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Gehören Sie zu den 237’000 Millionären im Land?

Von Marc Brupbacher, 16. Mai 2014 152 Kommentare »
In der Schweiz ist der Reichtum so einseitig verteilt wie in kaum einem anderen Land. In einigen Kantonen öffnet sich die Vermögensschere auf groteske Weise. Eine detaillierte Analyse der schweizerischen Vermögensstatistik.

In Nidwalden besitzen 191 Steuerpflichtige fast 62 Prozent des gesamten privaten Reinvermögens des Kantons. Oder anders gesagt: Nur 0,73 Prozent aller Steuerpflichtigen besitzen mehr als die Hälfte des Vermögens. Was sich nach oligarchischen Verhältnissen anhört, ist gemäss der aktuellsten Gesamtschweizerischen Vermögensstatistik in der Innerschweiz Realität.

In der Schweiz ist der Reichtum extrem ungleichmässig verteilt. Insgesamt gab es 2010 exakt 237’473 Millionäre – also Steuerpflichtige mit einem deklarierten Reinvermögen von über einer Million Franken. Sie besitzen zusammen 61 Prozent des gesamten Privatvermögens im Land – machen aber nur 4,8 Prozent der Steuerpflichtigen aus. Das Vermögen aller Millionäre ist also deutlich grösser als dasjenige der restlichen 95,2 Prozent. Oder anders gerechnet: Die 1 Prozent Reichsten im Land besitzen mehr als 40 Prozent des gesamten Vermögens. Eine Studie der UNO-Universität (UNU) verglich 229 Länder. Nur in Zimbabwe und Namibia waren die Vermögen noch ungleicher verteilt als in der Schweiz. Damit ist die einseitige Verteilung des Reichtums in der Schweiz sogar noch extremer als in den USA.

Reduzieren wir nun einfachheitshalber die 4,9 Millionen Steuerpflichtigen auf 100 Personen. In der nachfolgenden Grafik stellt jeder Balken eine Person und ihr Vermögen in absoluten Zahlen dar. Insgesamt teilen sich die 100 Personen 1,43 Billionen Franken Vermögen. Schauen wir, wie viel davon die reichste Person besitzt. Der Balken sprengt jeglichen Rahmen: Es sind – wie oben erwähnt – über 40 Prozent des privaten Reichtums, fast 600 Milliarden Franken.

Doch wie sieht die Vermögensverteilung in den einzelnen Kantonen aus? Die folgende Grafik gibt darüber Aufschluss, wo die Vermögenskonzentration am grössten ist. Sie zeigt, wie viel Prozent des Vermögens die Millionäre besitzen.

In Nidwalden sind 8,3 Prozent der Steuerpflichten Vermögensmillionäre. Diese besitzen zusammen über 83 Prozent des gesamten privaten Reinvermögens im Kanton. Extremer ist die ungleiche Verteilung des Reichtums nirgendwo in der Schweiz.

Betrachten wir jene sechs Kantone etwas genauer, in welchen die Vermögensschere am grössten ist. Und zwar in Bezug auf die Superreichen. Das folgende Diagramm zeigt, welchen Anteil am Gesamtvermögen diejenigen besitzen, die mehr als zehn Millionen Franken auf der hohen Kante haben.

In der Schweiz gibt es zwar immer mehr Millionäre und Milliardäre, trotzdem machen sie nur einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung aus. Die andere Realität ist: 55 Prozent der Steuerpflichtigen besitzen weniger als 50’000 Franken Vermögen. 26 Prozent (1,26 Millionen Steuerpflichtige) weisen gar kein Vermögen aus.

Verständlich, dass Schlagzeilen wie «Schweizer sind Vermögensweltmeister» oder «Schweizer wieder reicher geworden» viele Bürger ratlos machen. Gemäss dem «Global Wealth Report» lag Ende 2012 hierzulande das durchschnittliche Netto-Geldvermögen bei 174’890 Franken pro Kopf. Verlässt man sich allerdings auf die Vermögensstatistik der ESTV, so besitzt nur knapp jeder Vierte mehr als 200’000 Franken. Auf dieses Viertel fallen jedoch über 90 Prozent des gesamten Reinvermögens im Land.

US-Präsident Franklin D. Roosevelt sagte einst: «Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik besitzen ein Millionär und ein armer Kerl je eine halbe Million.»

Der Reichtum der Schweizer als Ganzes wächst in der Tat kräftig. Insgesamt legte das Reinvermögen aller Steuerpflichtigen von 2003 bis 2010 – in nur sieben Jahren – um 414 Milliarden Franken zu. Das absolute Wachstum ereignete sich aber hauptsächlich dort, wo bereits viel Wohlstand besteht: Rund 79 Prozent der Steigerung entfielen auf die Millionäre.

Das folgende Liniendiagramm zeigt, dass der Anteil der Millionäre unter den Steuerpflichtigen in der Schweiz stetig steigt. Ihr Anteil am Gesamtvermögen wächst aber noch stärker. Die Fläche zwischen den beiden Linien wird immer grösser: das heisst, der verhältnismässige Besitz der Reichsten wird immer grösser.

Die Reichen werden zwar immer reicher und haben auch einen ständig grösseren Anteil am Gesamtvermögen, aber nicht unbedingt auf Kosten der Armen. Das gesamte Vermögen vergrössert sich ebenfalls, von diesem Zuwachs erhalten die Millionäre den grössten Teil. Aber auch für die anderen bleibt etwas übrig. So waren 2003 noch insgesamt 1,27 Millionen Steuerpflichtige ohne Vermögen. Sieben Jahre später waren es trotz Bevölkerungswachstum 10’000 weniger. Auch der Anteil des Mittelstandes unter den Steuerpflichtigen hat sich vergrössert – wenn auch nur sehr gering.

Das ist wohl auch der Grund, warum es in der Schweiz kaum Widerstand gegen diese Tendenzen gibt – auch wenn bei weitem nicht alle Schweizer reich sind. Es geht allen irgendwie gut – oder zumindest nicht wirklich schlecht. Auch dank den Pensionskassenguthaben, Vorsorgekapitalien und Sozialleistungen, welche in der ESTV-Vermögensstatistik nicht enthalten sind. Die Löhne sind gut, die Arbeitslosenquote tief. Solange es immer weniger Vermögenslose gibt und der Mittelstand das Niveau halten kann, wird die Vermögensexplosion an der Spitze toleriert.

Was denken Sie? Geben Sie Ihre Meinung in der Kommentarspalte ab.

Die Daten basieren auf der Vermögensstatistik der natürlichen Personen, welche jährlich von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) publiziert wird. Die Zahlen erlauben einen realistischen Blick darauf, wie das private Reinvermögen in der Schweiz und in den Kantonen verteilt ist. Die aktuellste Statistik berücksichtigt das veranlagte Reinvermögen per 31. Dezember 2010. Die Aussagekraft der Vermögensstatistik ist beträchtlich, wird aber gleichwohl durch einige fiskalische Besonderheiten etwas eingeschränkt. Gewisse Lücken entstehen dadurch, dass bestimmte Vermögensteile nicht oder nur teilweise zum steuerbaren Vermögen gehören, wie beispielsweise die Säule 3a, der Hausrat (Gold, Schmuck, Möbel) oder Lebensversicherungen. Auch die kantonalen Bewertungsunterschiede bei Immobilien zwischen Steuerwert und Verkehrswert sind nicht berücksichtigt.

152 Kommentare zu “Gehören Sie zu den 237’000 Millionären im Land?”

  1. Die Frage wäre ja mehr, ob diese Millionen auch wirklich dem Gemeinwohl und damit unserem Planeten als Ganzes zu Gute kommen? Wenn nein – wieso?

  2. Marcel Senn sagt:

    Wenn es 2010 237’473 Millionäre gab, dann gibt es heute sicher 250’000 oder noch mehr und genausoviele Sozialhilfeempfänger – nämlich 250’333 Sozialhilfeempfänger gab es 2012 (aus 153’586 verschiedenen Fällen, da viele auch Kinder betreffen)
    .
    Diese oberen und unteren 3% kann man auch in einer gausschen Normalverteilung wiederfinden — das ist eine natürliche Vorkommnis in einer reichen spätkapitalistischen und hochentwickelten Wirtschaftsordung wie die CH eine ist.

    Und so wie die Millionäre noch zunehmen werden, werden auch die Sozialhilfeempfänger zunehmen – diese beiden Gruppen korrelieren – eigentlich könnten die Millionäre die Sozialhilfeempfänger direkt bezahlen und dann bei den Steuern in Abzug bringen – dann würden vielleicht endlich die Diffarmierungen unter den restlichen 94% der Bevölkerung zurückgehen – denn sie selber müssten keine Steuern mehr zahlen müssen für solche Sozialausgaben

    Und vielleicht wächst zwischen dem einen oder anderen Sozialfall und einen wohlhabeneden Philantropen noch eine Beziehung und es können wunderbare Freundschaften zwischen arm und reich entstehen….what a wonderful world!

  3. ast sagt:

    Grundsätzlich ist die Schweiz eine direkte Demokratie. Die Vermögensverteilung widerspiegelt deshalb den Volkswillen, aggregiert und verteidigt durch deren Volksvertreter im Bundeshaus. Die Schweizer wünschen sich extrem hohe Ungleichgewichte, denn auch praktisch alle Volks-Initiativen die das ändern wollen scheitern seit vielen Jahrzehnten an der Urne.

  4. La Rocca sagt:

    Und wie viele der reichsten “Schweizer” sind pauschalbesteuerte Ausländer? Wenn die Schweiz die Pauschalbesteuerung abschaffen würde, wäre das Vermögen gleichmässiger verteilt – und diejenigen, die nichts haben, “dürften” in diesem Fall den Steueranteil der wegziehenden Pauschalbesteuerten übernehmen …

  5. Pascal BE sagt:

    Spannend. Glaub das wahre Problem ist nicht die Verteilung sondern eher die Tendenz dass es immer ungerechter wird. Denke nicht, dass sich im Moment politisch etwas daran ändern lässt. Es geht uns allen (auch den Armen) noch zu gut. Solange der Büezer noch SVP wählt entsteht zu wenig Druck. Aber ewigs lässt sich diese Situation nicht halten. Wenn ich mit Kapital mein Geld schneller vermehre, als mit Arbeit, bleibt mir als Arbeitnehmer immer weniger Anteil vom gesamt Wohlstand. Schlussendlich werden wir uns dann auf noch progressivere Steuern einigen, oder wie ich hoffe, auf eine Erbschaftssteuer. Denn Erben ist wohl die ungerechteste Sache von allem und widerspricht völlig dem Leistungsgedanken. Aber dass alles erst dann wenn der soziale Druck gross genug ist.

  6. Walter Haug sagt:

    Wenn ich diese Grafik anschaue, müssten wir, die arbeitende Bevölkerung, keinen roten Rappen Steuern bezahlen.
    Aber unsere Politik wird alles daran setzten, dass es nicht so weit kommt.
    Denn sie sind diese mit dem 2. höchsten Balken. 🙂

  7. M.Vetterli sagt:

    Die Vermögenden sind weit weniger reich als kommuniziert.
    Ihre Vermögen sind nur durch die Anhäufung der Staatsschulden derart hoch. Bei einer konsequenten, (Staats)-kostendeckenden Besteuerung der Bewohner dieses Landes, wären diese Vermögen heute deutlich tiefer. Die in der Vergangenheit nicht eingeforderten Steuern konnten gespart werden und liegen nun in den Vermögen. Diese nun eigentlich zu hohen Vermögen können mittels (progressiven) Vermögenssteuern angepasst werden.
    Die Ungleichgewichte bezüglich Vermögenshöhe zwischen den Bürgern würden so wieder hergestellt.
    Vermögen der Bewohner dieses Landes müssen jeweils mit den Staats- oder eigentlich Steuerschulden zusammen betrachtet werden.
    Der Staatsbürger bürgt für die Schulden seines Staates. Diese Bürgschaft muss gelegentlich eingefordert werden.

  8. Gerber sagt:

    Umso unverständlicher ist es, dass die Schweizer bei den Abstimmungen und Wahlen stets gegen ihre eigenen Interessen wählen bzw. abstimmen, ansonsten müsste die SP schon lange die Mehrheit im Parlament haben!

  9. Rolf Suter sagt:

    Es fehlt auch das Pensionskassenvermögen. Wer eine Rente von CHF 2’500 von der Pensionskasse bekommt hat um die CHF 300’000 Vermögen angeäufnet.

  10. Don Bosso sagt:

    Es steht jedem frei, ein Millionär zu werden, ich bin einer davon. Also was hindert Sie daran? Neid ist einen Charakterzug der Unfähigen.

    • Ulrich Zimmermann sagt:

      Ich gebe Ihnen recht, dieser ewige Neid! Es ist tatsächlich so, dass es ein Bürger mit Fleiss, Anstrengung und totalem Einsatz aber auch mit Risiko zum Absturz weit bringen kann. Aber eben der muss die Ärmel hochkrempeln und bereit sein totalen Einsatz zu geben, statt immer zu jammern und um 17 Uhr rechtzeitig Feierabend zu machen und ja 5 Wochen Ferien und und und weiss nicht noch was alles vom Staat zu fordern!

      • Fabian sagt:

        Endlich mal jemand der die Wahrheit sagt!
        Wie Herr Zimmermann schon sagt, um 17 Uhr pünktlich aufräumen und 5 Wochen bezahlten Urlaub macht niemanden “reich”. Wenn man als solcher dann rumpöbelt gegen die, die es sich erarbeitet oder geerbt haben (in der Vergangenheit hat auch in dieser Familie jemand etwas erreicht) und wenns hochkommt sogar noch Geld von diesen verlangen in Form von Unterstützung, ist dies einfach nur ein Armutszeugnis.
        Lieber Danke sagen statt Pfötchen hinhalten und dann beklagen, denn ohne uns ginge es den unteren 98% nicht so wie es ihnen heute geht! Geld ist NICHT schlecht! Jeder brauchts und die meisten dies nicht haben wollens….
        Wenn man daran glaubt kann man alles erreichen!
        Schönen Abend

  11. Berger,M. sagt:

    Aber,aber,als ich Jung war dachte ich manchmal auch so daneben.Manchmal etwas links.Jeder Mensch der gesund ist kann sich ein Vermögen ansparen.Früh anfangen mit 10% ,und sich und die Nächsten nicht geizen.Durch all die Jahre wird einiges zusammenkommen.Das Klappt sicher.Und in der Pensionskasse kommt in35-40 Jahren auch einiges zusammen.Mir ist es Recht so wie es ist und so wie es immer sein soll auch in Zukunft.Auch für meine Nachkommen soll das so sein.Aber wir sollten keine Moslemische Menschen Einbürgern.Sonst wird alles kaputt werden,Ich war einige Zeit in der dritten Welt.Ich weiss von was ich spreche.

  12. Sacha Meier sagt:

    Eine Erbschaftssteuer einführen, die den Zufluss dieser (unverdienten) Riesen-Vermögen an die Erben genau gleich behandelt, wie Einkommen – und das Problem mit dem Gini-Koeffizienten ist gelöst. Tatsache ist nun einmal, dass wir mit dem Umbau der westlichen Zivilisation von der sozialen Marktwirtschaft in ein globalistisches Feudalsystem den Staaten immer mehr soziale Lasten aufbürden. Gerade in der Schweiz wird das deutlich, indem sehr viele hochqualifizierte Ü50 Arbeitnehmer an die Fürsorge übergeben werden – damit die Firmen die jungen, billigen und willigen Ausländer einstellen können. Solange wir die Leibeigenschaft nicht wieder eingeführt haben, bei der Unproduktive einfach verkauft werden, müssen wir die Staatseinnahmen massiv steigern, um die Sozialkosten auch nur einigermassen in den Griff zu bekommen.

  13. Andreas sagt:

    Nicht falsch verstehen, ich sehe die Vermoegensverteilung in der Schweiz als ernsthaftes Problem. Nur muesste man fairerweise auch erwaehnen, dass bei der Schweizerischen Statistik die 2. und 3. nicht zum Vermoegen gezaehlt werden, dies aber in Zimbabwe und Namibia wahrscheinlich der Fall ist und in den USA definitiv der Fall ist. Ich nehme mal an, dass sich ein grosser Teil des Vermeogens des Schweizerischen Mittelstandes in der 2. oder 3. Saeule befindet und daher die Statisik ein weniger extremer erscheint.

  14. Reto Keller sagt:

    Daneben gibt es auch die nicht unerhebliche Anzahl der pensionierten Liegenschaftsmillionäre. Die Hypothek ist bis auf einen kleinen Rest abbezahlt und jetzt bricht der Eigenmietwert voll durch, wobei aber das Einkommen nur aus einer AHV Rente und einer kleinen Pension besteht. Konsequenz, die Hypothek muss wieder aufgestockt werden, bloss um die Steuerschuld zu begleichen. So etwas gibt es meines Wissens nur im Land der Eidgenossen.

  15. Merz sagt:

    Also. es wäre doch ein Leichtes, mittels Volksplebiszit ein Gesetz zu machen, da wir ja 95 % der Nichtbesitzer sind, dieses Vermögen als der Allgemeinheit gehörend zu bestimmen (was de facto ja auch ist) und es gleichmässig an alle zu verteilen. Verhungern müsste kein Millionär, aber auch beinahe verhungern keine weitere Schweizer Familie mit Kindern mehr. Alle hätten, und zwar, genug zum Glücklichsein. Zum BEispiel: wieso hat Roger Federer so viele Millionen? Weil er Werbeeinnahmen hat von 40 Millionen und mehr pro JAhr. Und von wem? Von den Sportfirmen, mit denen er kontraktiert ist, für die er WErbung macht und denen wir Eltern das Geld zahlen, weil unsere geliebten Kids von dem tollen Roger ferngesteuert nur noch seine Marke kaufen wollen, die doppelt so teuer ist wie die NoName und nicht mehr bringt als die grosse Weltmarke. Alles klar auf der Andrea Doria ?

    • Joe Bindella sagt:

      Auch auf der Andrea Doria gab es Heizer, Tellerwäscher, Köche, Maschinisten, Ingenieure und Navigatoren. Der Fleissige und Bemühende verdient mehr, der weniger Fleissige und es gemächlicher Angehende weniger. Alles andere ist Schöndenken.

    • Martin Frey sagt:

      Was Sie hier schildern ist ein marxistisch-leninistisches Modell, welches noch nie langfristig funktioniert hat. Ein solcher Systemwechsel wäre zudem, wie ich Ihnen leider mitteilen muss, in der Schweiz wohl kaum mehrheitsfähig, weil die meisten Leute eine Schulbildung mit Geschichtsunterricht genossen haben. Als Alternative würde sich da nur noch Nordkorea anbieten, dieses Land kommt Ihrem Ideal wohl am nächsten. Alle anderen Modelle haben mittlerweile das Zeitliche gesegnet.

    • Thomas Vögeli sagt:

      gaaanz schlechtes Beispiel. Es ist hinlänglich bekannt, dass Roger Federer eine sehr soziale Ader hat und viel Geld spendet.
      Und wenn RF Werbeverträge hat, so gönnen wir ihm diese doch. Irgendwann sind diese Quellen auch bei ihm versiegt. Und man kann seinen Kindern sehr gut beibringen, ob es nun wirklich das neuste RF Produkt sein muss, das unbedingt gebraucht wird.

    • Küng sagt:

      Wenn Sie das viele Geld umverteilen (gleichmässig verteilen), wird es in 10 Jahren wieder genau gleich sein.
      1. Weil viele Leute nicht mit dem Geld umgehen können und 2. Weil es Leute gibt die versuchen werden wieder mehr Geld zu bekommen, sei es durch Arbeit oder was auch immer!

    • Max Wartenberg sagt:

      “Das Vermögen gleichmässig an alle verteilen” Tönt gut, nur wie gehen sie in der Praxis vor? Was machen sie mit den Oligarchen-Villas? Sollen die abgerissen werden oder wer hat nach der Verteilung das Privileg, dort wohnen zu dürfen. Etwa hohe Regierungsbeamte wie in Kuba, wo Parteibonzen in Palästen wohnen? Was machen sie mit Luxusautos und teuren Sportwagen? Werden die alle ins Ausland verkauft und das Geld verteilt? Es geht ja nicht, dass einige Privilegierte sich in solchen Luxuskarossen sonnen dürfen. Desgleichen mit Schmuck und teuren Uhren, alles Tabu-Artikel die zu entsorgen sind. Und als Kleidung Uniformen, wie sie zu Maos Zeiten in China getragen wurden, so haben sie keine Probleme mehr mit den Kids, die Markenkleider tragen möchten. Selbstverständlich in der Presse nur noch regierungskonforme Kommentare. Die Aktien aller Firmen kämen in einen Pool mit einer jährlichen Verteilung der Dividende an alle Einwohner (das wäre noch am einfachsten zu organisieren und jedes Jahr hätte es weniger Firmen). Firmenchefs, Lehrer und Verkäuferinnen hätten alle den selben Lohn. Viva Utopia!

    • Frank Baum sagt:

      Gute Idee! So etwas kann auch unmöglich ins Auge gehen, wie in Frankreich unter dem linksradikalen Hollande. Was geschah dort, als man fie Reichen enteignen wollte: sie sind abgehauen.

      Würden wir die Vermögenswerte gleichmässig verteilen, wären die wenigsten glücklich.

  16. Bettina Ramseier sagt:

    Was für eine Neidschreibe! Mit solch einseitiger Linksfundamental-Schreiben schüren die Linken gezielt Neid und Hass auf die 20% der Bevölkerung, die 80% der Steuern bezahlen. Jede KK-Subvention, jede staatlich verbilligte Wohnung, der ganze ÖV und jede Kinderkrippe wird von ein paar wenigen Leuten bezahlt, und ein Heer von Sozialhilfe-Empfängern und Subventions-Jägern nimmt parasitär am Wohlstand der Schweiz teil, zu dem sie fast nichts mittragen und von dem sie einseitig profitieren. Es geht unseren Linksparteien darum, sozialen Unfrieden zu schüren, denn die Linksparteien und ihre Heere von Apparatschiks leben ausschliesslich von Armutsbewirtschaftung und Elendsverwaltung. Und es ist nie genug: Mit immer neuen Steuerforderungen – Erbschaft, Vermögen, Autos etc. – wird der Mittelstand ausgepresst und die Grundpfeiler der Demokratie – Recht auf individuelle Entfaltung und Recht auf und Schutz von privatem Eigentum – unterminiert.
    Steuerprivilegiert sind nicht diejenigen, die Steuern bezahlen, sondern die, die mit den Steuergeldern anderer subventioniert werden und sich ihren Lebensstandard von Dritten bezahlen lassen. Neid und Sozialparasitentum gehen hier Hand in Hand!

    • Carmen Wyss sagt:

      Wer Sätze schreibt wie: “ein Heer von Sozialhilfe-Empfängern und Subventions-Jägern nimmt parasitär am Wohlstand der Schweiz teil” ist dumm und einfältig. Es gibt ein Heer von Vollzeitangestellten, die ihren Lebensunterhalt nicht bezahlen können. Das ist eine Tatsache. Darum werden sie unterstützt und subventioniert.

      • Carmen Wyss sagt:

        Wer Sätze schreibt wie: “ein Heer von Sozialhilfe-Empfängern und Subventions-Jägern nimmt parasitär am Wohlstand der Schweiz teil” ignonriert die Fakten. Es gibt ein Heer von Vollzeitangestellten, die ihren Lebensunterhalt nicht bezahlen können. Das ist eine Tatsache. Darum werden sie unterstützt und subventioniert. Parasitär sind die wenigen Superreichen und Grossverdiener die Steuerdeals eingehen, Off-Shore-Firmen zwecks Steueroptimierung gründen, ihren Angestellten oder Mitarbeitern Kleinstlöhne bezahlen usw. usf.

    • Peter Tschudi sagt:

      Meine Güte, warum so viel Hass, Frau Rammseier? Geniessen Sie es doch einfach, offenbar geht es Ihnen ja gut – oder sollte zumindest.

    • Heidi Müller sagt:

      Wieso soll man für die Benutzung einer Sache Zins an jemanden bezahlen müssen, der zu dieser Sache nichts beigetragen sondern sie einfach geerbt hat? Das ist doch reine Feudalwirtschaft, wo Armut plus Zehntenpflicht respektive Reichtum plus das Recht zum Abkassieren vererbt werden. Der Mietzins der Mittellosen ist nichts anderes als eine Steuer auf Armut zu Gunsten der Reichen!

      Eigentum ist kein Naturgesetz sondern bloss gesellschaftlicher Konsens. Und die Gesellschaft darf sich wohl fragen, ab welchem Mass Armut und Reichtum gesamthaft eher schaden als nutzen, und entsprechende Korrekturmassnahmen treffen. Schon im antiken Ägypten mussten Pharaonen oft per genereller Schuldamnestie grosse Teile ihres Volkes vom Sklaventum befreien.

      Dass ohne regelmässiges Neuverteilen das ewige Wachstum des Vermögens der Reichsten bei stagnierender Bevölkerung die Verschuldung der Ärmsten fordert, sollte eigentlich jedem einleuchten. Dem Reichen, der seinen Reichtum mit rechtschaffener eigener Arbeit verdient hat, sei Respekt gezollt und nichts in Frage gestellt. Darum sollte aber alles Erbe über dem Durchschnittsvermögen zur Belebung der Wirtschaft an Mittellose verteilt oder zum Abbau von Schulden des Gemeinwesens eingesetzt werden.

    • Robert Schönholzer sagt:

      Sie sind ja richtig neidisch auf die Armen Frau Ramseier.

    • Max Boriero sagt:

      Sie machen es sich etwas einfach, wenn Sie den Neidhammer etc. aispacken. Keine Steuergruppe hat in den letzten Jahren mehr profitiert als die Milionäre (zähle auch dazu). Erstaunlich ist, dass trotz Finanzkrise etc. diese Vermögen überproportinal zugelegt haben, die Staaten sich aber verschuldet haben und damit auch weniger Leistungen ans Volk erbracht haben.
      Diese Mechanismen sollten zu denken geben.

    • ritva laaksonen sagt:

      Sie haben Recht. Es geht nur um Neid .Mir ist es egal, wieviele Millionen jemand besitzt. Ich habe etwas Wohneigentum und lebe mit AHV unter Armutsgrenze. Ich kann mir nicht viel leisten, aber fühle mich durchaus reich und zufrieden. Ich bin für meine Situation selbst verantwortlich. Hätte ich mir Mühe gegeben, wäre ich bedeutend wohlhabender.So what? Mich stören die Reichen überhaupt nicht.

  17. Leo Neubert sagt:

    Seit wann ist Sterubares Vermögen = Effektives Vermögen? Die dicke Karre mit Steuerwert 0, die Wohnungseinrichtung, die Ferienwohnung mit Steuerwert = 0,5x Verkehrswert etc. etc. Und nicht zu vergessen die dicke Pensionskasse sowie die Säule 3a.
    Wenn das alles korrekt berücksoichtoigt wäre, dann gäbe es noch viel mehr Millionäre und das Vermögen wäre viel gleicher verteilt.
    Kürzlich hatte ich mit einem richtigen älteren Linken im gehobenen Staatsdienst zu tun, der über “die Millionäre” geschimpft hat. Er musste dann aber zugeben, dass seine eigene PK mit mehr als einer Million im Guthaben ist… Er ist also selber auch Teil des Clubs…

    • Carl Dal Pund sagt:

      Dieser Staatsdienst muss aber sehr “gehoben” gewesen sein (Finmabaenkster und Co.). Immer mehr Staatsdienern bleibt nach der horrenden Besteuerung schon kleiner Pansionen ueber der AHV kaum mehr als den Ergaenzungsleistungsbezuegern, Da ihnen zudem sogar der Teuerungsausgleich auf den Kapitalabschmelzrenten geklaut wird, ist auch ein standesgemaesser Ruhestand Geschichte und die vom Lohn abgestohlenen horrenden Praemien dienen oft nur noch dazu, die Sozial- und EL-Kassen zu entlasten…..

    • Roberto Gloor sagt:

      Es ist wohl kein Zufall, dass die Linken bei der Erbschaftssteuerinitiative einen Freibetrag von 2 mio wollen, denn die eigene Funktionärsklientel kommt durch “Arbeit” beim Staat i.d.R. so auf 1 bis 1.5 Millionen an Vermögen, ohne sich dafür gross anzustrengen oder Risiken eingehen zu müssen.

  18. Tobias Ruf sagt:

    Ich stehe Statistiken auch skeptisch gegenüber. Noch viel skeptischer stehe ich aber den im Artikel gezogenen Schlüssen und der gewählten Schlagzeile gegenüber. Aufgrund der im Artikel erwähnten Grundlagen müsste die Schlagzeile vielmehr lauten: „In der Schweiz ist das nach Schweizer Steuergesetzgebung bestimmte steuerbare Reinvermögen so ungleich verteilt wie in kaum einem anderen Land“. Bereits daraus folgt, dass sämtliche anderen Schlussfolgerungen im Artikel von vorneherein nichtssagend sind, da dieses „steuerbare Reinvermögen“ für Vergleiche bezüglich der tatsächlichen Vermögensverteilung und insbesondere für Vergleiche mit anderen Ländern nicht aussagekräftig ist. Die Aussagekraft der Statistik ist somit eher unbeträchtlich, ausser man interessiert sich vertieft für Schweizer Steuerstatistiken.
    Im Rahmen der “Ungerechtigkeits- und Neiddebatte” wirklich interessant zu erfahren wäre, wie sich die Vermögensverteilung in der Schweiz tatsächlich darstellt – und zwar auch unter Berücksichtigung der über 650 Milliarden CHF, die in den Pensionskassen liegen, der kapitalisierten Rentenansprüche aus den sonstigen Sozialversicherungen, den Verkehrswerten der Liegenschaften abzüglich Hypothekarbelastung (immerhin rund 37% der Haushalte wohnen in den eigenen vier Wänden), der 3. Säule, den PKW und von sonstigen Gütern, die einen Verkaufswert haben – und dies ohne dass Steuerfreibeträge in die Betrachtung mit einfliessen.
    Die tatsächliche Vermögensverteilung in der Schweiz ist somit sowohl aufgrund einer statistisch korrekten Betrachtung wie auch aufgrund eines blossen Augenscheins auf den Strassen ganz offensichtlich nicht so, dass es nur noch in Zimbabwe und Namibia vermögensmässig ungleicher und ungerechter zu und hergeht. Wobei man den Vergleich mit den gebeutelten Einwohnern von Zimbabwe aus deren Blickwinkel angesichts der für den ganz grossen Teil der Schweizer Bevölkerung – bei globaler oder auch nur europäischer Betrachtung – paradiesischen Vermögensverhältnisse als ziemlich deplatziert bezeichnen muss.
    Etwas Wahres hat die Schlagzeile “In der Schweiz ist der REICHTUM so einseitig verteilt wie in kaum einem anderen Land” dennoch: Richtig reich sind tatsächlich nur ganz Wenige, dennoch ist ein ganz grosser Teil der Schweizer Bevölkerung glücklicherweise wirtschaftlich sehr gut gestellt. Ich hoffe sehr, dass die Schweiz diesen Zustand sehr lange bewahren und weiterhin verbessern kann.

    • Robert Schönholzer sagt:

      Auch die PK-Gelder sind ungleich verteilt und der PKW ist Teil des Vermögens der Steuererklärung.

  19. Laila sagt:

    Solange die Reichsten (allen voran Ausländer wie Schumacher) nach Ausgaben Steuer bezahlen resp. im einstelligen Prozentsatz steuer bezahlen, dürfen die anderen für deren Mehrkosten (Infrastrukur, spezielle Schulen etc.) aufkommen. Es gibt auch zahlreiche Schweizer mit Zuger Domizil, welche als Wochenaufenthalter in anderen Kantonen leben. So lässt sich gut sparen. Singles und der Mittelstand bezahlen die Zeche.

    Auch der Steuerabzug bei Ausländern, welche weniger als 5 Jahre in der Schweiz sind, fällt geringer aus als jede normale Steuer (Deshalb freut dies so viele deutsche Mitbürger.). So werden diese Bevölkerungsgruppen schnell reicher.

    Sparen kann jeder, aber zum Millionären reicht es kaum. Wenn die PK miberücksichtigt wird, ist dies eine Momentaufnahme. Die Reichen als Lobbysten werden dafür besorgt sein, dass der Umwandlungssatz stetig sinkt und immer neue Auflagen entstehen, sodass auch dieses Geld dem Normalo aus der Tasche gezogen werden kann.

  20. Wale sagt:

    Was nützt Dir der ganze Zaster, wenn die Gesundheit im Eimer Ist? Nun gut, so lange Du noch genug Geld hast, kannst Du dir wenigstens eine Erstklassige Pflege leisten.

  21. Alejandro Galan sagt:

    Was für eine Frage. Sicher, dass ich nicht zu den ca. 240‘000 Reichen in der Schweiz gehöre. Ich habe immer gearbeitet und immer mit einem Lohnausweis in der Steuererklärung gemacht und meine Steuern bezahlt. Ich hatte leider nicht die Möglichkeit gehabt, eine „Steueroptimierung“ mit einer Offshore Firma zu machen, wie ein Bundesrat vor kurzem in einem Interview uns gelehrt hat.

  22. Alice im Wunschland sagt:

    Grundsätzlich sind diese Diskussionen in Anbetrachte dessen, dass wir nun alle wissen das es Menschen gibt die von ihrem 100% Job nicht leben können, zynisch!

  23. Werner Luginbühl sagt:

    Sehr interessanter Artikel – allerdings hege ich starke Zweifel an der Qualität der Daten. Insbesondere ein Satz macht mich stutzig: “Eine Studie der UNO-Universität (UNU) verglich 229 Länder. Nur in Zimbabwe und Namibia waren die Vermögen noch ungleicher verteilt als in der Schweiz.” Schauen Sie sich die Tabelle an. Ein Gini-Koeffizient von 0.8, wie es die Schweiz gemäss der von Ihnen zitierten Studie habe sollte, scheint mir Volkswirtschaftlich und mathematisch schier undenkbar. Neben der CH rangiert auch Schweden under den “ungerechtesten” Länder – ist das ernst gemeint?

    Wikipedia gibt verschiede Möglichkeiten an, Ungleichheit zu messen (http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_income_equality). Dabei schneidet die Schweiz stets relativ gut ab, z.T. ist sie sogar auf Top-Positionen (Gini coefficient, before taxes and transfers). Ich wäre dankbar um eine Erklärung, woher diese Abweichung kommt.

  24. Alice im Wunschland sagt:

    Sind sie einer von 237’000 – Nein, leider nein!
    Und ehrlich, ich wäre schon mit einem Bruchteil davon mehr als zufrieden.
    Ob ich damit den anderen gegenüber dadurch grosszüger wäre; jetzt sage ich ja, aber ob es dann auch noch so wäre – ich weiss nicht.
    Was aber kann man mit soviel Geld machen; mehr als (sehr) schön wohnen, für die Gesundheit gut vorgesorgt haben, ausreichend Mittel für die Aus/Bildung, genug und fein Essen, gute Kleidung und hie und da mal Ferien machen, kann man doch nicht – und wie sagt ein altes Sprichwort, im letzten Hemd gibt’s keine Taschen!
    So gebe ich mich mit dem zufrieden was ich habe und mach das Beste daraus!

    • Susanne H. sagt:

      “ein altes Sprichwort, im letzten Hemd gibt’s keine Taschen!”
      Das stimmt, aber das Vermögen geht dann in die Taschen der Erben, die höchstwahrscheinlich nichts zu dessen Erwerb beigetragen haben und dann im gemachten Nest legen!

  25. Rene Wetter sagt:

    Wir wollen das gar nicht anders und stimmen auch immer für die Interessen der oberen 10000. Der Mittelstand in der Schweiz kungelt immer mit den Reichen, in der irrigen Annahmen dass diese Solidarität zurückkommt. Viele haben auch die irrige Vorstellung selbst einmal reich zu werden und stimmen schon mal für ihre zukünftigen Interessen. Jedes Mal wenn sie das machen, schwindet die Hoffnung eines möglichen Aufstiegs. Das begreif der Mittelstand nicht, er schafft sich selber ab

    • Panagiotis Psomas sagt:

      Ich stimme Ihnen zu Herr Wetter. Der Kapitalismus lässt uns glauben, durch harte Arbeit selbst zu Reichtum zu gelangen. (Im Stil vom Tellerwäscher zum Millionär). Wer intelligent genug ist, hat den glauben an das grosse Geld verloren und weiss, dass die Illusion des Kapitalismus nur der halben Wahrheit entspricht: Ich muss hart arbeiten, aber ich muss auch Glück haben um zu den oberen 10’000 zu gehören.

    • Heidi Müller sagt:

      Klar durchschaut! Die gnädigen Gutsherren können auf das stramm bürgerliche Heer der Altruisten voll zählen. Die sind ja froh, dass sie schuften dürfen. Solange jemand anders noch weniger Lohn hat, ist es egal, wie tief der eigene ist. Notfalls lassen die Hochwohlgeborenen zur Ablenkung ein paar wehrlose Ketzer oder Fremde an den Pranger stellen, damit der ausgepresste Pöbel seinen Frust ablassen kann – funktioniert leider immer noch bestens, wie man allerorts sehen und lesen kann!

  26. Stefan W: sagt:

    Das Hauptproblem, wenn sich eine Adelsschicht bildet, die sehr viel mehr besitzt, als der Rest, ist nichtmal so sehr der Reichtum an sich. Meinetwegen dürfen sie gerne jeden Tag in Champagner baden und Trüffel essen. Das Problem ist vielmehr die Macht, die damit einhergeht. Die reiche Minderheit besitzt immer grössere Anteile an den Häusern, in denen wir wohnen, an den Firmen, bei denen wir arbeiten, von den Konzernen, bei denen wir Lebensnotwendiges einkaufen usw. Wir werden damit zunehmend erpressbar,

    Es wird immer schwieriger, politische Prozesse durchzusetzen, die den Reichen nicht genehm sind, Beispielsweise ist die Erbschaftssteuer heute bereits chancenlos, obwohl es jedem klar ist, dass sie dem Grundprinzip der Marktwirtschaft (nämlich Geld für Leistung) diametral entgegensteht. Dadurch bilden sich Reichendynastien, die wieder loszuwerden immer schwieriger wird. Der Erbadel hatte Europa jahrhundertelang unter Kontrolle, bis es in der Neuzeit endlich gelang, ihn in blutigen Revolutionen abzuschütteln.

    • Margot sagt:

      Ja, dem kann ich nur zustimmen! Sehr gut hat das die Oxfam Studie vom Jan.2014 aufgezeigt:
      1% der Bevölkerung verfügt über fast die Hälfte des weltweiten Reichtums.
      Dieses 1% verfügt über 110 Billionen US-Dollar. Das ist 65-mal so viel, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung hat.
      Diese ärmere Hälfte der Weltbevölkerung verfügt über genauso viel, wie die reichsten 85 Menschen haben!!!
      7 von 10 Menschen leben in Ländern, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen 30 Jahren gewachsen ist.
      “Es ist niederschmetternd, dass im 21. Jahrhundert die Hälfte der Bevölkerung – das sind 3.5 Milliarden Menschen – nicht mehr hat als diese Mini-Elite, die gemeinsam locker in einen Doppeldeckerbus passen würde”, so die Oxfam-Geschäftsführerin Winnie Byanyima.
      “Statt sich gemeinsam zu entwickeln, werden die Menschen immer mehr durch wirtschaftliche und politische Macht getrennt”, heißt es in der Zusammenfassung der Oxfam-Studie. Die Gefahr sozialer Spannungen und gesellschaftlicher Zusammenbrüche würde dadurch zwangsläufig wachsen.
      So ist der Stand heute!
      Möglich ist das nur mit bester Medienkontrolle; man muss nur mal die 5 grössten Medienkonzerne, deren Besitzer und Verbindungen genauer anschauen! Schlimm…

  27. beat lauper sagt:

    Also, ich würde meinen die antwort hat sicher auch mit dem veränderten Konsumverhalten zu tun. Vermögen hat etwas mit Glück zu tun (Familienerbe, etc.), für das man nicht gearbeitet hat, und hat eben auch etwas mit Sparen zu tun. Der Grund warum Reiche reicher werden und der Mittelstand auf der Stelle tritt sind nebst diesen beiden die Blutsauger Krankenkassen und steigenden Gebühren an allen Ecken und Enden. Das ist für die Reichen nur eine Fussnote, für den Mittelstand aber existentiell.

  28. Hans-Ueli Meir sagt:

    Die Vermögensstatistik der EStV basiert auf dem steuerbaren Vermögen – sie enthält darum die grössten Vermögensgegenstände der Privatpersonen – Vorsorgeguthaben sowie Liegenschaften – gar nicht oder nur sehr bruchstückhaft, wie dies schon mehrere Kommentatoren zurecht festgestellt haben. Bei den Liegenschaften geht es auch nicht nur um “kantonale Bewertungsunterschiede”: wer z.B. vor 10 Jahren eine Liegenschaft in der Agglomeration Zürich für 1 MCHF gekauft, zu 80% fremdfinanziert und bisher wenig amortisiert hat, hat insoweit wohl ein steuerbares Vermögen von 0, während die Liegenschaft nun eher 2 MCHF wert ist. Diesen Zusammenhang hat aber auch Hans Kissling leider nicht verstanden – man sollte wohl mal die Statistiken des Kantons Zürich der Vergangenheit überprüfen…

  29. Marc Schmid sagt:

    Wenn ich das frei verfügbare Vermögen berücksichtige, dann gehöre ich leider nicht zu den 237’000 Millionären.
    Wenn ich hingegen das BVG- und Säule-3a-Kapital dazuzähle, dann schon.
    Die im Artikel zitierten Zahlen dürften massiv verzerrt sein, denn diese Gelder unterliegen nicht der Vermögenssteuer, stehen deshalb weder in Steuererklärung noch -verfügung und fliessen daher auch nicht in die Statistik ein.
    Hinzu kommt das Phänomen, dass es in vielen Fällen finanziell attraktiv ist, Vorsorgegelder zu horten, statt die Hypothek abzuzahlen, was zu einer weiteren Verfälschung führt.

  30. Paul Weder sagt:

    Jeder von uns weiss, was passiert, wenn man das System der Umverteilung eine gewisse Zeit laufen lässt. Der Wandel wird sich langsam ankündigen, und dann irgendwann sehr schnell eintreten. Unser Staat hat längst die Kontrolle über die Entwicklung verloren. Die Politik ist längst in Geiselhaft der Wirtschaftseigentümer. Es ist absehbar, was darauf folgen wird.

  31. Könnte man diese Vermögen in Lebensmittel umwandeln, würden die Mittellosen weiter hungern weil die Lebensmittel unverbraucht verrotten. Denn die Mehrzahl vermögenden Menschen sind nicht bereit zu teilen.

  32. Leo Klaus sagt:

    Naja, diese Statistik ist womoeglich falsch, wenn man die einheimische Steuerhinterziehung ins Visier nimmt. Ich wette mal, dass es nicht 5%, sondern 10% der Bevoelkerung in der Millionairenklasse fallen wuerden. Dann sieht die Verteilung in der CH vielleicht etwas “gerechter” aus, nicht? 😉

  33. Küsel sagt:

    Was nicht erwänt wird, ist, dass die 20% ältesten Schweizer 60% des Volksvermögens verwalten. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass sich in keiner Kategorie die Schere der Vermögensverteilung so krass auftut wie bei den Pensionierten. Überspitzt ausgedrückt: Die Chance, reich zu sein, sinkt mit dem Alter, falls man jedoch als Pensionär vermögend ist, ist dieses Vermögen enorm.

    Da der Konsum und damit die Wirtschaftsankurbelung ob reich oder arm mit dem Alter abnimmt, wäre es dringend nötig, eine Umverteilung an den konsumfreudigen aber ausgelaugten unteren Mittelstand und die Unterschicht – gerade junge Paare oder Familien – anzustreben. Vererbt ein 80-Jähriger seine Millionen dem 60-jährigen Sohn, welcher eh bereits vermögend ist, nützt das volkswirtschaftlich gesehen niemandem. Dessen Kinder hätten das Geld jedoch bitterer nötig.

    Es ist bedenklich, dass ein so reiches und hochentwickeltes Land wie die Schweiz einen Gini Koeffizienten aufweist, wie eine Bananenrepublik oder ein Ex-Sovietstaat.

  34. Sharing sagt:

    So ein Blödsinn! Wer mit 65 in der Schweiz nicht Millionär ist, der wird beim Erreichen der statistischen Lebenserwartung armengenössig! Zur Erinnerung: ein Alterspflegheim in der Stadt Zürich kostet CHF 12.000/Mt, zum allergrössten Teil aus dem Selbstersparten zu berappen!

  35. Thomas Steffen sagt:

    Hmm, habe ich jetzt die Statistik mit dem “wie viel Steuern” diese bösen Millonäre im Vergleich zu den anderen abliefern nicht gesehen oder hat man die einfach zufällig vergessen ! 🙂

    • Pascal BE sagt:

      Steuern bezahlt man auf Einkommen und vielorts nicht auf Vermögen. Jemand der viel Einkommen hat und kein Vermögen, der bezahlt enorm viele Steuern. Jemand der nie gearbeitet hat und reiche Eltern hatte, dessen Steuern betragen fast nichts. So sieht Gerechtigkeit aus!

  36. Markus Rausch sagt:

    Reichtum entsteht hauptsächlich durch Erbschaft, entsprechend grossem Einkommen und nicht unwesentlich durch Sparen. Wenn jemand nun viel verdient, und übers Jahr wieder alles ausgibt, so landet er in dieser Vermögensstatistik ganz unten. Dabei hat sein hoher Konsum einen viel höheren volkswirtschaftlichen Nutzen, als jemand, der viel auf die hohe Kante legt!

    • Thomas Steffen sagt:

      Reichtum entsteht hauptsächlich durch Erbschaft – LOL – so langsam verstehe ich wo’s bei unserer Neidgesellschaft happert. Sie haben keine Ahnung……. !

    • Roberto Gloor sagt:

      Nicht zwingend. Man kann Geld auch sinnvoll investieren. Und wenn man das noch mit Krediten hebelt, so bleibt man wohlhabend und bringt dennoch Geld unter die Leute, das ist viel sinnvoller als zu konsumieren (v.a. als im Ausland konsumieren).

  37. Bernhard Piller sagt:

    Wenn man die kapitalisierten Rentenansprüche der Bürger berücksichtigt, dann sieht das Bild schon ganz anders aus! Eine Rente von 50’000, wie dies viele Staatsangestellte haben, bei rund 20 Jahren Bezugsdauer, entspricht auch einer Million. Somit hat die CH bedeutend mehr Millionäre als die Statistik aussagt und die “Schere” ist nicht halb so gross.

  38. Peter Hubacher sagt:

    Ich kenne viele Leute in meinem Umfeld, die haben keinen Rappen auf der Seite und Leben von Monat zu Monat in Saus und Braus mit einem Einkommen von 100’000Fr. oder mehr. In der Statistik landen Sie in der Gruppe ohne Vermögen. Meine Frau und ich sind ebenfalls in dieser Einkommensklasse und haben zusammen schon über 400’000Fr. gespart. Wir sind beide noch in den 20ern. Wenn wir so weitermachen, sind wir wahrscheinlich als Pensionierte auch Multimillionäre. Wir haben aber nichts geerbt und ein ganz normales Einkommen. Es gibt einfach Leute, die können oder wollen nicht sparen.
    Sollen wir nun dafür bestraft werden indem wir Vermögenssteuern bezahlen müssen, weil wir unser Geld nicht Monat für Monat verprassen?

    • Thomas Steffen sagt:

      Lieber Herr Hubacher – Sie scheinen sich “verlaufen” zu haben. Das ist das “Reichenbasching” Forum. 🙂

      Aber besser hätte man es nicht sagen könne, Danke, Herr Hubacher.

    • Peter Brun sagt:

      Sie sprechen mir mit Ihren Worten aus dem Herz, Herr Hubacher! Leider scheinen Sie und Ihre Frau zu den wenigen Leuten zu gehören, die nicht nur von der Hand in den Mund leben. Sie tun dies aus frei gewählten Stücken, müssen sich dann aber von Teilen der Gesellschaft vorhalten lassen, Sie seien Abzocker, reich, sozial ungerecht oder weiss noch was.

    • Alice im Wunschland sagt:

      Hoffentlich, für sie, können sie das Angesparte als Pensionierte dann auch noch geniessen!

    • Markus Meier sagt:

      Ganz klar: Ja

      Weil Sie die Gewinne, die Sie mit dem gesparten Geld machen, meist nicht oder nur gering versteuern müssen. Das Geld liegt ja kaum unter Ihrem Bett, sondern steckt in Aktien usw. usf.

    • Hans Sommer sagt:

      Diese Erfahrung habe auch ich gemacht. Ich bin 63 und habe mich vor 4 Jahren frühpensioniert. Als einfacher Informatiker habe ich zwar gut, aber nicht aussergewöhnlich verdient. Fleiss und Sparsamkeit, um auch im Alter selbständig zu bleiben, haben mich in die angeprangerten 5 Prozent katapultiert. Mitarbeiter, die mehr als ich verdient haben, lebten in Saus und Braus und waren sowohl bei den Steuern als auch bei der Krankenkasse immer im jahrelangen Verzug und ich kenne welche, die haben sogar noch das ausbezahlte PK-Kapital verzockt. Der Staat wird’s schon richten…

      Wenn ich euch einen Tipp geben kann: Kauft Wohneigentum – das ist die sicherste Anlage, die ihr machen könnt, um auch bei einer normalen Rente im alter gut Leben zu können.

    • Patrick Frutiger sagt:

      Sehr geehrter Herr Hubacher,
      Ihren Kommentar sollte sich jeder 10 Mal gut durchlesen und sich dabei überlegen dass ‘finanzieller Reichtum’ bei den meisten etwas mit sparen zu tun hat, und nicht mit ‘alles Geld für belanglosen Konsum’ auszugeben.
      Natürlich kenne ich Ihre persönliche Lebensweise nicht, doch aus Ihrem Text schätze ich Sie nicht als Geizkragen ein (diese sind nämlich in der Tat nicht hilfreich für unsere Gesellschaft).
      Doch mit gesundem Menschenverstand und etwas Verzicht auf absoluten Luxus kann jeder und jede in der Schweiz ein Polster aufbauen. Das setzt jedoch voraus, dass wichtige Entscheidungen weitsichtig gefällt werden (z.B. können wir es uns leisten vier Kinder zu haben? Können iwr es uns leisten ein Auto zu fahren? Können wir uns zwei iPhones leisten? etc).

    • Nina sagt:

      Herr Hubacher, warten Sie nur bis Sie und Ihre Frau Kinder bekommt. Dann wird eure Nettoeinkommen und eures Sparkraft um einiges schrumpfen. Als junges double income no kids hat man es relativ einfach, glauben Sie mir.

    • Robert Schönholzer sagt:

      Herr Hubacher mit ihren 0.2 Mio Vermögen gehören Sie noch lange nicht zu den Reichen.
      Die Erbschaftssteuerreform (das einzige Instrument was die Umverteilung von der Mittelklasse zu den Reichen in den nächsten 10 Jahren etwas dämpfen könnte) würde überhaupt erst ab einem Vermögen von 2 Millionen aktiv und 2 Millionen werden Sie mit Ihren Sparbemühungen offensichtlich kaum erreichen.

  39. H.J. Illi sagt:

    Ein Millionär ist heute auch nicht mehr das, was er früher einmal war! Als ich 1968 aus der Lehre kam, verdiente ich Fr. 1’000.–, heute ein bisschen mehr. Daher wäre auch eine inflationsbereinigte Statistik der Vermögensentwicklung über die Jahre interessant. Sicher haben auch die explodierenden Immobilienpreise massiv zum Vermögenszuwachs beigetragen.

  40. Jürg Brandenberger sagt:

    Die UBS macht mehr als eine Milliarde Gewinn pro Jahr, bezahlt aber mindestens bis 2017 keine Steuern. Eben habe ich Post von der Zürcher Steuerbehörde erhalten. Es geht darum ob ich für 2011 CHF.24.- Kopfsteuern, oder insgesamt ca CHF.800.- Steuern bezahlen muss! CHF.24.- Kopfsteuern widerspiegeln die Einkommens- und Vermögensverhältnisse eines Dipl. Ing. in Elektronik und SW-Engineering in der Schweiz nach 48 Jahren Arbeit, welcher 3 Kinder grossgezogen und allen Drei ein Studium an Universität und ETH ermöglicht hat! Das ist der wahre Wohlstand und die wirkliche soziale Sicherheit welche die Schweiz den Menschen bietet, welche arbeiten statt zu stehlen und dummes Geschwäz von sich zu geben.

  41. Bernard Villard sagt:

    Woher haben die Superreichen das Geld? Vor allem vom Mittelstand, den sie auf arglistige Weise abzocken, in dem sie die Menschen wie Sklaven arbeiten lassen und ihnen kaum Lohnerhöhungen gewähren. Dafür in den obersten Rängen das Geld an sich reissen und auch die Aktionäre damit bedienen. Dazu kommt, dass sie immer weniger Steuern bezahlen wollen. Wir leben schon seit Jahren in einer Wirtschaftsdiktatur! Einzig bei den Wahlen können wir Gegensteuer geben.

    • Jürgen Atzgerstorfer sagt:

      Natürlich ist bei uns nicht alles perfekt, aber offenbar geht es allen in der Schweiz (finanziell) stetig besser. Wenn ich dann Formulierungen wie “arglistige Abzockerei” oder “wie Sklaven arbeiten müssen” lese, kann ich nur müde lächeln.
      Erzählen Sie das mal jemandem im nahen Ausland oder etwas weiter weg (Indien, China etc.), dann müssen Sie froh sein, neben einem Kopfschütteln nicht auch noch schallendes Gelächter zu ernten.

    • Peter Hubacher sagt:

      Soso, Sklavenarbeit. Wenn Sie Ihren Luxus-Lebensstil hier in der Schweiz tatsächlich mit Sklavenarbeit vergleichen, dann tun’ Sie mir echt leid. Das ist auch Verunglimpfung all derer, die für Ihre Freiheit ihr Leben lassen mussten. Damit Sie heute so einen bequemen Lebensstil pflegen können!

    • Martin Frey sagt:

      Dieser Post ist ein gutes Bespiel dafür, wo es hinführt, wenn einem die Ideologie die Wortwahl vorgibt. Für all die rund 30 Millionen echten Sklaven auf dieser Welt müssen derartig inflationäre Begriffspervertierungen schlicht menschenverachtend sein.

      • Josef Marti sagt:

        Bedingt durch das etablierte Schuldgeld- und Zinseszinssystem basiert die Wirtschaft auf dem Grundprinzip des arbeitenden Renditesklaven, für den gilt: “ZInsen – Tilgung – Sicherheit”, das trifft Hausbesitzer wie Mieter.
        Dies gilt aber nicht für die Volkswirtschaft und auch nicht für die Einzelne Unternehmung solange sie noch zu Fortführungswerten bilanziert und erfolgreich wächst; dann nämlich wird die Bilanz ausgeweitet und die Schulden müssen laufend erhöht (und sicher nicht getilgt) werden. Andernfalls wird das kapitalistische Prinzip der Maximierung der EK Rendite (Hebeleffekt) aufs Gröbste missachtet solange die Gesamtkapitalrendite höher ist als der Fremdkapitalzins, was bei gut laufenden Betrieben immer der Fall ist.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Die Superreichen haben das Geld sicher nicht vom Mittelstand. Ich freue mich schon, wenn es dereinst vollautomatische Fabriken mit Robotern und Läden ohne Personal gibt. Also kein Einziger ausgebeutet werden kann, dann will ich die Gesichter des ausgebeuteten Mittelstandes sehen …

      • Josef Marti sagt:

        Bei wem bringen Sie dann die Roboter in den Service, und wer sichert deren Energieversorgung? – Andere Roboter? Jedenfalls werden solche Superroboter sich dann mit Sicherheit nicht mehr von Ihnen an der Nase herumführen lassen.

      • Daniel von Weissenfluh sagt:

        Sie sind ein lustiger. Und wer baute die Fabriken, Läden und Roboter? Wer behandelt Sie, wenn Sie mal krank werden? Wer kauft die Produkte von den Fabriken. Es gibt Leute die denken sie seien das Herz im Körper und schreien: Ich bin das wichtigste Organ! Ohne mich geht gar nichts! Alle sind von mir abhängig!

  42. Laurent Meier sagt:

    2003 besitzen 3.71 % Steuerpflichtige 54.24 % des gesamten Vermögens, 2010 hat es 4.8 % Millionäre die “nur” 61.43 % besitzen, hätten sie gleich viel Vermögen, wäre der Anteil aber bereits 70.18 %, insofern hinkt die Interpretation der Statistik, respektive besitzen die Millionäre im Schnitt weniger. Wenn jemand die Millionengrenze überschreitet, fehlt er im Segment der “Armen”, das verfälscht das ganze noch mehr, zudem wäre es interessant zu wissen, wie viele der neuen Millionäre Zuzüger sind, so wie z.B. ein Herr Wekselberg. Der Fairness halber könnte man die Zahlen noch mit dem Anteil an der Steuerleistung ergänzen anstatt gleich laut Feudalismus zu rufen, das würde das ganze auch relativieren.

    • Reto Stadelman sagt:

      Verfälscht wird vieles und man muss alles realtiv sehen, schon klar. Allerdings scheinen sie nicht verstanden zu haben, wie Feudalismus zu stande kommt. “Der Fairness halber könnte man die Zahlen noch mit dem Anteil an der Steuerleistung ergänzen …” Genau durch solche einseitigen Steuerleistungen kommt Feudalismus zu stande. Oder warum glauben sie, koppeln sich reiche Mitbürger z.B. in den USA immer mehr von der Gesellschaft ab?

  43. Christoph Leuch sagt:

    Vergesst die Vermögen der Schweizer bei den Vorsorgeeinrichtungen nicht. Diese zählen nicht zum steuerbaren Vermögen und sind deshalb in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Berücksichtigt man sie, dann sieht die Vermögensverteilung plötzlich ganz anders aus. Aber würde man ganz unpolemisch auf die effektiven Zahlen abstellen, dann liesse sich dieser Beitrag halt viel schlechter verkaufen …..

  44. Gross Walo sagt:

    Die wichtigste Information steht im letzten Satz: “Die kantonalen Bewertungsunterschiede bei Immobilien zwischen Steuerwert und Verkehrswert sind nicht berücksichtigt.” hier fehlt noch der Zusatz, dass dies bei allen Steuerwerten fehlt.
    Als Fachperson welcher auch solche Statistiken abliefern musste darf ich noch zufügen: Kantone bewerten Wertschriften unterschiedlich und weitere Steuergesetze beeinflussen die Bewertungen. Wenn man über diese Zahlen schreibt sollte man kritischer kommentieren und Vorbehalte beifügen. Leider werden die Leser wieder beeinflusst und beim nächsten Stammtisch wird konfus über das Thema debattiert.

  45. Markus Weber sagt:

    26% haben kein Vermögen und 31% weniger als CHF 50’000.-? Also bitte, das kann ich kaum glauben – ich hatte nach zwei Jahren arbeiten schon ein Vermögen von über CHF 50’000.-… Reichtum muss auch nicht immer relativ, sondern kann auch mal absolut betrachtet werden. Und wenn schon relativ, dann bitte im Vergleich zum Ausland.

    • Aka sagt:

      Da ist ein Körnchen Wahrheit dabei: Sparen ist nicht nur eine Frage des Lohnes sondern es ist auch eine Frage der Einstellung, und da fehlt es bei vielen Leuten.
      Ich versuche seit langem meinen zwei ledigen Söhnen klar zu machen, dass sie pro Jahr einen Monatslohn sparen sollten. Ich bleibe dran!

    • Thomas Müller sagt:

      Andere haben nach 2 Jahre Arbeit zwar kein Vermögen aber ein Auto und eine grosse Wohnung.
      Vermögen zu vergleichen ist völlig idiotisch da bei vielen der Kontostand Plus/Minus 0 bleibt egal wieviel sie Verdienen.
      Ein Banker der 200’000 im Jahr verdient und das Geld mit vollen Händen ausgibt ist dann gleich Reich wie ein Aushilfskellner der Sozialhilfe benötigt..

  46. Statistiken sind Glückssache. Zehntausende von Schweizern haben ein Pensionskassen-Vermögen von über einer Million, mit dem sie ihren Lebensabend komfortabel bestreiten. Das taucht hier nicht auf. Als Selbständige hätten sie jedoch häufig Cash oder Immobilien auf der Seite …und müssten es deklarieren und …verbrauchen. Dazu kommt der Steuerwert von Häusern, in der Regel deutlich unter dem Verkehrswert. Liesse sich aber durch Verkauf realisieren. Das Gejammer ist lächerlich.

    • Jürg Brandenberger sagt:

      Ich freue mich auf Ihr Gejammer, wenn sie mehr Steuern bezahlen müssen, weil immer mehr Menschen entweder Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen beziehen. Eines kann ich Ihnen versichern, Menschen mit guter Ausbildung werden sich nicht mit Ergänzungsleistungen zufrieden geben, welche nur gerade reichen darauf zu warten in einer Kiste entsorgt zu werden. Die Ausgrenzung der 50+ hat bereits bewirkt, dass in der 2. Säule nicht genügend Vermögen angespart werden kann, weil 10 – 20 Jahre fehlen, oder dass das vorhandene Geld bereits vor 65 aufgebraucht ist. Ich warte nur noch auf Ihr Gejammer!

  47. Peter Schmid sagt:

    …und wie viel tragen die 237’000 Millionäre zum Steuereinkommen des Landes bei?

    • Markus Hofstetter sagt:

      Die reichen und die Firmen tragen zu einem grossen Teil des Steueraufkommens bei. Dies sollte mal gesagt sein. Ausserdem handelt es sich ja nicht um Einkommen, sondern um Vermögen, welches nur im Promille bereich versteuert wird. Die Einkommenssteuer wurde da schon längst bezahlt.

  48. d p e sagt:

    Gibt es irgnend einen Grund für die Grösse der Bins in «Reiche werden reicher, Mittelstand tritt auf der Stelle»: Es gibt Kategorie “ohne Vermögen”, “für ein Begräbnis genug (bis 50k)” “anständig reich (50k bis 1M)” und “darüber”. Spannend wäre doch gewesen, man hätte die dritte (und bisher grösste) Gruppe zusätzilich unterteilt. z.b. bis 125k, bis 250k, bis 500k. Hier bestehen nämlich die grossen Unterschiede in der Bevölkerung.

  49. T. Rauber sagt:

    Die Uno Studie, die im Betrag zitiert wird, ist wenig wert, da die Datenbasis in vielen Ländern ausgesprochen schlecht ist. Der Autor obigen Betrages sollte sich ein Land wie Indien in Erinnerung rufen, das neben wenigen unglaublich Wohnhabenden, eine breite Masse aufweist, die nur knapp genügend Einkommen erzielen zu vermögen, um zu überleben! Mit der Schweiz solches zu vergleichen ist Unfug!

    Zur Schweizerischen Vermögensstatistik ist zu sagen, dass selbst unter Steuerpflichtigen die Null Vermögen versteuern, tausende Vermögensmillionäre enthalten sind (Vermögen im Ausland ist nicht enthalten, Pensionskassenguthaben, zu tiefe Bewertung von Liegenschaften, nicht deklarierte Vermögen, etc.).

    • Martin Frey sagt:

      Sie sagen es, Hr. Rauber. Das Ganze hier nennt sich ja eigentlich Datenblog und nicht Politblog. Es ist schlicht unseriös zu meinen, mit derartigen Vergleichen von Aepfel und Birnen irgendetwas beweisen zu können. Würde zumindest erwarten, dass der Autor mehr Infos über die Unzulänglichkeiten und Verzerrungen dieser Daten einfliessen lässt. Damit wäre wenigstens dem Anspruch an einen Datenblog Genüge getan.

  50. Mario M. Montecarlo sagt:

    Jetzt bin ich mal gespannt auf die Reaktionen.Es heisst doch immer,niedrige Steuern seien gut für alle.Was dabei herauskommt,sieht man ja an dieser Statistik.Was lernen wir daraus? Die Schweiz hat wenig Grund,arrogant auf die Nachbarstaaten herunterzuschauen,ist doch in der CH das Vermögen noch weit ungleicher verteilt als bei den Nachbarn.

    • Peter Hubacher sagt:

      Die Schweiz ist so attraktiv für Millionäre aller Herren Länder, dass sie auch bei uns wohnen wollen. Dass dadurch die Anzahl Millionäre sowie die Ungleichheit steigt ist nur logisch. Nichtsdestotrotz hat dies für alle in der Schweiz lebenden Personen ausschliesslich Vorteile. Nur der Neid von manchen Personen steht ihrem Glück noch im Weg.

      • Hans Meister sagt:

        Dieser Vorgang würde man dann als “Importierter Reichtum” bezeichnen – einmal etwas anderes 🙂

      • Robert Schönholzer sagt:

        Inwiefern profitiert die Schweiz von reichen pauschalbesteuerten Ausländern, welche weniger als 1% zum gesamten Steuereinkommen beitragen aber dafür grosse Flächen verbrauchen (und damit indirekt die Mieten in die Höhe treiben)?

      • Nina sagt:

        Genau Herr Hubacher, nehmen wir an Sie wären in Wollerau, Zug oder Herrliberg aufgewachsen und dort gefällt es Ihnen. Dann haben sie aber mit Ihren sehr bescheidenes Einkommen und 400k Ersparnis null Chance eine Liegenschaft zu finden. Wirklich ausschliesslich Vorteile ?

    • Thomas Müller sagt:

      Was sagt denn die Gleichheit aus?
      Jeder Millionär der aus Frankreich flüchtet verbessert dort die Verteilung und verschlechtert sie bei uns.
      Aber was genau bringt diese Verbesserung den Franzosen ausser da sie einen Steuerzahler verlieren?

    • Robert Schönholzer sagt:

      Bei der Mittelklasse ist die Steuerbelastung gestiegen.
      So ist z.B. die MWSt erhöht worden, sind neue Gebühren eingeführt worden und in Kantonen wo die Unternehmenssteuer massiv gesenkt worden ist, mussten anschliessend Gemeindesteuern erhöht werden (d.h. mehr Steuern für Arbeitsleistung und weniger Steuern für Reichtum).

  51. Es scheint, dass ein unerschütterlicher urschweizerischer Glaube an den Reichtum und die Chance auch ein Hüslimensch (Loderer) zu werden, die feudalistischen Verhältnisse in diesem Land stützen. Sonst ist es doch nicht erklärbar, wieso die Pauschalsteuer in vielen Kantonen nicht abgeschafft wird. Und die Unternehmenssteuerreform II – trotz irrigen Informationen von BR Merz – geschluckt wurde. Auch die Unternehmenssteuerreform III zielt wieder in die gleiche Richtung: Steuern für die Superreichen und die Unternehmen senken. Blocher sagt immer, dass die Schweiz Gefahr laufe, von fremden Vögten regiert zu werden. Viele Schweizer wollen doch gar nichts anderes, als von Vögten (Oligarchen) regiert zu werden. Viele Bürger dieses Landes haben sich von der Knechtschaft gar nie befreit. Also huldigt man dem Geldadel. Und der Geldadel hat sich hier niedergelassen, weil wir ein auserwähltes Land sind, das von Gott beschützt in alle Ewigkeit das Mass aller Dinge ist.

  52. RJ sagt:

    In der Schweiz werden Vorsorge-Ersparnisse nicht im Vermögen erfasst, was zu einer Verfälschung der Statistiken führt. Zusätzlich sind die Hypotheken auf den (zu) tiefen Steuerwerten von Immobilien oftmals ein Grund für einen negativen Vermögensbeitrag. Unter dem Strich kann ein eigentlicher Millionär (Vorsorgegelder + Immobilienbesitz), würde er morgen sein Haus verkaufen und pensioniert werden (oder sich selbständig machen, oder auswandern), durchaus ein Vermögen von Null ausweisen.

    • Reto Zumstein sagt:

      Ich würde nicht von einer Verfälschung der Statistiken sprechen. Wenn z.B. ein unverheirateter Mann mit 60 stirbt und keine Erben vorhanden sind, ist das gesamte Pensionskassengeld verloren bzw. bleibt in der Pensionskasse. Deshalb kann man darüber diskutieren, ob das Freizügigkeitsguthaben zum Vermögen mitgezählt werden soll.

    • Robert Schönholzer sagt:

      Abgesehen davon, dass die Pensionskassengelder zukünftig zwingend verbraucht werden, da +50 Probleme haben eine Stelle zu finden und weil das AHV-Alter gleichzeitig erhöht wird: Der Banker der Millionen verdient hat auch wesentlich mehr Pensionskassengelder angespart, als der Fabrikarbeiter – insofern wird sich an der Vermögensverteilung kaum etwas ändern.

  53. Adrian Wehrli sagt:

    “Die Reichen werden zwar immer reicher und haben auch einen ständig grösseren Anteil am Gesamtvermögen, aber nicht unbedingt auf Kosten der Armen.” Also wo liegt das Problem? Wäre da nicht der Neid, würden sich Alle freuen.

    • Nenad sagt:

      vielleicht nicht auf Kosten der Armen häuft sich Ihr Vermögen an…das stimmt…aber die “Armen” (böses Wort) sind meilenweit von einem solchen Lebensstandart entfernt der sogenannten Reichen…wahrscheinlich kennen sie das Gefühl nicht wenn man sich einfach gar nichts leisten kann und von Monat zu Monat immer auf das Geld schauen muss..Falls Sie jetzt argumentieren möchten das jeder mehr verdienen könnte wenn er “wolle” dann sparen Sie sich das..

    • Robert Schönholzer sagt:

      Umverteilungsbeispiele von Arm zu Reich:

      1. Rohstoffhändler schmiert Überwachungsbehörde in Entwicklungsland.
      2. Minenarbeiter werden ausgebeutet oder sterben und Rohstoffhändler erhält Millionenboni.

      1. Waffenhändler schmiert Politiker in Entwicklungsland.
      2. Politiker kauft mit Rohrstofferträgen überteuerte Waffen anstatt in die heimische Volkswirtschaft zu investieren.
      3. Waffenhändler wird pauschal besteuert.

      1. Banker vergeben Hochrisiko-Hypotheken an Arme, welche die Hypothek nicht zurückzahlen können.
      2. Hochrisiko-Hypotheken werden an Pensionskassen weiterverkauft.
      3. Banker kriegen Millionenboni, Mittelklasse verliert Pensionskassenvermögen und Arme werden ganz enteignet.

      1. Arbeitsscheuer Sohn erbt Block mit Sozialhilfewohnungen (steuerfrei).
      2. Sozialhilfe zahlt die Mieten der Lotterwohnungen.
      3. Arbeitsscheuer Sohn macht grosse Kasse dank den Armen und der steuerzahlenden Mittelklasse.

  54. Martin Frey sagt:

    Der Artikel ist ein schönes Beispiel wie irreführend, wie unzuverlässig derartige Daten sind. In der Tat ist es natürlich so, dass es in der CH whs. am meisten Millionäre pro Einwohner weltweit hat. Und dass es sehr viele sehr vermögende Leute gibt. Da ist per se aber noch nichts schlimmes dabei, denn wie der Artikel auch illustriert, partizipieren in der CH alle vom Wohlstand, die einen mehr, die anderen weniger.
    Der GINI-Index ist äusserst problem- und dadurch biasbehaftet. Vielle wichtige Korrekturfaktoren fliessen nicht ein, zudem sind die Datenerhebungen der verschiedenen Länder schlicht nicht vergleichbar. Was unter dem Strich bedeutet, wer bessere Daten liefern erhält als Konsequenz eine niedrigere Gleichverteilung als andere Länder. Der Artikel verlässt sich zudem einseitig auf die Vermögensstatistik der ESTV, sowie auf den Bericht der UNU. Entscheidend ist doch letztendlich der Anteil der Leute ohne relevantes Vermögen. Hier ein Land wie Simbabwe auf die Stufe der CH zu stellen ist absurd, nicht nur bezüglich der Datenerhebung, sondern auch der Tatsache dass nahezu alle Einwohner Simbabwes abgesehen von dem Günstlingsklientel um Mugabe in bitterster Armut lebt. Zudem galoppiert die Inflation in Simbabwe seit Jahren. Dies zeigt, dass die einzig relevante Aussage für die Schweiz die ist, dass die CH überproportional viele Reiche aufweist, es unter dem Strich aber allen Leuten immer besser geht. Alle anderen Schlüsse sind schlicht Spekulation und das Papier nicht wert.

    • @Frey Nein es geht nicht allen Leuten immer besser. Die Löhne von Normalsterblichen sind in den letzten sieben Jahren teuerungsbereinigt nicht gestiegen. Die Mieten und Krankenkassenprämien aber schon. Sie erscheinen nur nicht im so genannten Warenkorb. Sie scheinen auch einer dieser typischen Schweizer zu sein, für die die Schweizwelt auf ewig gut ist.

      • Josef Marti sagt:

        Um die Masse der Werktätigen besser auszuplündern und einen besseren Umverteilungseffekt nach oben zu erzielen dürfen insbesondere die Mieten und Hypokosten nicht im Teuerungsindex enthalten sein, weil man sonst die Löhne ständig erhöhen müsste. In Zeiten höherer Inflation steigen die Wohnkosten über die Zeitachse gesehen nämlich um ein Mehrfaches der Inflationsrate, davor geschützt sind vorerst nur Hausbesitzer mit festen Verträgen; bei den anderen wird die jährliche Inflationssteigerung auf den Zins draufgeschlagen was die Zinskosten locker verdoppeln kann.

        • Martin Frey sagt:

          Es gibt in der CH eine gigantische Umverteilungsmaschinerie nach unten, etwas anderes zu behaupten hat weniger mit der Realität zu tun als vielmehr mit dem Klassenkampf aus dem vorletzten Jahrhundert. Ein Topverdiener alimentiert in unserem Land über alle Abgaben und Steuern die Allgemeinheit in einem Umfang mit, die teils Dutzenden wenn nicht Hunderten Normalverdienern entspricht. Dies sollten Sie beachten bevor die ideologischen Pferde erneut mit Ihnen durchgehen, Hr. Marti.

          • Josef Marti sagt:

            Sie liegen wie immer falsch. Der mit Abstand grösste Teil des Bundesbudgets wird mit MWST, Alkohol- Tabaksteuer, Benzinzoll, CO2 usw usw. usw Konsum- und Verbrauchsabgaben bestritten. Seit 30 Jahren wird auch in anderen Ländern (exemplarisch Deutschland) gewaltige Steuersenkungsorgien betrieben. In den USA sind praktisch steuerfreie Besitzeinkommen (Zins, Miete/Pacht, Profit) fast schon erreicht. Sodann werden über Offshore Konstrukte prinzipiell steuerbare Zinsen in steuerfreie und steuerprivilegierte Dividenden umgewandelt. Sie sollten Argumente liefern, nicht Ideologie.

          • Josef Marti sagt:

            Sie machen eben einen Denkfehler Herr Frey. Nach Ihrer Logik könnte man auch die ganze Bevölkerung aufs steuerfreie Existenzminimum setzen und ein einziger Superreicher würde nach Gutsherrenart die Zivilgesellschaft finanzieren nach seinem Gusto. Das wäre ja dann logischerweise gerecht, denn er zahlt dann mit Abstand “am meisten” Steuern, oder?
            Die gezielt betriebene Umverteilung nach oben wird erreicht indem Besitzeinkommen (Zins, Bodenrente, Profit) und Erbschaft befreit werden mit gleichzeitiger Belastung von Arbeit und Konsum. Eine exponetiell wachsende Vermögensverteilung bei 1% der Bevölkerung ist deshalb (auch wegen des Zinseszinseffektes) unvermeidlich.

          • Josef Marti sagt:

            Und nicht vergessen: Mit der UStR III werden die dann pleite gehenden Kantone (wo die Reichen bisher die Hauptsteuerlast tragen) vom Bund subventioniert, und zwar mit einer MWST Erhöhung. Es sollte eigentlich jedem und sogar einem Blinden mit Krückstock langsam klar werden wohin die Reise geht.

          • Martin Frey sagt:

            Erwartungsgemäss haben Sie Mühe mit unserem Zinssystem, was Sie mit Ihren Genossinnen und Genossen gemein haben, Hr. Marti. Aber immerhin sind Sie so ehrlich zu erwähnen, dass die Reichen die Hauptsteuerlast in der CH tragen. Bekanntermassen sind es die rund 10% vermögendsten Einwohner, die für 80% der Bundessteuer aufkommen, dies nur zur Erinnerung. Soviel halt zum Thema Umverteilung, Hr. Marti. Aber ich muss mich hiermit leider aus der zusehends müssigen Diskussion abmelden, werde gleich noch ein paar Aktienpakete von börsenkotierten CH-Firmen auf den Markt werfen. Darf schliesslich die Optimierung des Shareholder Value nicht aus den Augen verlieren. Das Momentum ist gerade günstig dafür, wissen Sie…

          • Josef Marti sagt:

            Hallo Herr Frey, wünsche Ihnen viel Erfolg bei den Börsentransaktionen. Selbstverständlich haben Sie recht mit der Steuerlast bei der BSt und in den Kantonen. Stimmen Sie zu, dass eine Verlagerung der Hauptsteuerlast von sagen wir mal den oberen 10% auf die restlichen 90% machbar ist indem Besitzeinkommen und Erbschaften mehrheitlich entlastet werden und dafür die indirekten Steuern, Verbrauch und öff. Abgaben etc. gefördert werden? Und halten Sie das für eine gute Steuerpolitik?

    • Martin Frey sagt:

      Vielleicht müssen Sie den Artikel einfach nochmals lesen, anstatt sich mit diffamierenden Mutmassungen über meine Person auszulassen. Das Gesamtvermögen steigt in allen Segmenten, nur nicht gleichmässig verteilt. Das ist die Kernaussage, Hr. Hofstetter. Zudem hatten wir in den letzten Jahren eine quasi-Nullinflation, abgesehen von den KK und Mieten nicht der Rede wert.

      • Hans Meister sagt:

        Nein Herr Frey, ich sehe das so wie Herr Hofstetter. Von wegen nicht die Rede wert: Benzin, öffentlicher Verkehr, Nahrungsmittel…

      • Adrian Wehrli sagt:

        Es geht doch gar nicht um eine differenzierte Ansicht. Neid & Jammern, unser Nationalsport.

  55. Roland K. Moser sagt:

    Ich sehe es so, dass die Lohnschere auf max. 1 : 3, netto, 100 % Pensum verkleinert werden muss. Das ist die direkte Massnahme.
    Wird es nicht umgesetzt, müssen die höheren Einkommen massiv stärker besteuert werden, und gleichzeitig die niedrigeren Einkommen massiv weniger.
    Zwingend nötig ist auch, den Arbeitsmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, mittels der Repatriierung von 3 Millionen Einwanderern und eingebürgerten Einwanderern.
    Was in der Schweiz läuft, ist nur möglich, weil 1 bestimmte Kaste sowohl die Politik als auch die Löhne kontrolliert, und keine Partei dazu geeignet ist, das Problem zu lösen.

    • Josef Marti sagt:

      Wann starten Sie Ihre Unterschriftensammlung für Ihre Repatriierungsinitiative? – Oder wurde sie vom Parlament schon für ungültig erklärt?

      • Roland K. Moser sagt:

        In einer Demokratie eine Initiative für ungültig erklären?

        • Reto Zumstein sagt:

          Die Ungültigkeitserklärung von Initiativen kommt ab und zu mal vor, Herr Moser. Und Ihre “Initiative” würde sicherlich auch zu den ungültigen gehören. Und könnten Sie noch erläutern, welche “Kaste” das sein soll?

  56. Zürcher Roger sagt:

    Und genau deshalb braucht es Vermögenssteuern und Erbschaftssteuern, damit sich die Schere wieder mehr schliesst. Ich wähle sonst oft FDP und eher Liberal, aber im Interesse der Gemeinschaft müssen wir Gegensteuer geben.

    • Josef Marti sagt:

      Die Steuerpolitik der Bürgerlichen ist ja wohl glasklar: Ziel ist die vollständige Abschaffung aller direkten Steuern ausser für den Lohnausweisempfänger; letzteres ist dem Unternehmer egal, er kann ja steuerprivilegierte und AHV freie Dividende statt Lohn beziehen. Kompensation erfolgt deshalb zulasten Arbeit und Konsum (MWST und alle anderen Verbrauchs- Lenkungs- und Konsumabgaben). Auf diese Weise soll arbeitsfreies Einkommen, sprich Besitzeinkommen (Zins, Bodenrente, Profit) und natürlich auch die Erbschaften vollkommen befreit werden.

      • Laurent Meier sagt:

        Herr Marti, um eine steuerprivilegierte Dividende einstreichen zu können, muss man mindestens 10 % am Unternehmen halten, in den meisten Fällen ist das nur bei KMU so, zudem ist der Bezug nicht im eigentlichen Sinne steuerprivilegiert, weil das Unternehmen selbst Gewinnsteuer entrichtet und die Dividende zum verminderten Satz versteuert wird, unter dem Strich bezahlt man in etwa gleich viel. Grundsätzlich ist es aber so, dass man auf Risikokapital eine Rendite erwirtschaften möchte und darf, unsere Altersvorsorge funktioniert übrigens nur dank Renditen, insofern verstehe ich Ihren Einwand nicht so ganz.

        • Josef Marti sagt:

          Sehr naiv. Haben Sie das Gefühl für “unter dem Strich gleichviel” hätte Merz so ein Riesentamtam veranstaltet bei der UStR II ?? Die Gewinnsteuer der Jur. Personen wird seit Jahren laufend gesenkt; darum ist es klar wohin die Reise geht: Abschaffung aller direkten Steuern; und auf Besitzeinkommen zahlt man definitiv keine AHV.
          Abgesehen davon ist niemand gezwungen als Unternehmer eine AG zu führen, er kann als Personengesellschafter die Doppelbesteuerung von Gewinn und Ausschüttung vermeiden; blöd ist dann nur dass er wenns schief geht den schwarzen Peter nicht an die Gläubiger weiterreichen kann.

          • Laurent Meier sagt:

            Nehmen wir eine durchschnittliche Gemeinde im Kanton Bern: Damit ein Unternehmen 100k Dividende ausschütten kann, muss vor Steuer 135k ausgewiesen werden, ergo fallen 35k Unternehmenssteuern an. Bei einer qualifizierten Beteiligung sind bei 100k steuerbarem Einkommen 15k fällig, macht total 50k, also eine Steuerquote von 37 %. Würde das als Lohn bezogen, würden 30k Steuern fällig und ca. 20k Sozialabgaben, macht total 50k. Vor der UStRII wären es beim Dividendenmodell 75k gewesen, also eine Steuerquote von 50 %. Das Tamtam hat nicht Merz, sondern die Sozialisten gemacht.
            PS: alle Zahlen stark vereinfacht, Annahme Steuerwert Unternehmen 1 Million, genauere Berechnungen würden den Rahmen sprengen. Abgesehen davon würde kein Unternehmer nur rein Dividenden beziehen, schon aus Versicherungs- und Altersvorsorgetechnischen Gründen.

          • Josef Marti sagt:

            Meier: Das ist falsch. Die Gewinnsteuer der AG ist bei weitem nicht immer 35% (Sie verwechseln Verrechnunssteuer welche der Aktionär zurückerhält und eine Sicherung seiner Vermögensertragssteuer darstellt). Tja Herr Meier, wenn Sie die Steuerbelastung der AG mit derjenigen des Aktionärs kumulieren (und dann können Sie noch die von der Firma bezahlte MWST dazunehmen wenn Sie Lust haben) können Sie sich mit einer Steuerbelastung von weit über 100% rühmen. Auf diese Weise vermehren reiche Unternehmer laufend ihr Vermögen trotz Steuerbelastungen von teilweise über 300%. Nehmen Sie doch noch die Vermögenssteuer dazu, dann beträgt die Belastung wenn eine Hausrenovation anstehht sogar UNENDLICH%; genau so kann man reich werden.

          • Josef Marti sagt:

            Nachtrag: Dass der kleine Schreiner mit seiner GmbH nicht profitiert war ja ein Argument gegen die Reform. Diese zielte auf die BSt und damit die betroffenen grossen Patrons mit vielen Angestellten ab. Der extrem progressiven BSt wird mit dem 40% Dividendenabzug das Rückgrat gebrochen; deshalb lohnt es sich für den Patron sehr wohl anstatt 500′ nur 300′ Lohn zu beziehen und den Rest als Dividende, von der AHV ganz zu schweigen. Firmensteuer ist hingegen schon lange nicht mehr progressiv sondern flat. Ich mag ja Merz auch nicht, ihn aber für so unfähig darzustellen geht ja wohl doch zu weit.
            Die Steuerbelastung der Firma dem Besitzer zuzurechnen ist unzulässig, da der Mehrwert und Gewinn ohne die Mitarbeiter gar nicht möglich wäre, diese haben das Steueraufkommen mitgeneriert; sonst müssen alle Sozialkosten und weitere Kosten der Firma auch als Steuern des Besitzers gelten wenn man unbedingt absurd sein will.

          • Laurent Meier sagt:

            @Marti: ich verwechsle gar nichts, wenn Sie der Meinung sind, die 26 % Steuerbelastung stimmen nicht (35k von 135k sind 26 % und nicht 35 %), dann schreiben Sie doch bitte eine Mail an die Steuerverwaltung des Kantons Bern, offensichtlich ist deren online Steuerrechner falsch programmiert.
            Ich wollte lediglich aufzeigen, dass die UStRII keinen namhaften steuerlichen Vorteil bedeutet, für einen Besitzer eines Unternehmens ist es egal, wie er es macht, er bezahlt immer gleich viel Steuern/AHV; im übrigen schiesst der Bund jährlich 8 Milliarden in die AHV ein, aus Steuergeldern natürlich.
            Noch etwas technisches: um die Steuerprogression zu berechnen, wird die gesamte Dividende als Einkommen angerechnet und dann, bei einer qualifizierten Beteiligung, zum halben Satz versteuert, mit Dividenden können Sie also die Progression nicht umgehen, informieren Sie sich bitte. Offensichtlich meinen Sie anstatt Dividenden “Rückzahlungen aus Kapitaleinlagen”, dann wären wir aber wieder bei der Bancomat Steuer, welche mehr als nur absurd ist.
            Die von Ihnen genannten Patrons mit den vielen Angestellten sind selten Mehrheitsaktionäre, resp. besitzen selten 100 % der Aktien, wenn der Patron nun also entscheidet, einen Teil seines Lohns als Dividende zu beziehen, würden alle andern Aktionäre ebenfalls in den Genuss dieses Geldsegens kommen, Ihre Argumente sind nicht ganz so stichhaltig, wie ich finde.
            Wenn jemand 100 % einer Firma besitzt, überlegt er sich sehr wohl, wie die gesamte Steuerleistung (Firma und Privat) optimiert werden kann, ich kenne jedenfalls niemand, der freiwillig noch mehr Steuern bezahlt, Sie etwa schon?

          • Josef Marti sagt:

            Meier: Das ist wider unzutreffend. Bitte unterscheiden Sie die BSt und die StSt. Die StSt war überhaupt nicht im Fokus der Reform, weil es wie gesagt um die extrem progressive BSt geht, die immer wieder von den Vermögenden ins Feld geführt wird weil 80% der BSt durch die reichsten 10% bezahlt wurden. Bei der BSt gibt es definitiv keine Teilsatzbesteuerung, sondern einen Abzug vom steuerbaren Einkommen von 40%. Also was ist das Ziel der Bürgerlichen?- Abschaffung der Progression (NW wollte sogar Degression einführen und wurde vom BGer zurückgepfiffen),sodann die jahrzehntelange schleichende Umschichtung der Steuerlast von den direkten Steuern (Einkommen-, Vermögen- bzw. Erbschaftssteuer, Körperschaftsteuern usw.) zu den indirekten Steuern, Verbrauchssteuern MWST und anderen öffentlich-rechtlichen Abgaben forcieren.

        • Martin Renold sagt:

          Nein die Altersvorsorge funktioniert nicht dank der Renditen, sondern dank dem Pflegepersonal. Oder weil die aktuelle Generation auch für die pensionierten arbeitet statt nur für sich selbst. Natürlich glauben wir gerne von niemandem abhängig zu sein, aber diese Vorstellung ist (bei jedem Alter und Vermögen) nur eine bequeme Selbsttäuschung.

        • Josef Marti sagt:

          Noch zum Thema Altersvorsorge, der grosse Brocken den Sie ansprechen ist die 2. Säule. Gerade diese wird bis zum geht nicht mehr von der privaten Versicherungswirtschaft nach Strich und Faden zulasten der Versicherten ausgeplündert, also eine klassische Umverteilung der Renditen nach oben.
          Die AHV mit ihrer Umverteilung nach unten ist ein bedauerlicher Betriebsunfall, der 20 Jahre später nach Einführung sicher nicht mehr passiert wäre; die Bürgerlichen haben wohl komplett geschlafen.

          • Laurent Meier sagt:

            Die Verwaltungskosten der privaten Versicherungen liegen bei 0.6 % der verwalteten Vermögen, denken Sie etwa, eine staatliche Einheitskasse würde weniger Kosten generieren? An diesem Wochenende können wir im Kanton Bern abstimmen, ob wir Steuerzahler den staatlich geführten Pensionskassen BPK und BLVK 2.4 Milliarden oder als Gegenvorschlag “nur” 1.6 Milliarden nachschiessen dürfen. Da sind mir also private, gewinnorientierte und gut kapitalisierte Pensionskassen lieber, als staatliche Kassen, die den Versicherten irgendwelche Phantasie-Renten versprechen, die dann am Ende der Steuerzahler berappen muss.

          • Josef Marti sagt:

            Staatliche PK’s werden von den Politikern für ihre Klientel immer geplündert (so zB in ZH in den 90ern um eine Steuersenkung durchzudrücken und ihren Seilschaften Beratungsverträge und Honorare zuzuschanzen), logisch müssen die dann Pleite gehen. Daher sollte man diese abschaffen. Ich vermute mal autonome PK’s sind besser als Sammelkassen, Sie können sich ja vorstellen wie die schönen Boni bei Swiss Life, Zürich usw. generiert werden.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Wieso Erbschaftssteuer? Das Vermögen wurde ja schon über 80 Jahre (lebenszeit) mit 20% besteuert (80 * 0.25) und vorher als Einkommen (20-35%). Braucht es noch mehr Staatliche Raubzüge?

      • Robert Schönholzer sagt:

        Dann sollte aber bitte zuerst die MWSt abgeschafft werden.
        Unser Einkommen auf Arbeit wurde schon versteuert – warum müssen wir jetzt noch Steuern für Nahrungsmittel bezahlen, während der arbeitsscheue Sohn seine 10 Millionen Einkommen auf Erbe ganz steuerfrei erhält?

      • Robert Schönholzer sagt:

        Abgesehen davon: Seit wann sind eigentlich Kinder in der Schweiz steuerpflichtige Millionäre?

  57. Josef Marti sagt:

    In der CH sind mindestens 90% der Bevölkerung Multimillionäre, deshalb herrscht solche Panik vor der Erbschaftssteuer.

    • Andy Meier sagt:

      Wenn 90% Multimillionäre sind muss man sich ja keine Sorgen wegen dieser Initiative machen. Sie wird ja dann sicher bachab geschickt werden…

    • Maria sagt:

      mhh, also ich habe weniger als 50’000 Vermögen.. aber wahrscheinlich gehöre ich da ja zu der Minderheit…

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ja Maria, du gehörst zu Kaste der Mittellosen. Hier in der Schweiz darfst du dafür den ganzen Tag lang nichts tun, Tagi-Kommentare schreiben und Kollektiv mitjammern bis wieder ein Cheque vom Sozialamt im Briefkasten landet.

        • Nina sagt:

          Entschuldigung Herr Wehrli, aber nehmen wir mal an Frau Maria ist Ihre Coiffeuse, ihre Verkäuferin, Ihre Taxi-Chauffeur, Ihre Gärtnerin, Ihre Putzfrau etc. etc. Dürfte Sie den ganzen Tag nichts anders tun als arbeiten und sie würde niemals in der Lage sein ein Vermögen von mehr als 50’000 CHF anzuhäufen. Vor allem wenn sie noch Kinder hat. Ihre Haltung gegenüber les “petites mains” unserer Gesellschaft ist eine Schande. Und das sagt Ihnen einer der arbeitet ein Vermögen hat und mehr als 300k CHF pro Jahr verdient.

    • Aka sagt:

      @ J Marti: Die Staatsquote ist schon hoch genug. Der Staat soll die Mittel noch effizienter einsetzten. Es braucht keine Erbschaftssteuer.
      Die Börsen und damit sind auch die Vermögen auf einem Allzeithoch. Wenn die Geldschwemme in absehbarer Zeit aufhört werden diese Vermögen massive zurückgehen. Dazumal wird die Statistik dann wieder “glatter” werden.