Zielgruppenspezifische Kontexte

Rrr am Mittwoch, den 12. Juli 2017 um 13:00 Uhr

SCHNAPSCHAT ab 20.00 Uhr: Stoke City – Young Boys (live auf TV24)

Wir unterbrechen unser Programm kurz für eine sachdienliche Mitteilung.

Richtig, es werden vier Minuten nachgespielt.

Das Bild geistert gerade durch die sozialen Medien, es ist allerdings nicht ganz neu. Mit dieser Anzeigetafel in Thailand machte der Sponsor Durex 2011 darauf aufmerksam, dass seine “Performa”-Kondome mit einem besonderen Gleitmittel versehen sind, das Männer dabei unterstützt, ihren Höhepunkt hinauszuzögern. Um auf diesen Zeitvorteil in einem zielgruppenspezifischen Kontext aufmerksam zu machen, wurde bei Fußballspielen die Anzeigetafel für die Nachspielzeit als Werbefläche genutzt. 

Bevor Sie nun finden, der Profi-Fussball gehe definitiv vor die Hunde: Kondom-Werbung ist nichts Neues. Der damalige Bundesligist FC Homburg setzte in den 80er-Jahren gerichtlich durch, dass er auf den Trikots für “London”-Pariser werben durfte. Film ab.

Was macht eigentlich …

Harvest am Mittwoch, den 12. Juli 2017 um 6:01 Uhr

… Roberto Carlos?

Sie erinnern sich sicher an den pfeilschnellen und schussstarken Aussenverteidiger aus Brasilien. Treffsicher zeigt er sich auch in seiner Ehe. Soeben gebar seine Ehefrau Mariana Luccon ihr zweites gemeinsames Kind (im Bild rot).

Das Mädchen wird auf den Namen Mariana hören und ist das zweite Tochter des glücklichen Paares (Manuela wurde 2009 geboren).

Ah, noch was. Das sind natürlich nicht die einzigen Kinder von Roberto Carlos. Aus seiner ersten Ehe mit Alejandra resultierten drei Kinder (Roberto, Giovanna und Roberto Carlos Jr.), wobei letzterer adoptiert wurde. Zusätzlich ist er Vater von Carlos Eduardo, Christopher, Junior und Luca, die er in “anderen Beziehungen” gezeugt hat. Die Redaktion unterstützt Carlos’ Bemühungen um Fussballnachwuchs und wünscht ihm weiterhin viel Potenz.

Renitenter Ritt

Rrr am Dienstag, den 11. Juli 2017 um 13:01 Uhr

Wie meistens am Dienstag: Randsport-Nachmittag im Runden Leder!

Heutige Disziplin: Paarspringen vom 3-Meter-Brett.

Der diensthabende Badmeister von Rheinfelden bewertet den Sprung von “Renato Steffen” mit seiner Partnerin wie folgt:

Sprunghöhe/Abstand zum Brett: Kräftiger Absprung, und das mit dieser Belastung auf dem Rücken. Hut ab! Oder kamen sie von oben? Dann schlagen sie wohl gleich auf.

Technische Ausführung, Körperhaltung, Körperspannung: Herr Steffen nimmt das Ganze leider auf die leichte Schulter. (← WORTWITZ!!) Seine Partnerin kann das mit dynamischem Zugriff auf den Springer gottseidank kompensieren. (Im synchronen Paarspringen zählt ja nur die bessere der beiden Haltungsnoten.)

Eintauchen: Für eine abschliessende Beurteilung dieses Aspekts fehlt uns der Videobeweis. Vermutlich wars solid, aber nicht begeisternd.

Eleganz, Gesamteindruck: Die Punkte bleiben in Basel, so what.

Gesamtnote: 8,7 auf der nach oben offenen Skala. Herzliche Gratulation!

Plötzlich Profi

Val der Ama am Dienstag, den 11. Juli 2017 um 6:00 Uhr

Joel Grodowski wechselt von PSV Bork zum englischen Drittligisten Bradford City.

PSV Bork? Gut, wir helfen kurz weiter: Der Verein spielt in der neunten Liga, also in der Kreisliga A2 Unna/Hamm in Westfalen und für eben diesem Verein hat der 19-Jährige in der vergangenen Saison in 32 Ligaspielen 53 Mal getroffen.

Selbstverständlich ist sein Talent auch den Scouts von Borussia Dortmund aufgefallen, schliesslich spielt der Bundesligist nur gerade 25 Kilometer südlich von Bork. Ein Vertrag war im April bereits so gut wie ausgehandelt, doch dann erst der Medizincheck und darauf die schlechte Nachricht. Bei der Untersuchung wurde eine Verengung des Spinalkanals in der Wirbelsäule festgestellt. Für den BVB bedeutete das ein zu grosses Risiko und also verzichtete man auf die Verpflichtung des talentierten Stürmers.

Der Bradford City A.F.C. sieht das ein wenig anders. Das freut auch den Vater, der seinen Sohn bislang als Trainer betreute. Was kann er denn so, der Filius, Herr Grodowski? “Er ist beidfüssig, rattenschnell, und ein Kopfballspiel hat er inzwischen auch bekommen”. Das reicht für England.

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum: Heute Europapokal

Briger am Montag, den 10. Juli 2017 um 13:00 Uhr

Diesen Freitag werden die Drittrunden-Partien der Champions- und Europa-League-Qualifikation ausgelost.

Neben den berühmten Berner Young Boys werden auch der FC Sion und unter Umständen der FC Luzern am Freitag den nächsten Europapokalgegner zugelost erhalten. Während Sion gesetzt sein wird und auf viele Mannschaften treffen kann, wobei mit Dinamo Bukarest, CSU Craiova und Arka Gdynia erst drei mögliche Gegner definitiv feststehen, sieht es bei den Young Boys doch schon viel klarer aus.

Die Berner treffen entweder auf Ajax Amsterdam, Club Brügge, Dynamo Kiew, Viktoria Plzen oder ZSKA Moskau. Gewinnen die Young Boys spielen sie in der nächsten Saison mindestens in der Euorpa League und haben in der vierten Quali-Runde sogar noch die Chance auf die Champions League. Verlieren die Young Boys, gibt es mindestens noch zwei Playoff-Spiele für die EL Gruppenphase. Tickets gibt’s noch bis am 14. Juli online in der Spezialaktion zwei für eins, egal wer der Gegner sein wird. Jahreskartenbesitzer profitieren von zusätzlichen 20% Rabatt auf Ihren Plätzen. Greifen Sie zu, aber jetzt beantworten Sie noch unsere Frage:

Welchen Gegner wünschen den Sie sich für die Young Boys, liebe Leserinnen und Leser und wieso? Teilen Sie es uns in einem Kommentar mit.

Eine Fahne für Fener

Rrr am Montag, den 10. Juli 2017 um 6:01 Uhr

Das historische Bild zum Wochenstart.

April 1996: Graeme Souness, Trainer von Galatasaray Istanbul, rammt eine Fahne seines Klubs in den Rasen von Erzrivale Fenerbahce.

Die Szene sorgte in Istanbul für wochenlange Randale zwischen Fans der beiden Klubs. “Es war das Verrückteste, was ich in meinem ganzen Leben getan habe”, erinnerte sich Souness kürzlich. “Ich war froh, dass ich das Stadion dank der Polizei lebend verlassen konnte.”

Galatasaray hatte den türkischen Cup im Stadion des Erzrivalen für sich entschieden. Souness: “Nach dem Schlusspfiff drückte mir jemand diese riesige Fahne in die Hand. Ich wollte sie eigentlich weitergeben, doch plötzlich sah ich den Fenerbahce-Sportdirektor. Der hatte mich einige Monate vorher in den Medien als Krüppel bezeichnet, wegen meiner Herzoperation. Das habe ihm nie vergessen. Als ich die Fahne in der Hand hatte, überlegte ich nicht lange, spurtete in die Mitte des Feldes und – der Rest ist ja bekannt.

Er habe niemanden in seiner Würde verletzen wollen, beteuert Souness heute. “Natürlich empfinde ich es als niveaulos, wenn ich darauf zurückblicke. Jedoch kann man die Zeit nicht zurückdrehen.” Für Galatasaray-Fans ist der Schotte bis heute ein Held, für Fener-Fans das Feindbild Nummer eins.

Tückisches Terrain

Rrr am Sonntag, den 9. Juli 2017 um 18:00 Uhr

Sonne, Samba, Strand. Das ist Brasilien!

Wir schalten um nach Queimados im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro. Das Heimteam trifft auf den Serra Macaense Futebol Clube.

Serra Macaense gewann 4:2. Die Gastgeber bleiben damit sieglos seit dem 12. Juni. Also am 12. Juni 2016, um genau zu sein.

Bonusneid und Malusleid

Rrr am Sonntag, den 9. Juli 2017 um 12:00 Uhr

Endlich wissenschaftlich nachgewiesen: Der Basel-Bonus. 

Ein Forscherteam der RL University untersuchte alle 180 Spiele der letzten Super-League-Saison. “Wir registrierten alle Karten, die von den Referees gezückt wurden, und gewichteten sie nach Schwere: Gelb, gelbrot, rot. Dazu kamen weiche Kriterien, zum Beispiel, wie schleimig die Schiedsrichter von Klub-Offiziellen und Zuschauern behandelt wurden. Dabei stützten wir uns auf die offiziellen Schiedsrichterrapporte.

Aus dem Zahlenmaterial erstellten wir mit Hilfe des Softwareprogramms “Excel” eine Tabelle. Faustregel: Je öfter eine Mannschaft von Übergriffen der Schiedsrichter verschont wurde, desto tiefer ihre Punktebelastung. Das Resultat ist eindeutig. 

“Der Verdacht hat sich also erhärtet”, fasst der Studienleiter Herr Rrr zusammen. “Bei Basler Spielern zücken die Referees viel seltener eine Karte als bei allen anderen Spielern. Warum das ausgerechnet beim finanzstarken und einflussreichen Liga-Krösus so ist, wissen wir nicht.”

Überdurchschnittlich gut weg kommen auch Thun und Luzern. Hier spielt vermutlich der Mitleidsfaktor die entscheidende Rolle. Danach folgt das Mittelfeld mit den ganz normalen Punktzahlen, wie sie eigentlich alle Teams ausweisen sollten – denn auf die Länge der Saison gleicht sich alles aus, das weiss jeder Fachmann. 

Am Ende der Tabelle: Die Berner Young Boys. Keine andere Mannschaft wird so oft von individuellen Bestrafungen heimgesucht wie YB. “Wir Experten sprechen vom sogenannten  YB-Malus”, sagt Herr Rrr.

Nichtsdestotrotz warnt der Studienleiter vor billiger Polemik. “Wir müssen die Zahlen zuerst vertieft analysieren und die Erkenntnisse konkretisieren. Aber wahrscheinlich wäre es schon gut, wenn auch die  Young Boys mal den einen oder anderen Schiedsrichter kaufen. “

Tottoo

Val der Ama am Sonntag, den 9. Juli 2017 um 5:56 Uhr

Herr Lars L gewinnt mit einem schönen Wortspiel.

Hach, wie zahlreich und farbenfroh die Körperbemahlungen in den Badis allenthalben. Ob auch Herr Lars L derart verziert ist, wissen wir nicht, aber auch egal.

Weniger egal jedoch, dass Sie, lieber Lars L, zu Ihrem verdienten Preis kommen. Schicken Sie deshalb bitte eine Mail und melden Sie, was Sie aus unserer Schatztruhe begehren.

Wir danken allen Lesenden für’s Mitmachen und wünschen vielen von Ihnen einen schönen Sonntag.

BuLiMie im Pay-TV

Dr. Rüdisühli am Samstag, den 8. Juli 2017 um 12:00 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage: 

Werter Dr. Rüdisühli, ich bin verzweifelt! Seit Jahren verfolge ich die Bundesliga auf Teleclub. Jetzt lese ich in der Zeitung, dass die ein Grossteil der Bundesliga-Spiele künftig ausschliesslich auf dem neuen Pay-TV-Sender MySports gezeigt werden. Heisst das, dass ich von Swisscom TV zu UPC wechseln muss? UAWg, F. G, A.

Lieber Fritz, ganz so einfach ist es nicht. Swisscom TV müssen Sie behalten, damit Sie für 42 Franken den Teleclub mit sämtlichen Spielen der Super League und der Champions League abonnieren können. Weiterhin nötig sind auch die 12.90 Franken für den Streamingdienst DAZN, der Ihnen Zugang unter anderem zu England und Spanien verschafft. 

Neu brauchen Sie nun für die Bundesliga ein UPC-Grundabo für 89 Franken. Dazu kommen die Kosten für MySports. Der Preis steht noch nicht fest, Branchenkenner rechnen mit 25 bis 30 Franken monatlich. 

Insgesamt verteuern sich Ihre Lebenshaltungskosten als Fussball-Junkie um etwa 120 Franken pro Monat bzw 1440 pro Jahr. Hand aufs Herz: Wenn Sie nicht über unendliche Finanzressourcen verfügen, müssen Sie nun langsam über geeignete Einsparungen bei anderen Budgetposten nachdenken.

Wenn Sie beispielsweise in eine etwas kleinere Wohnung umziehen, sinken sofort die Mietkosten. Im Prinzip brauchen Sie ja sowieso nur eine Küche mit Kühlschrank, ein Bad und ein abdunkelbares Fernsehzimmer. Wenn Sie nicht umziehen wollen, können Sie zum Beispiel Ihren Hund verkaufen – auch dann haben Sie das Geld locker wieder drin. Zumal Sie mit dem sensationellen neuen TV-Angebot sowieso keine Zeit mehr für Spaziergänge haben. Eine Freundin brauchen Sie übrigens auch nicht mehr, Sie leben ja künftig in einer festen Fernseherbeziehung mit Steffi Buchli. Alles Gute und freundliche Grüsse, Ihr Dr. Rüdisühli  

653. Caption Competition

Val der Ama am Freitag, den 7. Juli 2017 um 13:00 Uhr

Es ist Freitag, Sie sind dran.

Salve. Sie wissen ja: Immer am Freitag mag die Redaktion eigentlich überhaupt nicht mehr und also muss halt die Leserschaft ans Werk. Heute wollen Sie also bitte zu unserem Bild oben einen Untertitel finden und diesen dann als Kommentar unten hinschreiben.

Tun Sie dies bis morgen Samstag um 20:00 Uhr und gewinnen Sie dann eventuell eine schöne Gabe aus unserer Schatztruhe. Alles Gute.

Courtois, Mairesse, Duhart & Co.

Herr Maldini am Freitag, den 7. Juli 2017 um 5:41 Uhr

Wir reisen 80 Jahre zurück.

Was viele nicht wissen: Bereits Herr Rrr sammelte Bildchen seiner Fussballhelden, um diese dann in sein Album hineinzukleben. Nur hiessen diese damals nicht Panini-Bildli, sondern beispielsweise Nestlé-Bildli. Jeder Tafel Schokolade lag ein Bildchen bei, aber das wissen Sie ja bereits.

Das Kapitel “Fussball” in der Ausgabe 1936/37 war grossen französischen Fussballern gewidmet. Nachfolgend erfahren Sie, weshalb die französische Rasse im Fussball brillieren musste, aber auch, weshalb sie international noch nicht die Nummer eins war (ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert das visuelle Erlebnis). So viel sei verraten: L’ésprit, liebe Leserinnen und Leser, l’ésprit!

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