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SBB versus Auto: Die Bahnpreise steigen dreieinhalbmal stärker

Von Luca De Carli, 12. Dezember 2014 150 Kommentare »
Zugfahren wird ab morgen erneut teurer. Wie deutlich das Ausmass der Preissteigerung bei den SBB ist, zeigt ein Vergleich mit dem Auto.
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Der Fahrplanwechsel steht an. Ab morgen Sonntag bieten die SBB mehr Verbindungen – verlangen aber auch höhere Preise. Einzelbillette schlagen um 2,9 Prozent auf. Eine einfache Fahrt ohne Ermässigung in der 2. Klasse von Zürich nach Bern kostet deshalb neu 50 statt 49 Franken.

Dieser Anstieg scheint auf den ersten Blick marginal. Interessant wird es, wenn man die Entwicklung der Preise über einen längeren Zeitraum anschaut. 1990 kostete eine einfache Fahrt von Zürich nach Bern 31 Franken. Seither haben die SBB um satte 61 Prozent aufgeschlagen.

Gar um 100 Prozent ist der Preis eines Retourbilletts gestiegen. 1990 kostete es noch 50, ab Sonntag sind es 100 Franken. Dieser enorme Unterschied bei der Entwicklung von Einzel- und Retourbilletten geht auf das Jahr 2004 zurück. Damals wurde der Rabatt für Retourbillette abgeschafft. Die hier verwendeten Daten stammen aus einem Bericht des Preisüberwachers.

Die Strecke Zürich–Bern ist eine der am besten ausgebauten auf dem Schweizer Schienennetz und eine der teuersten. Allerdings sind die Preisaufschläge auf anderen Strecken ebenfalls hoch, wie diese Tabelle zeigt:

Auch die Preise der Abonnemente der SBB sind ähnlich stark gestiegen:

  • Kostete das Halbtax 1990 noch 110 Franken, sind es inzwischen 175 Franken (plus 59 Prozent)
  • Beim GA eines Erwachsenen für die 2. Klasse beträgt der Aufschlag 70 Prozent (1990: 2150 Franken, ab Sonntag 3655 Franken)

Noch deutlicher wird das Ausmass der Preisentwicklung bei der Bahn im Vergleich mit dem Auto. Möglich wird der Vergleich dank dem Musterauto des TCS. Es entspricht dem Durchschnitt dessen, was in einem bestimmten Jahr auf den hiesigen Strassen unterwegs ist.

Wie sich die Kosten des Musterautos 2014 (Neupreis 35’000 Franken, 15’000 Kilometer pro Jahr) zusammensetzen, zeigt folgende Grafik. Aktuell resultiert ein Kilometerpreis von 74 Rappen:

Musterauto

(Quelle: TCS)

Wie die Bahn- mussten auch die Autofahrer seit 1990 politisch beeinflusste Preisaufschläge hinnehmen – zum Beispiel höhere Treibstoffgebühren bei den Autos und höhere Abgeltungskosten für Infrastruktur bei der Bahn. Auch der Komfort hat sich bei beiden Verkehrsmitteln verbessert. Und trotzdem ist der Preis einer Autofahrt von Zürich nach Bern weit weniger stark gestiegen:

Fährt eine Einzelperson mit dem Auto nach Bern, ist das zwar bis heute viel teurer, als wenn sie den Zug nimmt. Der Kostenanstieg seit 1990 liegt jedoch nur bei 28 Prozent. Das entspricht genau der allgemeinen Teuerung in der Schweiz zwischen Ende 1990 und Ende 2014. Der Aufschlag der Bahn ist bei einer einfachen Fahrt doppelt und bei einem Retourbillett dreieinhalbmal so hoch.

Was sind die Folgen der Preispolitik der SBB? Es ist zwar nicht so, dass ihr die Kunden in Scharen davonlaufen. Aber mögliche Auswirkungen wurden in den letzten Jahren trotzdem sichtbar.

So hat sich der Anstieg der Anzahl beförderter Passagiere zuletzt verlangsamt. 2012 mussten die SBB sogar einen einmaligen Rückgang verkraften (minus 1 Prozent).

Das gleiche Bild zeigt sich bei den Stammkunden der Bahn. Die Anzahl verkaufter GA stagniert inzwischen:

Und beim Halbtax kam es zweimal in den letzten drei Jahren zu einem Rückgang der Verkaufszahlen:

Was sich mit dem Fahrplanwechsel ändert

Hier finden Sie die Übersicht der SBB zum Fahrplanwechsel 2014 und insbesondere Angaben zu den neuen Verbindungen.

Die wichtigsten preislichen Änderungen sind:

  • Einzelbillette kosten 2,9 Prozent mehr.
  • Das GA für Erwachsene für die 2. Klasse wird um 105 Franken teurer und kostet neu 3655 Franke, jenes für die 1. Klasse neu 5970 Franken  (plus 170 Franken). Auch die verschiedenen GA zu reduzierten Tarifen schlagen auf.
  • Unverändert bleiben die Preise für die verschiedenen Halbtax-Abo.
  • Teurer werden dafür die Tageskarten, die mit einem Halbtax verwendet werden können: Jene für die 1. Klasse kostet neu 124 Franken (plus 2 Franken), jene für die 2. Klasse 73 Franken (plus 2 Franken).

150 Kommentare zu “SBB versus Auto: Die Bahnpreise steigen dreieinhalbmal stärker”

  1. Wenn die Preise steigen, dann steigen die Autofahrer wieder auf Autos um. Dann wird auch wieder der Auto Transport und der US Auto Import steigen. Dadurch wird wieder die Automobilbranche angekurbelt. Die SBB hat keinen Umsatzrückgang zu befürchten, denn es gibt zahlreiche Menschen, die mit dem Zug reisen. Vor allem auf längere Strecken. Ein Import Fahrzeug hat zudem einen geringeren Anschaffungspreis als ein Auto, welches in der Schweiz gekauft wird.

  2. André Milani sagt:

    Was soll dieses hysterische Theater ? Warum den OV gegenüber dem Auto ausspielen. Jeder macht doch was er will ! Viele Leute sind auf das Auto angewiesen, insbesondere jene die auf dem Land oder in Berggebieten leben !

  3. Heiri Zürcher sagt:

    Ich staune immer wieder über das Kurzzeitgedächtnis der Stimmbevölkerung bei bestimmten Abstimmungen und vor allem deren Konsequenzen: Am 9. Feb 2014 nahmen 62 Prozent der StimmbürgerInnen und 25 Kantone die Vorlage FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) an. Es soll also jetzt bloss niemand jammern, sondern auch die Konsequenzen daraus akzeptieren. Es war ja so gewollt. Das ist Direkte Demokratie! Langsam verstehe ich die Politiker, wenn sie sagen, dass das Stimmvolk sei mit komplexen Vorlagen überfordert.

  4. Ammon Samuel sagt:

    Nicht auszudenken, wie hoch die Fahrpreise wären, wenn die SBB nicht noch laufend hohe Beträge aus der öffentlichen Hand bekommen würde. Ganz zu schweigen, dass die Autofahrer ganz massiv dazu beitragen. Aber unsere Regierung hat ja das Milchkuh-Prinzip schon lange angewandt -. die Autofahrer, resp. die Kuh kann mamn melken, bis nichts mehr kommt.

    • Patrick Haeusermann sagt:

      Lieber Herr Ammon
      Vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen! Bei Ihrer Argumentation müssten dann auch bei der Autofahrt mindestens die Ausgaben für Strassenbau und -unterhalt mitberücksichtigt werden, dazu kämen dann eigentlich noch weitere Folgekosten aus dem Individualverkehr (z.B. Zeitverlust für die Wirtschaft in Folge von Staus, etc.), die sich nur schwer beziffern lassen. Und Zugfahrer stehen nicht im Stau …

      • Andy5 sagt:

        … und Zugfahrer stehen nicht im Stau ??! … etwas kurzsichtig. Ich stand pro Jahr summiert 2 Tage auf Bahnhöfen wegen Verspätungen, verpassten Anschlüssen usw. Selbst mit 15% SBB-Preisaufschlägen erhält man immer noch keine Entschädigung. Inzwischen fahre ich wieder mit dem Auto zur Arbeit – ohne Stau ( der regelt sich zeitlich auch ohne zusätzlichen Maut-Gebühren ) und spare über 4h pro Woche. Meine Familie und altersbedürftige Mutter dankt es mir.

    • Kurt Herger sagt:

      Immer dieses öde Gejammer. Nebst all den Strassen-Infrastrukturkosten, die auch ich als Nichtautofahrer mittrage, sollten Sie mal die Kosten in Sachen Landverschleiss, Umweltschäden und Unfallfolgen in Ihren Berechnungen miteinbeziehen und nicht nur die der Förderleistung.
      Für Ihren Privat-Komfort und Ihre Flexibiltät dürften Sie getrost mehr gemelkt werden, was aber leider nicht Realität ist.

    • Hans Osterwalder sagt:

      Die Arbeiten der Zugbegleiter wurden nicht weniger, im Gegenteil, so gibt es heute Arbeiten, die es früher nicht gab. Und, Bremsproben sowie die Prüfung der Fahrtüchtigkeit der Fahrzeuge ist nach wie vor das Handwerk des Zugbegleiters…

      • Markus sagt:

        @Osterwalder, die meisten Züge sehen heute keinen Zugbegleiter mehr. Wie sie darauf kommen Bremsproben und technische Kontrollen gehören zum Zugbegleiter Beruf weiss ich nicht. Die Aufgabe des Zugbegleiters beschränkt sich heutzutage auf die Fahrkartenkontrolle. Das war früher sicher anders. Selbst Informationen an die Passagiere sind heute automatisiert und laufen via Bildschirme und automatischen Durchsagen.

        • Bruno Bärtschi sagt:

          @Markus. Die Aufgabe des Zugbegleitpersonals im Fernverkehr besteht nach wie vor tatsächlich zu einem erheblichen Teil aus sicherheitstechnischen Aufgaben, wie Bremskontrolle im Stand vor Abfahrt, Prüfung der Kupplungsverbindungen, Last- und Bremsrechnung sowie alle diesbezüglichen Informationen an den Lokführer, welcher seinen Zug nur anhand dieser Daten sicher führen kann. Die Fahrkartenkontrolle verbleibt je nach Tageszeit, personeller Kapazität und Fahrgastaufkommen in einer untergeordneten Rolle. Früher mussten die Zugbegleiter sogar noch die Arbeiten eines Rangierers ausführen und Güterzüge begleiten. Sie dürfen aber selbstverständlich meine 33-jährige Erfahrung als aktiver Bähnler anzweifeln. Jedem seine freie Meinung.

  5. Beat sagt:

    Solange nicht mindestens ein Chauffeur beim Auto in die Rechnung einbezogen wird, ist das keine Kostenwahrheit. Im öV wird man chauffiert und Personalkosten machen einen Grossteil des Aufwands auf. Erst wenn man eine Taxifahrt mit einer Zugfahrt vergleicht, kriegt man einen Eindruck der echten Kostenwahrheit.

    • Beat sagt:

      PS. Dennoch ist es beschämend, dass der Chef unserer gemeinsamen Staatsbahn über eine Million pro Jahr verlangt.

      • Adrian sagt:

        Wenn wir zu viert nach Zürich fahren, werden drei davon chauffiert und der Preis für die Fahrt sinkt auf ein Viertel pro Person…

    • Martin sagt:

      Ganz falsch, im Gegensatz zum Taxi sind die Kosten für den Fahrzeugführer bei der Bahn nicht relevant. Sie sind unter 5 %, darum können Einsparungen beim operativen Personal niemals zu einer kostengünstigeren Bahn führen, sondern höchstens zu einer schlechteren Bahn. Aber Versuchen sie das mal einem Politiker verständlich zu machen.

  6. Späth sagt:

    Wenn man bedenkt, das bei den Preisen über 24 Jahre, durchschnittlich der Preis bei Retour um 2.93% und bei Einfach um 2.01% gestiegen sind. muss man das ins Verhältnis zu Lohn setzen 1.69% Zahlen findet man im BFS.

    Das die Zugbegleiter kaum mehr Zeit finden, hat der Abnahme an Personal unter Herrn Weibel zu tun.

    • Martin sagt:

      Bei den wenigen begleiteten Zügen sind immer noch mindestens zwei oder noch mehr Zugbegleiter anwesend, so wie früher. Die Arbeit für den Zugbegleiter wurde aber klar weniger. Kein Billett Verkauf mehr, die Türen müssen nicht mehr von Hand geschlossen werden, Bremsporben macht heute der Lokführer alleine und Wagen kuppeln muss der Zugbegleiter heute auch nicht mehr.

    • Walter Meinen sagt:

      Stimmt, Herr Weibel hat das Geld von unten nach oben verteilt und unter anderem dafür gesorgt, dass es zu wenig Lokführer gibt. Ein typischer Manager mit wenig Unternehmer aber viel Abzockerblut.

  7. Sterchi sagt:

    Die preise steigen, doch Zugbegleiter verstehen sich noch immer mehrheitlich als kontrolleure statt als Dienstleister. So stelle ich immer wieder fest, dass Züge — vor allem ABends und auch in der ersten Klasse — verschmutzt sind und kein Zugbegleiter sich bemüssigt fühlt, etwas Ordnung und Sauberkeit zu schaffen oder etwa sich daneben benehmende Passagiere zur Ordnung zu rufen.

  8. Paul Moser sagt:

    Sagt denn der Preis und die Steigerung alles? Kaum. Verglichen müsste auch der Zuwachs des Angebots (Fahrplandichte) werden und die Verkürzung der Reisezeit – immer mehr Komfort – das kostet, ist ja logisch. Also wieder einmal eine Statistik, die man nicht brauchen kann.

    • Rigoletto26 sagt:

      Den gestiegenen Komfort muss ich noch finden: wo ist er auf der Gotthard-Strecke zu finden?
      Kein Minibar, dauernde Verspaetungen (und jetz haben die SBB keine “Italien-Ausrede” bei den Inland-Zuegen), verpasste Anschluesse und keine Information fuer die Passagiere.
      Nur Zahen darf, sonst bitte Schweigen.

    • Egger sagt:

      Ja, fahren Sie mal mit einem deutschen ICE. Der bietet im Gegensatz zu den Schweizer Sardinen-Zügen noch Komfort. Bei uns kann man knapp Schuhgrösse 41 abstellen, ohne auf Nachbars Füssen zu stehen.

  9. Hene sagt:

    bei diesen horrenden preissteigerungen wirds einem ja ganz schwindelig” also ich wuerde das problem ganz einfach loesen und ab morgen, die bahn fuer alle GRATIS machen. das waer doch weltweit in tolles beispiel gegen weniger schwarzfahrer, mensch meier, wie wuerde die EU – nach der masseneinwanderungsinitative – augen zum neuen schweizer entscheid machen!

  10. Hagnauer H.P. sagt:

    Ist ja klar dass überall das Geld fehlt, wenn Politiker und viele Parlamentarier ein Gratis GA bekommen, die gar keinen Anspruch auf so was haben bekommen. Auch SBB Mitarbeiter bekommen bestimmte Gratis Kontingente. Bezahlen tut das alles der normale wenig Bahnfahrer mit immer höheren Preisen. An alle Bahnliebhaber: Ohne Auto könnten besonders die Lokführer, Zugführer usw. ihren Dienst gar nicht morgens um 2:00h usw. wahrnehmen. Keine Züge würden ohne die Autos der Mitarbeiter fahren.

    • Peter sagt:

      Dass SBB-Mitarbeiter das GA gratis/vergünstigt bekommen, ist schlicht falsch. Ich (als Solcher) muss dafür zwar kein Geld bezahlen, aber es wird mir jährlich vom Lohn abgezogen. Ich kann auch nicht wählen, ob ich den Gegenwert lieber ausbezahlt hätte

  11. Wyttenbach sagt:

    Es gab einmal die schöne Aussage, dass mit der Einführung der elektronischen Zugführung die Leistungsfähigkeit der SBB-Trasse um 30% steigen würde. Davon reden wir seit 30 Jahren, doch eingeführt ist noch fast nichts.
    Doch diese Investition würde heute zum grössten Teil ins Ausland fliessen. Darum bauen wir doch lieber für 30 Mia. Mehr Infrastruktur, dann profitiert ausschliesslich die hiesige Bauindustrie.
    Am besten bauen wir in Zukunft alle Tunnels auch gleich wie am Lötschberg mit 1.9 Röhren (es fehlen ca. 3km. Einer Röhre), damit sie nicht für den Güterverkehr benutzt werden können. Dies hat zur Folge, dass die Trassekosten dann einzig für den ÖV erhöht werden müssen…
    Capito?

  12. Marcel Zufferey sagt:

    Was kostet pro Jahr mehr: Auto oder Zug (ÖV)? Die Antwort ist ganz einfach: Der ÖV ist erheblich billiger! Die Strecke Bern-Zürich alleine als Vergleichsbasis heran zu ziehen, macht wenig Sinn. Aber das war ja auch nicht die Absicht dieses Beitrages. Rechnet man die Kosten, die ein Auto während der gesamten Lebensdauer verursacht nach erw. TCS-Schema aus, also vom Kauf bis zum Verkauf desselben, und stellt dieser Rechnung die Jahreskosten eines Jahres-Streckenabos oder GA’s 2. Klasse gegenüber, dann wird einem die ganze Kostenwahrheit klar!

    • Losenegger sagt:

      Wie wahr. Doch ‘Zeit ist Geld’ nicht zu vergessen. Wenn man noch all die verpassten Zuganschlüsse mitdazurechnet sieht der Kostenvergleich schon wieder ganz anders aus. Selbst wenn man mit dem Auto im Stau steckt, dauert es nur selten länger, als mit den ÖV.

    • Fabian Hauser sagt:

      Leider ist es nicht ganz so einfach, Herr Zufferey. Ich gehe davon aus, dass Sie mit Ihrem Beitrag meinen, dass ein ÖV-Nutzer mit einem GA 2. Klasse (und viel gefahrenen Kilometer) pro Jahr und Kilometer weniger aus dem eigenen Portemonnaie berappen muss, als ein Strassenverkehrsteilnehmer. Da liegen Sie richtig. Nur hat das ganze nichts mit “Kostenwahrheit” zu tun. Der Strassenverkehr finanziert alle anfallenden Kosten tatsächlich selber, während der ÖV (politisch bewusst und gelenkt) dies nicht tut. Müsste der ÖV die tatsächlich anfallenden Kosten auf die einzelnen ÖV-Nutzer voll und ganz umlegen, wäre der ÖV (leider) konkurrenzlos gegen den Strassenverkehr. Das ist “Kostenwahrheit”.

      • Hans Osterwalder sagt:

        @Fabian Hauser: Würde die Natur auch Rechnung stellen, könnte sich kaum einer mehr das Autofahren leisten. Es würde mit den Umweltabgaben schlichtweg zu teuer. Das wäre richtige Kostenwahrheit.

  13. Stefan Hohreutner sagt:

    Die wachsende Differenz gilt auch für die Bussen. Parkbussen sind inzwischen lächerlich tief. Im ÖV ist man ohne Billet schon fast kriminell.

    • Ken Bucher sagt:

      Was bitte soll dieser Vergleich? Wer ein Billet löst bekommt keine Busse, wer die Parkuhr füttert auch nicht und das werden die meisten wohl auch tun.

  14. Felix Rothenbühler sagt:

    Liebe Auto-Verteidiger: Nehmt bitte zur Kenntnis, dass der MIV mit Vignette und Mineralölsteuerzuschlägen nur die Kosten der nationalen Strassen (Autobahnen und einige wichtige Hauptstrassen) direkt finanziert. Alle kantonalen und kommunalen Strassen werden aus allgemeinen Steuergeldern bezahlt (Beteiligung Bund an Kantone rund 10%). Der Bund gibt, so weit ich in Erfahrung bringen kann, rund 2 Mia. jährlich aus, die Kantone und Gemeinden ebenfalls weitere rund 2 Mia.! Das Autobahnnetz umfasst ca. 3% aller Strassen, Kantonsstrassen machen rund 25% aus und 72% sind Gemeindestrassen! (Quelle u.a. Interpellation Graber Konrad, 13.3719 von 2013)
    Der MIV deckt mitnichten die Infrastrukturkosten!
    Hinzu kommen die externen Kosten, die für die Strassen bei über 8 Milliarden liegen.
    (Tagi: Das wäre mal ein Datenblog wert: Tatsächliche Ausgaben/Einnahmen über alle Strassen/Strasseninfrastruktur und Unterhalt/Betrieb. Danke.)

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Und ja: Ich habe die kantonalen Fahrzeugsteuern vergessen. Die Ausgaben für die Gemeindestrassen bleiben.

      • Peter sagt:

        Gemäss Transportrechnung deckte die Strasse 90% seiner Kosten selber (ohne externe Kosten).
        Vor allem wenn man beachtet, dass ein gewisser Teil der Vignetteneinnahmen sowie des Mineralölsteuerzuschlags der ÖV zu gute kommt, sowie noch 50% der Mineralölsteuer in die Bundeskasse fliessen, stellt sich die Frage ob Autofahrer mehr bezahlen als sie eigentlich an Kosten verursachen (wieder ohne externe Kosten).
        Kantonal gesehen decken die die Motorfahzeugsteuern einen Grossteil der Kosten. Hinzu bekommmen die Kantone ihre Anteile an der Mineralölsteuer sowie LSVA.
        Auf Gemeindestrassen ist es tatsächlich so, dass der MIV seine Kosten kaum deckt. Auf der anderen Seite sollte auch beachtet warden, dass in Gemeinden die Strassen oftmals noch andere Mitbenutzer haben als den MIV.

      • Hans Ochsner sagt:

        Richtig, die Ausgaben für die Gemeindestrassen bleiben. Dafür erhalte ich den zusätzlichen Nutzen mit dem Fahrzeug von Haus zu Haus fahren zu können. Die SBB bietet mir diesen Mehrwert nicht.

    • P. Linder sagt:

      Nach Ihrer Logik braucht es die Gemeindestrassen also nur für den MIV. Ich weiss nicht wo Sie leben, aber da wo ich wohne brauchen die Post, die Kehrichtabfuhr, die Gemeindewerke und ein paar weitere Akteure jedenfalls keine Helikopter, um an eine bestimmte Adresse zu gelangen.

    • André Milani sagt:

      Und was ist mit den externen Einnahmen ? Wenn wir die Autoversicherung bezahlen, dann kommt die MWST dazu. Idem wenn wir unser Auto in die Garage geben usw. Der Automechaniker sowie die Garage bezahlen Gemeinde, Kantons und Bundessteuren. Es gibt noch viele Personen und Betriebe die ebenfalls in der Schweiz für die Autobranche tätig sind. Und noch : Für jedes Auto, dass importiert wird, werden Gebühren erhoben usw.

      • St. Balte sagt:

        Und was ist mit den Schäden an der Umwelt? Wer kommt dafür auf?
        Und was ist mit der Subventionierung fossiler Brennstoffe? Trotz Klimawandel werden diese noch immer massiv stärker gefördert als erneuerbare Energien. Zudem bezieht die SBB bereits Heute 90% des Stromes aus erneuerbarer Energie, bis 2015 100%.
        a) wäre es schön mal eine Gesamtrechnung zu sehen.
        b) ist die Entscheidung den ÖV zu benutzen keine reine Kostenfrage.

        • Peter sagt:

          Wo genau werden den fossile Brennstoffe subventioniert?

          Die Aussage, dass die SBB 90% ihres Stromes aus erneuerbaren Energien bezieht mag zwar stimmen, ist jedoch zu hinterfragen. Denn im Moment haben nur Grosskunden die Freiheit ihren Anbieter frei zu wählen. Deshalb ist es im Moment auch nicht schwierig für die SBB, nur Ökostrom zu beziehen. Die Frage wird viel mehr sein, wie es aussehen wird wenn alle Nachfrager ihren Strom frei wählen können. Da wird es schwierig für alle Ökostrom anzubieten, wenn wir doch wissen, dass 30% unserer Energie aus AKWs stammen.

          Der ÖV hat sich sehr wohl an Kosten zu richten. Nur ist es schwierig für einen Monopolisten Preise festzulegen. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass zu tiefe Preise volkswirtschaftlich keinen Sinn machen, den dieser führt zu einen Überkonsum der Bahn wie auch zu Verlusten des Betreibers, welche heute ja durch Subventionen ausgeglichen warden.

    • Beat sagt:

      Es fehlt noch ein zentraler Punkt: Die Lohnkosten. Im öV werde ich gefahren und habe sämtliche Zeit, um mich anderem zu wenden/schlafen/arbeiten etc. Im MIV müsste man die Lohnkosten von mind. zwei Chauffeuren mitberechnen (6h morgens bis 23h abends) macht inkl. NK nochmal 150’000 pro Jahr. D.h. der Kilometerpreis wäre dann 10Fr./km höher, also 10.74 Fr. Das ist Kostenwahrheit.

  15. Reto König sagt:

    Eigentlich erstaunlich: Im Artikel wird ausführlich geschildert, wie stark die Bahnpreise seit 1990 im Vergleich zur allgemeinen Teuerung und zu den Kosten fürs Autofahren erhöht haben. Dies ist eindeutig eine Folge politischer Entscheidungen. Darauf wird in den meisten Kommentaren aber überhaupt nicht eingegangen, es wird vielmehr über ineffiziente Bahn und viel zu teures Autofahren gewettert.

    Dabei ist diese Entwicklung ausgesprochen bedenklich. In den Achtzigerjahren wurden die Problematik des rapid anwachsenden Privat-Verkehrs ernst genommen und der ÖV entsprechend vereinfacht und verbilligt und dadurch auch recht erfolgreich gemacht. Davon profitiert auch der Strassenverkehr!

    Die massive Preisverschiebung zuungunsten des ÖV seit 1990 droht, diesen Fortschritt wieder zunichte zu machen. Die Folge wird eine zunehmende Rückverlagerung auf die Strasse se

    Von mir aus gesehen, liegt ein klares Versagen der Politik vor, geschuldet mutmasslich dem Einfluss gewisser Lobbys.

    • frey thomas sagt:

      Danke für diese Worte! Es sind bestimmt nicht die “bösen Linken”, welche den ÖV am liebsten ganz vernichten möchten.

  16. Markus sagt:

    Auffällig ist, dass die Preisexplosion genau dann anfing, als man die SBB in eine AG umgewandelte und der Zugbetrieb dereguliert wurde. Dabei wurde uns doch gesagt, dass die Bahn so günstiger und besser würde. Es wäre schön, wenn jemand nachforschen würde in welchem Bereich die Kosten gestiegen sind (Verwaltung, Infrastruktur, Züge?). Das wäre eigentlich das wichtigste, um am entsprechenden Ort Sparmassnahmen bzw. Effizienz Steigerungen zu starten. Ich staune immer wieder das dies niemand, auch keine Politiker, interessiert. Man schaut einfach zu.

  17. Simon sagt:

    Wo genau sind beim Auto die Kosten für die Pflege von Unfallopfern bzw. Renten für Hinterbliebene eingerechnet? Zahlen wir alle mit unseren Krankenkassen-Prämien…

    • P. Linder sagt:

      Bitte studieren sie mal warum für ein Auto eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss, bevor Sie solchen Blödsinn in die Tasten hauen.

  18. Hans Grimm sagt:

    So vergleiche ich Auto und GA! 2007 kaufte ich das Auto für 16’500.-/33200Km.Okt.2014 mit 173’200Km beim eintauschen noch 1000.-erhalten? Total Ausgaben 62’588.-.Nun die GA? Rechnen den neusten Preis 3655.-mal 2=7’310 und das mal die 7 Jahre=51’170.-(meine Frau und ich gehen meistens zusammen auf Reise…)d.h.mit diesem Vergleich,verstehe ich nicht so recht wieso z.t.gegen die SBB gewettert wir? Evt.ein Tipp an die SBB,macht doch mal bublick was 1Km S-Bahn Zug kostet oder ICE ect.dass vielen evt.klar wird wo/was/wieviel kostet? Mein Rat an alle,ist Ur-Ur-Uralt-miteinander gehts besser.Also los Autofahrer und Eisenbahnfahrer alles gute fürs 2015 u äbä mitenand!

    • voser ruedi sagt:

      Guter Ansatz Herr Grimm. Ich liebe Bahnfahren, nur ist es mir mittlerweile nebst dem Auto, das ich brauche zu teuer geworden. Das Halbtax für meine Frau und mich habe ich vor 2 Jahren gestoppt weil auch dieses immer teurer wird. Und Sie haben nicht erwähnt, dass Bahnbilette zu über 60%, man lasse sich das auf der Zunge vergehen, über Steuergelder, Quersubentionierung der Strassenverkehrs wie Minealölsteuer subventioniert wird. Schade, nach jahrzehnte langem Versuch Auto und Bahn für alle interssant zu machen, was fast geglückt ist, macht man das wieder kaputt mit den regelmässig massiven Preisaufschlägen der Bahn. Wirklich schade.

  19. Martin Meier sagt:

    Schade ist, dass die SBB noch immer sehr ineffizient unterwegs ist. Und falls das Management etwas machen möchte, stehen spätestens dann die Gewerkschaften (SEV, etc.) ioder das BAV m Weg und verhindern jeden Fortschritt.

    • Reto König sagt:

      Wenn Sie dem Ersatz von gut ausgebildeten Zugbegleiter durch Bahnpolizei und Videoüberwachung als Fortschritt sehen, wenn Sie generell die laufenden Bemühungen zur McDonaldisierung der SBB gut finden und wenn Sie der Meinung sind, dass Gratis-WLAN und Kolumnen im Blick am Abend geeigneter sind, die Effizienz der Bahn zu steigern, als etwa Investitionen in Wartung und Unterhalt, dann haben Sie wohl recht mit Ihrer Kritik am SEV und Ihrer Unterstützung von Meyer und Co.

      Das Einzige, was dagegen spricht ist der Gesunde Menschenverstand!

    • Urwyler sagt:

      Sehr geehrter Herr Meier
      Es scheint mir, dass Sie sich gut auskennen. Wie wird zum Beispiel von Seiten des SEV verhindert, dass die SBB fortschritlicher und effizienter wird?

    • Markus sagt:

      Die Gewerkschaften stehen im Weg? Sind darum den Lokführern und Zugbegleiter die Sonntagszulagen um 20% gekürzt worden? Das ist natürlich ein riesen Schritt nach vorne, die Bahn wurde dadurch glatt Wegs um 0,00001% effizienter. Vielleicht könnte man etwas beim Management machen, aber da steht sich dann das Management selbst im Weg.

    • Urs Jordi sagt:

      Hr. Meier. Wieder mal müssen die Gewerkschaften für Fehler des Kastenwesens hinhalten. Für mich ist klar, dass das SBB-Management verantwortlich ist. Mit dem Stellenabbau und immer mehr Aufgaben für das Personal einerseits und anderseits grosszügige Entlöhnung im Management.
      Die SBB haben wenig für das Eisenbahnerherz übrig. Stattdessen werden Millionen für die Erweiterung des Empfanges von Handy, I-Phone und Computernetzwerke investiert. Ein wirklicher Fortschritt wäre, wenn die SBB nachhaltig in die Infrastruktur und das Personal investieren würde! Im Departement Leuthard hat die Ökologie leider einen zu bescheidenen Wert. Mit der ständigen Preissteigerung der Billette im öffentlichen Verkehr führt man keine nachhaltige Politik und setzt auch keine Zeichen für ökologische, soziale und intelligente Werte!

  20. Heinz Buser sagt:

    Der Autofahrer zahlt 100% der Betriebskosten selber (Auto, Fahrer,Versicherungen etc.) Für die Benützung der Infrastruktur (Strassen) zahlt er mehr, als diese Infrastruktur kostet. Der Eisenbahnfahrer zahlt mit dem Ticketpreis nicht einmal vollständig die reinen Betriebskosten der Bahn und gar nichts an die Infrastruktu (Schienennetz). Die sogenannten indirekten Kosten (Umweltschäden, etc.) sind beim Auto 7,5 Mia Fr. höher als bei der Bahn. Mit etwa dem gleichen Betrag wird der öV subventioniert. Resultat 1 zu 1? Nein, denn 75 % des gesamten Transportvolumens (Personen und Fracht) geht über die Strasse.
    50% der Personenkm. des öV werden auf der Strasse erbracht, ohne dass der öV dafür mitbezahlt.. Alle Nahrungsmittel, Baustoffe, nahezu alles was wir zum Leben brauchen kommt über die Strassen in die Dörfer und Städte, auch zu den Nichtautofahrern. Wieso sollen daher die Strassen nur von den Autofahren finanziert werden und den Eisenbahnfahrern wird mehr als die Hälfte ihrer verursachten Kosten geschenkt?

    • Daniel Tannacker sagt:

      Was Sie sagen, ist ganz einfach falsch. Die Strasse erzeugt zusätzlich 8.5 Mrd CHF externe Kosten, die Schiene nur 0.5 Mrd CHF [1]. Unter dem Strich muss die Strasse also massiv subventioniert werden (die Schiene auch, aber bei weitem nicht so stark). Deshalb sollten die Auto- und Treibstoffsteuern massiv erhöht werden, denn es macht keinen Sinn dass so viele Leute ein Auto haben und brauchen, wenn der ÖV auch finanziell eine Alternative wird.
      .
      [1] http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/02/blank/01/01.html

      • André Milani sagt:

        Herr Tannacker – Sie leben wohl in einer Stadt. Total egoistisch gegenüber den Menschen die auf dem Land und in Bergregionen wohnen und auf das Auto angewiesen sind !

  21. Peter Steiner sagt:

    Klar sind die Kosten der Bahn weit stärker gestiegen als beim Auto. Schliesslich wird der öV in der Schweiz von der Politik hermetisch von Wettbewerb und Kunkurrenz abgeschirmt wie es die DDR war. Das ein solches System mit kartellähnlichen Strukturen weder kundenorientiert noch innovativ sein kann, versteht sich eigentlich von selbst.

  22. Erich Deiss sagt:

    Die Bahn ist zwar teurer als das Auto, dafür produziert sie kein CO2, sondern nur nukleare Abfälle durch die Stromproduktion.

    • Mark Angler sagt:

      Das ist falsch. Die SBB erzeugt ihren Strom selbst und nutzt keinen Atom-Strom.

      • Walter Bossert sagt:

        Die Wasserkraft der SBB reicht schon lange nicht mehr aus! Das war einmal! Heute fahren auch viele Züge mit AKW oder Kohle-Strom. Hört auf mit den Märchen!

        • Peter Steiner sagt:

          In der Schweiz ist sicher relativ wenig Kohlestrom im Bahnstrommix, gesamteuropäisch sieht das aber ganz anders aus. Die Dampflok ist tot, eslebe das Dampfkraftwerk…

      • Carl Zucker sagt:

        Das ist wiederum falsch. Die SBB ist indirekt an AKW beteiligt.

      • Carl Zucker sagt:

        Sie besitzt ua 13.5% an der AKEB, der Aktiengesellschaft für Kernenergiebeteiligungen. http://www.akeb.biz

        • Mark Angler sagt:

          Ich korrigiere mich, das hat sich offenbar tatsächlich inzwischen geändert: Gemäss SBB Website wird Stand 2013 80% des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen bezogen. Bis 2025 will die SBB völlig auf Kernkraft verzichten.

  23. peter sagt:

    Das Halbtax ist völlig wettbewerbsverzerrend und müsste mindestens 1000.- kosten, wo bleibt da der Preisüberwacher?

  24. Max Meier sagt:

    Was für ein komischer pseudowissenschaftlicher Artikel, der mit vielen Tabellen Seriösität vorspielen will. Fakt ist, dass die Bahn bereits in den 90er Jahren massiv höher subventioniert wurde als der Strassenverkehr. Diese Subventionen werden jetzt halt in homöopathischen Dosen reduziert, was langsam, aber sehr langsam Richtung einem guten Selbstfinanzierungsgrad der Bahn geht. Damit verbunden sind natürlich und hoffentlich auch weiter höhere Bahnpreise.

    • Carl Zucker sagt:

      Die Subventionen werden nicht mal abgebaut. Der Eigenfinanzierungsgrad der SBB ist über die letzten Jahre kontinuierlich gesunken, da die Kosten noch schneller explodieren, als die Ticketpreise. Bspw. für das Beraterheer des CEO.

  25. Goetschi sagt:

    Ihr vergesst bei einem Vergleich die laufend verstopften Strassen, die ständigen Staus sowie die z.T horrend hohen Parkgebühren in den Städten – von den Bussenjägern ganz abgesehen! Also für mich gilt: wenn alleine stets OeV wenn mehrere Personen dann Auto – aber dann mit allen damit verbundenen Nachteilen. Für die ewigen Nörgler unseres OeV fährt mal in Italien oder Frankreich mit der Bahn – da werdet Ihr Euch an die SBB zurücksehnen! Und Steiks haben wir da auch keine!

  26. Bruno Bänninger sagt:

    Das Problem der SBB ist identisch mit dem Grundproblem das alle staatlichen und halbstaatlichen Unternehmen haben.
    1. Der Betrieb muss nicht rentieren.
    2. Allfällige Defizite werden automatisch ohne Nachfrage abgedeckt.
    3. Der gesamte Verwaltungsapparat, insbesondere der Wasserkopf ist völlig überdimensioniert.
    4. Die hohen Kosten dafür stehen in keinem gesunden Verhältnis weder zu den Gesamtkosten noch zu den Einnahmen.
    5. Die beste Einnahmequelle für die SBB, von der die Kunden nicht betroffen wären, ist rigorose Sparsamkeit in der Verwaltung,
    Gut möglich, dass der Betrieb danach sogar runder laufen würde.

    • Mark Angler sagt:

      Würde man nach Ihrem Vorschlag nicht nur das SBB Angebot sondern auch das Strassennetz planen, wird’s keine Strasse mehr in Dörfer, in die Natur raus, in die Berge hoch, etc. geben, sondern nur noch Autobahnen und Schnellstrassen. Wie beim Schienennetz kann man eben auch beim Strassennetz nicht nach rein wirtschaftlichen Kriterien planen, sonst wäre die Grundversorgung nicht mehr sichergestellt. Siehe andere Länder, in denen Schiene und Strasse privatisiert wurden.

      • Bruno Bänninger sagt:

        Herr Angler, um es noch anders zu sagen nicht die Produktion (Grundversorgung) ist das Problem. Das Problem ist die Höhe der Kosten des immensen (unproduktiven) Verwaltungsapparates die in dieser Höhe nicht zu rechtfertigen sind im dem Auftrag zur Grundversorgung..

  27. Es ist endlich an der Zeit, die Swissmetro zu verwirklichen oder wenigstens doppelstöckige Zug und Autonetze zu bauen.

    • Rigoletto26 sagt:

      Vielleicht. Man muss ab sofort auch Fernbusse zulassen, sowie im banachbarten Ausland: Konkurrenz ist was fehlt!1

  28. Marco Affolter sagt:

    Kein Problem, wohne in der Stadt und der Fernverkehrstarif innerhalb der CH tangiert mich nicht, zumal mich weder Bern noch Hinterpfupfingen für eine Städtereise sonderlich reizen. Bevor ich 100 Stutz für ein Ticket nach Bern und zurück bezahle, kauf ich mir bei Easyjet zwei Tickets nach London fürs selbe Geld. Sorry, liebe Ökofundis ;-). Und steigen die Preise weiter in diesem Ausmass, werden halt aus London irgendwann die Canarias ;-).

  29. Markus Müller sagt:

    Die SBB haben sich mit dem GA und dem Halbpreis-Abo in eine preisliche Sackgasse manövriert. Beide waren mal richtig, heute sind sie aber falsch. Eine Flatrate in einem System, das physischen Aufwand bedeutet, ist sowieso sehr problematisch. Das weit verbreitete Halbtax auf der anderen Seite bewirkt, dass die normalen Preise zu hoch angelegt werden müssen. Fast alle anderen Länder haben für Vielfahrer eine Abo mit etwa 20 bis 30 Prozent Rabatt. So kann man noch vernünftige Einzelpreise machen.
    Statt des GA sollte man schon lange ein RFID-Ticket mit stark degressiven Tarifen einführen. Die Kosten sind nach Benutzung, aber stark degressiv. Für einen normalen Vielfahrer käme das nie teurer als das heutige GA. Die Extrem-Dauerfahrer und unnötige Fahrten der normalen GA-Benützer würden hingegen verhindert. Viele GA-Eigner haben dieses sowieso nur wegen dem Komfort. Viele moderne Bahnsysteme (London, Hongkong, Singapur etc.) haben solche Systeme. Kann die Schweiz da technisch wirklich nicht mithalten?

  30. Jürg Mosimann sagt:

    Es hat keinen Sinn das Auto und die Bahn gegeneinander auzuspielen. Es braucht beides! Frage an Ihr da draussen: Kannn mir mal jemand erklären wiso dass Leute welche Arbeiten gehen, (egal ob mit Auto oder ÖV) und somit Steuern zahlen nicht einfach ein Halbtaxabo oder ein massiv vergünstigtes Tarifverbundsabo bzw. Streckenabo erhalten?

    • Anh Toan sagt:

      Warum sollte er?

      Warum sollte er staatlich subventioniert werden, er ja Einkommen, zahlt Steuern.
      Sollte jemand, der Nahe an seiner Arbeit im Zentrum wohnt, nicht Wohnkostenzuschüsse erhalten?

  31. F. Graf sagt:

    Früher gab es zwischen Großstädten stündlichen Verbindungen, was eigentlich das Bedürfnis von 99+% der Fahrgäste abdeckte. Dan kamen die halbstündigen Verbindung, irrtümlicherweise als großer Fortschritt verkauft, aber natürlich mit höheren Kosten verbunden. Man muss sich langsam fragen, wieweit der durchschnittliche Benützer noch bereit ist zu zahlen, um im Viertelstunden Takt nach Zürich z fahren oder um in Bern fünf Minuten früher ankommen zu können. Alles hat seinen Preis, aber man darf sich fragen, warum der “normale” Zugpassagier für die Pseudobedürfnisse einigen Wenigen zur Kasse gebeten werden soll.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Die Erhöhung des Taktes ist nicht primär dazu gedacht, die Bequemlichkeit zu steigern, sondern dazu, die Gesamtkapazität zu Erhöhen. Ein Zug kann nicht beliebig länger gemacht werden. Sollen mehr Fahrgäste befördert werden, lässt man weitere Züge fahren.
      Die Geschwindigkeitsverbesserungen dienen dazu, die Anschlüsse zu gewährleisten. Man versucht, wichtige Strecken unter 1h zu bringen, damit ein Netz von Verbindungen im 1h-Takt möglich werden.
      Die Verbesserungen dienen meist allen Zugpassagieren.

  32. Rolf Handschin sagt:

    Und trotzdem wird noch immer jedes Bahnticket zu enormen 60% vom Autofahrer mitfinanziert.

  33. Peter Aeschlimann sagt:

    Die Bahn ist viel billiger. Wenn ich feststelle das diverse Bahnbenützer zwei Plätze in Anspruch nehmen für sich, und seiner Taschen sogar einen Fensterplatz gönnt.

  34. Carlo sagt:

    Ich muss öfter von Zürich nach Mannheim, ich habe nun mal die Verbindung mit dem ADAC Postbus ausprobiert. Für15 Euro habe ich kostenlos WiFi, , einen reservierten Platz, kostenlose Filme, und einen freundlichen Chauffeur. Ich muss nicht umsteigen, kein Gepäck schleppen. Mit der Bahn zahle ich mind. CHF 74 ohne Platzreservation. Die Bahn muss sich sehr warm anziehen, sonst verliert sie massenhaft Kunden an die Fernbusse. Preiserhöhungen sollten zur Zeit tabu sein.

  35. Hippo Champus sagt:

    Leute, welche behaupten, der Kostendeckungsgrad des motorisierten Individualverkehrs sei höher sei gesagt: Vergesst die negativen Externalitäten nicht! Diese sind beim Auto wesentlich höher und, wie auch bei der Bahn, trägt die Allgemeinheit die negativen Auswirkungen davon. Beispiele: Materialverbrauch und Energieverbrauch bei der Autoherstellung, Öl-/Benzinverbrauch, Abgasemissionen, Feinstaub, Lärmemissionen, Ressourcen- und Landverbrauch durch Infrastrukturbau (Autobahnen, Geleise, Bahnhöfe). Man sieht: Die wirklich negativen Punkte sind alle ungedeckt!
    Das eigentliche Hauptproblem ist jedoch das Bevölkerungswachstum. Nur dauert es nun wohl wieder 5-10 Jahre, bis die Schweizer das endlich einsehen. Denn die Technik macht Fortschritte, diese werden aber dauernd durch das Bevölkerungswachstum aufgefressen.

  36. theo sagt:

    Abgeschnittene Skalen – Beginn erst bei 35 oder 100 Franken – erzeugen immer eine künstliche Dramatik. Sollte ein so seriöses Portal nicht nötig haben.

  37. Chris-72 sagt:

    Immer wenn ich die überfüllten Züge sehe, bin ich sehr froh, dass ich den Luxus habe mit dem Auo zur Arbeit zu fahren. 15 Minuten ohne je Stau zu haben. I Love to Drive my car!

  38. Geert Bernaerts sagt:

    Ich hatte zuvor 25 Jahre kein Auto und Jahrelang das GA. Letztes Jahr hat es mir banni den “Nuggi rausgehauen”. Steigende Preise bei immer weniger Service und höherem Bonus für die Geschäftsleitung? Nein Danke! Das Auto kostet mir nicht 73, sondern 34 Rappen pro Kilometer. Mit Versicherung, Abschreibung, Reparaturen und Benzin. Lange Strecken ab 2 Personen sind ein drittel günstiger mit dem Auto. Aber das schlimmste bei der SBB sind die völlig überteuerten Kurzstrecken zum Einkaufen ins nächste Dorf. Ich würde ja gerne mit dem Zug gehen, aber hallo, 6x teurer als mit dem Auto…

  39. Leimgruber sagt:

    Wen ich mit 4 Personen diese Strecke mit dem Auto fahre, dann sieht das Resultat noch viel besser aus.

    • Dani Kobler sagt:

      Wahrscheinlich hat ihr Auto sogar 5 Sitzplätze.
      Aber stellen sich sie sich doch an eine x beliebige Strasse, jedesmal wenn ein Auto vorbeifährt nur 1 Person drin geben sie sich eine Ohrfeige, sind 2 oder mehr Personen drin, trinken sie ein Schluck Glühwein.
      Ich wette mal das es nicht reicht um betrunken zu werden, sie gehen vorher ko.

  40. Andreas Müller sagt:

    Bern-Zürich Retour:

    Zug: Billet 1.Kl. 140 Fr., Tendenz steigend. Gerangel beim Einsteigen, Gerangel um Sitzplätze Überfüllte Wagen, genervte unfreundliche Schaffner, schreiende Kinder, Verspätung, Im Sommer heiss, im Winter kalt, alles inklusive.

    Auto: 10 Liter Diesel = 17 Fr., Tendenz fallend. Komfortable Fahrt mit Klimaanlage, einen Becher Kaffee, Telefon Freisprechanlage, angenehme Musik… inklusive.

    noch Fragen?

    • padrutt pascal sagt:

      @Mueller. Kann ihnen in vielen Punkten beipflichten. Zwei Argumente teile ich jedoch nicht.

      1) Die Dieselkosten sind sicher im Sinken begriffen, aber ob man hier von einer langfristigen Tendenz sprechen kann, darf zumindest bezweifelt werden. Vieles spricht langfristig für höhere Treibstoffkosten.

      2) Jeder versteht wohl unter Komfort was anderes. Ich zum Beispiel spreche erst von einer komfortablen Fahrt, wenn ich nicht dauernd im Stau stehen oder mich durch dichten Verkehr kämpfen muss.

    • Patrick sagt:

      den Stau bitte nicht ausblenden. Das Parkplatz suchen, die Blitzkästen, der Baustellenterror, VAN- und SUV-Fahrer nicht vergessen… es gäbe sich noch mehr. Trotzdem fahre ich mit dem Auto und zwar aus einem grund: Die Rückfahrt. Ich kann gehen wann ich will. ZH-BE bevorzuge ich aber die Bahn, solange die Autobahn nicht 8-spurig ist und Leute die weniger wie genau 120 fahren nicht gebüsst werden.

      • @ Patrick (14h37): Sie schreiben”.., solange die Autobahn nicht 8-spurig ist….”,Autobahnen könnten 100-spurig sein, aber der Durchschnittsfahrer den Verkehr nicht beherschen kann, nützen zusätzliche Spuren absolut nichts ;-).

    • thomas sagt:

      Wenn jemand die Kosten einer Autofahrt nur mittels Benzinverbrauch berechnet sind weitere Fragen an diese Person Zeitverschwendung.

      • Andreas Müller sagt:

        Sie haben Recht. Die Berechnung ist falsch, denn ich benutze einen Firmenwagen und so kostet die Fahrt 0 Fr. egal wie hoch der Dieselpreis ist.

    • Sunflower sagt:

      Und der Stau Zürich-Bern???? Jeden Tag xminuten bei Unfällen gehts auch mal um Stunden. Und die hats ja jeden Tag! Nein danke dann doch lieber etwas Gerangel und evtl ein Kind das schreit

      • Andreas Müller sagt:

        Die Staus kann man relativ einfach vermeiden indem mal Off-Peak fährt. Am Beste kurz nach 8 Uhr Morgens und nachmittags um 15:30 oder nach 18:00. Kombiniert mit einem Anteil Home-Office am Morgen oder Abend ist das nahezu ideal. Telefonieren kann man auch im Auto.

    • Dani Kobler sagt:

      Ja, ich habe noch eine Frage: Wie lange sind sie unterwegs von Bern nach Zürich, wie oft fluchen sie über den Vordermann und wo parkieren sie in Zürcih, wenn sie dann mal dort sind.

      • Andreas Müller sagt:

        In Zürich habe ich einen Firmenparkplatz, 0 Problem. Die Fahrdauer beträgt 1h 15 Min. Man ist schneller als wenn man den Zug nimmt. Für Leute die selten Auto fahren mag die A1 abschreckend wirken. Sie ist, mit etwas Fahrpraxis und der nötigen Ruhe jedoch gut zu bewältigen. Und sie werden es kaum glauben, aber es gibt wesentlich weniger Staus als unsere Politiker immer jammern. Ignorieren können sie auch die Stauwarnungen von Radio SRF – die stimmen nur zu vielleicht 50% da diese auf Meldungen von Autolenkern basieren.

        Es genügt wenn man sich an die allgemeinen Verkehrsregeln hält: nicht rechts überholen, gefahren wird 120 bis 130 wenn möglich, und nicht 200, wenn es schneit oder Neben hat nur 80. Mit einer Dashcam und G-Sensor wird die eigene Fahrt auf Google Maps dokumentiert. Nur für den Fall eines Falles.

    • M. Schweizer sagt:

      Ja, was ist ein Schaffner?

      • Andreas Müller sagt:

        Wikipedia:
        Zurückgehend auf Zeiten beamteter Eisenbahner wird heutzutage mit Schaffner allgemein ein Mitarbeiter des Zugpersonals bei der Eisenbahn und übertragen auch Mitarbeiter anderer öffentlicher Verkehrsunternehmen (Straßenbahn, Bus) assoziiert, ohne noch eine offizielle Berufsbezeichnung zu sein. Zu den typischen Aufgaben eines Schaffners gehört die Kontrolle der Fahrkarten und das Erheben des Beförderungsentgeltes. Er übermittelt aber auch das Abfahrtsignal aus hinteren Fahrzeugteilen oder Beiwagen an das Fahrpersonal und hat damit Sicherheitsaufgaben. Durch den vermehrten Einsatz von Fahrscheinautomaten und automatische Türschließ- und -sicherungseinrichtungen (Lichtschranken, Trittsensoren) liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit des Schaffners, sofern sie im öffentlichen Personennahverkehr überhaupt noch ausgeübt wird, eher bei der Fahrausweiskontrolle und im Kundenservice. Klassischen Schaffnerdiensten im Nahverkehr begegnet man heute am ehesten bei touristisch ausgerichteten Sonderlinien.

    • frey thomas sagt:

      Eine schüchtere Frage: Um welche Zeit fahren Sie? Um Mitternacht? Wo stellen Sie Ihren Wagen ab im Herzen von Bern?
      Erste Info: asbsolut richtig, zweite Info auch richtig! Aber dennoch ein Denkfehler: siehe oben. Stau überall, Zufahrt in Zürich und in Bern?

    • Hans Osterwalder sagt:

      @Andreas Müller: Sie sagen: “Es genügt wenn man sich an die allgemeinen Verkehrsregeln hält”. Sie wissen aber schon, dass Trinken am Steuer nicht erlaubt ist …

  41. Roger Kuhn sagt:

    Nehmen wir doch einmal den ZVV, die Züge in den Stosszeiten sind mehrheitlich überlastet, eine Bahnfahrt auf diesem Netz dauert im Durchschnitt 20-25 Minuten. Wieso haben wir im Jahr 2014 noch immer diese Konfiguration von ZVV S-Bahnzügen. S-Bahnen brauchen doch nur eine Klasse, Quer-Sitzbänke entlang den Fensterfronten, mehrheitlich Stehplätze mit Handhalterung an der Decke und alle paar Meter Eingangs-/Ausgangstüren (wie U-Bahnzüge). Der Fahrplan könnte so besser verdichtet werden da Haltezeiten viel kürzer sind, es würde logischerweise mehr Bahnkunden zur Folge haben, die den Umsatz der SBB positiv beeinflussen könnten … aber eben, die Steigerung der Managerlöhne scheint in diesem Unternehmen von höherer Priorität zu sein.

    • thomas sagt:

      In den Randzeiten, die deutlich mehr Zeit einnehmen als die Stosszeiten, würden es die meisten Menschen blöd finden, wenn Sie 5qm zum Stehen haben aber keinen Sitzplatz. Und alles Rollmaterial doppelt anschaffen würde sich nicht positiv auf die Preisgestaltung auswirken.

  42. Ivo Ernst sagt:

    Der Bund nahm aus der Mineralölsteuer, der Einfuhr von Fahrzeugen, der LSVA und der Autobahnvignette sowie der MWST auf dem Verkauf von Treibstoffen, Fahrzeugen und Fahrzeugbestandteilen im Jahr 2013 Franken 9.2 Milliarden (14% der Bundeseinnahmen) ein.

    Rund 4.3 Milliarden Franken, d. h. gut die Hälfte der Abgaben sind bedingungslos in die allgemeine Bundeskasse und an die Kantone geflossen. Mit anderen Worten: Während sich die Bahnfahrer die Hälfte der von ihnen verursachten Kosten vom Staat bezahlen lassen, tragen die Automobilisten mit der Hälfte ihrer Staatsabgaben zur Verbilligung der Bahnbillete bei.

    Der Hebel muss also bei den Bahnkosten angesetzt und –erträgen angesetzt werden, insbesondere, weil die Bahn sich aus Grundstücken, die ihr zu Gründerzeiten geschenkt wurden, wie derjenigen der Renditeliegenschaft Europaallee in Zürich, querfinanzieren kann….

    Das GA ist einfach zu billig – sonst würde nicht dauerhaft “die halbe Stadt Bern nach Zürich und die halbe Stadt Zürich nach Bern” pendeln. Solange niemand dagegen opponiert, dass die SBB ihre eigenen Einnahmen zu Hauptverkehrszeiten kannibalisieren (bspw. Gleis 7 am Sonntagabend, etc.), muss man sich nicht wundern, dass die Ticketpreise regelmässig steigen.

    • Daniel Tannacker sagt:

      Was Sie sagen, ist ganz einfach falsch. Die Strasse erzeugt zusätzlich 8.5 Mrd CHF externe Kosten, die Schiene nur 0.5 Mrd CHF [1]. Unter dem Strich muss die Strasse also massiv subventioniert werden (die Schiene auch, aber bei weitem nicht so stark). Deshalb sollten die Auto- und Treibstoffsteuern massiv erhöht werden, denn es macht keinen Sinn dass so viele Leute ein Auto haben und brauchen, wenn der ÖV auch finanziell eine Alternative wird.
      .
      [1] http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/02/blank/01/01.html

      • Ivo Ernst sagt:

        Herr Tannacker “externe Kosten” sind “politische” Kosten, weil sie je nach Wunsch des Auftraggebers der Schätzung stark variieren. Sie unterschlagen, dass öffentlicher Verkehr nicht nur aus dem Goldenen Kalb Eisenbahn besteht, sondern auch aus dem öffentlichen Strassenverkehr. Wenn man sich die Mühe nimmt und der Zusammenstellung des BfS nachgeht, findet man raus, dass der Unterschied zwischen Individualverkehr und öffentlichem Verkehr auf der Strasse minim ist: “Im Personenverkehr verursachen Mofas und fäG (fahrzeugähnliche Geräte) aufgrund der hohen von ihnen verursachten Unfallkosten aus Sicht Verkehrsträger die höchsten externen Kosten pro Personenkilometer … Personenwagen [führen] zu solchen von 5.3 Rp / pkm. Der öffentliche Strassenverkehr verursacht durchschnittlich 4.8 Rp / pkm”. Auch relativiert sich die Umweltfreundlichkeit der Bahn, wenn man weiss, dass die SBB mit 6 Umformern am europäischen Verbundnetz hängt und somit die SBB in Tat und Wahrheit mit dem entso-e-Mix fährt: 50 % Kohlestrom, 25 % nuklear erzeugter und bloss 25 % aus erneuerbaren und anderen Quellen. Die externen Klima-Kosten des öV dürften deshalb beträchtlich höher sein, als vom ARE geschätzt. Wirklich umweltkonform bewegt man sich nur zu Fuss oder auf einem richtigen Velo, welches noch 100 % vom Fahrer angetrieben wird. Letzteres ist mein bevorzugtes Transportmittel, und obwohl die externen Kosten selbst verglichen mit dem Schienenverkehr minimalst sind, erhalte ich keine Subvention für Anschaffung und Unterhalt …

    • Jörg Häfliger sagt:

      Herr Ernst
      Ihre Rechnung ist äusserst lückenhaft. Sobald die “externen Kosten” des Verkehrs einbezogen werden, sieht die Chose völlig anders aus. Rund 8 Milliarden externe Kosten (gemäss ARE) bezahlt die Allgemeinheit. Fazit: (Auch) der Autoverkehr wird heute subventioniert und zwar massiv!

  43. Peter Marthaler sagt:

    Das ist doch ein alter Witz mit den TCS-Kosten. Wer kauft denn schon NEUE Autos, macht ne Vollkasko, kauft Reifen beim Garagisten. Diese 70 Rappen/km sind daher theoretischer natur. Ein Warenhändler verkauft ja auch Autos (Import) mit bis 40% Rabatt. Es gibt gerade ende Jahre Importhändler, die verkaufen Autos mit 50% Rabatt neu! Zudem: Ich habe einen Nachbarn, der kauft in ebay, olx oder auf dem Abbruch Autos (8-fach bereift), fährt diese Autos oft 1 Jahr ohne Service, Reparatur, ohne Pneu und verkauft sie oft mit etwas Gewinn weiter! Er hatte zudem einen Kombi aus Japan, den er mit 50’000 km von einem Rentner gekauft hat. Den – nicht den Rentner – hat er dann bis 100’000 km gefahren: ausser gebrauchte Reifen, selber Ölwechsel und FIlter hatte dieses Auto gar nichts. Soviel ich weiss, war der Kaufpreis 5000, verkauft hat er das Auto für 3’500 in den Export. Er behauptet, er komme seit Jahren auf KM-Preise von 25 Rappen! Und das glaub ich ihm. Aber ich depp fahre Zug, habe immer weniger Poschi und Bus am Abend und zahle mich dumm und dämlich! Und in den Ferien habe ich für 800 km ERSTE KLASSE in Frankreich ohne HALBTAX etc. weniger bezahlt als ZH-GE 2. Klasse!! In D kann ich Billete 3 Monate vorher für 30 oder 40 Franken kaufen, die hier 200 kosten!

    • Daniel Frei sagt:

      Dass die TCS Preise was für Leute sind, die auch 200.- für ihr Natelabo bezahlen ist schon klar. Die 25 Rappen Ihres Nachbarn machen das Auto trotzdem nicht billiger.
      Zürich-Bern sind 125 km, für Pendler also 250 km. Das fährt man 5 mal pro Woche und 47 Wochen im Jahr. Ist man so ein Sparfuchs wie Ihr Nachbar, kommt man auf 2*125 km * 5 Tage * 47 Wochen * sFR 0.25 = sFR 14687.5 pro Auto.
      Um auf den GA Preis zu kommen, müssen also mindestens 4 Personen im Auto sitzen.
      Ausserdem spult man dann 60’000 km pro Jahr runter, da müssen Sie Ihre Occasion-Autos zügig auswechseln.
      Nimmt man ein 2. Klass GA zum vergleich, also 3700.-, rechnet sich das Auto für Pendler (einer allein) erst unter einer Pendelstrecke von 32 km pro Weg.
      Wenn man hingegen nur an Weihnachten die Grossmutter besuchen geht, rechnet sich natürlich das Auto.

  44. Joe Amberg sagt:

    …und die Bahnfahrer zahlen immer noch nur die Hälfte der tatsächlichen Kosten, eine Preiserhöhung um 100% wäre absolut gerechtfertigt!

    • Albert sagt:

      Ja, steigen wir doch alle um, hocken uns ebenfalls allein ins Auto, verstopfen die Strassen zusätzlich – und lassen wie Sie in der Rechnung alle indirekten Kosten des Strassenverkehrs und der Erdölgewinnung und -raffinierung einfach aussen vor. Dann könnten wir uns mit ähnlicher Kompetenz und Intelligenz brüsten wie Sie sich in diesem Kommentar.

    • thomas sagt:

      Die Autofahrer wälzen die Kosten für Platzverbrauch, Lärm, tote Kinder, verpestete Luft usw. auch auf die Allgemeinheit ab. Eine Preiserhöhung auf 5 CHF pro Liter wäre absolut gerechtfertigt.

    • Hausammann L. sagt:

      Nett! Ich wurde vor rund 5 Jahren vom RAV gezwungen, 1 Std. arbeitsweg in Kauf zu nehmen – 1 Weg -, pendle seither nach Winterhur zur Arbeit, zahle dss GA vollständig ohne Beteiligung der Arbeitgeberin (arbeite bei der klammen Stadtverwaltung), leide seit Jahren unter Schlafmangel, da ich zwar Jahresarbeitszeit habe, aber die kund/innen uns ja zu Bürozeiten erreichen wollen. Wohnungen in Winterthur sind kaum zu bekommen und teuer für Durchschnittsverdienende. Also – du sollst auf keinen Fall pendeln, du sollst aber auch nicht aufs Sozialamt. Als ich das letzte Mal nachschaute, hatte ich als Schweizerin noch Niederlassungsfreiheit in meinem Land. Was schlagen Sie also vor? Alleinverdienenden Vermögenslosen Untermittelschichtler/innen die Exit-mitgliedschaft zu zahlen? Manchmal kotzt mich diese Diskussion so an und ich frage mich, wer in diesem Land ausser Vermögenden und SVP-Mitgliedern moch eine Existenzberechtigung hat! Oh, ganz vergessen – meine Steuern sind immer sehr willkommen!

  45. Jaromir Beles sagt:

    Es geht nicht nur um die Preise. Fahre seit 26 Jahren mit GA 1. Klasse mit Bahn. Die Dienstleistungen haben sich in dieser Zeit drastisch verschlechtert (keine Vergünstigungen in Skigebiten, einen Kaffe zwischen Zürich und Aarau zu bekommen ist neu eine Illusion, Klassenwechsel unmöglich, Ticket kaufen im Zug Vergangenheit, Pannenhäufigkeit skandalös,…) und Management verdient mind. 3x mehr. Ob das nicht nachdenklich ist?

    • ClBr sagt:

      Sie haben die stets unbenützbaren Toiletten, die unmenschlich tiefen Temperaturen dank Klimaanlage und die Unordnung dank Gratisanzeigern und Snackverpackungen vergessen. Ausserdem sind die Abteile auf manchen Strecken auch bzw. gerade in der 1. Klasse übervoll und das Verstauen von Gepäck teilweise nicht korrekt möglich.

    • Mark Angler sagt:

      Stimmte mit allem überein, bis auf den Vorwurf der Pannenhäufigkeit. Die SBB hat heute ein viel dichteren Fahrplan und ein viel höheres Transportvolumen als noch vor 20 Jahren, da ist es normal, dass die absolute Anzahl an Pannen steigt. Zudem haben wir heute eine viel bessere Informationsverfügbarkeit, vor 20 Jahren haben Sie gar nicht erfahren, wenn beispielsweise in Lugano ein Zug gestanden ist. Verglichen mit anderen Ländern sind die SBB top, das muss man ihnen lassen.

    • Ivo Ernst sagt:

      Herr Beles, Sie sprechen ein Tabu-Thema an, die SBB sind eines der goldenen Kälber der Schweizer/innen und mit der leisesten Kritik an diesem Totem begehen Sie ein Sakrileg.Glücklicherweise leben wir nicht zur Zeit der Inquisition und Sie müssen deshalb als Häretiker nur mit einem Shitstorm rechnen. 😉

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als im Fahrplan bei jeder Station “An: X:12, Ab X:18” oder ähnlich stand. Da hatte ein Zug überall ein paar Minuten Zeit, sich zu erholen 😉 Die Fahrt dauerte dann halt einfach sehr lange. Heute sind die Fahrpläne so knapp, dass sich quasi jede Minute Verspätung in Form von Folgeverspätungen durch die ganze Schweiz fortpflanzen kann. Dafür dauert ZH-BE gerade noch 1h und es fährt alle 15′ ein Zug.
      Einverstanden bin ich mit der Frage, ob das Management wirklich solche Löhne braucht.

    • Hans Osterwalder sagt:

      Klassenwechsel kann man immer noch im Zug kaufen.

  46. Scholl Richard sagt:

    Noch immer decken die Fahrkartenerlöse nur rund 40% der Kosten. Der Rest wird vom Netto-Steuerzahler, sprich einer Minderheit bezahlt. Aber eben, die heilige Kuh SBB darf nicht mit dem Privatverkehr verglichen werden. Dieser deckt nämlich rund 95 % der Kosten. Zudem: versus? Warum lateinisch? Richtig ist: gegenüber oder gegen. Deutschkenntnisse geringer als Lateinkenntnisse?

    • Mark Angler sagt:

      Ich sage nur negative externe Effekte von wegen der Autofahrende bezahlt 95% der Kosten, die er verursacht. Das war noch nie so und es wird nicht richtiger, je öfter es undifferenziert verbreitet wird.

      • Lüthi Nils sagt:

        Kann mich Ihrem Kommentar nur anschliessen Herr Angler; und übrigens, es ist im Interesse jedes Autofahrers und jeder Autofahrerin, dass möglichst viele Leute den OeV benutzen, damit der Verkehr überhaupt funktioniert. Ansonsten, werte Autof. wie wäre es mit mehr Fahrgemeinschaften?

      • Joe Amberg sagt:

        Quatsch. Der positive externe Nutzen geht gegen unendlich, da ohne Privatverkehr die Schweizer Wirtschaft ohne jeden Zweifel vollständig kollabieren würde. Die externe Kostenrechnung des PV sind also massiv (!!) positiv.

        • Mark Angler sagt:

          Selber Quatsch Herr Amberg. Ihrer Argumentation nach würde es uns, je mehr Autos wir haben, umso besser gehen. Dann würde die Schweizer Wirtschaft tatsächlich kollabieren und dazu auch noch unser Ökosystem und wir selbst.

    • Geert Bernaerts sagt:

      Auch wenn ich mittlerweile selber Autofahrer bin, der Privatverkehr deckt nicht mal 20% von den Schäden welche er anrichtet. Aber das wird halt nicht in die Kostenrechnung einkalkuliert…

    • Reto König sagt:

      Mit der “Minderheit von Netto-Steuerzahlern” wollen Sie uns einen Bären aufbinden! Einkommenssteuern sind nur EIN Teil der Steuerbelastung. Dank Abgaben und indirekten Steuern ist praktisch JEDER ein Netto-Steuerzahler!
      Und was die 95% Kostendeckung des Strassenverkehrs angeht bewegen Sie sich auch eher im Fantasy-Bereich: Das mag allenfalls bei den Nationalstrassen der Fall sein; aber auch nur, wenn man die Externem Kosten der Allgemeinheit aufbürdet.

  47. Armin Bühler sagt:

    Es gibt Neuwagen für gut 10’000 Franken.
    = 1/3 Amortisierungskosten, 1/3 Versicherungskosten, 1/3 Steuer, 2/3 Verbrauch, 2/3 Unterhaltskosten, 2/3 Reifenkosten.
    Damit ist das Auto kaum mehr teurer als die Bahn.

    Da die Bahn wesentlich effizienter ist und weniger Schadstoffe ausstösst, wäre es sinnvoll den Autokauf und Treibstoff stärker zu besteuern und damit den ÖV zu unterstützen.

    • Franz Kessler sagt:

      @Armin Bühler: Da ein Auto ein PP oder eine Garage braucht sind die Gesamtkosten um ein wesentliches höher als sie glauben.

    • Hans sagt:

      Genau: im langjährigen Schnitt kostet unser Ford Focus aus 2007 für ein Retour (250km) genau Fr.82.50. Was fährt die restliche Schweiz, wenn der Schnitt auf über Sfr.150,- kommt…?! Übrigens: wir fahren auf Bioethanol – 87g/km CO2. Da ist die Bahn mit 2L/100km Äquivalent auch nicht um Faktoren besser mehr.

    • MAX BRUDERLI sagt:

      Wie waer’s mit Bahn fahren verbilligen, statt Autofahren noch mehr zu besteuern?

  48. Pfister sagt:

    Jeder soll/muss das zahlen, was er nutzen will. Die Autofahrer werden vom Staat hoch belastet für Dinge die sie nicht nutzen, was nicht korrekt ist. Da werden Preise von fast 25 Jahren Differenz verglichen. Da kann man auch die Krankenkassenpreise von 25 Jahren vergleichen! Da wird eine Autofahrt mit der Bahn verglichen aber dass ein Autofahrer oft im Stau stehen müssen, davon wird nichts erwähnt. Wurden nicht einmal von den Bundesräten vor 25 Jahren durch die ganze Schweiz 4-spurige Autobahnen versprochen und wo sind sie?
    Mich stört, dass selten über die Flugpreise diskutiert wird, obwohl eine nachgewiesene enorme Luftverschmutzung jedes einzelne Flugzeug verursacht. Zugleich verändern sich die Flugpreise sei 25 Jahren eher nach “unten” und es wird geflogen was das Zeugs hält – scheinbar egal.

    • Thierry Blanc sagt:

      DIe Nebenkosten des Autos liegen bei ca. 8.5 Mia. pro Jahr, die der Bahn bei ca. 500 Mio. Somit wird das Autofahren indirekt subventioniert.

  49. Dieter Jann sagt:

    Kann man das auch noch kaufkraft- und leistungsbereinigt haben? Zürich-Bern ist heute 56 Minuten. Früher waren es fast zwei Stunden. Ein bisschen viel Leute, eingestanden, wenn man nicht auf weniger belastete Verbindungen oder Zwischenzüge ausweichen kann. Jedenfalls steht man nicht im unkalkulierbaren Stau. Die Akten hat man auch noch gelesen und die E-mails beantwortet. Dass es einen statistischen Stillstand gibt, könnte wohl auch damit zusammenhängen, dass heute vermehrt elektronische Kommunikationsmittel genutzt werden. Das ist auch gut so!
    Verglichen mit den Kaffeepreisen sind die Preissteigerungen der SBB wohl eher marginal, verglichen mit der Unterhaltungselektronik natürlich exorbitant.

  50. Pascal Mösch sagt:

    Interessante Daten. Was im Bericht nicht angegeben ist, ist dass das Auto für die Strecke Zürich – Bern günstiger ist als der Zug, für alle Personen, die bereits ein Auto haben. Mit dem Zug kostet die Fahrt CHF 50. Mit dem Auto in der oben dargelegten Vollkostensicht CHF 92.50. Davon sind aber 60% Fixkosten. Wenn man bereits ein Auto besitzt, dann fallen für die Fahrt von Zürich nach Bern nur knapp 40% dieser CHF 92.50, also CHF 37.00 an. D.h. das Auto ist günstiger.

    • Ivo Ernst sagt:

      😀 Herr Mösch, ich fahre beides gleich gern: Bahn und Auto. Wie die meisten Autofahrer besitze ich auch ein 1/2-Preis-Abo. In andere Städte mit dem Auto fahren tue ich mir nur seltenst an – Sie vergessen einfach, dass in Städten noch zusätzliche Kosten und Gefahren lauern wie Parkgebühren oder vielfach teuer: Parkbussen, Radar”fallen”, Parkschäden durch fahrerflüchtige Automobilisten oder wie höchst aktuell: dass einem das Fahrzeug wie in Zürich einfach abgefackelt wird. Unter solchen Umständen erweist sich die Reifenabnützungs- und Benzin-Rechnung als irreführend.

      • Rolf Hefti sagt:

        Da haben sie 100% recht. Dazu kommt dass im Raum Züri aus verschiedensten Gründen, nötige Autobahn und Erschliessungsstrassenausbauten verhindert werden. Ohne super ÖV wäre hier der Verkehr schon vor 20 Jahren Zusammengebrochen. Nun wird das wohl in 10Jahren passieren. Den Zürcher HB passieren bald jeden Tag 500000 Passagiere. Ein Wert der nicht viel tiefer ALS in richtigen Weltstädten IST. Der Kanton wird bald 1.5 Millionen Einwohner haben und damit auf gleicher Fläche etwa 4 mal weniger Einwohner haben als London. Man sollte nun auch in der Schweiz grösser planen!

      • Pascal Mösch sagt:

        Hallo Herr Ernst
        🙂 Ich fahre hauptsächlich Zug, habe aber auch ein Auto, welches ich in der Freizeit aus verschiedenen Gründen praktischer finde (primär Zeitersparnis und Transportmöglichkeiten). Vermutlich verfügt der Grossteil der Pendler die den ÖV nutzen zusätzlich über ein Auto. Was nun im Endeffekt wirklich billiger ist, stand in meinem Kommentar weniger im Vordergrund, als die Fehlinterpretation des Artikelschreibers, dass das Auto massiv teuerer sei, was aufgrund der dem Artikel zu Grunde liegen Daten für die Mehrheit nicht zutrifft 🙂

  51. Bigler Marianne sagt:

    im Fall von meiner Person:
    Ich möchte die Umwelt schonen — also besitze ich kein Auto
    Ich arbeite für die Biobranche — also verdiene ich ganz wenig
    — also wird die Mobilität immer unbezahlbarer
    — also werde ich immer mehr zu Hause sitzen
    —————————————– also ist die SBB froh für mehr frei werdende Sitz-und Stehplätze
    und die Pharma Industrie kann hoffen, dass ich bald Psychopharmaka benötige, weil die Mobilität aufgebraucht ist Punkt

  52. Oliver Wyss sagt:

    Es wird alles teurer nur der Lohn bleibt gleich. Wieso ist immer die SBB schuld? Steuern, Krankenkasse, Benzin, Miete. Es wird alles teurer. Müssen wir nun auf allen herumhacken?

  53. Derek Richter sagt:

    Diese Erhöhungen sind zu niedrig!
    Eine Bahnfahrt kommt im Schnitt auf einen Deckungsgrad von gerade 40%. Der MIV hingegen bezahlt seine Kosten zu 110%.
    Es ist in der Folge logisch, wo der Hebel anzusetzen ist.
    Ein grosses Potential ist bei der massiven Zahl an Gratis-GA’s auszumachen; in gewissen bahnnahen, staatlichen und halbstaatlichen Betrieben wird einem das GA für null Franken geradezu hinterhergeworfen!

    • chocolate sagt:

      Erm… Wie kommen Sie auf einen Deckungsgrad von 110%?
      Der MIV trägt nachweislich die exorbitanten externen Kosten nicht (die beim ÖV um x Faktoren kleiner sind). Wenn Sie also schon mit der Vollkostenrechnung kommen wollen, dann aber bitte korrekt.
      Und dass Strassen genauso von der Allgemeinheit mitfinanziert werden wie der ÖV, blenden Sie wohl auch aus? Es gibt nämlich nicht nur die Autobahnen, die Mehrheit der MIV-Fahrten passieren auf vom Steuersubstrat mitgebauten Gemeinde- und Kantonsstrassen.
      Falls also grössere Erhöhungen beim ÖV, dann auch beim MIV!
      In einem bin ich mit Ihnen einig: Die Gratis-GA gehören abgeschafft. Am besten fangen wir damit bei den Politikern an!

    • Mark Angler sagt:

      Wollen wir mal schauen, wie die Kosten für’s Autofahren hochschnellen, wenn plötzlich alle Bahnfahrenden auf die Strasse wechseln. Entweder, man steht mit dem Auto nur noch im Stau oder aber wir müssen Infrastruktur aufbauen, die die Kosten massiv in die Höhe treiben. Für alle Schwarz/Weiss-Denker: Ohne Bahn, kein funktionierendes Strassenverkehr. So einfach ist das.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Der MIV deckt seine Kosten ganz sicher nicht zu 110%, denn es sind sehr viel weniger. Diese Aussage wird nicht wahrer, indem sie immer wiederholt wird. Die Kantons- und Gemeindestrassen werden aus allgemeinen Steuergeldern bezahlt und die externen Kosten des MIV sind nirgends einkalkuliert.
      Dieser Irrtum, der MIV decke seine Kosten, ist wohl nie auszurotten.

    • Matthias Kohler sagt:

      Wenn Sie behaupten, dass der MIV seine Kosten zu 110% deckt haben Sie nur teilweise recht. Würden die externen (negativen) Effekte (Lärm, Luftverschmutzung und Umweltbelastung), die der MIV verursacht internalisert, wäre Autofahren (vor allem das Benzin) sicherlich 3-4 mal teurer. Dass auch der Zug einiges teuer werden müsste versteht sich von selbst. Eine solche extreme Kostenwahrheit, hätte zu Folge, dass umweltfreundlichere, leisere und sparsame Fahrzeuge durchsetzen würden.