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Neue Nummern

Dr. Rüdisühli am Sonntag, den 20. Juli 2014 um 12:10 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, habe ich das richtig gesehen? Spielte YB-Verteidiger Marco Bürki gestern mit der Nummer 93? MfG, R.B., O.

111Lieber Rolf, richtig. Marco Bürki trägt seit dieser Saison seinen Jahrgang auf dem Rücken. Möglich macht dies eine Regeländerung der Swiss Football League, die bislang nur die Nummern 1-35 zuliess, neu aber auch die Nummern 36-99.

Von dieser Möglichkeit machen auch andere Spieler Gebrauch, so Nisso Kapiloto (FCSG/Nummer 55), Breel Embolo (Basel/36), Davide Calla (Basel/39), Gilles Yapi (FCZ/37), Adrian Rawyler (Thun/40) und Frank Feltscher (Aarau/88).

Aber klar, an ihn kommt auch nummerntechnisch niemand heran. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

«Und der Bau dieser Gasleitung nach Visp ist durch das Gnusch mit der Ukraine also nicht gefährdet?»

Herr Shearer am Sonntag, den 20. Juli 2014 um 2:32 Uhr

Herr Razinger gewinnt die 493. Caption Competition!

seppundvlaedu

Dank seiner lippenleserischen Fähigkeiten hat er unsere allfreitägliche Aufgabe mit Bravour gelöst. Man kann gegen die beiden Herren auf dem Bild nämlich sagen, was man will: ohne den einen den ganzen Winter durch nur ein Gefriere, ohne den anderen das ganze Jahr kein Füessball. Vergessen Sie das bitte nie!

Herzliche Gratulation, Herr Razinger! Sie gewinnen 50 Kubikmeter besten sibirischen Erdgases frei Haus einen Preis Ihrer Wahl aus unserer Schatztruhe. Bitte melden Sie unserer Speditionsabteilung die Lieferadresse.

Wir bedanken alle eingegangenen Beiträge, verweisen alle leer ausgegangenen auf den nächsten Wettbewerb am Freitag und wünschen Ihnen nun einen erholsamen Sonntag.

Später Knaller beim St. Galler

Rrr am Samstag, den 19. Juli 2014 um 21:50 Uhr

YB erkämpft sich einen verdienten Punkt zum Saisonstart.

20140719-213527-77727615.jpgErst in der 90. Minute gelang Samuel Afum mit einer herrlichen Volley-Abnahme der 2:2-Ausgleich. Die Vorarbeit kam von Nuzzolo. Es war der gerechte Lohn für einen guten, aber lange Zeit glücklosen YB-Auftritt.

Die Berner gerieten wegen Abstimmungsproblemen in der Abwehr früh in Rückstand, konnten aber durch Kubo ausgleichen. Danach vergaben später Frey, Steffen und Zarate beste Chancen - oder sie scheiterten am glänzenden St. Galler Goalie Herzog.

Wegen eines spektakulären Eigentors gerieten die Young Boys nach der Pause erneut in Rückstand. Milan Gajic traf aus 20 Meter ins eigene Tor, als er den Ball wegschlagen wollte ... das wäre vor 12'277 Zuschauern beinahe die Entscheidung gewesen, hätte Afum nicht für ein versöhnliches Ende gesorgt.

*** LIVE *** St. Gallen-YB 2:2

Rrr am Samstag, den 19. Juli 2014 um 19:55 Uhr

Endlich wieder Fussball! YB zu Gast in St. Gallen.

Samuel Afum gelingt nach 89 Minuten der hochverdiente Ausgleich. Zuvor hatte St. Gallen geführt dank dem Eigentor des Jahres, das Gaijc nach 50 Minuten schoss - aus 20 Metern wollte er den Ball wegschlagen, traf aber präzis ins eigene Tordreieck ...

Cavusevic brachte die Ostschweizer nach 13 Minuten in Führung, nach einer ereignisarmen Startphase. Michael Frey traf nach 17 Minuten leider nur den Pfosten. Nach 23 Minuten gelang Kubo der verdiente Ausgleich auf Vorarbeit von Lecjaks.

Nichtsdestotrotz: Die Olma-Wurst schmeckt am besten mit Senf, und die Abwehr funktioniert am besten im Dreierverbund.

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El Fenómeno

Herr Pelocorto am Samstag, den 19. Juli 2014 um 11:00 Uhr

Von welchem WM-Stürmer wird man noch lange sprechen?

Isabel Gibson und Helen Chesney haben dazu eine klare Meinung. Ihre Agentur ISABEL&HELEN, also sie selber, haben eine kinetische Skulptur geschaffen mit den fünfzehn schönsten Toren Ronaldo Luís Nazário de Limas. Sehen tut man nicht viel, aber zu allen Toren hört man die englischen Originalkommentare.

Im Innern der Ausstellung

Im Innern der Ausstellung

Betreff: Abwesenheitsnotiz

Herr Pelocorto am Samstag, den 19. Juli 2014 um 7:00 Uhr
banksy

Banksy; 23. Oktober 2013

hirst-lets-eat-outdoors-today

Damien Hirst; Let's eat outdoors today; Installation; 1990-1991 (Klicken für Gesamtansicht)

Tour de Superleague – durch die Fussball-Schweiz in vier Etappen (letzter Teil)

Natischer am Freitag, den 18. Juli 2014 um 14:40 Uhr
Tour de Superleague

Tour de Superleague

Last, but not least: Auf in den Wilden Osten!

Zu Beginn der vierten und letzten Etappe überbrückte ich das bereits einmal befahrene Teilstück bis Aarau mit Schreiben des Textes zur 3. Etappe, die ich da eigentlich noch für die zweite hielt und dann darum auf dem Rückweg die zweite erst auch noch schreiben musste. Aber comunque. So Raum-/Zeitkontiua sind ja auch nicht mehr, was sie nie waren.

Zügig gings also Richtung Zürich, wo ja jede Art von Baustelle Priorität hat vor Fussballstadien. Hier dahinter irgendwo war früher mal eins, aber das wollten die Züricher irgendwie nicht mehr und aber ein grosses, neues dann lieber nicht, weil zu gross, zu schattig und wegen der Mantelnutzung eh böse, und ein etwas kleineres dann doch auch nicht ... Auch hier ist es ebiz wie beim Autobahn-Bau im Oberwallis, glöibi.

Dafür gibts auf der andern Seite der Gleise ein recht hübsches Leichtathletikstadion, das ich wohl in jeder Saison seit Eröffnung mindestens einmal besucht habe. Es gab hier u.a. zweimal ein 3:3-Unentschieden, wenn ich mich grad richtig erinnere, bei denen einmal der gegnerische Torhüter Jakupovic kurz vor Ende den Ausgleich schaffte und eins, bei dem Wölfli beim genau so dramatischen Ausgleich einen Assist verbuchen konnte. Und hier gabs auch mein einziges richtig unangenehmes Rencontre ever mit gegnerischen Fans. Normalerweise fraternisiere ich lieber und trinke Bier mit fast jedem, aber dieses eine Mal war das keine Option.

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Lösbares Los

Rrr am Freitag, den 18. Juli 2014 um 13:12 Uhr

CL 3. Qualirunde: GC trifft auf OSC Lille («machbar», gemäss Herrn Pelocorto)

Die Europa-Reise der Young Boys beginnt gegen ein zypriotisches Team.

20140718-144508-53108954.jpgYB trifft in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League auf Ermis Aradippou. Das ergab die Auslosung am Sitz der UEFA in Nyon. Gespielt wird am 31. Juli in Bern und am 7. August auf Zypern.

Wir wollen Herrn Forte nicht vorgreifen, sind aber dezidiert der Meinung, dass dieser Gegner keinesfalls unterschätzt werden sollte, dass YB aber in der Lage sein muss, diese Hürde zu überwinden, denn wenn man in die Gruppenphase der Europa League kommen will, sollte man nicht schon in der Qualifikation ausscheiden, darin sind sich Fussballexperten in aller Welt weitestgehend einig.

493. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 18. Juli 2014 um 10:00 Uhr

BREAKING NEWS: Kapitän Philipp Lahm tritt überraschend aus deutscher Nati zurück

Wir legen die WM zu den Akten - Sie können uns dabei behilflich sein.

Zu diesem Bild hier unten benötigen wir noch dringend einen passenden Untertitel. Seien Sie doch so freundlich und schreiben Sie einen solchen in die Kommentarspalte oder tun Sie sonst etwas. Sie müssen nicht pressieren, wir lassen Ihnen Zeit bis Samstag Mittag. Die Jury gibt Ihr Verdikt wie immer am Sonntag in aller Früh bekannt.

seppundvlaedu

Zu gewinnen gibt es wie immer einen Preis aus unserer Schatztruhe. Legen Sie los!

Weltmeister der Herzen

Rrr am Freitag, den 18. Juli 2014 um 5:56 Uhr

Endlich wissenschaftlich erwiesen: Erfolg macht sympathisch.

Das zeigt eine Umfrage des Reise-App-Anbieters Ulmon unter 1141 Menschen in 10 Ländern. "Weltweit sind die Sympathiewerte der Deutschen um 22 Prozent gestiegen", teilen die Forscher mit. Wieviele Leute die Deutschen schon vor der WM mochten, wird allerdings nicht angegeben.

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Wie auch immer: Selbst in Brasilien sind die Imagewerte für Deutschland gestiegen. Mehr als die Hälfte der Brasilianer mögen nun die Deutschen. Nur die Holländer scheren etwas aus: 31 Prozent gehen davon aus, dass sich Deutsche nach dem Gewinn der Trophäe arroganter als zuvor verhalten werden.

Deutschland ist übrigens zusammen mit Holland das beliebteste Team der WM. Je 14 Prozent fanden die DFB-Auswahl und die Oranje am sympathischsten. Dahinter folgt Costa Rica mit 12 Prozent. Die Schweiz liegt mit 3,5 Prozent auf dem achten Rang, den letzten Platz belegen die früh ausgeschiedenen Bosnier mit 0,1 Prozent.

Nr. 148

Herr Pelocorto am Donnerstag, den 17. Juli 2014 um 21:30 Uhr

In den letzten Tagen wurde ich oft gefragt ...

... was für mich der allerschönste Moment der vergangenene Weltmeisterschaft gewesen sei. Nun, der fand nicht in Brasilien statt, sondern an meinem Arbeitsplatz. Und mit einem Spiel hatte er auch nicht zu tun. Niemand hat mich mehr zu Tränen gerührt als der chilenische Torhüter Claudio Bravo:

Tour de Superleague – durch die Fussball-Schweiz in vier Etappen (3. Teil)

Natischer am Donnerstag, den 17. Juli 2014 um 13:02 Uhr

EL 2. Qualirunde Hinspiel: FC Luzern v St. Johnstone F.C. 1:1

TdSL-LogoDie 3. Etappe führte in die Nordwestschweiz.

Also fuhr ich gegen 11 Uhr wieder nach Neuchâtel, wo die 1. Etappe neulich etwas abrupt hatte enden müssen.

Xamax hatte nach dem tschetschenischen Abgang Tschagajews ja mit dem FC Serrières fusioniert und konnte in der 2. Liga Interregional weiterfahren. Nach zwei Aufstiegen hintereinander ist Neuchâtel Xamax FCS für die Saison 2014/15 zurück in der 1. Liga Promotion.

Seine besten Zeiten hatte Xamax jedoch in den Achzigerjahren u.a. unter Gilbert Gress und mit Spielern wie Uli Stielike, Karl Engel, Heinz Herrmann, Don Givens, usw. Werfen wir der Nostalgie halber doch rasch einen Blick in die alte Maladière:

'87 und '88 wurde dann Xamax Meister. Sympathisch find ich, dass das Stade de Maladière immer noch seinen ursprünglichen Namen trägt. Die meisten andern Clubs haben die Namensrechte verkauft, was zwar schade, aber betriebswirtschaftlich durchaus nachvollziehbar ist, aber dann ist da ja auch noch ein anderes Stadion mit neuem Namen ...

Mit dem Regio-Express gings also hinauf nach La Chaux-de-Fonds im oberen Teil des Kantons Neuenburg.

Vom FC La Chaux-de-Fonds weiss ich eigentlich nur, dass die ganz früher mal recht erfolgreich waren, der mir nur als Trainer bekannte Daniel Jeandupeux in der Charrière seine Carrière startete und dass Xamax seine Spiele hier austrug, als die neue Maladière gebaut wurde. Da fielen ja dann manchmal Spiele wegen Schnees aus – Chaux-de-Fonds liegt auf fast 1000 M.ü.M..

Also stieg ich rasch um und fuhr direkt weiter nach Biel/Bienne.

Der FC Biel/Bienne liegt offenbar auf Platz 14 der Ewigen Randliste der NLA/Super League. Er stieg nach weniger erfolgreichen ab 1976 erst 2008 wieder in die NLB auf und blieb seither dort.

 

Das ehemalige Farmteam von YB trug seine Heimspiele bis vorletztes Jahr im Stadion Gurzelen aus, doch ist dieses schon ziemlich heruntergekommen und so verweigerte ihm die Nationalliga die Lizenz. Seither spielt auch Biel auch auf der Maladière in Neuenburg "zuhause". Am Stadtrand Richtung Grenchen wird derzeit an einer grossen Überbauung gearbeitet: Entstehen sollen ein neues Fussball- und ein Eish****y-Stadion. Ich zeigte der Baustelle Gelb wegen Randsports und fuhr weiter im ICN Richtung Basel.

 

Der ICN Robert Walser hielt dann schon in Grenchen ein nächstes Mal, wo eher suboptimale Erinnerungen an meinen letzten Besuch des Uhren-Cups aufkamen: Die zahlreich anwesende Polizei filmte da lieber mich friedlichen YB-Fan als die Baseler daran zu hindern, mutmasslich der Schlacht am Morgarten nicht unähnlich den Sektor der gelbschwarzen und neutralen Zuschauer zu stürmen. Ich finde es überaus betrüblich, dass solche Vorbereitungsturniere kaum mehr stattfinden können – aus Sicherheitsgründen. Gut, beim örtlichen Turnier von Sascha kamen ja auch noch rechtliche Schwierigkeiten hinzu. YB holte den Uhrencup 2007 letztmals und wurde danach noch dreimal Zweiter. 2013 wurde der Uhrencup zum letzten Mal durchgeführt.

Zugswende in Delsberg. Meine erste Erinnerung an die SR Delémont datiert aus dem Jahr 1982, als diese überraschend bis in den Halbfinal des Schweizer Cups vorstiessen. (Woher kommt eigentlich die weitverbreitete Sympathie für Underdogs?) Seither stieg die SRD immer mal wieder auf und ab und spielt jetzt eben auch in dieser oftzitierten 1. Liga Promotion.

 

In Basel wurde es dann Zeit für ein spätes Mittagessen: In der Brasserie im Bahnhof servierten sie als Menü tatsächlich «Bebbi-Klöpfer mit Rösti». Das musste sein, klar.

 

 

Im Joggeli fanden grad Baggerarbeiten statt, vermutlich hatte das Metallica-Konzert dem Rasen zu sehr zugesetzt. Ein Monsters-of-Rock-Festival war auch Anlass meines ersten Besuchs im Joggeli anno 1991, weil sportlich spielte der FCB damals ja keine grosse Rolle. Man hegte im Gegenteil auch im Oberwallis teils grosse Sympathien für den „Underdog“ FCB, als dieser Mitte der 90er wieder nach oben kam. Etwas, was im Laufe der Jahre, nun ja, nicht unbedingt zugenommen hat. Als Jung-Natischer habe ich verinnerlicht, den damaligen Überflieger GC und Servette mehr so grundsätzlich nicht zu mögen. Das kriegt man dann später halt auch nicht mehr so einfach weg. Andererseits konnte ich der Liste der Teams, die ich etwas weniger mag, seither aber auch einige Vereine hinzufügen. Woher die Aversion der heutigen Sionisten gegenüber YB kommt, weiss und versteh ich, ehrlich gesagt, nicht.

Aarau und das Brügglifeld sollte meine nächste und für heute letzte Station sein:

 

Die 25 Minuten Umsteigezeit reichten haargenau für einen zügigen Fussmarsch vom Bahnhof zum Brügglifeld und zurück. Beim Stichwort 'Brügglifeld' denkt man natürlich sofort an den löblichen FCA-Spiess und an Pedro Lenz - und in meinem Fall an meine erste Reise dorthin, die erst 2007 stattfand, als YBs Milicevic nach gefühlten 15 Sekunden des Spiels Rot sah, Portillo noch vor der Pause auch - und YB am Ende trotzdem 1:0 gewann dank Steve Gohouris Kopfball-Treffer. Der Begriff «Brillenblogger» fand m.W. bei diesem Ausflug den Weg zum Runden Leder.
In Aarau möchten sie ja auch schon länger ein neues Stadion hinstellen, doch hat da unlängst wieder einer eingesprochen und die Bauarbeiten verzögert. Das ist da ebiz wie beim Autobahn-Bau im Oberwallis.

Zwischen Aarau und Olten musste ich einen weiteren Doppelt-befahren-Joker ziehen. Und natürlich müsste die Anreise zur 4. Etappe grad nochmal über die selbe Strecke erfolgen ...

Feuriger Fan

Rrr am Donnerstag, den 17. Juli 2014 um 10:00 Uhr

"20 Minuten" lüftet eines der letzten Geheimnisse des Schweizer Fussballs.

Dieser "Capo" ist also Luzerner! Das überrascht uns jetzt ein wenig, weil bisher dachten wir, dieser "Capo" stehe in der Wankdorf-Ostkurve. Einerseits. Andererseits gibt es in Bern mehrere "Capos", wobei unklar ist, ob es sich dabei um Namensvetter oder sogar um eineiige Zwillinge handelt.

Denkbar ist auch, dass dieser "Capo" früher YB-Fan war und dann zum FCL überlief. Auf jeden Fall hat er noch Stadionverbot bis Ende Jahr. Mit anderen Worten, bis zur Rückrunde gibts in der Super League leider keine Pyro-Shows.

Ein Kommen und Gehen

Rrr am Donnerstag, den 17. Juli 2014 um 9:59 Uhr

Der Champions-League-Sieger Real Madrid mischt den Transfermarkt auf.

Heute Donnerstag um 17.00 Uhr soll im Bernabeu der deutsche WM-Star Toni Kroos präsentiert werden. Real zahlt für ihn angeblich 30 Millionen Euro. Im Urlaub auf Mallorca liess sich Kroos bereits mit der spanischen Fachpresse ablichten.

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Im Gegenzug scheint Real bereit, eine andere Offensivkraft abzutreten: Der Argentinier Angel di Maria, der die Schweiz aus der WM schoss, ist im Gespräch bei Paris St-Germain.

Ins Reich der Spekulationen gehört einstweilen der Wechsel des Kolumbianers James Rodriguez nach Madrid. Sein Klub Monaco stieg bei 100 Mio Euro in den Poker ein, was Real fürs erste doch abschreckte.

12Erstaunliches tut sich auf der Goalie-Position, die mit Diego Lopez und Iker Casillas bereits stark besetzt ist. Real ist offenbar bereit, die geforderte Ablöse für Keylor Navas an Levante zu zahlen. Der Costaricaner überzeugte an der WM. In einer Umfrage gaben ihm 70 Prozent der Real-Fans den Vorzug vor Casillas. Derweil liess der Berater von Stammgoalie Diego Lopez verlauten, sein Mandant hege nicht die Absicht, Real zu verlassen.

Verworren ist derweil das Dossier Sami Khedira. Chelsea und Arsenal sollen sich für den Deutschen interessieren.

Das alles kümmert Mittelfeldspieler Isco nicht. Er konnte während der WM seine Ferien geniessen und vergnügte sich mit seinem Hund, wie unser interessantes Funkbild zeigt.

Spanische Zitterpartie

Herr Pelocorto am Donnerstag, den 17. Juli 2014 um 6:00 Uhr

Spielt Aufsteiger SD Eibar in der obersten Liga oder nicht?

SD Eibar aus der gleichnamigen baskischen Kleinstadt mit knapp 27'000 Einwohnern ist ein Phänomen. Vorletzte Saison der Aufstieg von der dritten in die Segunda División, letzte Saison dann der Aufstieg in das Oberhaus des spanischen Fussballs, in die Primera División! SD Eibar ist klein, aber fein. 3'400 eingeschriebene Mitglieder, im Estadio Municipal de Ipurua finden 5'250 Zuschauer Platz und, völlig ungewöhnlich, SD Eibar ist vollständig schuldenfrei. In der Kasse sind 400'000 Euro!

So in der Primera División spielen? Pffft. Die spanische Sportbehörde CSD verlangt seit Mai 2014 von jedem Club ein Kapitalpolster von 2.1 Mio. Euro. SD Eibars Antrag für eine Ausnahmeregelung wurde abgelehnt. Für den Zwerg unter den Riesen waren die letzten Wochen deshalb eine einzige Zitterpartie, bis die Kapitalaufstockung um die 1.7 Mio. Euro unter Dach und Fach war. Anhänger aus 48 Ländern zeichneten Anteile, unter ihnen Real Madrids Xabi Alonso, der einst eine Saison bei SD Eibar spielte. Alonso sprach Klartext:

Es ist verrückt, dass ein schuldenfreier Club mit gesunden Finanzen so genötigt wird, wo andere Clubs viel tiefer im Schlamassel stecken. Ich hoffe, dass unsere Unterstützung dazu beiträgt, dass Eibar dort bleiben kann, wo der Club hingehört.

Jetzt sollte dem Einzug in die Primera División definitiv nichts mehr im Weg stehen! Wenn Sie nun die offizielle Website Eibars anklicken, verstehen Sie die Startseite.

Bürgermeister, Ibon Areso,

Eibars Bürgermeister Ibon Areso, Clubvertreter und Anteilszeichner feiern die erfolgreiche Kapitalerhöhung