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Zeitfenster (6): Unterwegs an der Aare

Für die sechste Folge der Zeitfenster-Serie waren wir in der Matte unterwegs.


(Bilder: Staatsarchiv, FN Fotograf E G 9/zec)
Wir marschieren den Nydegg-Stalden hinunter in die Matte und blicken über die Untertorbrücke. Das ältere Bild ist zwischen 1910 und 1930 entstanden. Einiges hat sich verändert, einiges ist gleich geblieben, etwa das Haus ganz rechts am Bildrand. Das Haus gerade anschliessend wurde neugebaut – der Schaden eines Kanonenschusses als Erinnerung an den Stäcklichrieg vom alten Gebäude auf das neue transplantiert. Das Haus über der Strasse rechts gleich vor der Brücke beherbergt heute unter anderem das Theater Matte, auch dieses Gebäude ist nicht mehr dasselbe. Und im Haus am linken Bildrand war früher offenbar ein Lebensmittelladen, wie man knapp an der Anschrift «Konsum – Genossenschaft» erkennen kann.


(Bilder: Facebook: Alte Ansichten der Stadt Bern/zec)
Ein paar Schritte weiter blicken wir uns nochmals um und sehen den Neubau aus den 50ern mit dem eingesetztem historischen Mauerstücklein. Laut Aufschrift aus der Ansichtskarte stammt das Bild aus dem 18. Jahrhundert.


(Bilder: Staatsarchiv, FN Jost N 10064/zec)
Weiter geht es Richtung Mühleplatz. Dabei kommen wir am Wöschhüüsi vorbei, dass mit seinen Holzstelzen auch heute noch dasteht, wie eh und je. Der Platz davor wurde mit Pflastersteinen und Bäumen sogar zu einem Pärkchen aufgewertet. Früher hatte es offenbar mehr Strasse – aber weniger Autos.


(Bilder: Facebook: Alte Ansichten der Stadt Bern/zec)
Ein ähnliches Bild auf dem Mühleplatz: Auch hier dominieren die Autos – parkieren statt flanieren heisst es da heute.


(Bilder: Facebook: Alte Ansichten der Stadt Bern/zec)
Und zum Schluss: Ein Blick vom Schwellenmätteli Richtung Badgasse und Münster. Einst (Bild von 1912) wurde man da von einem Fährmann übergesetzt. Das wäre durchaus auch in der Neuzeit ganz praktisch, muss man doch den Umweg über den Dalmaziquai auf sich nehmen, um in die Matte zu gelangen.

Christian Zellweger

Christian Zellweger geht seit 2010 unter den Lauben Berns und schaut, wer auch schaut.


Publiziert am 26. Mai 2015

2 Kommentare

  1. Jänu says:

    Alle diese Bilder zeigen vor allem eines: Die Autos und damit die Parkplätze und breiten Strassen haben die Städte, resp. das Stadtbild kaputt gemacht.

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  1. Jänu says:

    Alle diese Bilder zeigen vor allem eines: Die Autos und damit die Parkplätze und breiten Strassen haben die Städte, resp. das Stadtbild kaputt gemacht.

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