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In welcher Stadt es am wenigsten Verkehrsunfälle gibt

Von DB, 27. Mai 2014 7 Kommentare »
Insgesamt wurde der Stadtverkehr sicherer: Dies zeigen neue Unfallzahlen aus den zehn grössten Städten der Schweiz. Daraus zu lesen ist auch, in welcher Stadt am häufigsten Alkohol im Spiel war und wo es für Velofahrer am ungefährlichsten ist.
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In Basel und in St. Gallen hat es 2013 statistisch die wenigsten Verkehrsunfälle mit Verletzten gegeben: Pro 50’000 Einwohner wurden in Basel 84 Unfälle gezählt und in St. Gallen 85. Am unteren Ende der Liste der zehn grössten Schweizer Städte stehen Biel (150) und Genf (147), wie das Bundesamt für Strassen (Astra) meldet. Das Mittel der zehn grössten Städte der Schweiz lag bei 121 Unfällen und 142 Verletzten oder Toten pro 50’000 Einwohner.

Hier geht es zur Unfallkarte.ch: Seit April ist die aufdatierte Version der interaktiven Karte online, einer Kooperation zwischen dem «Tages-Anzeiger» und der «SonntagsZeitung».

Insgesamt wurde der Stadtverkehr sicherer: Alle zehn erfassten Städten haben sich in den letzten neun Jahren markant verbessert. So gab es 2004 in Winterthur pro 50’000 Einwohner noch 222 Verletzte oder Tote im Strassenverkehr so waren es 2013 nur noch 119 – ein Rückgang um 46,4 Prozent.

Separat erfasst hat das Astra unter anderem Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war: Auch hier belegt St. Gallen mit 7 Unfällen pro 50’000 Einwohner den ersten Rang vor Winterthur (9). Schlusslicht ist Lugano mit 25 Unfällen vor Lausanne mit 22.

 

Für Fussgänger waren Winterthur und Bern im Vergleich zum zurückgelegten Weg am sichersten. In den vergangenen fünf Jahren wurden in der Eulachstadt 17 Fussgänger bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet, in Bern 21. Winterthurer Fussgänger legten pro Tag 2,2 Kilometer zurück, während es in Bern 2,7 Kilometer waren.

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Velofahrer verunfallten in Basel statistisch gesehen am wenigsten oft: Im Verhältnis zur zurückgelegten Distanz – diese ist in Basel am grössten – verunfallten sie am wenigsten häufig.

Bildschirmfoto 2014-05-27 um 08.28.06

 

Zu den Gründen für die teils grossen Unterschiede von Stadt zu Stadt: Neben baulichen Massnahmen, etwa Fussgänger-Übergänge oder Velowege oder sanierte Kreuzungen, könnten auch die Zahl der Polizeikontrollen, die Topografie der Stadt und deren Höhe über Meer eine Rolle spielen.

In die Statistik aufgenommen wurden von der Polizei registrierte Verkehrsunfälle der Jahre 2004 bis 2013 mit mindestens einer verletzten Person. Ausgewertet wurden Unfälle auf dem öffentlichen Strassennetz im Gemeindegebiet der Schweizer Städte gemäss der jeweiligen BFS-Gemeindenummer. Nicht berücksichtigt wurden Unfälle auf der Autobahn. Verglichen wurden die zehn grössten Städte der Schweiz nach Einwohnerzahl.

Mit Material der sda

(bru)

7 Kommentare zu “In welcher Stadt es am wenigsten Verkehrsunfälle gibt”

  1. Ernst Fluri sagt:

    Natürlich ist Basel an erste Stelle wenn man aber nur die verunfallten Velofahrer nennen würde wären man an letzte Stelle denn in Basel gibt es so zusagen gar kein Autoverkehr mehr!!

  2. Hansruedi Zürcher sagt:

    Kein Wunder ist Basel “weit oben”! Basel ist wohl eine der Auto- feindlichsten Städte auf der ganzen Welt! Wir haben es hier sehr weit gebracht!

  3. D. Tschudin sagt:

    Und, Markus, Zigaretten geben keinen Lungenkrebs. Wie sehr das Rauchen einer Zigarette heute zum Mittagessen die Verbreitung der Krebszellen beeinflusst, muesste noch nachgewiesen werden. Schleisslich koennte man auch Lungenkrebs ohne diese Zigarette bekommen. Alles andere ist Populismus.

  4. M. Ess sagt:

    Spannend an der letzten Statistik ist, dass in Lugano alle Fahrradfahrer bereits beim Aufsteigen verunfallen und keiner auch nur einen Meter weit kommt…

  5. Markus sagt:

    Alkohol als Unfallursache kann nur schwer bewiesen werden, schliesslich passieren die meisten Unfälle ohne Alkoholeinfluss, d.h. ein Unfall mit Alkoholeinfluss hätte auch ohne Alkoholeinfluss passieren können. Wie sehr Alkohol den Unfall beeinflusst hat, müsste in jedem einzelnen Fall nachgewissen werden, alles andere ist Populismus.

    • Chrigu sagt:

      Ja und man müsste auch die Anzahl berücksichtigen die mit Alkohol herumfahren ohne einen Unfall zu verursachen. Aber diese Statistik hat es bis jetzt noch nie gegeben und es wird in Zukunft auch keine erstellt. Es wäre ja merkwürdig wenn die alkoholisierten Lenker rein nach Statistik weniger Unfälle produzieren als nüchterne Lenker. Zudem würde auch keiner zugeben wie oft er alkoholisiert fährt.

      • Pedro sagt:

        Weil man den Alkohol im Blut bestimmen kann, wird er immer wieder als einziges Kriterium heraus gegriffen. Über andere Faktoren schweigt sich die Statistik aus. Nichts wird erwähnt, wenn andere Drogen im Spiel sind, wenn der Glimmstengel auf den Autoteppich gefallen ist, wenn wegen überlautem Musikgenuss oder Streit unter den Passagieren ein Unfall gebaut wird. Die Zahlen betreffend Alkohol sagen also eigentlich gar nichts Relevantes.