Aktie der Credit Suisse bietet sich für eine Wette an

A man works on a new banner of the Swiss bank Credit Suisse in Zurich, Switzerland, Tuesday, May 10, 2016. Switzerland's second-biggest bank on Tuesday reported a net loss of 302 million Swiss francs ($311 million) in the three months through March, compared with a profit of 1.05 billion francs a year ago. (KEYSTONE/Ennio Leanza)Credit Suisse: Die Analysten kommen wieder aus ihren Löchern. Foto: Ennio Leanza/Keystone 

Bei Kursen unter 10 Franken machte im Frühsommer die ganze Finanzwelt einen grossen Bogen um die Aktie der Credit Suisse. Heute – etwas mehr als drei Monate später und bei einem 4 Franken höheren Kurs – kommen Analysten wieder aus ihren Löchern. Am Montag stufte der für Kepler Cheuvreux tätige Experte die ­Aktie von «Halten» auf «Kaufen» herauf. Im Zuge einer Erhöhung seiner nächstjährigen Gewinnschätzungen um 25 Prozent errechnet er neu ein Kursziel von 15.30 Franken (bisher 12 Fr.) . Noch Ende Juli lagen seine Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre um bis zu 40 Prozent unter den Prognosen seiner Berufskollegen. Nach den jüngsten Anpassungen liegen sie mittlerweile um 18 Prozent darüber. Die Bewährungsprobe steht der Credit Suisse allerdings noch bevor, legt sie am nächsten Donnerstag doch ihr Ergebnis für das dritte Quartal vor. Wie auch immer der Zahlenkranz ausfallen mag – ein grösserer Kursausschlag gilt als sicher. Darauf lässt sich mit Kauf des Call-Warrants WCSCCV (Valorennummer 30768708) bei einem gleichzeitigen Kauf des Put-Warrants WCSBRV (Valorennummer 30767513) wetten – im Fachjargon spricht man von einem «Long Straddle». Eine Wette nur für Mutige

834 Millionen Umsatz mit Glivec

Auf den ersten Blick liess das von Novartis am Dienstag veröffentlichte Ergebnis keine Anlegerwünsche offen. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn übertraf dieses die jeweiligen Analystenerwartungen. Der Grund: Der Gesundheitskonzern aus Basel setzte mit dem von Nachahmerpräparaten bedrohten Krebsmedikament Glivec 834 Millionen Dollar um. Experten hatten hingegen nur mit einem Quartals­umsatz von 738 Millionen Dollar gerechnet. Künftige Schlüssel­medikamente wie Entresto oder Cosentyx verkauften sich hingegen schlechter als erwartet. Und wer auf einen raschen Turnaround bei Alcon gehofft hatte, wurde ebenfalls enttäuscht. Unter dem langjährigen Konzernchef Daniel Vasella zahlte Novartis in mehreren Schritten umgerechnet gut 50 Milliarden Franken für Alcon. Allerdings gibt es Branchenkenner, die den heutigen Wert dieses Sorgenkinds auf nicht mal mehr die Hälfte des ursprünglichen Kaufpreises ansetzen. Als Nachfolger von Vasella hält sich Joe Jimenez bei Alcon alle Möglichkeiten offen. Doch egal ob die Tochter verkauft wird oder nicht – der ausserordentliche Abschreiber auf dem ursprüng­lichen Kaufpreis rückt unaufhaltsam näher. Aktie braucht noch viel Zeit

Nachholbedarf

Auf der Suche nach zurückgebliebenen Nebenwerten wird die MainFirst Bank bei uns am Schweizer Aktienmarkt bei Dätwyler fündig. Der Hersteller elektronischer Komponenten geriet zuletzt wegen der gescheiterten Übernahme von Premier Farnell Grossbritannien in die Schlagzeilen. Quasi auf der Zielgeraden wurde Dätwyler noch rasch vom Rivalen Avnet überboten. Zu diesem Zeitpunkt jedoch war die Währungsabsicherung für den Kaufpreis bereits unter Dach und Fach. Übrig blieben Kosten in zweistelliger Millionenhöhe. In Erwartung eines starken Kerngeschäfts rechnet der für die MainFirst Bank tätige Analyst über die nächsten Monate mit einer Annäherung der Kursnotierungen an das von ihm errechnete Kursziel von 175 Franken. Obschon der Experte nicht zum ersten Mal eine Lanze für die Aktie von Dätwyler bricht, kann man dieser einen gewissen Nachholbedarf nicht aberkennen. Aktie kaufen

Grundlegende Veränderungen

Wie aus Bankenkreisen zu hören ist, haben erste Interessenten im Rennen um das zum Verkauf stehende Dermatologiegeschäft von Bayer das Handtuch geworfen. Zu stark sei bereits an der Preisschraube gedreht worden, heisst es weiter. Das scheint den genauso traditionsreichen wie auch finanzkräftigen Westschweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé aber nicht abzuschrecken. Branchenkenner wähnen ihn weiterhin im Rennen – ganz nach dem Motto: «Man soll dann zugreifen, wenn sich einem Gelegenheiten bieten.» Keine zwei Wochen ist es her, dass der Ende Jahr an die Spitze des Verwaltungsrats wechselnde Konzernchef Paul Bulcke bei den diesjährigen Wachstumsprognosen zurückkrebsen musste. Sein Nachfolger Ulf Mark Schneider kommt wohl nicht um grundlegende ­Veränderungen im Firmenport­folio herum, will er an das «Nestlé-­Modell» vergangener Tage anknüpfen. Dieses sieht ein orga­ni­sches Umsatzwachstum von ­jähr­lich zwischen 5 und 6 Prozent vor. Da käme das Dermatologie­geschäft von Bayer möglicherweise nicht ungelegen, sofern natürlich der Preis stimmt. Aktie an ­schwächeren Tagen kaufen

Überzeugender Gewinnbeitrag

Bei Swiss Re entscheidet sich jeweils im dritten Quartal, ob die Aktionäre einen zusätzlichen Zustupf aus der Barmittelschatulle erhalten. Das kommt nicht von ungefähr, fällt doch die Unwetter­saison an der Südostküste der Vereinigten Staaten in diese Zeit des Jahres. Am kommenden Donnerstag ist es wieder so weit: Der Rückversicherungskonzern aus Zürich legt seinen Zahlenkranz vor. Ganz so schadensarm wie in den vergangenen Jahren dürfte das dritte Quartal nicht ausgefallen sein. Dennoch werde der Gewinnbeitrag aus dem Sachrückversicherungsgeschäft überzeugen, so wird im hiesigen Handel gemunkelt. Einem weiteren milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm stünde damit wohl nichts mehr im Weg. Aktie halten