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Brexit, Schwexit, Schmexit

Leiden Sie auch unter der Sucht, bei jedem Rücktritt, Austritt und plötzlichen Tod ein -exit anzuhängen? Wir helfen Ihnen da raus.

Brexit! England raus aus der EU! Schwexit! Schweiz raus aus der EM! Kommt jetzt der Frexit?
Welt, wir müssen reden. Die Exit-Manie, die nimmt langsam aber sicher überhand. Da gibt es nur eines: Wir müssen das aus unserem System rauskriegen. Alle inneren Exits rauslassen, um uns dann, geläutert und gereinigt, neue schlechte Wortspiele einfallen zu lassen. Fühlen Sie sich frei, die folgenden Ausdrücke für Ihre Demo-Transparente, Schlagzeilen oder Post-it-Notizen an die bessere Hälfte zu verwenden. Los gehts.

Krexit! Krähen raus aus dem Berner Bahnhof. Die legen auch alles lahm.

YBexit! YB raus aus dem Rennen um die Meisterschaft. Jede. Verdammte. Saison.

Imexit! Mario Imhof raus aus dem Stadtrat. Im-Exit suggeriert auch schön, dass das nur temporär ist – schliesslich will das FDP-Urgestein wieder antreten.

Polexit! Polizisten raus aus der Reitschule. Gerüchtweise haben die einen oder anderen Jungs in Blau Hausverbot.

Fischstäblexit! Fischstäbli raus aus dem Backofen. Echt jetzt, verbranntes Zeugs ist krebserregend.

Sexit! Raus aus der Beziehung. Obwohl, naja, die Beziehung ist ja nicht Voraussetzung.

Aarexit! Badende raus aus der Aare. 15 Grad sind viel zu kalt.

Soo. Fühlt sich gut an, nicht? Jetzt fehlt nur noch der Exexit: Exit raus aus der Sprache!

Gianna Blum

Gianna Blum hat 2006 das Land- gegen das Stadtleben eingetauscht und sucht immer noch nach dem Unterschied. Für Hinweise ist sie dankbar.


Publiziert am 30. Juni 2016

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