, zu lachen.

  5. Rinalto Rinaltini says:

    Und jetzt die gleiche Megaphon Aktion im Iran mit Christlichen Lieder in einer Mosche.

  6. Marlis says:

    Hoffe dass die ‘artistes’ die diese Bieridee mit dem Gebetsruf hatten auch die Muslime konsultiert haben, sonst wird noch ein Jihad gegen die Schweiz ausgerufen wegen Blasphemie-.
    Ich meine, wenn in Dubai am Zoll sogar das Kreuz im Schweizerpass überklebt wird ist das hier nun wirklich dicke Post. Weiss eigentlich nicht was man damit bezwecken wollte- .

  7. Ike Conix says:

    An Bern gefällt mir besonders, dass da die Radaranlagen so schnell sind, dass das hintere Kennzeichen bereits wieder in Zürich ist, bevor es “geblitzt” wird (frei nach Jeremias Gotthelf: “mit einem Ranzen, der schon beim Fenster ischt, wenn ds’Füdli erscht zur Türe hereinkommt”).

  8. David says:

    Was würde mit mir passieren, wenn ich christliche Gebetslautsprecher auf Moscheen in der Türkei montieren und laufen lassen würde?

  9. cornelius zuurbier says:

    nach 32 Jahre weg vom Fenster .Bern immer noch im Herzen, damals schon eine schoene Stadt und dass rechtige Mass nicht zu gross und sicher nicht zu klein, ueberschaubar und man fuelt sich zuhause , aus Spanien eine schoene Gruss

  10. Rob says:

    Haha, das ist ja wohl ein Witz. Bern hat nichts von einer Stadt: weder die Party, noch den Drive, noch die Events noch die Plätze, noch die Gewalt, etc. etc. Grund dafür ist dass die Berner einfach zu müde und langweilig sind um etwas zu unternehmen oder auf die Beine zu stellen, sei es nun etwas positives oder etwas negatives. Für alle die Salzsäule nicht im Blut haben: Kommt nicht auf die Idee hierherzuziehen. Ihr macht euch damit einen grossen Gefallen (ich wäre froh mir hätte das danals jemand gesagt)!

    • Anh Toan says:

      Bern ist das grösste Dorf der Schweiz. Bern ist laaaangsaaaaaam! Casablanca tönt doch besser als Bümpliz! Tous les fille du Bärengraben sang einst Stephan Eicher. Bälpmoos spick my furt vo hie, mir isch’s glych wenn und wie!

      Du Mueti, hetts änet em Gurte au Lüüt? Mir weih nit grüble! Aus Bern sieht man in der Ferne die Berge, die stolz und ehrenhaft trotz bieten, dem Wandel der Zeiten, dem Wandel der Menschen (Frei nach Gotthelf).

      Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob Zürich West (Bern) oder Zürich Ost (St. Gallen) schlimmer sind!

      Bin kein Zürcher, aber die einzige Stadt in der Deutschweiz ist Zürich!

      The only thing that’s good about being born in a small town: You know you have to go away (Andy Warhol, geboren in Pittsburgh PA)

    • Daniel Stanislaus Martel says:

      @Christian Zellweger
      Die typischen Standpunkte desjenigen, dem das Leid im Lenz des Leben erspart blieb…

      @Rob
      Gratulation! Du bringst die Sache auf den Punkt!!
      Ich habe meine ersten 20 Schicksalsjahre in diesem verschlafenen Regionalhauptort verloren. 1983 durfte ich in die Hauptstadt der Schweiz, Züri, emigrieren, wobei mir ihre damalige Ausgabe nach dem Bilde Zwinglis (einschl. Schlieren, Dörfli, Kreis Cheib, Trambaustellen und ferne Nachschockwellen der Züricher Unruhen) schon wie der New Yorker Broadway vorkamen.
      Ab 1989 war es dann die Genève Internationale… damals die einzige lebenswerte Stadt der Schweiz….
      Jetzt lebe und arbeite ich in Kabul… ein spannender Ort, wo Du alles, was Du vermisst, mühelos fändest…

  11. Alex says:

    Hahaha. Bern mag eine überaus gewalttätige Stadt sein, aber was sich die Person im Riot-Video erlaubt, ist so heftig, dass es sicher nicht in der Schweiz, geschweige denn in Bern, geschehen konnte. Scheint sich eher in Grossbritanien abgespielt zu haben.

  12. Theodor Eimel says:

    Bern ist nicht Hauptstadt, sondern Bundesstadt der Schweiz. Das hatte die Hauptstadtfrage von 1848 so ergeben.

    • Joel says:

      Noch so ein Schlaumeier. Wenn Sie den Inhalt des Blogs lesen würden, wüssten Sie, dass dies den Autoren und auch allen Lesern voll und ganz bewusst ist.

  13. Daniel says:

    Bern ist wunderschön und so gerne ich dort bin, aber ich würde den See vermissen so wie in Zürich und Luzern!

  14. Hans aus Bern says:

    “London riots now in Bern / Switzerland”. Schade. Der Witz wäre perfekt, wäre dieses Filmchen tatsächlich in Bern gedreht worden. Leider trifft dies nicht zu. Soll mir bitte jemand die betonierte Strasse mit Bruchstellen und die englischen Häuser mit Erker und schwülstigen weissen Festerrahmen zeigen kommen…..

  15. Margrit Klaus says:

    Ich habe Bern erst im “höheren Alter” schätzen gelernt – als Kind fand ich die Stadt und deren Einwohner elend bünzlig – heutzutags hab ich Bärn gärn, im Gegensatz zum kältesten unfreundlichsten Fleck Erde (= Stadt Zürich)

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  1. Philipp Rittermann says:

    ein lustiger artikel. ich mag bern so wie es ist, sehr-sehr provinziell, mit netten, ruhigen, höflichen leuten.

  2. irene feldmann says:

    charmante stadt mit viel persönlichkeit, IMMER einen besuch wert!!!

  3. michael klein says:

    meine paadyzeit habe ich in den 70igern auf dem hamburger kiez verbracht, daher sehe ich die stadt mit anderen augen als das ‘da was los sein muss’. als ich meinen ausweis verlängern musste, bekam ich den ersten kontakt zu dieser stadt. seitdem fahre ich gerne dort desöfteren hin, um in ruhe schoppern zu gehen, durch die innenstadt zu bummeln, mich einfach treiben zu lassen. das alles kann ich in zürich nicht. da wird man von busybusy gescheucht und für einen geruhsamen schaufensterbummel fehlt mir deutlich das nötige kleingeld.

  4. Fabio says:

    Bern ist herzig. Ich mag die Stadt, ich mag die Leute die darin wohnen soagr sehr. Aber es ist nun mal ein Kaff(Zürich ist ein Dorf) und in Käffer langweile ich mich sehr schnell einmal, wenn ich die 2 Strassen abgelaufen bin, die “pulsieren”. Das ist ja auch der Grund wieso soviele Berner Jugendliche den, mir unverständlichen, langen Weg in den Ausgang nach ZH nehmen, nur um “in” zu sein. Vondaher weiss ich grad nicht ob ich diesen Artikel belustigt zur kenntnis nehmen soll, oder nur über den, misslungenen, Versuch Bern grösser zu machen als es ist, zu lachen.

  5. Rinalto Rinaltini says:

    Und jetzt die gleiche Megaphon Aktion im Iran mit Christlichen Lieder in einer Mosche.

  6. Marlis says:

    Hoffe dass die ‘artistes’ die diese Bieridee mit dem Gebetsruf hatten auch die Muslime konsultiert haben, sonst wird noch ein Jihad gegen die Schweiz ausgerufen wegen Blasphemie-.
    Ich meine, wenn in Dubai am Zoll sogar das Kreuz im Schweizerpass überklebt wird ist das hier nun wirklich dicke Post. Weiss eigentlich nicht was man damit bezwecken wollte- .

  7. Ike Conix says:

    An Bern gefällt mir besonders, dass da die Radaranlagen so schnell sind, dass das hintere Kennzeichen bereits wieder in Zürich ist, bevor es “geblitzt” wird (frei nach Jeremias Gotthelf: “mit einem Ranzen, der schon beim Fenster ischt, wenn ds’Füdli erscht zur Türe hereinkommt”).

  8. David says:

    Was würde mit mir passieren, wenn ich christliche Gebetslautsprecher auf Moscheen in der Türkei montieren und laufen lassen würde?

  9. cornelius zuurbier says:

    nach 32 Jahre weg vom Fenster .Bern immer noch im Herzen, damals schon eine schoene Stadt und dass rechtige Mass nicht zu gross und sicher nicht zu klein, ueberschaubar und man fuelt sich zuhause , aus Spanien eine schoene Gruss

  10. Rob says:

    Haha, das ist ja wohl ein Witz. Bern hat nichts von einer Stadt: weder die Party, noch den Drive, noch die Events noch die Plätze, noch die Gewalt, etc. etc. Grund dafür ist dass die Berner einfach zu müde und langweilig sind um etwas zu unternehmen oder auf die Beine zu stellen, sei es nun etwas positives oder etwas negatives. Für alle die Salzsäule nicht im Blut haben: Kommt nicht auf die Idee hierherzuziehen. Ihr macht euch damit einen grossen Gefallen (ich wäre froh mir hätte das danals jemand gesagt)!

    • Anh Toan says:

      Bern ist das grösste Dorf der Schweiz. Bern ist laaaangsaaaaaam! Casablanca tönt doch besser als Bümpliz! Tous les fille du Bärengraben sang einst Stephan Eicher. Bälpmoos spick my furt vo hie, mir isch’s glych wenn und wie!

      Du Mueti, hetts änet em Gurte au Lüüt? Mir weih nit grüble! Aus Bern sieht man in der Ferne die Berge, die stolz und ehrenhaft trotz bieten, dem Wandel der Zeiten, dem Wandel der Menschen (Frei nach Gotthelf).

      Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob Zürich West (Bern) oder Zürich Ost (St. Gallen) schlimmer sind!

      Bin kein Zürcher, aber die einzige Stadt in der Deutschweiz ist Zürich!

      The only thing that’s good about being born in a small town: You know you have to go away (Andy Warhol, geboren in Pittsburgh PA)

    • Daniel Stanislaus Martel says:

      @Christian Zellweger
      Die typischen Standpunkte desjenigen, dem das Leid im Lenz des Leben erspart blieb…

      @Rob
      Gratulation! Du bringst die Sache auf den Punkt!!
      Ich habe meine ersten 20 Schicksalsjahre in diesem verschlafenen Regionalhauptort verloren. 1983 durfte ich in die Hauptstadt der Schweiz, Züri, emigrieren, wobei mir ihre damalige Ausgabe nach dem Bilde Zwinglis (einschl. Schlieren, Dörfli, Kreis Cheib, Trambaustellen und ferne Nachschockwellen der Züricher Unruhen) schon wie der New Yorker Broadway vorkamen.
      Ab 1989 war es dann die Genève Internationale… damals die einzige lebenswerte Stadt der Schweiz….
      Jetzt lebe und arbeite ich in Kabul… ein spannender Ort, wo Du alles, was Du vermisst, mühelos fändest…

  11. Alex says:

    Hahaha. Bern mag eine überaus gewalttätige Stadt sein, aber was sich die Person im Riot-Video erlaubt, ist so heftig, dass es sicher nicht in der Schweiz, geschweige denn in Bern, geschehen konnte. Scheint sich eher in Grossbritanien abgespielt zu haben.

  12. Theodor Eimel says:

    Bern ist nicht Hauptstadt, sondern Bundesstadt der Schweiz. Das hatte die Hauptstadtfrage von 1848 so ergeben.

    • Joel says:

      Noch so ein Schlaumeier. Wenn Sie den Inhalt des Blogs lesen würden, wüssten Sie, dass dies den Autoren und auch allen Lesern voll und ganz bewusst ist.

  13. Daniel says:

    Bern ist wunderschön und so gerne ich dort bin, aber ich würde den See vermissen so wie in Zürich und Luzern!

  14. Hans aus Bern says:

    “London riots now in Bern / Switzerland”. Schade. Der Witz wäre perfekt, wäre dieses Filmchen tatsächlich in Bern gedreht worden. Leider trifft dies nicht zu. Soll mir bitte jemand die betonierte Strasse mit Bruchstellen und die englischen Häuser mit Erker und schwülstigen weissen Festerrahmen zeigen kommen…..

  15. Margrit Klaus says:

    Ich habe Bern erst im “höheren Alter” schätzen gelernt – als Kind fand ich die Stadt und deren Einwohner elend bünzlig – heutzutags hab ich Bärn gärn, im Gegensatz zum kältesten unfreundlichsten Fleck Erde (= Stadt Zürich)

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