schliessen

Die Unwählbaren

Was ist da bloss bei der SVP los? Die sind doch alle völlig vom Kurs abgekommen! Ein Aufschrei.

Endlich ist er weg! Dieser Stefan Hofer war doch bei näherer Betrachtung ein richtiger Abtrünniger. Zum Glück ist die SVP-Parteileitung doch noch zur Vernunft gekommen und hat ihn gerade noch rechtzeitig in die Wüste geschickt. Es bleibt ein Rätsel, wie es ein Typ wie dieser Hofer überhaupt auf die Kandidatenliste schaffen konnte, weil sein bisheriges Schaffen liegt so überhaupt nicht auf der Parteilinie. Orientieren wir uns an den Fakten: Als ehemaliger Bordellbetreiber leitete er ein Unternehmen mit bedenklich hoher Frauenquote, das den engen Austausch von Menschen verschiedener Länder förderte. Mit solchen feministischen Multikulti-Geschäftsmodellen ist bei der SVP einfach nicht zu punkten. Doch das ist längst nicht alles! Da sorgt er doch tatsächlich dafür, dass Sozialhilfebezüger ein Dach über dem Kopf haben. Was meint er denn, wer er ist? Pfarrer Sieber? Absolut unwählbar, der Kerl! Und dann auch noch sein Beruf! Pilot! Um politischer Überflieger zu werden, hat er den Kopf einfach zu oft in den Wolken. Das passt nicht zur SVP. Pilot ist doch ein völlig abgehobener Beruf. Da ist nichts mit Bodenständigkeit. Und mit einem Flugzeug lässt sich weder ein Acker pflügen, noch vor dem Bundeshaus demonstrieren.

Und wenn wir schon dabei sind: Kennen Sie diesen Schildger? Der macht irgendetwas mit Tieren. Aber nicht etwa nur mit guten schweizerischen Tieren. Nein, auch so ausländischen. Keine Ahnung, was die hier wollen. Haben wohl in ihrer Heimat zu wenig Futter abgekriegt und essen nun unseren heimischen Arten den Trog leer! Wissen Sie, dieses Dählhölzli ist ja eigentlich nichts anderes als ein Aslyheim für Futterflüchtlinge. Und dessen Leiter soll nun tatsächlich für unsere SVP in den Gemeinderat? Wir haben ja mal in diesem Internet etwas recherchiert. Sie werden nicht glauben, auf was wir da gestossen sind. Dieser Schildger ist Co-Autor eines Buchs, das sich ganz und gar der Embryologie der Delfine widmet. Solange Flipper nicht in der Aare Bälle auf seiner Schnauze balanciert, haben uns Delfine jetzt wirklich nicht zu kümmern. Schildger soll mal lieber Bücher zur Rindergeburtshilfe schreiben gehen.

Wer ist da noch? Ach ja, der andere Hofer. Der Jimy ist auch so ein Abgehobener. Helikopterpilot! Na gut, da kann er wenigsten löschen helfen, wenn einmal der Wald brennt. Gelöscht hat er die längste Zeit aber nur den Durst anderer Menschen. Deswegen ist er wohl auch so traurig darüber, dass in der Matte alle Kulturschuppen dicht machen. Da findet er bei der SVP aber keine Schulter zum ausheulen. Kultur interessiert da niemanden. Ausser Kulturland natürlich. Vergessen wir Rudolf Friedli nicht. Als Gemeinderat würde er wohl als Erstes dem Kinderparlament den Riegel schieben, weil dort unseren Kleinen mit Bolschewismus das Gehirn gewaschen kriegen. Damit wäre unserem Land bestimmt gedient. Doch Obacht: Damit würde er sich in die Kindererziehung einmischen. Das traditionelle Familienmodell sieht jedoch vor, dass Kindererziehung Frauenkram bleibt. Wozu wird unsere Gesellschaft denn erst verkommen, wenn Friedli im Amt sitzt? Männer wechseln Windeln, Frauen gehen arbeiten? Nicht mit unseren Stimmen!

Zum Glück haben wir noch den Erich.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 11. Februar 2016

Schlagworte

2 Kommentare

  1. René Edward Knupfer says:

    Politik ist normalerweise der Inbegriff von Humorlosigkeit. Die Sünnelipartei liefert den Beweis, dass es auch anders geht. Mit ihrer Ulk-Kandidatur “Hofer-Puff und Hofer-Töff” für den Gemeinderat hat die SVP der Stadt Bern jedenfalls einen echten Brüller gelandet. Schenkelklopfer-Humor vom Feinsten! – Spass muss sein! Möge also die “Partei des Volches” auch weiterhin für gepflegtes politisches Cabaret in der Bundesstadt sorgen.

  2. Mike La Bouche says:

    Sorry, ganz gelesen habe ich den Artikel nicht. Asche über mein Haupt! Ich kam nur deshalb nicht zum Schluss, weil ich plötzlich einen Geistesblitz hatte und bemerkte, es könnte doch sein, dass die SVP von unerschrockenen Eidgenossen unterwandert wird! Abgebrühte Bande lässt sich unterwandern! PR vom Feinsten…

Alle Kommentare zeigen
  1. René Edward Knupfer says:

    Politik ist normalerweise der Inbegriff von Humorlosigkeit. Die Sünnelipartei liefert den Beweis, dass es auch anders geht. Mit ihrer Ulk-Kandidatur “Hofer-Puff und Hofer-Töff” für den Gemeinderat hat die SVP der Stadt Bern jedenfalls einen echten Brüller gelandet. Schenkelklopfer-Humor vom Feinsten! – Spass muss sein! Möge also die “Partei des Volches” auch weiterhin für gepflegtes politisches Cabaret in der Bundesstadt sorgen.

  2. Mike La Bouche says:

    Sorry, ganz gelesen habe ich den Artikel nicht. Asche über mein Haupt! Ich kam nur deshalb nicht zum Schluss, weil ich plötzlich einen Geistesblitz hatte und bemerkte, es könnte doch sein, dass die SVP von unerschrockenen Eidgenossen unterwandert wird! Abgebrühte Bande lässt sich unterwandern! PR vom Feinsten…

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.