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Bauernstadt Bern

Wird Bern zur Bauernstadt? Erschreckende Zahlen lassen aufhorchen.

Das wird Sie nun überraschen, aber sie sind unter uns! Auf städtischem Boden gibt es tatsächlich ganze 38 Bauernbetriebe, die insgesamt 260 Personen beschäftigen und 1195 Rindviechern ein Zuhause geben. So steht es im statistischen Jahrbuch der Stadt Bern geschrieben. Man hört ja dann und wann von umgekehrten Fällen, dass Städter zwecks gesellschaftlichem Ausstieg aufs Land ziehen und dort zwecks Selbstversorgung irgendwelche Gemüsebeete beackern. Was würde es nun aber bedeuten, wenn die Landbevölkerung plötzlich vermehrt städtischen Boden besiedeln würde? Natürlich, die Anreisezeit der SCB-Saisonkartenbesitzer würden massiv gesenkt werden, während die Umsätze der städtischen Subaru-Vertretungen massiv ansteigen.

Selbstverständlich ist damit zu rechnen, dass sich das öffentliche Leben ändern wird, wenn Landwirte den Weg über den Stadt-Land-Graben finden. Wenn eine Traktorkollone wieder einmal den Verkehr zum Erliegen bringt und Sie den Grund dafür in einer Bauern-Demonstration vermuten, dann liegen Sie falsch. So wird dann einfach die normale Rush Hour aussehen. Im Stade de Suisse wird wohl wieder Naturrasen eingesetzt, damit die Fläche an spielfreien Tagen als Weideland genutzt werden kann. Vermutlich werden darauf aber auch völlig ausverkaufte Konzerte von Lynyrd Skynyrd oder Kid Rock stattfinden.

Doch wie würde die urbane Bevölkerung auf diesen Wandel reagieren? Natürlich wird es jene Bewohner geben, die sich strikt dagegen wehren, goldene Kühe auf ihre Gürtel schlagen zu lassen und ihre selbstgedrehten Kippen niemals gegen ordentliche Stumpen eintauschen würden. Aber prinzipiell dürfte ein Bauernaufstand auf städtischem Boden offene Türen einrennen. Schliesslich zeigen Trends wie das Urban Gardening, dass sich so mancher Städter etwas mehr Ruralität in seinem Leben wünschen würde. Der nächste logische Schritt wäre dann eben das Urban Farming. Anstatt Tomaten auf dem Balkon hält man dann eben ein paar Säue auf dem Parkplatz vor dem Haus.

Es wäre wohl bloss eine Frage der Zeit, bis Migros und Coop durch Landi verdrängt würde. Das dürfte für viele Neo-Landeier zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein. Doch schnell werden diese merken, dass zum Beispiel das Landi-Wetter-App sogar noch etwas genauer meteorologische Ereignisse vorhersagen kann, als die urbane Wetterstation Schiffts zBärn? Die städtische Landjugend wird zudem schnell dahinter kommen, dass es im Landi Bier gibt, das sogar noch billiger ist, als die Billigvarianten von Coop oder Denner. Dadurch wird indirekt Geld gespart, wenn man sich vor der nächsten Stubete etwas Mut antrinkt, um dann ein hübsches Trachtenmädchen zum Tanz aufzufordern. Nach einem Jahr Landi-Bier dürfte genug Geld auf die Seite gelegt worden sein, um den Jahresbeitrag des lokalen Schützenvereins bezahlen zu können.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 23. November 2015

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6 Kommentare

  1. Kathrin says:

    Irgendwie scheinen Herr Erdmann die Ideen auszugehen. Dieser Text hat leider überhaupt keinen Wert.

  2. Magda Steiner says:

    Ein selten dümmlicher Blog – kann nur aus der Sicht eines unwissenden Städters stammen. Ja, es gibt 38 Bauernbetriebe in der Stadt Bern und ja, es ist eine Tatsache, dass ca. 1/3 der Fläche des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt wird. Und ja, viele dieser Betriebe existieren bereits seit Jahrhunderten. Es könnte sogar sein, dass Herr Erdmann auch schon unwissentlich Produkte aus diesen Betrieben gekauft hat, um seinen Hunger oder seine kulinarischen Gelüste zu stillen.

  3. Philippe Schnyder says:

    Also bis zum Subaru SCB Witz wars ja noch recht lustig. Wobei, nach mehrmaligem Durchlesen, ist der Rest auch ganz spassig. Nehmt das doch alles ein bisschen gelassener. Man könnte den Text auch spielend einfach um 180 Grad verdreht schreiben. Neulich im Globus Delicatessa habe ich mir für 9.99 einen Liter Fiji Wasser zu Gemüte geführt…

  4. Doria Gray says:

    Vielleicht werden bald ein paar Dorfbrauereien und Hofläden die kulinarische Vielfalt Berns vergrössern helfen. Wer seinen Kindern Kühe zeigen oder das Prinzip der Fruchtfolge erklären will, muss nicht erst stundenlang Postauto fahren.
    Ich freue mich auf jeden Fall über die 38 Bauernbetriebe und über alle, die in der Stadt Schafe und Bienen halten und Gemüse anbauen. Die Stadt Bern darf von mir aus gerne noch etwas ländlicher werden.

  5. Silvan Müller says:

    Ach Herr Erdmann, was wäre dieser Blog nur ohne ihre “mehrwertlosen” Texte.

    Anbei: Nicht zu vergessen, dass “Bern rollt” im Falle einer Ruralisierung, das Angebot um Töfflis (Sachs, gegen Aufpreis auch Puch Maxi) erweitern würde.

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  1. Kathrin says:

    Irgendwie scheinen Herr Erdmann die Ideen auszugehen. Dieser Text hat leider überhaupt keinen Wert.

  2. Magda Steiner says:

    Ein selten dümmlicher Blog – kann nur aus der Sicht eines unwissenden Städters stammen. Ja, es gibt 38 Bauernbetriebe in der Stadt Bern und ja, es ist eine Tatsache, dass ca. 1/3 der Fläche des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt wird. Und ja, viele dieser Betriebe existieren bereits seit Jahrhunderten. Es könnte sogar sein, dass Herr Erdmann auch schon unwissentlich Produkte aus diesen Betrieben gekauft hat, um seinen Hunger oder seine kulinarischen Gelüste zu stillen.

  3. Philippe Schnyder says:

    Also bis zum Subaru SCB Witz wars ja noch recht lustig. Wobei, nach mehrmaligem Durchlesen, ist der Rest auch ganz spassig. Nehmt das doch alles ein bisschen gelassener. Man könnte den Text auch spielend einfach um 180 Grad verdreht schreiben. Neulich im Globus Delicatessa habe ich mir für 9.99 einen Liter Fiji Wasser zu Gemüte geführt…

  4. Doria Gray says:

    Vielleicht werden bald ein paar Dorfbrauereien und Hofläden die kulinarische Vielfalt Berns vergrössern helfen. Wer seinen Kindern Kühe zeigen oder das Prinzip der Fruchtfolge erklären will, muss nicht erst stundenlang Postauto fahren.
    Ich freue mich auf jeden Fall über die 38 Bauernbetriebe und über alle, die in der Stadt Schafe und Bienen halten und Gemüse anbauen. Die Stadt Bern darf von mir aus gerne noch etwas ländlicher werden.

  5. Silvan Müller says:

    Ach Herr Erdmann, was wäre dieser Blog nur ohne ihre “mehrwertlosen” Texte.

    Anbei: Nicht zu vergessen, dass “Bern rollt” im Falle einer Ruralisierung, das Angebot um Töfflis (Sachs, gegen Aufpreis auch Puch Maxi) erweitern würde.

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