schliessen

Gefährliche Strassen

Wie nervig sind eigentlich Berns Strassen? Die Sicherheits-Studie der Kantonspolizei gibt Auskunft.

Die Berner Polizei leistet saubere Arbeit. So steht es zumindest in einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie. Darin ist auch zu lesen, dass die Bevölkerung überwiegend happy ist mit der kantonalen Polizeiarbeit. Dieses Lob haben sich die Beamten redlich verdient. Denken wir doch nur an die ganzen Hausbesuche, die sie in den vergangenen Jahren geleistet haben. Neben Lobeshymnen auf die Gesetzeshüter zeigt die Studie aber auch, wovor sich die Bevölkerung fürchtet. Ganz interessant ist die Tabelle 62. Dort werden die Studienteilnehmer mit der Frage konfrontiert, was sie auf der Strasse stört. Doch sehen Sie selbst:
Stat

«Vandalismus» steht einsam an erster Stelle. Wie Manuel Willi, Chef der Regionalpolizei Bern, in einem Interview erklärte, sind Graffitis das prominenteste Beispiel von Vandalismus. Sprühereien nerven laut Studie also beinahe dreimal so fest wie «gefährliche Situationen im Strassenverkehr». Das muss man sich einmal vorstellen. Das gehen Sie nichts Böses ahnend Ihres Weges und bemerken plötzlich, dass ein Lastwagen wegen einem in Sekundenschlaf gefallenen Fahrer direkt auf Sie zusteuert. Das ist natürlich blöd, werden Sie jetzt denken, aber beinahe dreimal schlimmer ist diese unsägliche Schmiererei, die da jemand an der Hauswand angebracht hat.

Etwas weniger schlimm als Graffitis, aber immer noch sehr störend sind «Drogenabhängige». Ohne Sie jetzt unnötig verunsichern zu wollen, werfen wir mal die Frage in die Runde, ob es wohl sowas wie Junkiesprayer gibt. Schon nur die Vorstellung lässt einen erschaudern. Da lässt man sich ja lieber noch vom Laster überfahren, vorausgesetzt der Chauffeur kam nicht durch Drogenkonsum vom rechten Weg ab.

Irgendwo zwischen Auffahr-Karambolage und Überdosis nerven «Jugendliche auf der Strasse» ziemlich stark. Was davon zu halten ist, ist schwierig zu sagen. Die Beschreibung ist relativ schwammig. Also stehen die Jugendliche wirklich auf der Strasse, dort wo sonst zum Beispiel Lastwagen fahren? Ist das etwas, das die Jugend von heute macht? Hat das was mit Drogen zu tun? Egal, denn es gibt ja auch noch das Littering-Problem. Laut Studie eine sehr störende Sache. Die Befragten dachten da wohl vor allem an leere Spraydosen und gebrauchtes Spritzbesteck. Wie sollen sich zum Beispiel Lastwagenfahrer bei dem ganzen Müll noch auf die Strasse konzentrieren können, wenn da doch sowieso schon die ganzen Jugendlichen herumstehen?

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 4. März 2016

Schlagworte

7 Kommentare

  1. Lehmann says:

    Herr Erdmann sollte sich besser in der Kolumne der Satiriker aufhalten, bevor in ein versprayter mit Drogen gefüllter von Jugendlichen gesteuerter LKW überrollt.
    Meinungsfreiheit.

    • Martin Erdmann says:

      Ach Mäge, meinst du wir sehen nicht, dass dein Kommentar von der selben IP-Adresse kommt, wie jene von Jend.hans@gmail.ch? Aber tob dich hier ruhig noch etwas aus, hoffentlich fühlst du dich danach besser.

    • Malena says:

      Sehr aufschlussreich, Herr Erdmann. Sie prüfen also die Kommentare zu Ihrem Artikel gleich selbst. Entscheiden Sie auch, welche Kommentare publiziert werden und welche nicht? Und legen Sie jetzt meine IP-Adresse in einer Fiche ab, weil ich kritische Fragen stelle? Gesinnungspolizeiliche Methoden, da sollten Sie doch eigentlich dagegen sein…

Alle Kommentare zeigen
  1. Lehmann says:

    Herr Erdmann sollte sich besser in der Kolumne der Satiriker aufhalten, bevor in ein versprayter mit Drogen gefüllter von Jugendlichen gesteuerter LKW überrollt.
    Meinungsfreiheit.

    • Martin Erdmann says:

      Ach Mäge, meinst du wir sehen nicht, dass dein Kommentar von der selben IP-Adresse kommt, wie jene von Jend.hans@gmail.ch? Aber tob dich hier ruhig noch etwas aus, hoffentlich fühlst du dich danach besser.

    • Malena says:

      Sehr aufschlussreich, Herr Erdmann. Sie prüfen also die Kommentare zu Ihrem Artikel gleich selbst. Entscheiden Sie auch, welche Kommentare publiziert werden und welche nicht? Und legen Sie jetzt meine IP-Adresse in einer Fiche ab, weil ich kritische Fragen stelle? Gesinnungspolizeiliche Methoden, da sollten Sie doch eigentlich dagegen sein…

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.