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Archiv für die Kategorie „UEFA“

Emotionaler Kabinengang

Lars Sohn am Dienstag den 8. Juli 2014

Gelb-Rot kann bizarres Schreien hervorrufen.

Wir schalten kurz nach Schweden. Beim Spiel der Erstligisten Örebro SK gegen IFK Norrköping (2:2) wurde der Stürmer Alhaji Kamara aus Sierra Leone des Feldes verwiesen. Das kann vorkommen. Seine Handlungen beim Verlassen des Platzes haben hingegen Seltenheitswert. Das gefällte Verdikt scheint ihm aufs Gröbste zu missfallen. Herr Kamara ist von der Karte derart betroffen, dass er aus voller Kraft fuchtelnd, heulend und schreiend zum Sprint Richtung Kabine ansetzt.

Ob ihm der Schiedsrichter neben dem Zeigen der Ampelkarte gleichzeitig mitteilte, dass sein Haus abgebrannt ist oder seine Grossmutter nicht mehr unter uns weilt? Wir wissen es nicht.

Grauenhafter Goalie

Rrr am Dienstag den 8. Juli 2014

Die Europa League läuft wie geschmiert.

Wir schalten um nach Montenegro, wo der FK Čelik Nikšić im Hinspiel der ersten Qualifikationsrunde auf das slowenische Team von Koper traf. Eine 0:5-Heimniederlage kann es natürlich mal geben, aber der einzige kurze Filmausschnitt, der uns erreicht hat, wirft eventuell doch die eine oder andere Frage auf.

Gut, theoretisch ist auch denkbar, dass es sich einfach um einen unfassbar schlechten Torhüter handelt. Die Zeitlupe bitte.

Neulich in Lissabon

Rrr am Sonntag den 25. Mai 2014

Gute Stimmung im Real-Sektor, darf man sagen:


94. Minute in Lissabon von Rrr99

Und hier weitere schöne Bilder einer magischen Nacht.

CAMPEONES!!!!!!!

Rrr am Samstag den 24. Mai 2014

Real regiert die Fussballwelt - 4:1-Sieg im Final der Champions League.

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Die Königlichen musste sich den Triumph gegen Atlético mit viel Leidenschaft und auch Glück verdienen: Erst in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit schaffte Sergio Ramos den Ausgleich.

In der Verlängerung hatte Atlético Flasche völlig leer - und Real sicherte sich den hochverdienten zehnten Sieg im Meistercup dank Toren von Bale, Marcelo und Cristiano Ronaldo.

Stadtderby in Europa

Lars Sohn am Donnerstag den 22. Mai 2014

Was Carlo Ancelotti und Diego Simeone als Spieler nie erleben durften, werden sie am Samstag als Trainer auf höchster Ebene nachholen. Carlo war bis 1992 bei Milan aktiv, während Cholo erst ab 1997 für Inter spielte.

Stadtderby

Die beiden stehen sich bekanntlich beim diesjährigen Finale der Champions League gegenüber. Als Angestellte von Vereinen aus Madrid und nicht aus Mailand, betreuen sie ihre Teams in Lissabon.

Valencia, 1. Mai

Rrr am Donnerstag den 1. Mai 2014

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Valencia kommt gegen Sevilla in der 96. Minute zum Anstoss nach dem fatalen Gegentreffer der Andalusier.

Sechs Sekunden später pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Sevilla trifft im Final der Europa League auf Benfica Lissabon, das sich zwar bei Juve durchsetzte, das Endspiel aber bekanntlich verlieren wird.

Spannende Spiele

Rrr am Freitag den 11. April 2014

Juhui! Real trifft auf Bayern.

20140411-125107.jpgUnd Chelsea bekommt es im anderen Halbfinal der Champions League mit Atlético Madrid zu tun. Das ergab die Auslosung in Nyon.

Herr Rrr, der Real-Madrid-Beauftragte des Runden Leders, ist begeistert: "Der Traum vom Madrider Stadtderby im Final geht damit weiter. Wobei auch ein Rencontre mit Mourinhos Chelsea seinen Reiz hätte. Aber es ist eher nicht anzunehmen, dass sich die Londoner gegen das kampfstarke und gut organisierte Atlético durchsetzen können."

In der Europa League trifft Sevilla auf Basel-Bezwinger Valencia, derweil Benfica gegen Juve um das Ticket nach Turin kämpft.

Misere im Mestalla

Rrr am Donnerstag den 10. April 2014

Die lange Basler Reise durch Europa endet in Valencia.

Im Viertelfinal der Europa League ging der FCB auswärts mit 0:5 unter. Den entscheidenden vierten Treffer schossen die Spanier nach 113 Minuten.

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Der FCB war zu diesem Zeitpunkt nur noch zu neunt, nachdem Díaz einer sehr dumme und Sauro eine überflüssige rote Karte gesehen hatten. Als erste Mannschaft überhaupt verspielte Basel einen 3:0-Vorsprung in der Knockout-Phase der Europa League. Am Schluss gab es die höchste Basler Niederlage seit 2012 (0:7 gegen Bayern München).

Im Halbfinal trifft Valencia auf Juventus Turin, Sevilla oder Benfica Lissabon.

Laufen für den Erfolg

Lars Sohn am Donnerstag den 10. April 2014

Messi überbot Goalie Pintos Laufleistung um 1,5 Kilometer!

Mitspielende Torhüter lehnen sich nicht mehr lässig an einen Torpfosten, während sie auf den nächsten Angriff warten. Vielmehr bewegen sie sich mittels Antizipation des Geschehens rege im Strafraum und verlassen diesen auch öfter um quasi als Libero heikle Situationen zu bereinigen. So getan, kam Barças Schlussmann Pinto gestern auf eine Laufleistung von 5,3 Kilometern. Des FC Barcelonas teuerste Offensivkraft, Lionel Messi, brachte es im gleichen Spiel auf schier unmenschliche 6,8 Kilometer. Vermutlich deshalb, weil im gegnerischen Slot kein Pfosten herumstand.

Mit dem Tempo des Spiels wuchs im Fussball auch die Anzahl der gelaufenen Kilometer. Von heutigen Spitzenspielern werden während der 90 Minuten nicht selten 10 Kilometer und mehr gerannt. Beim gestrigen CL-Viertelfinal-Rückspiel legte Atléticos Torschütze Koke sogar 12,2 km zurück. Zum Vergleich: Während den Siebziger Jahren lag die durchschnittliche Laufleistung der Spieler bei rund 4,5 km pro Match.

Übrigens: Statt auf die eigenen Schuhe zu starren applaudierten die Fans der Blaugrana nach dem verlorenen Spiel - dem Gegner.

Leihgeschäft mit Tücken

Rrr am Donnerstag den 10. April 2014

BREAKING NEWS: Cristiano Ronaldo erleidet Muskelverletzung und verpasst sehr wahrscheinlich den Cupfinal gegen Barca am kommenden Mittwoch (21.30 in Valencia)

Bayern oder Real - egal. Hauptsache nicht Chelsea.

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Etwa so präsentiert sich die Gefühlswelt der Fans von Atlético Madrid nach dem sensationellen Einzug in die Halbfinals der Champions League. Massgeblichen Anteil am Erfolg hatte der belgische Torwart Thibaut Courtois.

Dumm nur: Der 21-Jährige gehört immer noch Chelsea. Und der Leihvertrag enthält offenbar eine Klausel, die den Einsatz des Keepers gegen Chelsea verhindert.

So direkt ist das im Kontrakt natürlich nicht festgeschrieben - die UEFA würde es womöglich nicht akzeptieren. Atlético dürfte Courtois schon einsetzen, doch dann würde eine saftige Zahlung an Chelsea fällig. "Es ist ein Beitrag, den wir nicht bezahlen können", sagte Atlético-Präsident Enrique Cerezo letzte Nacht gegenüber spanischen Radiosendern. Angeblich geht es um sechs Millionen Euro.

Der belgische Nationalgoalie Courtois wechselte 2011 für neun Millionen Euro von Genk nach Chelsea. Die Londoner liehen ihn direkt an Atlético weiter. Dort sollte Courtois Spielpraxis und Erfahrung sammeln, um dereinst die Nachfolge von Petr Čech anzutreten. In Madrid überzeugte Courtois von Beginn weg und wurde mit dem Klub Europa-League-Sieger. Im Supercup traf Atlético 2012 auf Chelsea und siegte hoch mit 4:1 - mit Courtois im Tor. Im Sommer 2013 wurde ein neuer Leihvertrag für eine weitere Saison abgeschlossen. In diesem Vertrag wurde offenbar die umstrittene Klausel eingefügt.

Hohe Intensität

Lars Sohn am Mittwoch den 9. April 2014

Schafft Atlético Madrid den Einzug ins Halbfinale der Champions League?

Hinter dem momentanen Höhenflug der "Rojiblanco" steht ein Mann: Trainer Diego Simeone. Der Argentinier führte das Team seit Dezember 2012 aus dem Mittelfeld der spanischen Liga zur Qualifikation für die Champions League.

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Der läuferische und kämpferische Aufwand, den die Mannschaft auf dem Platz betreibt, macht es für jeden Gegner unheimlich schwierig, gegen Atlético zu reüssieren. Mit permanentem Verschieben auf engem Raum im 4-4-2 werden dem ballführenden Gegenspieler die Wege zugestellt. Damit werden die Gegner zu Quer- und Rückpässen gezwungen, derweil die eigenen Spieler auf den Aussenpositionen auf Konter lauern.

Atléticos Heimspiel gegen Barcelona ist leider nur auf Teleclub zu sehen. Das Hinspiel im Camp Nou endete 1:1.

Ach was! Schalten Sie heute Abend RSI La 2 oder RTS Deux ein. Ihr Pelocorto.

Neulich im Old Trafford

Rrr am Donnerstag den 3. April 2014

Die Champions League geht vor die Hunde.

Manchester United spielt gegen Bayern, wir werfen einen Blick auf die Pressetribüne.

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Das Bild gelangte via Twitter in die Welt. Recherchen ergaben, dass es der Journalist Chris Bascombe vom "Telegraph" war, der mitten im spannenden Match nach Hunden googelte. Spott und Häme ergossen sich über ihn; Bascombe versicherte inzwischen, er sei nur seinem Job nachgegangen.

Bei der Spielerbewertung habe es das Bedürfnis gegeben, den unermüdlich den Ball jagenden Marouane Fellaini mit einem Hund zu vergleichen. "Aber was für ein Hund?, habe ich mich gefragt. Ein Pudel kam mir in den Sinn, aber ich war nicht sicher, ob der Vergleich zutrifft. Deshalb googelte ich nach Hunden."

Dann ist ja gut.

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