Täuschende Tatsachen

Val der Ama am Montag, den 12. Juni 2017 um 6:10 Uhr

Statistik erklärt fast alles.

Was für eine Geschichte: Die Schweiz konnte am Freitag gegen die Färöer den sechsten Sieg im sechsten Spiel holen und hat damit ausgezeichnete Chancen auf den zweiten Platz in der Qualigruppe B.

Kein Wunder dieser Sieg, sagen Sie jetzt wahrscheinlich. Schliesslich hat der Kommentierer regelmässig darauf hingewiesen, dass die Schweizer besser spielen und die Statistik, die bestätigt das sogar: 22:3 Torschüsse, 70% Ballbesitz, 729:258 Pässe, und in Sachen angekommene Zuspiele stand es am Ende 646:191. Ergo also ein Sieg für Petkovics Mannen.

Ah, aber dann war da noch das Spiel Andorra-Ungarn. Dort konnte die Heimmannschaft zum ersten Mal seit 2004 oder auch 67 Partien wieder einmal ein Qualifikationsspiel gewinnen. Wollen wir da auch schnell einen Blick auf die Matchstatistik werfen? Also, gern:

Verlockendes Angebot

Briger am Sonntag, den 11. Juni 2017 um 13:00 Uhr

BREAKING NEWS: England ist WELTMEISTER!

Zlatan Ibrahimovic muss bei Man Utd gehen.

Ibra muss nach einer Saison in Manchester gehen, da José Mourinho gerne Alvaro Morata verpflichten möchten und da ist ein 35-jähriger mit kaputtem Knie eben nicht mehr die erste Wahl.

Sorgen, dass seine Karriere vorbei sein könnte, muss sich der Schwede aber nicht, wie sein Berater Mino Raiola versichert: „Viele Klubs haben wegen Zlatan angefragt. Er kann noch zwei weitere Jahre spielen und wird in Europa bleiben, zu 100 Prozent.“

Eine erste Spontanbewerbung traf bereits bei Zlatan ein:

«Nein, Joe, bei diesem Verein machen wir keine Unentschieden.»

Herr Shearer am Sonntag, den 11. Juni 2017 um 5:51 Uhr

Von wegen. Schottland – England endete trotzdem mit 2:2.

Es war ein Unentschieden von der spektakuläreren Sorte, wie Sie hier nachschauen können. Die Jury kürt Herrn Natischers Beitrag trotzdem zum Sieger in der 649. Caption Competition. Herzliche Gratulation! Bitte wählen Sie umgehend einen Preis Ihrer Wahl aus und melden Sie sich bei uns.

So, und jetzt antreten zum Exerzieren!

Noch mehr Tabellen

Harvest am Samstag, den 10. Juni 2017 um 13:40 Uhr

Lugano hat es mit negativem Torverhältnis auf den dritten Platz in der heimischen Super League geschafft. Mit negativem Torverhältnis! Die haben also mehr Tore erhalten als selber erzielt. Ist das normal oder ist die Super League einfach eine komische Liga?

Nun, das Runde Leder hat keine Kosten und Mühen gescheut und sich neunzehn der zwanzig “besten” europäischen Ligen angeschaut (Serbien wurde seines Systems wegen nicht berücksichtigt) und in farbigen Tabellen aufbereitet.

In der Schweiz konnten nur drei Teams mehr Tore erzielen als sie erhielten. Zusammen mit der Ukraine liegt die Super League damit am Ende der Tabelle, zumindest absolut. Denn in der ukrainischen Liga spielen zwei Clubs mehr mit, was zu einem Anteil von nur einem Viertel mit positivem Torverhältnis führt. Auch Dänemark hat einen noch kleineren Anteil. Belgien beherbergt die einzige Meisterschaft, in der mehr als die Hälfte aller Clubs weniger Tore erhalten als sie selber schiessen. Ob das nun attraktiver ist? Keine Ahnung, die Interpretation wird dem Leser überlassen.

Ist es denn aber speziell, dass Lugano auf dem dritten Platz landen konnte? Wahrscheinlich etwas, ja. Lugano liess 70% der Clubs hinter sich, nur in Dänemark konnte ein negatives Torverhältnis relativ weiter vorne landen (SönderjyskE wurde 4. und liess damit ca. 71% der Konkurrenz hinter sich).
Am schlechtesten platziert mit positivem Torverhältnis waren Standard Lüttich in Belgien und FC Slovan Liberec in Tschechien, beide wurden 9. von 16 Clubs (damit liessen sie ca. 44% der anderen Teams hinter sich).

In den meisten Ligen (11 von 19) ist übrigens die Welt noch in Ordnung insofern, dass sich alle positiven Torverhältnisse vor allen negativen befinden. Bravo!

*** SCHNAPSCHAT *** Färöer-Schweiz 0:2

Dr. Rüdisühli am Freitag, den 9. Juni 2017 um 19:40 Uhr

Schnapschat2_Logo_480Kein Antrieb, die gute Stube zu verlassen? Keine Freunde, die mit Ihnen Fussball schauen wollen? Dann ist der Rundes Leder-Schnapschat Ihre Heimat im Netz! 

Trinken Sie sich mit uns die WM-Quali schön. Wir tickern Ihnen das Spiel, Sie geben Ihren Senf in den Kommentaren dazu.

Heutiger Tagesschnaps: Gebrannter Papageientaucher.

Am Tresen: Wirrkopf Walter.

 “Heute gönnen wir uns eine Spezialität von den Färöer Inseln. Natürlich wurde der Schnaps nicht mit Papageientauchern gebrannt, vielmehr handelt es sich um ein Wässerchen, das die Einheimischen gerne trinken, wenn ihnen die gefüllten Papageientaucher schwer aufliegen. Sie nehmen auch ein Glas? Wohl bekomms.

Nun aber zum Färöerfussi. Der Anpfiff erfolgt, wenn alles klappt, um 20.45 Uhr. Bis gleich!”

649. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 9. Juni 2017 um 13:00 Uhr

Auf in den Untertitelkampf!

In unserer 649. Ausgabe lassen Sie sich diesmal bitte einen Untertitel zu dieser Aufnahme einfallen, welche Englands Nationalteam bei seiner Vorbereitung der kommenden Aufgabe zeigt. Zeit dazu haben Sie bis morgen Samstag um 20:00 Uhr, die Jury verkündet ihr Urteil am Sonntagmorgen. Zu gewinnen gibt es wiederum einen Preis nach Wahl aus unserer Schatztruhe. Ausführen!

Ach ja, fast hätten wir es vergessen: auch heute und morgen können Sie im Kino Rex interessanten Filmvorstellungen beiwohnen!

Systemtheorie

Val der Ama am Freitag, den 9. Juni 2017 um 6:00 Uhr

Der Rundes Leder Saisonrückblick. Heute mit Margrith Rüegsegger-Wüthrich.

Am Pfingstmontag hatte ich mal wieder Besuch von Hildi. Es ist eine alte Tradition, dass Hildi vor dem Besuch beim Sprüngli am Bahnhof vorbeischaut, um ein paar Luxemburgerli zu kaufen. Wir haben es uns am Stubentisch bequem gemacht, Milchkaffee getrunken, die kleinen Süssigkeiten schön auf einem Teller angerichtet. Plötzlich ist mir dann etwas aufgefallen.
„Schau mal, Hildi“, sagte ich, „du hast die Luxemburgerli in einem 4-4-2 aufgestellt. Das ist die Taktik, mit der Adi Hütter meist spielen lässt!“

“Aber Margrit, das ist…”

„Nein, schau, es passt! YB agierte in der vergangenen Saison meist in einem 4-4-2, mit hochangreifenden Flügelspielern und eher defensiv ausgerichteten zentralen Mittelfeldspielern. Wahre Experten nennen das System auch 4-2-2-2. Je nach Konstellation der Doppelspitze, hat sich jeweils ein Stürmer leicht zurückfallen lassen. Nicht selten war dies Hoarau, der einerseits für die Weiterleitung der langen Bälle (v.a. per Kopf nach Abstössen) zuständig war, andererseits auch als „Wandspieler“ für Doppelpässe und „Bälle-Ablegen in die Tiefe“.

„Hoarau, das ist der Mann, der so schön singt, oder?“

„Ja. Und er ist für YB unglaublich wichtig. Spielt Hoarau, agieren oftmals alle anderen Offensiv-Akteure eine Klasse stärker und selbstbewusster – und auch in der Defensive verrichtet der kopfballstarke Turm wichtige Dienste. Allerdings sind all diese Stärken und Vorteile gleichzeitig ein grosses YB-Handicap: In Spielen ohne Hoarau fehlt den Bernern das geniale oder zumindest das hochklassige Element.“

„Und jetzt ist er auch noch verletzt, habe ich gehört“

„Leider. Es ist für die Berner ein grosses Problem, auch in den Spielen ohne Hoarau genügend Torgefahr zu entwickeln. Gerade bei sehr tiefstehenden Gegnern fehlen da oft die Ideen und das Angriffsprinzip gleicht einem Handballspiel: 6-7 YB-Spieler behaupten den Ball 20 Meter vor dem Tor zwar geschickt und technisch ansprechend, doch es fehlen zündende Ideen und überraschende Rhythmuswechsel, um den massierten Abwehrriegel zu durchbrechen. Zusätzlich fehlt es im Mittelfeldzentrum an abschlussstarken Distanzschützen. Bertone hätte einen vernünftigen Schuss, wirkt aber manchmal überhastet.”

„Was würdest du denn anders machen, Margrit?“

„Ich würde häufiger das kompromisslose Pressing, wie zu Beginn der Hütter-Zeit praktizieren. Andererseits sollte YB unbedingt am Abwehrverhalten arbeiten: Das Umschaltspiel der hoch stehenden Aussenverteidiger Mbabu/Lecjaks/Benito in Zusammenarbeit mit den Vorderleuten Ravet/Sulejmani/Schick ist oft noch ungenügend, auch wenn es im letzten Saisondrittel besser lief. Zudem sollte sich YB das 3-4-1-2 (oder 3-4-3) als Option warm halten. Die beiden Spiele zum Saisonschluss verliefen ansprechend. Besonders auf den laufintensiven Aussenbahnen ist YB für dieses System hervorragend aufgestellt. Die Zuteilung in der Innenverteidigung bleibt indes verbesserungswürdig und auch aus dem Offensiv-Verhalten der drei Angreifer kann noch mehr herausgeholt werden.“

„Und wann wird YB Meister?“

„Bald, Hildi, bald.“

Begehrte Brands

Herr Shearer am Donnerstag, den 8. Juni 2017 um 13:00 Uhr

Juhui, das alljährliche Ranking der beliebtesten Marken ist da!

Die Firma Brandfinance untersucht regelmässig ganze Branchen auf ihre Wertigkeit. Sicher haben Sie schon einmal von dieser Hitparade gelesen, wo es darin um den monetären Wert von Markennamen geht. Das ist auch von denen. Und jetzt haben die sich den Fussball etwas näher angeschaut, weil da kann man ja auch dick Kohle einfahren. Touristen zahlen gerne astronomische Preise, um zum Beispiel in “Theatre Of Dreams” genannten Arenen mit 50’000 anderen Touristen zusammen 22 Männern beim Ballnachjagen zuzugucken. Danach kaufen sie dann noch den Fanshop leer und wenn sie zurück daheim sind, überweisen sie Pay-TV-Kanälen horrende Summen, um ihre Lieblinge auch noch jedes Wochenende in der Glotze zu schauen. All das zusammen sorgt dafür, dass aus Fussballvereinen globale Marken werden. Ganz dick freuen dürfen sich darob und also über den Wert ihres “Brands” die Besitzer von Manchester United (1’733’000’000 Dollar! AAA+!) oder Real Madrid (1’419’000’000 Dollar! AAA+!). Und auch die Bayern aus München natürlich, zwar nur AAA und ohne Plus, welche Sie hier gerade bei der Eröffnung ihrer China-Niederlassung sehen.

Interessant, aber nicht unbedingt überraschend: 45,7 Prozent des Wertes der  Top 50 entfallen auf Teams aus England und Wales, darauf folgen Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich. Der Rest macht dann noch 0,3 Prozent aus. Ihre Lieblingsmannschaft spielt in der Schweizer Liga und hat ergo keine Chance, im Konzert der Superreichen und Superwertvollen mitzuspielen? Sie liebäugeln damit, sich eine Zweitmannschaft zuzulegen? Dann gibt Ihnen der vollständige Report umfassende Hilfestellung bei der Auswahl. Unser Geheimtipp ist übrigens Newcastle United. Der sympathische Klub, welcher nach einem Betriebsunfall die letzte Saison Ferien von der Premier League hatte und glatt wieder aufgestiegen ist, ist der Klub mit dem grössten Wertzuwachs.

Auf alle Fälle empfehlen wir Ihnen, sich den ganzen Bericht farbig auszudrucken und in den tollen Tabellen und Diagrammen zu schwelgen.

Achtung Alkohol

Val der Ama am Donnerstag, den 8. Juni 2017 um 6:00 Uhr

Der Rundes Leder Saisonrückblick. Heute mit Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti.
“Sie haben die Geschichte sicherlich gehört: Am Sonntag hat sich beim Spiel Levski Sofia gegen FC Vereya eine bedenkliche Begebenheit zugetragen. Ivan Bandalovski, ein Spieler des Gastteams hat noch in der ersten Halbzeit ein Bier, und damit ein alkoholisches Getränk zu sich genommen hat, um dann in der zweiten Halbzeit doch tatsächlich den Ausgleich zu erzielen.

Ich habe in dieser Sache mit einem mir gut bekannten Psychotherapeuten und Psychosomatiker sprechen können und der gab sofort Entwarnung. Gängige Empfehlungen für Alkoholgenuss ohne gesundheitliches Risiko liegen bei 10 g Alkohol für Frauen und immerhin 20 g für Männer (das sind ca. 0.3 l Bier) pro Tag. Die Gesundheit des Spielers Bandalovski war also während des Spiels nicht gefährdet. Generell ist aber vom täglichen Alkoholgenuss bei Sportlern abzuraten.

Und hier sind wir bereits beim Saisonrückblick und damit auch bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser und insbesondere liebe Redaktion. Wohlwissend, dass viele von ihnen viel zu viel Alkohol konsumieren, kurz ein paar Facts. Ihr übermässiger Alkoholkonsum bringt Hormonhaushalt und Stoffwechsel und somit eigentlich alle Prozesse im Körper massiv durcheinander. Darunter leiden Schlaf, Regeneration, Fettabbau und Muskelwachstum gleichermassen. Deshalb schauen viele von ihnen nicht so gut aus, wie ich.

Wenn Sie trotzdem meinen, nicht auf Alkohol verzichten zu können, sollten sie den Konsum möglichst gering halten und energieärmere Sorten wählen (Leichtbier, Panaché, Schorle) sowie darauf achten, dass Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt halbwegs ausgeglichen bleiben, indem sie mindestens genauso viel Wasser trinken. Andererseits, und hier kommt die gute Nachricht, spielt das alles bei ihnen wahrscheinlich eh keine Rolle mehr.

In diesem Sinn Prost und hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti”

Toller Triumph

Dr. Rüdisühli am Mittwoch, den 7. Juni 2017 um 18:00 Uhr

Herr 24 ist der neue Rundesledertotogott!

In der 36. und allerletzten Runde der Super League sicherte er sich den Saisonsieg im traditionsreichen Toto des Runden Leders. Nach 35 Runden lag er noch hinter Herrn Theo68, dem es am Schluss nur zum tragischen zweiten Rang reichte. Mit der Bronzemedaille zufriedengeben musste sich der beliebte RL-Redakteur Herr Maldini. Das gesamte Klassement finden Sie im Internet.

Unser Funkbild zeigt Herr 24 beim offiziellen Siegerapero auf der RL-Redaktion. “Ich widme diesen Erfolg Yuya Kubo und Emmanuel Mayuka”, sagte Herr 24, ehe er mehrmals von seinen Gefühlen überwältigt wurde. “Aber natürlich auch Marc Schneider, Sven Lüscher, Yao Aziawonou, Sandro Burki, Nicolas Kehrli und Eseosa Patrick”, sagte er unter Tränen. “Vor allem aber Kasim Nuhu!”

Die Redaktion des Runden Leders hat mit 7:0 Stimmen beschlossen, Herrn 24 in den Ritterstand zu erheben und zum *****-Leser zu ernennen. Zusätzlich gewinnt er natürlich den seinerzeit angekündigten attraktiven Fleischpreis.

Das RL-Toto 2017/18 wird am Dienstag, 18. Juli, im Fachforum Ihres Herzens lanciert.

Die andere Seite des Fussballs

Harvest am Mittwoch, den 7. Juni 2017 um 13:00 Uhr

Fussball ist Geld, Macht, Korruption, Betrug, Rassismus, younameit. Doch nicht nur.

Die 2012 in Belgien gegründete Non-Profit-Organisation “A world of football” will auf die andere, die gute Seite von Fussball aufmerksam machen und erstellt dafür Dokumentarfilme von verschiedenen Projekten auf der ganzen Welt. Es handelt sich dabei um Projekte, die Fussball nutzen, um zum Beispiel Grenzen zu überwinden oder Integration zu fördern.
Die Gründer sind überzeugt, dass Fussball wirklich völkerverbindend und friedensfördernd wirken kann. So richtig und nicht nur in einem netten Papier einiger geldgieriger Funktionäre.

So eine Initiative erhält natürlich erst richtig Schwung, wenn sich auch eine berühmte Persönlichkeit als Botschafter zur Verfügung stellt. In diesem speziellen Fall wäre ein Fussballer von gewissem Format der Jackpot. Früher machte das Mats Wilmots und seit 2016 ein gewisser Christian Benteke. Im Video ist das Feuer für “A world of football” nicht zu übersehen.

Erfreuliche Episode

Val der Ama am Mittwoch, den 7. Juni 2017 um 6:00 Uhr

Der Rundes Leder Saisonrückblick. Heute mit Kevin Grossenbacher.

“Liebe Leser*innen,
Der Moment, wenn man merkt, dass das Leben so viel bietet. Ich bin derzeit ganzheitlich relaxt und das, weil ich mit einer radikalen Abkehr von materialistischen Werten meine Selbstheilung, meine Spiritualität geweckt habe. Ich lebe im Jetzt und bin mit grosser Bewusstheit im Moment. Ich gebe zu, dass viele meiner Freunde im Vergleich zu mir konsequenter sind, was vegane Ernährung oder die Nähe zur Natur betrifft. Ich lebe aber bewusst und ganzheitlich in der Stadt. Ab und zu lade ich Frauen und Männer unserer Clean-Eating-Community ein, mit mir zu meditieren. Und wenn mir danach ist, treffe ich mich auf einen Drink im Löscher oder gehe bis in die Morgenstunden tanzen. Im Einklang mit meiner selbst.

Wenn ich gefragt werde, was mein Saisonhöhepunkt war, dann fällt mir die Antwort leicht: Die Fans des BSC Young Boys. Ich war im September live mit dabei, als YB in der Europa League gegen Olympiakos Piräus spielte. Es war zu der Zeit, als der Basler Urs Siegenthaler die Regentschaft übernommen und viele gute Menschen entlassen hatte. Trotz der Niederlage war das Spiel aber ein voller Erfolg. Für die Basis, das Kollektiv! Hier haben die Fans gezeigt, was “Fight The Power” eigentlich heisst, und sie haben bewiesen, dass Widerstand von unten das System stürzen kann. Die Ostkurve verzichtete auf organisierten Support, sorgte aber für viel schwarzen Rauch. “Hou ab”, stand auf den Transparenten in der Fankurve, “Sigi, raus”, war immer wieder zu hören. Und tatsächlich: Am nächsten Tag war Urs Siegenthaler weg.

Mit ihrem Engagement und Mut haben die Fans des BSC Young Boys eindrücklich sowie lautstark gezeigt, dass es in Bern keinen Platz für rückwärtsgewandte Ideologien hat. Ein beeindruckendes Manifest für die Solidarität im Kampf gegen patriarchale wie auch jegliche andere Unterdrückungsmechanismen ist. Für eine herrschaftsfreie, gewaltlose Welt!

Ich erinnere mich an diese Episode und es ist, wie wenn ich mich mit Rosenquarz und Bergkristallen umgebe oder wenn nach einem Besuch unsere WG mit weissem Salbei ausräuchere – ein gutes Gefühl.

See you, Leute, ich muss noch schnell vor Ladenschluss mein neues Macbook bei Digitec abholen.”

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