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«Die Arbeitswelt neigt dazu, uns aufzufressen»

Mathias Morgenthaler am Samstag den 8. Juni 2013
Theo Wehner, Arbeitspsychologe. Foto: Markus Forte

Theo Wehner, Arbeitspsychologe. Foto: Markus Forte


Warum leiden so viele Berufstätige unter Stress, obwohl es ihnen materiell besser geht denn je? «Vielen fehlt die Sinnkomponente», sagt Theo Wehner, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich. Weil die einzelnen Tätigkeiten eher erschöpfend als erfüllend seien, liessen sich viele Erwerbstätige nur noch durch Lohn, Boni und Status motivieren, was zu Entsolidarisierung und Resignation führe.

Interview:
Mathias Morgenthaler

Herr Wehner, haben Sie den richtigen Beruf gewählt?

THEO WEHNER: Ja, das habe ich – zwar nicht im ersten Anlauf, aber Umwege erhöhen die Ortskenntnis! Als ich mit 13 Jahren aus der Schule kam, hätte ich das Lebensmittelgeschäft meiner Eltern übernehmen sollen. Ich hatte aber andere Vorstellungen, lernte zwar noch Kaufmann, machte dann ein Volontariat auf einer Bank, um mich danach endgültig neu zu orientieren.

War die Arbeit bei der Bank so schlimm, dass Sie nachher gleich ein Psychologiestudium in Angriff genommen haben?

Mich störte unter anderem die Distanz zwischen Bankangestellten und ihren Kunden, symbolisiert durch das Panzerglas, das uns trennte. Im Studium interessierte ich mich früh für arbeits- und organisationspsychologische Fragestellungen. In den Siebzigerjahren wurden in Deutschland und Skandinavien Millionen für die Humanisierung der Arbeitswelt ausgegeben. Wir konnten mit grossem Engagement der Frage nachgehen, was eigentlich gute Arbeit ist.

Haben Sie eine Antwort gefunden?

Schon damals kamen wir zur Erkenntnis: Es kommt nicht nur auf gute Organisation und intakte soziale Beziehungen an, sondern sehr stark auch auf die Tätigkeit selbst. Gute Arbeit heisst also auch: dass wir mit unseren Händen etwas Greifbares bewirken können. Das gilt auch für Dienstleistungen.

Ist die Humanisierung der Arbeitswelt geglückt?

Ich fürchte nicht, nein. Die Arbeit ist heute durch eine starke Entsolidarisierung auf horizontaler Ebene geprägt: wir sind mehr Konkurrenten als Kollegen. Auf vertikaler Ebene ist das Machtgefälle ausgeprägter denn je – allem Gerede über partnerschaftliche Führung zum Trotz. Was mir am meisten Sorgen bereitet: Sehr viele zerstückelte Tätigkeiten in der heutigen Arbeitswelt werden nur noch aufgrund extrinsischer Anreize wie Lohn, Bonus, Status etc. erledigt. Es fehlt der intrinsische Aufforderungscharakter, die Sinnkomponente. Wenn die Berufstätigen nicht mehr das Gefühl haben, ganzheitlich tätig zu sein, Probleme zu lösen, etwas bewirken zu können, dann brauchen sie immer stärkere äussere Anreize. Wer aber Gestaltungsfreiraum und Entscheidungsfreiheit hat bei seinem Tun und in der Tätigkeit Befriedigung findet, der muss nicht künstlich motiviert werden.

Das Wohlstandsniveau war nie so hoch wie heute in der Schweiz, dennoch sind wir permanent gestresst. Warum?

Die Sinngenerierung über die Arbeit gelingt nicht mehr. Wenn jemand die Einkaufswaren von 1300 Kunden über einen Scanner zieht, ist das keine erfüllende, sondern eine erschöpfende Arbeit. So geht es heute vielen. Sie bewegen sich in einem sehr engen Spektrum, ohne Bezug zu etwas sinnvollem Grösseren. Natürlich kann man sagen: Jeder ist frei und selbst verantwortlich, er kann für gute Arbeit und ein gelungenes Leben sorgen. Aber Arbeit bedeutet immer Arbeitsteilung, Koordination, Solidarität. Wir brauchen die anderen. Im Rahmen des «Global Workforce Index» wurden die Leute zu einem Gedankenexperiment aufgefordert und gefragt, ob sie auf Lohn und/oder Status verzichten würden zugunsten einer sinnvolleren Arbeit. Zwischen 55 und 70 Prozent sagten ja, auch in der Schweiz. Die Sehnsucht nach wahrer Gratifikation statt bloss monetärer Entschädigung ist demnach weit verbreitet.

Wie Sie schon sagten: Niemand muss in einem langweiligen Job verharren. Manche machen sich selbständig, andere schaffen es, sich mehr Freiräume in einer bestehenden Anstellung zu erkämpfen.

Es ist enorm wichtig, dass jeder Einzelne hier anspruchsvoll ist, dass er sich fragt, welche Ziele er beruflich erreichen will, was ihm wirklich entspricht und wie er dahin kommen kann. Mich erschreckt der hohe Grad an Resignation vieler Berufstätiger. Wir haben mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als wir wahrnehmen. Veränderungen jedoch gelingen meistens nicht ohne Einschnitte, ohne Mut und Mobilität. Seltsamerweise impliziert in der Schweiz jeder berufliche Umbruch – wenn er nicht genau in das CV-Design passt – fast schon ein Scheitern, eine Abwertung der Vergangenheit. Als müssten wir uns rechtfertigen für unseren Wunsch nach Gestaltung und Veränderung.

Vielleicht erwarten wir auch einfach zu viel Sinngebung und Selbstverwirklichungräume von der Arbeitswelt. Manche sagen: «Job ist Job, den Genuss hole ich mir in der Freizeit.»

…was dazu führt, dass wir sogar in der Freizeit unter Stress und Leistungsdruck stehen. Dieses Modell funktioniert immer weniger, weil die Arbeitsgesellschaft so dominant geworden ist, dass sie alle anderen Lebensbereiche synchronisiert. Die Work-Life-Balance haben viele längst abgeschrieben, sie sind froh, wenn sie noch einigermassen die Work-Work-Balance hinbekommen. Die Arbeitswelt neigt dazu, uns aufzufressen – Laptops und Smartphones helfen ihr dabei. Es ist paradox. Dank der Rationalisierung verrichten heute 50 Leute ein Arbeitspensum, für das es vor 30 Jahren 100 Personen brauchte. Wird diese Optimierung zurückbezahlt? Das Gegenteil ist der Fall. Von den 50 Leuten wird heute verlangt, dass sie immer noch verdichteter arbeiten, am liebsten auch am Wochenende und in den Ferien; auf dem Weg zur und von der Arbeit ohnehin.

Die Initiative für sechs Wochen Ferien war vor dem Volk chancenlos.

Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es hat aber mehr damit zu tun, dass vor allem die Gewerkschaften auf ein weit verbreitetes Bedürfnis falsch reagiert haben. Das Modell «6 Wochen Ferien für alle» passt eher in die Mitte des 20. Jahrhunderts als in unsere Zeit. Die Konsequenz wäre mehr organisationale Koordination und individulle Abstimmungen für Unternehmen und Angestellte, sprich: noch mehr Sozialstress. Wenn wir die Eigenzeit erhöhen wollen, sollten wir Zeitkonten mit einer Laufzeit von ein oder zwei Jahren einrichten, sprich allen Seiten mehr Flexibilität schenken. Schon heute engagiert sich in der Schweiz jeder Zweite in der Freiwilligenarbeit. Wir wissen aus eigenen Studien, dass davon nicht nur die Gesellschaft profitiert, sondern dass auch die, die Freiwilligenarbeit leisten, zufriedener sind und weniger Work-Life-Konflikte haben. Nur fehlt vielen – heute mehr als früher – der Freiraum für ein solches Engagement.

Werben Sie deshalb für die Initiative «Bedingungsloses Grundeinkommen» (BGE), für die laut Komitee schon über 100’000 Stimmen gesammelt worden sind?

Ich mache keine Werbung, aber ich plädiere dafür, dass wir uns gedanklich sehr sorgfältig mit diesem radikalen Modellwechsel auseinandersetzen. In den Volksinitiativen der letzten Monate zeigt sich, dass unser Gerechtigkeitsbedürfnis nicht mehr befriedigt wird. Abzocker-Initiative und 1:12-Initiative sind Interventionen nach dem Reparaturprinzip. Sie lösen nicht alle Probleme, schaffen sogar neue Probleme. Die BGE-Initiative stellt uns vor die Grundsatzfrage, ob es nicht sinnvoll wäre, Einkommen und Arbeit zu entkoppeln, weil Arbeit heute viel mehr ist als Lohnarbeit und es kontraproduktiv ist, die menschliche Tätigkeit unter das Primat der Entlöhnung zu stellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass in grossem Ausmass Kreativität und Potenzial freigesetzt würden, wenn wir nicht mehr des Geldes wegen mehr oder weniger stumpfsinnige Arbeiten verrichten müssten.

Beim BGE würden wir alle mit einem Sockelbeitrag vom Staat alimentiert. Sind Sie sicher, dass sich das finanzieren lässt und dass es nicht negative Auswirkungen hätte?

Ich bin Psychologe, kein Ökonom – natürlich müssen das Ökonomen gründlich durchrechnen. Oft ist die Frage ja nicht, ob es genügend Geld gibt, sondern wie wir unser Geld investieren. Hätte vor der Einführung des Euro jemand gesagt, dass man in nicht allzu ferner Zeit 700 Milliarden für seine Rettung wird ausgeben müssen, hätte das niemand für bezahlbar gehalten. Heute wird das einfach gemacht – und aller Voraussicht nach wird es nicht ausreichen. Wir sollten bei der Debatte über das BGE nicht von Spinnern und Realisten reden, sondern sie nutzen, um Ansätze zu finden, die unserer Gesellschaft dienen. Eine Umfrage von uns bei 1200 Personen hat gezeigt, dass Befürworter und Gegner der Initiative unter BGE-Bedingungen zu allererst ihr Arbeitspensum reduzieren würden zugunsten von mehr Zeit für Weiterbildung, Familie und Freiwilligenarbeit. Auch Gegner anerkennen übrigens in Diskussion, dass die heutige Arbeitswelt uns krank macht. Daran müssen wir etwas ändern. Vielleicht lautet die Lösung am Ende nicht BGE – es kann sein, dass auch ich überfordert wäre mit diesem Modell.

Was kann jeder Einzelne tun gegen die Überforderung bei der Arbeit?

Sich der Frage stellen, was seine wahre Bestimmung ist, was er durch seine Arbeit bewegen möchte. Viele geben sich in Berufsdingen mit einer Notlösung zufrieden und versuchen, ohne allzu grossen Schaden durchzukommen. Es ist einfach, äussere Zwänge vorzuschieben und mit Verweis auf Familie, Hypothek und Sonstiges im Hamsterrad weiterzurennen. Generell beobachte ich eine Kompensationsbewegung zur Rationalisierungs- und Spezialisierungstendenz in der Arbeitswelt. Es gibt wieder mehr Menschen, die das Handwerk schätzen, die Arbeit mit Holz, im Garten, an einem mechanischen Problem. Ich sehe einen Trend in Richtung Selbstversorgung und Tauschgemeinschaften, Naturnähe und ausdrücklichem Miteinander. Das ist kein Zufall, denn als soziale Wesen leben wir hauptsächlich von Anerkennung und Resonanz – und Resonanz bedeutet eben auch, dass wir das Resultat unseres Tuns sehen und dieses für schön und sinnvoll halten.

Information und Kontakt:

www.pda.ethz.ch

twehner@ethz.ch

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35 Kommentare zu “«Die Arbeitswelt neigt dazu, uns aufzufressen»”

  1. Martin sagt:

    „In einer Welt, in der man nur noch lebt, damit man täglich roboten geht, ist die größte Aufregung, die es noch gibt, das allabendliche Fernsehbild.“

    Die Toten Hosen, vor mehr als zwei Jahrzehnten, als ich noch jung war und dachte man koenne doch……….

    Heute haben die Menschen Internet, Smartphones usw und sind noch immer neidsch und schlecht zueinander.

  2. Herr Wehner trifft die Realität. Mir fällt auf, dass viele Menschen ihre Situaltion verdrängen, obwohl sie exakt wissen, wie ihr Leben so dahin geht. Zum Thema Freiwilligenarbeit – das hat seine Grenzen – besonders dann, wenn man noch dafür bezahlt z.B. das Bahnbillet, Verpflegung, Material usw. Das BGE ist eine gute Sache; könnte zum einen Teil aus vielen derzeitig anfallenden Kosten bezahlt werden wie Sozialhilfe, EL, Hilflosenentschädigung, Zusammenlegung 2. Säule zur AHV, (Rechsteiner), Wegfall von Prämienverbilligungen und daher Vermeidung von unproduktiven aufgeblähten administrativen Kosten und Immoblienplästen usw.

    Bezüglich Selbstversorgung: Wo bitte soll man in den handtuchgrossen Thujahecken noch etwas essbares Anpflanzen? Stadtplaner, Architekten und Bauherren haben den monetären Gewinn im Fokus, Der Mensch soll zahlen und die Natur ist immer weniger relevant. Ein Umdenken und Infragestellen unseres spekulativen Systems ist dringend notwendig.

  3. B Santina sagt:

    Zu schlichte Gedanken: Die alte Leier von der entfremdeten Arbeit nach Karl Marx.
    Schon das Programm “Humanisierung der Arbeitswelt! im Deutschland der nach-68er Jahre war ideologiegeleitet, von mangelnder Wissenschaftlichkeit geprägt, und trotz enormen Kostn folgenlos. Es ist keine FRage, dass Arbeitsbelastung udn Stress ein Problem für viele Menschen ist. Allerdings stehen sich hier der Wunsch des Einzelnen nach Erfolg und grösserem Anteil an den Gütern dieser Welt und der Umstand, dass das zu Konkurrenz und Verteilungsproblemen führen muss, gegenüber. Das war im übrigen auch in der mittelalterlichen Handwerks-, Handels-, uns besonders der bäuerlichen Lebenswelt noch nie anders. Eine biedermeierlich zufriedene Welt scheint mir da in den Gedanken Herrn Wehner´s im Hintergrund zu lauern, die noch nie existierte.
    Das Problem ist real, keine FRage, und ich vermute, dass die teilweise anonyme Welt des Handels und der Finanzdienstleistungen Solidarität in der Gesellschaft ziemlich behindert. Ich frage mich, wie die lustige, schnellebige Arbeitswelt der jungen digital natives sich entwickeln wird, wenn die Jungen nicht mehr jung sind. Allerdings bezweifle ich doch sehr, dass Reminiszenzen an die alten Irrtümer der nach-68er ideologisch gefärbten und teilweise pseudowissenschaftlichen Umtriebe viel zur Erhellung des Problems beitragen.

  4. Josef Marti sagt:

    Selten so viel Unsinn gelesen. Der Herr blendet aus, dass jeder Angestellte in erster Linie ein Renditesklave ist, der dank flexiblem Arbeitsmarkt jederzeit auf die Strasse gestellt, wegrationalisiert und wegrestrukturiert werden kann. Besser geht es nur dem wer es sich leisten kann, als Selbständiger sein Hobby zum Beruf zu machen, oder auf Erwerbseinkommen nicht angewiesen ist. Natürlich sind auch die oberen 5% der Talentelite naturgemäss privilegiert. Alles andere sind naive Träumereien; die Grossraumbüros sind einfach die modernen Galeeren. Von daher hat sich in den letzten paar tausend Jahren auch nichts geändert, ausser vielleicht, dass man einen Leibeigenen heute nicht grad umbringen darf.

  5. Thomas sagt:

    Diese Fragen und Probleme sind bereits seid geraumer Zeit gelöst. Youtube: Zeitgeist Addendum. Peter Joseph und Jaques Fresco haben schon vor 8 Jahren genau aufgezeigt welche systemischen Probleme im Kapitalismus nicht lösbar sind und wie diese einfach zu lösen wären. Best documentary movie ever seen: Zeitgeist Addendum

  6. Peter Colberg sagt:

    Zitat: “Von den 50 Leuten wird heute verlangt, dass sie immer noch verdichteter arbeiten, am liebsten auch am Wochenende und in den Ferien”…ja, und am besten für immer weniger Geld im Verhältniss zur steigenden geforderten Leistung. Das der Mensch als Arbeitnehmer immer mehr durch automatisierte Produktionssysteme ersetzt wird, kann auch nut bedeuten das in 30 Jahren nur noch 25 Leute, anstatt heutzutage 50 Leute, gebraucht werden. Die ideale Firma ist ja eine wo einer führt und super verdient, ein Angestellter der die Rohstoffe einfügt, automatisierte Maschinen die produzieren, und ein Angestellter der das fertige Produkt zur Verteilung vorbereitet – wobei die Angestellten natürlich für den tiefstmöglichen Lohn ohne Stundenbegrenzung arbeiten.

    Im gegenwärtigen System der Wertschöpfung, markanter Profitgier, und rasant steigender Kosten haben die meisten einfach nicht die Möglichkeit, mehr aus dem definitiv begrenzten Lebenskapital Zeit etwas zu machen was auch wirklich ihren Wünschen entspricht. Entweder man ist voll dabei und bringt Leistungen die früher oder später im “burn out” münden, oder man wird von der Leistungsgesellschaft einfach ausgeschlossen. Kreativität und persönliche Erfüllung sind mit der gegenwärtigen Arbeitswelt einfach nicht kompatibel, und Arbeitnehmer sind des öfteren nur ein weiteres Zahnrad mit einer Personal Nummer der jeglichen Unternehmen in denen sie tätig sind. Alles läuft nach dem prinzip “wenn du was hast, bist du auch wer”. Alles andere zählt nicht.

    Die meisten sind nur anonyme Ameisen im alltäglichen Gedränge auf den Strassen, die nur gezwungenermassen und etwas resigniert zur Arbeit gehen, um dann mit dem oft zu wenig ausbezahlten Gehalt sich nach den Monatlichen Pflichtausgaben weitere, oft unnötige materielle Sachen zu kaufen. Materialismus ist ja im Grunde genommen auch ein Mittel gegen die relative Leere der Existenz die die meisten Menschen irgendwann heimsucht. Viele vergessen dabei das manchmal die einfachsten Sachen auch die schönsten sind, etwa das zwitschern der Vögel im Frühling, oder ein Farbenprächtiger Sonnenuntergang – Werte die aber in der Welt der auf harten Zahlen basierenden Wirtschaft keinen Platz haben.

    Am Ende gilt nur eins: das letzte Hemd hat keine Taschen. “Carpe Diem” soweit wie möglich, das Leben ist doch so kurz.

  7. Peter Spahr sagt:

    Selbstversorgung…Naturnähe…dazu fehlt inzwischen vor allem eines: genug Land. Mit Subsistenzwirtschaft könnten max. 20% der Bevölkerung leben, der Rest müsste halt verhungern (auch das ist Naturnähe).

  8. Sibylle Weiss sagt:

    An dem Artikel störte mich auch, dem Sinne nach zu lesen, dass jeder SELBST für ein erfülltes Arbeitsleben verantwortlich ist, wo man die AG einmal mehr ausblendet; wenn die nicht mitziehen, passiert GAR NICHTS!

  9. Remo Roth sagt:

    Ich war zuerst (ab 1964) Systems Engineer, spürte dann dass die Luft draussen war. Ich drohte in Sinnlosigkeit zu ersticken.Ich wurde Psychotherapeut und vor allem Traumdeuter. Das erfüllte mich eine ganze Weile. Aber auch da war dann einmal die Luft draussen. Ich fand den Weg zum Heiler, der nicht mehr psychische sondern körperliche Krankheiten auf alternative Art behandelt. Erst in diesem Beruf fand ich schliesslich Erfüllung. Daneben war ich Musiker und Songwriter, und auch Bildhauer.

    Um diesen Weg zu gehen, muss man allerdings gewisse Einschränkungen auf sich nehmen. Man muss den Mut haben auszusteigen und (mindestens in den Übergangsphasen) auf relativ tiefem finanziellem Niveau zu leben.

    Heute kann ich sagen: Ich habe mein schöpferisches Leben gelebt. Es war mir nie langweilig. Und ich habe sogar auch eine Familie durchgebracht. Ich würde nie mit jemandem tauschen, der zwar viel verdient aber sinnlos lebt.

  10. will williamson sagt:

    Luther Bibel (1545)
    Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

    Genesis 3:19 New American Standard Bible (© 1995)
    By the sweat of your face You will eat bread, Till you return to the ground, Because from it you were taken; For you are dust, And to dust you shall return.”

    Der Herr Wehner ist offenbar nicht bibelgläubig und auch kein Schinderhannes!

  11. Sibylle Weiss sagt:

    Was den flexiblen Arbeitsmarkt angeht muss ich Herrn Marti 1000% Recht geben, wo in der heutigen Arbeitswelt nur die Willkür, die Sehnsucht nach Rausschmiss der Angestellten, Animositäten etc.pp regieren.Dies zeigt doch,dass es scheiinbar gar nicht mehr so wichtig ist,ob die Arbeit gemacht wird oder nicht, was wiederum den Gedanken zulässt, ob dies nicht künstlich geschaffene Arbeiten sind,die es gar nicht braucht.Dazu kommt mir eine Ueberschrift im ehem.Stellenfant, heute heisst dieser Teil “Arbeit und Wirtschaft”, in der BAZ in den Sinn, die hiess “die besten Grundsätze helfen nichts, wenn der Faktor MENSCH zum PROBLEM wird”.Dieser Artikel war auf der Titelseite dieser Sparte zu lesen,was vermutlich kein Zufall war!U.die Idee, dass jeder SELBST bestimmen kann,ob er morgen einen Job od.ein Ehrenamt will, ist tatsächlich Träumerei und dazu auch keine Einbahnstrasse.

  12. Sie “neigt” nicht nur dazu, ist DARAUF AUSGERICHTET!

    Das Hauptproblem dürfte darin liegen, dass die gesamte Wirtschaft immer weniger danach strebt, echte menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, sondern Wachstum als sinnfreien Selbstzweck ansieht und zelebriert.
    Schulden mit Schulden bekämpfen, Brände mit Benzin “löschen”.
    Ein System, das nur durch ständig zunehmende Ausbeutung von Natur und Mensch existieren kann und das Desaster fix in sich trägt.

    Hinzu kommen Begriffsverdrehungen wie “ArbeitNEHMER” und “ArbeitGEBER”, vor allem im Deutschen.
    ArbeitNEHMER heisst in andern Sprachen “Arbeiter”, “Diener”, “Verdiener”, “Gebrauchter” u.ä.
    ArbeitGEBER heisst “Braucher”, “Unternehmer”, “Meister”…

    Der Mensch hätte aber die Möglichkeit, freiwillig zur Besinnung zu kommen und diesem exponentiellen Höllenritt zu entsagen. Nur wird uns von miesen Predigern aus Wirtschaft und der gesamten Politik ständig das Gegenteil eingeredet, und an den angeblichen Eliteschulen und Kaderschmieden werden dauernd weitere solche Jünger herangeszüchtet.

  13. Hermann sagt:

    Herr Wehner kennt einen Faktor nicht, den wir hier im Silicon Valley täglich erleben: Länder wie zB China haben einen absolut brutalen Jobmarkt. Weltweit muss man sich dem anpassen. Das heisst, hat man nicht ähnliche Brutalmethoden wie die Chinesen, geht das Geschäft nach China. Das gilt für technische Entwicklungen wie auch für die technische Produktion. Ich erinnere mich gut an die Vorlesungen an der ETH vor vielen Jahren, wo neue Arbeitsmodelle diskutiert wurden. Von diesen Träumen habe ich in der Praxis nie etwas reales gesehen. Stattdessen ist die Arbeitswelt weltweit geworden, und zwar nach dem Prinzip, wer die Zitrone besser auspressen kann, der gewinnt. Und nebenbei: Viel Glück mit dem Freihandelsabkommen….

  14. turi m. sagt:

    “Hätte vor der Einführung des Euro jemand gesagt, dass man in nicht allzu ferner Zeit 700 Milliarden für seine Rettung wird ausgeben müssen, hätte das niemand für bezahlbar gehalten. Heute wird das einfach gemacht”
    Wie wahr.

  15. Albert Baer sagt:

    Es wäre so einfach:
    Privateigentum wird bis auf eine persönliche Kiste in Sarggrösse mit Inhalt verboten. Die Welt gehört niemandem und allen (inkl. Zukünftigen). Eigentum gibt es nur noch genossenschaftlich. Genossenschaften verwalten das Eigentum nachhaltig.
    Abschaffung von Patenten etc.. Alles ist open source.
    Die Gesellschaft baut sich um 500 Personen grosse Überlebensgemeinschaften und nicht um das Individuum oder die Kleinfamilie auf (“ein Kind/Mensch braucht ein ganzes Dorf”). Diese Individual-Wahlgemeinschaften (die moderne Variante des Dorfes/der Horde) in die man eintreten und austreten kann, erbringen 60% der Basis-Überlebensleistungen.
    Ziel: Ein 4**** Leben mit 1000 Watt.

    Mehr dazu bei P.M. “Kartoffeln und Computer; Märkte durch Gemeinschaften ersetzen”

  16. Bruno Holzschuh sagt:

    Wieder so eine pseudomoralische Diskussion die komplett geschichtsfrei geführt wird. Allen die sich hier auslassen sei empfohlen, sich mit den realen Verhältnissen vor 30, 100 oder 500 Jahren zu befassen. Der Menschheit ging es nie besser als heute.

  17. R. Stadelmann sagt:

    also ich finde auch es muss was geändert werden, denn so wie es im mom. läuft in der arbeitswelt kann es nicht weiter gehen. das mit dem grundeinkommen finde ich eine gute sache 1. man fragt sich ob man das finanzieren kann, ob das nicht zu viel kostet usw. ich denke es kostet weniger wie wenn wir so weiter machen wie bis her und dann immer mehr leute krank werden, burnout bekommen uvm. 2. wenn man denn job verliert oder einem gekündigt würde dann hätte man immer noch das grundeinkommen man fällt nicht gleich in ein loch, sprich muss nicht gleich arbeitslosengeld oder irgendwann sozialhilfe beziehen, für die wo das müssen ist es nämlich auch nicht einfach, es gibt viele die wollen arbeiten tun alles um einen job zu bekommen aber bekommen keinen, irgendwann bleibt ihnen dann nichts anderes übrig als sozialhilfe zu beziehen und das ist nicht einfach denn oft werden die leute auch verurteilt, können sich sachen anhören wie: der will doch nicht arbeiten uvm. es gibt hingegen aber auch viele die können nichts dafür weil sie durch alle netze fielen, z.b. jemand der eine geringe ausbildung hat wofür er nichts dafür kann hat es heute oft sehr schwer einen job zu finden, dann wird auch bald immer mehr stellen abgebaut weil sie sparen wollen, es wird immer mehr verlangt uvm. die schwächeren in unserem system haben so also fast gar keine chance einen job zu bekommen wie auch älter leute. ich sehe auch noch viele andere vorteile in einem grund einkommen, es bringt entspannung, denke die leute würden dadurch zufriedener, gelassener und das wirkt sich positiv aus, denn = weniger würden krank werden = weniger lasten = weniger gesundheitskosten. auch wenn es viele nicht zugeben wollen, es herrscht sehr viel druck und stress am arbeitsplatz, es gibt viel mobbing uvm. nur viele sprechen nicht darüber weil wer heute über probleme spricht uvm. der kommt dran, wird ausgegrenzt oder kann sich sachen anhören wie: hör auf zu jammern uvm. das leben sollte wie zu einem leben werden und nicht das wir einfach nur noch roboter oder eine nr. sind und nur noch arbeiten gehen um uns kaputt zu machen und dann erst noch nicht viel davon haben. es sollte endlich hören mit diesem ganzen druck und stress am arbeitsplatz denn das macht die menschen krank. mit einem grundeinkommen uvm. entspannt es die lage, die leute werden zufriedener, ich denke auch durch diese entspannung indem man auch schaut das die leute auch noch was haben von dem leben wird es dann auch wieder ein wenig sozialer weil es dann denn leuten auch besser geht, denn heute ist die lage eher so, es wird zwar gespendet und man will damit zeigen wie solidarisch wie sozial das man ist, jedoch hört dies auf sobald die mehrheit der gesellschaft menschen begegnen die probleme, oder handycap’s haben, denn dort merkt man nicht mehr viel von der sozialität im gegenteil oft wird da dann psychische gewalt angewendet, betroffene müssen sich sachen anhören wie: hör auf zu jammern, ach du bist ja so ein armer uvm. als hätten die betroffenen nicht schon genug lasten müssen sie sich noch solche sachen anhören. denke liegt auch daran das zwar viele sagen alles ist super und gut, es geht ihnen gut, sie haben keine sorgen, keine probleme uvm. aber es ist nicht immer so und irgendwo müssen sie es ja auch raus lassen und das leider dann oft bei denn schwächeren. denn in der gesellschaft können sie es ja nicht, das heisst sie könnten schon aber dann kämen sie dran und müssten sich auch sachen anhören wie: hör auf zu jammern uvm. denn leider ist es in unserer gesellschaft verpöhnt über probleme zu sprechen, darüber zu sprechen ist leider immer noch ein tabu und es wir als was negatives angeschaut, man will nichts hören, nichts wissen von problemen. fakt ist einfach auch es muss endlich was geschehen in der arbeitswelt, es muss entspannung reingebracht werden weil die leute krank werden von dem ganzen stress und druck und es zerstört auch beziehungen, man stelle sich vor obwohl man gut gearbeitet hat wird einem plötzlich gekündet und ich kenne sogar so einen fall persönlich, nacher muss derjenige arbeitslosengeld beziehen was nicht so viel ist was aber auch verständlich ist sonst würde das ja jeder machen. aufjedenfall kann es passieren das derjenige keinen job mehr findet und immer mehr abrutscht und darunter leidet oftmals auch die beziehung, sie gehen kaputt.

  18. R. Stadelmann sagt:

    @Bruno Holzschuh, sie haben sich hier auch ausgelassen, beziehungsweise dazu geäussert, punkt 1. punkt 2 geht es der mehrheit wirklich so gut? es gibt immer mehr die an burnout erkranken, ich selber kenne mehrere leute in meinem umfeld wo das erleben mussten, dazu kommt das vieles heute mehr schein als sein ist uvm. denn wir sind heute an einem punkt, sprich in einer gesellschaft wo nicht über probleme gesprochen wird, man tut viele eher so es gäbe gar keine, man will davon nichts hören, nichts wissen uvm. probleme = ein tabu thema. die mehrheit würde es niemals zu geben das sie was belastet oder wenn sie mal probleme haben das sie darüber sprechen weil sie wissen genau sobald man das macht kommt man dran, man wird verurteilt, ausgegrenzt, kann sich sachen anhören wie: hör auf zu jammern, ach ja du bist ja so ein armer uvm. ich selber weiss wovon ich spreche, ich selber habe handycap’s zu denen ich stehe und für dich ich nichts dafür kann, ich stehe auch zu meinen problemen die ich habe und kann aus meiner erfahrung sagen, man wird oft fertig gemacht für so viel ehrlichkeit, sprich wenn man zu seinen problemen steht und darüber spricht. und aus meiner erfahrung kann ich auch sagen: es gibt viele leute die tun gegen aussen so als hätten sie keine probleme, als wären sie 365 tage im jahr glücklich uvm. aber sobald man sie näher kennenlernt und hinter die fassade sieht, sieht es oft ganz anders aus, es zeigt sich oft ein anderes bild. und heute hört man ja auch vereinzelt, sind allerdings wenige die es offen aussprechen, nämlich das sie zu wenig verdienen, wo sich die frage stellen: warum gehe ich überhaupt noch arbeiten? ich krampfe bis zum umfallen und habe ende monat kaum was von dem lohn denn ich bekomme. dazu kommt die mehrheit behaupte ich mal kann sich kein haus leisten und selbst unter manchen, meine nicht alle, aber unter manchen die ein haus leisten können ist denke ich auch nicht immer alles sauber, weil es gab ja auch mal ein fall wo leute umgebracht wurden und die wahren in sogenannten schenkenkreise tätig. aber zurück zur mehrheit, denke die mehrheit kann sich kein haus leisten müssen also schauen für eine mietwohnung, jedoch ist es in diesem bereich heute auch sehr schwer 1. es gibt bald keine bezahlbaren mietwohungen mehr 2. schauen sie mal wenn sie draussen sind, sie werden sehen dort wo gebaut wird entwedär entstehen eigentumswohnungen, häuser oder wenn mietwohungen gebaut wird was eher selten der fall ist, dann sind es solche wo die miete so hoch ist das sich das ein normal verdiener kaum leisten kann 3. es wird alles immer teurer uvm. also es wäre falsch zu sagen es gibt keine probleme und mehrheitlich geht es denn leuten weiss nicht wie gut. sprechen sie mal mit psychologen, psychiatern usw. ich glaube die werden ihnen ein anderes bild zeigen. und es gibt auch noch beweise das eben es nicht so gut ist und es viel probleme gibt, schauen sie mal am weekend wieviel sich besaufen gehen, wie oft es ausschreitungen gibt bei fussball matche’s uvm. das sind alles zeichen dafür das irgendwas schief läuft, das es probleme gibt, dazu schauen sie sich au mal die suizit rate an, schon seit x von jahren hat die schweiz die grösste suizit rate von ganz europa, vor kurzem kam glaub es wahr in der sendung 10 vor 10 das es viel ältere menschen gibt die tabletten süchtig sind oder zu viel alkohol trinken uvm. also wir sollten endlich mal aufhören so zu tun als wäre alles in ordnung, als gäbe es keine probleme uvm. das ist der grösste fehler denn wir machen und mit dem wegschauen der realität schaden wir uns letztendlich nur selber. viele sagen alles wird teurer uvm. wollen sie das auch abstreiten?! wenn alles so toll wäre, dann hätte jeder sein traumjob, es gäbe weniger gewalt uvm. aber klar wenn man nicht hinschauen will, sich vormachen will es gibt keine probleme und davor die augen verschliesst uvm. klar dann kann man sagen alles ist super und klar dann sieht man auch die probleme nicht, denn es ist ja auch leichter weg zu schauen als hinzu schauen, dazu kommt: denen es gut geht, die es auch von sich sagen, da ist auch kein wunder das die sagen: es ist alles schön und toll uvm. weil sie müssen sich ja nicht mit denn sorgen und problemen die manche menschen haben beschäftigen weil sie ja davon nicht betroffen sind und dann lässt es sich immer leicht reden

  19. R. Stadelmann sagt:

    grundkeinkommen finde ich super, vielleicht gibt es dann menschen die weniger arbeiten gehen weil es ihnen so dann reicht vom geld her, aber auch dadurch gibt es einen positiven effekt, dadurch das manche personen weniger arbeiten gibt es für andere mehr arbeit die vorher vielleicht nie einen job fanden, sprich ein anderer übernimmt dann das wo der andere weniger arbeitet, denn ich denke es wird immer leute geben die arbeiten, die einen dann mehr die anderen dann weniger, jedem wie es im lieb ist uvm. effetk daraus = weniger stress, weniger druck, die menschen werden gelassener, zufriedender uvm. das sich an vielen dann positiv auswirkt z.b. weniger werden krank weil sie sich auch mal eine auszeit nehmen können, oder auch sich mal was gutes tun und wem es gut geht strahlt das dann auch aus. bewiesen ist auch das die leute dann viel lieber arbeiten und das doppelte leisten weil sie einfach ausgeglichener sind weil sie auch zeit für sich nehmen können uvm. ich glaube auch die gewalt würde zurück gehen, es würde wieder sozialer werden. wenn jeder ein grundeinkommen bekommt dann denke ich fallt wahrscheinlich die sozialhilfe usw. weg und es werden dann viel weniger verurteilt, weil oft werden leute die sozialhilfe, arbeitslosen geld beziehen verurteilt, müssen sich anhören sie wollen doch einfach nicht arbeiten, es wird auch geglaubt die haben ein super schönes leben uvm. jedoch sieht die realität oft anderst aus. ich glaube auch wenn so urteilungen, verurteilungen fallen uvm. ist glaub nicht mal gegen die bezüger sondern die leute die das machen haben selber lasten, sind unzufrieden uvm. und irgendwo müssen sie es raus lassen und leider müssen so oft dann die schwächeren daran glauben, weil sie können ja nicht öffentlich sagen: ich habe probleme, mir geht es nicht gut, weil dann würden sie ja schwäche zeigen und dann kämen sie ja dran und müssten sich sachen anhören wie: hör auf zu jammern uvm. und behaupte auch: in der freien wirtschaft ist es härter geworden und das spüren die menschen die arbeit haben, die jeden tag früh aufstehen, aufstehen müssen, zur arbeit gehen, abends, kaputt, spät heimkommen wegen langem arbeitsweg und dann erst noch nicht viel davon haben ende monat und darum glaube ich hat es sich gehäuft das man auf iv rentner, sozialhilfe bezüger uvm. los geht, es ist der frust von denn leuten die sie da abladen. weil früher wahr das nicht so extrem. viele haben auch das gefühl als iv rentner bekommt man geld für nichts tun usw. 1. auch iv rentner zahlen beiträge 2. ich kenne solche die bekommen eine rente + ergänzungsleistung mit beidem zusammen kommen sie nicht mal auf 3000.- frage wer will jetzt nun also noch eine iv rente? dazu kommt, sie haben ihre handycap’s uvm. für die sie nicht mal was dafür können, was schon belastung genug ist für sie und als wäre das nicht schon hart genug, werden sie oft auch noch von der mehrheit der bevölkerung verurteilt, ausgegrenzt, müssen sich sachen anhören wie: hör auf zu jammern uvm. es wird psychische gewalt gegen sie angewendet, viele haben handycap’s denen man es nicht ansieht die werden als simulanten uvm. abgetan. sie werden nicht ausgegrenzt? ist das wirklich so? schaut mal in denn betrieben in der freien wirtschaft, wieviele von denn angestellten sind iv rentner? in der arena erzählte mal eine frau die im rollstuhl wahr: sie habe eine top ausbildung aber sie bekomme nichts, trotz bemühen einen job zu finden. es gibt viele iv rentner die arbeiten wollen und können, aber sie nichts bekommen, mehr als sich bemühen kann man nicht, wenn man aber jedoch in der gesellschaft nicht akzeptiert wird wie auch leute die probleme haben, so kann man noch so einen starken willen haben, sich noch so bemühen, man hat keine chance uvm. traurig aber wahr, leider 🙁 zudem sollte man nicht über sachen urteilen und von sachen sprechen wovon man selber nicht betroffen ist, das ist auch nicht fair, weil es lässt sich natürlich leicht urteilen wenn man selber nicht betroffen ist und von sich sagen kann: mir geht es gut, ich habe einen job uvm. ! nein es muss sich klar was ändern 1. weniger druch und stress am arbeitsplatz 2. ein umdenken in der mehrheit der geslleschaft, wenn man so zuhört ist jeder sozial uvm. aber kaum begegnen sie menschen mit problemen uvm. urteilen sie über diese, grenzen diese aus uvm. über probleme zu sprechen = ein tabu, davor verschliesst man die augen uvm. da besteht dringender handlungsbedarf, darum ich denke mit dem grund einkommen, weniger druck und stress am arbeitsplatz würde vieles entspannen 1. weniger menschen würden krank werden = weniger kosten 2. wenn die menschen auch wieder mehr für sich machen können, sprich zeit bekommen sachen zu machen die ihnen spass machen werden sie ausgeglichener uvm. 3. die gewalt würde denke ich auch zurück gehen 4. es würde sozialer werden 5. die leute hätten weniger sorgen, lasten uvm. = sie würden auch weniger andere verurteilten, ausgrenzen uvm. denn wenn es ihnen gut geht sind sie auch eher bereit für andere da zu sein denen es nicht so gut geht, wenn man aber jedoch selber probleme hat und nicht zufrieden ist macht man das weniger und ich behaupte die mehrheit ist nicht zu frieden das sieht man 1. an denn komentaren 2. wie sie ständig gegen die politiker, denn staat, gegen polizisten, menschen die probleme haben uvm. wettern, über die urteilen, sie verurteilen uvm. währen sie nämlich zufrieden würden sie sich nicht so verhalten sondern es geniessen. 3. hört man oft alles wird teurer uvm. also warum weiter machen mit dem sich selber belügen, so zu tun als gäbe es keine probleme uvm. ? tun wir uns damit was gutes? ständig hört man nur noch vom positivem denken, optimismus, man spricht nur von denn schönen, angenehmen sachen die es auch gibt das streite ich nicht ab, das sehe ich auch aber wird es dadurch eher besser oder nicht wenn man nur von der heilen welt spricht, sprich hat das was positives gebracht, ist die welt friedlicher usw. geworden? ich sage: eher nein, die gewalt nimmt immer mehr zu, in der schweiz haben wir nachwievor immer noch die grösste suizit rate von ganz europa uvm. das sind klare beweise dafür das es probleme gibt, das viele nicht zufrieden sind uvm. das sieht man auch daran wieviel sich am weekend besaufen, immer mehr minderjährige die mit alkoholvergiftungen ins spital gebracht werden uvm. wir sollten endlich hören so zu tun als gäbe es nur die heile, friedlicher welt in der es keine probleme gibt, wir sollten hören mit dem wegschauen, wenn es einem gut geht sich zu sagen: mir geht es ja gut was mit denn anderen ist, ist mir egal uvm. ist das sozial? denn denke alle würden sagen sie seien sozial wenn man sie fragen würden ob sie sozial sind? wir sollten nicht nur von sozialität sprechen sonden es auch sein. schwächeren menschen, menschen mit problemen uvm. helfen versuchen, für sie da zu sein, sie ernst nehmen, in unsere gesellschaft mit intregrieren statt sie auszugrenzen uvm. so lange wir das nicht schaffen wird es immer schlimmer, mit dem wegschauen geben wir die macht an die gewalt weiter, immer mehr werden krank werden, psychisch, körperlich uvm. ist wegschauen sozial? wir sollten auch aufhören so tun als gäbe es denn immer lachenden, perfekten menschen der keine probleme, keine schwäche hat uvm. wir wissen alle ganz genau denn perfekten menschen gibt es nicht, probleme und schwächen hat jeder, nur der eine mehr, der andere weniger. der eine hat mehr glück im leben der andere weniger. aber perfekt ist keiner. also wieso diese ständig scheinheiligkeit, das sich selber belügen, die schauspielerei? was soll das bringen? löst das probleme? dazu wollen wir das die menschen denen wir begegnen ehrlich sind zu uns, aber können wir das von ihnen verlangen wenn viele ja selber nicht mal ehrlich zu sich und anderen sind und so tun als wären sie perfekt nur weil man dann akzeptiert wird in de gesellschaft? ich lernte auch schon paar menschen kennen die gaben sie genau so, sie haben keine probleme, sie seien stark usw. und dann wunderten sie sich das sie immer als stark angeschaut werde
    n uvm. obwohl es nicht so wahr, das sie so wahrgenommen wurden das es ihnen gut geht weil sie sich so gaben aber es nicht so wahr. jemand der ich mal kennelernte sagte plötzlich mal zu mir: 🙁 warum haben immer alle das gefühl das ich so stark sei? 🙁 ich konnte nur sagen: das problem ist du gibst dich eben so, du machst dir selber was vor, du gibst dich so als wäre alles gut usw. obwohl es nicht so ist und du glaubst andere müssen, können es sehen. aber das geht eben nicht, keiner kann in denn kopf schauen und sehen wie es ist. sie können nur das wahrnehmen was ihnen gezeigt wird.

  20. Ike Conix sagt:

    @Thomas: Die Zeit ist mir zu schade, solchen Verschwörungstheorienquatsch anzutun.
    @Alber Baer: Ich fürchte, es findet sich dann niemand mehr, der die Kartoffeln anpflanzt. Aber die Lösung des Problems durch Verhungern der Menschheit, wäre sicher sehr erfolgreich.

  21. Remo Paganini sagt:

    Die extrinsischen “Motivations”-Elemente wie Boni müssen massiv reduziert werden, da sie, empirisch bewiesen, nicht funktionieren. Entscheidend sind Autonomy (die Selbstständigkeit), Mastery (das Können/Beherrschen) und Purpose (Sinn, Zweck). Das Fed, das nicht unter Antikapitalismus-Verdacht steht, unterstützt eine Studie. Die entsprechenden Erkenntnisse wurden wieder und wieder und wieder repliziert. Sobald auch nur der geringste kognitive Aufwand für eine Arbeit benötigt wird, sind Boni nicht etwas wirkungslos, sondern sogar kontraproduktiv. http://www.youtube.com/watch?v=u6XAPnuFjJc

  22. Heinz Müller sagt:

    @ Stadelmann

    Sagen sie mal, soll das wirklich einer lesen? Kein Absatz und gar nichts?

    Also ich les das nicht.

  23. Héloise sagt:

    Reto Stadelmann: versuchen Sie doch, Ihre Texte in Abschnitte zu gliedern. So sind sie schwer lesbar. Schade, denn es ist einiges an Gehalt drin, von dem sicher viele profitieren können.

  24. turi m. sagt:

    @albert baer: you made my day 🙂

    wage es nie, überhaupt daran zu denken, dass die kartoffeln auch von sonstwo als aus dem migrosverteilzentrum stammen könnten…

  25. Nigba Staufeniak sagt:

    >>An dem Artikel störte mich auch, dem Sinne nach zu lesen, dass jeder SELBST für ein erfülltes Arbeitsleben verantwortlich ist, wo man die AG einmal mehr ausblendet; wenn die nicht mitziehen, passiert GAR NICHTS!

    Sie verstehen den Mann wohl falsch. Jeder Schweizer hat die Möglichkeit, “Nein” zu seiner Arbeitssituation zu sagen und sein Arbeitsleben Schritt für Schritt in eine andere Richtung zu lenken. Kündigung und neue Stellensuche, Verselbstständigung (muss ja nicht 100% sein), Teilzeitmodelle – Möglichkeiten gibt es genug. Selbstverantwortung bedeutet, dass Sie am Morgen die Wahl haben, zur Arbeit zu gehen oder nicht. Oder zwingt Sie etwa jemand aus dem Bett in die von Ihnen bemängelten Arbeitsverhältnisse?

    Selbstverantwortung bedeutet, die Gestaltung seines Lebens und aller dazugehörigen Aspekte (Arbeit, Sozialleben, Freizeit) in die eigene Hand zu nehmen. Es liegt in Ihren Händen.

  26. E.Huber sagt:

    @ will williamson
    Wenn Sie schon das Thema mit der Bibel und Religion verbinden, sollten Sie mal etwas bei Jakob Lorber nachlesen, passt hervorragend zum Thema und ich denke, es gibt für vieles die Antwort auf die Frage wieso unsere Arbeitswelt so ist wie sie ist:

    http://www.j-lorber.de/ke/6/p1-fehl.htm

  27. Stefan Hofer sagt:

    @will williamson: Ihr Genesis Zitat aus der Luther.Bibel stammt aus einer Steinzeitlichen und abergäubischen ,primitiven Welt.Warum dieser Ausflug in primitivste orientalische Märchenwelt? Zu der hier angeführten Problemstellung bezüglich der Arbeitswelt leistet das Bibelzitat keinerlei und nicht einmal die geringste Lösung parat. Stattdessen Lesen Sie lieber das wissenschaftliche Buch von Hans Moravec: Die Stunde des Homo Roboticus naht. Die Zukunft wird nämlich von Robotern beherrscht und diese werden tausende male intelligenter als Menschen sein,in jeder Hinsicht! Denn richtig ezogen werden diese Roboter überwältigend sein.Moravec ist überzeugt, dass sie uns in jedem Bereich menschlichen Wirkens übertreffen, geistig oder physisch.Arbeiten werden wir dann nicht mehr müssen.

  28. Philipp M. Rittermann sagt:

    auch das kann ich ihnen sagen. die arbeit “stresst”, sprich sie demotiviert falls sie:
    1) einem unterfordert oder überfordert. (ersteres ist hässlicher).
    2) in vom management angeordneten pflichtübungen und leerläufen endet – was in der heutigen zeit der überforderten und systemtreuen “führungskräften” leider an der tagesordnung ist.
    3) bloss dazu da ist, den tag irgendwie ziellos zu überbrücken.
    4) es nicht ermöglicht, die vorgegebenen ziele auch nur ansatzweise zu erreichen.
    5) einen direkten vorgesetzten haben, der einfach nur ein “a****loch ist.
    6) zuwenig motivation aufbringen, sich innerhalbt des täglichen rösslispiels noch selber zu motivieren, (eigenmotivation ist das a und das o, wird aber meist durch obige punkte zu nichte gemacht, über kurz oder lang).
    7) einem abstumpft.
    8) nur noch durch existenzielle faktoren bestimmt wird.

  29. E.Huber sagt:

    @Stefan Hofer
    Schön und gut wenn Roboter monotone Arbeit abnehmen welche die Menschen abstumpft.
    Problem aber:
    Prozesse werden automatisiert und was geschieht?
    Die Leute werden entlassen und dem Staat und den Sozialversicherungen überlassen welchen sie dann ausgeliefert sind.
    Und den Ertrag der Roboter kassieren diejenigen welche die Roboter besitzen wo wir wieder bei Karl Marx sind.
    So lange der Mensch von Geldgier und Unersättlichkeit geprägt ist wird dieser Plan kein Segen sein.
    In diesem Fall müsste es tastsächlich ein staatlich garantiertes Grundeinkommen geben.

  30. Arnold sagt:

    Im Grunde genommen sind wir selber Schuld, dass uns die Arbeit auffrisst. Zahlreche Gründe sind dafür verantwortlich.
    Das gewinnorientierte denken führt uns in den Abrund. Zudem ist der Preisskampf bei den Arbeitgeber immer härter geworden. Dies führt dazu, dass viele Arbeitnehmer wegen des hohen Arbeittempo unter Druck geraten. Daraus resultieren länger dauernde Arbeitsausfälle. Die die Gesellschaft sehr teuer zu stehen kommen. Demnach können wir bald nicht mehr die austehenden Prämien bezahlen. Hinzu kommt noch, dass viele Leute sogar in ihrere Freizeit einem vollenTerminkalender nachjagen. Das Resulat hierfür ist, dass dies bei ihnen oft eine grosse Unzufriedenheit und Gejammer auslöst

  31. Michel Mortier sagt:

    Leute, denkt doch mal darüber nach, wie viel die AHV zahlen müsste, wenn von heute 50 in 20 Jahren nur noch 25 arbeiten… Habt Ihr einen besseren Vorschlag als den bGE (bedingungsloses Grundeinkommen). Wenn ja, dann her damit!

  32. Oriane sagt:

    Wenn man einer Arbeit nachgeht, die man mag, gibt es weniger Stress. Oder mehr Befriedigung und dadurch auch mehr Ausgleich.
    Eine Arbeit, die man nicht mag, die nicht zusagt, muss man auch nicht anfassen. Oder?
    In der Schweiz hörte ich oft, was die Arbeiot angeht: “Ich habe keine andere Wahl, ich muss…”.
    Ich denke, dass viele Leute falsch denken. Dass sie hier zu verkrampft an die Sache angehen. Immer dieser “Ich muss, ich muss”.
    Einen Partner kann man wählen, aber eine Arbeit nicht?
    Mit einer ungeliebten Arbeit/mieser Arbeitssituation aufs Leben verheiratet sein?

    In der Schweiz habe ich den Phänomen kennengelernt, dass man einer ungeliebten Arbeit nachgehen und … diese trotzdem gut machen kann. Wie schaffen das die Leute?
    Ist das der Preis, den man dann mit Gesundheit, Stress etc. zahlt?
    Man verhungert hier nicht und es gibt (schaut zum Vergleich in restlicher Europa um!!!) immer noch genug Arbeit und man kann (wie lange noch?) auch noch wählen.

    Hiesiger Lebensstandart braucht halt diesen Stress und man kann da nicht viel ändern.
    Trotzdem: diese verrückte, unausgeglichene Arbeitswelt hier fasziniert mich. Abenteuer pur: Herausforderungen, Ungleichheiten, Hohen und Tiefen – verrückt!
    Hätte nie gedacht, dass ich primär durch die Arbeitwelt hier glücklich werde.

  33. Ein sehr interessantes und nachdenklich stimmendes Interview. Ich stimme den Thesen von Herrn Wehner voll und ganz zu. Die Mehrheit der Mitarbeiter möchte Leistung, Erfolg und Arbeit im Team erleben, sich austauschen, Stärken und Fähigkeiten beweisen können und als Persönlichkeit wahrgenommen werden. Damit steigt der Selbstwert und das soziale Ansehen und Zugehörigkeitsgefühl und der Beweis, von anderen gebraucht und geschätzt zu werden.

    Menschen möchten in ihrer Arbeit und in ihrem Tun auch erkennen, was daraus entsteht, wo die Entwicklungschancen liegen und welche zukünftige Optionen für sie bestehen. Das betrifft nicht nur Karriere sondern ebenso Weiterbildung, Erweitung des Aufgabenkreises und Verantwortung, Talentförderung, Kompetenzen und Freiräume – welche auch ein Vertrauensbeweis sind und die Motivation weiter stärken und fördern. Wir haben in unserem Blog ebenfalls einen Beitrag zum Thema “Was die Sinnstiftung von Arbeit wesentlich beeinflusst”.

  34. D.Menzi sagt:

    Ich kann die meisten Leute nicht verstehen. Wer sich mit seiner Arbeit identifiziert wird dabei Glücklich sein.
    Wahrscheinlich ist es heute einfach so das sich die Menschen auf der jagt von einem Erlebnis zum anderen
    in Unwichtigkeiten verzetteln und nicht mehr sehen was wichtig und richtig ist.
    Ich Liebe meine Arbeit und möchte nichts anderes tun egal ob normale 40h Woche oder 100h Woche es macht einfach spass. Ferien sind für mich nur Langweilig.