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Wo es in der Schweiz am häufigsten hagelt

Von DB, 19. Mai 2015 2 Kommentare »
Eine neue Karte zeigt die Hagelwahrscheinlichkeit in der Schweiz auf. Die Vorhersage bereitet der Forschung aber nach wie vor Kopfzerbrechen – nun geht sie neue Wege.

Hagel ist schwer vorhersagbar. Doch nun haben Forscher einen Schritt vorwärts gemacht: Eine neue Karte zeigt, wo es in der Schweiz am häufigsten hagelt – nämlich:

  • im Emmental
  • in den Voralpen
  • im Südtessin
  • im Jura
Bildschirmfoto 2015-05-19 um 12.14.07

Die Karte erstellt hat das Lab für Naturrisiken der Versicherung Mobiliar und der Uni Bern in Zusammenarbeit mit Meteo Schweiz. Die Forscher werteten Radardaten der letzten 13 Jahre aus und verglichen diese mit den Schadendaten der Mobiliar.

Längerfristig soll die Forschung auch bessere Hagelprognosen ermöglichen. Dazu beitragen soll auch die Bevölkerung: Über eine Smartphone-App kann sie Hagelbeobachtungen melden.

260'000'000
Franken hat die Mobiliar allein in den letzten fünf Jahren für Hagelschäden bezahlt.

Pilotversuch für die Hagelwarnung

Im Sommer führen das Mobiliar Lab und Meteo Schweiz einen Pilotversuch für eine kurzfristige Hagelwarnung durch. Mehrere Hundert Personen nehmen an der Studie teil: Sie erhalten kurz vor einem erwarteten Hagelschlag eine Warnung per SMS und melden danach, ob es tatsächlich gehagelt hat oder nicht. Dadurch können die Forscher herausfinden, wie gut ihre Prognosen stimmen.

Mit Material der SDA

2 Kommentare zu “Wo es in der Schweiz am häufigsten hagelt”

  1. Raess Rolf sagt:

    Dass es auf dem Monte Cenerie imTessin am meisten blitzt und demzufolge auch hagelt wussten die Physiker der ETH (Physikalische Institut) schon in den 30er Jahren. Um Atomforschung (Beschleuniger) zu betreiben wurden die Blitze dazu verwendet in einem linearen Beschleuniger (Vakuumrohr) Protonen auf hohe Geschwindigkeit zu bringen. Die Sache wurde abgebrochen, als ein Blitz machte was er wollte und es ein Todesopfer gab.