Kauft Novartis deutschen Pharmahersteller?

Sollte Novartis Stada kaufen, würde das das Firmenportfolio nachhaltig verändern. Foto: PD

Sollte Novartis Stada kaufen, würde das das Firmenportfolio nachhaltig verändern. Foto: PD

Wie gerüchteweise aus London zu hören ist, hat der deutsche Pharmahersteller Stada die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs mit der Errichtung eines Abwehrdispositivs beauftragt. Neben Mylan Labs buhle auch Novartis um die Gunst der Rivalin, heisst es. Sollte der Gesundheitskonzern aus Basel bei Stada den Zuschlag erhalten, könnte das die schon seit Monaten erwarteten Veränderungen im Firmenportfolio nach sich ziehen. Roche ist Novartis weiterhin vorzuziehen

Widersprechende Börsengerüchte

Obschon nun auch der übernahmehungrigen französischen Sanofi ein Interesse an Actelion nachgesagt wird, tritt die Aktie des Pharmakonzerns aus dem Baselbiet schon seit Tagen an Ort und Stelle. Passend zu den zahlreichen, sich teils widersprechenden Börsengerüchten stifteten jüngst gleich zwei Branchenkenner unabhängig voneinander Unruhe. Mut bewies am Mittwoch die für die Zürcher Kantonalbank tätige Analystin. Sie stufte die Actelion-Aktie von Übergewichten auf Marktgewichten herunter. Dem hielt tags darauf der Berufskollege von Kepler Cheuvreux entgegen. In einer  Unternehmensstudie nahm er die Abdeckung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 230 Franken auf. Bleibt aus Sicht der Aktionäre zu hoffen, dass er mit seiner Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent für eine Übernahme durch die amerikanische Johnson & Johnson richtig liegt. Aktie vorerst halten

OC Oerlikon auf Einkaufstour?

Seit Donnerstag ist bekannt, dass OC Oerlikon den im Juli nächsten Jahres auslaufenden Syndikatskredit im Umfang von 600 Millionen Franken vorzeitig um fünf Jahre verlängert hat. Das wiederum weckt Spekulationen, schleppt der Industriekonzern doch heute schon Nettobarmittel mit sich. Ein Grund für die vorzeitige Verlängerung könnten Berichte sein, wonach die beiden Industriegashersteller Linde und Praxair wieder miteinander anbandeln. Sollte im Zuge dessen das mit 600 Millionen Dollar dotierte Oberflächentechnologiegeschäft von Praxair zum Verkauf kommen, gilt OC Oerlikon als offensichtlichster Interessent. Ein solcher Firmenkauf käme einem Quantensprung gleich. Aktie bleibt attraktiv

Hoffen auf Jahresendrally

In wenigen Wochen ist das Börsen­jahr 2016 Geschichte. Wenn sich heute schon etwas sagen lässt, dann dass die Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis unserem Schweizer Aktienmarkt das Jahr so richtig vermasselt haben. Noch immer liegt der Swiss-Performance-Index (SPI) knapp 8 Prozent unter dem Stand von Anfang Jahr, was nun viele Anleger auf eine Jahresendrally hoffen lässt. Bleibt, den nicht gerade erfolgsverwöhnten Aktionären hiesiger Unternehmen zumindest in diesem Jahr einen versöhnlichen Jahresausklang zu wünschen. An Aktien aus der Schweiz festhalten

Falsche Warnung vor Wachstumsverlangsamung

Es ist noch nicht allzu lange her, da galt Givaudan als Liebling der Anleger und Analysten. Gerade jenen aus dem angelsächsischen Raum schien es der Aromen- und Riechstoffhersteller aus Genf sichtlich angetan zu haben. Der Grund: Seitdem die milliardenschwere Übernahme der britischen Quest verdaut ist, fliessen satte 60 Prozent des Jahresgewinns an die Aktionäre weiter. In Expertenkreisen wird dem Dividendenargument jedoch immer weniger Gewicht beigemessen. Nur wenige Wochen nachdem der Analyst der Citigroup mit einer Verkaufsempfehlung aufwartete, zieht sein Berufskollege von Merrill Lynch nach und stuft die Aktie von Buy auf Neutral herunter. Beide Experten blasen ins selbe Horn und warnen vor einer Wachstumsverlangsamung sowie vor steigenden Rohmaterialkosten. Diese Faktoren sind allerdings zusehends eingepreist. In Schwächen kaufen

CS reduziert mittelfristige Ziele

Am vergangenen Mittwoch lud die Credit Suisse zum diesjährigen Investorentag nach London. Wie vermutet hatten die Firmenvertreter nicht nur erfreuliche Neuigkeiten im Gepäck: Gleich in zwei Kernbereichen sah sich die Grossbank zu einer Reduktion ihrer Mittelfristziele gezwungen – und das notabene nach gerade mal einem Jahr. Dennoch drückten die Marktakteure in der zweiten Wochenhälfte beide Augen fest zu und bescherten der Aktie sogar ein kleines Kursfeuerwerk. Der Grund: Die Ziele für die Universalbank Schweiz bleiben dieselben, weshalb der Börsengang in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres vermutlich ein paar Milliarden Franken mehr als erhofft in die Kasse spülen könnte. Rückblickend ist die Derivat-Wette einmal mehr aufgegangen. Auf dem Put-Warrant CSGANZ (Valorennummer 31 535 425) resultierte zwar ein Verlust von bis zu 90 Prozent. Dadurch, dass sich der Einsatz mit dem Call-Warrant CSGUUU (31 275 677) innerhalb von lediglich drei Handelstagen sogar verfünffachen liess, fällt die Bilanz dennoch höchst erfreulich aus. Der Aktie selbst fernbleiben

Kannibalisierung des mittleren und hohen Preissegmentes

Schon seit Tagen bekundet die Aktie von Sonova sichtlich Mühe. Wie aus Übersee zu hören ist, soll den Patienten der Zugang zu Hörgeräten erleichtert werden. Geht es nach den Plänen der amerikanischen Gesundheitsbehörde, bedarf es in Zukunft vor dem Kauf keiner medizinischen Vorabklärung mehr. So weit, so gut. Weil die Behörde in diesem Zusammenhang allerdings vor allem die kostengünstigen Geräte fördern will, droht dem mittleren und hohen Preissegment eine Kannibalisierung. Obschon für den Weltmarktführer aus Stäfa nicht mit dramatischen Folgen zu rechnen ist, spricht nur wenig für die Sonova-Aktie. Aktie meiden