Unbequeme Botschaften

Rrr am Montag, den 20. März 2017 um 5:52 Uhr

Der Trainer muss weg! Nur: Wie sagt man ihm das?

In Bern ist es einfach: Wenn das Runde Leder die Trainerfrage stellt, ist der YB-Trainer in der Regel innert 10 Tagen weg.

Andere Länder, andere Sitten: In Spanien  schwenken die Zuschauer weisse Taschentücher, wenn sie das Gekicke ihrer Lieblinge missbilligen. Die Zeche zahlt dann meist der Trainer.

Der Brauch mit den Taschentüchern kommt vom Stierkampf und heisst “Pañolada”. Das Bernabeu entlässt so die Übungsleiter, das Camp Nou ebenso, und mittlerweile wird der Brauch auch in Italien praktiziert.

Wieder anders ist es in England. Dort haben Fans schon des öftern Kleinflugzeuge gemietet, die während dem Spiel über das Stadion flogen und auf einem Banner den Kopf des Trainers forderten. Am Samstag war es wieder so weit: Arsenal-Fans hatten 2500 Pfund für ein Anti-Wenger-Banner gesammelt. Und so flog dieses Flugzeug während des Spiels über das Stadion von West Bromwich Albion.

Wenger-Befürworter hatten allerdings Wind von der Aktion bekommen. Kurze Zeit später war ein Flugzeug mit diesem Banner zu sehen:

Arsenal verlor das Spiel 1:3. Wenger sagte nach dem Spiel: “Ich weiss, was ich tun werde, und bald werden es auch alle wissen. Sehr bald.” Der Franzose ist seit 21 Jahren Arsenal-Trainer.

Doppelschlag im Tessin

Rrr am Sonntag, den 19. März 2017 um 15:36 Uhr

YB schlägt Lugano in 121 Sekunden.

Die Young Boys hatten das Spiel im frühlingshaften Tessin (23 Grad warm) stets im Griff, mussten sich aber lange gedulden, bis endlich der Führungstreffer fiel. Nach 71 Minuten 12 Sekunden war es so weit, als Joss flanken und Sulejmani unbedrängt einköpfen konnte:

Nach dem Führungstreffer suchten die Berner mit Vehemenz das zweite Tor – das sie nach 73 Minuten 13 Sekunden  auch schossen. Sulejmani und Mbabu kombinierten sich auf der rechten Seite durch, Hoarau vollendete das Werk.

Damit ist der erste YB-Saisonsieg gegen Lugano unter Dach – die Young Boys haben nun jede Mannschaft der Super League mindestens einmal geschlagen. Den Vorsprung auf Sion und Luzern haben die Gelbschwarzen an diesem Wochenende auf 10 bzw 12 Punkte ausgebaut, nach der Länderspielpause geht es am 2. April weiter mit dem Heimspiel gegen Vaduz.

Für Hartgesottene gibts …

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Punkt für Punkt

Rrr am Sonntag, den 19. März 2017 um 11:31 Uhr

Wie immer am Sonntagmittag: Rundes Leder Psychoblog.

Heutige Frage: Was sehen Sie hier?

• Ich sehe 81 graue Punkte auf einem stilisierten Fussballfeld.
• Ah, genau, es hat so graue Punkte! Zuerst sind mir nur die drei schwarzen aufgefallen.
• Rudelbildung auf Kunstrasen?
• Dalmatiner gefallen mir besser, sie sind graphisch konsequenter.
• Warum ist das Fussballfeld weiss und nicht grün? Bin ich plötzlich farbenblind?
• Die 81 Ballkontakte von Real Madrids Abräumer Casemiro gestern in Bilbao.
• Das hat ales nichts zu bedeuten, es ist Kunst.
• Das Ganze ist etwas linkslastig.

(Zutreffende Antworten ankreuzen, mehrere Nennungen möglich. Den ganzen Beitrag ausdrucken und an die RL-Redaktion schicken. – Die Auflösung nach dem Klick.)

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Down by Law

Herr Shearer am Sonntag, den 19. März 2017 um 6:00 Uhr

Frau Nadisna gewinnt die 637. Caption Competition.

Und das auf ganz gewitzte Weise: sie hat mit ihrem Untertitel-Vorschlag eiskalt die unbestechliche Jury überzeugt. Herzliche Gratulation, liebe Frau Nadina. Bitte wählen Sie einen Preis aus unserer Schatztruhe aus und melden Sie sich postialisch bei uns.

So, wir fühlen es ganz deutlich: Sie wollen jetzt unbedingt einen Ausschnitt aus  Jim Jarmuschs Down by Law schauen. Bitteschön!

Neulich in Turin

Rrr am Samstag, den 18. März 2017 um 12:00 Uhr

Ein Porto-Fan wagt sich nach Spielschluss in den Juve-Sektor.

Sein Team ist soeben aus der Champions League ausgeschieden. Was will der Typ beim Gegner? Sucht er Ärger? Nein, er findet Liebe!

Juves Schweizer Verteidiger Stephan Lichtsteiner suchte im Hinspiel vermutlich auch Liebe, fand aber den Fuss von Hector Herrera. Porto stellte darauf ein Bild des malträtierten (und mit 17 Stichen zusammengenähten) Körperteils ins Internet.

Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung vor dem Rückspiel – umso bemerkenswerter daher die Fan-Szene am Schluss des Spiels. Wenn Sie jetzt nicht eine Träne im Auge verdrücken müssen, wann dann? Eben.

637. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 17. März 2017 um 13:00 Uhr

Und schon wieder können Sie etwas gewinnen!

Sie müssen dafür nicht einmal besonders schnell sein. Aber dafür gut! Lassen Sie sich zu unserem Bild einen passenden Untertitel einfallen und posten Sie diesen in der Kommentarspalte. Sie haben Zeit bis morgen Samstag um 20:00 Uhr. Die Jury gibt ihr gnadenloses Verdikt am Sonntagmorgen bekannt, zu gewinnen gibt es wie immer einen Preis nach Wahl aus unserer Schatztruhe.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei dieser Aufgabe!

 

Jamie Vardy

Harvest am Freitag, den 17. März 2017 um 7:07 Uhr

Herr Globi erkennt den englischen Fussballer des Jahres 2016 und erhält ein wunderbares Buch.

Jamie Vardy spielt für Leicester City und wurde 2016 sensationell Englischer Meister. Leicester ist übrigens auch der einzige Club der Insel, der noch in der Champions League mittut.

Bei der Formel handelte es sich um die Berechnung der Varianz, für Näheres fragen Sie den Statistiker Ihres Vertrauens oder ergoogeln sich das Wissen. Als sehr kompetent hat sich aber auch Herr Globi erwiesen.

Herr Globi sendet bitte seine Koordinaten an harvestbodenstrichrlatgmxpunktch und alle andern gehen nun wieder zur Arbeit und tun so, als ob nichts geschehen wäre.

Lexu Frei

Harvest am Freitag, den 17. März 2017 um 6:15 Uhr

Willkommen zur Frage der Woche.

Heute gewinnen Sie ein Buch, an dem kein Fussballfan vorbei kommt. „Alex Frei – König des Strafraums“ ist ein Buch über den sympathischen Schweizer Torjäger, in dem Sie alles Wichtige über ihn erfahren können, zumindest behauptet das der Verlag:
„Auf dem Weg zum Gipfel musste er manche Enttäuschung verkraften. Er rieb sich an seinen Trainern, sass im Ausland zunächst auf der Ersatzbank und wurde an grossen EMund WM-Endrunden von Verletzungen zurückgeworfen. Wer ist Alex Frei? Was treibt ihn an – und welches Netzwerk steht hinter dem brillanten Torjäger, der die Rückennummer 13 als Glückszahl begreift?“

Nun gut, dafür müssen Sie nur das heutige Rätsel lösen:

Viel Spass.

Markanter Meilenstein

Rrr am Donnerstag, den 16. März 2017 um 13:00 Uhr

Jubiläum: Sie lesen den zwanzigtausendsten Beitrag im Runden Leder.

Den Anfang machte am 1. September 2004 Dr. Eichenberger mit diesem denkwürdigen Beitrag. Es folgten 19.998 weitere, die meisten waren auch bitter nötig, und nun ist eben Jubiläum.

In unserer informativen Diashow zeigen wir Ihnen nochmals alle Redakteure der 13-jährigen RL-Geschichte und danken Ihnen für Ihre anhaltende Treue.

Schluss mit Schwalben

Herr Shearer am Donnerstag, den 16. März 2017 um 5:45 Uhr

Die jahrelangen Bemühungen dieses Fachblogs tragen endlich Früchte!

Sie wissen, was wir vom Runden Leder im Fussball am allerwenigsten leiden können: Fallobst und Schwalbenkönige. Seit nunmehr fast zwölf Jahren verurteilen wir dieses Gehabe aufs Schärfste und stellen fallsüchtige Betrüger  gnadenlos an den Internetpranger. Höhepunkt unserer Anstrengungen in diesem Bereich ist sicher die Schaffung des Fussipussy-Awards; dank finanzieller Unterstützung des Büne Huber-Fonds verleihen wir jeden Monat einen Preis, den keiner will.

Endlich nun hat aber auch der erste Klub eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann. Unser Applaus geht an den schwedischen Östers IF, welcher mit aller Härte gegen potentielle Übeltäter in den eigenen Reihen vorgeht; bei Schwalben, unsportlichem Verhalten und übertriebener Wehleidigkeit ergreift der Verein Sanktionen gegen die eigenen Spieler. Das kann eine Geldstrafe sein, aber auch gleich der Rauswurf aus dem Team.

Johan Lindbergh von Östers IF begründet die Massnahme: “Wir wollen uns abheben und sind deshalb bereit, gegen unsere eigenen Spieler und Staff vorzugehen. Wir glauben, dass wir als Verein hier Einfluss nehmen können und dies auch Druck auf die anderen Klubs ausübt, gleich zu handeln.

Ich will diesen Virus nicht in meiner Mannschaft haben. Wenn sich ein Spieler so verhält, dann spielt es keine Rolle, ob er gut ist oder nicht – dann will ich ihn einfach nicht dabei haben”.

Jetzt können wir einfach nicht anders als uns eine Träne der Rührung zu verdrücken. Danke, Östers IF!

Sind Sie auch in Jubellaune? Dann schalten Sie um 13:00 Uhr wieder ein, dann haben wir hier etwas zu feiern!

Lässige Eleganz

Rrr am Mittwoch, den 15. März 2017 um 13:01 Uhr

Peppen Sie Ihre Garderobe auf. Kaufen Sie einen Rollkragenpulli.

Der spanische Supersupertrainer Guardiola hat es vorgemacht: Er kombiniert den Rollkragen mit einem Anzug, so wie es einst schon Roger Moore mache (1973 als James Bond in ,Live and let die’). Roger Federer hakt den Film offenbar auch gesehen. 

Bevor Sie nun finden, das sähe fussipussy aus: Ganz im Gegenteil! Englische Fussballer (und Golfspieler) waren die allerersten, die um 1890 den Rollkragen trugen.  

Guardiolas Spieler bei Manchester City wollen natürlich auch so toll aussehen wie ihr Trainer. Gesagt, getan! Weg ist der langweilige Hemd-und-Krawatten-Look, jetzt tragen alle Anzug mit Rollkragen! Oder Turtleneck, wie der Engländer sagt.

Der Modeberater des Runden Leders, Patrice La Fleur*, ist begeistert: “Klassisch, aber nicht bieder. Angezogen, aber doch lässig. Modern, aber nicht modisch.” 

Geniessen Sie nun die schicken Citizens auf Geschäftsreise nach Monaco in unserer kleinen Diashow.

Fussballer sind Tiere (6)

Harvest am Mittwoch, den 15. März 2017 um 5:56 Uhr

Herzlich willkommen zur sechsten Folge unserer beliebten Serie „Fussballer sind Tiere“.

Fussballer werden oft wütend und ticken dann aus. Gründe für diese Wut sind entweder Frustration (über eigenes Versagen oder Fremdverschulden) oder Provokation. Als Beispiele dienen hier Taulant Xhaka, der frustriert ist über seine Auswechslung (also Fremdverschulden, nämlich des Trainers):

Und Cristiano Ronaldo, der sich vom Sevilla Spieler provoziert fühlt:

Beide Situationen lösen bei den Spielern Wut aus. Dabei reduziert sich die Aktivität in einem Teil des Gehirns direkt hinter der Stirn, dem sogenanten Frontalhirn, das auch für logisches-mitfühlendes Denken zuständig ist.

Dieser spezielle Teil des Frontalhirns der anteriore cinguläre Cortex (kurz ACC) ist eine Art Konfliktmanager und dafür zuständig, Probleme zu melden und zu lösen. Gleichzeitig kontrolliert und reguliert er unsere Reaktionen – eine verminderte Aktivität bedeutet also höhere Bereitschaft zu impulsivem Verhalten.
Gleichzeitig erhöht sich die Aktivität der Amygdala (dem Aggressions- und Alarm-Areal des Gehirns), die auch wegen ihrer Form Mandelkern genannt wird. Die Amygdala hat unter anderem die Funktion, Bedrohungen schnell zu erkennen und Abwehrreaktionen einzuleiten.

Diese Reaktionen können wir nur bedingt steuern und sie sind auch bei unseren Verwandten erkennbar. Vergleichen Sie die Reaktionen der Fussballer mit der eines frustrierten Kapuzineraffen, der statt einer Traube nur ein Stück Gurke erhält:

Mehr zum interessanten Experiment mit den Kapuzineraffen finden Sie hier.

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