Equal Play, Equal Pay

Val der Ama am Donnerstag, den 6. April 2017 um 13:00 Uhr

Kevin Grossenbacher fordert gleiche Rechte für alle!

“Liebe Leser_innen, es tut mir leid, habe ich mich so lange Zeit nicht mehr zu Wort gemeldet. Mich haben die Ereignisse in den USA mental derart bewegt, dass ich in den vergangenen Wochen ausserstande war, mich mit Fussball zu beschäftigen. Dem Motto “Frauenrechte sind Menschenrechte” folgend, war ich seit den US-Wahlen in den sozialen Medien aktiv und habe mich für die Rechte der Frauen und Transgender stark gemacht. Ich habe mir zudem das Stricken selbst beigebracht und bereits über 5 Pussy-Hats an Freunde und Bekannte verschenkt.

Es gibt keine Entschuldigung für Donald Trumps verletzende und erniedrigende Äusserungen gegenüber sozialen und ethnischen Minderheiten. Ein Präsident, der sexuelle Übergriffe gegen Frauen rechtfertigt, ja sogar damit prahlt, ist nicht mein Präsident. Was mich aber hoffnungsvoll stimmt, ist die Tatsache, dass Menschen aller Gender nicht aufgeben, sondern engagiert für die Rechte aller einstehen und gegen die Diskriminierung von Minderheiten kämpfen.

Und hier schreibt der Fussball eine schöne Geschichte. Neulich reichten fünf Spielerinnen des US-Nationalteams bei der US-Gleichstellungsbehörde Equal Employment Opportunity Commission Beschwerde gegen die Lohndiskriminierung durch den US-amerikanischen Verband im Vergleich zum Männer-Team ein. Ihr Vorwurf lautete, dass ihre Frauschaft mehr zum wirtschaftlichen Erfolg des Verbands beitrage, aber dennoch schlechter bezahlt werde als die männlichen Spieler. Zwar gewann die US-Frauenfussballnationalfrauschaft bislang unter anderem drei WM-Titel, konkret war das Gehalt der Frauen 40 Prozent niedriger als das der Männer.

War. Denn gestern haben Spielerinnen und Verband eine Lösung gefunden, welche die Arbeitsbedingungen und Löhne der Frauen künftig stark verbessern wird. Ein grosser Sieg für die Sache der Gendergleichheit, ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer gerechteren Welt.

Wie weit und beschwerlich dieser Weg allerdings noch sein wird und wie sehr die Administration Trump das gesellschaftpolitische Umfeld in den USA vergiftet, beweist der folgende Tweet. Mit Spott und Häme wird hier versucht, die Fussballgemeinde auseinanderzutrennen und in Gut und Schlecht zu kategorisieren. Traurig!”

Schleierhafter Scherz

Herr Shearer am Donnerstag, den 6. April 2017 um 6:00 Uhr

Donald Trump hat uns gewarnt!

Aber alle verschlossen lieber die Augen. Letzten Sonntag nun wurde deutlich aufgezeigt, wie weit die Islamisierung in Schweden inzwischen schon fortgeschritten ist. Beim Saison-Eröffnungsspiel in der Stockholmer Friends-Arena stand inmitten des AIK Solna-Fansektors eine Gruppe Frauen, welche ihr Gesicht mit Niqabs verhüllt hatten.

Grosses Aufatmen dann allerdings bei besorgten Bürgerinnen und Bürgern rundum, als die Damen ihren Schleier zwischendurch leicht anhoben, um sich einen Schluck Bier zu genehmigen. Und unterhalb des Niqab war die Kleidung schon deutlich weniger züchtig und auch nicht besonders feminin. Und alsbald war klar: das sind keine streng religiöse Musliminnen, sondern ein paar Ultras, die mit den schwarzen Gesichtschleiern mit Sehschlitz Schabernack treiben.

Aber warum um Allahs Willen tun die das? Weil seit dem 1. März ein Vermummungsverbot in schwedischen Stadien gilt. Ein Schlupfloch gibt es allerdings: wer sein Gesicht aus religiösen Gründen verhüllt, darf das tun. Die Ultras präsentierten denn auch ein entsprechendes Transparent, welches an den sozialdemokratischen Innenminister Anders Ygeman gerichtet war. “Danke für das Schlupfloch” – Ygeman nahm es locker; das zeige ihm, dass die AIK-Fans durchaus Humor hätten. Mit einem Niqab-Trend in der “Allsvenskan”, der obersten schwedischen Liga, rechnet er trotzdem nicht.

Rundes Leder-Leser wissen allerdings: der AIK-Niqab ist nur ein billiger Abklatsch der YBurka.

Tipptopper Job

Rrr am Mittwoch, den 5. April 2017 um 14:30 Uhr

Begrüssen Sie unseren neuen Kolumnisten. 

“Hu hu, ich bins, Euer Aschi! Also eigentlich heisse ich Ernst. Und die Lage ist Ernst im Tabellenkeller, sage ich immer. Ha ha ha, kleiner Scherz. Item. 

Früher arbeitete ich als Versicherungsvertreter und Krankenkassen-Kundenanwerber. Aber dann wurde ich wegrationalisiert, den Job machen heute die Kollegen im polnischen Call-Center. 

Ich stempelte einige Monate, dann sah ich das  Stelleninserat der Swiss Football League. Die suchten einen gruseligen Typen, der alle nervt und den niemand bei sich zuhause haben will. Ich wusste sofort: Da bringe ich alle Qualifikationen mit, das ist mein Job!

Und ich muss sagen, es macht wirklich grossen Spass. Arbeiten muss ich nur am Wochenende, und ich komme viel herum. In den letzten Jahren habe ich fast die ganze Schweiz kennengelernt. Diese Saison war ich bisher vor allem in Vaduz, Lugano und Lausanne tätig, wobei, auf der Pontaise bin ich nicht gerne, dort zieht es. 

Letztes Wochenende war ich mal in Sion. Kurz nach dem Abpfiff tippte ich dem Gerber Ändu auf die Schulter. ,Hu hu, Ändu, ich bins, das Abstiegsgespenst!’ Der Gerber wurde bleich wie ein Leintuch, ha ha ha. So, ich muss, Nächste Woche erzähle ich Euch dann, wie der Ausflug in den Letzigrund war. Also, bis dann, Euer Aschi.”

Bestechende Ballbehandlung 

Rrr am Mittwoch, den 5. April 2017 um 12:21 Uhr

Geniessen Sie nun einmal mehr das Rundesleder-Fussballett. 

Heute für Sie am Ball: Unser Redakteur Herr der Ama und seine Frau Jennifer. Die beiden haben fünf Kinder, drei Hunde und eine Katze, also viel zu tun, was sie aber nicht davon abhält, sich in der Freizeit mit dem Ball in Schuss zu halten. 

“Das gemeinsame Sporttreiben ist das Geheimnis unserer super Beziehung”, sagt Herr der Ama. “In Sachen Ballbehandlung steht mir mein Mann in nichts nach”, berichtet stolz die Gemahlin. 

Frauen als Problem?

Harvest am Mittwoch, den 5. April 2017 um 5:48 Uhr

Unser Kolumnist Dr. Euler ist Statistiker und erklärt uns in unregelmässigen Abständen wichtige Zusammenhänge aus dem Spannungsfeld „Gesellschaft und Fussball“.

EulerWieso ist Basel so viel besser als der Rest der Schweiz (zumindest im Fussball)? Es hängt direkt damit zusammen, wie viele Leute in einem Haushalt leben (leider nur kantonale Zahlen, Quelle: BfS).

Als einziger Kanton schafft es Basel Stadt die durchschnittliche Haushaltsgrösse unter zwei Personen zu halten. Kein Wunder also, ist der FC Basel deutlich vor der Konkurrenz in der heimischen Fussballliga. Denn was ist die Hauptstörung eines jeden Mannes, der sich auf den Fussball konzentrieren möchte? Genau, eine Frau! Natürlich sind Frauen nicht nur ein Störfaktor, sie haben einige Vorteile, doch das Leben eines Fussballers beansprucht viel Zeit und da ist es hilfreich, wenn die Wohnung nicht geteilt werden muss. Für einen Fussballer ist es zum Beispiel wichtig, dass er nicht nur auf dem Platz trainieren kann, sondern auch zu Hause. Dabei geht es hauptsächlich um das Videostudium anderer Spiele und das erlernen oder automatisieren spezieller Spielzüge an der PlayStation.

Die grössten Haushalte finden sich, wen wunderts, bei den Katholiken in Luzern, St. Gallen und Sion (resp. im Wallis). Erstaunlicherweise fallen die Clubs in der Liga allerdings nicht ab, hauptsächlich der in diesen Regionen noch intakten Familienstrukturen wegen. Die Frau kümmert sich traditionell um den Haushalt und wenn Kinder in die Beziehung kommen, sind die Damen soweit beschäftigt, dass die Männer ihren Hobbies resp. ihrem Beruf wieder nachgehen können.

Persönlich geniesse ich natürlich die Gesellschaft von Frauen, ich bin schliesslich auch kein Fussballer und kann mich ihnen somit vollständig widmen, d.h. könnte, wenn ich denn die Gelegenheit bekäme. Als Statistiker bin ich für das gegnerischeweibliche Geschlecht nur unwesentlich attraktiver als ein Buchhalter.

Rüssel an Schwanz

Rrr am Dienstag, den 4. April 2017 um 13:00 Uhr

Der Grotifant hat wieder Ärger.

Der Grottifant ist das Maskottchen vom KFC Uerdingen, und eigentlich heisst er Andreas Bosheck. Letzte Woche sah ein Uerdinger Spieler in der Grotenburg-Kampfbahn die rote Karte, worauf der Grotifant die Elefantenmaske vom Kopf riss und den Schiedsrichter beschimpfte.

“Der Dörfler hat den Gegenspieler gar nicht extra berührt. Er hat sich umgedreht und ihn mit der Schulter gestreift. Aber er hat ihn nicht gesehen! Das war niemals Rot!”

Der Schiedsrichter schrieb einen Rapport. Obs eine Strafe gibt, ist noch offen.

Der Grotifant ist konsterniert und wirbt für Verständnis. “Ich gehe seit 40 Jahren zur Grotenburg. Da ist doch klar, dass ich emotionaler bin als irgendein Student, der bei den Bayern im Bernie-Kostüm rumhampelt, eigentlich aber Sechzig-Fan ist und das nur macht, weil er die Kohle braucht.”

Es spielt fast keine Rolle, wer spielt

Val der Ama am Dienstag, den 4. April 2017 um 6:00 Uhr

16 Punkte aus den letzten sechs Spielen – was für eine Bilanz!

Schöne Rückrundentabelle. Dabei ist es diese Saison für die Hanseaten grad überhaupt nicht einfach. Die Hoffnungsträger Kruse und Caldirola haben sich gleich zu Saisonbeginn schwer verletzt, dann der Trainerwechsel nach drei Runden, dazu ein Claudio Pizarro, der noch nicht wirklich auf Touren gekommen ist und nach Neujahr gleich vier Niederlagen in Folge. Aktuell fehlen mit Bargfrede, Fritz, Hajrovic, Gnabry und Junuzovic Stammspieler überall.

Aber eigentlich egal, weil momentan läufts einfach. Wie gegen Red Bull: Da war der gesamte Werder-Angriff nicht einsatzfähig und also trafen halt die drei Österreicher im Team. Oder zum Beispiel diesen Samstag gegen Freiburg, als der neu aquirierte Däne Thomas Delaney seinen ersten Dreier überhaupt verbuchen konnte.

Merken Sie sich den Namen Delaney. Erst zu Jahresbeginn war der 25-Jährige vom FC Kopenhagen nach Bremen gewechselt und dank seiner konstant guten Leistungen im defensiven Mittelfeld hat er entscheidend dazu beigetragen, dass sein Verein sich nicht nur im Abstiegskampf engagieren muss, sondern sogar mit einem Rang im Tabellenmittelfeld liebäugeln darf. Und dass das eben viel mit Delaney zu tun hat, bestätigt nebst Trainer Nouri “Er ist ein Winnertyp, der den unbedingten Willen sowie den Teamspirit auf die anderen überträgt” auch ein ziemlich bekannter Musiker:

Sie waren Young Boys

Briger am Montag, den 3. April 2017 um 13:00 Uhr

Wir fahren zu Pietro, Raphaël, Kwadwo und aber auch zu Uli, Alain, Davide und Gilles!

Oder kurz: Wir machen eine RLLR zum Spiel Xamax FCS vs. FCZ!

Wann: Am Montag 24. April 2017, 19:45 Uhr.

Treffpunkt: 18:00 Uhr Bahnhof Bern, Treffpunkt.

Abfahrt: 18:08 Uhr

Ankunft: 19:01 Uhr

Tickets: Kosten zwischen 25 und 30 Franken je nach Sektor. Wird noch abgemacht.

Rückfahrt: 22:01 Uhr

Ankunft in Bern: 22:52 Uhr

Lassen Sie sich diesen Knaller nicht entgehen. Tun Sie Ihre Mitreiseabsicht in einem Kommentar kund oder melden Sie sich direkt unter brigerätgmxpunktch. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich bis am 10. April 2017 anmelden, müssen sich nicht selbst um das Ticket kümmern. Wer sontan dann noch mitkommen will, der ist natürlich herzlich Willkommen.

Prophetische Zeilen

Rrr am Montag, den 3. April 2017 um 5:32 Uhr

Der wiederentdeckte YB-Song sorgt für Furore.

Das Runde Leder berichtete am Samstag exklusiv vom Fund auf einem Berner Estrich. Über 30’000 Leser haben sich seither den Clip allein auf Facebook angeschaut, über 100-mal wurde er geteilt. Gestern mittag wurde er vor dem Spiel YB-Vaduz auch im Wankdorf gespielt.

Wie versprochen haben wir vom Runden Leder die ersten elf Exemplare der Vinyl-Sonderpressung vor dem Anpfiff an Leser verschenkt. Auf unserem Bild nimmt Lars L. aus B. eines der begehrten Stücke aus den Händen von RL-Chef Herr Rrr entgegen. “Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich diese Platte nun in meiner Sammlung habe”, sagte Herr Lars auf Anfrage. “Ich hätte mir nie erträumt, dass es klappen könnte, aber plötzlich stand Herr Rrr neben mir und drückte mir die Scheibe in die Hand. Es ist unfassbar!”

Was niemand ahnen konnte: Der Songtext von Frank Dow selig, insbesondere der Refrain, hat geradezu prophetische Eigenschaften. Das hat uns dazu bewogen, die letzten Takte visuell zu aktualisieren. Film ab!

Spätes Glück

Rrr am Sonntag, den 2. April 2017 um 15:39 Uhr

YB liegt nach 90 Minuten hinten. Und gewinnt das Spiel. 

3:2 siegten die Young Boys daheim gegen Vaduz und taten sich dabei lange Zeit unglaublich schwer, obwohl Hoarau die Berner schon nach zwei Minuten in Führung gebracht hatte. Das Tor tat YB nicht gut, die Mannschaft fiel danach in einen tranceähnlichen Zustand, der gegen den Abstieg kämpfende Gegner nutzte das aus. 


Erst nutzte Zarate einen schwachen Moment in der YB-Abwehr, dann traf Muntwiler (nach einem Foul an Mvogo) sogar zum  2:1 für die Gäste. 

Diese schickten sich eben an, die rote Laterne abzugeben, da schlug YB in der Nachspielzeit doppelt zu: Erst traf Michi Frey (wohl aus einer Abseitsposition) zum Ausgleich. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff in der 94. Minute gelang Assalé sogar noch das Siegestor (unser Funkbild von Fotogott Thomas Hodel). 

Für YB geht es nächsten Sonntag weiter mit dem Spiel in Basel, aber zunächst …

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Rundesleder Tippspiel Nr. 13

Rrr am Sonntag, den 2. April 2017 um 10:48 Uhr

Endlich wieder internationaler Fussball im Wankdorf.

Der FC Vaduz ist zu Gast. Und für die Liechtensteiner geht es um viel: Sie stecken im Abstiegskampf und brauchen dringend Punkte.

Ein Tor gegen YB ist Vaduz in dieser Saison noch nicht gelungen. Dem 0:0 am Rhein folgte eine 0:5-Pleite Ende Oktober im Wankdorf. Heute wollen es die Liechtensteiner besser machen. “Was ich verlange ist Leben – ich will Leben auf dem Platz sehen”, sagt der neue Trainer Roland Vrabec. “Die Spieler müssen deutlich signalisieren, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollen, sie müssen aggressiv sein, sich jederzeit anbieten – man muss spüren, dass der FC Vaduz in der Liga bleiben will.”

Wir möchten spüren, dass Sie unbedingt eine Wurst wollen. Dafür beantworten Sie bittesehr diese Frage:

Wer schiesst das erste Tor und wie endet das Spiel?

Gehen Sie nun in sich und verraten Sie uns die richtige Lösung bis spätestens 13.44 Uhr. Toi toi toi!

“U Hansjakobli wo süsch zaaget, isch tifig tifig drunder gschnaaget…”

Herr Shearer am Sonntag, den 2. April 2017 um 5:37 Uhr

Herr YBrahim zitiert Herrn Matter und gewinnt!

Die 639. Caption Competition ist entschieden. Die Jury gratuliert Herrn YBrahim herzlichstmöglich und bittet ihn, sich einen Preis seiner Wahl aus unserer Schatztruhe auszuwählen und diesen per Mail bekanntzugeben.

Nehmen Sie nun ein stärkendes Frühstück zu sich, denn Sie müssen heute früh raus! Die berühmten Berner Young Boys erwarten Sie pünktlich um 13:45 Uhr im Wankdorf zum Spiel gegen das letztplatzierte Vaduz. Etwas besseres haben Sie heute sicher nicht vor.

Für ein paar Takte Musik bleibt allerdings gerade auch noch Zeit. Viel Spass beim Mitsingen!

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