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Jetzt aber raus hier!

Seien Sie doch nicht so ein Waschlappen. Gehen Sie an die frische Luft. Wir helfen Ihnen dabei.

Wer kennt das Problem nicht: Da wollen Sie sich frühmorgens die neuste Episode Ihrer Lieblingsserie anschauen, was aber nicht geht, weil diese verdammte Sonne direkt auf Ihren Bildschirm scheint. Die jährliche Startphase dieses Missstandes wird in der Astronomie als Frühling beschrieben und ufert kurz darauf in den Sommer aus, der einen anständigen Bildschirmkontrast gänzlich verhindert. Nun nennen Sie uns verblendet, aber es ist noch etwas anderes, das uns daran hindert, sich dem Sonnenschein gänzlich zu verschliessen. Vielleicht sind wir im Tram zu lange neben einem Typ mit Jack-Wolfskin-Jacke gesessen, irgendwie verspüren wir den Drang rauszugehen. Wenn es Ihnen auch so geht, hier drei Aktivitäten:

Sonnen
ross
Hautärzte sind sich einig: Ihr Oberflächenepithel sollte sich möglichst wenig von Ihrer Ledertasche unterscheiden. Wenn Sie nun meinen, Sie können bereits in Ihren Sommerferien in Rimini in diesem Look die Strände unsicher machen, dann haben Sie sich getäuscht. Den Lederlook gibt es nicht über Nacht. Dank ausgiebiger Feldforschung wissen wir, dass meist nur männliche Sonnenfreunde im Rentenalter den perfekten Teint erlangen. Aber legen Sie sich dennoch schon einmal etwas an die Aare. Früh übt sich!

1. Mai
regenbogen
Jetzt hören Sie doch auf zu muffeln. Klar, Politik ist kein Strandurlaub in Lloret de Mar. Jedoch ist das noch lange kein Grund, am 1. Mai nicht hinauszugehen. Der Tag ist ja praktisch einem Italienurlaub gleichzusetzen. Sie essen Risotto, schützen Ihre Augen mit einer Taucherbrille und singen italienische Lieder.

Überlebenskurs
sturm
Eine durchaus interessante Frühlingsaktivität bietet der «Ahnensturm». Dieser agiert nicht nur als Sicherheitsdienst der Pnos, sondern betreibt auch eine lustige, wie man es führerfreundlich ausdrückt, Weltnetzseite. Auf dieser wirbt sie für einen 24-Stunden-Überlebenskurs. Leider wird im Beschrieb nicht klar, ob man darin lediglich wirrköpfige Kommentare zu Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer in führerfreundlichem Deutsch verfasst oder auch Asylzentren anzünden geht. Mitbringen müssen Sie nichts – nicht einmal Ihr Gehirn. Es sollen schliesslich für alle Teilnehmer die gleichen Bedingungen gelten.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 24. April 2015

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