Best of: Kein Zugriff mehr auf das Pensionskassengeld?

Unsere Bloggerinnen und Blogger geniessen derzeit die Feiertage. Wir publizieren deshalb heute diesen Beitrag vom 19. Sepbember 2017, der besonders viel zu reden gab.

Kapitalbezug: Versicherte fühlen sich in der Wahlfreiheit eingeschränkt. Foto: Getty

Kapitalbezug: Versicherte fühlen sich in der Wahlfreiheit eingeschränkt. Foto: Getty

Ich bin 61 und habe erfahren, dass Bestrebungen im Gange sind, den Kapitalbezug 2. Säule einzuschränken. Ich finde es stossend, dass wegen einiger rücksichtsloser Pensionsbezüger, die ihre Pension verprassen und dann von den EL leben, gleich alle in ihrer Entscheidungsfreiheit beschnitten werden. Wie weit sind die Entscheide gediehen? Ich würde mir eine vorzeitige Pensionierung überlegen, um das Kapital doch noch beziehen zu können. J.E.

Die von Ihnen angesprochene Beschränkung des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse erfolgt im Rahmen der im Parlament diskutierten Revision der Ergänzungsleistungsbestimmungen. Als Erstrat hat bereits der Ständerat darüber beraten. Dabei ist die kleine Kammer zu einem grossen Teil dem Kurs von SP-Bundesrat Alain Berset gefolgt. Dieser will den Bezug des Alterskapitals aus der zweiten Säule im obligatorischen Teil, also für Löhne bis 84’600 Franken, verbieten. Weiter möglich wäre ein Bezug des Geldes, das über den obligatorischen Teil hinausgeht.

Ein Kapitalbezugsverbot plant Bundesrat Berset auch für die Finanzierung der beruflichen Selbstständigkeit, wie dies gemäss heutigem Recht möglich ist. Doch da ist der Ständerat einen anderen Weg gegangen und hat sich als Erstrat gegen ein Verbot des Vorbezugs für die Finanzierung der Selbstständigkeit ausgesprochen. Die kleine Kammer möchte den Kapitalbezug aber auf den Betrag, auf den die Versicherten im 50. Altersjahr Anspruch gehabt hätten, beschränken. Nach dem Ständerat muss die Ergänzungsleistungs-Revision und damit auch die mögliche Einschränkung des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse vom Nationalrat diskutiert werden.

Aufgrund der bürgerlichen Mehrheit in der grossen Kammer gehe ich davon aus, dass der Nationalrat die Vorschläge von Bundesrat Berset ablehnen wird. Anschliessend käme es im Rahmen der Differenzbereinigung zu einem Seilziehen zwischen National- und Ständerat. Selbst wenn schliesslich eine Einigung erzielt würde, ist zu erwarten, dass die Vorlage vors Volk kommt.

Dies zeigt Ihnen, dass die umstrittene Revision kaum schnell umgesetzt werden kann. Da ein Kapitalbezugsverbot ein krasser Eingriff in die Selbstbestimmungsmöglichkeit der Versicherten in der zweiten Säule darstellt, müsste aus meiner Sicht zwingend das Volk darüber abstimmen können. Immerhin geht es um Erspartes, welches den einzelnen Versicherten gehört und auf das der Staat nun plötzlich seine Hand drauflegen will.

Ebenso könnte der Staat mit ähnlichen Argumenten festlegen, dass man über einen Teil seines Spargeldes auf der Bank irgendwann nicht mehr frei verfügen darf, weil der Staat befürchtet, dass man das Spargeld verjubeln könnte und später im Alter zu wenig Geld hat.

Für das Pensionskassengeld haben die Versicherten durch ihre Lohnabzüge über Jahre hinweg hart gespart. Da halte ich es für unfair, wenn man den Versicherten plötzlich die Freiheit nimmt, selbst darüber zu bestimmen, ob man dieses Geld bei der Pensionierung als Kapital oder als Rente beziehen will. Offenbar traut es der Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern nicht zu, dass diese ihr Altersgeld selbst anlegen und einteilen können.

Die massive Einschränkung der Wahlfreiheit stufe ich als völlig unverhältnismässig ein. Bis heute hat der Bundesrat nicht bewiesen, dass der Anstieg der Ergänzungsleistungen tatsächlich mit dem Kapitalbezug zusammenhängt.

Ob man bei der Pensionierung die Rente oder das Kapital wählt, hängt von vielen individuellen Aspekten ab. Erbrechtliche Überlegungen können beispielsweise für den Kapitalbezug sprechen. Auch steuerlich fährt man bei einem Kapitalbezug besser, wenn man sich sein Alter statt über die Rente über einen Vermögensverzehr finanziert.

Finanziell besser Gestellte träfe ein Verbot weniger: Da das Kapitalbezugsverbot nur den obligatorischen Teil betrifft, kann man auch künftig freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse leisten. Solche freiwilligen Einzahlungen, welche man bei den Steuern abziehen darf, werden nicht dem obligatorischen, sondern dem überobligatorischen Teil des PK-Guthabens gutgeschrieben, welches man selbst bei einer Annahme der Revision von Bundesrat Berset weiter beziehen kann.

Dennoch sorgt das mögliche Verbot eines Kapitalbezugs für den obligatorischen Teil für viel Verunsicherung bei Versicherten. Viele sind mit freiwilligen Einzahlungen zurückhaltend, solange politisch unklar ist, wie es mit dem Kapitalbezug aus der zweiten Säule weitergeht.

Dies kann ich gut nachvollziehen: Denn wer gibt den Versicherten eine Garantie, dass nach einem ersten Verbot des Kapitalbezugs für den obligatorischen Teil später nicht plötzlich mit ähnlichen Argumenten auch ein Kapitalbezugsverbot für den überobligatorischen Teil angeordnet wird?

Die Wahlfreiheit der Versicherten sollte aus meiner Sicht weder für den obligatorischen noch für den überobligatorischen Teil eingeschränkt werden. Das in der Pensionskasse mittels Lohnabzug angesparte Geld gehört den Versicherten. Sie alleine sollen entscheiden können, was damit passiert, und sich nicht durch den Staat bevormunden lassen müssen.

27 Kommentare zu «Best of: Kein Zugriff mehr auf das Pensionskassengeld?»

  • Vogel Werner sagt:

    Da bin ich entschieden anderer Meinung wie Hr. Spieler. Es gibt eben Interessen, welche höher als die privaten zu gewichten sind.Ich möchte nicht, dass Leute unterstützt werden, welche leichtfertig ihre Altersvorsorge verprasst haben. Die Ergänzungungsleistungen fallen ja nicht vom Himmel.

    • alice.gurini sagt:

      ja so ist es nicht ganz !wir hatten eine Pensionskasse die im 2000 Flöten ging das Geschäft Verzettelt wurde und wir als Arbeiter 33000.- Tausend verloren haben !das ist Fakt !ich traue keiner Pensionskasse

  • Bernhard Piller sagt:

    In vielen Ländern stellt sich eine solche Frage gar nicht. Da bleibt das Geld in der Rentenkasse und die Versicherten können sich das Geld gar nicht auszahlen lassen. Unter anderem, weil das Geld gar nicht vorhanden ist, weil die Rentenkasse ähnlich wie die AHV nach dem Umlageverfahren funktioniert.
    Es ist natürlich schon etwas unlogisch, dass die Leute in ihrer aktiven Zeit zum Anlegen einer Altersvorsorge gezwungen werden, und wenn sie dann alt sind oder eben ein Haus kaufen wollen, dann kann über diese Vorsorge verfügt werden. Warum dann nicht prinzipiell die 3. Säule fakultativ machen?

  • Lorenz Steiner sagt:

    Eine Regelung betreffend Kapitalbezug und Ergänzungsleistungen/Sozialhilfe/Nothilfe muss es längerfristig geben müssen damit es fair bleibt. z. B. pro 100’000.- Bezug kann 4 Jahre keine EL oder Sozialhilfe bezogen werden nur Nothilfe ist möglich. das wäre relativ einfach zu handeln weil der Kapitalbezug heute schon steuerlich erfasst wird. Bsp: wenn jemand 500’000.- bezieht kann er 20 Jahre lang keine EL und Sozialhilfe beziehen. sowas würde ich sofort unterschreiben und als fair befinden. und da Nothilfe nicht gerade toll ist würde sich dann manch einer gut überlegen ob er sein Geld verprassen will… Persönlich werde ich alles BVG Kapital beziehen bei den sinkenden Umwandlungsätzen sowieso und auch aus steuerlichen Gründen, aber da kann jeder selbst rechnen…

    • Zimmermann sagt:

      Der Ansatz ist gut, aber bei uns kann man niemanden verhungern lassen. Er wird dann der Wohngemeinde zur Last fallen, denn die Lebenskosten sind vor allem in den Städten hoch.
      Mein Vorschlag wäre: Wer Kapital bezieht, bezahlt einen Prozentsatz in einen Ausgleichsfond, der dann Armengenössige auffängt (das könnte auch im Rahmen der Ergänzungsleistungen erfolgen).

  • Karl-Heinz sagt:

    Ich traue es den meisten Bürgerinnen und Bürgern nicht zu, ihre Pensionsgelder selbst zu verwalten und anzulegen. Ich sehe die Unantastbarkeit der Pensionsgelder als einen Selbstschutz der Versicherten. Zu verlockend ist es, die Gelder für unsinnige Dinge anzulegen. Auf jeden Fall müssen nach einer Auszahlung Ersatzleistungen gesperrt oder sehr drastisch gekürzt werden.
    Wer an meinen Thesen Zweifel hat, kann ja seinen Kindern eine unlimitierte Girokarte überlassen.l

  • Peter Müller sagt:

    Für all jene, die es noch nicht begriffen haben, das Alterskapital in der PK ist potenziell bereits enteignet. Noch besteht die Möglichkeit, es durch Investition in Wohneigentum den Krallen der Finanzmafia zu entziehen. Aber auch das will BR Berset noch abklemmen. Wer es nicht tut, sieht davon je länger desto weniger, nachdem der UWS für überobligatorisches Kapital bereits dramatisch gesenkt wurde und noch weiter gesenkt werden wird. Und das Wenige, das dann noch als Pension herausschaut, wird während dem Altern durch Inflation noch weniger. Und wenn man dann dereinst von dannen geht, ist nichts mehr da für die Erben.
    Einzig vernünftiger Ausweg aus dem Schlamassel: 2.Säule abschaffen und durch AHV-Vollrente ersetzen!

    • Aranka-Maria Palatinus sagt:

      Aber was ist wenn die Ehefrau noch in Leben ist und wird das ausbezahlte, und als Sparkapital eingelegtes Pensionsgeld wie Vermögen betrachtet? Gemäss Erbteilung (50/50%) bleibt für für sie dann eventuell nicht mehr genug zum Leben. In diesem Fall soll sie oder kann sie Ersatzleistung beantragen?
      Es währe auch nicht richtig.

  • Cäcilia holzner sagt:

    Frechheit da werden die sparrer und die vorausschauenden eigenverantwortlichen wieder gestrafft und dass nur weil wir bevormundet werden von solchen die mühe haben schwarze Zahlen im Budget vorzuweisen wenn ich so ein haushaltsbudgett hätte wie gewisse Gemeinden Kantone oder der Bund könnte ich Konkurs anmelden als Privatperson

  • Lukas Maurer sagt:

    Eine entscheidende Frage ist der Umrechnungssatz für eine Rente. Wenn man den obligatorischen Teil in der Kasse lassen muss, gilt dafür dann auch der vom Bund vorgegebene Umrechnungssatz von 6,8%? Oder ist es dann doch der deutlich tiefere, der aus einer Mischung von obligatorischen und überobligatorischen Teilen entsteht, bei meiner Kasse im Moment noch 4,82% im Alter 65? Wenn ich 6,8% bekomme, ist das ein guter Deal, aber bei 4,8% will ich mein Geld rausnehmen. Sogar ohne Rendite kann ich steuerbereinigt deutlich länger vom Kapital zehren, als gemäss Pensionskassen-Statistik meine Lebenserwartung noch sein wird.

  • Sacha Maier sagt:

    Bestrebungen, den Vorbezug von PK-Kapital zu unterbinden sehen auf den ersten Blick gut aus – bewirken aber nur eine Verlagerung des Problems und zwar auf die Betroffenen. Viele von uns ausgesteuerten Ü50-Babyboomern haben zur Zeit der Sozialen Markt (1947-1992) MINT-Berufe ergriffen, welche in der heutigen Zeit unserer modernen postindustriellen Konsum-Hochpreisinsel der Konzerne schlicht obsolet geworden ist. Asien liefert uns ja zu Tiefstpreisen (fast) jede erdenkliche Technologie. Um eine anständie AHV mit EL/ZL zu bekommen, rät heute jeder RAV-Mitarbeiter seinen Klienten, sein PK-Geld in einen letzten Versuch von Selbsttändigkeit stecken. Hat man Glück, erldigt sich das Problem von selbst. Im Normalfall ist das Geld verbrannt und der Weg zur EL/ZL ist offen.

  • Christian Hofstetter sagt:

    Das ist richtig. Es ist nicht einzusehen, weshalb über 50-jährige ihr BVG-Geld mittels Selbständigkeit verbraten sollen. Oder sich einen Auslandaufenthalt zu leisten, dabei alles zu verbraten und danach armengenössig zu werden. Auch der Vorbezug des BVG für eine Hypothek ist mehr als fragwürdig. Wenn die Hypothek nicht genügend amortisiert werden kann, drohen im Alter Zusatzleistungen beziehen zu müssen. Das BVG-Kapital soll einzig und allein der Sicherung im Alter zugute kommen. Ob man dabei das ganze Kapital beziehen kann oder nur eine Rente, ist auch eine Frage der Zinserträge. Heutzutage ist es ein grosses Risiko, weil man das Geld nicht zu vernünftigen Zinsen balgen kann.

  • Thomas A. Wicky, Pattaya Thailand sagt:

    Ob ich nun blöd bin, oder einfach bloss logisch gehandelt habe! Das möchte ich aber keinesfalls als das non plus utra hinstellen. Durfte 2009 mit 58ig in den vorzeitigen Ruhestand, seit 6 Jahren lebe ich in Thailand und es geht mir mit meiner Rente und der AHV gut. Habe keinen Rappen aus der Pensionskasse genommen, da ich mir überlegt habe, wenn ich schon so lange Gearbeitet und gespart habe, dann will ich lieber jeden Monat meine Fränkli bekommen, damit kann ich leben und brauche mich nicht darum zu kümmern. Wer sein Geld bezogen hat, dann nicht sorgsam damit umgeht, oder umgegangen ist, ist eben selber Schuld. Auch die vielen Finanzinstitute, welche mich nach meiner Pensing gemeldet haben, die hatte ich unbeantwortet links liegen lassen, somit habe ich mein Geld heute noch! Viel Spass

  • Dan Horber sagt:

    Es steht dem Staat schlicht nicht zu, mich bezüglich meiner Finanzen zu bevormunden.

    Umso mehr als es genau die Politiker sind, die den Bezug beschränken wollen, die sonst beim Ausgeben von Steuergelder keine Hemmungen kennen…

  • M. Vetterli sagt:

    Merkwürdigerweise haben sich bis heute die PK’s nicht zu diesem Plan geäussert. Zwangsrente ab oblig.Guthaben führt zu zusätzlichen überhöhten Rentenleistungen. Ein Problem, welches doch behoben und nicht noch forciert werden darf. Der Missbrauch: oblig.Guthaben zu 100% in Rente, üb.oblig.Teil als Kapitalbezug muss behoben und darf keinesfalls propagiert werden. Die Umverteilung von Aktiven zu Neurentnern würde massiv ansteigen.

    Die Stiftungsräte sollten sich hierzu äussern und die Fehlüberlegungen aus dem Sozialdepartement richtigstellen. Die jungen AG sollten sich vermehrt in die Stiftungsräte begeben und dort ihre Interessen einbringen. Durch die Verjüngung der Stiftungsräte kann die wachsende Umverteilung von Aktiven zu Rentnern wohl schneller zum Stillstand gebracht werden.

  • Roland Kull sagt:

    Ich denke, es geht in die richtige Richtung. Wieso? Weil man es den jeweiligen Cash Bezügern weder ansieht noch erahnen kann wie mit der bezogenen Altersrente (PK) umgegangen wird. Müssten alle die die PK bezihen eine Carte Blanche unterschreiben, d.h. ein Verzicht in Zukunft von Sozialhilfe der Schweiz leben zu können mit all den damit verbundenen Risiken – wie viele denkt ihr würden noch beziehen? Nicht viele und jene die es täten würden zwei Mal überlegen welche Risiken man mit einem PK Bezug eingehen würde. Es ist doch schön auf Risiko der Anderen ein lustiges Leben zu leben und dann wieder zurück zu kriechen um mit Unterstützung auf Kosten der Anderen zu leben. Ebenso, dessen bin ich mir sicher, wird das Geld von Kassen besser verwaltet als von den meisten von uns.

  • Sabine Maspoli sagt:

    Ich würde es gut finden, wenn der Bezug eingeschränkt wird.

  • kocher sagt:

    sind wir jetzt alle unmündig geworden ich finde das eine Frechheit,.

  • Zimmermann E. sagt:

    Gute Idee, bin für eine Einschränkung! Sonst werden einmal mehr die Sparsamen bestraft. Allerdings hat das wohl nur eine Chance, wenn beim Tod die Hinterbliebenen den Rest od zumindest einen Teil des PK- Geldes ausbezahlt bekommen!

  • Tom Schott sagt:

    „Ebenso könnte der Staat mit ähnlichen Argumenten festlegen, dass man über einen Teil seines Spargeldes auf der Bank irgendwann nicht mehr frei verfügen darf (…).“ Dass jemand, der so argumentiert, einen Geldblogg für den Tagi schreiben darf, ist schon ziemlich erstaunlich! Das Geld auf der Bank ist Privatsache, aber das steuerlich privilegierte Vorsorgegeld nicht. Wer das in einen Topf wirft, hat nicht wirklich viel von Geld und Staat verstanden! Dafür, dass der Staat auf einen Teil der Steuern verzichtet, will er natürlich und hat er auch Anspruch auf eine Gegenleistung, und die besteht eben genau darin, die Bürger im Alter nicht nochmals unterstützen zu müssen! Herr Steiner, bitte nochmals das kleine Einmaleins vom Geld, vom Staat und vom Sparen studieren…

    • Cosimo Fantutti sagt:

      Das ist der einzige korrekte und vernünftige Kommentar zum Artikel. Die übrigen Kommentarschreiber sollten sich bitte jeweils zuerst vollständig informieren, bevor sie irgendwas schreiben.

  • C.Corno sagt:

    etwas kommt hier gar nicht zur Sprache: die Lebenserwartung. Ist jemand so krank, dass das vorzeitige Ende absehbar ist, dann sollte er zwingend das ganze Kapital beziehen können. Alles andere wäre Abzocke, weil dann der Staat / die Kassen eben auf einen vorzeitigen Tod spekuliert, damit nicht die ganzen Ersparnisse ausbezahlt werden müssen. Oder der nicht ausbezahlte Teil sollte den Erben zugute kommen aber sicher nicht in irgendwelchen Kassen versickern.

    • UrsO sagt:

      Das ist eben auch der soziale Aspekt der 2. Säule: es gibt eben auch Leute die leben länger als die statistische Lebenserwartung. Die Rente solcher Leute muss dann auch noch finanziert werden, ihr Alterskapital ist dann ja schon aufgebraucht.

  • ROLAND BONT sagt:

    die notenbanken ruinieren die basis des wirtschaftens der pensionskassen und versicherungen. zudem lastet immer mehr die demografische entwicklung mit immer mehr älteren personen. wie soll die heutige luxus-sozialersicherung noch aufrecht erhalten werden können. lesen sie derkursstimmt. die notenbanken haben eine immense verantwortung, welche sie heute nicht wahrnehmen. das argument, dass mit einem stop zum bezug von pensionskassengeld das problem von sozialfällen verkleinert wird, kann ich nicht glauben. dies sind doch nur einzelfälle und dienen nur der classe politique.

  • Maurer sagt:

    Weil das sogenannte Finanzsystem der Notenbanken und Banken, lediglich auf einem Schuldenschneeballsystem basiert,
    ist der Wertverfall der Pensionskassengelder eine logische Folge.
    Wenn Geld lediglich aus immer neuen
    ungedeckten Krediten des Bankenkartells entsteht, und die Wucherzinserpressungen, auch nur immer durch neue Schulden bezahlt werden koennen, dann muesste
    eigentlich Jedem klar werden, dass er einem Betrugssystem unterliegt.

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