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Archiv für die Kategorie „La Liga“

Spanische Zitterpartie

Herr Pelocorto am Donnerstag den 17. Juli 2014

Spielt Aufsteiger SD Eibar in der obersten Liga oder nicht?

SD Eibar aus der gleichnamigen baskischen Kleinstadt mit knapp 27'000 Einwohnern ist ein Phänomen. Vorletzte Saison der Aufstieg von der dritten in die Segunda División, letzte Saison dann der Aufstieg in das Oberhaus des spanischen Fussballs, in die Primera División! SD Eibar ist klein, aber fein. 3'400 eingeschriebene Mitglieder, im Estadio Municipal de Ipurua finden 5'250 Zuschauer Platz und, völlig ungewöhnlich, SD Eibar ist vollständig schuldenfrei. In der Kasse sind 400'000 Euro!

So in der Primera División spielen? Pffft. Die spanische Sportbehörde CSD verlangt seit Mai 2014 von jedem Club ein Kapitalpolster von 2.1 Mio. Euro. SD Eibars Antrag für eine Ausnahmeregelung wurde abgelehnt. Für den Zwerg unter den Riesen waren die letzten Wochen deshalb eine einzige Zitterpartie, bis die Kapitalaufstockung um die 1.7 Mio. Euro unter Dach und Fach war. Anhänger aus 48 Ländern zeichneten Anteile, unter ihnen Real Madrids Xabi Alonso, der einst eine Saison bei SD Eibar spielte. Alonso sprach Klartext:

Es ist verrückt, dass ein schuldenfreier Club mit gesunden Finanzen so genötigt wird, wo andere Clubs viel tiefer im Schlamassel stecken. Ich hoffe, dass unsere Unterstützung dazu beiträgt, dass Eibar dort bleiben kann, wo der Club hingehört.

Jetzt sollte dem Einzug in die Primera División definitiv nichts mehr im Weg stehen! Wenn Sie nun die offizielle Website Eibars anklicken, verstehen Sie die Startseite.

Bürgermeister, Ibon Areso,

Eibars Bürgermeister Ibon Areso, Clubvertreter und Anteilszeichner feiern die erfolgreiche Kapitalerhöhung

Perfekte Platte

Herr Shearer am Donnerstag den 19. Juni 2014

Sie möchten den siebten Spieltag der WM passend ausklingen lassen?

Dann schieben Sie doch einfach wieder einmal das Erstlingswerk der amerikanischen Band Spain in den CD-Spieler. The Blue Moods of Spain begründete damals die Slowcore-Bewegung. Kopf der Band, welche vor zwei Jahren nach langer Absenz endlich, endlich wieder eine Platte herausgebracht hat, ist Josh Haden, Sohn des weltberühmten Jazzbassisten Charlie Haden. Ein Song von diesem Werk erlangte später noch Berühmtheit: Spiritual wurde sowohl von Johnny Cash auf seinem Album Unchained wie auch von Pat Metheny und Charlie Haden auf deren Instrumentalwerk Beyond The Missouri Sky gecovered.

The Blue Moods Of Spain

Wieso mir diese Platte gerade jetzt wieder in den Sinn kommt? Gute Frage.

Stadtderby in Europa

Lars Sohn am Donnerstag den 22. Mai 2014

Was Carlo Ancelotti und Diego Simeone als Spieler nie erleben durften, werden sie am Samstag als Trainer auf höchster Ebene nachholen. Carlo war bis 1992 bei Milan aktiv, während Cholo erst ab 1997 für Inter spielte.

Stadtderby

Die beiden stehen sich bekanntlich beim diesjährigen Finale der Champions League gegenüber. Als Angestellte von Vereinen aus Madrid und nicht aus Mailand, betreuen sie ihre Teams in Lissabon.

Adios Carles

Lars Sohn am Donnerstag den 15. Mai 2014

Heute hat Carles Puyol das Ende seiner Karriere bekannt gemacht.

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Der Kapitän des FC Barcelona beschliesst trotz weiterlaufendem Vertrag seine Profi-Laufbahn. Wegen seiner Knieverletzung kann er sich kaum vorstellen, bei einem anderen Verein zu spielen. Das Auskurieren seiner Verletzung hat laut Puyol Priorität, erst dann werde über die Zukunft entschieden. Trotz anders lautenden Gerüchten gibt er an, dass eine Karriere als Trainer für ihn nicht infrage komme.

Der Abwehrspieler mit der dicken Akte bei der Frisurenpolizei kann auf eine erfolgreiche Zeit als Profi zurückblicken. Mit Barça gewann er dreimal die Champions League, sechsmal die spanische Meisterschaft und zweimal die Copa del Rey. Mit der Furia Roja, für die er 100 Spiele absolvierte, gewann Puyol 2008 die Europa- und 2010 die Weltmeisterschaft.

Die Redaktion des Runden Leders schenkt Carles Puyol ein Ehren-Leserabo auf Lebenszeit.

Ein Titel fürs Triple

Rrr am Mittwoch den 16. April 2014

Bale bezwingt Barca.

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Real Madrid gewann das spanische Pokalfinale gegen Barcelona mit 2:1. Nach Reals früher Führung durch Di Maria und dem verdienten Ausgleich durch Batra schoss Gareth Bale das goldene Tor, als er sich kurz vor Schluss in einem unglaublichen Energieanfall durchtankte und schliesslich auch noch den unsicheren Barca-Goalie Pinto verlud.

Der dritte Clasico der Saison war zwar von hoher Intensität, aber auch mässiger Qualität geprägt. Das liegt auch daran, dass Cristiano Ronaldo und Lionel Messi nicht mitspielten, wobei Messi sich immerhin auf dem Rasen befand.

Für die Katalanen dürfte die Saison ohne Titelgewinn bleiben. Real hat nach wie vor die Chance aufs Triple, dafür muss das Team von Carlo Ancelotti allerdings Bayern, Atlético und vielleicht auch Chelsea aus dem Weg räumen.

Hala Madrid!

Tiki Taka Trip

Rrr am Mittwoch den 16. April 2014

Rundes Leder Exklusiv: Mit Sonderkorrespondent Herrn Riquelme am spanischen Cupfinal.

20140415-211412.jpgUm 21.30 Uhr erfolgt der Anpfiff in Valencia: Im Final der Copa del Rey trifft Real Madrid auf Barcelona. Die Hoffnungen der Katalanen ruhen auf Lionel Messi, das ist der Herr rechts neben dem Rundesleder-Reporter Herr Riquelme, der Barca auf dem Weg ins Mestalla begleitet.

Herr Riq strahlt im Vorfeld des Spiels (live unter anderem auf Teleclub und Servus TV) grosse Zuversicht aus. "Es riecht förmlich nach einem Tiki-Taka-Triumph", strahlte Riq auf Anfrage. "Wir sind bereit für den dritten Saisonsieg gegen Real."

Geniessen Sie nun weitere faszinierende Funkbilder vom Flughafen und aus dem Flugzeug.

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Laufen für den Erfolg

Lars Sohn am Donnerstag den 10. April 2014

Messi überbot Goalie Pintos Laufleistung um 1,5 Kilometer!

Mitspielende Torhüter lehnen sich nicht mehr lässig an einen Torpfosten, während sie auf den nächsten Angriff warten. Vielmehr bewegen sie sich mittels Antizipation des Geschehens rege im Strafraum und verlassen diesen auch öfter um quasi als Libero heikle Situationen zu bereinigen. So getan, kam Barças Schlussmann Pinto gestern auf eine Laufleistung von 5,3 Kilometern. Des FC Barcelonas teuerste Offensivkraft, Lionel Messi, brachte es im gleichen Spiel auf schier unmenschliche 6,8 Kilometer. Vermutlich deshalb, weil im gegnerischen Slot kein Pfosten herumstand.

Mit dem Tempo des Spiels wuchs im Fussball auch die Anzahl der gelaufenen Kilometer. Von heutigen Spitzenspielern werden während der 90 Minuten nicht selten 10 Kilometer und mehr gerannt. Beim gestrigen CL-Viertelfinal-Rückspiel legte Atléticos Torschütze Koke sogar 12,2 km zurück. Zum Vergleich: Während den Siebziger Jahren lag die durchschnittliche Laufleistung der Spieler bei rund 4,5 km pro Match.

Übrigens: Statt auf die eigenen Schuhe zu starren applaudierten die Fans der Blaugrana nach dem verlorenen Spiel - dem Gegner.

Leihgeschäft mit Tücken

Rrr am Donnerstag den 10. April 2014

BREAKING NEWS: Cristiano Ronaldo erleidet Muskelverletzung und verpasst sehr wahrscheinlich den Cupfinal gegen Barca am kommenden Mittwoch (21.30 in Valencia)

Bayern oder Real - egal. Hauptsache nicht Chelsea.

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Etwa so präsentiert sich die Gefühlswelt der Fans von Atlético Madrid nach dem sensationellen Einzug in die Halbfinals der Champions League. Massgeblichen Anteil am Erfolg hatte der belgische Torwart Thibaut Courtois.

Dumm nur: Der 21-Jährige gehört immer noch Chelsea. Und der Leihvertrag enthält offenbar eine Klausel, die den Einsatz des Keepers gegen Chelsea verhindert.

So direkt ist das im Kontrakt natürlich nicht festgeschrieben - die UEFA würde es womöglich nicht akzeptieren. Atlético dürfte Courtois schon einsetzen, doch dann würde eine saftige Zahlung an Chelsea fällig. "Es ist ein Beitrag, den wir nicht bezahlen können", sagte Atlético-Präsident Enrique Cerezo letzte Nacht gegenüber spanischen Radiosendern. Angeblich geht es um sechs Millionen Euro.

Der belgische Nationalgoalie Courtois wechselte 2011 für neun Millionen Euro von Genk nach Chelsea. Die Londoner liehen ihn direkt an Atlético weiter. Dort sollte Courtois Spielpraxis und Erfahrung sammeln, um dereinst die Nachfolge von Petr Čech anzutreten. In Madrid überzeugte Courtois von Beginn weg und wurde mit dem Klub Europa-League-Sieger. Im Supercup traf Atlético 2012 auf Chelsea und siegte hoch mit 4:1 - mit Courtois im Tor. Im Sommer 2013 wurde ein neuer Leihvertrag für eine weitere Saison abgeschlossen. In diesem Vertrag wurde offenbar die umstrittene Klausel eingefügt.

Hohe Intensität

Lars Sohn am Mittwoch den 9. April 2014

Schafft Atlético Madrid den Einzug ins Halbfinale der Champions League?

Hinter dem momentanen Höhenflug der "Rojiblanco" steht ein Mann: Trainer Diego Simeone. Der Argentinier führte das Team seit Dezember 2012 aus dem Mittelfeld der spanischen Liga zur Qualifikation für die Champions League.

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Der läuferische und kämpferische Aufwand, den die Mannschaft auf dem Platz betreibt, macht es für jeden Gegner unheimlich schwierig, gegen Atlético zu reüssieren. Mit permanentem Verschieben auf engem Raum im 4-4-2 werden dem ballführenden Gegenspieler die Wege zugestellt. Damit werden die Gegner zu Quer- und Rückpässen gezwungen, derweil die eigenen Spieler auf den Aussenpositionen auf Konter lauern.

Atléticos Heimspiel gegen Barcelona ist leider nur auf Teleclub zu sehen. Das Hinspiel im Camp Nou endete 1:1.

Ach was! Schalten Sie heute Abend RSI La 2 oder RTS Deux ein. Ihr Pelocorto.

Spurensuche im Flügelrad

Rrr am Mittwoch den 2. April 2014

Herr Rrr im Gespräch mit Schweizer Filmpreisträgern.

Heute: Pedro Lenz.

pedrolenzHallo, Herr Lenz, ich bin's, Herr Rrr vom Runden Leder.

Hala Madrid, Herr Rrr.

Hala Madrid, Herr Lenz. Ich möchte mit Ihnen über die Schlüsselszene des Films "Der Goalie bin ig" sprechen.

Die Schlüsselszene?

Ja! Da wo der Goalie und Stofer im Spanierlokal sitzen. Da läuft doch im Hintergrund ein Real-Match.

Ah genau. Stimmt.

Eben! Was war das genau für ein Match?

Ein Clásico.

Toll. Und welcher?

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Kreativer Kroate

Rrr am Donnerstag den 27. März 2014

Niemand kommt an Pepe vorbei.

Na ja, fast niemand. Ivan Rakitic zeigt wies geht. Sehr schön! Sein Kunststück leitet den 2:1-Siegtreffer von Sevilla gegen Real Madrid ein, in der Tabelle liegt nun Stadtrivale Atlético vorn (73 Punkte). Auch Barca (72) ist an Real (70) vorbeigezogen. Am Sonntagabend hatte Real zeitweise noch sieben Punkte Vorsprung auf die Katalanen - so schnell gehts.

7rvw4Ganz Madrid rätselt derweil über diese Aufnahme, die unmittelbar nach dem Siegtor von Sevilla entstand. Was hat da Real-Coach Ancelotti genau gespickt? Wenn ja, hat es genutzt? Wenn ebenfalls ja, wo kann man es kaufen?

Spanisches Spektakel

Rrr am Sonntag den 23. März 2014

Barcelona ist zurück im Meisterrennen.

20140323-224901.jpgDie Katalanen gewannen den hochspektakulären Clasico im Bernabeu mit 4:3. Real Madrid liegt nun gleichauf mit Atlético und nur noch einen Punkt vor Barca.

2:2 stand es zur Pause, danach folgten drei umstrittene Penaltys. Zuerst wurde Cristiano ausserhalb des Strafraums gefoult, dann fiel Neymar nach einem Zweikampf gegen Ramos zu Boden (der dafür auch noch Rot sah). Das Unentschieden wäre ein gerechter Lohn für beide Mannschaften gewesen, doch dann kam auch noch Iniesta im Strafraum zu Fall.

Wie auch immer: Das Spiel war ein grosser Genuss, und die Meisterschaft ist nun wieder spannend. Den nächsten Clasico gibts übrigens schon am 16. April - es ist der Cupfinal.

*** LIVEBLOG *** Real-Barca 3:4

Rrr am Sonntag den 23. März 2014

Im Bernabeu läuft der Clasico.

85.454 Zuschauer. - Tore: 7. Iniesta (Messi) 0:1, 20. Benzema (Di Maria) 1:1, 23. Benzema (Di Maria) 2:1, 42. Messi (Neymar) 2:2. 54. Cristiano Ronaldo (FP) 3:2. 65. Messi (FP) 3:3. 84. Messi (FP) 3:4.

Real Madrid: López, Carvajal, Pepe, Ramos, Marcelo, Modric, Alonso, Di María, Bale, Benzema (65. Varane), Ronaldo.

Barcelona: Valdés, Alves, Piqué, Mascherano, Jordi Alba, Xavi, Busquets, Cesc (78. Alexis), Neymar (68. Pedro), Iniesta und Messi.

Auch das Fachblatt "Marca" erfreut sich am Klassiker:

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Kleinkinderklassiker

Rrr am Donnerstag den 20. März 2014

Klopf, klopf - der Clásico steht vor der Tür.

112Am Sonntag um 21 Uhr empfängt Real Madrid den FC Barcelona zum zweiten von mindestens drei Clásicos in dieser Saison (der nächste folgt am Ostersamstag in der Form des spanischen Cupfinals, weitere Aufeinandertreffen sind in der Champions League möglich).

Barca gewann den ersten Clásico daheim 2:1. Das war Ende Oktober, seither hat Real Madrid kein Spiel mehr verloren und liegt mittlerweile vier Punkte vor dem Erzrivalen. Die Katalanen brauchen also einen Sieg im Bernabeu, wenn sie in der Meisterschaft noch mitreden wollen.

Die spanische Presse befindet sich schon seit Tagen im Ausnahmezustand, und weil täglich 10, 20, 30 - ach was: 50! Seiten zum Clásico gefüllt werden müssen, gibt es keinen Aspekt, der noch nicht irgendwie aufgegriffen wurde. Und es ist erst Donnerstag.

Wobei: Das hier ist natürlich interessant. "El Mundo Deportivo" serviert den Baby Clásico!

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Freundliche Jungs

Rrr am Freitag den 7. März 2014

Cristiano Ronaldo ist gar nicht so wie alle meinen. Sagt ein Barca-Star.

pique_cr7Gerard Piqué spielte bei Manchester United von 2004 bis 2008 zusammen mit CR7 und lobt den portugiesischen Superstar in höchsten Tönen, wie die spanische Fachzeitung "Marca" berichtet.

"Ich kenne ihn sehr gut, er ist ein freundlicher Junge", sagt Piqué. Dass der Portugiese oft als arrogant und selbstverliebt dargestellt wird, kann der Verteidiger der Katalanen nicht verstehen. "Sein öffentliches Image entspricht nicht seinem wirklichen Lebensstil."

Aber natürlich habe Cristiano auch Fehler begangen. "Er war vielleicht etwas zu aufrichtig, als er sagte, dass die Leute eifersüchtig auf ihn seien, weil er ein guter Fussballer, reich und schön ist."

Weniger nett ist Ex-Real-Trainer José Mourinho. "Bei Real Madrid war es oft so, dass die Spieler vor dem Spiel vor dem Spiegel Schlange standen, während der Schiedsrichter im Tunnel auf sie wartete", erinnert sich Mourinho an die Zeit beim spanischen Rekordmeister. Ganz anders sei die Arbeitseinstellung der Fussballer von Chelsea. "Denen geht es nicht um eine Million mehr oder weniger, sondern darum, auf dem höchsten Level zu spielen und Titel zu gewinnen."