Doppelschwalbelumme

Briger am Montag, den 29. Mai 2017 um 13:00 Uhr

In Schottland spielten Dundee United und Hamilton Academical um den letzten Platz in der Premier League.

Beim Hinspiel in Dundee schaffte es Simon Murray gleich zwei Mal eine gelbe Karte für eine Schwalbe Lumme zu erhalten. Zuerst ging er in der ersten Hälfte in einem Zweikampf mit Massimo Donati zu Boden, in der 77. Minute wurde er dann von Schiedsrichter Steven McLean unter die Dusche geschickt, nach dem er von Scott McMann gefoult wurde, aber etwas gar theatralisch abhob.


Simon Murray Red Card Scotland Premiership… von kivancyildirim791

Dundee legte nach dem Spiel Protest ein, weshalb Murray beim Rückspiel gestern trotzdem antreten durfte. Die Hamilton Academicals gewannen dennoch 1:0 und bleiben in der Premier League, Dundee muss ein weiteres Jahr in der 2. Liga spielen. Die ganze Geschichte dürfte ein Vorgeschmack darauf sein, was nächste Saison in der englischen Premier League Wochenende für Wochenende für Diskussionen sorgen dürfte, nach dem die Liga beschloss, zukünftig härter gegen Schwalben Lummen vorzugehen.

Fussi ist Poesie

Frau Götti am Montag, den 29. Mai 2017 um 5:57 Uhr

Wir fühlen es ganz deutlich, die virtuelle Fussiwelt schreit nach Poesie. Darum haben wir eine anerkannte Spezialistin auf dem Gebiet der deutschen Literaturwissenschaft gebeten, für uns einen Fussball-Liveticker zu analysieren. Und zwar haben wir dafür für Frau Prof. Dr. Ilse v. Mueller-Fridnau den Liveticker des Kickers ausgedruckt beim Pokalspiel von letztem Samstag zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

«Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich gehe gleich in medias res, wenn Sie gestatten. Ausgehend von Stanzels Erzähltheorie haben wir es hier mit einem sogenannten allwissenden Erzähler zu tun, der ganz klar selbst nicht Teil des Geschehens ist.

Das Motiv der Balleroberung zieht sich durch den ganzen in schlichter Sprache gehaltenen Text durch. Auffällig ist das bei aller Schlichtheit energische Bekenntnis zum poetischen Ausdruck, der sich in grossem Metaphernreichtum zeigt. Besonders gelungene Beispiele dafür sind etwa: ‹Hradecky pflückt die Kirsche sicher aus der Luft›; ‹Frankfurt wirft noch einmal alles nach vorne›; ‹Gegen den Ball wird die Dreierkette zu einer Fünferkette aufgestockt›.

Der Text ist geprägt von präzisen Stimmungsbildern wie ‹Der schwarz-gelbe Dortmund-Block hüpft – auf der anderen Seite werden zahlreiche schwarz-weiße Fähnchen geschwenkt.› Eine ‹direkt hypnotische Choreo› in der Tat!

Äusserst dramatische Wendungen in der Handlung verfehlen gerade durch die nüchterne, betont sachliche Sprache, in der sie erzählt werden, ihre Wirkung auf die Lesenden nicht. Man denke nur an den Satz: ‹Ginter hat den Kopf im Zweikampf mit Medojevic tief und wird getroffen.› Eindrücklicher und lapidarer kann man das nicht sagen. Überhaupt zeichnet sich der Text durch einen grossen Spannungbogen aus. So leuchtet in der Mitte der Geschichte etwa der Satz auf: ‹Die Eintracht hat jetzt Blut geleckt.› Bewusst offen gelassen wird bis zum Ende der Ausgang der Begegnung – etwa auf Seite 88 mit dem wunderbaren Satz: ‹Castro probiert es direkt, jagt den ruhenden Ball aber in den Berliner Nachthimmel.›

Abschliessend darf ich dem schönen kleinen Text ein Kompliment aussprechen. Er weiss durch seine formale Strukturiertheit und inhaltliche Stringenz zu überzeugen.»

14

Val der Ama am Sonntag, den 28. Mai 2017 um 18:08 Uhr

YB verliert schon wieder nicht gegen den FC Thun.

Der BSC Young Boys bleibt auch im 14. Spiel seit dem 8. Dezember gegen den FC Thun ungeschlagen. In einem doch ziemlich animierten Spiel trennten sich die beiden Teams 0:0.

Auf beiden Seiten wird man sich heute Abend noch über verpasste Chancen ärgern. Die Thuner werden sicherlich ob dem Lattenknaller von Hediger hadern, die Berner jammern angesichts der Tatsache, dass man vom Platzverweis von Schirinzi in der 74. Minute nicht profitieren konnte. Das Resultat geht aber insgesamt in Ordnung so.

Das letzte Saisonspiel dann kommenden Freitag um 20.30 Uhr gegen den FC Lausanne.

E HYYLGSCHICHT!

Val der Ama am Sonntag, den 28. Mai 2017 um 6:00 Uhr

Schon wieder ein Sieg für Basel!

Herzliche Gratulation, Herr Baresi, Sie Siegertyp. Meister werden reicht Ihnen scheinbar nicht, Sie holen wie selbstverständlich noch den den Cup und dann auch noch grad die Caption Competition. Hut ab!

Nun denn, schnappen Sie sich ein paar Bier und besuchen Sie mal wieder den Herrn Shearer. Der freut sich riesig darauf, Ihnen ein paar Bilder von Eisenbahnviadukten an der Schwarzmeerküste zu zeigen. Nach nur maximal 3 Stunden PowerPoint dürfen Sie dann aber beherzt in unsere Schatztruhe greifen.

Und zusätzlich wünschen wir Ihnen und allen anderen Lesenden einen wunderschönen Sonntag und den Berner Young Boys drei Punkte im fernen Thun.

Bizarrer Ballzauberer

Herr Maldini am Samstag, den 27. Mai 2017 um 15:41 Uhr

Unser Berufsberater Bernhard Beyeler löst auch die schwierigsten Fälle.

“Liebe Leser, in den letzten 25 Jahren konnte ich unzähligen Menschen bei der beruflichen Neuorientierung helfen. Mein Motto: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang!

Auf der Suche nach dem passenden Job ist es wichtig, sich selber richtig einzuschätzen. Offenbar weiss auch Benoit Assou-Ekkoto um seine Qualitäten.

Eigentlich möchte Harry Redknapp den Verteidiger verpflichten, die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Tottenham, neun Jahre hatte der Kameruner in England gespielt. Mittlerweile ist Redknapp der Coach beim zweitligisten Birmingham, er baut dort ein neues Team auf. Assou-Ekkotos Vertrag in Metz läuft Ende Juni aus, einer erneuten Zusammenarbeit steht also nichts im Weg. Aber warum erzähle ich ihnen das überhaupt– das wissen Sie ja alles bereits.

Nun, Assou-Ekkoto war bei mir in der Berufs- und Laufbahnberatung und erzählte mir, er wolle nicht länger Fussball spielen, er wolle sich neu orientieren. Mich persönlich überraschte das natürlich nicht, bereits 2010 hatte er ja mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, er spiele wegen des Geldes Fussball, und nicht ‘aus Liebe’. Erstaunlich, dass er überhaupt bis heute durchhielt, wenn Sie mich fragen.

Redknapp wolle ihn unbedingt verpflichten, sagte mir Assou-Ekkoto, aber er selber habe eigentlich ganz andere Pläne. Er bat mich dann, diese ganz für mich zu behalten. Nun, Ihnen kann ich es ja sagen: Er sagte mir, er wolle Pornostar werden. Das überraschte mich dann schon ein wenig, muss ich zugeben. 

‘Ich hoffe, dass er noch ein Jahr dranhängt’, hatte mir Redknapp am Telefon noch gesagt, ‘was für ein toller Spieler!’

Nun, ich konnte Assou-Ekkoto leider nicht aufhalten und wünschte ihm viel Erfolg in seinem neuen Lebensabschnitt. Man erzählt sich ja allerhand aus dieser Branche, der Druck ist hoch und die Bezahlung… – ach, das wissen Sie ja alles bereits.”

Gelbschwarzer Cupsieg

Lars: L am Samstag, den 27. Mai 2017 um 11:52 Uhr

In Bulgarien war am Mittwoch Cupfinal – die Richtigen haben gewonnen.


Es ist eine Geschichte, wie sie nur der Cup schreiben kann: Serienmeister Ludogorez Rasgrad, das Basel Bulgariens, trat gegen die sympathische Truppe des PFK Botew Plowdiw an. Und verlor.

Das Spiel kurz zusammengefasst: Botew spielte statischen Fussball mit langen Bällen in die Spitze, die nicht ankamen, worauf alle Spieler die Hände verwarfen und die Zuschauer auch. Ludogorez war spielerisch besser, vermochte sich jedoch im Strafraum nicht durchzusetzen. Botew gewann mit 2:1. Dann gab es noch eine rote Karte, bevor im Stadion ein Song von Queen gespielt wurde.

Mit einem Klick gelangen Sie zur Slideshow.

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647. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 26. Mai 2017 um 13:00 Uhr

Auch an heilligen Brückentagen gilt das Wettbewerbsprinzip!

Deshalb hier an dieser Stelle zum 647. Mal Caption Compeition, der Wettbewerb wo es darin um Untertitel geht. Diesmal lassen Sie sich bitte zu Barth Constantin und Reto Ziegler etwas einfallen. Sie haben Zeit bis morgen Samstag um 20:00 und können wie immer einen Preis Ihrer Wahl aus unserer Schatztruhe gewinnen. Viel Vergnügen!

Anrüchiges Angebot

Herr Maldini am Freitag, den 26. Mai 2017 um 5:24 Uhr

Zlatans Vertrag läuft in einem Monat aus, doch er soll bleiben.

Das fand am Mittwochabend am Europa-Leauge-Finale einer seiner Fans.

Als Gegenleistung bot dieser Zlatan deshalb spontan seine Frau an. Der Fussballer war vom Angebot sichtlich angetan. Ob er darauf einging, entzieht sich unserer Kenntnis.

Cupfinal 2017

Val der Ama am Donnerstag, den 25. Mai 2017 um 13:00 Uhr

Das Spiel des Jahres: Der FC Basel 1893 und der FC Sion tragen heute den Final des Helvetia Schweizer Cup aus.

Beim letzten Cupfinal zwischen Sion und dem FCB deklassierten die Wallisern die Basler im St.-Jakob-Park diskussionslos mit 3:0

Eigentlich ist es eine klare Sache, weil die Bilanz des FC Sion gegen den FC Basel in den letzten Aufeinandertreffen in der Super League lautet: 0 Siege, 7 Unentschieden, 16 Niederlagen. Letztmals holten die Walliser gegen Basel vor 6 Jahren die volle Punktzahl (3:0 in der Saison 2010/2011). Aber in Sion hat der Cup eine ganz spezielle Tradition. Bemerkenswert: Als einziges Schweizer Team holte Sion bei all seinen Finalteilnahmen auch den Pokal.

Im Cupfinal geht es nicht um Punkte oder Serien – das weiss kein anderer Club besser als der FC Sion. Wie oft ging der Verein schon als Aussenseiter in solch ein Spiel und gewann? Und: Im Gegensatz zum FCB hat Sion im Cupfinal nicht viel zu verlieren. Beim Meister würde man bei einer Finalniederlage von einer “schwachen” Saison sprechen.

Eine unglaublich spannende und interessante Ausgangslage. Jetzt aber die alles entscheidende Frage: Wer gewinnt heute? Das Runde Leder konnte eine Reihe namhafter Fussballexperten befragen, hier deren Meinungen zum Spiel.

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Das Ticket (I)

Herr Shearer am Donnerstag, den 25. Mai 2017 um 5:55 Uhr

Neue, lose Serie im Runden Leder – Trouvaillen aus der Ticketsammlung! Heute: FC Schaffhausen – BSC Young Boys (0:1), Samstag, 7.4.2007, Stadion Breite

An einem schönen Frühlingstag reiste eine kleine feine Delegation in die schöne Munotstadt, wo das Interesse aber einzig dem Stadion Breite galt. In einem Match zweier gelb-schwarzer Mannschaften traf der FC Schaffhausen auf die berühmten Berner Young Boys. Der Eintritt in den Gästesektor kostete 22 Franken, dafür durfte man auf den Betonstufen des Stadions versuchen, einigermassen Überblick über das Spielfeld zu erlangen. Im Gitterzaun, welcher den Rasenbereich von der Hintertortribüne abtrennte, fand der mitgereiste intellektuelle RL-Redaktor einen Schlüsselring und schlussfolgerte, dass es sich um Diogos Ehering handeln musste.

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Fussi über Himmelfahrt

Val der Ama am Mittwoch, den 24. Mai 2017 um 15:00 Uhr

Familienschlauch und Gottesdienst? Das muss nicht sein, es ist ja immer noch Fussball allenthalben.

Es ist nicht einfach mit der Bibel: Viele Gebote, viele Sprüche aber Fussi gibt es höchstens bei den Richtern unter 9,40:

viele blieben erschlagen liegen bis an das Tor.

Der aktuelle TV-Typ präsentiert Ihnen deshalb die interessantesten Spiele, die in den nächsten Tagen zu sehen sind.

Heute, 25.5.2017
20:45 Uhr – Europa League Final: Ajax Amsterdam – Manchester United (RSI LA 2, RTS Deux, SPORT1)

Morgen, 26.5.2017
ab 12:30 Uhr – Finaltag der Amateure: Livekonferenz der DFB Landespokalendspiele
16:00 Uhr – Schweizer Cupfinal: FC Sion – FC Basel (cupplay.ch)
20:30 Uhr – Bundesliga Relegationsspiel: VfL Wolfsburg – Eintracht Braunschweig (Das Erste)

Freitag, 26.05.2017
00:30 Uhr – Copa Libertadores: CA River Plate – Independiente Medellin (DAZN)
18:00 Uhr – 2. Bundesliga Playoffs: Jahn Regensburg – 1860 München (Das Erste)

Samstag, 27.05.2017
18:30 Uhr – England FA-Cup: FC Arsenal – FC Chelsea (Eurosport)
20:00 Uhr – DFB-Pokal: Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund (Das Erste)
21:00 Uhr – Coupe de France: SCO Angers – Paris St. Germain (SPORT1+)
21:30 Uhr – Copa del Rey: FC Barcelona – Deportivo Alaves (DAZN)

Sonntag, 28.05.2017
16:00 Uhr – Super League: FC “Thun” – BSC Young Boys (Stockhorn Arena)

Walliser Weltwunder

Val der Ama am Mittwoch, den 24. Mai 2017 um 5:55 Uhr

Kurz vor dem Cupfinal: Aufregung um das Walliser Wappen!

Der Basler Familienvater Urs V. wanderte neulich mit seinem Sohn auf der Südrampe (unser Bild) und erzählte dem Jüngling, was es mit dem Walliser Wappen auf sich hat: “13 Sterne für 13 Bezirke. Und für 13 Cupsiege, sagen die Einheimischen. Vorletztes Jahr wurde die Serie komplett. Deshalb verlieren sie ja dieses Jahr gegen uns”, fügte er schmunzelnd hinzu. 

Der Sohnemann stockte und zeigte auf das Kennzeichen eines am Strassenrand parkiertem Autos. “Papa, das sind aber doch 14 Sterne.”

Der irritierte Urs V. ging der Sache nach. Er klapperte den ganzen Kanton ab – und tatsächlich: Überall haben die Wappen plötzlich 14 Sterne. Manipulation? Betrug? Ein Skandal?

Foto Larssohn MediaDer Walliser Staatsarchivar Hansrüedi Zenhäusern winkt ab. “Alles Humbug. Wir hatten schon immer 14 Sterne. Sie stehen für die 14 Walliser Weltwunder (Raclette, Fendant, Cholera, Matterhorn, das Sepp-Blatter-Turnier in Ulrichen, das Knie von Pirmin Zurbriggen, die Randenwurst, das Lötschental, das Barttragen an Weihnachten, die Ortsplanung von Crans-Montana, das 9-Uhr-Weissweinapero, die CVP, der aussereheliche Geschlechtsverkehr und das alljährliche Bartgeierschiessen).”

Alle Wappen mit nur 13 Sternen seien plumpe Fälschungen, betont der Staatsarchivar. Dass  jeder Stern für einen Bezirk stehe, sei eine blosse Legende, die sich erstaunlich hartnäckig halte. 

Sion-Präsident Christian Constantin reagierte erfreut: “Ich habe schon immer gesagt: 14 Sterne, 14 Cupsiege! Und deshalb machen wir am Donnerstag das Wappen voll, mit dem Sieg über les bâlois. Allez Sion!”

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