Serie zur Serie A (7). Die Mitspieler: Bologna

Dr. Eichenberger am Freitag, den 10. September 2004 um 17:58 Uhr

Bologna ist nach den letzten Kommunalwahlen wieder in linker Hand, nachdem selbst die traditionell rote Stadt kurzzeitig vom Berlusconi-Virus befallen wurde. Fussballmässig zerreist der Bologna FC in letzter Zeit keine grossen Stricke. Uns bleibt in Erinnerung, dass hier Kubilay Turkilmaz zwischen 1989 und 1993 in 83 Partien 21 Tore schoss und im Jahr 2000 in Brescia nochmals auf Italiens Rasen stürmte (das wird in der Folge 8 dann nicht mehr erwähnt). In dieser Saison werden die Erwartungen in Bologna einmal mehr nicht sehr hoch geschraubt. Dem 67jährigen Trainervater Carlo Mazzone stehen mit dem 36jährigen Beppe Signori (verabschiedete sich aus Italien und geht nach Saloniki – sic!) und dem Japaner Nakata (wechselt zu Aufsteiger Fiorentina) zwei wichtige Kräfte nicht mehr zur Verfügung. Eingekauft wurden u.a. der Mittelfeldspieler Federico Giunti (früher Parma, Milan, Brescia und zuletzt mit Besiktas Istanbul in der Champions League engagiert) und der Grieche (!) Theodoros Zagorakis von AEK Athen. Mazzone erwartet eine schwierige Saison und liess verkünden: «Für Roberto Baggio habe ich die Nummer 10 schon bereit, falls er weitermachen will.» Die Hoffnung stirbt zuletzt. Zu einem unteren Mittelfeldplatz sollte es wohl auch ohne Baggio reichen.

Wo ist Roberto? Bologna-Trainer Carlo Mazzone

Verirrt auf den Färöer

Rrr am Freitag, den 10. September 2004 um 11:25 Uhr

Unglaublich aber wahr: 40 Stunden nach dem WM-Ausscheidungsspiel gegen die Färöer sitzen die französischen Fussballer noch immer auf der Schafsinsel fest.

Grund: Am Mitwoch wars zu spät für den Abflug. Und am Donnerstag musste der Rückflug nach Paris wegen starken Nebels ersatzlos gestrichen werden, wie die deutsche Nachrichtenagentur sid meldet. Stattdessen gab’s ein “ausführliches Sightseeing”. Ein weiterer Flug-Versuch ist am Freitag geplant. Wir sagen: Toi toi toi!

Unser Funkbild zeigt Henry, Giuly und Pires beim ausführlichen Sightseeing.

Serie zur Serie A (6). Die Neuen: Palermo

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 9. September 2004 um 17:10 Uhr

Ein frischer Südwind weht ab dem 12. September durch die Serie A. Neben Messina steigt mit Palermo ein zweiter Klub aus Sizilien in die höchste Klasse auf. Die beiden Vereine bilden mit den Apuliern aus Lecce, den Sarden aus Cagliari und den Kalabresen aus Reggio Calabria ein lange Zeit vermisstes Gegengewicht zu den dominierenden Clubs aus dem reichen Norden. Palermo verschwand 1973 aus der Serie A und galt seither als stabiler B-Klub mit gelegentlichen Abstechern in die Serie C. Letztmals sorgte 1979 der Einzug in den italienischen Cubfinal für Emotionen, der gegen Juve verloren ging. Gefeierter Spieler der Aufsteigermannschaft war Stürmer Luca Toni (2001 von Brescia nach Palermo gewechselt), der im ersten Jahr auf Sizilien 30 Tore schoss – und jetzt, mit 27, auch in der Nati für Furore sorgt. Nach dem ungefährdeten Aufsteig der Rosa-Schwarzen hat der Präsident Maurizio Zamparini tüchtig in seinen Geldbeutel gereckt und für 18 Mio € über 20 neue Spieler gekauft, darunter den 22jährigen brasilianischen Verteidiger Adriano Pereira da Silva von Gremio und den 23jährigen argentinischen Mittelfeldspieler Mariano Nicolas Gonzales von Racing Avellaneda. Trainiert wird Palermo weiter von Franceso Guidolin, einem Serie A erfahrender Trainer. Er ahnt schon, was in dieser Saison auf den Aufsteiger zukommt: «Es wird hart werden wie eine Bergetappe, wir müssen in die Pedale treten.» Der Aufstieg hat Palermo in Entzückung versetzt: der Verein hat über 30 000 Saisonabonnemente vekauft. Prognose: Sicherer Mittelfeldplatz.

So sieht ein glücklicher Fussballpräsident in Sizilien aus: Maurizio Zamparini, Presidente del Palermo

Rudelbildung mit Urs Meier

Rrr am Donnerstag, den 9. September 2004 um 12:01 Uhr

Vizeweltmeister Deutschland ist auf der Suche nach neuartigen Trainingsformen – auch im Freundschaftsspiel gegen Brasilien: Unter der kundigen Leitung des Schweizer Top-Referees Urs Meier (Würenlos) probten Klinsmanns Kicker gestern abend die Rudelbildung im Torraum.

Das Spiel endete übrigens 1:1, aber das interessiert eigentlich niemanden.

Falsches Chalet im Neufeld (3)

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 9. September 2004 um 7:45 Uhr

Die Enttarnung des geheimen Gemeinderatsbunkers unter dem Chalet im Neufeldstadion (siehe eBund vom 6.9.) hat die Stadt Bern in Aufruhr versetzt. Und es stellen sich neue Fragen. Zum Beispiel diese: wird womöglich im neuen Wankdorfstadion im Geheimen ein Regierungsbunker gebaut? Wir fragten am Telefon den Mann, der dies wissen muss: Peter Jauch, CEO der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG.

eBund Guten Tag Herr Jauch, gut dass wir Sie endlich erreichen.

Peter Jauch Ich war in letzter Zeit viel unterwegs. Die Geschäfte, Sie wissen ja!

Sie haben sicher von der Entdeckung des geheimen Gemeinderatsbunkers im Chalet des Stadion Neufelds gehört?

Das hat mich tatsächlich aus den Socken gehauen – aber wer sind Sie überhaupt?

Ähh, Entschuldigung: Wir haben den geheimen Bunker im Neufeld entdeckt und im eBund auffliegen lassen. Jetzt drängt sich die Frage auf, ob beim Neubau des Stadion Wankdorfs im Geheimen nicht auch ein versteckter Regierungsbunker erstellt wird?

(Stille)

Herr Jauch, sind Sie noch dran?

Nun ja, an diese Möglichkeit haben wir, ehrlich gesagt, auch gedacht, als wir keine Investoren für das Altersheim, den Kinokomplex und das Hotel finden konnten. Aber im VBS hat man damals abgewunken.

Mit welcher Begründung?

Der Mann vom VBS sagte mir, es bestünde kein Anlass, ein neues Feld zu betreten.

Aha!

(lacht) Jetzt, wo Sie es sagen …

Eben. Können Sie denn garantieren, dass im Wankdorf nicht doch ein Bunker gebaut wird – hinter Ihrem Rücken quasi?

(denkt nach) Dieser Sache müsste ich nachgehen.

Tun Sie das, Herr Jauch! Und schönen Dank für das Gespräch. (Interview: Pinarello)


Wird das der Eingang zu einem geheimen Regierungsbunker?

Die richtige Taktik…

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 8. September 2004 um 17:38 Uhr

… könnte gegen die Iren so aussehen, meint unser Holland-Korrespondent Frans:

Teutonen auf Gummitwist

Rrr am Mittwoch, den 8. September 2004 um 15:16 Uhr

Mit neuartigen Trainingsmethoden will Deutschland heute den Weltmeister schlagen: Vor dem Spiel gegen Brasilien mussten Klinsmanns Kicker mit Gummi-Bändern gefesselt über den Rasen hüpfen.

Erfunden hat das ein US-Fitnesstrainer, der die hüftsteifen Teutonen auf Vordermann bringen will.

Sollte der Erfolg ausbleiben, könnte man es eventuell noch mit Blinder Kuh oder Sackhüpfen probieren.

(Fotos: DSF, Bild)

EM-freier Hardturm

Rrr am Mittwoch, den 8. September 2004 um 11:15 Uhr

Die Würfel sind gefallen – im Zürcher Stadionstreit gehen die Bauherren vor Bundesgericht. Die EM 2008 findet damit ohne den Hardturm statt. Die Stadt Zürich will die drei EM-Spiele nun im Letzigrund durchführen und das Stadion entsprechend umrüsten.
So soll der Platz teilweise bebaumt werden, um die Anwohner zu besänftigen. Am Zürisee ist zudem ein attraktives Trainingsgelände mit allem Drum und Dran geplant.

(Bilder geklaut bei B. Eppenberger)

Falsches Chalet im Neufeld (2)

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 8. September 2004 um 1:00 Uhr


(ap)

Eine Handvoll DemonstrantInnen folgte gestern abend dem Aufruf der Schweizer Demokraten und versammelte sich um das falsche Chalet im Neufeldstadion. Sie protestierten gegen die Enttarnung des geheimen Gemeinderatsbunkers im eBund.ch und geisselten die Enthüller als «verantwortungslose Journalisten».

Insbesondere der Armee, die sich gegen die Enttarnungswelle von geheimen Bunkern kaum mehr zu wehren weiss, sprachen die Anwesenden ihre Solidarität aus. Einige wenige Gegendemonstranten mischten sich unter die Versammlung und schenkten ihr Herz der Pressefreiheit. Um 19.30 Uhr ertönte die Schweizer Nationalhymne, kurz darauf löste sich die Protestversammlung friedlich auf. (Bild: Keyston)

In Fahrt

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 7. September 2004 um 17:52 Uhr


Wie gut der Ajax-Spieler Rafael van der Vaart  in Fahrt ist, meldet unser Holland-Korrespondent Frans van der Vaart aus Amsterdam. «Diesen Trick hat Hänzi oft probiert, aber nie hingekriegt…», weiss van der Vaart, der mit van der Vaart nicht verwandt ist. Danke Frans!

Serie zur Serie A (5). Die Neuen: Messina

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 7. September 2004 um 16:00 Uhr

Messina ist für die Reisenden der erste Kontakt mit Sizilien, wenn sie mit der Fähre vom Festland auf die Insel fahren. Die meisten von ihnen reisen gleich weiter zu den Touristenorten Siracusa und Agrigento oder besuchen die Städte Palermo und Catania. Dass in Messina auch Fussball gespielt wird, ging 1965 vergessen, als der Club letztmals in der Serie A spielte. Nach mässigen Resultaten in der Serie B (14 und 16 Platz in den beiden letzten Jahren), profitierten die Gelb-Roten als Vierter von der Austockung der Serie A auf 20 Klubs. Einer der Protagonisten in Messina war letzte Saison Arturo Di Napoli (nicht zu verwechseln mit Patrick De Napoli), der 2003 von Palermo an die Ostküste wechselte und 19 Tore zum Aufsteig beitrug. Mit ihm und diversen Neueinkäufen soll unter dem bisherigen Trainer Bortolo Mutti der Klassenerhalt angestrebt werden. Von Partizan Belgrad kam der Stümer Ivica Iliev, und von Olympiakos Piräus (ein Grieche!) der Torhüter Dimitrios Eleftheropoulos (schreibe den Namen 10 mal fehlerfrei auf ein Blatt Papier!). Prognose: Abstiegsgefahr.

Gefeierter Held: Messina-Trainer Bortolo Mutti nach dem Aufstieg.

So spielt Deutschland

Rrr am Dienstag, den 7. September 2004 um 15:10 Uhr

Der TV-Tipp für morgen abend: Deutschland – Brasilien, 20.45 Uhr, ZDF. Deutschland spielt übrigens mit folgender Aufstellung:

(Quelle: Uni Leipzig)

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