Der Goldpreis dürfte weiter steigen

SHANGHAI, CHINA - 2015/11/20: A gold Maitreya Buddha showed in a gold shop's window. An overbuilt property market and a devaluation of the yuan have already made Chinese investors the worlds largest consumers of gold. (Photo by Zhang Peng/LightRocket via Getty Images)

Buddha-Statue in Shanghai: Das Interesse an Gold ist gross. Foto: Getty Images

 

Am Schweizer Aktienmarkt mehren sich wieder die Mittelabflüsse. Sie werden durch die sinkende ­Attraktivität der europäischen Märkte ausgelöst. Obwohl die berichtenden Unternehmen bisher gute Quartalsergebnisse lieferten, sind die Aktienkäufer wegen der nicht endenden Wachstumssorgen nur schwer zu motivieren. Nachdem im März und in der ersten ­Aprilhälfte Deckungskäufe die Lage stabilisiert haben, wendet sich offenbar der Trend wieder. An SMI-ETF festhalten

Trading-Gelegenheit

Nachdem die Konkurrenz Randstad starke Zahlen aus Frankreich geliefert hat, wachsen auch die Chancen, dass Adecco eine positive Überraschung bietet. Die Titel, die seit Freitag um den Betrag der ausgeschütteten Dividende billiger sind, bieten bis zum Quartals­bericht am 10. Mai eine Trading-Gelegenheit. Für Konjunktur-­Optimisten eine Kaufgelegenheit

Leerverkäufer sehen Abwärtspotenzial

Roche rückte wieder in den Fokus der Leerverkäufer, nachdem vor Wochenfrist in der SonntagsZeitung von einem angestrebten Verkauf des Roche-Pakets im Novartis-Besitz berichtet worden war. Bei Roche sehen die Leerverkäufer handelbares Abwärtspotenzial von mindestens 3 bis 5 Prozent, vereinzelt auch von gut 10 Prozent. Grossanleger meiden die Roche-Werte weiterhin. Sie warten ab, ob die vom CEO unlängst angekündigte Margenverbesserung im Halbjahresbericht zu sehen sein wird. Sollte sich bis dahin auch die Problematik der Beteiligung von Novartis an Roche gelöst haben, werden die Karten wieder neu gemischt.  Roche-Positionen mit Optionen absichern

Unbereinigte Goodwill-Problematik

Novartis bewegen sich kursmässig gesehen auf dünnem Eis, wie die ausgebliebene positive Reaktion auf Pläne der Beteiligungsreduktion an Roche zeigt. Für Novartis sind die Ertragsprobleme, welche die von Konzernchef Joe Jimenez angegangene Restrukturierung offenbart, auch durch einen Verkauf von Beteiligungen nicht einfach zu bewältigen. Zudem lastet die unbereinigte Goodwill-Problematik weiter auf der Aktie. Darum bestehen auf den Titeln geringe positive und zunehmend negative Kurserwartungen. Am Markt werden wegen der zu mageren Verkaufserfolge der Pharma-Pipeline ebenfalls Leerverkäufe realisiert. Novartis-Namenaktien weiter meiden

Umbruch im Verwaltungsrat

Credit Suisse werden nach der Generalversammlung am Freitag von Marktteilnehmern wieder auf einem höheren Kursniveau ge­sehen. Die mehrheitlich von internationalen Anlegern beherrschte Grossbank steht nach der CEO-Neubesetzung im Vorjahr auch vor einem Umbruch im Verwaltungsrat. Werden die Optionsschein-Käufer der Vorwoche recht erhalten, weil sich neue interessierte Grossaktionäre positionieren werden? Oder schafft es die Grossbank, Quartalszahlen vorzulegen, welche die Erwartungen übertreffen und eine vom Markt wenig erwartete Kurserholung auslösen? An Positionen festhalten

Manipulierte Preise

Gold wird im Volksmund gegenwärtig wieder als teuer bezeichnet. Teuer ist Gold in erster Linie aus Sicht der im Markt engagierten Leerverkäufer und ihrer Freunde in den US-Finanzmedien. Sie manipulieren an den US-Derivate­börsen seit Jahrzehnten den Preis nach ihrem Gutdünken. Nach der Schaffung einer Goldbörse in Shanghai entwickelt sich dort gegenwärtig aber ein grosses Interesse am Edelmetall. Das stärkt die Nachfrage. Deshalb erwarte ich einen weiter steigenden Goldpreis. An sämtlichen Edelmetall-­Anlagen festhalten

Überdurchschnittlich attraktiv

Clariant werden im Chemiesektor durch den Markt zusehends als fundamental zurückgeblieben und deshalb als überdurchschnittlich attraktiv eingeschätzt. Die Gesellschaft ist keine Übernahmekan­didatin, auch wenn periodisch immer wieder darüber spekuliert wird. Händler erwarten, dass das Unternehmen ein starkes Geschäftsjahr haben und die Cla­riant-Aktie auf 20 Franken anziehen wird. An Schwächetagen kaufen

EZB ist gefordert

Nach den jahrelangen Aktien­käufen durch Zentralbanken wie der SNB und der Bank of Japan werden nun auch von der EZB analoge Schritte erwartet. Denn weder die Negativzinsen noch die Anleihenrückkäufe lösten eine Rückkehr der Anleger in europäische Dividendenwerte aus. Darum ist es an der EZB, das Vertrauen in die europäische Wirtschaft wiederherzustellen. Dieses lässt sich allerdings nicht per Federstrich schaffen. Investoren bevorzugen Wachstumsmärkte, in denen nicht ständige Eingriffe durch übermächtige Wettbewerbsbehörden die Geschäftsaktivitäten tangieren, so wie das in Brüssel oft passiert. DAX-Index wegen zunehmender ­Abwärtsrisiken absichern