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«Ich war aber nicht Jesus»

Mathias Morgenthaler am Samstag den 4. Mai 2013
Björn Berg, Getränkeproduzent

Björn Berg, Getränkeproduzent


Als Jugendlicher kämpfte Björn Berg mit Pirmin Zurbriggen um Podestplätze, später war der Jurist bei der UBS in grosse Deals und wilde Partys involviert. Vor acht Jahren wagte Berg den Quereinstieg in den umkämpften Süssgetränke-Markt und ging mit der Kühltasche über der Schulter von Tür zu Tür. Inzwischen setzt der 50-Jährige gegen vier Millionen seiner Mojo-Getränke ab.

Herr Berg, Sie haben vor acht Jahren als Nobody versucht, im hart umkämpften Süssgetränkemarkt Fuss zu fassen. Hatten Sie einen besonderen Businessplan oder einfach keine Ahnung von den Schwierigkeiten?

Ich hatte keinen Businessplan und wenig Ahnung – aber die Zeit war reif für mein Projekt. Ich lebte bis 2005 in Colorado (USA), einem Mekka für Innovationen und speziell für hochwertigen «Organic Food». Ich kaufte dort regelmässig im «Whole Foods Market» ein und probierte viele exotische Getränke aus. Als ich wieder einmal den Schweizer Hauptsitz meines damaligen Arbeitgebers besuchte, sass ich in Zürich bei Sprüngli und fand auf der Karte die immergleichen Getränke. Mineral, Coca Cola, Fanta, Sprite, Apfelsaft… das hatten schon meine Grosseltern getrunken und ich fand es absurd, dass meine Enkel das auch noch trinken sollten in zwanzig Jahren. Ich bestellte ein Mineral und einen Apfelsaft und mischte eine Apfelschorle, lange bevor dieses Getränk in die Schweiz kam.

Und in diesem Moment reifte der Entschluss, selber Süssgetränke herzustellen?

Genau. Ich war damals als Manager für den Ausbau des US-Geschäfts des Logistikunternehmens Swisslog verantwortlich. Manchmal, wenn ich mit Ingenieuren über den Lagerfluss fachsimpelte, dachte ich: Ich würde lieber die Produkte herstellen als die Logistik organisieren. Weil meine älteste Tochter kurz vor der Einschulung stand und ich nicht wollte, dass sie in der Schule die Hymne eines von George W. Bush regierten Landes singen muss, entschloss ich mich, meine Stelle zu kündigen, in die Schweiz zurückzukehren und mich als Getränkeproduzent selbständig zu machen.

Gerade mit Blick auf die vier Kinder, die Sie zu versorgen hatten, war das ein mutiger bis waghalsiger Entscheid. Als studierter Jurist, Banker und Logistiker hatten Sie wenig Ahnung von Getränken und vom Firmenaufbau.

Das stimmt, aber ich hatte einen Bezug zur Materie. Ich bin in Gstaad aufgewachsen, war in jungen Jahren in der Ski-Nationalmannschaft mit Pirmin Zurbriggen und wurde meistens hinter ihm Zweiter. Dann kam ich fürs Gymnasium nach Bern, war oft im Ausgang, fand Gefallen an den Discos und den Mädchen. Die Distanz zu den Bergen und die Partys in der Stadt schadeten meiner Ski-Karriere und führten dazu, dass ich am Morgen oft nur mühsam in die Gänge kam. Ich begann, mir eigene Energy-Säfte zu mixen mit Ginko, Guarana und Koffein. Als ich 25 Jahre später mit Fruchtsäften und Wasser experimentierte, um eigene Getränke zu lancieren, erinnerte mich das an meine Jugendjahre.

Wie wurde damals aus dem Partygänger ein Jurist und Banker?

Das war kein Widerspruch, niemand feierte wildere Partys als wir Banker. Ich bin sehr jung ein erstes Mal Vater geworden, da lag es nahe, einen gut dotierten Job bei der UBS anzunehmen. Das war vor der Ospel-Zeit, vor dem Forcieren des Investment-Bankings in den USA. Als Kadermitglied «Structured Finance Europe» hatte ich bei der UBS interessante Aufgaben in der Exportfinanzierung. Wir waren mit einer Kupfermine in Alaska, einem Staudammprojekt im Iran, einer Käsefabrik in Portugal und auch mit dem Eurotunnel zwischen Frankreich und England befasst. Ich sprach gerne mit den verantwortlichen Projektleitern und war gut darin, komplexe Projekte auf die wesentlichen Punkte herunterzubrechen. Mit der Zeit kamen immer mehr Mathematiker dazu, die alles in ihren Excel-Tabellen erfassen wollten und sich überhaupt nicht für die Köpfe hinter den Zahlen interessierten.

Das klingt jetzt ein wenig zu simpel.

Im Ernst, es störte mich, wie die Krawattenträger in den Finanzmetropolen Zürich und London jeglichen Respekt vor den Menschen verloren, die in der realen Wirtschaft etwas produzierten. Wir Banker bewegten uns in einer Scheinwelt und lachten über die Unternehmer, die weniger geschwollen redeten, aber die Wertschöpfung erarbeiteten, ohne die es die Banker nicht bräuchte. Mein Vater war in der Industrie tätig und deshalb tat ich mich schwer damit, wie wir uns in der Bankenwelt von der Gier leiten liessen und unsere Kunden mit immer komplexeren, intransparenten und oft völlig unnötigen Finanzprodukten umgarnten. Ich erinnerte mich, wie meine Grossmutter zu mir gesagt hatte: «Du wirst so wie die Leute, mit denen du zusammen bist – ausser du bist Jesus.» Ich war aber nicht Jesus, also hatte ich keine Wahl: Ich verliess die Bankbranche, machte am IMD in Lausanne den MBA-Abschluss und nahm schliesslich das Angebot von Juhani Anttila an, zum Logistiker Swisslog zu wechseln.

Wie harzig verlief der Start als Getränkeproduzent?

Ich wusste zum Glück zu Beginn nicht, dass sowohl der Detailhandel als auch die Gastronomie von einigen wenigen Firmen beherrscht werden. Als Einzelkämpfer hat man extrem hohe Eintrittshürden – selbst wenn man gegen ordentliche Gebühren bei einem Grossverteiler gelistet wird, hat man keine Chancen, weil die arrivierten Marken einen in die untersten Regale drängen oder sonst bekämpfen. Ich wusste einfach: Es gibt zwei extrem verschiedene Erfolgsmodelle: Coca Cola besitzt alles bis zum Lastwagen, der die Getränke zum Endkunden bringt – am liebsten würden sie den Kunden noch einen Cola-Automaten auf den Nachttisch stellen. Red Bull dagegen hat ein komplett virtuelles Geschäftsmodell, vom Lastwagen bis zur Produktion ist alles ausgelagert, die kümmern sich nur um Produktdesign, Finanzen, Kommunikation und Marketing. Für mich kam nur der Red-Bull-Ansatz in Frage.

Wie haben Sie konkret die ersten Getränke entwickelt und an die Kundschaft gebracht?

Ich probierte in der eigenen Küche vieles aus, Drinks mit Randen oder Rüebli und andere Fruchtmischungen, die ich bald wieder verwarf, weil sie nicht schmeckten oder zu teuer waren. So suchte ich einen guten Grundstoffproduzenten und einen Abfüller, um ohne Zugabe von künstlichem Zucker, Konservierungsmittel oder Farbstoffen erfrischende Limonaden mit gut 10 Prozent Fruchtanteil zu produzieren. Die meisten potenziellen Lieferanten winkten sofort ab, weil 100 000 Flaschen die Mindestbestellung war. Schliesslich fand ich – gegen insgesamt 35 000 Franken Vorauszahlung – die richtigen Partner für 40 Paletten à je 1080 Flaschen. Als ich den Betrag bezahlt hatte und nicht recht wusste, was ich mit den vielen Getränken machen sollte, spürte ich die Angst, die jeder Unternehmer kennt. Man glaubt zwar fest an den Erfolg, hat aber zu Beginn wenig Argumente.

Wie gingen Sie vor?

Ich brachte die Getränke in verschiedenen improvisierten Lagern unter und ging mit einer Kühltasche über der Schulter von Restaurant zu Restaurant. So lernte ich in kurzer Zeit extrem viele Wirte kennen und merkte bald, dass meine Getränke gut ankamen, speziell der Grapefruit-Drink. Ich verkaufte im ersten Jahr rund eine halbe Million Getränke, mindestens 100 000 davon habe ich selber in die Keller getragen in den Restaurants, alle in Glasflaschen damals.

Reichte das, um davon leben zu können?

Im ersten Jahr nicht, nein. Als ich mich damals entschieden hatte, bei Swisslog zu kündigen und das Haus in Colorado zu verkaufen, dachte ich, ich könnte mich mit dem Erlös und dem Ersparten fünf Jahre über Wasser halten im Notfall. Dann verloren die Häuser und der Dollar massiv an Wert und mir wurde schlagartig klar, dass ich weniger Zeit hatte, die Gewinnschwelle zu erreichen. Ich brauchte dringend einen Grosskunden, denn wenn ich einem Wirt 1000 Flaschen im Jahr verkaufte, verdiente ich damit gerade mal 300 Franken. Nach vielen Absagen bei Grossverteilern oder Preisvorschlägen, die meine Firma in den Ruin getrieben hätten, fasste ich bei Manor Solothurn, Loeb, Jelmoli, Marinello und schliesslich bei Migros Fuss. Im dritten Jahr machte ich erstmals Gewinn, inzwischen setze ich mit meinem kleinen Team drei bis vier Millionen Getränke im Jahr ab. Dieses Jahr kommen neu drei Energy-Drinks in Alu-Dosen dazu.

Die Getränke-Palette umfasst Vitaminwasser, Limonaden und Energy-Drinks. Was kommt als nächstes?

Ich produziere ein Nischenprodukt mit hohen Qualitätsanforderungen – da will ich nicht zu sehr in die Breite gehen. Weil ich ausser der Produkteentwicklung. der Planung und dem Verkauf alles ausgelagert habe, kann ich die Produktionsmenge bei Bedarf innert zwei Wochen auf das Hundertfache erhöhen. Im Vordergrund steht der Markteintritt in Holland und im deutschsprachigen Ausland, zudem verkaufen wir unsere Grundstoffe nach Asien, wo das Volumen zehn Mal grösser ist als in der Schweiz. Aber entscheidend ist nicht, ob ich ein paar tausend Getränke mehr oder weniger verkaufe. Wichtig ist für mich das Gefühl, etwas bewegt zu haben, Spuren zu hinterlassen. Wenn das zweijährige Kind im Laden mit dem Finger auf das Mojo-Getränk deutet und die 80-jährige Frau nebst der Cervelat und dem Mütschli noch ein Mojo Mandarin aufs Kassen-Förderband legt, bin ich der glücklichste Mensch.

Damit sagen Sie auch: Sie würden das Unternehmen niemals verkaufen.

Bis jetzt habe ich alle Kauf- und Beteiligungsanfragen abgelehnt. Wichtiger als die volle Kontrolle ist mir aber, dass Mojo mich überlebt. Ich bin erst fünfzig, aber ich hoffe, dass ich loslasse, wenn mir das Unternehmen über den Kopf wächst. Im Moment geniesse ich die vielen Freiheiten und das Gefühl, ein sehr emotionales Produkt herzustellen. Die Kontrolle hat man als Unternehmer ohnehin nie. Beratende Experten sind stolz darauf, für jedes Problem eine Lösung parat zu haben. Als Unternehmer lernst du, dass Überforderung der Normalzustand ist. Zum Glück lösen sich viele Probleme von selber, wenn man warten kann. Bei den anderen kommt es darauf an, Krisensituationen und schlaflose Nächte in Energie umzuwandeln. Es kommt nicht darauf an, nie zu straucheln. Entscheidend ist, wie man wieder aufsteht.

 

Information und Kontakt:
www.mojo-drink.ch

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19 Kommentare zu “«Ich war aber nicht Jesus»”

  1. Ali Ferkous sagt:

    Erstaunlich, wie er die Kurve vom Banker zum produzierenden Unternehmer geschafft hat. Bloss, dass er den “gschprützte Süessmoscht” aka Apfelschorle (schwäbisch) erfunden haben soll, ist arg übertrieben – aber ein Verkäufer lebt ja davon, dass er andere Leute Glauben macht, sein Produkt sei das erste und einzige…

  2. Daniel sagt:

    Wer hats erfunden? Sicher aber nicht Herr Berg!

  3. Robert Matt sagt:

    “mischte eine Apfelschorle, lange bevor dieses Getränk in die Schweiz kam” sagt nicht, dass er meint, er hätte es erfunden, sondern lediglich, dass die Schweizer es noch nicht getrunken haben. Er bestätigt ja somit gerade, dass es im Ausland Schorle schon gab!

  4. Pinsel Lukas sagt:

    Kommt mir irgendwie bekannt vor, obschon ich ihn nicht kenne.
    Die Drinks sind fabelhaft!

  5. Hermann Imhof sagt:

    Wie schon Daniel sagte: Erfunden hat’s wohl jemand Anderes. Produkteigenschaften sowie das Logodesign erinnern stark an IZZE, welches ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

  6. Coole Idee und nach meinem San Francisco Besuch bin ich auch wieder erstaunt, wie wenig alternativen wir zu den grossen Süssgetränkeherstellern haben. Aufgefallen ist mir aber auch, wie der Mojo Brand doch irgendwie stark an die Izze Getränke angelehnt sind, welche es gerade auch im Whole Foods zu finden sind. Aber egal, ein wenig mehr Auswahl und Konkurrenz in dem Bereich tut uns in der Schweiz nur gut.

  7. Maja OConnor sagt:

    Viva Mojo! Als ich vor 7 Jahren die Austellung ‘Bilder der Arbeit’ fuer Kibitz in Basel betreuen durfte, war Mojo fuer die BesucherInnen und mich Hochgenuss! Hoffe, Mojo wird mehr verbreitet sein, wenn ich nach 14 Jahren Irland ‘heim komme’! Congratulations Mr Berg! and yes Patience is a virtue!

  8. karl zingre sagt:

    Ein gelungener Beitrag vom Tagi Bravo. Ich hoffe mehr Luftschlossverkaeufer wagen es wieder ein richtiger Patron zu werden mit einem echten Produkt, und der auch die Köpfe hinter den Zahlen interessieren.

    Das in der Schweiz angebotene Sortiment gewisser Produkegruppen wie Suessgetraenke oder Chips ist in der Tat, aber zum Glueck gering. Warum denn auch solches Zeugs konsumieren bei all den super schweizer Milchprodukenten von weltweit bester Qualitaet und erhaeltlich zu vernuenftigen Preisen?

  9. Annelise Zingre sagt:

    Hut ab, Björn!! Cu on the Wasserngrat…

  10. Bruno Menzi sagt:

    Die “Apfelschorle” musste vermutlich gar nicht in die Schweiz kommen, da sie schon lange vor ihrem heutigen Namen hier war, und auch deshalb hat Hr. Berg in Zürich absolut nichts Neues erfunden, höchstens dessen Vermarktung. Möchte nun aber nicht darüber streiten, ob es auf einem schwäbischen oder einem Schweizer Bauernhof war, wo man das erste Mal auf die Idee kam, Apfelsaft mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser zu einem erfrischenden Getränk zusammenzumischen…oder vielleicht war’s auch in Österreich? Ansonsten: MOJO find ich gut, eine wohltuende Abwechslung zu den sinnlos übersüssten Industrieklebstoffen…äh…-getränken.
    Und schade, dass Banker mit Sinn für die Realwirtschaft unterdessen ausgestorben zu sein scheinen.

  11. Peter Bachmann sagt:

    Ein interessantes Interview. Faszinierend was der Herr Berg alles gemacht hat in seinem Leben. Hoffe, dass ich Mojo auch bald in Hong Kong kaufen kann!

  12. Ob Herr Berg die Apfelschorle erfunden hat steht doch nicht zur Diskussion. Fakt ist aber : Er hat sich mit absoluter Überzeugung und Mut in einen der härtesten Märkte gestürzt, sein Produkt positioniert und mit viel Risiko seine Unternehmung bis heute durchgezogen. Anstatt zu spekulieren ob die Apfelschorle seine Erfindung ist, sollte man lieber die Power und den Mut zum Risiko dieses Unternehmers beurteilen. Menschen wie Herr Berg motivieren – gerade heute in Zeiten die nicht einfach sind und setzen unternehmerische Meilensteine, vorerst in der CH mit seinem Unternehmen – vielleicht bald auch ausserhalb. Das Produkt, die Idee und der Unternehmergeist dahinter verdienen eine erfolgreiche Expansion auch ausserhalb der Schweiz.
    Bravo Herr Berg !!!

  13. Beat Tobler sagt:

    Ich habe schon als kleiner Bub – Herr Berg wird wohl auch etwa im Chindsgi gewesen sein – “Apfelschorle” getrunken, nur hiess diese damals “Apfelsprudel”. Ausserdem gab es auch noch ein etwas abseitiges Mixgetränk aus Orangina und Süssmost, den Namen habe ich leider vergessen. Aber trotz der Sebstbeweihräucherung: Hut ab !

  14. Ali Ferkous sagt:

    Mathias Morgenthaler hat uns in dieser Serie vorgestellt, u.a. jemand, a) der Klima-Ablässe verkauft, b) die dem Berufsstand derjenigen angehört, die einem beraten können, “wie man auf 100 verschiedene Arten Sex macht, aber selber nie mit einem Partner gesehen werden” (running joke über Consultants) und zuletzt jemand, der eine amerikanische Idee, wie man verdünnten Sirup verkaufen könnte, inkl. Brand-Logo, 1:1 auf die Schweiz überträgt. Ich frage mich, Herr Morgenthaler – können Sie uns – ausser “Kreativen” – mal jemanden aus der Realwirtschaft vorstellen, jemand der wirklich ein revolutionäres greifbares Produkt herstellt, auf dass wir in Zukunft nicht mehr verzichten wollen. Es kann auch etwas ganz simples sein, wie der Sparschäler “Rex”.

  15. Daniel Hofmann sagt:

    Gratulation an Herrn Berg, das ist eine riesen Leistung, Entrepreneurship vom Anfang an. Ich bin überrascht, dass das funktioniert hat und mich imponiert der Mut zum Risiko. Wir brauchen mehr solcher Unternehmen. Herr Berg Sie könne wirklich stolz auf Ihre Leistung sein.

  16. Björn Berg war ein begnadetet Skirennfahrer, der wohl auch im Spitzensport Karriere gemacht hätte, wenn ihm dies nicht zu langweilig geworden wäre. Als Student fuhr ich oft weit hinter ihm her, fand jedoch immer Gefallen an Björn, der am Morgen so verschlafen sein konnte, dass er ohne seine Skischuhe am Start stand. Er lehnte sich dann einfach die Skischuhe eines anderen Fahrers aus und bestritt damit das Rennen, meistens mit Erfolg. Björn Berg war also schon damals sehr innovativ; ganz zu schweigen von seinen “geheimen” Rennwachsmischungen, die er oft stundenlang im Keller seines Elternhauses in Gstaad wie Miraculix mixte und das Produkt dann gelegentlich auch anderen, wie mir zum Testen gab, um ein paar Huntertstel oder gar Zehntel-Sekunden herauszuholen.Dass also Björn Getränkeproduzent wurde, hat mich keineswegs überrascht. Offenbar hat er nun das Geheimrezept herausgefunden, wozu ich ihm als ehemaliger Skikollege herzlich gratuliere.

  17. Zweidler sagt:

    Ursprünglich waren es zwei Gründer.
    Was ist denn aus dem Anderen geworden?

  18. H. Pill sagt:

    Die Glasflaschen gefielen mir besser als die PET-Flaschen.

  19. apfelknabe sagt:

    Schon mal was von Quotsch, der Apfelschorle vor der Apfelschorle – wir sprechen voon den 1960ern in CH – gehört???