Archiv für die Kategorie ‘YB for ever’

Unzählige Ungereimtheiten

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 28. März 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Dr. Rüdisühli, in der sehr guten Sendung “Aeschbacher” war der Moderator, Herr Aeschbacher, am vergangenen Sonntagabend zu Gast beim Berner Stadtpräsidenten. Zwei Sachen blieben mir unklar. Erstens: Warum war Herr Aeschbacher so warm angezogen? Wird im Erlacherhof nicht geheizt? Und zweitens: Was hat Herr von Graffenried da für ein YB-Shirt in seinem Büro? UAwg, H. B., O.

Lieber Heinz, besten Dank für Ihre beiden Fragen. Die Antworten hängen inhaltlich in gewisser Weise zusammen.

Erstens: Die Sendung war eine Konserve, sie wurde bereits am Mittwoch, 1. März, aufgezeichnet. An jenem Tag war es wechselnd bewölkt, am Nachmittag zunehmend nass bei maximal 6 Grad. Herr Aeschbacher war also durchaus passend gekleidet.

Zweitens: Mehr Kopfzerbrechen bereitete uns das YB-Trikot. Es handelt sich offensichtlich um eine dreiste Fälschung des aktuellen Trikots 2016/17: Die Nummer 1 trägt in Wirklichkeit Wölfli, und der heisst nicht Alec, sondern Marco. Ausserdem ist das Goalietrikot nicht gelb, sondern rot. Das Gekritzel auf dem Trikotrücken können wir nicht entziffern, vermutlich hat da jemand seinen edding 30 ausprobiert.

Aber warum eigentlich hat Herr von Graffenried so einen gütig-zuversichtlichen Gesichtsausdruck? Richtig, die Filmaufnahme entstand am frühen Nachmittag des 1. März. Das Spiel gegen Winterthur war erst am Abend selbigen Tages. Alles klar? Mit besten Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli

Der neue Vorsitzende

Rrr am Freitag den 24. März 2017

Herr Rrr auf Investigativrecherche. Heute: Besuch bei Albert Staudenmann.

Der Mann, den alle als Sprecher von YB kennen, soll nun auch Präsident des Vereins werden. Die Generalversammlung entscheidet am nächsten Montag.

Aber Moment mal: Läuft da alles sauber ab? Herr Rrr ist beunruhigt und sucht das Gespräch. Gestern abend kurz vor 17 Uhr klopft er an Staudenmanns Bürotür im Stadion.

Herr Staudenmann, ich bin’s! Herr Rrr vom Runden Leder!

Ah, Herr Rrr. Willkommen. Sie nehmen sicher einen Espresso.

So kurz vor dem Apero? Nein danke. Sowieso möchte ich gleich zur Sache kommen. Herr Staudenmann, wenn Sie gleichzeitig Präsident und Medienchef sind, können Sie sich dann selber entlassen?

Ui, Herr Rrr, ich befürchte, dass Sie da etwas nicht ganz verstanden haben. Am besten schauen wir uns mal zusammen das Organigramm des YB-Hauses an. Respektive, ich erkläre es Ihnen, und Sie schreiben mit. OK?

Ja ja, legen Sie los. Ich zeichne es. 


Ist es gut so?

Voilà! Und jetzt sehen Sie, Herr Rrr, dass es keinerlei Interessenkonflikte gibt. Denn als Mediensprecher bin ich nur im grünen Bereich tätig. Dort, wo das operative Geschäft läuft. Kader, Transfers, Stadion, alles. Die Kommandozentrale von YB mit Hanspeter Kienberger als Präsident. Der rote Bereich, das ist der Verein, der mischt sich nicht ins Tagesgeschäft ein. Der hat die Traditionspflege als Hauptaufgabe, er kümmert sich um seine Mitglieder,  ist der ganzen YB-Struktur eng verbunden, aber …

… er redet nicht drein.

Genau.

Dann haben Sie als Vorsitzender des Vereins gar nichts zu sagen zum Tagesgeschäft?

Nein. In dieser Funktion werde ich vielmehr zum Bindeglied zwischen Grün und Rot auf Ihrem Diagramm …

Ach so. Hm. Und was verdienen Sie denn so, als Bindeglied?

Es gibt keine Anpassung meines Vertrags.

Ah, ehrenamtlich, ok. Das wäre nichts für mich. Mir schwebt mehr ein Job vor, wo ich viel verdiene, wenig zu tun habe, aber überall dreinreden kann.

Dann ist es wohl richtig, dass Sie nicht beim Verein YB kandidieren.

Gibt es überhaupt Gegenkandidaten?

Das weiss ich nicht.

Dann toi toi toi für Montag, Herr Staudenmann! Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie so ein tolles Ergebnis erreichen wie Uli Hoeness kurz nach Gefängnisaustritt, als er wieder Bayern-Präsident wurde. 97,7 Prozent der Stimmen, ein Wahnsinn war das!

Zum Wahlresultat habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich hoffe einfach, dass ich breite Zustimmung bekomme. Es wäre für mich natürlich eine schöne Sache als ehemaliger YB-Junior, wenn ich Vorsitzender des Vereins sein dürfte.

Doppelschlag im Tessin

Rrr am Sonntag den 19. März 2017

YB schlägt Lugano in 121 Sekunden.

Die Young Boys hatten das Spiel im frühlingshaften Tessin (23 Grad warm) stets im Griff, mussten sich aber lange gedulden, bis endlich der Führungstreffer fiel. Nach 71 Minuten 12 Sekunden war es so weit, als Joss flanken und Sulejmani unbedrängt einköpfen konnte:

Nach dem Führungstreffer suchten die Berner mit Vehemenz das zweite Tor – das sie nach 73 Minuten 13 Sekunden  auch schossen. Sulejmani und Mbabu kombinierten sich auf der rechten Seite durch, Hoarau vollendete das Werk.

Damit ist der erste YB-Saisonsieg gegen Lugano unter Dach – die Young Boys haben nun jede Mannschaft der Super League mindestens einmal geschlagen. Den Vorsprung auf Sion und Luzern haben die Gelbschwarzen an diesem Wochenende auf 10 bzw 12 Punkte ausgebaut, nach der Länderspielpause geht es am 2. April weiter mit dem Heimspiel gegen Vaduz.

Für Hartgesottene gibts …

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Abzug bei der Haltungsnote

Rrr am Dienstag den 14. März 2017

Wie immer am zweiten Dienstag im März: Randsport-Nachmittag im Runden Leder!

Heutige Disziplin: Turmspringen.

Nicolas Gétaz springt sauber ab, wagt den Doppelsalto rückwärts, baut eine halbe Schraube ein, taucht dann aber etwas unsauber in den Rasen ein.

Schwierigkeitsgrad: Mittel
Haltungsnote: 6,7.

Wahrscheinlich wäre eine bessere Note möglich gewesen, wenn Gétaz als Turm Hoarau statt Assalé verwendet hätte. Aber egal, nach Angaben seines Vereins sollte die Verletzung in zwei Wochen ausgeheilt sein.

Das Goalie-Grosi

Rrr am Dienstag den 14. März 2017

Herr Rrr im Gespräch mit richtigen Sportjournalisten. Heute: Fabian Ruch.

Wir erreichen Herrn Ruch am Montag kurz nach 15 Uhr am Telefon.

Hallo? Ist da jemand?

Ja, Ruch?

Ah, Herr Ruch, gut dass Sie abnehmen. Deshalb habe ich ja meine Nummer unterdrückt. Ich bin’s, Herr Rrr vom Runden Leder!

Oh Gott.

Herr Ruch, ich rufe wegen der Grossmutter an.

Welche Grossmutter?

Die Grossmutter vom Lausanne-Goalie. Wo Sie in der Berner Zeitung drüber geschrieben haben. Gestern im YB-Matchbericht. Sind Sie sicher, dass sie diesen Schuss von Thorsten Schick gehalten hätte?

Wohl schon, ja. Und sowieso: Wäre tatsächlich die Grossmutter im Tor gestanden, hätte es da einen Spieler am Pfosten gehabt. Schon nur deswegen, weil das Grosi längst vor dieser Szene aus Langeweile am Pfosten liegend eingeschlafen wäre.

Nun gut, Sie sind der Experte, ich glaube Ihnen.

Ok, danke. Tschüss.

Moment, ich habe noch eine andere Frage. Wenn meine Tante zugleich meine Grossmutter ist, mit wem hat dann mein Onkel geschlafen?

Ja ja, ich weiss. Verwandtschaftsgrade sind nicht meine Kernkompetenz. Machen Sie denn selber nie Fehler, Herr Rrr?

Ich? Nö. Nie.

Schön für Sie.

Ich bin eben ein Profi. Aber jetzt muss ich ins Apero. Vielen Dank fürs Interview und grüssen Sie mir Ihre Grossmutter, lieber Herr Ruchti!

Malaise auf der Pontaise 

Rrr am Sonntag den 12. März 2017

YB hat erstmals seit dem 30. Oktober kein Gegentor erhalten.

Das ist natürlich erfreulich. Aber leider hat YB erstmals seit 16. Oktober auch kein Tor geschossen. Logische Folge ist das 0:0 beim Abstiegskandidaten Lausanne (der 9:1 Corner herausspielte und 62 Prozent Ballbesitz hatte). 

4011 Zuschauer sahen einen Grottenkick von epischem Ausmass. Unser Funkbild zeigt Spieler beider Mannschaften beim erfolglosen Versuch, das Spiel schön zu trinken. 

Weiter gehts für YB am nächsten Sonntag in Lugano. Nach  der Länderspielpause folgt am 2. April das Heimspiel gegen Vaduz. 

Der Melker

Rrr am Samstag den 11. März 2017

Mani Porno ist tot. Aber Binggis, die YB-Legende, lebt!

Ältere Leser erinnern sich: Mani Porno waren jahrelang die unbestellte und nie abgeholte Hausband der Berner Young Boys. Das unkomplizierte Duo bis Trio beschallte Trainingseinheiten der ersten Mannschaft, sorgte für Stimmung im Extrazug und begleitete das Team bis an den Bosporus. Motherfuckers! Dann der grosse Schock: 2013 war fertig, als die Musiker zu erschreckenden Erkenntnissen kamen.

Jetzt ist Sänger Gaviões Binggis als Melker zurück und legt gleich ein ganzes Album vor. RL-Chefredaktor Herr Rrr ist begeistert, er ist ja Binggis grösster Fan, quasi Groupie der ersten Stunde: “Im Prinzip gibt es nur drei Männer, die mich zu jeder Zeit vorbehaltlos begeistern: Guillaume Hoarau, Johann Schneider-Ammann und Gaviões Binggis.”

Was, Sie können die Texte noch nicht auswendig? Dann ist höchste Zeit für eine Sonderausgabe unserer Serie Karaoke mit Hakan. Merken Sie sich nun den Text des sehr schönen Liedes “Hermrige”, dann können Sie heute abend beim Fest im ISC mitsingen. Film ab!

OBI auf der YB-Brust

Rrr am Donnerstag den 9. März 2017

Alte Liebe neu entflammt: Die Migros kehrt als Hauptsponsor zu YB zurück.

Der Schriftzug der Migros-Tochter OBI prangt ab der kommenden Saison wieder auf der Brust der Gelbschwarzen. Das gab der Klub heute an einer Pressekonferenz bekannt. Mindestens bis 2020 läuft der neue Vertrag mit der Migros. Der Baumarkt OBI verkauft  seine hervorragenden Produkte in Schönbühl, Oftringen und Thun. 

Honda bleibt den Bernern als Hosensponsor verbunden. Die Japaner waren im November 2013 bei YB als Hauptsponsor eingestiegen. Der Vertrag läuft Ende dieser Saison aus. Honda wird nun Premium Sponsor. 

Im neuen Wankdorf gab es bisher vier Hauptsponsoren, wie unsere informative Grafik zeigt. Als YB ins neue Stadion zog, warb Swisscom Directories für ihre Dienstleistungen (1996-2006). Dann folgte die Migros, die 2006-2011 die Marken OBI, Westside und SportXX propagierte. 2011-2013 folgte das Heimwerker-Mekka Bauhaus. Als sich im Sommer 2013 zunächst kein neuer Sponsor fand, machte YB einige Monate Werbung für das Wohltätigkeitslabel Laureus, ehe Honda einfuhr.

Unattraktives Produkt

Rrr am Montag den 6. März 2017

Die Sponsoren springen ab, die Prämien sinken: Der Schweizer Cup ist in der Krise.

Das Produkt lässt sich immer schwerer vermarkten, wie die Basler TagesWoche berichtet. Grosse Schweizer Firmen geben sich knausrig, sie unterstützen lieber die Nati. Der Schweizer Cup hat ein Schmuddelimage, vor allem wegen gewalttätiger Fans im Klubfussball. Ausserdem ist er heimatlos, seitdem die Stadt Bern den Final nicht mehr austragen mag.

Ein Hauptsponsor konnte zwar für die laufende Saison noch gefunden werden (die Helvetia Versicherung – schön zu wissen, wo all die Hausratsprämien landen). Zwei weitere Sponsoren wurden verzweifelt gesucht, aber nicht gefunden.

Die Folge: Die Klubs kriegen an Prämien nur noch die Hälfte der Vorsaison, wie diese Tabelle zeigt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass YB als einziger Top-Klub die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und sich von diesem Wettbewerbsformat getrennt hat. Dieser Cup hat ein Verliererimage, das ist unsäglich. Und deshalb ist die Wahrheit die: Nicht YB ist aus dem Cup ausgeschieden, sondern der Cup aus YB. Das einzig Interessante an einem Cupsieg ist der damit verbundene Europacup-Platz, aber den holen die Berner auch so: Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte der Super League reicht.

Thurnaround

Herr Shearer am Samstag den 4. März 2017

Trotz dem Vier-Minuten-Fluch: YB siegt wieder und schlägt den FC Thun mit 3:2.

Das ist für’s erste beruhigend. Sehr ärgerlich bleibt aber, dass YB zwar fulminant startete, aber die Gastmannschaft mit der ersten Chance durch Fassnacht (ausgerechnet heute!) gleich in Führung gehen konnte. Und weil man weiss, dass es bei YB immer zwei für eins gibt, doppelte Sorgic gute vier Minuten später nach.

Immerhin, zuerst zeigte Adi Hütter eine Reaktion (er wechselte bereits nach einer halben Stunde Joss und Sulejmani für  Lecjacks und Nuhu ein), dann auch die Mannschaft. Mit viel Wut im Bauch versenkte Sulejmani in der 38. einen direkten Freistoss, für den Ausgleich war in der 57. Marco Bürki besorgt, der einen Schuss von Mbabu unglücklich über seinen Goalie verlängerte. Weil YB weiter drückte, folgte der gerechte Lohn in der 79. Minute: Sanogo köpfte einen Sulejmani-Corner via Lattenkreuz ins Netz. In der Nachspielzeit vergaben die Thuner durch einen Pfostenschuss und einen Nachschuss über die  Latte noch den Ausgleich.

Damit sahen die 17’533 Zuschauer so quasi das umgekehrte Spiel vom Mittwoch, über welches wir nun das Tuch des Schweigens legen.

 

Rundesleder Tippspiel Nr. 12

Rrr am Samstag den 4. März 2017

Ilja, es föhnt.

YB will auch das dritte Saisonspiel gegen Thun gewinnen; in der Hinrunde gabs einen 4:1– und einen 3:2-Sieg. Die Gäste aus dem Oberland träumen vom ersten Erfolg gegen YB seit vier Jahren.

Das letzte Kantonsderby im Wankdorf war dank Billigtickets ausverkauft. Fürs heutige Spiel wurden bis Freitag 5600 Tickets abgesetzt, so dass die angegebene Zuschauerzahl (inkl. Abo-Besitzern) über 16’000 liegen wird.

Die Wurst des Tages holen Sie mit einer korrekten Antwort auf folgende Frage:

Wer trifft für YB?

Ihre Antwort erwarten wir bis 17.44 Uhr. Toi toi toi!

Beam me up Scotty

Rrr am Freitag den 3. März 2017

Der Fussballscott verlässt Bern.

YB-Verteidiger Scott Sutter wechselt per sofort zu Orlando City und wird dort Teamkollege des ehemaligen brasilianischen Weltfussballers Kakà. Der 30-Jährige bat die Young Boys um Auflösung des noch bis Saisonende laufenden Vertrags, um in der Major League Soccer zu spielen. Die YB-Führung kam zum Schluss, dass man die Saison auch ohne ihn zu Ende spielen kann.

Scott Sutter war im Sommer 2009 von GC zu YB gekommen und stand seither 249 mal für die Berner im Einsatz. Dabei schoss er 7 Tore und kam auf 30 Assists. International hat Sutter für YB 48 Einsätze absolviert.

Einen schlechten Ruf hat er leider bei der Frisurenpolizei des Runden Leders, wie unser erschütterndes Video aus dem Jahr 2014 zeigt. Brian Käsermann und Simon Nauser haben damals Herr Sutter einvernommen, aber leider nicht eindeutig überführen können. Wie auch immer, wir wünschen dem Fussballscott drüben bei Onkel Donald alles Gute und viel Erfüllung.

Sie möchten sich persönlich von Scott Sutter verabschieden? Das können Sie am nächsten Mittwoch um 18:30 Uhr in der Halbzeit tun. Vor seiner Abreise gibt es in der Halbzeit noch einen YB-Talk mit dem langjährigen Publikumsliebling.

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