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Lieb – und teuer

Von DB, 29. April 2014 12 Kommentare »
Kinder kosten, klar. Aber wie viel genau? Das Bundesamt für Statistik hat neue Zahlen.
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Es wird immer teurer: Schweizer Familie mit elektronischen Geräten. (Bild: Keystone)

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Franken kostet ein Kind im Durchschnitt ein Schweizer Paar pro Monat. Hochgerechnet bis zum 18. Lebensjahr macht das über 200’000 Franken – Zeit und Nerven nicht mitgezählt.

Für die neue Berechnung der Kinderkosten hat das Bundesamt für Statistik (BFS) die Konsumausgaben berücksichtigt, die in einem Haushalt mit Nachwuchs anfallen.

Sind Geschwister vorhanden, sinkt der Aufwand pro Kind. Bei Paaren mit zwei Kindern liegen die monatlichen Ausgaben bei 754 Franken pro Kind, bei solchen mit drei Kindern bei 607 Franken.

Deutlich höhere Kosten fallen bei Alleinerziehenden an, nämlich 1201 Franken im Monat bei einem Kind. Als Gründe werden einerseits die generell höheren Lebenshaltungskosten in kleineren Haushalten genannt, andererseits der im Vergleich zu Paarhaushalten höhere Anteil älterer Kinder bei Alleinerziehenden.

Kinder verursachen nämlich mit steigendem Alter immer höhere Auslagen. Schlägt ein Nachkomme unter 11 Jahren laut BFS noch mit 691 Franken pro Monat aufs Budget, sind es bei älteren Kindern 1005 Franken.

Die Zahlen basieren auf Daten der Haushaltsbudgeterhebungen 2009 bis 2011.

(bru/sda)

12 Kommentare zu “Lieb – und teuer”

  1. Mike sagt:

    Interessant dazu der Vergleich mit den Zahlen des Amtes für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich. Hier wird der durchschnittliche Unterhaltsbedarf z.B. für 1 Kind, 1-6 Jahre mit monatlich 2025 Fr. angegeben. Diese Werte werden für die Festlegung der Unterhaltsbeiträge benutzt. Warum diese grossen Unterschiede?
    http://www.ajb.zh.ch/internet/bildungsdirektion/ajb/de/kinder_jugendhilfe/unterhalt/unterhaltsbedarf.html

  2. Christian Duerig sagt:

    Wo sind die Kosten für Musikunterricht, Fussballspiel, Schwimmwettbewerbe, Velofahren uam. ?

  3. S. Marti sagt:

    Wenn Kinder zu teuer sind, die Betreuungskosten horrend hoch sind, beide Elternteile weiterhin zu einem grossen Teil berufstätig bleiben möchten etc. sollte man vielleicht besser einfach keine Kinder in die Welt setzen….??

  4. von Allmen Samuel sagt:

    Man sollte es nur noch Akademiker erlauben, eigene Kinder zu haben!

  5. Sebastian sagt:

    Diese Zahlen sind lachhaft niedrig. Da wurden wohl nur Nahrungsmittel und Kleider gerechnet. In der Stadt Zürich macht allein der Mehrpreis zwischen einer 3.5 Raum zu einer 5.5 Raum 900 Franken aus. Dazu Betreuungskosten zwischen 500 Franken (1Tag) und 2’500 Franken (5Tage) . Oder halt der Lohnverzicht einer erwerbstätigen Person in der Familie.

    Das Sozialamt rechnet übrigens mit rd. 2000 Franken pro Kind, was in Züri realistischer ist. Auch geht es dort nicht um 30% runter bei weiteren Kindern…

  6. Marcel Senn sagt:

    Das ist nur ein Teil der Kosten – Laut Bfs kostete (2007) ein Schüler im Schnitt pro Jahr
    Vorstufe: 7’378
    Primarschule: 12’368
    Sekundarstufe I: 16’106
    Gymnasium/Maturiätsstufe: 18’979

    So kostet ein Schüler inkl. Vorstufe und bis zur Sekundarstufe I: Fr. 137’284
    Und die Kanti je nach Dauer (bei 4.5J im Schnitt) nochmals Fr. 85’406
    .
    Und so kostet ein Kantischüler inkl. Elternanteil und Bildungsausgaben mit 19J um die 450’000, einer mit obligatorischen Abschluss um die 340’000 (Lehrlingseinkommen miteinbezogen)
    .
    Nur fehlen der Schweiz pro Jahr etwa 30’000 Geburten um bevölkerungsdemographisch wieder in eine gesunde Säulenform (graph. dargestellt nach Altersklassen/Geschlecht) zurückzukehren anstatt der aktuellen Urnenform infolge der geburtenstarken Jahrgänge von 1940-71 und der massiven Abschwächung danach auf akt. 1.53 Kinder/Frau (2012) (Schweizerinnen 1.43, Ausländerinnen in der CH 1.85) – nötig wären aber 2.1 K/F um eine Bevölkerung stabil zu halten!

    Das würde bei rund 30’000 zusätzlichen benötigten Kindern mit durschnittlichen Fr. 19’000 Kosten pa rund 570 Mio oder 1% BIP kosten
    – oder wir müssten diese fehlenden zukünftigen Arbeitskräfte einwandern lassen…
    .
    Bei rund 800’000 Rentner mehr ab 2035 (2014 1.5 Mio 2035 2.3 Mio) und ohne Massnahmen je nach Szenario 100-300’000 Erwerbtättige weniger werden wir zu einem unfinanzierbaren Altersheim, womöglich noch mit einer Jugend, die kein Interesse mehr an einem generationenübergreifenden Gesellschaftsvertrag mehr Die UBS hats ja neulich so in etwa vorgerechnet, was fehlen würde um all Renten auszubezahlen – rund 1 Bio Fr!
    .
    Darum ist die Frage: Den Nachwuchs selber erzeugen oder importieren. Und da Kinder nicht auf den Bäumen wachsen und eine langfristige und teure Aufzucht benötigen, ist 2014 der optimale Zeitpunkt sich um diese Fragen zu stellen, da der Zenit der Rentneranzahl um 2036 sein wird – also in etwa eine Aufzuchtsperiode inkl. Schwangerschaft davor.
    .
    Etwas visionär angestellt, müsste man die CH bis etwa 2035 auf nur etwa 9 -9.2 Mio rauffahren und dann ab dann langsam wieder zurückfahren auf etwa 8.2 Mio, da dann 99% der Babyboomer vom 20Jh bis etwa 2060 verstorben sein werden.
    .
    Das wäre mein Alternativorschlag zu Ecopop und Co.- und die AHV wäre vermutlich finanzierbar bis 2060!

  7. Pat Widmer sagt:

    Also uns kosten 3 Krippentage pro Woche monatlich schon CHF 1557 plus die anderen Kosten…

  8. ernst siegenthaler sagt:

    Unsere Kinder 3 1/2 und 1 1/2 kosten alleine für die Krippe jeden Monat bereits knapp 800 Franken jede, wobei sie aber nur jeweils 2 Tage die Woche dort sind. Die weiteren Kosten für Essen, Windeln, Kleider etc. kann ich so auf die schnelle nicht nennen, aber 200 sind das sicher auch für jede. Also sind unsere Ausgaben wesentlich über dem Durchschnitt. Ach ja auch die Krankenkasse ist nicht gratis.

    Freundliche Grüsse
    Ernst Siegenthaler

  9. otto suntheim sagt:

    Wenn das stimmt, hätte ich, mit meinem Lohn, nie zwei Kinder aufziehen koennen.Mit Privatschule fuer ein Kind

  10. Chris Schmidlin sagt:

    Bitte auch noch eine Grafik mit den Kosten insgesamt.
    In dieser Aufstellung erscheint es halb so teuer zu sein 3 Kinder zu haben als nur eines.
    Mit drei studierenden Kindern hätte ich gerne etwas mehr an den Steuern abzuziehen gehabt.
    Leider sind vor allem in der Ausbildung viele Kosten plafoniert, speziell wenn man dank gutem Verdienst keinerlei Unterstützung erhält ist das bitter.

  11. Tabea sagt:

    Warum es hier wohl noch keine Kommentare gegeben hat…Diese Zahlen sind Tatsache. Darum verzichten viele auf Kinder.

  12. Lena Müller sagt:

    Es wäre noch sehr viel interessanter zu wissen, was die Kinder kosten wenn die Opportunitätskosten (entfallener Lohn, verzögerte Karriere usw.) des Partners mit einberechnet würden. Haben Sie dafür auch Zahlenmaterial?