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Frittenbuden (Teil 6): Altes Tramdepot

Was macht der Ausflügler, wenn er einen Hungerast erleidet? Er taumelt auf die Terrasse des alten Tramdepots – und bestellt eine Portion Pommes. Wir machens ihm nach.

Unesco-Welterbe, Aare, Bundeshaus, Höhenreitereien (Muristalden, Rosengarten, Gurten), Bärenpark: Ja, da kann der Bern-Tourist schon mal hungrig werden – und einen Ast erleiden. Da darf man schon mal loben, dass zeitweise bereits Frühling ist und die Terrasse des Alten Tramdepots zum Imbiss lädt. Denn von dort ist die Sicht auf die Berner Altstadt ziemlich gut, wie man ohne zu untertreiben sagen darf.

Normalerweise ist man ja wegen dem Bier da, jedenfalls nicht wegen der Menge an Gästen, die bei den ersten Sonnenstrahlen die Terrasse stürmt. Und normalerweise kehrt man auch nicht wegen den Pommes Frites ein, die hier auf der Terrasse dargebracht werden – mitsamt einer Flasche Ketchup. Denn die frittierten Kartoffelstäbe sind einigermassen pampig, was nicht weiter schlimm ist, erfüllen sie doch den Zweck einer raschen Nahrungsaufnahme blendend, bevor man gestärkt wieder weitersteigt, Richtung irgendwo.

Kurz, im Alten Tramdepot haben die Pommes Frites die schnöde, nicht zu unterschätzende Funktion von Fast Food – zumal bei dringendem Nahrungsbedarf. Doch nächstes Mal, nächstes Mal will ich hier wieder einmal das Lied auf echte, handgemachte Fritten singen. Versprochen.

Benedikt Sartorius

Benedikt Sartorius lebt seit dem Transfer aus dem Oberland in Bern und hat seit einiger Zeit Frieden mit der Stadt geschlossen. Eine gewisse Neigung zum Sandstein- und Laubenallergiker ist aber immer noch spürbar.


Publiziert am 25. März 2013

5 Kommentare

  1. marie says:

    dummerweise gibt es bei uns in der cantine die besten fritten berns! das heisst für mich, einmal die woche standhaft bleiben – aber manchmal geht es einfach nicht und gebe meiner schwäche nach.

  2. Andreas says:

    Leider hat das Tramdepot noch nie durch freundlichen Service und gutes Essen auf dich aufmerksam gemacht. Schade, werden hier Einheimische und Gäste über den Tisch gezogen.

  3. Philipp Rittermann says:

    mir ist der artikel viel zu unkritisch. “pampige” pommes sind ein graus. sowas isst man nicht. ich würde die “nahrungsaufnahme” hier verweigern; drei grosse sind hier sicher die bessere alternative. herr sartorius, bitte, ein wenig klasse muss schon sein – auch bei fritten!

    • marie says:

      beim alten tramdepot schaut man in bern immer grosszügig über die (me nicht gerade guten) qualität hinweg – warum weiss ich auch nicht. ich meide den “schuppen”, aber stimmt schon, die aussicht ist es wert, sich dort ab und an ein bierchen zu genehmigen.

  4. michael klein says:

    was soll den an handgemachten fritten besser sein ? auch diese pommes wurden per hand zubereitet. wie bei allem essen, beginnt die qualität mit der ware. dann kommt es auf die zubereitung an. und letztenendes auf das sahnehäubchen, sprich ketchup undoder majo. da kann man soviel falsch machen, auch wenn es sich ‘nur’ un fastfood machen.

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  1. marie says:

    dummerweise gibt es bei uns in der cantine die besten fritten berns! das heisst für mich, einmal die woche standhaft bleiben – aber manchmal geht es einfach nicht und gebe meiner schwäche nach.

  2. Andreas says:

    Leider hat das Tramdepot noch nie durch freundlichen Service und gutes Essen auf dich aufmerksam gemacht. Schade, werden hier Einheimische und Gäste über den Tisch gezogen.

  3. Philipp Rittermann says:

    mir ist der artikel viel zu unkritisch. “pampige” pommes sind ein graus. sowas isst man nicht. ich würde die “nahrungsaufnahme” hier verweigern; drei grosse sind hier sicher die bessere alternative. herr sartorius, bitte, ein wenig klasse muss schon sein – auch bei fritten!

    • marie says:

      beim alten tramdepot schaut man in bern immer grosszügig über die (me nicht gerade guten) qualität hinweg – warum weiss ich auch nicht. ich meide den “schuppen”, aber stimmt schon, die aussicht ist es wert, sich dort ab und an ein bierchen zu genehmigen.

  4. michael klein says:

    was soll den an handgemachten fritten besser sein ? auch diese pommes wurden per hand zubereitet. wie bei allem essen, beginnt die qualität mit der ware. dann kommt es auf die zubereitung an. und letztenendes auf das sahnehäubchen, sprich ketchup undoder majo. da kann man soviel falsch machen, auch wenn es sich ‘nur’ un fastfood machen.

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