Foul oder nicht Foul? (VI)

Harvest am Mittwoch, den 28. Juni 2017 um 6:02 Uhr

Die gute Nachricht zuerst, es sind alle Beteiligten wohlauf.

Sie sehen Lucas Fonseca vom EC Bahia und Paolo Guerrero von Flamengo Rio de Janeiro im Zweikampf. Guerrero wird von Fonseca etwas unzimperlich angegangen, worauf er ausholt und das Unglück seinen Lauf nimmt. Schauen Sie das Video nur, wenn Sie sich Ihres Magens sicher sind.

Der Schiedsrichter entschied sich für eine ausgeglichene Bestrafung und zeigte beiden gelb, was für den bereits verwarnten Fonseca Feierabend bedeutete.

Eiserne Erziehung

Herr Maldini am Dienstag, den 27. Juni 2017 um 13:00 Uhr

Wir haben ein Angebot für Sie.

Sie spielten Fussball bis zur Juniorenstufe D und hörten auf, weil Sie zu faul waren, aber Sie glauben noch immer an ihr Talent? Sie haben fussballinteressierten Nachwuchs, der gefördert werden will? Sie haben gerne 10 Mitspieler um sich, geben den Ball aber nur ungern ab? Sie wollen lernen, ein 0-4 in einem Rückspiel aufzuholen, um dann in der nächsten Runde keinen einzigen Treffer zu erzielen? Oder aber Sie möchten wissen, wie Sie ihre verdienten Fussball-Millionen (oder die des Nachwuchses) am besten am Fiskus vorbeischleusen, um dann doch noch nachzahlen zu müssen? Dann sind Sie hier richtig!

Nehmen Sie an einem FCB Escola Soccer Camp (Soccer??) teil. Angeboten werden diese in Genf (2.7.-7.7.17), Biel (9.7.-14.7.17), Effretikon (16.7.-21.7.17) und Genf (23.7.-28.7.17). “Unsere Camps basieren auf drei prinzipiellen Zielen: technisch, taktisch und erziehend” heisst es auf der Website. Vor allem der Punkt Erziehung klingt interessant: “Aus der Seite der Erziehung gesehen möchten wir allen Spielerrollen der Teilnehmer besonderen Wert schenken als Menschen, der in der Lage ist die wertvollen Werte wie Respekt, Freundschaft, Hören, Spiel, Solidarität zu empfangen. Wir glauben fest, dass um ein besserer Spieler zu sein man vorerst ein besserer Mensch sein muss.”

Wie auch immer. Für nur 695 CHF sind Sie dabei. Viel Erfolg!

Sotchipause

Val der Ama am Dienstag, den 27. Juni 2017 um 6:09 Uhr

Der FC Sotchi kommt im nächsten Jahr wieder.

Übermorgen ist noch Deutschland – Mexiko, dann ist bis zur Fussballweltmeisterschaft 2018 fertig Fussball in Sotchi. Der lokale Verein setzt drum eine Saison aus.

Grund dafür sind weder obskure Oligarchen, noch intrigante Investoren. Es sei wegen Fehlern im Management und in der Zusammensetzung der Mannschaft, lesen wir seit diesem Wochenende auf der Website des Klubs.

“Wir wollen jetzt die Strategie für den Verein überarbeiten”, steht dort auch. Auflösen werde sich der Verein aber auf keinen Fall, weil in der Saison 2018/2019 wolle der Verein wieder mit neuen Spielern antreten.

Buon compleanno!

Dr. Rüdisühli am Montag, den 26. Juni 2017 um 18:02 Uhr

Herzlich willkommen zum RL-Abendbeitrag.

Heute ist ein Tag zum feiern. Paolo Maldini wird 49. Das ist kein Alter: Wie Sie wissen, feiert er morgen um 10 Uhr sein Randport-Debüt

Wir blicken trotzdem noch kurz in die Vergangenheit:

China im Südwesten

Briger am Montag, den 26. Juni 2017 um 13:00 Uhr

BREAKING NEWS: Djibril Sow wechselt mit einem Vierjahresvertrag zu YB – Gajic zu Vaduz

China will Fussballweltmeister werden.

Zumindest ist das seit längerem das erklärte Ziel der politischen Fürhung Chinas. Um dem Ziel näher zu kommen und zumindest schon einmal bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zu brillieren soll nun die U20 des Landes im nächsten Jahr in der deutschen Regionalliga Südwest mitmachen. Da in der dortigen Liga 19 Teams mitmachen, hat jedes Team zwei spielfreie Wochenenden. An diesen sollen die Teams nun jeweils ein Heimspiel gegen die Chinesen austragen, welche in Heidelberg stationiert sein werden. Chinas Resultate werden in der Tabelle keine Berücksichtigung finden und mit der Teilnahme sollen alle 19 Teams einverstanden sein, immerhin gibt’s auch 15’000 Euro Antrittsgage. Zudem, so betonte es der Geschäftsführer von Kickers Offenbach, Christian Fiori, hoffen die Teams auf gute Vermarktungsmöglichkeiten in China.

Alle sind einverstanden? Nicht ganz: Der SV Waldhof Mannheim kündete an, nicht zu den Spielen gegen China anzutreten und stattdessen Freundschaftsspiele gegen den FK 03 Pirmasens auszutragen, welcher eben aus der RL-Südwest abstieg und selbst einen Antrag stellte, die Liga um ein Team auf 20 aufzustocken.

Auch von Vertretern anderer Regionalligen wird das Projekt kritisiert: “Das ist Kirmes, eine Verarschung. Warum sollen wir uns in Zukunft noch den Arsch aufreißen?”, sagte Präsident Hajo Sommers von Rot-Weiß Oberhausen dem “Reviersport”. Der DFB sehe die Regionalliga “als Kirmesliga”. Wenn es aber um die Vorschriften gehe, “wird genau hingeschaut”, sagte Sommers.

Und Rot-Weiss Essen meldete sich via Facebook gleich selbst beim DFB:

Ah und bevor wir es vergessen, die “China U20 Ultras Südwest” existieren auch schon bereits, zumindest auf Facebook.

Der Filou von Zizou

Rrr am Montag, den 26. Juni 2017 um 6:01 Uhr

Das historische Bild zum Wochenstart.

Dezember 1998: Enzo Zidane riecht am Ballon d’Or seines Vaters.

Juli 2017: Zinedine Zidane trainiert Real Madrid. Sein Sohn Enzo rechnet sich Chancen aus, bald der ersten Mannschaft anzugehören. Neulich stand er bereits im Kader für das Champions-League-Final in Cardiff. Im spanischen Cup bestritt er ein Spiel mit den Grossen und schoss gleich ein Tor.

Für Real spielen auch Zidanes drei weitere Söhne Luca, Theo und Elyaz. Am weitesten ist der 19-jährige Luca, der das Tor der B-Mannschaft hütet und mit seinem Heimatland Frankreich bereits U17-Europameister wurde.

Wie weit es Zidanes Kinder bringen, wird man sehen. Für viele Söhne waren die Fussstapfen ihrer berühmten Väter zu gross. Man denke nur an Stephan Beckenbauer, Jordi Cruyff oder Diego Maradona junior.

Aber es gibt auch andere Fälle. Zum Beispiel die Supertalente Justin Kluivert (18-jähriger Stürmer bei Ajax) und Jonathan Klinsmann (20-jähriger Goalie der US-U20) oder der Leicester-Meistergoalie Kaspar Schmeichel. Und dann gibt es Kicker, die weit erfolgreicher waren als ihre Väter. Stéphane Chapuisat zum Beispiel übertraf seinen Vater Pierre-Albert nach Erfolgen bei weitem.

Affaire à suivre.

Ein Mann zieht Rot

Rrr am Sonntag, den 25. Juni 2017 um 19:27 Uhr

Der Videobeweis sorgt weiterhin für Chaos am Confed Cup.

Erst verwarnt der Referee die Nummer 15 von Kamerun für ein übles Foul am deutschen Gegenspieler. Einem Linienrichter ist das nicht geheuer, er fordert den Videobeweis an.

Aha, sagt sich der Schiedsrichter. Ich weiss, was der Linienrichter mir sagen will. Die gelbe Karte war zu weich, ich zeige rot!

Gesagt, getan. Der 15er trottet verständnislos vom Feld. Worauf der Videobeweis erneut aufgerufen wird – und es dem Referee endlich dämmert: Die 15 war die 2, quasi.

Herr Sohn hat die Antwort der Woche zuerst gewusst und gewinnt eine Million. Die Währung müssen wir noch aushandeln. Herzl Gratul und allen Leserinnen einen weiterhin besinnlichen Wochenend-Ausklang.

Graphik und Mystik

Rrr am Sonntag, den 25. Juni 2017 um 18:44 Uhr

Herzlich willkommen zur Frage der Woche.

Was besagt die durchgestrichene rote Karte?

Ref im Ruhestand

Rrr am Sonntag, den 25. Juni 2017 um 12:00 Uhr

Paul Kluth hat ausgepfiffen.

Mit 83 Jahren endete gestern die Schiedsrichter-Karriere des legendären deutschen Amateur-Referees. Sein Klub, der VfL Rheingold Poll, veranstaltete zu seinen Ehren ein Abschiedsspiel gegen Kaufkof Kalk. Danach gab es eine grosse Party mit DJ.

“Dä Paul” hatte zuletzt etwas Mühe, wenn er die Stutzen anziehen musste. “Man müsste noch mal 20 sein”, seufzte er. 

Seine Karriere begann Anfang der 1960er-Jahre mit Spielen von Thekenmannschaften. Damals wusste er  gar nicht, dass man als Schiedsrichter eine Lizenz braucht. “Alle redeten von einer Prüfung”, sagte er dem Magazin Kölnsport. “Ich dachte immer: Welche Prüfung? Dann habe ich mich beim Verband dafür angemeldet – und ich habe alles gewusst, was abgefragt wurde.” Ab 1974/75 pfiff er Meisterschaftsspiele, zuletzt noch von Veteranen.

“Er war immer verdammt konsequent”, sagte ein Rheingold-Spieler. Einmal habe “dä Paul” sogar seinem Chef die rote Karte gezeigt. “Der hat halt gemeckert”, meinte Kluth achselzuckend.

Fieser Enkeltrick

Herr Shearer am Sonntag, den 25. Juni 2017 um 5:47 Uhr

Genau davor warnt die Polizei doch ständig!

Michael F. aus M. ist offenbar trotzdem in die Falle getappt. Blöd für ihn, schön für Herrn Oracles, der sich mit diesem Untertitel den Sieg in der 651. Caption Competition sichert. Unter mehreren hervorragenden Einsendungen hat die Jury seinen Beitrag aufs Treppchen gehievt. Herzliche Gratulation Herr Oracles, bitte melden Sie sich bei uns mit ihrem Preiswunsch.

Eine lobensvolle Erwähnung geht auch an Herrn Mike M., dessen Beitrag (“Das isch doch e Landesfreyeyäter!”) uns an dieses Aufklärungsvideo erinnert hat:

Also, hüten Sie sich vor Betrügern und geniessen Sie den Sonntag!

Schönes Shirt

Rrr am Samstag, den 24. Juni 2017 um 12:00 Uhr

Ist es nicht wunderschön, das Meistertrikot?

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Sommer, Sonne, Saisonauftakt

Herr Shearer am Samstag, den 24. Juni 2017 um 8:00 Uhr

BREAKING NEWS: YB verkauft Lecjaks nach Zagreb


Gute Nachricht: Hauptprobe missglückt!

Zusammen mit drei anderen Mannschaften balgten sich die berühmten Berner Young Boys am Freitagabend um den äusserst prestigeträchtigen Burkhalter-Cup. Nach zuletzt drei Turniersiegen musste  sich der als Favorit angetretene Meisterschaftszweite allerdings mit dem ehrenvollen vierten Platz zufriedengeben; einer unglücklichen 0:1-Niederlage im Startspiel folgte eine ebenso unglückliche Pleite in gleicher Höhe im kleinen Finale gegen Kriens. Den Turniersieg erringen konnten die Gastgeber vom FC Breitenrain, welche den “FC Thun” mit 2:1 schlugen (unser Bild: Platzsturm nach Schlusspfiff).

Angesichts der teilweise abenteuerlichen Teamzusammensetzungen können leider keine weiterführenden Rückschlüsse auf den weiteren Saisonverlauf gezogen werden. Die anwesenden Experten  waren sich allerdings einig, dass diese Mannschaft mit einigen kleinen Retouchen da und dort und ein paar weiteren Trainingseinheiten durchaus in der Lage sein wird, auf nationalem und internationalem Parkett einige Glanzpunkte setzen zu können, möglicherweise aber auch einige Rückschläge wird verkraften müssen. Der Anlass auf dem Sportplatz Spitalacker wurde vom FC Breitenrain auf alle Fälle wieder bestens organisiert und abgewickelt, der zum Turnier abgesandte RL-Redaktor möchte insbesondere die stets speditive Bedienung an den Verpflegunsständen positiv hervorheben! Und nun geniessen Sie bitte noch ein paar wenige Eindrücke auf Zelluloid:

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