Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Unbequeme Botschaften

Rrr am Montag den 20. März 2017

Der Trainer muss weg! Nur: Wie sagt man ihm das?

In Bern ist es einfach: Wenn das Runde Leder die Trainerfrage stellt, ist der YB-Trainer in der Regel innert 10 Tagen weg.

Andere Länder, andere Sitten: In Spanien  schwenken die Zuschauer weisse Taschentücher, wenn sie das Gekicke ihrer Lieblinge missbilligen. Die Zeche zahlt dann meist der Trainer.

Der Brauch mit den Taschentüchern kommt vom Stierkampf und heisst “Pañolada”. Das Bernabeu entlässt so die Übungsleiter, das Camp Nou ebenso, und mittlerweile wird der Brauch auch in Italien praktiziert.

Wieder anders ist es in England. Dort haben Fans schon des öftern Kleinflugzeuge gemietet, die während dem Spiel über das Stadion flogen und auf einem Banner den Kopf des Trainers forderten. Am Samstag war es wieder so weit: Arsenal-Fans hatten 2500 Pfund für ein Anti-Wenger-Banner gesammelt. Und so flog dieses Flugzeug während des Spiels über das Stadion von West Bromwich Albion.

Wenger-Befürworter hatten allerdings Wind von der Aktion bekommen. Kurze Zeit später war ein Flugzeug mit diesem Banner zu sehen:

Arsenal verlor das Spiel 1:3. Wenger sagte nach dem Spiel: “Ich weiss, was ich tun werde, und bald werden es auch alle wissen. Sehr bald.” Der Franzose ist seit 21 Jahren Arsenal-Trainer.

Fussballer sind Tiere (6)

Harvest am Mittwoch den 15. März 2017

Herzlich willkommen zur sechsten Folge unserer beliebten Serie „Fussballer sind Tiere“.

Fussballer werden oft wütend und ticken dann aus. Gründe für diese Wut sind entweder Frustration (über eigenes Versagen oder Fremdverschulden) oder Provokation. Als Beispiele dienen hier Taulant Xhaka, der frustriert ist über seine Auswechslung (also Fremdverschulden, nämlich des Trainers):

Und Cristiano Ronaldo, der sich vom Sevilla Spieler provoziert fühlt:

Beide Situationen lösen bei den Spielern Wut aus. Dabei reduziert sich die Aktivität in einem Teil des Gehirns direkt hinter der Stirn, dem sogenanten Frontalhirn, das auch für logisches-mitfühlendes Denken zuständig ist.

Dieser spezielle Teil des Frontalhirns der anteriore cinguläre Cortex (kurz ACC) ist eine Art Konfliktmanager und dafür zuständig, Probleme zu melden und zu lösen. Gleichzeitig kontrolliert und reguliert er unsere Reaktionen – eine verminderte Aktivität bedeutet also höhere Bereitschaft zu impulsivem Verhalten.
Gleichzeitig erhöht sich die Aktivität der Amygdala (dem Aggressions- und Alarm-Areal des Gehirns), die auch wegen ihrer Form Mandelkern genannt wird. Die Amygdala hat unter anderem die Funktion, Bedrohungen schnell zu erkennen und Abwehrreaktionen einzuleiten.

Diese Reaktionen können wir nur bedingt steuern und sie sind auch bei unseren Verwandten erkennbar. Vergleichen Sie die Reaktionen der Fussballer mit der eines frustrierten Kapuzineraffen, der statt einer Traube nur ein Stück Gurke erhält:

Mehr zum interessanten Experiment mit den Kapuzineraffen finden Sie hier.

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum.
Heute: Die Schweigeminute.

Dr. Rüdisühli am Montag den 13. März 2017

Jetzt ist schon wieder eine Klublegende gestorben.

«Seufzt so mancher Fan, wenn vor dem Anpfiff eine Schweigeminute zwischengeschaltet wird. Der Speaker erinnert an die Verdienste des Verblichenen, dann gibt es auf dem Rasen einen kurzen Moment der Besinnung. Eine Minute dauert er nie. Meistens 15, 20, maximal 30 Sekunden.

Wie die Schweigeminute ausgestaltet werden soll, steht in keinem FIFA-Regularium. Entsprechend unterschiedlich ist die Handhabung. In Italien wird schon seit Jahrzehnten zuerst geschwiegen, dann geklatscht. England hat den Brauch übernommen. In der Schweiz wird vor allem geschwiegen. Ganz anders in Spanien: Dort gibt es Musik ab Playback.

Im Bernabeu zum Beispiel gibts Ennio Morricones “Nascita di una città” aus dem Film “Spiel mir das Lied vom Tod” (sic), gerade gestern abend wieder für die unvergessenen Raymond Kopa. Der FC Barcelona setzt derweil auf den katalanischen Cellisten Pau Casals mit “El Cant Del Ocells”.

Ein Lied der Trauer auch in Schweizer Stadien? Super Sache! Aber was? Robbie Williams, “Angels”? Celine Dion, “My Heart will go on”? Polo Hofer, “Im Letschte Tram”?

Sie haben sicher bessere Vorschläge. Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge.
Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli»

Unattraktives Produkt

Rrr am Montag den 6. März 2017

Die Sponsoren springen ab, die Prämien sinken: Der Schweizer Cup ist in der Krise.

Das Produkt lässt sich immer schwerer vermarkten, wie die Basler TagesWoche berichtet. Grosse Schweizer Firmen geben sich knausrig, sie unterstützen lieber die Nati. Der Schweizer Cup hat ein Schmuddelimage, vor allem wegen gewalttätiger Fans im Klubfussball. Ausserdem ist er heimatlos, seitdem die Stadt Bern den Final nicht mehr austragen mag.

Ein Hauptsponsor konnte zwar für die laufende Saison noch gefunden werden (die Helvetia Versicherung – schön zu wissen, wo all die Hausratsprämien landen). Zwei weitere Sponsoren wurden verzweifelt gesucht, aber nicht gefunden.

Die Folge: Die Klubs kriegen an Prämien nur noch die Hälfte der Vorsaison, wie diese Tabelle zeigt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass YB als einziger Top-Klub die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und sich von diesem Wettbewerbsformat getrennt hat. Dieser Cup hat ein Verliererimage, das ist unsäglich. Und deshalb ist die Wahrheit die: Nicht YB ist aus dem Cup ausgeschieden, sondern der Cup aus YB. Das einzig Interessante an einem Cupsieg ist der damit verbundene Europacup-Platz, aber den holen die Berner auch so: Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte der Super League reicht.

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum.
Heute: Reine Nervensache.

Dr. Rüdisühli am Montag den 27. Februar 2017

Penalty für die eigene Mannschaft!

«Für manch einen Fan ist das eine nervliche Höchstbelastung. Natürlich auch für die Mitspieler.

Der Brasilianer Marcelo von Real Madrid kann zum Beispiel nicht hinschauen, wenn Cristiano Ronaldo einen Elfmeter schiesst – obwohl CR7 natürlich ein sicherer Verwerter ist. Lieber versucht Marcelo vom Gesicht von Toni Kroos abzulesen, ob der Ball den Weg ins Tor findet. Ein Einzelfall ist das nicht.

Wie sieht das bei Ihnen aus? Was war der aufregendste Penalty Ihres Fan-Lebens, und wie haben Sie den Moment bewältigt? Ertrugen Sie die Realität, schauten Sie weg, haben Sie für solche Augenblicke ein Ritual parat oder eine Ablenkungstechnik?

Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge.
Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli»

Unterwegs zur Heiligsprechung

Rrr am Montag den 27. Februar 2017

Rundes Leder Selbsttest: Wie werde ich zur Klublegende?

Der spanische Verteidiger César Azpilicueta möchte ein Vereinsheiliger von Chelsea werden. “Ich bin mit Chelsea Meister geworden, habe die Europa League gewonnen und den Ligapokal – aber klar, die Champions League fehlt mir noch. Ich arbeite daran.”

Gut, die Hürde ist hoch. Manch einem würde es schon reichen, eine Klublegende in der Schweizer Super League zu werden. Wie das geht? Absolvieren Sie unseren Selfcheck. Ab 51 Punkten sind Sie im voll im Rennen. Los gehts!

– Ich schiesse in den ersten drei Spielen fünf Tore. (4)
– Nach einem Europacupspiel in Sowieso gebe ich den Fans eine Runde aus. (8)
– Ich schiesse in den ersten drei Spielen fünf Tore und schwöre dem Klub anschliessend ewige Treue. (7) (Obacht: Die Punkte verlieren Sie beim Last-Minute-Transfer nach X in der nächsten Transferperiode)
– Ich kann die Vereinshymne auswendig und nehme meine Kinder mit zum Feiern vor die Fankurve. (1)
– Ich kann keinen geraden Pass und stehe meistens falsch, renne aber unermüdlich die Seitenlinie rauf und runter. (9)
– Ich habe eine extrem hübsche Freundin. (1)
– Bei TV-Interviews spreche ich frei von der Leber weg. (3)
– Wenn ich gesperrt bin, verfolge ich das Spiel im Ultra-Block. (7)
– Im Ultra-Block zünde ich auf Wunsch der Fans ein Pyro. (1400)
– Meine Frisur ist Stuhl. (1)
– Meine Frisur ist extrem Stuhl. (9)
– Bei der Vertragsunterzeichnung küsse ich das Vereinswappen. (0,5)
– Ich bin schwer vermittelbar und verkaufe das den Fans als Treue zum Verein. (9)
– Wegen einer kleinen Schürfung lasse ich mir einen Turban um den Kopf binden und spiele so das Spiel zu Ende. (100’000)

Verschiedene Varianten

Rrr am Montag den 13. Februar 2017

Wie immer am Montag: Rundes Leder Psychoblog.

Heute: Mein Team verlor am Wochenende 1:4. Wie gehe ich damit um?

■ Ich gehe normal arbeiten und hoffe, dass mich niemand auf YB anspricht. (2 Punkte)
■ Ich gehe wie gewohnt arbeiten und habe nach 10 Minuten Krach mit dem Chef. (5)
■ Hütter raus! Rihs raus! Alle raus! (0)
■ Ich nehme krank bis Mittwoch. Eventuell Donnerstag.(4)
■ Ich knöpfe mir den Thuner im Team vor und lache ihn wegen der Schlappe gegen Basel aus. (7)
■ Who cares? Mein Zweitteam hat gewonnen. (6)
■ Total geil, der neue Film “Fifty Shades Of Yellowblack”, wo gestern lief! Aber wie lautet das Codewort, wenn man genug hat? (6)
■ Tami, wo sind meine Betablocker? (2)
■ Fussball wird eh überschatzt, Hauptsache Beat Feuz ist Weltmeister. (8)
■ Mein Team würde niemals 1:4 verlieren. YB FOREVER!!! (20 Punkte)

Zählen Sie die Punkte zusammen, teilen Sie sie durch 15, schreiben Sie das Resultat auf gehäuseltes Papier und schicken Sie das Ganze zusammen mit einem Passfoto von Ihnen und den üblichen Kontaktdaten an: Rundes-Leder-Redaktion, Abt. Leseranimation, Guillaume-Hoarau-Allee 7, 1898 Bern. Wir kümmern uns dann um die fachgerechte Entsorgung Ihrer geschätzten Zuschrift. Besten Dank für Ihre Mitarbeit.

Alternative Fakten

Harvest am Mittwoch den 25. Januar 2017

Ihr Fachblog erkennt den Zeitgeist und präsentiert Ihnen heute Alternative Fakten:

  • Der BSC YB ist der beste und erfolgreichste Fussballverein der Schweiz.
  • Real Madrid ist ein herzensguter Club.
  • Marco Schneuwly ist der torgefährlichste Stürmer der Schweiz und gehört in die Nationalmannschaft.
  • Der GC hat den höchsten Zuschauerdurchschnitt in der Super League.
  • Die Football League Championship ist viel interessanter und attraktiver als die Premier League.
  • Guillaume Hoarau ist ein erfolgreicher Musiker und Favorit auf einen Grammy bei der nächsten Verleihung.
  • Die FIFA ist ein gemeinnütziger Verein.

Vielleicht kennen Sie auch noch Fakten, die unserer Wahrnehmung entgehen? Publizieren Sie sie in den Kommentaren und helfen Sie den Menschen, die Fakten richtig zu erkennen.

Rundes-Leder-Ausredengenerator™

Herr Maldini am Freitag den 20. Januar 2017

Jetzt auch Adrian Ramos. Der Stürmer von Borussia Dortmund wechselt nach China.

Weitere Spieler dürften ihm folgen. Selbstverständlich wechselt Ramos  nicht des Geldes wegen, sondern wegen…

…ja, weshalb eigentlich? Der Rundes-Leder-Ausredengenerator hat für Spieler, die sich vor mühsamen Journalisten rechtfertigen müssen, die richtigen Antworten parat.

Ich wechsle zu [______]*, weil…

  • …ich schon immer Mal nach China wollte. Ich habe gehört, dass es ein sehr schönes Land sei.
  • …ich schon als Kind den chinesischen Fussball bewunderte. Für mich geht ein Traum in Erfüllung.
  • …sich kein Verein derart um mich bemüht hat wie [______]*. Ich spürte ganz stark, dass sie mich unbedingt haben wollten.
  • …ich möchte [______]* helfen, endlich den ersten Titel zu gewinnen.
  • …, ehm, eigentlich weiss ich es gar nicht genau. Ich komme sowieso nach einem halben Jahr zurück.
  • …ich meinem grossen Idol Guillaume Hoarau nacheifern will. 
  • …mir mein Agent gesagt hat, ein Wechsel sei gut für meine Karriere.
  • …hey – Tevez, Oscar, 马尔蒂尼先生 – die chinesische Liga ist stark besetzt wie nie, eine riesige Herausforderung für mich!
  • …ich China helfen möchte, eine Fussball-Nation zu werden.
  • …in meiner Karriere  in allen fünf Kontinentalverbänden einmal spielen möchte. So wie Lutz Pfannenstiel!
  • mir Fussball wichtiger ist als Geld. In China entsteht gerade etwas ganz Grosses, da will ich unbedingt dabei sein.
  • ich jetzt schon [__] Jahre alt bin. Lange kann ich sowieso nicht mehr spielen, und ich habe bereits viel erreicht. Es ist ein reizvolles Abenteuer.

 * hier kommt der Name des chinesischen Fussballclubs rein, der Sie soeben transferiert hat.

Schweizer vor Ausländern

Harvest am Mittwoch den 18. Januar 2017

Unser Kolumnist Dr. Euler ist Statistiker und erklärt uns in unregelmässigen Abständen wichtige Zusammenhänge aus dem Spannungsfeld „Gesellschaft und Fussball“.

EulerNach den Festtagen lag ich vollgefressen und träge auf dem Sofa und liess meine Gedanken schweifen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die ersten Plätze der Super League alle von Schweizer Clubs belegt sind. Kann es sein, dass Schweizer einfach besser sind als Ausländer? Die Daten lassen keine Zweifel zu, wie Sie der folgenden Tabelle entnehmen können.

Schweizer sind besser als Ausländer. Doch wieso ist das so? Ich wollte mit Spezialisten darüber sprechen und habe mich mit Politikern aus verschiedenen Lagern unterhalten. Wobei, unterhalten habe ich mich eigentlich nur mit einem anonym bleiben wollenden Exponenten der grössten Volkspartei, der Rest hat mich mit Schimpf und Schande zum Teufel gejagt und einen Rassisten genannt. Von diesem Exponenten allerdings erhielt ich eine konstruktive Erklärung:
„Die Schweizer sind rechtschaffen, schon als Kind lernen sie, sich durchzubeissen und auf eigenen Beinen zu stehen. Schweizer hängen am Abend nicht am Bahnhof rum und trinken Bier, sie glotzen nicht jeder Frau nach und machen primitive Sprüche. Schweizer wissen, was es braucht, um sein Leben selber zu meistern und nicht den Staat dafür zahlen zu lassen. Schweizer übernehmen Verantwortung für ihr Leben und wissen, wie sie ihre Ziele erreichen können.“

Bauernsohn bei Bayern

Rrr am Samstag den 24. Dezember 2016

Natürlich kann er Kühe melken.

Das macht Carlo Ancelotti heute im Interview mit der Süddeutschen deutlich. Der Bayern-Trainer äussert nicht nur über seine Kindheit als Bauernsohn in Norditalien, sondern auch über …

… die Bedeutung des Fussballs: “Liedholm (Ancelottis Trainer in Rom) vertrat die Auffassung, dass Fussball von allen unwichtigen Dingen die wichtigste sei. Und ich glaube, er hatte recht. Der Fussball mag viele Menschen beschäftigen, aber er bleibt am Ende doch ein Spiel. Manchmal nimmt man den Fussball zu wichtig, als ginge es um Leben und Tod, als wäre so ein Spiel wie eine Schlacht. Das finde ich übertrieben.”

… der moderne Fussball: “Für mich ist das Hauptmerkmal des modernen Fussballs, dass vor allem sehr viel gespielt wird. Es gibt schlicht zu viele Spiele. Und ich glaube, dass es mit dem Wachstum noch eine ganze Weile weitergehen wird. Aber die wirtschaftlichen Interessen beeinträchtigen schon jetzt die Qualität, weil wir eben immer öfter auf den Platz müssen. Da besteht mittelfristig das Risiko, dass bei sinkender Qualität auch das Interesse nachlässt. Der Fussball könnte sich sozusagen selber fressen. Er wird zu sehr ausgepresst. Weniger Spiele, mehr Qualität, da müssen wir hin.”

… Smartphones: “Durch die sozialen Medien ist die Arbeit für einen Trainer schwierig geworden. Es gibt da dieses Phänomen, das ich ,die Einsamkeit des Smartphones’ nenne. Die Spieler isolieren sich damit. Deshalb vermeide ich inzwischen längere Trainingslager oder Klausur-Einheiten. Wenn die Spieler zu Hause sind, müssen sie mit ihren Frauen und Kindern reden. In Klausur hängen manche drei Stunden am Bildschirm. Als ich noch Fußballer war, gab es im Trainingslager den intensivsten Austausch. Wir spielten Karten, Tischfußball, Tischtennis, vor allem redeten wir miteinander. Jetzt wird fast nur noch beim gemeinsamen Essen geredet.”

… seine Ex-Spieler Ibrahimovic und CR7: “Es gibt den Ibrahimovic und den Ronaldo auf dem Platz, und dann gibt es diese Männer als Personen. Das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun. Seitdem Fernsehkameras jede Bewegung, jedes Mienenspiel auf dem Platz einfangen, sind Fussballer in der Tat wie Schauspieler.

Haltlose Unterstellungen

Rrr am Montag den 7. November 2016

Wirrkopf Walter analysiert das Wochenende.

walter“Die Bombe platzte gestern kurz vor dem Anpfiff: Tomislav P., der Abwehrchef eines bekannten Schweizer Super-League-Klubs, wurde aus “disziplinarischen Gründen” auf die Tribüne verbannt (SRF2 berichtete).

Da fragt man sich natürlich spontan: Was genau für disziplinarische Gründe? Der betroffene Verein wollte dazu nichts sagen. Und hat damit hundertprozentig richtig gehandelt.

777Freunde, ich sage es immer wieder: In Krisensituationen ist bei der Kommunikation grösste Vorsicht geboten. Nur allzu rasch schiessen Gerüchte ins Kraut, die niemand hören will: Ging es um nächtliche Alkoholexzesse, geilen Gruppensex, kranken Sektenwahn? Ist der Hintergrund das berüchtigte Rotlicht-Milieu, waren Drogen im Spiel, ist der Fall vielleicht sogar nur die Spitze des Eisbergs? Das sind natürlich alles völlig haltlose Unterstellungen, auch mit Waffenschiebereien und Menschenhandel hat das garantiert nichts zu tun, aber schaffen Sie das aus der Welt, wenn es erst einmal im Internet steht.

Deshalb, völlig richtig: Keine näheren Angaben, sagte sich der FC Luzern, wir schreiben “disziplinarische Gründe” aufs Matchblatt, das muss reichen. Wahrscheinlich hatte Herr Puljic am Freitag einfach Kopfweh und kam deshalb zu spät ins Training, aber das muss man ja nicht gleich an die grosse Glocke hängen. Na egal, ich gehe jetzt wieder Kormorane jagen, im Fischerhäuschen eine Seventies-Disco im pinky Netzshirt feiern in der Restwassermenge von Mühleberg Dynamitfischen.

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