Archiv für die Kategorie ‘Zlatanistan’

Schluss mit Schwalben

Herr Shearer am Donnerstag den 16. März 2017

Die jahrelangen Bemühungen dieses Fachblogs tragen endlich Früchte!

Sie wissen, was wir vom Runden Leder im Fussball am allerwenigsten leiden können: Fallobst und Schwalbenkönige. Seit nunmehr fast zwölf Jahren verurteilen wir dieses Gehabe aufs Schärfste und stellen fallsüchtige Betrüger  gnadenlos an den Internetpranger. Höhepunkt unserer Anstrengungen in diesem Bereich ist sicher die Schaffung des Fussipussy-Awards; dank finanzieller Unterstützung des Büne Huber-Fonds verleihen wir jeden Monat einen Preis, den keiner will.

Endlich nun hat aber auch der erste Klub eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann. Unser Applaus geht an den schwedischen Östers IF, welcher mit aller Härte gegen potentielle Übeltäter in den eigenen Reihen vorgeht; bei Schwalben, unsportlichem Verhalten und übertriebener Wehleidigkeit ergreift der Verein Sanktionen gegen die eigenen Spieler. Das kann eine Geldstrafe sein, aber auch gleich der Rauswurf aus dem Team.

Johan Lindbergh von Östers IF begründet die Massnahme: “Wir wollen uns abheben und sind deshalb bereit, gegen unsere eigenen Spieler und Staff vorzugehen. Wir glauben, dass wir als Verein hier Einfluss nehmen können und dies auch Druck auf die anderen Klubs ausübt, gleich zu handeln.

Ich will diesen Virus nicht in meiner Mannschaft haben. Wenn sich ein Spieler so verhält, dann spielt es keine Rolle, ob er gut ist oder nicht – dann will ich ihn einfach nicht dabei haben”.

Jetzt können wir einfach nicht anders als uns eine Träne der Rührung zu verdrücken. Danke, Östers IF!

Sind Sie auch in Jubellaune? Dann schalten Sie um 13:00 Uhr wieder ein, dann haben wir hier etwas zu feiern!

Dumm gejubelt

Briger am Donnerstag den 27. Oktober 2016

Dennis Agyare Antwi spielt Fussball in Kristianssand.

Seit letztem Wochenende ist er einem breiten Publikum in Norwegen bekannt. Und das kam so. Denny Antwi, wechselte Ende Juli vom Zweitligisten FK Jerv zum IK Start in die Tippeligaen. Zuvor verdiente er sein Geld in seiner Heimat Ghana bei Hearts of Oak, ehe er sein Glück zunächst in Malaysia und dann wieder in Ghana versuchte. Im Januar 2014 wagte er den Sprung nach Europa, er spielte nun für Rosengård (genau, Zlatan Ibrahimovic hat hier kicken gelernt) in der vierten schwedischen Liga. Von da dann im August 2015 der Wechsel in die Zweite norwegische Liga und nicht mal ein Jahr später dann eben der Wechsel zum IK Start, gegen den Jerv im November 2015 das Auf-Abstiegs-Spiel verloren hatte, so viel am Rande.

Nun, lange Rede kurzer Sinn, letztes Wochenende spielte Antwi mit seinem zwei Runden vor Schluss bereits abgestiegenen IK Start auswärts gegen den Lillestrøm SK. Mit seinem allerersten Tor in der höchsten Spielklasse traf der 23-jährige zum zwischenzeitlichen 1:0 (Endstand 1:1). Entsprechend freute er sich. Wie Fussballer das so machen, rannte er vor die Fans, reckte dabei seine Hände zum Himmel und freute sich. Dummerweise rannte er aber nicht zu den eigenen Fans, sondern zelebrierte seinen Jubel vor den Heimfans. Nun, das passte nicht allen und ein erboster Zuschauer stürmte den Platz und stiess Antwi um. Doch damit nicht genug Unheil für den jungen Mann. Der Schiedsrichter verwarnte Antwi wegen übertriebenem Torjubel, aber sehen Sie selbst:

Schwedisches Sommermärchen

Herr Maldini am Mittwoch den 17. August 2016

HerrEriksson

Die Schwedinnen sind im Penaltyschiessen einfach nicht zu bezwingen.

Ältere Leserinnen und Leser erinnern sich: Die Schwedinnen mussten gestern in Rio im Halbfinal bei den topfavorisierten und gastgebenden Brasilianerinnen antreten – und gewannen nach Penaltys! Das mag Sie jetzt vielleicht überraschen – unser Schweden-Korrespondent Herrn Eriksson sah es kommen: “Für mich war schon immer klar, dass wenn es zum Elfmeterschiessen kommt, die Schwedinnen gewinnen werden”, verriet er dem Runden Leder exklusiv. “Schliesslich haben sie im Viertelfinal bereits die Topfavoritinnen aus den USA nach Penaltys geschlagen.” Dass sich die Schwedinnen jeweils mit ultradefensivem Fussball im Stile Griechenlands anno 2004 in die Entscheidung vom Elfmeterpunkt retteten, gefällt aber nicht allen.

Skärmavbild 2016-08-16 kl. 21.49.32In Schweden aber ist man überglücklich. “Wir scheissen drauf (dass ihr den defensiven Fussball nicht mögt), liebe Welt”, schrieb Thomas Pettersson von der Zeitung Expressen. “Ich habe mir eingeredet, die Fans jubeln mir zu”, sagte Mittelfeldspielerin Lisa Dahlkvist nach dem Spiel gegen Brasilien und dem Umstand, dass die Fans ihrem Team nicht unbedingt wohlgesinnt waren. “Es liegt nicht an mir, den Gegner für seine Strategie zu kritisieren”, meinte Vadao, der Trainer der Brasilianerinnen. “Sie wollten offenbar 1-0 gewinnen oder aber sich ins Penaltyschiessen retten.”

Die amerikanische Verliererin Fussballerin Aly Wagner hatte sich bereits nach dem verlorenen Viertelfinal gefragt: “Ich weiss nicht, was mich mehr aufregt: Der Sieg Schwedens oder die Tatsache, diesen Fussball nochmals sehen zu müssen.” Nun, sie muss ihn noch für ein Spiel ertragen: Am Freitag um 19:30 gegen Deutschland. Es geht um Gold, und es ist das Spiel der Revanche, aber das wissen Sie ja bereits.

Der ewige Olympia-Kater

Herr Maldini am Dienstag den 16. August 2016

HerrEriksson

Seit der Frauenfussball olympisch ist, wartet Schweden auf eine Medaille. Klappt es in Rio? Herr Eriksson hat sich umgeschaut.

2004  war es, als in Athen erstmals an Olympischen Spielen ein Fussballturnier der Frauen ausgetragen wurde. In Schweden grassierte das Fussballfieber – 2003 hatte man den WM-Final gegen Deutschland äusserst knapp (und eigentlich unverdient) 1-2 nach Verlängerung verloren. Man wollte sich revanchieren, und – da waren sich Journalisten und Fans einig – Olympiagold wäre noch viel edler gewesen als ein Weltmeistertitel. Schön wär’s gewesen! Zuerst verlor man den Halbfinal gegen Brasilien mit 0-1, und als dann Deutschland im Spiel um Platz 3 wartete, tja… dann gab’s eben wieder eine Niederlage. 0-1 und aus der Traum.

Lotta Schelin.

Lotta Schelin.

2008 ging es in Peking um die Wurst. Schweden spielte eine ordentliche Gruppenphase, bei der die fussballerische Grossmacht Kanada 2-1 besiegt wurde. Im Viertelfinal wartete Deutschland. Hatte man die Hausaufgaben gemacht? 90 Minuten lang gab es keine Tore. Ein Kopfball in der Nachspielzeit hätte das 1-0 für Schweden bedeutet, aber die Unparteiischen werteten das (eigentlich harmlose) Kopfballduell als Foul von Lotta Schelin, und es ging in die Verlängerung. Auch nach 100 Minuten noch keine Treffer. In der 104. Minute fiel das 0-1 aus Schwedischer Sicht, und nach 110 Minuten lief man in einen Konter und es stand 0-2. Fertig.

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Trümmliges Tattoo (IX)

Herr Maldini am Donnerstag den 4. August 2016

Es ist so eine Sache mit diesen Körperbemalungen.

processSicher ist es Ihnen neulich beim Coiffeur bei der People-Lektüre aufgefallen: Zlatan Ibrahimovic kommt ungewohnt daher, also optisch. Bis vor kurzem war sein Oberkörper – ganz so, wie es sich für einen erfolgreichen Fussballstar gehört – von Tattoos übersät. Doch plötzlich ist er fast ganz blank. Hat der selbsternannte Gott von Manchester etwa seine Kunstwerke weglasern lassen? Nein, nein, natürlich nicht, sagte er dem RL heute morgen am Telefon: “Ich hatte 15 ablösbare Tattoos, es waren die Namen von Menschen, die Hunger leiden. Diese Tattoos sind nun verschwunden, aber die Menschen sind noch da. Ich hoffe, dass ihr Leiden durch diese Aktion sichtbar wird.”

Bei genauem Hinschauen fällt allerdings auf, das Ibra plötzlich auch andere Kunstwerke auf seinem Körper fehlen. RL-Tattoo-Experte Herr Maldini sagt dazu: “Ich habe absolut keine Erklärung dafür.”

Zwei neue Tattoos hat hingegen Mark Clattenburg. Klar – der englische Schiedsrichter hat bereits jetzt ein grosses Jahr hinter sich, daran möchte er noch lange erinnert werden. RL-Tattoo-Experte Maldini: “Ein Tattoo sollte möglichst zeitlos sein. Clattenburg hat sich deshalb zwei Erinnerungen stechen lassen, die an Originalität und Stil kaum zu überbieten sind und die ihm auch in 20 Jahren noch gefallen werden.” Nach Ansicht des RL ist es allerdings wahrscheinlich, dass die Aktion für den Unparteiischen rechtliche Probleme mit der UEFA TM nach sich ziehen wird. Aber sehen Sie selbst:

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1.0232 Millionen Euro

Briger am Montag den 18. Juli 2016

Diese Summe hat der FC Barcelona gemäss Recherchen der “Marca” im letzten Jahrzehnt pro Tor eines neuverpflichteten Spielers im Schnitt ausgegeben.
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Barcelonas Erzrivale aus der spanischen Hauptstadt gab dagegen nichteinmal die Hälfte der Summe aus (415’981€). Dies liegt vor allem daran, dass die beiden teuersten Realtransfers der letzten Dekade, Cristiano Ronaldo und Gareth Bale, voll einschlugen und durch ihre hohe Torquote ihre Transferausgaben wert waren. Barcelona hingegen hatte das Pech, dass Zlatan Ibrahimovics 22 Treffer in seiner einzigen Saison in Katalonien umgerechnet 3.159 Mio. Euro kosteten und dass Lionel Messi aus dem eigenen Nachwuchs stammt, in den Vergleich der Ausgaben der acht untersuchten Clubs (neben Real und Barca sind dies ManCity, ManUtd, Atletico, Chelsea, Bayern und der PSG). Der teuerste aller untersuchten Spieler war Chelseas Romelu Lukaku, der für 22 Millionen Euro geholt wurde, in 15 Partien aber nie ins gegenerische Tor traf. Ebenfalls aufs Podest schafften es Manchester Uniteds Angel Di Maria (Kosten: 75 Millionen €, Tore: 4, Kosten pro Tor: 18.75 Mio. €) und Alessio Cerci von Atletico Madrid (16 Millionen, 0 Tore, 16 Millionen). Die günstigste Neuverpflichtung aller acht Clubs war Guillaume Hoarau, der nach seinem Wechsel von Le Havre nach Paris in 161 Partien 57 Tore erzielte. Ein Tor von Hoarau kostete angesichts seiner mit 500’000 € bescheidenen Ablösesumme somit nur gerade 8’771 Euro.

Gähnende Langeweile

Briger am Donnerstag den 25. Februar 2016

BREAKING YB-NEWS: Loris Benito fällt mit Kreuzbandriss aus.

Doch, es gibt sie: Titelkämpfe in europäischen Fussballigen, die noch langweiliger sind als in der Raiffeisen Super League.

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Aufwändige Recherchen des Runden Leders ergaben, dass es in Europa insgesamt vier Meisterschaften gibt, die noch langweiliger sind als diejenige in der Schweizer Super League. Nein, die schottische ist für einmal nicht dabei. Celtic hat nach 26 Runden gerademal 6 Punkte Vorsprung auf Aberdeen.

Den grössten Abstand zwischen Platz 1 und 2 findet sich in Serbien. Roter Stern Belgrad führt dort sieben Runden vor Abschluss der Hauptrunde mit 25 Punkten Vorsprung auf Borac Cacak die Meisterschaft an. Immerhin werden die Punkte vor den Play-Offs nochmals halbiert, so dass Roter Stern den Sekt noch etwas kühl stellen muss. Ähnlich dominant wie Roter Stern ist der PSG, welcher nach 27 Runden 24 Punkte Vorsprung auf Monaco aufweist und somit noch neun Punkte zum Gewinn der Meisterschaft benötigt, so fern die AS Monaco die nächsten drei Spiele gewinnt. Bei einer Niederlage der Monegassen könnten die Hauptstädter bereits am 5. März zu Hause gegen Montpellier Meister werden.

Richtig langweilig ist es auch in Ungarn, dort führt Ferencvaros nach 21 von 33 Runden mit 20 Punkten Vorsprung vor Stadtrivale Újpest. Die vierte bereits entschiedene Meisterschaft findet sich in Griechenland, nach 23 Runden führt Olympiakos die Tabelle mit 18 Punkten Vorsrpung auf AEK Athen an und kann damit bereits nächsten Sonntag mit einem Sieg im Heimspiel gegen Veria alles klar machen.

Kleines Detail am Rande: drei der fünf langweiligsten Ligen Europas führen den Begriff “Super League” in ihrem Namen.

Neulich in Vaduz

Rrr am Sonntag den 11. Oktober 2015

Zlatan Ibrahimovic gegen Peter Jehle.


Zlatan Ibrahimovic Penalty Miss – Liechtenstein… von Pathmanathan_Cumanan

Pedro Lenz war dabei und schreibt in der “Schweiz am Sonntag”:

“In der 40. Minute wird Ibrahimovic erneut im Strafraum gefoult. Diesmal erhält er den Penalty. Cool und abgeklärt läuft er an zum Duell gegen Peter Jehle.

Doch dieser Jehle, an dem Fussballerattribute wie Spezialfrisur oder Tattoos spurlos vorbeigegangen zu sein scheinen, stellt sich furchtlos auf die Linie. Er tänzelt nicht, macht keine Psychospielchen, steht bloss da und schaut dem legendären Zlatan Ibrahimovic in die Augen. Ibrahimovic schiesst scharf und einigermassen platziert, aber Jehle pariert die Kugel zur grossen Freude des einheimischen Publikums mirakulös. In der zweiten Halbzeit macht Ibrahimovic sein Tor dann doch noch. Seinen Ärger über den vergebenen Penalty scheint dieses 2:0 freilich nicht aufzuwiegen.

Peter Jehle war nie ein Star. Zwar hat er eine tolle Karriere mit 115 Länderspielen für Liechtenstein, zwei Schweizer Meistertiteln mit GC und Auslandengagements in Portugal und Frankreich hinter sich, trotzdem ist er immer zurückhaltend geblieben. Vielleicht wird dieser Penalty gegen Zlatan Ibrahimovic in einer Herbstnacht am Ufer des Rheins zu einem Hauptkapitel, wenn Peter Jehle später seinen Enkeln von seiner Karriere erzählen wird. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Peter Jehle seine Glanztat gegen Zlatan noch am gleichen Abend innerlich abgehakt hat.”

Wenn Zlatan Ibrahimović zu Ihnen nach Hause kommt …

Herr Pelocorto am Montag den 7. September 2015

… dann sind Sie der Gast.

Mehr Zlatan hier:

Étape 2: Täby

Herr Maldini am Dienstag den 25. August 2015

HerrEriksson

 


Herr Eriksson lebt!

Ältere Leser erinnern sich: Unser Schwedenkorrespondent befindet sich auf einer Rundreise. Und weil beim Spiel IK Frej Täby – Varbergs BoIS keine Tore fielen – überhaupt hat Herr Eriksson bisher noch nicht oft über Tore berichten können – fällt der heutige Bericht kurz und knapp aus.

UntitledWeiter gehts nördlich von Stockholm, in Täby. Täby ist im Gegensatz zur Betonwüste Hallunda eher flach gehalten, sowohl topografisch wie auch baustilmässig. Der grösste Teil der Einwohner Täbys wohnen in Villen, fahren mit dem Volvo zur Arbeit und sind im Sommer gerne im Sommerhäuschen im Archipel Stockholms oder anderswo.

In Täby ist der IdrottsKlubben Frej, kurz IK Frej. Frej spielt traditionell in gelben Leibchen mit  schwarzem Kreuz, das Stadion heisst Vikingavallen, und das Wappen zeigt einen grimmigen Wikinger.

Im Vikingavallen empfägt IK Frej heute Varbergs BoIS. Das Wetter ist Top, die Stimmung auch – aber wiedereinmal fehlen die Tore.

Verein: IK Frej
Gründung: 1968
Stadion: Vikingavallen
Kapazität: 3500
Match heute: IK Frej Täby – Varbergs BoIS 0-0
Bewertung: 3 (von 6)
Matchkommentar: Das 0-0 entsprach in etwa den Geschehnissen. Beiderseits waren die Teams bemüht, nach vorne zu spielen, aber im Abschluss fehlte die letzte Entschlossenheit, der letzte Biss. Bei Freistössen wurde oft lange diskutiert, wer wie und wohin schiesst, aber dann traf man mitten in die Mauer oder pfefferte das Leder weit neben das Tor. Am Ende des Matches schienen sich beide Teams mit einer Punkteteilung zufriedenzugeben
Eintrittspreis: 50 SEK (nach der 1. Halbzeit gratis)
Pyros & Hools: Keine Pyros, aber ein paar vorpubertierende Jugendliche singen den ganzen Match lang durch.
Kiosk? Ja.
Kaffe: 15 SEK
Wurst: 20 SEK
Bier: Nein. Ob schon alles aus war oder ob es gar nie Bier gab, wollten die überaus freundlichen (naja) Leute im Kiosk nicht sagen.
Sonstiges: Hinter dem Tor stehen nicht die Hools, sondern die Nachwuchsfussballmädels. Will man den Match in Ruhe ansehen, sollte man seine Blogtätigkeiten geheim halten.
Wie gehts weiter? Die Tour de Suède fährt weiter gen Norden und besucht als nächstes Uppsala und den IK Sirius.

Anmerkung: Eine (1) Schwedische Krone (SEK) entspricht etwa 11 Rappen.

Herr Eriksson macht eine Tour durch seine Heimat und berichtet in loser Folge direkt von den Fussballplätzen.

Étape 1: Hallunda

Herr Maldini am Mittwoch den 1. Juli 2015

HerrEriksson

 


Die erste Etappe der Tour de Suède startet in Hallunda, einem Vorort im Süden von Stockholm.

In den Jahren 1965-1974 verfolgte die Regierung Schwedens eine Vision: Während knapp 10 Jahren sollten für die Bevölkerung 1 Million neue Wohnungen gebaut werden. Der Stil war funktionalistisch, dies ist in Gebieten wie Tensta, Rosengård oder Hallunda noch heute sichtbar. Leider waren aber viele dieser neuen Stadtteile zu teuer, die Architektur zu einseitig – und je nach politischer Einstellung solche Vororte ein Faktor, der die Segregation zwischen arm und reich zementierte, wenn nicht gar vergrösserte.

hallunda
Nun gehts aber um den Fussball: In Hallunda beginnt heute die Tour de Suède, eine Reise, die den schwedischen Fussball in verschiedenen Ligen und Teilen des Landes untersuchen soll. Der bestplatzierte Verein hier heisst Arameiska Syrianska IF, spielt in der 2. Liga und hat heute Derby gegen Syrianska IF Kerburan aus Västerås.

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Schwatzhafter Schwede

Herr Shearer am Dienstag den 30. Juni 2015

Bescheidenheit ist eine Zier, doch leichter geht es ohne ihr.

Neulich in Tschechien: in der U21-Europameisterschaft haben die Schweden soeben Dänemark mit 4:1 aus dem Wettbewerb gehauen. Anschliessend tritt John Guidetti, im normalen Leben bei Manchester City angestellt, zum Interview an. Film ab!

Vergessen Sie nicht, in der Befehlsleiste unten die Untertitel einzuschalten, falls Ihr Schulschwedisch auch schon ein bisschen eingerostet ist.

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