Archiv für die Kategorie „Transfermarkt“

Organische Offerte

Herr Shearer am Donnerstag den 12. Februar 2015

Fussball geht an die Nieren.

Michael Jackson (nein, nicht der Fulham-Fan) kommt aus Preston in England, lebt aber seit 25 Jahren in Johannesburg. Er sagt von sich, sein ganzes Geld für den Fussball ausgegeben zu haben, damals, als er noch in der Heimat lebte. Jetzt ist ihm seine alte Liebe noch viel mehr wert. Für den Cup-Knaller zwischen Preston North End und Manchester United am 16. Februar sucht Jackson noch ganz verzweifelt ein Ticket, die sind aber irgendwie schon alle weg - kein Wunder bei dieser Affiche. "Ich würde eine Giraffe reiten, von Kapstadt nach Preston schwimmen  und eine Niere verkaufen um bei diesem Match dabeizusein"! erklärte der Exil-Engländer der Lancashire Evening Post.

Nierenmann

Herr Jackson hat nun eine Facebook-Seite eröffnet, um auch im Netz noch ein bisschen um ein Billet zu betteln. Sein Angebot steht: Niere gegen Ticket. Falls Sie also gerade eins übrig haben, dann kaufen Sie damit dem armen Mann doch sein Organ ab. Brauchen kann man das immer irgendwie...

Gewichtiger Unterschied

Rrr am Mittwoch den 21. Januar 2015

Böses Erwachen beim FC Grenchen: Die Bulgaren sind Mazedonier.

Ältere Leser erinnern sich: Der Erstligist feuerte vor der Winterpause fast die ganze Mannschaft und bastelt nun an einem neuen Kader, das im Frühling den Klassenerhalt sichern soll.

Mit Hilfe von Spielervermittlern wurden mittlerweile vier Brasilianer und drei Bulgaren nach Grenchen gelotst, wie das "Bieler Tagblatt" berichtet. Sie wohnen in zwei WGs, die von einer Metzgerei gesponsort werden.

IMG_1609.JPGSo weit so gut. Beim Überprüfen der Papiere stellte sich allerdings heraus, dass zwei Bulgaren in Wahrheit Mazedonier sind. Das ist ein wesentlicher Unterschied, denn in der 1. Liga ist das Kontingent an Nicht-EU-Ausländern auf drei beschränkt.

Grenchen hat jetzt also drei Nicht-EU-Ausländer zuviel.

Was die Neuen können, ist sowieso nicht klar. "Wir müssen die Spieler noch genauer testen", sagt Sportchef Reto Brun, "aber wir hatten bis jetzt keine Möglichkeit für ein Training mit dem Ball." Denn Grenchens Rasenplätze sind wetterbedingt gesperrt, und einen Kunstrasenplatz gibt es nicht.

Es ist alles sehr traurig, wie wir finden.

Prima Profil

Rrr am Donnerstag den 8. Januar 2015

Spielervermittler Richie O'dare sucht auf LinkedIn zwei Arbeitskräfte.

Wenn Sie etwa so spielen wie Kroos und Xavi, nicht älter als 25 Jahre sind und gerne für 1300 Euro pro Monat in der dritten spanischen Liga mitmischen möchten, dann sind Sie genau der richtige Mann.

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Ein Einzelfall? Keineswegs. Einer unserer Redaktionskollegen, der im Grossraum Zürich arbeitet, setzte soeben diesen Tweet ab.

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Gutgemeintes vom Greenkeeper

Rrr am Sonntag den 4. Januar 2015

Zwei Geistesgrössen des deutschen Fussballs liegen sich in den Haaren.

IMG_1583.JPGLukas Podolski tritt in die Fussstapfen von Lothar Matthäus - er kickt künftig für Inter Mailand.

Wen befragt man also am besten, wenn man wissen will, was Podolski in Italien erwartet? Natürlich Lothar Matthäus. Der traut Podolski zu, sich beim kriselnden Inter als Stammkraft zu etablieren. Allerdings "sollte er sich mehr auf Fussball konzentrieren ", sagte Matthäus dem TV-Sender Sky. "Er twittert mehr als er spielt."

IMG_1585.JPGSowieso sei der Wechsel von Arsenal zu Inter ein Abstieg. "Die italienische Liga hat an Glanz verloren. Viele Skandale, keine Infrastrukturen mehr." Teams wie Inter und Milan hätten in den 90er Jahren Fußballgeschichte geschrieben, doch das sei lange her. Die Topspieler seien heute nicht mehr in Italien tätig, sondern in Deutschland, England und Spanien.

Podolski hat inzwischen auf die Schelte reagiert - per Twitter: "Ich finde es schon sehr amüsant, dass ausgerechnet Matthäus mir Tipps gibt wie ich mich verhalten soll. #Erfolgscoach #Greenkeeper"

Vermisst wird: Lampard, Frank J.

Herr Pelocorto am Freitag den 2. Januar 2015

Ganz Fussball-New York sucht eine Person.

Als Frank Lampard am 24. Juli 2014 vom Chelsea FC zum New York City FC wechselte, war die Freude bei den Fans riesig; endlich geht es vorwärts mit dem Fussball im Big Apple. Bis Ende Jahr sollte Lampard noch an Manchester City ausgeliehen werden, ab 1. Januar 2015 aber soll der englische Superstar endlich für die New Yorker auflaufen.

Lampard hat sich allerdings als unverzichtbare Grösse für Manchester City erwiesen und da die ‹Citizens› wie auch der New York City FC im Besitz der City Football Group Holding sind, war es ein Leichtes, den Ausleihvertrag bis Ende Saison zu verlängern. Das kam bei den Fans in New York ganz schlecht an; die Fanorganisation Third Rail hielt fest:

... Viele Fans, darunter unsere Mitglieder, beschlossen das Team zu unterstützen, kauften Saisonkarten und Merchandising-Artikel, weil sie überzeugt waren, dass Frank Lampard für den New York City Football Club und nicht für Manchester City spielen würde.
Viele dieser Fans sind zu Recht über diese Entscheidung empört, und wir unterstützen sie in jeder Hinsicht, ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen ...

Andere Fans veröffentlichten gleich Vermisstanzeigen:

Ich bin ja gespannt, wie die Fans beim ersten Auflaufen Lampards in New York reagieren werden.

Türkische Tücken

Rrr am Donnerstag den 1. Januar 2015

Sie wollten immer schon wissen, wie eine Transfer-Offerte aussieht? Et puis voilà quoi.

3Mit dem neuen Jahr öffnet sich vielenorts das Transferfenster (Details gibts im Internet, ab wann Sie zum Beispiel einen usbekischen IV auf die Fidschi-Inseln transferieren können, entnehmen Sie dieser Tabelle).

1Wie auch immer: Der mexikanische Nationalspieler Miguel Layún will sein Glück nochmals in Europa versuchen. Das kam auch Besiktas Istanbul zu Ohren, und die Türken suchten gerade einen renommierten Linksverteidiger. An Weihnachten übermittelten sie Layuns bisherigem Klub CF America deshalb beiliegende Offerte (klicken Sie aufs Bild und studieren Sie alle Details).

Tönt alles sehr attraktiv. Allerdings wird der Wechsel in die Türkei nicht einfach sein. Denn Layún unterschrieb bereits einen Vertrag bei Granada in der Primera Division. Die Andalusier haben indessen gerade keine Verwendung für den Mexikaner, weshalb sie ihn gleich nach Watford ausliehen. Ob sich die Engländer auf eine Untervermietung mit den Türken einlassen, entzieht sich unserer Kenntnis. Wie, Sie haben Kopfweh? Das kann an diesem Text liegen oder auch am Fusel gestern abend, keine Ahnung.

9. Dezember – Gilbert Gress

Herr Pelocorto am Dienstag den 9. Dezember 2014

Auch alte Knacker haben Weihnachtswünsche. Gilbert Gress weiss Bescheid.

Nicht dass wir Herrn Gress zu den älteren Semestern unter uns zählen würden. Überhaupt nicht, Gilbert Gress war schon immer so jung wie heute. Aber Herr Gress hat ein Herz für ältere Menschen, Menschen, denen nicht mehr alles so leicht von der Hand geht, Menschen, die sich mit der modernen Technik schwertun. Leute wie Sie also. Deshalb bieten wir Herrn Gress gerne unsere Plattform an, damit sein grösster Wunsch bald in Erfüllung geht. Bitte, Herr Gress:

«Liebes Christkind! Liebe Leser des Runden Leders!

Gilbert Gress mit Figaro Baresi

Gilbert Gress mit Figaro Baresi

Leider 'at das mit der Trainerstelle bei die FC Basel nischt geklappt. Schade, aber Paulo Sousa c'est un bon entraîneur, ihn 'abe ich schon bei Strasbourg trainiert und schon damals habe ich gesagt, Paulo, 'ab ich gesagt, den Ball spielen kannst du nischt, aber das Aug für Trainer, das 'ast du!

Ah, mes amis, jetzt mein Wunsch! Isch 'abe ge'ört, dass die älteren Leser hier etwas, comment ça se dit, unbeholfen sind mit die Technik des Kommentierens. Mais non, Sie müssen einfach akzeptieren, dass das Digitalzeitalter angekommen ist. Wer 'eute nicht den Stecker wechselt, ist vraiment von gestern. 'ören Sie auf, das Runde Leder analog zu konsumieren, wechseln Sie auf digital. Schalten Sie jetzt um.

Se'en Sie, ist ganz einfach. Sie können das. Auch 'tml.»

Rada und Coco

Herr Pelocorto am Mittwoch den 8. Oktober 2014

Falcao hat einen Vogel. Leider nur einen.

Am Sonntag hat Radamel Falcao für seinen neuen Arbeitgeber Manchester United sein erstes Tor erzielt. Das wichtige 1:0 ebnete den Weg zum 2:1-Sieg über Everton.

Radamel Falcao feiert sein erstes Tor für die Red Devils

Radamel Falcao feiert sein erstes Tor für die Red Devils

Ah, ich weiche ab. Zurück zum Vogel! Radamels Papagei heisst Coco und das Federvieh hat unter Anleitung Lorelei Taróns, der Partnerin Falcaos, gelernt, jedes Tor seines Besitzers zu feiern:

Allerdings ist ein sprechender Papagei oft das Resultat einer wesensfremden Haltung. Kurz gesagt: Der Vogel spricht, weil ihm langweilig ist. Falcao sollte also dringend ein Gspänli für Coco beschaffen.

Falsche Farben

Rrr am Dienstag den 2. September 2014

Jonathan Biabiany hat ein kleines Problem.

Der Rechtsaussen von Parma wollte zu Milan wechseln. Milan wollte ihn unbedingt. Alles schien klar, der Franzose wurde in Milan-Farben gehüllt, das Foto von Milan vertwittert.

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Dumm nur: Die Parteien hatten die Rechnung ohne Cristian Zaccardo gemacht. Der bereits 32-jährige Verteidiger hätte im Gegenzug zu Parma wechseln sollen (und so die Ablösesumme für Biabiany auf 4 Mio Euro drücken). Doch Zaccardo weigerte sich beharrlich, zu Parma zurückkehren, und verweigerte bis zuletzt seine Unterschrift unter den Vertrag. Der Deal scheiterte.

"Es tut mir leid für Biabiany, aber solche Dinge passieren im Fussball", sagte Zaccardo.

Biabiany fragt sich derweil, wie ihn die Parma-Fans wohl beim nächsten Heimspiel begrüssen werden.

Bern, 3007 (2)

briger am Samstag den 30. August 2014

Lord1

Lieber Fredy Bickel. Für den Fall, dass Hoarau nicht mehr hilft gäbe es in Moskau noch einen guten Stürmer.

Zahm wie ein Schaf

Lars Sohn am Sonntag den 24. August 2014

Brendan Rodgers sucht einen Torlieferanten ohne Macken.

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Versetzen Sie sich in die Rolle des Liverpool Managers. Er muss Hannibal Lecter Luis Suarez adäquat ersetzen und kann dafür viel Geld vom FC Barcelona einsetzen. Auf seiner Einkaufsliste steht ein «Top Torlieferant». Rodgers sucht einen Stürmer der Extraklasse, einen vor dem ganz Europa und vor allem sein nächster Gegenspieler zittert.

Angreifer dieser Kategorie sind öfter nicht ganz pflegeleicht. Benennen Sie spontan drei verfügbare Fussballer besagter Gattung mit dem gewissen «Spassfaktor». Ich wette, 99% der Leserschaft ist soeben ein Name durch den Kopf geschossen: Mario Balotelli.

Noch vor drei Wochen liess Brendan Rodgers "Ich kann kategorisch ausschließen, dass Mario Balotelli nach Liverpool kommt" verlauten. Der ehemalige Citizen hatte sich während seiner zweieinhalb Jahre in Manchester regelmässig auch neben dem Platz in die Schlagzeilen der Yellow-Press manövriert. Wie also bekommt der FC Liverpool viel Super und wenig Mario, also echten Balotelli aber mit ohne Sturm und Drang?

Damit sich Super Mario auch neben dem Platz und im Training benimmt, hat man in Liverpool als eine Art Absicherung mehrere dem Runden Leder nicht im Detail bekannte Klauseln in den vorbereiteten Vertrag eingebaut. Sollte nebst dem Genie auch Marios Wahnsinn auftreten, würde er entsprechend zur Rechenschaft gezogen.

Korsische Kommunikation

Rrr am Freitag den 22. August 2014

Endlich ein Klub, der Transfer-Gerüchte kommentiert: Der SC Bastia.

corsica-vince-sportingDie Korsen haben dasselbe Problem wie so ziemlich jeder grössere Klub in Europa: Rund um die Uhr werden irgendwelche Spieler mit ihm in Verbindung gebracht, von umtriebigen Spielervermittlern, obskuren Websites, newshungrigen Journalisten und hyperventilierenden Fans.

Als nun auch noch das Gerücht auftauchte, Real Madris Superstar Angel Di Maria könnte nach Bastia wechseln, weil ja Trainer Claude Makelele mal in Madrid spielte, hatte der Presseverantwortliche die Nase voll und setzte ein launiges Communiqué ab.

"Angel Di Maria ist einer von 1287 Namen, die mehr oder weniger seriöse Medien mit uns in Verbindung gebracht haben", teilte Bastia in einer offiziellen Verlautbarung mit. "Nun, sicher ist nur eines: Am kommenden Samstag spielen wir um 20 Uhr gegen Toulouse. Wir gehen jedenfalls davon aus. Es sei denn, Météo-France bestätige das Auftreten eines Hurrikans und einen Sturm von Hagelkörnern in der Grösse von zehn bis zwanzig Zentimetern."

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Grädel schreibt über Fussball und die Welt. Wenn einer in Bern und Umgebung echten Fussballsachverstand hat, dann er.

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