Serie zur Serie A (17). Die üblichen Verdächtigen: Inter

Dr. Eichenberger am Sonntag, den 26. September 2004 um 10:06 Uhr

Vier Teams dürften heuer um den Scudetto spielen, darunter Inter Mailand, das in den letzten Jahren regelmässig als Titelkandidat gehandelt wurde, seine Fans aber eins ums andere Mal bitter enttäuschten Seit der Übernahme des Klubs im Jahre 1995 versucht der Inter-Besitzer und Erdölindustriellen Massimo Moratti verzweifelt aber erfolglos, eine schlagkräftige Mannschaft zu basteln. 102 Fussballer hat er seither gekauft, 9 Trainer verschlissen und dabei laut NZZ 750 Millionen Euro in den Sand gesetzt. Unter jenen, die kamen und gingen, waren die Spieler Roberto Carlos, Ince, Djorkaeff, Kanu, Ronaldo, Roberto Baggio, Seedorf und Pirlo (beide jetzt bei Milan), Sükür, Conceiçao, Crespo und die Trainer Hodgson, Simoni, Lippi, Cuper, Zaccheroni – um nur einige zu nennen. Allen Anstrengungen zum trotz steht Massimo Moratti im Schatten seines Vaters Angelo Moratti, der als Inter-Präsident in den 60er Jahren mit dem Trainer Helenio Herrera das Grande Inter prägte.
Auch in diesem Sommer hat Massimo, dem nachgesagt wird, er liebe den Fussball, verstehe aber nichts davon, das Team vollständig umgekrempelt: 16 Spieler wurden abschoben, darunter der Nati-Verteidiger Fabio Cannavaro (zu Juve), 18 neue gekauft und der neue Trainer Roberto Mancini muss schauen, wie er das 32 Mann grosse Kader bei Laune hält. Besitzer Moratti wird in der neuen Saison allein für die Löhne 110 Millionen Euro aufwerfen müssen (im Vergleich dazu: Milan zahlt seinen Angestellten 160, Juventus 150 und Reggina 8 Millionen). Gekommen sind keine Geringeren als Edgar Davids (von Barcellona), Cambiasso (Real Madrid), Favalli (Lazio), Lampros Choutos (Omympiakos Piräus!), Veron (Chelsea), Ze Maria (Perugia) und der «Sympathieträger» Mihajlovic (Lazio, siehe Folge 10). Geblieben sind Bobo Vieri, die lauffaule launige Stürmerdiva, Alvaro Reccoba, das hochbezahlte Hätschelkind des Präsidenten, Dejan Stankovic, Kily Gonzalez und der brasilianische Stürmer Leite Ribeiro Adriano, den man vor allem in Basel kennt. Die mögliche Formation: Toldo – J. Zanetti, Cordoba, Materazzi, Favalli – Stankovic, Davids, Veron, Ze Maria – Adriano, Vieri. Prognose: unter Mancini werden die Blau-Schwarzen ansehnlicheren Fussball spielen.

Der Chef und sein Knecht: Massimo Moratti und Trainer Roberto Mancini.

Der Höhepunkt

Rrr am Samstag, den 25. September 2004 um 23:49 Uhr

Und hier noch der einzige Höhepunkt bei YB – St.Gallen (0:1):

Übungsleiter gesucht

Rrr am Samstag, den 25. September 2004 um 22:52 Uhr

Die Krise nimmt kein Ende: Nach dem 1:2 in Bilbao sind auch die Tage von Real Madrids Interimstrainer García Remón gezählt. Und dabei ist er doch eigentlich die Inkarnation des legendären Vicente del Bosque, wie dieses Bild zeigt:

Gut, item, Raùl schoss in Bilbao wenigstens ein sehenswertes Tor:

Serie zur Serie A (16). Die Mitspieler: Udinese

Dr. Eichenberger am Samstag, den 25. September 2004 um 18:05 Uhr

Dass Herren in schwarz/weiss gestreiften Trikots nicht aus Turin sein müssen, wissen wir seit dem Besuch in Siena (Folge 15). Auch der Verein aus Udinese trägt Schwarz-Weiss. Udinese Calcio ist – trotz vereinzelten Abstechern in die Serie B – ein solider Dauergast der Serie A und regelmässiger Uefa-Cup-Teilnehmer. Einen Titel haben die Friulianer allerdings noch nie gewonnen. Hier schoss Oliver Bierhoff mitte der 90er Jahre seine Tore, bevor er mit Milan italienischer Meister wurde. Weniger glücklich war in Udine Karsten Janker: ihn zog es bald wieder ins heimische Deutschland zu Kaiserslautern. Trainiert wird der Klub von Luciano Spalletti. Bekanntester Spieler war bisher der Däne Martin Jorgensen (seit 1997 in Udine), der nun zu Aufsteiger Fiorentina wechselte. Neu sind es der Chilene David Marcelo Cortes Pizarro, der Tscheche Marek Jnkulovski und der italienische U-21 Spieler Giampiero Pinzi. Prognose: sicherer Mittelfeldplatz.


Jungstar bei Udinese: Giampiero Pinizi.

Ein Trikot für Zubi

Rrr am Samstag, den 25. September 2004 um 2:29 Uhr

Trainer Christian Gross von Ex-Tabellenführer Basel hat rasch und unbürokratisch auf die Zubi-Krise reagiert. Er lässt seinen Schlussmann heute gegen Aarau in neuem Outfit auflaufen:

So wirds nicht gemacht

Dr. Eichenberger am Freitag, den 24. September 2004 um 16:32 Uhr


Wie es die YB-Kicker am Samstag gegen St. Gallen nicht machen sollen, zeigte Roma-Diva Francesco Totti am Mittwoch gegen Lecce. Er wollte in der 45. Minute einen Penalty besonders lässig verwandeln und den Torhüter Sicignano mit einem «cucchiaio» – einem Löffel – überlisten. Am Ende war Totti selber der Gelöffelte.

Plattenleger in kurzen Hosen

Rrr am Freitag, den 24. September 2004 um 16:02 Uhr

Zur Erinnerung – das DJ-Duell am Montag abend ab 21 Uhr im Bierhübeli:

Herr Schneeberger vom FC Züriwest, der Halbcousin von Fabien Barthez, trifft auf Ronaldos grössten Fan Rrronaldo vom FC E-Bund. Der Sound ist durchzogen, der Sieger gewinnt, der Eintritt ist frei. Bis dann!

So wirds gemacht

Dr. Eichenberger am Freitag, den 24. September 2004 um 10:12 Uhr

YB-Trainer Bidu Zaugg hat nach der alles andern als begeisternden Vorstellung seiner Angestellten in La Chaux-de-Fonds gehandelt. Statt auf dem Rasen liess er seine Spieler gestern Donnerstag im Videoraum antreten. Dort mussten sie sich anschauen, wie es selbst den Amateuren leicht fällt, Tore zu schiessen. Anschliessend spielten die Jungs die Szenen auf dem Feld nach, bis der Torschuss sass. Wir sind gespannt, in welcher Minute am Samstag gegen St. Gallen dieses Tor fällt. Geschossen hat es Markus Penk im Spiel um den Rheingau-Taunus-Pokal zwischen Tus Breithardt und FSV Winkel, Herr Gertschen!

Transfer bei Werder

Rrr am Freitag, den 24. September 2004 um 7:01 Uhr

Eine Transfer-Meldung aus der Bundesliga: Das Nachwuchsmodel Anna-Maria Lewe (Mitte) wechselt vom Schweizer Ludovic Magnin (links) zum Finnen Pekka Lagerblom (rechts), wie die “Bild”-Zeitung meldet. Beide spielen bei Werder Bremen, währenddem Anna-Maria Lewe offenbar beim Volkswagen-Konzern unter Vertrag steht, wie nachstehendes Funkbild zeigt.

Barça über allem

Rrr am Donnerstag, den 23. September 2004 um 18:44 Uhr

Ein Fall für die FIFA: Die Fahnen der Fans werden immer grösser, manch ein überdimensioniertes Tuch versperrt die freie Sicht aufs Spielfeld. Einen besonders krassen Fall hat unser Mitarbeiter Marc Riquelme im Camp Nou in Barcelona entdeckt:

Barça spielt übrigens heute abend ab 21 Uhr gegen Saragossa – zu sehen zum Beispiel im Penya Barça Suïssa an der Friedaustrasse 17 in Zürich oder auch im C.D. Helvetico Espanol an der Laupenstrasse 1 in Bern.

Am besten einfach reinspazieren und einen Real-Madrid-Fangesang anstimmen, das kommt immer gut an.

Serie zur Serie A (15). Die Mitspieler: Siena

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 23. September 2004 um 15:20 Uhr

Auf dem Platz sehen die Spieler der toskanischen Touristenstadt aus wie Juventus Turin – allerdings nur, was die Trikots anbelangt. Fussballerisch werden in Siena kleine Brötchen gebacken. Noch im Jahr 2000 kannte man die AC Siena nur als Serie C-Klub. Dass Siena zu den kleinen Klubs gehört, zeigt sich an den Verträgen mit den Fernsehstationen: von Sky erhält Siena diese Saison 5 Millionen Euro zugesichtert – weniger «wert» ist nur Brescia mit 1,9 Millionen (im Vergleich: Juve sahnt mit 65 Millionen ab). Das wirkte sich auf den Transfermarkt aus: die Ein- und Verkäufe von Spielern ergaben im Sommer ein Nullsummenspiel (im Vergleich: die Bilanz von Palermos schlägt mit 20 Millionen Mehrausgaben zu Buche). Prominente Abgänger sind der Brasilianische Weltmeister Roque Junior (zu Bayer Leverkusen) und der Stümer Ventola (zu Inter). Den Griechen Konstantinos Loumpoutis hat man zu Absteiger Perugia zurückgeschickt. Bekannteste Spieler von Siena sind «unser» Appenzeller Davide Chiumiento (Leihgabe von Juventus, dürfte auch das neue schwarz-weisse Dress kaum einmal tragen), der Norweger Tore Andre Flo und der Altstar Enrico Chiesa. Auch der neue Trainer ist eine Legende: der 65jährige Gigi Simoni, letzte Saison von Napoli entlassen, war in seiner langen Laufbahn unter anderem einer der vielen (entlassenen) Trainer von Massimo Morattis Inter Mailand (siehe Folge 17). Prognose: Abstiegsgefahr.


Wie lange darf er bleiben: Siena-Trainer Gigi Simoni.

Pannen-Zubi in Thun

Rrr am Donnerstag, den 23. September 2004 um 9:19 Uhr

Unser Nationalgoalie Zubi-Zuberbühler bereitet sich in diesen Tagen auf das WM-Spiel gegen Israel vor. Der Match in Thun bot Gelegenheit, den Ernstfall zu testen. Und tatsächlich: Zubi-Zuberbühler ist schon fast praktisch in Form!

Hier zum Beispiel gelingt es ihm beinahe, den Thuner Andres Gerber zu umdribbeln:

Und hier hält er beinahe einen harmlosen Schuss von Mario Raimondi:

Und das hier ist übrigens Zubis Nachfolger im FCB-Tor, der Österreicher Thomas Mandl:

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