Ein Goldschatz für den Fall der Fälle

Gold als Krisenwährung und Schutz: Das Schweizer Gold-Vreneli gibt es als 10-Franken-Vreneli, als 20-Franken-Vreneli und als 100-Franken-Vreneli. Foto: pd

Meine Frau und ich trauen der Weltwirtschaft und den Trump-Eskapaden nicht mehr. Darum möchten wir einen Teil unseres Geldes sicher in Gold anlegen, aber nicht in Fonds oder Aktien. Wenn es im Finanzsystem drunter und drüber geht, sind auch Banken in Gefahr, und vielleicht hat man dann keinen Zugang mehr zu seinen Papieren. Darum wollen wir verschiedene Goldmünzen. Bis jetzt haben wir nur Gold-Vreneli. Welche anderen Münzen, die häufig gehandelt werden, würden Sie empfehlen? E. D.

Hierzulande ist tatsächlich das Gold-Vreneli weit verbreitet – oft als Göttibatzen an Kinder verschenkt. Dabei sind sich viele nicht bewusst, dass es verschiedene Vreneli-Arten gibt. Sie könnten somit auch unter diesen diversifizieren. Das Schweizer Gold-Vreneli gibt es als 10-Franken-Vreneli, als 20-Franken-Vreneli und als 100-Franken-Vreneli. Besonders weit verbreitet ist das 20-Franken-Vreneli. Im Umlauf sind auch 20-Franken-Helvetia-Goldmünzen.

Wenn Sie für Ihren Goldbestand international diversifizieren möchten, würde ich Goldmünzen aus den USA, Kanada, Südafrika oder Grossbritannien verwenden. In der breiten Öffentlichkeit bekannt sind die US-Goldmünzen American Eagles – die den Adler zeigen. Erhältlich sind Münzen mit dem Nennwert, der nicht mit dem Handelswert verwechselt werden sollte, von 5, 10, 25 und 50 US-Dollar.

Bei allen Goldmünzen gilt, dass der Handelswert weit höher ist als der Nennwert in der entsprechenden Landeswährung. Der Handelswert ist vom Goldpreis abhängig, und dieser ist starken Schwankungen ausgesetzt.

Bei Goldmünzen-Sammlern beliebt sind auch die Goldmünzen Maple Leaf – also die kanadischen Goldmünzen mit dem Ahornblatt. Noch mehr verbreitet sind allerdings die Goldmünzen aus Südafrika: Der südafrikanische Krügerrand, der seinen Namen vom ersten Präsidenten der südafrikanischen Republik hat, von Paul Kruger. Gut merken kann man sich den Krügerrand auch dank dem Springbock auf der Münze, der als Nationaltier von Südafrika bekannt ist.

Einfach handelbar sind auch Goldmünzen aus Grossbritannien – insbesondere die Münzen Britannia. Ebenfalls im Umlauf sind die britischen Goldmünzen Sovereign. Kaufen könnten Sie auch australische Nuggets mit der Känguru-Prägung oder Goldmünzen aus Österreich oder Frankreich. Besonders bekannt unter den französischen Goldmünzen sind die Napoleons.

Als sinnvoller für Ihren Zweck erachte ich allerdings Goldbarren. Da haben Sie eine breite Palette zur Auswahl vom 1g-Plättchen bis zum Kilo-Goldbarren, je nachdem, wie viel Geld Sie in physischem Gold halten möchten. Bei Goldmünzen zahlen Sie immer einen Aufpreis für die Prägung.

In jedem Fall sollten Sie das Gold nicht einfach zu Hause aufbewahren, sondern in einem Bankfach. Das kostet Sie zwar Gebühren, aber damit haben Sie nicht das Risiko, dass Ihr Goldbestand, mit dem Sie Ihre finanzielle Sicherheit erhöhen möchten, ausgerechnet von Einbrechern gestohlen wird.

Unabhängig davon empfehle ich Ihnen, Ihr Vermögen breit zu diversifizieren und nicht alles Geld nur in Gold oder auch anderen Edelmetallen zu investieren, sondern auch andere Anlageklassen wie Anleihen, Aktien oder Immobilien zu berücksichtigen.

Gold ist zwar eine Krisenwährung und bietet Schutz, wenn es an den Finanzmärkten zur Katastrophe kommt. In stabilen Phasen hingegen wirft es weder Zins noch eine Dividende ab und ist darüber hinaus ebenso wie etwa Aktien auch starken Kursschwankungen ausgesetzt.

33 Kommentare zu «Ein Goldschatz für den Fall der Fälle»

  • Silvio Imper sagt:

    Ich bin mit vielem einverstanden, nur mit der Empfehlung der Lagerung in einem Bankfach nicht. In stürmischen Zeiten werden nicht alle Banken überleben, also muss das Schliessfach dringend ausserhalb des Bankensystems gewählt werden. Wem gehört das Geld auf der Bank? Nicht dem Kontoinhaber, und auch die Schliessfächer sind in einem durchaus möglichen Szenario von Bankschliessungen nicht zugänglich. Es gibt genügend Alternativen ausserhalb des Bankensystems. Und ich empfehle allen Lesern, sich über Edelmetalle zu informieren, solange man diese physisch noch erwerben kann. Es gibt nämlich unendlich mehr ETFs als physisch vorhanden ist. Und sichere Zeiten bei Minuszinsen? Ist wohl ein Scherz mit fahlem Beigeschmack…

    • Daniel Neuhaus sagt:

      Lieber Silvio, auf Youtube gibt es tausende Videos. Bitte nehmen Sie sich die Zeit ein wenig mit den Grundlagen von Ökonomie auseinanderzusetzen – dies habe ich als Handwerker auch getan.
      Die Anlage von Edelmetallen ist vielseitig und ich würde mich dringend mit den Fachausdrücken dieses Gebietes vertraut machen. Eine Kurantmünze, das Vreneli ist eine tolle Versicherung im wahrsten Sinne des Wortes, es ist teuerungsresistent und erhält die Kaufkraft – im Gegensatz zum Papiergeld. Edelmetalle können in einem Zollfreilager oder auch bei einem seriösen Goldhändler sicher verwahrt werden. Trotzdem würde ich irgendwann in Goldminen, Aktien- oder Rohstofffonds investieren. Bitte selber recherchieren und nicht alles glauben was andere erzählen, Sie sind Ihr eigener Experte – viel Erfolg

      • Jürg Dieter Bühler sagt:

        Der Vergleich mit „Papiergeld“ hält nur bedingt. Nämlich nur, wenn man so dumm ist und dieses unter der Matratze versteckt. Besser schon als Gold fährt man, wenn man es in kurzfristige Zinspapiere (z.B. T-Bills in den USA) steckt, noch besser fährt man mit langlaufenden Anleihen und am Besten mit Anlagen in Aktien.
        Ja, das Gold im Banktresor ist keine gute Wahl. Z.B. wird man bei einem Bankrun dort gar nicht mehr eingelassen, oder wenn Staat (wie in USA schon geschehen) Gold einziehen will, dann steht ein Steuerbeamter neben einem wenn man den Banksafe öffnen lässt.

    • Jürg Bühler sagt:

      Der Vergleich mit „Papiergeld“ hält nur bedingt. Nämlich nur, wenn man so dumm ist und dieses unter der Matratze versteckt. Besser schon als Gold fährt man, wenn man es in kurzfristige Zinspapiere (z.B. T-Bills in den USA) steckt, noch besser fährt man mit langlaufenden Anleihen und am Besten mit Anlagen in Aktien.
      Ja, das Gold im Banktresor ist keine gute Wahl. Z.B. wird man bei einem Bankrun dort gar nicht mehr eingelassen, oder wenn Staat (wie in USA schon geschehen) Gold einziehen will, dann steht ein Steuerbeamter neben einem wenn man den Banksafe öffnen lässt.

      • Silvio Imper sagt:

        Geschätzter Herr Neuhaus, in diesem Artikel geht es um Gold als Sicherheit. Ich fügte einzig an, dass es vielleicht bessere Alternativen zu Banksafes gibt. Gold ist und war immer nur Geld, eine Versicherung (die den Wert von Papier- und Giralgeld anzeigt), es war und ist nie eine Anlage, sondern ein Sachwert. Die Vergangenheit hat wiederholt gezeigt, dass Edelmetalle im Krisenfall nicht mehr zu kaufen sind, sie wurden teils sogar konfisziert (Goldverbot). Wenn Sie Geld anlegen wollen und z.B.: in Minenaktien investieren wollen, hat das überhaupt nichts mit meiner Aussage gemein. Sie empfehlen mir und den geneigten Lesern Youtube Videos, damit wir unser Wissen bezüglich Fachbegriffen (welche überhaupt, ETF?) erweitern sollen. Danke für den Tipp, nur lese ich gerne Bücher mit Tiefgang.

  • l nef sagt:

    Korrektur: Nicht nur auf den Vrenelis u.ä. hat es ein Agio, auch auf den kleinen Goldbarren. Rechne z.B. 10g-Barren und vergleiche mit 1kg- (also 1’000g) Goldbarren!

  • Systemkritiker sagt:

    Gold physisch erwerben (am besten auch noch anonym bar bezahlen ) ist absolut sicher. Allerdings würde ich es auf keinen Fall im Bankschliessfach aufbewahren. Im Falle einer BankInsolvenz ist auch der Inhalt der Schließfächer zuerst mal unter Obhut des Insolvenzverwalters. Wie dieser das ganze verwaltet und welche Gläubiger zuerst bedient werden unterliegt seiner Kompetenz.
    Da Gold als Wertspeicher eine extreme Dichte hat ist es wohl nicht so schwer das bisschen Metall im Haushalt oder auf eigenemeinem Grundstück zu verstecken.
    1kg Barren ist beiweitem nicht mal so groß wie ein smartphon – den kann man ganz sicher verstauen. Nur etwa Phantasie!

    • Reto Stadelman sagt:

      Der Inhalt des Bankschliessfaches gehört nicht der Bank sondern ihnen. Von daher wäre es doch gegen das Gesetz, wenn der Insolvenzverwalter sie nicht zu ihrem Schliessfach vorlässt oder?

      • Patrick sagt:

        Was interessiert ein Funktionär die Rechtslage. Wenn er noch abklären muss, der Code leider falsch, ausser Haus ist, oder sonstwie indisponiert dann haben Sie keinen Zugang. Punkt.

  • Erich Tschopp sagt:

    Hr. Spieler liegt total falsch. Vonwegen keine Zinsen. Die sind schon längst auf Null oder im Minus. Die besten und sichersten Ersparnisse sind Edelmetalle!!! Ihr Wert geht nie auf Null. Aktien und Bargeld sind nur Papierschnitzel. Und wenn es Mal richtig crasht, helfen nur Edelmetalle, und zwar nicht im Bankschließfach, wo sie konfisziert werden können.

  • Dirk sagt:

    „Bei Goldmuenzensammlern beliebt …“ Sehe ich nicht so. Zwar kann man den Maple Leaf aufgrund seiner Bekanntheit einfach verkaufen, aber dass den Sammler lieben, bezweifle ich. Sammler klingt auch mehr nach Hobby, als nach Vermoegensschutz mit Gold. Wenn es nur um Gold geht, dann ist es praktisch egal, welche der bekannten Muenzen (US, Kanada, Suedafrika, UK, Oesterreich, etc.) oder Barren kauft. Meine Empfehlung waere, Muenzen aus einer Seria, z.B. Queens Beast zu kaufen. Sind geringfuegig teurer, bieten dafuer aber die Chance auf eine moderate Wertsteigerung, so dass man nach 3-4 Jahren evtl. aus 4 Muenzen 5 machen kann. Der Autor irrt im letzten Satz, wenn er den Wert des Goldes in einer Papierwaehrung (=Kursschwankung) misst.

  • Jean Gilette sagt:

    Gold ist in einer modernen Welt keine Alternative, Bitcoin eher. Gold hat auch den Wert der Diversifikation verloren. Seit 2 Jahren steigen Aktien (SP500/+20%) und Gold (GLD/+15%) fast parallel. Gold ist viel zu schwer. Mit Gold können Sie in keinem Geschäft bezahlen. Gold muss physisch irgendwo sicher gelagert werden. Was, wenn Sie am Sonntag nicht an ihr Gold kommen? Gold ist reine Panikmache – deswegen ist der Goldpreis überhaupt gestiegen. Die Aktien sind hoch, die Immobilienpreise sind explodiert…, nun ist Gold dran.

    • Tom Zaugg sagt:

      Und wenn die Internetverbindung gekappt, die Stromversogrung eingestellt bzw. zusammengebrochen ist komme ich…. wie genau an meine Bitcoins!?

    • Karl Knapp sagt:

      Mit einem Tiefgaragenplatz können Sie in der Migros auch kein Joghurt kaufen, soviel zum Thema Immobilien. Gold lässt sich immerhin noch kleiner aufstückeln, wenn man nicht gerade Kilobarren ersteht. Kommt immer drauf an, mit welcher Panikstufe man rechnet.

  • Benjamin sagt:

    mit den Worten eines Laien. Jemandem der sein Arbeitsleben in einem völlig anderen Gebiet als dem der völlig unverbindlichen Finanzbranche verbrachte… ja das also aus dieser Sicht gibt es wegen den liberalen Grundgedanken absolut keine mündelsicheren Anlagen mehr. Liberalisierung bedeutet also nicht ein mehr an individueller Freiheit sondern Unsicherheit ohne Ende… verbunden mit den unbrauchbar gemachten Sozial und Rentensystemen hat man für die Bevölkerung gar nichts getan…

    • Beat Stebler sagt:

      …. mit den Worten eines anderen Laien. AHV weiterwursteln bis es knallt. PK System Geldverschiebebahnhof mit akut schrumpfender Bilanzmasse. Wäre ich 45 Jahre jünger würde keinen Cent sparen, für was auch ? Draghi druckt ja Tag und Nacht neues Gratisgeld. Zum Glück habe ich zurzeit genügend Zeit um herauszufinden wie ich dem System raschmöglichst mein finanziellen Ressourcen entziehe.

      • Martin sagt:

        „….wie ich dem System raschmöglichst mein finanziellen Ressourcen entziehe…“

        Es gibt nur eine Möglichkeit: Gold kaufen. Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit. Wir haben kein Geld mehr, das sind nur noch kleine bunte Papierchen.

  • Niklas Meier sagt:

    Es gibt auch Goldplatten mit geprägten Sollbruchstellen bei denen man grammweise einen Teil abbrechen kann, sollte man Gold für die Apokalypse horten wollen.
    Aber im Ernst: wer rät jemandem, der physisches Gold zur Sicherheit anschaffen will, dieses im Bankschliessfach zu lagern?

  • Claude Fontana sagt:

    Der Krügerrand ist weit verbreitet?
    Kein wunder, hatten wir doch stets gute Beziehungen zum Apartheitsregime.
    War das halten von Krügerrand nicht mal geächtet/verboten?

  • Jürg Bühler sagt:

    Für Horrorszenarien (z.B. Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems), die zwar sehr unwahrscheinlich aber nicht völlig ausgeschlossen sind, dürfte sich Silber noch besser eignen. Oder will jemand dann sein Brot beim Bäcker mit einem Goldvreneli bezahlen?
    Silber ist das Gold des kleinen Mannes und würde für den täglichen Handel viel eher eingesetzt.
    In der Schweiz haben wir eine tolle Möglichkeit. Man kann Silber Fünfliber (und auch kleinere Münzen ab 50 Rappen) mit Silbergehalt kaufen. Ein Fünfliber kostet so um 7.50 Franken, wegen dem Silbergehalt.
    Dabei hat man auch noch eine Gratis Put Option dabei, denn wenn der Silbergehalt doch unter 5.- fallen sollte ist die Münze natürlich doch noch den Nennwert wert.

  • Beat Stebler sagt:

    ….. Horrorszenarien (z.B. Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems), die zwar sehr unwahrscheinlich aber nicht völlig ausgeschlossen sind ……. Sehr geehrter Herr Bühler Sie arbeiten sicher im Finanzsektor und können sich sowas nur schwerlich vorstellen ? Die Zuversicht sei Ihnen gegönnt !

  • Michael Maloney sagt:

    Die Performance von Gold in den letzten 20 Jahren übertrifft so ziemlich jede Aktie/Fonds auf dem Markt. Gold unterliegt keiner Inflation wie Währungen. Jede Währung verliert pro Jahr ca 2% an Kaufkraft (ein Vielfaches bei Hyperinflation wie in Venezuela, Deutschland zw. den Kriegen, Argentinien, …). Für 1 Uz Gold erhält man heute immer noch gleich viel Gegenwert wie vor 100 Jahren (1 edler Anzug). In Basel III gilt Gold neu als risikofreie Anlage (das haben sie nicht mal bei der der SNB mitbekommen). Aber vorsicht, nur physisches Gold kaufen! Es gibt 60’000x mal mehr Gold auf Papier (Derivate, EFT) als es physisches Gold gibt! Gold und Silber sind die einzige Form von Geld, die über 4000 Jahre überlebt haben. Siehe dazu: „Hidden Secrets of Money“ auf Youtube (von M. Maloney)

    • Martin sagt:

      Richtig.

      Mit einer Unze Gold konnte man zur Zeit der Cäsaren eine Toga mit Caligae kaufen. Im Mittelalter gabs für eine Unze Gold einen Wams mit Schnürstiefeln. Heute kriegt man für eine Unze (ca 1’400 Fr) einen Anzug mit Lackschuhen.

      Gehen Sie mal in einen Laden mit Sesterzen, Zürcher Pfennige, Brabanter Talern oder Sittener Bistumsbatzen.

  • Groeg sagt:

    Vreneli soll man nicht kaufen, das Agio ist zu gross.Kleine oder grössere Barren sind am besten, auch aus Platzgründen. Ein 1 kg Barren ist etwa so gross wie eine Zigarettenschachtel.Mit Gold soll man nicht spekulieren, das
    geht schief. Man kauft es und vergisst es, bis zum Notfall.Gegenüber Gold hat der „harte“Franken seit 2000 68% an Wert verloren, seit 1971 90%.Da MUSS MAN SICH WUNDERN, DASS NOCH PAPIER GEKAUFT WIRD.Absolut unverständlich.Aber bitte, wer meint er schlage auf Dauer die Börse.Einer der grössten Spekulanten sagte:Ich mache mein Geld nicht mit spekulieren, ich mache es mit Sitzen.So ist das acu beim Gold, dem einzig wahren Geld.

    • Martin Leu sagt:

      @Groeg
      „Gegenüber Gold hat der „harte“Franken seit 2000 68% an Wert verloren.“
      Auch wenn Ihre Aussage zweifellos zutrifft, erinnert sie mich doch sehr an die Werbebrochuren der Banken für Aktienanlagen mit Angabe einer durchschnittlichen Jahresperformance. Man nehme ein Langzeittief und Berechne die Performance ab diesem Zeitpunkt als Jahresdurchschnitt (dies am Besten auch gleich noch als arithmetische statt geometrische Rendite). Wir können auch das Hoch des Goldpreises vor 50 Jahren nehmen, dann hat der CHF gegenüber Gold überhaupt nichts verloren.

  • C. Suter sagt:

    Wenn die Banken crashen – folgt die übrige Wirtschaft bald hinterher – und wer hat dann ein Interesse an Gold? Dann wollen die Menschen etwas zu Essen und ein Dach über dem Kopf – dann läuft’s nur noch über Tauschhandel. Dann ist man mit einer Immobilie gut beraten. Mein Haus und Garten gehören mir und da kann ich auch darin wohnen und was anpflanzen, wenn Geld und Gold nicht mehr gefragt sind.

    • Silvio Imper sagt:

      Sehr geehrter Herr Suter, ich bin ihrer Meinung, aber Betongold ist allenfalls gut, wenn es abbezahlt ist. Nur von wem holt denn Vater Staat das Geld, wenn alles ausser Sachwerte weg sind? Richtig, bei den Leuten die immobil sind, den Hausbesitzern, die haben noch was, Steuern und Zwangsanleihen darauf, genau so geschah es in der Vergangenheit und gerade jetzt in den Ländern die zahlungsunfähig sind. By the way, Tauschhandel: Mit was wollen Sie tauschen wenn nicht mit Gold/Silber, welches einen wahren Wert in sich trägt? Vor die Zeit des Goldes wird uns auch der schlimmste Crash (den diese Kreditblase auf jeden Fall auslösen wird, früher oder später) nicht befördern. Digitale Währungen in einem solchen Szenario sind ein schlechter Witz. Strom, Vernetzung etc wird’s dann nicht geben.

  • Alain Surlemur sagt:

    Wenn man Gold als Versicherun gegen Katastrophen kaufen will sollte man auf

    – kleine Stückelung
    – Hoher wiedererkennungswert
    – Kleines Aufgeld zum Goldpreis

    achten.

    Die im Artikel erwähnten 10.– Vreneli, und besonders das 100.– erfüllen das dritte Kriterium nicht. Die 1 Oz Münzen, egal ob Maple oder Krüger, haben einen hohen Wert pro Stück.

    Meine Empfehlung wäre 20.– Vreneli, 20 Franc Napoleon oder Coq, 20 Lire Italien ( jeweils 5.8g Gold fein ) , 20 Mark Preussen (7.2g), Sovereign (7.3g) und 5 oder 10 Dollar USA (7.5 resp 15g). Wenn man kleinere Stückelungen will bieten sich die 10 Francs aus Frankreich an. Die Oestereichischen Dukaten sollte man meiden da diese nicht als Goldmünzen ( MwSt-frei) sondern als Medaillen ( MwSt pflichtig ) gelten…

  • Matti De Greco sagt:

    Im Katastrophenfall braucht hat man am besten einen Beutel mit 1/10 oz Goldmünzen zur Hand. Die haben auch fast keinen Aufpreis, ob jetzt kanadisch, amerikanisch oder südafrikanisch bleibt Geschmackssache.

    Wer von einem Zusammenbruch des globalen Finanzsystems ausgeht, hat aber besser auch eine Waffe und genügend Vorräte und Munition zuhause. In dem Fall ist nämlich auch mit dem Zusammenbruch der öffentlichen Ortnung zu rechnen.

    • Renata Rubina Rolischo sagt:

      Dann verkommt alles zur Frage, wie schlimm man sich die Apokalypse denn gerne vorstallen will. Gehen Sie in Gedanken weit genug, und man kann sich das Gold auch sparen – wenn es nicht szu Fressen gibt, können Sie auch Ihr Gold nicht tauschen. Aber für ein Ei und eine Scheibe Brot wird man glatt verprügelt. Mindestens… 🙂

  • Jens Egger sagt:

    Gold ist durchaus eine gute Investition gerade in heutiger, sehr turbulenten Zeit. Gegenwärtig 30% Gold zu halten ist vernünftig. Sollte das Finanzsystem zusammenbrechen und es sieht im Moment innerhalb den nächsten 10J ja danach aus, sind vermutlich kleinen Goldmünzen besser . Mit einigen Vrenelis können Sie ihre Verpflichtungen bezahlen, was machen Sie mit 3 Goldbarren a 1 Kg?? Um so mehr als dazumal der „Goldhandel“ (zum Umtausch derselben) für einige Zeit geschlossen sein dürfte. Also: 1/3 in Vrenelis und Rest in grossen Barren, aufbewahrt im Schliessfach einer Scheideanstalt, n i c h t bei einer Bank. Die Kosten sind sehr bescheiden 3-600 CHF je nach Grösse.

  • Heinrich Arnold sagt:

    Solche historischen Münzen würde ich eher nicht kaufen. Klar sind die limitiert und haben Wert unter Sammlern, allerdings liegt der gehandelte Wert zu weit entfernt vom Materialwert. Hier sollte man immer auf den Spotkurs des Edelmetalls achten, damit man sich keine Hochstapler einlädt. Moderne Anlagemünzen wie der im Artikel auch erwähnte Maple Leaf aus Kanada sind so beliebt, weil sie erstens eine viel größere Reinheit aufweisen und mehr produziert werden. Ich tendiere dazu vor dem Kauf verschiedene Händler zu vergleichen, da es auch hier Unterschiede gibt. Für den Maple Leaf finden sich hier auf http://www.gold-preisvergleich.de/gold/goldmuenzen/maple-leaf/ viele Händler und man kann den günstigsten Preis picken. Als Deutscher bin ich hier wahrscheinlich in der Minderheit.

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