Archiv für die Kategorie „Weisheiten“

Pausenflausen

Rrr am Montag den 17. November 2014

Semantik im Runden Leder! Heute: "Nati-Pause".

Eigentlich dachten wir, diese unsägliche Nati-Pause sei bald vorbei und wir könnten uns wieder der Super League zuwenden. Doch dann erschien Raphael Wicky am Bildschirm und sprach:

wicky

("Es ist jetzt extrem wichtig, dass man während der vier Monate Nati-Pause auf einem guten Tabellenrang steht.")

Was, vier Monate Nati-Pause? Auf der Redaktion des Runden Leders brach Panik aus. Nach unserem Verständnis ist die "Nati-Pause" die Phase, in der es wegen der Nati keine Super League gibt. Müssen wir also vier Monate lang ohne YB auskommen?

Es folgte eine heftige Debatte, wobei sich erst am frühen Sonntagmorgen eine halbwegs beruhigende Erkenntnis durchsetzte: Herr Wicky bezeichnet mit "Nati-Pause" die Phase, in der die Nati nicht spielt, sondern eben pausiert. So wie "Olympiade" nicht für Olympische Spiele steht, sondern für die Phase zwischen zwei Olympischen Spielen. Im Hundekuchen hat es schliesslich auch keine Hunde.

Das hat sicher alles seine Richtigkeit, schliesslich ist Herr Wicky ein vom Staatsfernsehen besoldeter und demnach amtlich geprüfter Experte. Aber wie sieht es aus mit dem Wort "Halbzeitpause"? Nach Wickys Logik macht dann die Halbzeit Pause. Das ist doch reichlich unpräzise, vielmehr handelt es sich um die Pause zwischen den zwei Halbzeiten.

In jedem Fall ist völlig unklar, was wir eigentlich unter "Babypause" verstehen müssen. Ist das eine Pause vom Bébéhüten? Eine Art Säuglingssabbatical? Oder - nach Wickys Logik - vielmehr eine Auszeit für die Babys? Und wer sorgt in dieser Zeit für sie? Je länger wir darüber nachdachten, desto schleierhafter wurde alles.

Irgend jemand schlug vor, nun einfach die schweren Gedanken zu verscheuchen und den Apero einzunehmen. Wir gönnten uns quasi eine Blaupause.

Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn wir uns mit dem Wort "Menopause" auseinandersetzen.

Extrazug nach Kobane

Rrr am Freitag den 17. Oktober 2014

Wirrkopf Walter durchforstet den Blätterwald.

"Heiliger Bimbam! Basler Fans ziehen in den Dschihad. Leider nicht alle: Viele besteigen morgen Samstag statt den Extrazug nach Kobane lieber den Regelzug nach Bern HB, von wo aus sie zum Stade de Suisse pilgern wollen. Dumm nur: Dort kommen sie vermutlich nie an, denn ein Stade de Suisse gibt es gar nicht.

Sowieso hat der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause den Fanmarsch ausdrücklich nicht bewilligt, was auch daran liegen könnte, dass die Basler ausdrücklich gar kein Gesuch stellten. Ich warne trotzdem vor Verallgemeinerungen nach dem Motto, der Dschihadist foutiert sich eben um Bewilligungen, denn das würde der Kompelexität des Themas nicht gerecht.

Sowieso geht es ja immer noch um Sport, und da interessiert aus Basler Sicht vor allem, ob Taulant Xhaka rechtzeitig wieder fit wird. Na ja, egal, ich gehe jetzt wieder fischen."

Die reine Lehre

Rrr am Dienstag den 14. Oktober 2014

Herr Rrr im Gespräch mit Andersdenkenden.

Heute: R.G. aus B.

12Herr G., Sie möchten anonym bleiben.

Unbedingt, ja.

Wieso?

Ich gehöre einer Glaubensgemeinschaft an, die zurzeit noch belächelt wird. Aber glauben Sie mir, wir werden täglich mehr, und der Tag, an dem Er zurückkommt, ist nicht mehr fern!

Gute Güte, was erzählen Sie da?

Ich bin orthodoxer Ottmarer, in eingeweihten Kreisen auch bekannt als Hitzfeldianer.

Bitte?

Wir Hitzfeldianer halten dem ewigen und einzigen wahren Nationaltrainer der Schweiz, Ottmar Hitzfeld, die Treue. Und wir glauben fest daran, dass Er eines Tages die Nationalmannschaft wieder übernimmt. Leider wohl erst, wenn alles in Trümmern liegt.

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Bedauerlicher Irrtum

Rrr am Freitag den 3. Oktober 2014

Noch kurz eine klitzekleine Korrektur.

IMG_3360-0.JPGSicher haben auch Sie heute im "Blick" die hervorragend recherchierte, flüssig geschriebene und kompetent bebilderte Geschichte gelesen, wonach Marco Schneuwly heute in die Nationalmannschaft berufen wurde.

Wir gratulieren dem "Blick" zu diesem Primeur, wahrscheinlich dem besten seit der Berufung von Ciriaco Sforza zum YB-Trainer.

Nur der Vollständigkeit halber möchten wir anfügen, dass es sich beim neu einberufenen Nationalspieler nicht um Schneuwly handelt, sondern um Frey, der nicht Marco heißt, sondern Michael, und bei Lille spielt, nicht Luzern. Er ist auch nicht wirklich 29-jährig, sondern 20, aber ansonsten ist die Meldung korrekt.

Bigotte Suggestion

Val der Ama am Mittwoch den 24. September 2014

Unser WM-Kolumnist Kevin Grossenbacher ist jetzt YB-Fan.

kevin_yb"Im Hinblick auf das kommende Wintersemester bin ich nun endlich nach Bern gezogen. Cora, Dennis und ich wohnen seit August in einer coolen Altbauwohnung im Breitsch. Die Miete ist OK, mit Nebenkosten 1650.- Franken. Ein paar Tage nach dem Einzug habe ich auch gleich Geburtstag gefeiert und als Geschenk habe ich von meinem Vater ein Saisonabonnement fürs Stade de Suisse erhalten. Sektor D, selbstverständlich.

Einfach genial, die Stimmung dort. Wenn wir eine tolle Choreo machen oder lautstark singen, da bekomme auch ich Hühnerhaut. Und wenn unsere Mannschaft gewinnt, das sind einzigartige Empfindungen. Dieses Engagement, dieses Committment, das können Sie wahrscheinlich kaum nachvollziehen, das ist Power pur!

Als richtiger Fan reise ich natürlich auch an Auswärtsspiele. Nächsten Mittwoch gehts nach Sion und dort zeigt es sich leider wieder einmal, dass im modernen Fussball viele Dinge falsch laufen. Wie Sie wissen, offeriert CC Constantin seit Saisonbeginn allen Gästefans kostenlosen Eintritt sowie Raclette & Weisswein. Eigentlich eine sympatische Sache, könnte man da unwissend und übereilt urteilen. Jedoch verlangt Trainer Constantin von den Besuchern auch "anständiges Verhalten", also Gehorsam.

Da machen wir Fans nicht mit und ich finde es ausgezeichnet, dass Ostkurve Bern und gäubschwarzsüchtig zum Boykott aufrufen. Besonders für mich als Veganer ist es der falsche Ansatz, einerseits das Publikum mit Käse und Alkohol abzuspeisen, andererseits aber Hunterschaften von Polizisten aufzubieten, um von den eigenen Problemen im Verein abzulenken. Lieber spende ich das Eintrittsgeld dem WWF für ein nachhaltiges Projekt zur Wiederansiedlung des Wolfs im Wallis. So, ich muss an die Uni. C U im Tourbillon, Freunde!"

Bilanz des Schreckens

Rrr am Montag den 22. September 2014

Statistik der Woche: Die Cup-Bilanz der Super-League-Klubs seit 2010.

cupbilanz

Lesebeispiel: Seit der Saison 2010/11 gewann Basel 24 Spiele (zweimal 6 Siege, was den Cupsieg ergab, zweimal 5 Siege und Cupfinal-Niederlage, plus 2 in der laufenden Saison).

Lausanne bestritt nur drei Cup-Saisons als Super-League-Team, Aarau drei, Xamax zwei, Bellinzona und Servette eine. Thun bestritt 4 der 5 Cup-Saisons in der Super League, bei der ersten (2010/11) kommen noch drei Siege als Challenge-League-Team hinzu. Vaduz ist nicht zum Schweizer Cup zugelassen.

Variable Werte

Rrr am Dienstag den 16. September 2014

In unserer Serie "Statistiken, die eigentlich gar nicht interessant sind" präsentieren wir Ihnen heute die YB-relevanten Tore des Marco Schneuwly.

Links die Anzahl Minuten, die Marco Schneuwly braucht, um ein Tor gegen YB zu erzielen. Rechts die Anzahl Minuten, die Marco Schneuwly benötigte, um ein Tor für YB zu erzielen.

ms

Marco Schneuwly spielt seit zehn Jahren in der Super League (ausser in der Rückrunde 2005/06 und in der Saison 2006/07, wo er für Sion bzw Kriens in der Challenge League spielte).

Für YB stand er 6987 Minuten auf dem Platz und schoss 26 Tore.

Gegen YB stand er 600 Minuten mit Luzern bzw Thun auf dem Platz und traf 4-mal, zuletzt am vergangenen Sonntag.

Verwickelte Kicker

Rrr am Sonntag den 14. September 2014

Wirrkopf Walter richtet den Blick auf die unteren Ligen.

"Die Schweiz unter Schock: Was bisher ausserhalb von Thun undenkbar war, ist nun auch im Aargau eingetroffen. Sex-Skandal in der offenen Fussball-Szene! Die Masseurin des Zweitligisten FC Lenzburg hat die Adduktoren eines Mitspielers offenbar um mehrere Zentimeter verfehlt. Die Geschichte endete allerdings nicht mit einem Happy Ending, sondern im "Blick".

Die Männer, die den Verein leiten, reagierten sofort: Die insgesamt acht verwickelten Kicker wurden in die Unteroffiziersschule befördert oder in andere tiefe Ligen transferiert. Fristlos entlassen wurde einzig die Masseurin, und die fühlt sich jetzt als "Sündenbock". So wird sie jedenfalls in der Fachpresse zitiert.

Der Fall wirft 651 interessante Fragen auf, wobei wir 650 Antworten zweifellos morgen im "Blick" lesen werden, aber unklar bleibt eins: Warum eigentlich Sündenbock? Nicht eher Sündenböckin? Gibt es so etwas überhaupt? In der Bibel eher nicht, aber eventuell in Lenzburg.

Die 652. Erkenntnis ist jedenfalls eindeutig: In den unteren Ligen wird die schöne deutsche Sprache offensichtlich mit Füssen getreten. Aber wer hat schon Sündenbock auf solche Diskussionen? Ich jedenfalls nicht, ich gehe jetzt wieder fischen."

Finde den Feler (XIX)

Herr Maldini am Samstag den 13. September 2014

Heute war Fahnenbasteltag.

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Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum. Heute: das erste Mal.

Rrr am Freitag den 12. September 2014

«Wie war das bei Ihnen, damals?

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Herr Rrr ist ganz aufgeregt: Der alte Sack sympathische Redaktionsleiter des Runden Leders nimmt am Sonntag zum ersten Nal seine kleine Nichte an einen YB-Match mit.

"Das erste Mal ist total wichtig", sagt Herr Rrr. "Das prägt einen fürs Leben. Mein erstes Mal war im Oktober 1975 ein 3:1 gegen Basel. In der Pause gab es Flusco, und am Schluss wusste ich: YB ist die beste Mannschaft der Welt, und ich will noch viele YB-Spiele gucken gehen." Hoffentlich geht es Herrn Rrrs Nichte ebenso.

Wie auch immer - verraten Sie mir, wie Ihr erstes Mal war. Wann war das, wer spielte, wie endete es, an was können Sie sich noch erinnern? ich freue mich auf Ihre Nominierungen! Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli»

Musterschüler

Lars Sohn am Dienstag den 9. September 2014

Mario Balotelli wartet mit einem Motivationsvideo für Schulkinder auf.

Der Ausnahmestürmer hat auf seinem Instagram Account eine Motivationsnachricht für alle Kinder, welche sich nach langen Sommerferien wieder an die Disziplin der Schulstube gewöhnen müssen, veröffentlicht.

Der WM-Titel-Fluch

Rrr am Mittwoch den 3. September 2014

So hinken die Deutschen, die Deutschen hinken so.

Der Weltmeister verliert das erste Spiel nach dem WM-Titel - 2:4 daheim in Düsseldorf gegen Argentinien.

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Damit setzt sich eine lange Tradition fort. Seit 1982 hat es nur ein Weltmeister geschafft, das erste Spiel nach dem Titel zu gewinnen: Brasilien schlug 1994 als Weltmeister Jugoslawien mit 2:0.

2010 erreichte Spanien in Mexiko nur ein 1:1 (und verlor kurz darauf gegen Argentinien 1:4 und in Portugal 0:4). 2006 blamierte sich Italien beim 0:2 daheim gegen Kroatien, 2002 Brasilien mit einem 0:1 gegen Paraguay. 1998 kam Frankreich gegen Österreich nicht über ein 2:2 hinaus. 1990 schaffte Deutschland in Portugal bloss ein 1:1. Argentinien verlor als frischgebackener Weltmeister 1986 gegen Italien 1:3.

Am 27. Oktober 1982 vermieste die Schweiz in Rom die WM-Feier von Italien - die Eidgenossen siegten 1:0 dank GC-Stürmer Ruedi Elsener.

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