Bye-bye Einzahlungsscheine!

Dank der neuen QR-Rechnung entfällt das mühsame Eintippen von Konto- und Referenzdaten im E-Banking. Unser Geldberater sagt, wies funktioniert.

Schluss mit endlosem Zahleneintippen: Rechnungen bezahlen wird dank QR einfacher. Foto: iStock

Ich habe gelesen, dass jetzt die QR-Rechnungen kommen. Was heisst überhaupt QR und was bedeutet dies für mich als Privatperson? J.T.

Die Abkürzung QR steht für den englischen Begriff «Quick Response». Hinter dem Kürzel verbirgt sich ein zweidimensionaler Code, der viele Informationen beinhaltet. Die QR-Rechnung ersetzt langfristig die heutigen roten und orangen Einzahlungsscheine.

Dank der neuen QR-Rechnung wird für Sie das Bezahlen von Rechnungen bequemer. Für die Unternehmen und Banken bringt die QR-Rechnung einen effizienteren Zahlungsverkehr. Da die QR-Rechnung alle wichtigen Zahlungsinformationen mit durchgängig verwendbaren Zahlungsreferenzen enthält, kann der Zahlungsverkehr stärker automatisiert und die Zahl von Fehlern gesenkt werden.

Die schweizweite Einführung der QR-Rechnung ist ein wichtiger Schritt in der weiteren Digitalisierung unseres Landes. Wenn Sie heute Rechnungen im E-Banking zahlen, sind Sie allenfalls noch gezwungen, mit der Tastatur selbst Nummern von Konten und Referenznummern einzugeben. Das kostet Sie einiges an Zeit und ist eine grosse Fehlerquelle. Leicht hat man sich vertippt.

Nach einer unbestimmten Übergangsphase werden dann nur noch QR-Rechnungen ausgestellt.

Dank der neuen QR-Rechnungen müssen Sie diese Zahlen nicht mehr eingeben, sondern es genügt, den auf den neuen Rechnungen enthaltenen QR-Code einzuscannen. Am einfachsten geht das gleich mit dem Smartphone. Möglich ist es auch mittels eines QR-Readers an Ihrem Computer oder mit Ihrer PC-Kamera. Indem Sie die App-Lösung Ihrer Bank auf Ihr Smartphone herunterladen, können Sie die QR-Rechnung direkt einlesen. Gebühren für das Erfassen der Rechnung fallen keine an.

Sobald Sie die QR-Rechnung gescannt haben, erscheinen alle notwenigen Zahlungsinformationen auf dem Bildschirm, ohne dass Sie weitere Zahlen eintippen müssen, und Sie können die Zahlung mit einem einfachen Klick auslösen.

Während für Sie die Einführung der QR-Rechnungen aus meiner Sicht nur Vorteile hat, ist sie für Unternehmen mit Kosten verbunden, da deren Software im Bereich Buchhaltung und generell im Rechnungswesen angepasst werden musste. Das ist indes bei den meisten Unternehmen erfolgt.

In den nächsten Monaten werden Sie immer häufiger Rechnungen ausgestellt bekommen, die dem neuen QR-Standard entsprechen. Weil die Umstellung gestaffelt erfolgt, gibt es weiter auch Rechnungen mit den altbekannten Einzahlungsscheinen. Nach einer Übergangsphase, deren Dauer noch nicht festgelegt ist, werden dann nur noch QR-Rechnungen ausgestellt.

26 Kommentare zu «Bye-bye Einzahlungsscheine!»

  • Leo Schmidli sagt:

    Wie bitte, für Kunden hat es nur Vorteile? Wie erfassen sie denn aktuell ihre Rechnungen? Ich habe zuletzt vor Jahren eine Rechnung manuell abgetippt, nutze immer den Belegscanner. Was ist also der Vorteil für mich?

    • Panja Flöte sagt:

      Der Vorteil wird sein, dass auch der Name des Empfängers nie mehr eingegeben werden muss. Heute muss ich oft die eingescannten Daten händisch ergänzen.

  • Nick sagt:

    Ein Witz. Seit ungefähr 20 Jahren besteht die Möglichkeit Rechnungen elektronisch zu empfangen. Ohne Papier, Scanner, QR Codes, etc. Immer mehr Firmen und Behörden bieten diese Möglichkeit. Ich verstehe absolut nicht, warum immer noch Rechnungen auf Papier verschickt werden.

    • Panja Flöte sagt:

      Ja, ich nutze auch „eBill“. Aber es gibt noch immer viele Leute, die nicht digital unterwegs sind (ältere Leute, manche Primarlehrer, Therapeuten, Krankenschwestern, Künstlerinnen etc.).

      Für diese Leute braucht es weiterhin eine Papierversion. Diese Leute schicken die Einzahlungsscheine oft der Post bzw. der Bank, die dann die Einzahlungen für sie erledigen. Mit dem QR-Code wird das alles viel einfacher, genauer und sicherer.

      • Reto Meyer sagt:

        @Panja Flöte:
        Wie kommen Sie darauf das Krankenschwestern weniger digital affin sind? Wohl eine krasse Fehlinformation von Ihnen. Krankenschwestern müssen heute vermutlich mehr als viele andere mit modernen elektronischen Geräten und Patiendosiers umgehen können. Sonst können sie ihren Job heute kaum mehr machen.

  • Markus Haueter sagt:

    Das ist einfach nur PR für eine sehr lausige Innovation: In den nächsten (mindestens 2) Jahren haben wir 3 Einzahlungsscheine: Den Roten, den Orangen und den herrgottdonnernochmal weissen mit Perforation! Darüber scheint sich niemand klar zu sein: Die QR-Rechnung muss auf perforiertem Papier gedruckt werden. Für den Rechnungssteller ist das wieder nur dummer Aufwand und Kosten – für den Kunden gibt es keine – aber wirklich keinen Vorteil. Denn: Wer blind den QR-Code einliest, lässt Betrügern ein riesiges Feld … Die Kontrolle, ob der QR-Code auch den wirklichen Kontobesitzer aufweist, sehen wir ja nur am Bildschirm. Von wegen Sicherheit! …
    Das ganze Projekt ist Müll. Die Zukunft ist sicher nicht in einem QR-Code definiert …

  • Andreas Bollner sagt:

    Den Hackern in die Hände spielen? Ohne mich. Beim E-Banking wurde schon bewiesen, dass es nicht kosher ist und nun noch das Sustitut für den Einzahlungsschein… Nur weil gewisse Leute nicht in der Lage sind, selber etwas zu schreiben, muss nicht die ganze Menschheit dazu verpflichtet werden Dümmlichkeiten mitzutragen.

  • Martin Leu sagt:

    E-Banking mit einem Smartphone ist so ziemlich das unsicherste, was man tun kann. Viel zu wenig bekannt ist auch, wie unsicher die identifikation mittels mTAN (TAN zugestellt via SMS) ist. Grundsätzlich sollte aus Sicherheitsgründen nur internetunabhängige Verfahren mit separaten Geräten wie chipTAN, photoTAN oder QR-TAN verwendet werden, damit ein bestmöglicher Schutz vor Trojanern resp. Man-in-the-Browser-Attacken gewährleistet ist.

  • Glazer sagt:

    Immer wenn es aus den PR Abteilungen heisst es bringe Vorteile für den Kunden ist meistens das Gegenteil der Fall!
    Bestehende gute Systeme werden abgeschaltet zum angeblichen Vorteil des Kunden.

    Die Steuerverwaltung will nur noch ONLINE Steuererklärungen. Das heisst tausende müssen sich Internet zulegen. Das kostet ja nichts, das ist nur ein Vorteil für die Kunden der Steuerverwaltung.
    Der QR EZ soll ein Vorteil sein? Ausgeblendet werden alle Nachteile für die Kunden und die Bankgebühren steigen trotzdem!

    • Panja Flöte sagt:

      Die Papierversion funktioniert auch mit dem QR EZ. Man kann also weiterhin mit den Einzahlungsscheinen zum Postschalter gehen, um seine Einzahlungen zu machen.

  • M. Himan sagt:

    Was ist wenn ich kein E-Banking will? Was ist wenn ich kein Smartphone und kein PC hätte? Was machen ältere Personen, die sich nicht mit PCs und Handys auskennen? Fragen über Fragen, die anscheinend nicht gelöst sind!

  • Tim Meier sagt:

    Wer E-Banking nicht mit dem Smartphone erledigt, der darf einen weiteren Medienbruch bewirtschaften: vom EZ zum Smartphone zum PC. Von Vorteil keine Spur.

  • Manfred Stierli sagt:

    Eh eh, macht mal halblang.
    Statt roten und orangen Einzahlungsscheinen, gibt es künftig einfach schwarz-weisse Einzahlungsscheine, die zusätzlich einen QR-Code drauf haben.
    Mit diesem Einzahlungsschein, kann man die Rechnungen genau so bezahlen, wie man das heute auch schon macht.
    Wer also weiterhin seinen monatlichen Gang zur Post machen will, der kann das auch künftig machen.
    Der einzigste Streitpunkt, wären höchstens die Gebühren. Wenns einfacher wird, sollte es ja billiger werden. Ob das so ist, keine Ahnung.

  • Alfred Bosshard sagt:

    Wo ist der Vorteil? Ich sammle alle Rechnungen und schicke die EZ einmal pro Monat mit einem Borderaux an die Bank. Fertig! Geht alles ohne Online-Verbindung. Die Einsparung mit e-Banking ist das Risiko von Fehlzahlungen nicht wert.

    • Manfred Stierli sagt:

      Was ist der Unterschied zwischen E-Banking und Borderaux?
      Beim E-Banking, füttert man das Banksystem, welche die Zahlung ausführt, direkt selber und Sie können auch gleich verifizieren, ob die Eingabe korrekt ist.
      Beim Borderaux, was Sie an die Bank schicken, macht dasselbe ein Bankangstellter oder ein elektronisches System für Sie.
      Der QR Code ist in Ihrem Fall verlässlicher, weil die Daten standardisiert und elektronisch eindeutig lesbar sind.
      Für die E-Banking Nutzer, fällt das Vervollständigen der Zahlungsangaben, wie zB Empfänger/Adresse weg.

    • Louis Deluigi sagt:

      Ich bezahle nun schon seit über 30 Jahren meine Rechnungen „online“. Die einzigen Fehlzahlungen passierten vor vielen Jahren, als die Bank einmal meine via „Videotex“ übermittelten Zahlungen zweimal ausführte. Das hätte aber auch mit „Ihrer“ Bordereau-Methode passieren können. Weniger begeistert war ich aber darüber, dass ich die zweiten Zahlungen selber zurück holen musste. Zum Glück waren nur anständige Empfänger darunter.

      • Alfred Bosshard sagt:

        Genau diese einzige Fehlzahlung ist das Risiko e-Banking nicht wert. Sie wären anderer Meinung, wenn Sie einen signifikanten Empfänger der nicht ehrlichen Sorte bedient hätten. Ich mache übrigens 50 Zahlungen pro Monat.

      • Louis Deluigi sagt:

        @Alfred Bosshard: Sie scheinen es nicht ganz verstanden zu haben. Nicht durch mein Dazutun wurden die Zahlungen zweimal ausgeführt, sondern durch einen Fehler der Bank. Hätte ich Probleme bekommen, mein Geld zurück zu bekommen, hätte selbstverständlich die Bank gerade stehen müssen. Und wie bereits geschrieben, könnte Ihnen das auch auf dem konventionellen Weg passieren.
        Und noch was: Bei 50 Zahlungen pro Monat ist E-Banking sowieso die einzige vernünftige Möglichkeit. Auch Unternehmen tun das mit den Zahlungen, die nicht anderweitig automatisiert sind.

  • Hansueli Hof sagt:

    Handy und Notebook-Kamera kommen für mich nicht infrage.
    Wo gibt es solche QR-Reader für den Notebook zu kaufen?

  • Sugus sagt:

    Wenn man kein Händy hat? ich denke auch an alte und ältere Leute?

  • Martin sagt:

    Es ist ein weiterer Schritt Richtung Abschaffung des Bargeldes.

    Im QR-Code sieht man ja nicht, welche Informatinen nebst Name und Zahlung sonst noch übermittelt wird. Es gibt Daten-Strings die Rückschlüsse auf den Zahler zulassen. Ohne mich.

    • Anh Toàn sagt:

      @Martin Haben Sie viel Schwarzgeld?

      Wenn ich etwas bezahle, will ich, dass man sehen kann, dass ich bezahlt habe, weil ich sonst riskiere, nochmals bezahlen zu müssen, ausser meine Zahlung sei ausserhalb des Gesetzes: Da muss ich keinem Richter etwas beweisen, im Gegenteil, ich will, dass man nichts beweisen kann.

Kommentar

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