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«Bloss nicht selbständig machen, Angestellte haben es besser!»

Mathias Morgenthaler am Freitag den 24. Februar 2012
Conrad Pramböck

Conrad Pramböck

Viele Angestellte erhoffen sich vom Schritt in die Selbständigkeit Freiheit und Erfolg. «Ein schreckliches Trugbild!», sagt Personalberater Conrad Pramböck. Der 39-Jährige schreibt in seinem Buch*, wer sich selbständig mache, müsse mit dem Schlimmsten rechnen: mehr Arbeit, weniger Geld und keine Unterstützung. Es sei daher sinnvoller, die eigenen Ziele als Angestellter zu erreichen.
Herr Pramböck, haben Sie nie daran gedacht, sich selbständig zu machen?
CONRAD PRAMBÖCK: Doch, ich habe immer wieder mit diesem Gedanken gespielt. Als mein früherer Arbeitgeber letzten Herbst Pleite ging, habe ich sehr genau durchgerechnet, was es bedeuten würde, meine langjährigen Klienten selbständig weiterzubetreuen. Bei meinem damaligen Arbeitgeber hatte ich Kunden in 40 Ländern in Gehaltsfragen beraten. Um ein ähnliches Level zu erreichen, hätte ich drei bis fünf Jahre Aufbauarbeit investieren müssen, mir ein Team zusammenstellen, die Marke positionieren, mich um Büros und Homepage kümmern müssen. Das hohe Risiko hätte ich alleine getragen.

Da hielten Sie es für den bequemeren Weg, sich wieder anstellen zu lassen?
Mit Bequemlichkeit hat mein Job nichts zu tun. Ich kann meine Ziele in meiner neuen Firma einfach viel schneller erreichen. Mein neuer Arbeitgeber Pedersen & Partners hat in den letzten Jahren 49 Büros in 46 Ländern eröffnet. Was ich mir als Selbständiger vorgenommen hätte, war dort schon vollbracht. Ich konnte am 2. Januar mit meinem USB-Stick an diese phantastische Infrastruktur andocken, erhalte seither pünktlich mein gutes Gehalt und zusätzlich einen Bonus, wenn ich erfolgreich bin. Am ersten Arbeitstag zeigte mir eine nette Kollegin meinen Arbeitsplatz mit vorinstalliertem Computer, Telefon, Visitenkarten – bereits nach einer Stunde konnte ich mich voll und ganz um meine Kunden kümmern. Wer sich selbständig macht, braucht in den ersten Wochen mindestens die Hälfte seiner Zeit, um die eigene Firma zum Laufen zu bringen.

Die Realität der Selbständigkeit ist oft ernüchternd.

Die Realität der Selbständigkeit ist oft ernüchternd. (Bild: Dennis Lapets)

Und deswegen haben Sie ein Buch geschrieben mit der Botschaft: Angestellte haben es in jeder Hinsicht besser, kein Mensch sollte sich selbständig machen.
Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, ist es das Gejammer der Angestellten. Am Montag lamentieren sie, wie lange es noch dauert bis zum Wochenende, am Freitag wird auf Party gemacht. Viele dieser Frustrierten hadern mit ihrer Arbeit, sie träumen von der Selbständigkeit, von Freiheit und Reichtum. Die Medien präsentieren Geschichten von glücklichen Selbständigen, die für viele Millionen ihre Firma verkauft haben und nun in der Karibik Caipirinha schlürfen. Das ist ein schreckliches Trugbild. Auf der Insel sitzen nicht die reich gewordenen Selbständigen, sondern die Angestellten, die ihren bezahlten Jahresurlaub geniessen. Ein Drittel der Selbständigen geht in den ersten drei Jahren Konkurs, die meisten anderen arbeiten Tag und Nacht und bringen es trotzdem auf keinen grünen Zweig. Deshalb kann ich nur raten: Bloss nicht selbständig machen, Angestellte haben es besser!

Vielleicht sind Sie aufgrund Ihrer Spezialisierung auf Gehaltsdatenbanken ein wenig geldfixiert. Es gibt ja noch andere Kriterien als Reichtum. So besagen Studien, dass Selbständige zwar mehr arbeiten und weniger verdienen als vorher, aber zufriedener sind, weil sie eigenständiger arbeiten können und den Nutzen ihres Tuns erkennen. Unter den Angestellten dagegen verrichten laut Gallup-Studie bloss 13 Prozent ihre Arbeit mit vollem Engagement.
Viele Angestellte gehen mit einer komplett falschen Einstellung zu Werke und untergraben damit ihr eigenes Selbstbewusstsein. Wer sagt: «Ich brauche Geld für ein schönes Leben, also stelle ich einer Firma meine Arbeitsleistung für sicheren Lohn zur Verfügung», der lädt seinen Chef dazu ein, alle Probleme bei ihm abzuladen. Ein Angestellter sollte wie ein Selbständiger denken und sich fragen, welchen Beitrag er leisten will. Das ist hoffentlich mehr, als im Anforderungsprofil seines Arbeitgebers steht.

Sind die Unternehmen denn flexibel genug, solch unternehmerisches Denken zu honorieren? Oft hört man gerade aus grossen Unternehmen, dass jene Angestellten Karriere machen, die sich taktisch clever verhalten und nicht zu viel bewegen wollen.
Gerade in Konzernen ist der Handlungsspielraum tatsächlich oft eingeschränkt. Da sind teilweise Führungskräfte an der Macht, die durch Taktieren aufgestiegen sind und alles daran setzen, aufstrebende junge Mitarbeiter klein zu halten, um nicht den Verlust von Macht, Status und hohem Gehalt zu riskieren. Es ist frustrierend, in solch einem Unternehmen des guten Lohnes wegen auszuharren und auf die Loyalität des Arbeitgebers zu vertrauen. Wer aber seinen eigenen Beitrag kennt und im richtigen Umfeld arbeitet, kann wie ein Selbständiger agieren mit allen Vorzügen des Angestellten.

Das mag sein, aber warum haben Sie es nötig, die Selbständigen als «arme Schweine» zu betiteln und zu suggerieren, erfolgreiche Unternehmer seien Narzissten, Machiavellisten oder Psychopathen?
Diese Einschätzung stützt sich auf eine Studie der deutschen Wissenschaftler Matthias Kramer und Dominik Schwarzinger. Natürlich ist nicht jeder Selbständige ein Psychopath. Ich will nur Gegensteuer geben zu dieser Unsitte, Selbständige als Halbgötter darzustellen und Angestellte dazu zu verführen, ihr Glück in der Selbständigkeit zu suchen. Heute sehen wir doch, wie Arbeitsämter Arbeitslose in die Selbständigkeit drängen, damit sie aus der Arbeitslosenstatistik fallen; wie Gewerkschaften Angestellte als machtlose Opfer böser Unternehmer darstellen, um ihren eigenen Einfluss zu stärken; wie Scharlatane, die Seminare und Bücher verkaufen wollen, den Angestellten ein schlechtes Gewissen machen und ihnen einreden, wahre Selbstverwirklichung sei nur in der Selbständigkeit zu finden. Wen wundert es da, dass Angestellte in einer Identitätskrise stecken?

Stellen wir uns vor, Ihr Buch hätte maximalen Erfolg und niemand würde sich mehr selbständig machen. Wäre das wünschenswert?
Da mache ich mir keine Sorgen, es wird immer Menschen geben, die niemals unter einem Chef arbeiten möchten. Und diese Unternehmertypen braucht es, keine Frage. Ich wünsche mir schlicht mehr unternehmerisches Denken unter den Angestellten aller Hierarchiestufen. Und weniger Leute, die einer Illusion aufsitzen und sich ohne Eignung in die Selbständigkeit stürzen. Der sich schon heute abzeichnende Arbeitskräftemangel wird dazu führen, dass Angestellte, die sich ihres Wertes bewusst sind, aus einer Position der Stärke heraus agieren können. Sie hätten allen Grund, selbstbewusst aufzutreten. Schliesslich weiss jeder gute Unternehmer, dass er nichts ist ohne seine Angestellten.
Kontakt und Information:
www.conradpramboeck.com

* Literatur: Conrad Pramböck: Jobstars – Mehr Glück, mehr Erfolg, mehr Leben als Angestellter. Edition A, Wien 2012.

 


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82 Kommentare zu “«Bloss nicht selbständig machen, Angestellte haben es besser!»”

  1. Thomas Blickle sagt:

    Selten so dümmlich-arrogantes Gequatsche gelesen. Nur neoliberale Worthülsen, beleidigend und elitär. Wo Sie wohl angestellt wäre, wenn nicht ein “Psychopath” mal den Schritt in die Selbständigkeit gewagt hätte? Und warum genau sollte der schlechtbezahlte Baumaler unternehmerisch denken? Ein Schelm, wer denkt, es gehe Ihnen weniger um das Wohl der Angestellten als um dasjenige Ihrer gutbetuchten Kundschaft.

  2. Eines von vielen Büchern, welches man nicht zu kaufen braucht. C. Pramböck versucht Wissen zu verkaufen, welches in der breiten Masse schon längst vorhanden ist. Das Rad wird mit seinem Buch nicht neu erfunden. Daran glaubt nur er selbst.

  3. Anh Toan sagt:

    Die meisten Menschen fühlen sich wohler als Angestellte: Sie sind froh, dass ein anderer (Chef) die Verantwortung trägt, verlieren sie ihr Einkommen aus Erwerbstätigkeit, können sie nur aber immerhin einem Anderen die Schuld geben. Den Verzicht auf Verantwortung bezahlen sie mit Subordination: Der Chef entscheidet nicht nur über Art, Ort und Zeit der Arbeit, sondern auch betreffend Kleidung, Haarschnitt etc.: Gerade wer beruflichen Erfolg will riskiert, seine Seele an seinen Arbeitgeber zu verkaufen: Der Arbeitgeber bestimmt, wo man lebt, wann man aufsteht am Morgen, wie man aussieht usw.. Das Arbeitsleben, und damit ein grosser Teil des Lebens generell, wird fremdbestimmt.

    Selbständige arbeiten selbstbestimmt: Ein Buchhalter mit Tattos und Piercing kann als Selbständiger viele Aufträge von Tatoostudios, Clubs, Künstler- Konzertagenturen, Gallerien durchaus aber auch aus der Sofware- oder Werbebranche erhalten. Er kann in einer Nische erfolgreich sein, die seiner Persönlichkeit entspricht, und muss seine Persönlichkeit nicht verstecken. Geht die Selbständigkeit jedoch in die Hose, kann der Fehler nur bei sich selbst gesucht werden.

    Viele Menschen schrecken zurück vor Verantwortung (bei einem Unfall wird nicht geholfen, man hat Angst, etwas falsch zu machen, und wartet auf Anweisungen einer Autorität). Diese Menschen sind zufriedener als Angestellte. Andrerseits gibts eine Minderheit, die Entscheiden und Verantwortung will, die sich nicht ein- und unterordnen wollen, diese Menschen sind zufriedener, als Selbständige.

    Die soziale Sicherheit kann auch ein wirtschaftlich Selbständiger haben, indem er sich in seiner eigenen GmbH oder AG anstellt. Die Frage ist nicht, ob selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit besser ist, sondern zu erkennen, welche Form der Erwerbstätigkeit besser zu einem passt.

  4. Anh Toan sagt:

    Bruce Springsteen:

    Well early in the morning factory whistle blows
    Man rises from bed, puts on his clothes
    Man takes his lunch, walks out in the morning light
    It’s the working, the working, just the working life

    Through the mansions of fear, through the mansions of pain
    I see my daddy walking through those factory gates in the rain
    Factory takes his hearing, factory gives him life
    The working, the working, it’s the working life

    Well end of the day, factory whistle cries
    Men walk through these gates with death in their eyes
    And you just better believe, boy, somebody’s gonna get hurt tonight
    It’s the working, the working, it’s the working life
    This is the working, the working, it’s the working life

  5. Annemarie Richard sagt:

    Intelligente, durchdachte Selbständigkeit wohl eine Überlebensstrategie in den nächsten Jahren. Arbeitslose sollten sich vermehrt in die gute eventuell begleitete Selbständigkeit wagen. Selbständigkeit, das sollte man wissen, ist harte Arbeit. Träumen, Faulenzen, 6 Wochen Ferien findet keinen Platz. Kundenaufbau, Verkauf, Arbeiten, Telefonieren braucht Wille und Ausdauer manchmal über Jahre. Wer es schafft wird belohnt und glücklich. Kann auch mit einem, mehreren guten Kollegen oder auch in Gruppen, Organisationen (z.B.Amway) mit vorbereitetem Hintergrund ausgeführt werden. Lachen nicht verboten – arbeiten auch nicht.

  6. Egon Der sagt:

    Wir wissen, das KMU ist der mit Abstand wichtigste Wirtschaftskreis der Schweiz. Zwar lässt sich nicht die Tatsache abstreiten, dass man beim Eintritt in die Selbständigkeit vieles (zu vieles) aufgibt. Das ist so. Man gewinnt dafür anderes, beispielsweise gewisse Freiheiten. Man könnte sich nun fragen, was diese Polemik gegen die Selbständigkeit soll. Vermutlich wird es ganz einfach langsam eng. Soll heissen, weil immer mehr in die Selbständigkeit starten, gibt es immer weniger Mitarbeiter die dem Shareholder-Value zuträglich sind und vor allem immer weniger Fachpersonal für die Multis. Gewisse Ängste schleichen sich ein…

  7. E.H.Roth sagt:

    Elitär und beleidigend diese Aussagen in der Tat! Herr Pramböck mag als HR Manager ja Erfolg haben mit Kandidaten mit jungen Hochschulabsolventen. Möchte aber sehen was er tun kann mit Kandidaten 50+ mit viel Erfahrung und ohne “roter Faden” im CV.

  8. Bär Arnold sagt:

    Es ist besser, Sie machen sich mit Ihrer grossen Klappe nicht selbständig. Selbständigkeit braucht Fach-Qualifikation, Durchhaltewissen, Marktdurchsetzung und Führungsqualität. Alles haben Sie nicht – als “Kader” haben Sie schon Ihren letzten Arbeitgeber in den Konkurs geholfen mit Ihrer Einstellung. Oder waren Sie beim Niedergang nicht dabei? Genau diese unverantwortliche, sozialistische, egoistische Einstellung ist das Krebsgeschwür unseres heutigen Berufslebens. Wäre ich Ihr Vorgesetzter, Sie hätten morgen die Kündigung auf dem Tisch. In dieser Welt muss jemand die Verantwortung für Arbeitsplätze übernehmen. Diese nennt man Selbständige oder Unternehmer – eine Liga, die Sie mit Ihrer Einstellung nie erreichen werden. Ich bin übrigens Selbständiger und freue mich jeden Tag auf grösste Herausforderungen. Es geht mir schlicht in allem hervorragend und kann meinen Wunschberuf ausüben (Turnaround-Manger, Change-Manger auf Executive-Level). Die Zeit wird kommen, da werden auch Sie selbständig werden, weil es solchen Personalberatungsquatsch nicht mehr brauchen wird. Das geht nicht mehr lange. Arnold Bär

  9. David Kündi sagt:

    Ich teile ganz Ihre Meinung, Herr Pramböck. Es gibt nchts schlimmeres als Angestellte, die am Montag jammern und am Freitag beim Apéro immer noch am jammern sind. Im weiteren ist die Politik der Arbeitsämter nicht in Ordnung, die die Arbeitslosen in die Selbständigkeit drängt. Selbständig zu sein ist ein harter Job. Festangestellt zu sein ist easy. Und leider haben es die Traktierer am einfachsten weiterzukommen.
    Leider gib es zu wenige, wahre Unternehmer, die es schafffen, eine erfolgreiche Firma aufzubauen und wissen, welche Knochenarbeit damit verbunden ist.

  10. Caroline Egger sagt:

    Dem Drittel Selbstständigen, die nach einigen Jahren aufgeben, stehen immerhin zwei Drittel gegenüber, die durchhalten! Tatsächlich kommt der Verdacht auf, dass Pramböck das Wasser auf die Mühlen der abhängigen Beschäftigung leiten will, weil diese u.a. besser kontrolliert werden kann (Steuern). Es ist in der Tat lächerlich, von einem kleinen Angestellten zu erwarten, unternehmerisch zu denken, weil dies in den meisten Fällen gar nicht erwünscht ist (Vorgesetzte, die sich von Ideen und Initiative bedroht fühlen oder diese bestenfalls als eigene ausgeben, was nicht selten vorkommt). Für die Selbstständigkeit braucht es Durchhaltevermögen, Mumm und einigen Schneid – Qualitäten, die sich bei der Arbeit in diesem Feld zunehmend entwickeln und den Selbstständigen allein deshalb verdächtig machen, weil er kein Normalo-Schaf ist, das über seinen 8-Stunden-Tag lamentiert und doch jeden Tag brav zur Arbeit trottet (und dabei unterwürfig gegen seine Interessen agiert, zB aus lauter Sch… gegen die 6 Wochen-Ferien-Initiative stimmt).

  11. Sacha Meier sagt:

    Man muss durchaus relativieren. Wir leben nun einmal in einer globalisierten,vollständig regulierten und durchstrukturierten Welt. Davon profitieren einerseits alle mittleren und grossen Unternehmen überdurchschnittlich, weil sie auf eine synergetisch optimierte und straff durchorganisierte Infrastruktur bauen können und so in der Lage sind, für das Massengeschäft maximierte Erträge zu generieren. Alllerdings haben auch Selbstständige, die i) konformistisch sind, ii) sich mit dem System arrangieren und sich nicht gegen dieses stellen, iii) im dienstleistungsnahen Bereich tätig sind, iv) ihre Resourcen nicht in Experimenten und Neuerungen vergeugen, durchaus eine Chance. Staatsnahe und auf kartellähnlichen Strukturen basierende Unternehmensfelder, wie Ärzte, Therapeuten, Rechtsanwälte, Treuhänder, Garagiers, Bauhandwerker und Franchisenehmer werden immer gute Erträge erzielen können, weil ihre Umsätzte systemgeneriert sind. (Krank wird man immer wieder, Gesetze werden nicht weniger und das Auto muss nun einmal immer wieder in den Service und zur Abgaskontrolle, etc.) In allen anderen Fällen gebe ich Herrn Pramböck absolut recht. Die allerschlechteste Wahl sind technologische Innovationen. So etwas passt nicht mehr in das System der Schweiz. Einerseits fehlte eine starke Lobby, die z.B. die Ausbildung fördert und Resourcen zur Verfügung stellt; andererseits treten technische Neuerungen fast immer gegen etablierte Produkte von Grosskonzernen an. Sind diese hinreichend «gefährlich»; d.h. kostengünstiger, besser, energiesparender, umweltfreundlicher, etc., werden sie auch bekämpft. Entsprechend gehören solche Geschäftsvorhaben eindeutig nach China. Ich sehe das an meinem eigenen Beruf des Elektroingenieurs – der dummerweise erst noch mit einem amtlichen Auslandstechnologietransferverbot festgesetzt wurde. Schon in Deutschland und Österreich ist die Situation ganz anders. In diesen Ländern wurden gezielt die innovativen Hochtechnologie-KMUs gefördert, wodurch diese Länder (trotz Finanzkrise) durch die hohe Wertschöpfung dieser Branche sogar zulegen konnte.

  12. Issey Schnyder sagt:

    Selten so etwas Oberflächliches gelesen von jemandem der ein Buch über ein solches Thema verfasst hat. Diesem Herrn täte es gut, sich in die Wirtschaftsgeschichte einzulesen und ein paar philosophische Dinge zu lesen über das “Mensch sein”. Dieser Herr ist prädestiniert Unternehmer zu werden und wird irgendwann feststellen, dass er seine Lebenszeit für die Ideale und den Tatendrang eines anderen verkauft hat. Mir kommt da spontan das Höhlengleichnis in den Sinn. Leider ein gefangener seines Werdegangs, der uns auch noch mit seiner vermeintlichen Weisheit beglücken muss.

  13. Sehr geehrte Damen und Herren:
    Ich war 30 Jahre selbständig und hatte noch die gute alte Zeit erlebt wo man noch nicht so viele Abgaben hatte.Ein wenig recht hat der Herr der den Artikel geschrieben hat. Als selbständiger ist man immer am rechnen und zahlen heute. Ich würde jedem empfelen sich mal selbständig zu machen. Es ist nicht mehr einfach spezielle kleinere Betriebe.Ich musste mit 30 Jahren weniger wie nachher mit 60 arbeiten. Der Stress wurde alle Jahre grösser anstatt umgekehrt.Es brauch Tag und Nacht Einsatz zu 1oo%.Es ist leider so OL

  14. fischer sagt sagt:

    Selten so gelachr übder die dummsten Bürgerr, denn wie kann man sich so grosse Ilousionen machen in einer Zeit wo man nicht sagen kann, haben wir demnächst eine Rezession, oder gar noch schlimmer eine Deflation. Wer sich ein wenig, aber nur ein wenig informiert, der solle doch heute so aufgeklärt sein, dass eine Selbständigkeit mehr Risiken beinhalten als ein Lohnausweis-Arbeitsplatz. Das Problem, ist doch heute, wer kein grosses Beziehungsumfeld hat, ausser man ist in der Politik, der hat heute kaum eine gute Chance sich der vernetzten globalen Welt zu stellen. Ein grosses Risiko ist auch die meistens Auflöung von PK-Gelder, die hernach auch im Alter fehlen, weil sie doch in den Sand gesetzt wurden. Selbständigkeit ist heute ein absolut härteste Markt, der mit so grossen Gefahren verbunden ist, die kaum gemeistert werden können. Fragen wir uns nur wie gut kann der Euro überleben, und hat der Euro eine Zukunft. Hat der Personenfreihandel ein Chace, haben die EU-Länder genügend potentzial für Investitionen. Solche Fragen sind heute wichtig zur Überlegung!

  15. Stutz sagt:

    Zeugt nicht gerade von grossem Mut und Unternehmergeist. Man muss auch nicht einfach in die Selbständigkeit losziehen und dann etwas wursteln, das muss schon gut geplant sein. In seinem Fall und in seiner Branche hätte es sich nicht gelohnt, das muss doch aber nicht gleich generalisiert werden. Ein armer Mann ohne Visionen.

  16. Hans Ineichen sagt:

    @Thomas Blickle: Bingo! Sie bringens auf den Punkt!

  17. bohrerin sagt:

    ja, thomas, ich konnte die sätze nicht mal zu ende lesen, so verquast kams mir vor. die meisten angestellten sind doch so frustriert, weil sie total entfremdete arbeit verrichten. irgendwelche zahlen hin und herschieben kann ja nun wirklich nicht der weisheit letzter schluss sein. ehrlich gesagt geht mir dieses beratergesindel wahnsinnig auf die nerven. die brauchts doch nur dort, wo sich unternehmen scheuen, selber verantwortung zu übernehmen. da werfen die für plattitüden wahnsinnig viel geld aus dem fenster, anstatt eben die leute im unternehmen mit einzubeziehen in die arbeit.

  18. M. Nevo sagt:

    Selten so einen Schwachsinn gehört. Wo wären wir ohne all diejenigen, die Risiko auf sich nehmen? Arrogantes und undankbares Geschwafel.

  19. selbständig sagt:

    Dieses Interview zeigt klar, dass dieser Herr nicht der Unternehmertyp ist. So ist gut, bleibt er in der Anstellung.

  20. Patrick sagt:

    Ich bin selbständig, arbeite weniger, verdiene weniger – aber bin rundum viel ausgeglichener und zufriedener als damals, als ich noch in einem Konzern als Product Manager gearbeitet habe.

  21. Björn Johanslein sagt:

    Ein weiterer Dummschwätzer aus der Personalerbranche. Wo er hingegen recht hat ist, dass es zuviele angestellte Führungs”kräfte” gibt, die glauben, sie hätten das Zeug zum Unternehmer, ja sich fälschlicherweise gar als solche bezeichnen und gar glauben, sie hätten die Firma (mit/trotz persönlichem Tragen aller Mühen und Risiken) aufgebaut und deshalb seien sie wie erfolgreiche Unternehmer zu bezahlen. Das ist eine Täuschung. Die sind meist alle schadlos ersetzbar.

  22. Philipp sagt:

    Ich kann mich meinem Vorposter nur anschließen. Das einzige sinnvolle in diesem Beitrtag stand im letzten Absatz. Es liegt in der Eigenverantwortung JEDES Bürgers ob er sich selbstständig macht oder nicht. Jeder entscheidet selbst, keiner zwingt einem zur Selbstständigkeit. Wem nicht bewusst ist was er riskiert tut mir leid wenn ich das so hart sage, ist selber schuld.

    Als Angestellter bist du immer “Lohnsklave” hast deine fixe Arbeitszeiten, vermutlich an einem ganz bestimmten Ort, wo du früh Morgens hingehst und Abends wieder nachhause. Kritisches Hinterfragen des Unternehmens ist verboten. Das Gehalt entspricht in den seltensten Fällen dem, was einem die eigene Lebenszeit wert ist.

    Wenn man als Selbstständiger auch nicht reich wird, man tut es für sich! Man hat es in seiner eigenen Hand, ist nicht abhängig vom Wohlwollen eines Vorgesetzten od einer Firma.

    Jeder muss selbst abwegen ob Selbstständig od. Angestellter, aber so ein einseitiges Bild zu zeichnen ist genauso eine Frechheit wie Luftschlösser bzgl. Selbstständigkeit.

  23. Tom Berger sagt:

    Angestellte haben es nicht automatisch besser und geniessen auch nicht unbedingt mehr Sicherheit, wie es uns dieser Herr Berater suggeriert. Es werden täglich Angestellte (auch kompetente) entlassen und die Spirale wird sich in Zukunft immer schneller drehen. Es kommt eben immer darauf an, welche Motivation und Erwartungen hinter der persönlichen Karriere-/Lebensplanung stecken. In einem Punkt gebe ich Herrn Pramböck aber recht: Selbstständigkeit ist nichts für Angsthasen, Zweifler oder Bequeme. Selbstständig bedeutet “selbst” und “ständig”. Wer das nicht verkraften kann/möchte, sollte tatsächlich besser bei seinem Angestellten-Job bleiben und weiter träumen…

  24. Derek Richter sagt:

    Hr. Pramböck scheint die Arbeitswelt mit seinen eigenen Scheuklappen wahrzunehmen. Er ist in einem hochspezialisiertem Umfeld beheimatet, welches einen hohen Bedarf an Investitionskosten mit sich bringt. Dass ein einzelner ohne entsprechendes Grundkapital bzw. Kundenstamm sowie entsprechender Ausbildung zum Scheitern verurteilt ist, versteht sich von selbst.
    Die Arbeitswelt besteht jedoch aus bedeutend mehr als nur Hochschul-verbildeten Schlipsträgern.

  25. Anton Schneider sagt:

    Welch beispiellose Arroganz der HR-Gehaltsmanager an den Tag legt. In grossen Firmen sind die HR-Mitarbeiter und Kader vielfach grösster Kritik und Akzeptanz-Problemen ausgesetzt. HR erfindet sich immer wieder neu mit Worthülsen, neuen Konzepten der Förderung, der Gehälter, der …. und und und. Eine Lachnummer und diese Papiertiger könnten aus den Konzernzentralen entfernt werden, und keiner würde es aus betrieblichen Gesichtspunkten merken.
    Den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen ist ein Grosser und deshalb verdient er Respekt. Wenn es 2 Drittel schaffen ist das grossartig denn diese haben es geschafft, dass Dritte einen Preis für die Dienstleistung zu zahlen bereit sind – für die Leistung des Selbständigen und nicht für die Arbeite unter einem mächtigen Brand oder Label wie Pramböck.

  26. hans sagt:

    Herr Pramböck scheint überfordert zu sein eine Website, Visitenkarten zu organisieren und einen Computer aufzusetzen.
    Dafür hat er ein schönes Kukident Lächeln….

  27. Selbständigkeit ist das Privileg der Menschheit, ein Grundrecht. Wer von der Galeere herunter möchte, wird wohl oder übel sich selbständig machen müssen…. ein sinnvoller Weg zu mehr Lebensqualität!

  28. Jacques Céhache sagt:

    Dies ist das Spiegelbild unserer Gesellschaft… first of all, have fun!!! eben, die Leute fordern, beziehen hohe Gehälter…. profitieren heisst dass…. aber nun zum Artikel, solch eine Arroganz ist mir noch nie begegnet! und das, in dreissig jähriger Selbständigkeit, und nachdem ich irgendwie 160 Menschen ein Einkommen gesichert habe… Gott hüte mich davor solch einen eingebildeten Idioten jemals anzustellen…
    und nur noch in Klammern: von seriösen Journalismus kann hier auch keine Rede sein, der TA und dessen Redaktor degradiert sich hiermit tiefer als die bekannteste Boulevardpresse…! man muss sich an den Kopf langen,,,, tsss

  29. Charles Dupond sagt:

    Wie so oft viel psycholuegischer Nebelwurf zur Ablenkung von den harten Fakten und Problemen. In der Schweiz ist der Schutz der Lohnsklaven wirklich minimal. Die Fremdbestimmung ufert ueber Behinderte gar bis ins Schlafzimmer (unter dem Zynismus Schlafhygiene) aus. Ueber 6 Monatsloehnli Entschaedigung lachen abgebruehte Sadisten insbesondere in Monopolberufen, aus denen nur in die Gosse (oder die Selbstaendigkeit!) gefluechtet werden kann. Auch nach “erfolgreichen” Selbstmordserien von Untergebenen werden Sadisten weiter protegiert, da ja die hoehere Befehlskette einen Rekrutierungsfehler zugeben muesste….

    Die systematische Erschwerung der Verselbstaendigung ist ein Glied in der Kette der Fessel der Lohnsklaven. Frueher mietete ein Spenglergeselle ein kleines Lokal als Budeli, kaufte aus dem Ersparten einen Occasiongewindeschneider von Reishauer und eine ebenfalls handbetriebene Boertelmaschine. Heute kostet eine einigermassen praktiabel eingerichtete Spenglerei (ohne Lokal!) nicht nur die Pansionskasse, sondern erfordert ein hochverzinsliches Baenksterdarlehen (welche sich fast zinsfrei bei der Nationalbank refinanzieren). Ein Betriebsdarlehen macht den Neuselbstaendigen nicht nur zum Zahlsklven der Baenkster; die schreiben ihm auch stinkfreich seine unternehmerischen Entscheide vor. Der Lokalvermieter fordert meistens nebst einem exorbitanten garantierten “Mindest”zins eine gewinnabschoepfende Beteiligung an den Bruttoeinnahmen, die zB in der Berner Bahnhofunterfuehrung bis weit in den zweistelligen Prozentbereich reicht! Leuft der Betrieb an, musste frueher nur ein Buch ueber die Einnahmen und Ausgaben gefuehrt und alle zwei Jahre eine Steuererklaerung ausgefuellt werden. Heute muessen nicht nur Zig Arbeitsstunden fuer Steuerbuerokratien (die von den Schwatzbudern und nicht den Fiskalbeamten vorgeschrieben wurden); buerokratisch nicht von allen Hunden Gehetzte und mit allen Wassern Gewaschene muessen gar teure Hilfe von Steuerberatern und Treuhaendern in Anspruch nehmen ….. und bezahlen!

    Auf die Spitze getrieben werden die Schickanen, wenn eine junge Frau das aelteste Gewerbe der Welt ausueben willl. In Rechtsstaaten duerfen Stundenhoteliers und Barister strafbewehrt keine Wucherpreise fuer Bett und Trank abzocken. Nebst wucherischen Bordeliers wurden gar aktive Zuhaelter entkriminalisiert, welche Dirnen und Freier filettieren. Anstatt einer unkomplizierten und unentgeltlichen polizeilichen und amtsaerztlichen Aufsicht (Bockschein) mit einer polizeilichen Schaetzung der Honorareinnahmen fuer die Steuererklaerung, ufert gar die Dirnenbuerokratie bis ins Kafkaeske aus. Der abstruse “Bisinessplan” jedenfalls kann kaum eine Dirne selber basteln; meistens sahnt dafuer ein aktiver Zuhaelter zusaetzlich ab!

  30. selbständig II sagt:

    Und wer stellt den Angestellten an, ein anderer Angestellter? Und wer stellt diesen an …? Was würde Herr Pramböck ohne den Herrn Pedersen und seine Partner tun?

    Wer sich über die sich anscheinend dauernd beklagenden Mitangestellten aufregt, der sollte ein Buch über Angestellte schreiben und seinen Unmut über seine Mitangestellten nicht zu Lasten der Selbständigen kund tun. Aber wer bringt schon den Mut auf, gegen seine eigene Kaste zu sprechen auch wenn die Kritik sicherlich angebracht ist?

    Zuletzt bleibt die Frage, wofür es einen Personalberater noch braucht, wenn die Leute Selbständig sind.

  31. Wer solche Aussagen macht, kennt die Praxis nicht. Sicher, für die Selbständigkeit braucht es Eigenschaften, die viele leider nicht zur Genüge haben: Starker Ehrgeiz, Disziplin, Einsatzbereitschaft, Selbstvertrauen, kaufmännisches Grundwissen, Marketing-Know-how und überdurchschnittliche Sozial- und Fachkompetenzen. Hat man aber solche Eigenschaft oder trainiert man Defizite davon, ist die Wahl in die Selbständigkeit der beste Schritt, den man machen kann. Belohnt wird man mit grossen Freiräumen, Motivation, Selbstverantwortung, Persönlichkeitsentwicklung, Erfolgserlebnisse und lernt vieles, was man als Angestellter meistens nur beschränkt kann: Entscheidungsstärke, Risikobereitschaft, Umsetzungs- und Handlungsorientierung und vieles mehr.

  32. Charles Dupond sagt:

    @Herr Meier: Das Technologietransferverbot ist zwar rechtens. Allerding werden in Rechtsstaaten Beamte mit Verbot der Kapitalisierung ihres Amtswissens bis zur Bahre samt Teuerungsausgleich voll pansioniert. Private Lohnsklavenhalter muessen in Rechtsstaaten fuer ein nur einvernehmlich moegliches Konkurrenzverbot die dadurch geminderten Erwerbschancen voll entschaedigen!

  33. Kuster Peter sagt:

    Ich habe vor Jahren, damals war ich in einer Bank tätig, während dem Beförderungsgespräch gekündigt und bin nun 48 und müsste nicht mehr arbeiten. Alle von mir gecoachten haben das selbe erreicht. Werde ein Buch schreiben, wie es jeder schaffen kann. Vielleicht interessiert sich ein Verlag :-))

  34. John J Feller, SCV sagt:

    “Bloss nicht selbständig machen, Angestellte haben es besser!”.. fuer wen sollen den die Unselbstaendigen arbeiten? Alles Beamte beim Staat. Man denke einmal nur an die Bauern. Familienbetriebe koennen, trotz Regierungseinmischung, in einem sehr schwierigen Umfled ueberleben. Staatsbetriebe in der Landwirtschaft sind alle (!) Verlustgeschaefte. So einen primitiven Bloedsinn wie dieser Schreiberling von sich gibt passt ganz gut in die immer linkere Denkweise in Europa. Der Staat soll sorgen, aber verdienen moechte man allerdings eben auch wie ein Donald Trump. Naehme mich wunder ob er unabhaengiger Schriftsteller ist oder gar von einem Unternehmer bezahlt wurde um zu schreiben.

  35. Markus Marty sagt:

    “Gut gebrüllt, Löwe”. Der Mann hat erreicht, was er erreichen wollte: Aufmerksamkeit und damit Werbung für sein Buch.
    Dies geht am billigsten und schnellsten mit einer wohldosieten Prise Provokation. Ob die aufgestellten Hypothesen richtig sind oder nicht ist dabei zweitranging.
    Ich bin selbständig, weil ich so meine Ideen frei von vorgesetzten Reibungsbverlusten umsetzen kann. Für mich ist das das Grösste und ich bin glücklich dabei.

  36. Ernst sagt:

    Ich war mein Leben lang Angestellter. Sie denken jetzt, dass ich denke, ich hätte in meinem Leben alles richtig gemacht? Weit gefehlt. Tatsache ist, dass ich vor lauter arbeiten keine Zeit zum Geld verdienen hatte.

  37. Paul Jenni sagt:

    Interessant: Einer der noch nie selbständig war, kann über die Selbständigkeit Auskunft geben…

  38. Rene Wetter sagt:

    Ich war selber 7 Jahre selbständig und kann beurteilen wie es ist. Man darf sich einfach keine Illusionen machen, vorallem nicht glauben, dass man da einfach mehr verdient. Ein Selbständiger hat z.B. keine Ferien sondern unbezahlter Urlaub und man muss etwa das Doppelte einnehmen was der erwartete Lohn sein soll, denn alle Versicherungen zahlt man selber und wenn nichts läuft oder man krank ist kommt kein Geld. In schlechten Zeiten gibts auch Kunden die nicht bezahlen und die Arbeitszeiten sind oft länger und härter. Ich habe viele Nachtschichten geschoben. Interessant ist, dass ich während der ganzen Zeit nie krank war, das war übrigens auch bei meinen Berufskollegen so. Krank waren sie in den Ferien, wenn der Druck abfällt. Ferien machte ich immer an einem Stück 4 Wochen, 1 Woche brauchte ich zum runterfahren. Wie gesagt, Selbständigkeit ist nicht für jedermann und man muss auch wissen wann es Zeit ist falls nötig wieder auszusteigen. Wichtig ist auch dass man nicht zuviele fixe Kosten hat, z.B ein teures Büro muss erst verdient werden; ich arbeitete in der Wohnung.

  39. Peter Senn sagt:

    Als erfolgreicher Selbständiger muss ich dem Herr wiedersprechen, er scheint aus Nichtwissen gewisse Dinge zu schreiben, lassen wir ihn. Wer etwas aufgebaut hat, die Aufbauzeit hinter sich hat, wird es immer schwieriger haben, als wenn man sich in gemachte Neste netzt. Der Stolz nach fünf Jahren, wenn das eigene Business funktioniert ist aber sicherlich grösser, als jener, wenn der Arbeitgeber Ende Jahr eine dickere Zahl auf dem Konto hat. Ich war bisher die Hälfter der Zeit, in welcher ich gearbeitet habe angestellt und die zweite Hälfte selbständig. Es war hart, herausvordernd, befriedigend. Würde nie wieder tauschen und habe beste Erfahrungen gemacht.

  40. burger sagt:

    @ Arnold Bär: Was Sie da so schreiben hört und fühlt sich aber nicht nach grosser Zufriedenheit an! Soll doch jeder das machen was er will!

  41. René A. Feldbauer sagt:

    Wieder jemand der über etwas schreibt wo er keine Ahnung hat!

    Natürlich ist es bequemer sein Fix Gehalt regelmässig zu bekommen, Visiten Karten am ersten Tag auf dem Tisch zu haben usw.
    ohne dafür mal was zu leisten.
    Also, ich als Mann schreibe auch nicht über Schwangerschaft.

    PS: im übrigen, Selbständig macht man sich nicht um schnell reich zu werden, sonder wie der Ausdruck schon lautet, Selbst und Ständig, also für alles selber Verantwortung zu tragen, und sich ständig am Wandel des Marktes orientieren, gibt’s was Spannenderes?

    Gruss: ein seit Jahren selbständiger.

  42. Gerry Weidmann sagt:

    Absolut Schwachsinn. Kein Wunder ist der Ruf von Coaches, Berater usw. dermassen ramponiert. Der Tagi sollte auch etwas kritischer sein, was er abdruckt.

    Ich kann nur jedermann empfehlen, sich mit einer erfolgsversprechenden Geschäftsidee und mit der nötigen Verantwortung selbständig zu machen. Bevor ich mich selbständig machte, war ich leitender Mitarbeiter in einer öffentlichen Organisation. Einer der Beweggründe war, um es klar zu sagen, die Wahl von effektiv unfähigen Führungskräften. Dazu gehören auch Vorgesetzte, die durch das Wahlvolk gewählt werden. Da stimmt zwar das Parteibuch, ob sie sich aber eignen, speziell als Führungskraft, fragt keiner.

    Der Grossteil der Mitarbeiter und Kollegen nimmt das hin, weil sichere Lohnzahlungen, die Pension und Arbeitsplatzgarantie ihnen wichtiger sind. Jobmässig resignieren sie aber und kündigen innerlich. Sie führen wie Schosshunde die Aufträge aus und richten sich in ihrer Meinung, wie der Wind weht. Dem Vorgesetzten gefällt dies und Hauptsache, der Job ist sicher.

    Wer das will, dem sei das unbenommen. Sie sind aber frustriert und von Zufriedenheit gibt es keine Spur.

    Selbständigkeit setzt selbstverständlich Engagement, Disziplin und Verantwortung voraus. Wer das nicht bringt, nicht bringen kann, sollte es sein lassen. Der wird aber auch in einem Angestelltenverhältnis nicht über Mittelmass hinauskommen. Der Arbeitgeber wird dann bestimmen, wann Schluss ist.

  43. Moritz Berger sagt:

    “Um ein ähnliches Level zu erreichen, hätte ich drei bis fünf Jahre Aufbauarbeit investieren müssen, mir ein Team zusammenstellen, die Marke positionieren, mich um Büros und Homepage kümmern müssen. Das hohe Risiko hätte ich alleine getragen.”

    Wenn er Team hätte, müßte Herrr Pramböck sich dann noch um die Büros und die Homepage kümmern??

    🙂 🙂 🙂

    Selten so gelacht!!

    Was macht Herr Pramböck wenn er nicht sofort Visitenkarten und einen USB-Stick hat??

  44. Bruno Bernasconi sagt:

    Wenn alle so gedacht hätten wie Herr Pramböck, gäbe es ausser in öffentlichen Diensten keine Arbeitsstellen. Alle privaten Unternehmen wurden von „Selbständigerwerbenden“ gegründet. Oder glaubt er, sein Arbeitgeber Pedersen & Partners sei mit der Welt geschaffen worden?

  45. Aduna sagt:

    Kann mich den Meisten hier nur anschliessen – völlig unreflektiert und von sich und seiner Meinung überzeugt, vermutlich nie durchs Schicksal wirklich geprüft, erstaunlich unreif für seine 39 Jahre, das ist was bleibt als Eindruck, wenn man dieses Interview gelesen. Macht sicher nicht Lust auf mehr – schon gar nicht auf ein ganzes Buch. Er hat sich und seine Idee denkbar schlecht verkauft. Völlig humorlos und arragant. Schade, denn die Grundaussage ist zwar nicht neu, aber sicher immer wieder eine Überlegung wert. Mein Mann ist seit rund 7 Jahren selbständigerwerbend – ich bin Angestellte. Beides hat Vor- und Nachteile.

  46. doliwsef sagt:

    Ich zitiere nur den Ausspruch eines großen Griechen vor mehreren tausend Jahren. Dieser Spruch hat bis heute Gültigkeit:

    WER DIE SICHERHEIT SUCHT, IST ZURECHT SKLAVE!

  47. Charles Dupond sagt:

    @ Herr Weidmann:

    “Es war einmal” fangen auch die Maerchen an. Die Beamten wurden schon vor vielen Jahrzehnten von der Explosion des BSP abgekoppelt, und immer mehr kam gar der Teuerungsausgleich nur noch stotternd, “weil sie eine sichere Rente haben!”. Auf der “sicheren” Rente wurde nun gar mit Missbrauch von Notrecht ohne verlorenen Krieg der Teuerungsausgleich politisch geklaut. Der “Beamte” hat heute das gleiche Risiko wie der Private, aber nicht seine Moeglichkeiten. Besonders diskriminierten Kasten von Staatsheloten wurde dann trotz Gleichstellung mit privaten Lohnsklaven auch noch das Streikrecht gesetzlich geklaut. Allerdings duerfte da der EUGH die Schweiz im Falle eines Falles einmal mehr abwatschen! Nicht nur in Libyen und Syrien muessen gewisse Grundrechte mit eusserem Druck vor Politgaengstern auf Rats- und Richtertronen geschuetzt werden….

    Vor dem politischen Klau der Beamteneigenschaft von schon pragmatisierten (und nicht nur Wahlverweigerung von Neuangestellten) und der Pansionsberechtigung bei Gossenwurf durch den Monopolarbeitgeber konnte ein Beamter (dem es wurscht war, dann nicht mehr befoerdert zu werden) durchaus darauf hinweisen, wenn gesetzwidrige oder gar verbrecherische Verfuegungen oder gar Vorschriften gebrunzt wurden. Wenn heute ein Staatshelot treu Verfassung und Gesetz dienen statt Fuerzen politkrimineller Vorgesetzten folgen will, landet er nicht nur unter der Schlumpfine ohne Pansion in der Gosse. Schliesslich kann er sich nicht mit einer eigenen Hoheits- oder gar Fiskalverwaltung selbstaendig machen (obwohl die Einnahmen dann ein standesgemaesses Leben bis zur Bahre ermoeglichen wuerden). Ist der Helot erst mal gegosst, koennen auch seine noch getreu verwalteten Dossiers nach dem gerade von oben wehenden Furzwind umgebastelt werden…..

  48. Thomas Müller sagt:

    Wie hat doch anno dazumal Madame de Meuron gesagt: “Syt dir öpper, oder nähmet dir Lohn?”

  49. Ronald Furrer sagt:

    Eine typischer Typ “Windfahne”. Dort hin gehen wo es am einfachsten ist. Status, 40h/Woche etc. Mit dieser Einstellung werden uns die Asiaten noch an die “Wand stellen”. Krass, was für Leute im HR-Kader heute den Ton angeben.

  50. Marco Ganabien sagt:

    Lieber Herr Prämböck

    Ja, Sie wollen wohl bloss zu PR-Zwecken provozieren. Trotzdem glaub ich da einen Hauch Neid zu spüren. Nun versuchen Sie wohl Ihren persönlichen Frust, dass Sie die Courage zur Selbständigkeit nicht aufbringen, anhand eines Buches zu bewältigen;-). Da setz ich gerne noch einen drauf, damit Sie übers Wochenende was zum Grübeln haben: ich kassiere wohl ähnlich viel Kohle wie Sie. Ellbogen links und rechts spüre ich keine. Ich steh auf wann ich will, trage nie Kravatte, kann mich im Büro benehmen wie ich will, habe keine Vorbildfunktion, spreche so laut und oft wie ich will. Ich höre mir den ganzen Tag US-Radio an und muss mir den Lokalradiodreck der breiten Masse nicht antun. Ich fahre in die Ferien wohin ich will (Ferienort muss also z.B. nicht zum HSG-Image passen). Ich fahre das Auto was ich will, nerve mich nicht ab anderen Mitarbeiterm und wede von meinen Untergebenen auch nicht gehasst.

    Nun Herr Prämböck: ich glaube eher, dass Sie als vermeintlicher Winner hier der Quadrat-Loser sind. Tut mir Leid Ihnen sagen zu müssen, dass Sie Ihr wertvolles Leben als Chef-Knecht vergeuden ;-)))!!!

  51. Charles Dupond sagt:

    Und wo bleiben all die “Winner”, wenns es eines Tages keine Beamten (oder anderen Kubik-Looser) mehr gibt, die fuer ein Trinkgeld und einen Arschtritt statt eine Pansion die Eskapaden ihrer Konkurrenten oder noch uebleren Feinde zuegeln und ihre je laenger je gigantischeren Scherbenhaufen aufreumen?

  52. Marco Ganabien sagt:

    Ach und Sie Herr Prämböck gehören vielleicht genau zu jener Sorte Chef-Knecht die denkt, ohne mich läuft dieser Laden nicht. Ihren monetären Erfolg verstehen Sie als logische Konsequenz Ihrer tollen Leistungen. Dies macht Sie gefügig und befähigt Sie, leere Worthülsen der Business-Literatur und Ihres Arbeitgebers ohne Mucksen Ihren Sub-Knechten gegenüber zu vertreten ;-)! Eines Tages heisst es dann: Lieber Herr Prämböck, bitte räumen Sie Ihr Büro, danke für Ihr langjähriges Engagement. Sie dann: ja, aber ich kann nicht gehen, Sie brauchen mich doch. Ihr Arbeitgeber: nein, danke… wir haben einen Jüngeren und noch gefügigeren MA gefunden ;-)!

  53. Peter Zgraggen sagt:

    Sehr guter Artikel. Ich verstehe nicht, was sich da jeder aufregt und was da falsch oder arrogant sein soll. Er zeigt doch einfach auf wie die Realität ist.

  54. Marco Ganabien sagt:

    Nein, die Realität ist eben genau anders rum ;-)…

  55. Sibylle Dapp sagt:

    Ich bin seit sieben Jahre selbständig. Ich würde nie nie nie nie nie nie mehr zurück in das Angestellten Verhältnis. Nie wieder wird jemals ein Mensch über mich entscheiden nie nie nie nie mehr. ich war eine glücklich Angestellte in den Medien. Ich bin noch glücklicher als Selbständige. Egal wie hart der Weg ist, mein Weg war hart, aber ich habe viel profitiert, hätte ich als Angestellte nicht. Als Selbständige bin ich viel prominenten Menschen begegnet in meiner Anstellung wäre ich das nicht. ich kenne heute Menschen, wo ich extrem dankbar bin.
    Ich durfte Reichtum erleben, als Angestellte wäre das nie möglich gewesen. Vielleicht sollte Pramböck die Orientierung ändern. Der hat ja wirklich keine Ahnung und schreibt ein Buch darüber?
    Er kann ja zu mir in die Schule kommen, wie man als Erfolgloser, erfolgreich wird.
    Sibylle Dapp

  56. Julius sagt:

    Herr Pramböck: Ihre Äusserungen sind dekadent und weltfremd. Ihre Ausführungen gelten vielleicht für verwöhnte Luxus-Angetsellte wie Sie mit einem Salär jenseits der 150K. Für den sich für 60-80K schindende Normalo ist die Aussicht auf ein Einkokmmen von 100K als selbstständiger Spengler, Maler, Gastronom oder Versicherungsverkäufer aber durchaus attraktiv. Kommen Sie mal auf den Boden der Tatsachen zurück mit Ihrem USB Stick.

  57. Roger Planzer sagt:

    Herr Pramböck

    Sie haben nicht das Profil, sich über dieses Thema kompetent zu äussern.

  58. Mike Jucker sagt:

    Was fuer ein Looser! Wer fuer sich arbeitet weis worin er seine Energie steckt. Arrogante Konzernchefs und geltungsbeduerftige Abteilungsleiter habe ich hinter mir gelassen ich hinter mir, auch wenn ich dafuer nun mehr Arbeite. Die Freiheit des Eigenerwerbenden ist der beste Lohn.

  59. Roland Manke sagt:

    Ein selten dämliches Gequatsche, substanzlos, phantasielos – wenn es so währe, sähe die Welt anders, insbesondere aber die Wirtschaft sehr blass aus.

  60. Michael sagt:

    Dämliches Gequatsche, arrogant, substanzlos.. Die meisten Kommentare gehen in diese Richtung. Was mich aber bedenklich stimmt, ist, dass Hr. Pramböck sind “Compensation Specialist” nennt, aber offenbar keine Ahnung bzgl. Compensation hat. Meine Erfahrung im Bekanntenkreis: egal welche Branche, mit dem richtigen Mindset verdient man über die Zeit bei mehr Freizeit mehr. Vorausgesetzt, man kriegt es selbst hin, Visitenkarten und eine Tel.nr. sich zu organisieren .. 🙂
    P.S. Muss eine ziemlich unprofessionelle Fa. sein, die in einer so heiklen Branche erlaubt, USB zu verwenden (wäre in einer CH-Bank unmöglich…)

  61. Enzo sagt:

    Selbständig oder unselbständig, ist doch unwichtig. Wichtig ist die Tatsache, dass es nur ca. 5% der Menschen gib, die Unternehmer sind, die Restlichen sind Unterlasser…. 🙂

  62. Ich habe vor zwei Jahren ein kleines Unternehmen übernommen, nachdem ich mehrere Jahre als Management Consultant und zuvor in kleineren Unternehmen sowie einem grösseren Konzern tätig war. Insofern erlaube ich mir einschätzen zu können, was sowohl Selbständigkeit, Unternehmertum und das Leben als Angestellter bedeutet.

    Die beiden letzten Jahre waren geprägt von praktisch einem Doppelpensum, fast keinen Ferien, natürlich kein Lohnbezug, dafür Investitionen aus Eigenkapital sowie Verschuldung für Unternehmensaufbau. Ausbau des Kernteams von 2 auf 10 Personen sowie 60 Freelancern heute sowie eine Verdoppelung in den nächsten zwei bis drei Jahren sind geplant.

    Es darf jeder wählen, was ihm behagt. Sei es (unternehmerische) Freiheit, Leader-Funktion, Aufbau oder Management. Klar scheint mir, dass unternehmerisches Denken sowie Freiheit nicht nur in der Selbständigkeit möglich ist – das gibt es auch in vielen Management-Positionen.

    Ein grösserer Unterschied scheint mir jedoch das Geschäftmodell ‘Unternehmer’ dort zu sein, wo’s um Aufbau und damit Investitionen aus Eigenkapital oder Finanzierung über Verschuldung geht. Da ist langfristiges Denken bzw. passender Businessplan gefordert anstelle eines regelmässigen monatlichen Einkommens. Erfolg ist nicht programmiert – die ersten zwei bis drei Jahre sind wohl die härtesten.

    Gleichzeitiges Vorantreiben von Produkte/Dienstleistungs-Entwicklung, Marketing, Personalsuche und -selektion, Verkauf, Dienstleistungserbringung, etc. sind ebenso herausfordernd, können aber durchaus auch befriedigend sein. Das Überschreiten von mentalen Grenzen und eine nicht immer austarierte Worklife-Balance sind beim Unternehmer wohl eher möglich als beim Angestellten.

    Insofern entnehme ich dem Artikel durchaus Punkte, welche zutreffen. Ich stimme auch dort zu, dass Angestellte durchaus eine hohe Identifikation mit Ihrem Arbeitgeber und mehr Verantwortung zeigen dürfen. Viele – und das habe auch ich – unterschätzen die Herausforderung der Selbständigkeit gerade in der Aufbauphase. Andererseits gibt es wohl nicht schöneres, als nach kurzjähriger Aufbauphase auf das Erreichte zurückzuschauen und – wenn vieles gelang – die Früchte ernten zu können. Und eben diese Langzeitbetrachtung, was schliesslich den echten Unternehmern ausmacht, ging im Artikel komplett vergessen.

  63. … und eines hat der Artikel echt gut erreicht: die fadengrade Aussage berührt und wir unterhalten uns über Sinn und (möglicher) Unsinn des Unternehmertums. Zudem warnt er vor der Illusion, dass Selbständigkeit ‘easy going’ ist. In diesem Sinne finde ich den Artikel gut gelungen 😉

  64. Philipp sagt:

    Dann hast du nicht richtig gerechnet, wenn du deine Kunden mitnehmen kannst dann Verdienst du sicher mehr als als angestellter….das schwerste ist die kundenaquise, aber wenn man die eh schon hat… Aber das sind eben die Angestellten nicht, die haben kein unternehmertum… Zumindest nicht der Herr pramböck.

  65. Bürge Urs sagt:

    Zum Glück gibt es Leute die Mut, Cleverness und eine gute Planung haben. Dieses Interview ist typisch für die heutige Zeit… immer hübsch ins gemachte Nest setzen, nur selber nie etwas riskieren (und schon gar keine Verantwortung übernehmen) müssen. Als Interimsmanager (ich habe mich auch vor knapp 3 Jahren selbständig gemacht) sehe ich in unzählige Firmen hinein, dabei kann ich folgendes sagen: Wenn man im Voraus wüsste, was einem als Unternehmer erwartet (und dies ist sicher um Welten anspruchsvoller als angestellt zu sein), dann würden es vielleicht viele nicht tun. Darum: Planung ja unbedingt, aber Garantien gibts keine (auch mit guter Planung nicht) und die Risiken bleiben (oder werden noch grösser) – also in dem Sinne “just do it”. Diejenigen, die einem zu Beginn von einer Selbständigkeit abraten, sind später die ersten, hartnäckigen Neider.

  66. Charles Dupond sagt:

    Eine kurze Bettrachtung waeren eigentlich auch der Drittel Dochnochloser bei den Moechtegernwinnern wert:

    Pansionskasse weg. Hohe private Verschuldung, wenn das Anfangskapital nicht wenigstens fuer eine GmbH gereicht hat. Die franzoesische Revolution sollte eigentlich die Befreiung aus der Schuldknechtschaft natuerlicher Personen und die Haftung des Speckulationskapitals bei juristischen Personen bringen. Politik und Juxtiz habens jedoch ins Gegenteil verkehrt:

    Auch wenn der Privatkonkurs gelingt, weil einer der bei einer Pechstraehne sehr rar werdenden Freunde den Vorschuss schenkt (pervers einem Insolventen ueberhaupt einen Vorschuss abzuverlangen!), wird er, auch wenn er vermoegenslos bleibt, von den privaten Gleubigern ruecksichtslos gestalkt. Diese profitieren davon, dass die Juxtiz das gesetzliche und verfssungsmaessige Erfordernis neuen Vermoegens zur weiteren Aussackung fuer im Beruf besonders Fleissige zu einer Schuldknechtschaft auf Arbeitserwerb metamorfosiert haben. Einkommen verwandelt sich – Simsalabim – auch bei Nullen auf allen Konten und einem bloss geliiesten Auto und der Konkubiene gehoerendem Haus zu wegzockbarem Vermoegen.

    Genau umgekehrt siehts bei Aktionaeren aus. Nach Gesetz muessten AGs ausreichend ausfinanziert sein, und schon bei Wegschmelzen des halben Aktienkapitals die Bilanz beim Konkursrichter deponieren. Dies wurde bei Befolgung ausreichen, alle Gleubiger zu befriedigen. Konkursreife Grosskonzerne tuerken jedoch bei Loechern in der Bilanz jedoch einfach ein paar Milliarden laengst verflogener “Gudwill” in die Aktiven der Bilanz. Wird dann die Bude mit ein paar missbrauchten Kapitalabschmelz-Pansionskassenmilliarden (der eigenen und anderer Buden) wieder flott gemacht, sinkt der “Gudwill” beim wieder solventen Konzern auf einen Bruchteil des konkursreifen. Ob fuer die Rettung eines Konzern Zwangsspargelder der zweiten Seule missbraucht werden, oder Konzern ganz in den Konzern gestuepmpert wird. Da gehen die privaten und insbesondere staatlichen Gleubiger leer aus. Und die nicht rechtzeitig nach der Vorschrift des Gesetzes die Bilanz deponiert und Schaden verhindert haben, bleiben fast immer mit einem grossen Privatvermoegen ungeschoren und koennen die naechste AG in den Konkurs reiten…..

  67. Karl Schoenenberger sagt:

    Ich habe noch eine offene Stelle, sollte Ihr neuer Arbeitgeber Bankrott gehen, Herr Pramboeck

  68. Thomas sagt:

    Ich glaube da hat einer Komplexe weil ihm der Mut gefehlt hat zur Selbständigkeit und jetzt muss er sich einreden, dass es so am besten ist.

  69. Peter Howard sagt:

    Es ist offensichtlich. Herr Pramboeck hat es selber nicht geschafft, sich selbständig zu machen! Hier nun seine Frustbewältigung, die wir uns jedoch nicht antun müssen. Ein Buch mehr, das es NICHT braucht.

  70. Peter Tarnutzer sagt:

    Herr Pambröck,

    sie haben GANZ vieles noch nicht begriffen (und das mit 39!), angefangen mit dem hier:
    http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Haende-weg-vom-Kinn/story/10949877

  71. andreas furrer sagt:

    pas du tout! ich machte mich selbständig, ging bankrott, wurde vor die tür gestellt und vegetiere als clochard. das leben ist im angestelltenverhältnis etwa so intensiv wie büchsenravioli.

  72. Hugo sagt:

    Ist wohl kein Geheimnis dass die ersten Jahre der eigenen Firma hart sind… manchmal sind es dann auch grad die letzten.
    Wenn’s nach 3 Jahren immer nur mit immensem Aufwand geht, muss man sich die Frage stellen, ob man nicht am Markt vorbei arbeitet… im schlimmsten Fall schreibt man halt ein Buch!

  73. Michael Booz sagt:

    Wenn der Herr sich da mal nicht in den Ameisenhaufen gesetzt hat. Herr Pramböck weiss sicher aus eigener Erfahrung, wie es ist Selbstständig zu sein. Und ein Idealist ist er auch noch. Ach ja und zu den vorgebrachten Aussagen wie Scharlatane würden Bücher schreiben… Tun Sie das denn nicht auch, wenn nicht gar noch einseitig? Ach ja ein Freund von mir ist Selbständig und führt eine kleine Bücherei. Er wird ihr Buch sicher gerne verkaufen.

  74. Edouard sagt:

    Ich bin absolut nicht gleicher Meinung von Herr Pramboeck. Ich habe meine Selbständigkeit parallel zum Angestellt sein aufgebaut. Heute bin ich alleiniger Inhaber zweier KMU mit einer Eigenkapital-Unterlegung und Wachstum, die kerngesund und vertretbar sind. Meine eigene Erkenntnis: Es war absolut richtig, was ich gemacht habe. Klar – muss man mehr arbeiten: Auch abends und nachts und auch an den Wochenenden. Dafür kann man sich hin und wieder einen freien Tag in der Woche leisten. Seit ich nicht mehr angestellt bin, schlafe ich fantastisch und bin kerngesund und nie krank gewesen. Das Buch würde ich auf keinen Fall kaufen, sondern jedem empfehlen, sich selbständig zu machen, wenn man das Bauchgefühl hat, man ist dazu fähig.

  75. Schmid sagt:

    Selbständig werden heisst erwachsen zu sein. Selbständig Erwerbende sind die einzigen Erwachsenen, die volle Verantwortung für ihr Handlen übernehmen!

  76. Urs Leutwiler sagt:

    In Branchen mit grossem konjunkturellen Auf und Ab, wie z.B. in der Werbung, kann es in der Tat schwierig sein, ein jederzeit genügendes und regelmässiges Einkommen zu erzielen. Dies gilt insbesondere für Kleinstfirmen. Wir Schweizer gelten zwar als Kompromisstechniker, doch hört man auch immer wieder den Satz: “Wenn ich etwas mache, dann gleich richtig!”. Etwas mehr Mut zu flexiblen Lösungen würde vielen helfen, glücklicher zu werden. Es ist durchaus möglich, sowohl angestellt, als auch selbständig zu sein. Ein flexibler Teilzeitjob (in meinem Fall Lokführer) und parallel dazu eine selbständige Erwerbstätigkeit – warum nicht? Ich habe meine Berufskarriere direkt mit der Selbständigkeit gestartet und habe 15 Jahre lang so gearbeitet. Heute bin ich froh, dass ich nun noch eine feste Anstellung angenommen habe. Viel weniger Stress, die finanziellen Grundbedürfnisse sind stets gedeckt und meine Ideen und Innovationen kann ich trotzdem verwirklichen. Ich kann diese Modell nur empfehlen!

  77. sich selbstaendig machen ist derTraum oder sogar Ursinstinkt jedes Menschen der treu fuer die Firma arbeitet und denkt, er/sie koenne alles das Geld eigentlich in die eigene Tasche arbeiten…Ohne Entrepreneurs die eine Vision haben und ihr Ziel anstreben, gaebe es keine gesunde Wirtschaft, (in gewissen Laendern wo jeder vierte fuer den Staat arbeitet, gibt es keinen Fortschritt oder Reichtum ) Doch, jeder der in eigene Geschaeft einsteigen will, braucht einen Plan, genuegend Geld um etwa 6 Monate ueberleben zu koennen und auch eine Strategie, wie er wieder so schadlos wie moeglich aussteigen kann…..

  78. Niklaus Moser sagt:

    Selten ein so dummes Gelaber gelesen… verstehe nicht, weshalb einer solch destruktiven Person hier eine Plattform geboten wird. Was wäre die Welt um vieles ärmer, wenn es keine Unternehmer gäbe.

  79. Volker Liebler sagt:

    Ich habe selten über ein Buch so gelacht !!!
    Ich habe mich nach 14 Jahren Lohnsklaventätigkeit selbständig gemacht, da ich mich nicht weiter unterordnen wollte und keine Lust mehr auf die perversen Spielchen hatte. Die Chefs glaubten nur weil sie weisungsbefugt sind auch „eine Art Unternehmer“ oder „Arbeitgeber“ zu sein. Sie sind eigentlich kleine Würstchen und Nullnummern, die sich in der Firmenhierarchie durch Arschkriechen nach oben gehangelt haben und nun endlich Ihre Untergebenen gängeln konnten. Die Untergebenen lassen sich das aber gefallen, ducken sich und jammern lieber bei den Kollegen. Auf meine Anregung hin sich doch nebenher eine Existenz aufzubauen um sich dann selbständig zu machen erntete ich nur Unverständnis bis hin zur aggressiven Ablehnung.
    Seit meiner Selbständigkeit habe ich zwar nicht mehr so viel Freizeit, bin aber trotzdem freier, selbstbestimmter und viel glücklicher als in der Lohnsklavenmühle. Mittlerweile verdiene ich ein Vielfaches von meinem damaligen Arbeitslohn. Wenn ich mal einen schlechten Tag haben sollte, schaue ich mir die Bilder meiner ehemaligen Chefs an und nach dem Unterdrücken des Würgereizes ist die Welt wieder in Ordnung. Rückblickend weiß ich nicht wie ich diese 14 Jahre überhaupt ausgehalten habe.

  80. Werner Bhend sagt:

    So ein Schwachsinn. Wenn der Gründer von Pedersen & Partners sich vor x Jahren nicht selbständig gemacht hätte, dann würde Herr Pramböck jetzt da keinen Job haben und keine grossen Worte schwingen können. Gott sei Dank gibt es jedes Jahr mutige Leute die sich selbständig machen, auch wenn sie scheitern. Nur schon der Mut dazu ist viel mehr wert als ein solch dämliches Buch. Da hat einer nun mal wirklich nicht begriffen was Marktwirtschaft heisst. Es ist nicht jedem gegeben Unternehmer zu werden, insbesondere einem Herr Pramböck offensichtlich nicht und ich hoffe dabei bleibt es auch. Denn das Schöne an der Selbständigkeit ist, dass man wirklich dran ist Mehrwert zu schaffen und wenn es zusätzlich noch super läuft darf man stolz darauf sein, anderen Menschen in Form eines Jobs eine Perpektive im Leben bieten zu können.

  81. Simone sagt:

    Auch die Angestellten-Karriere ist nicht ganz ohne…

    There’s room at the top they’re telling you still
    But first you must learn how to smile as you kill

    John Lennon, Working class hero