Archiv für die Kategorie ‘The Home of Football’

1-2-7

Rrr am Mittwoch den 22. Februar 2017

Heute reisen wir ins Jahr 1872.

Am 30. November trifft Schottland auf England. Es ist das erste offzielle Länderspiel der Fussballgeschichte. 4000 Zuschauer sind in Glasgow zugegen. Wir kommen zu den Mannschaftsaufstellungen und zum taktischen Dispositiv:

Richtig, 13 Stürmer standen auf dem Platz. Das Spiel endete 0:0.

Was aus dem 1-2-7 im Lauf der Zeit wurde, können Sie hier nachlesen.

“We’re only here cause we’re single”

Rrr am Mittwoch den 15. Februar 2017

Das sangen die Cardiff-Fans am gestrigen Valentinstag.

Ihr Team war zu Gast bei Derby.

Wie das Spiel ausging? Bitte sehr.

Periscope für Papa

Rrr am Dienstag den 7. Februar 2017

Ein Stream für Dad. Und 139’000 Leute schauen zu.  

Josh Chambers (23) ist Fan von Manchester City und reiste neulich ans Cup-Auswärtsspiel gegen Crystal Palace im Süden von London.

Das Spiel wurde in England nicht live am Fernsehen übertragen. “Mein Papa wollte es aber unbedingt sehen. Also kramte ich mein iPhone hervor und übertrug ihm den Match auf Periscope.” 

Das freute nicht nur Papa, sondern auch einige weitere Verwandte von Josh. Und irgendwie sprach sich das Ganze rasch herum. Schliesslich schauten 139’000 City-Fans aus aller Welt zu. Auch Fans aus den USA und Südkorea waren dabei. Im halbleeren Stadion sassen übrigens nur 13’000 Zuschauer. 

Der englische Fussballverband liess Chambers bislang unbehelligt. Die Premier League hingegen machte deutlich, sie werde Periscope-Übertragungen ihrer Spiele nicht dulden. Die Liga  hat schon vor Jahren eine Firma damit beauftragt, alle illegalen Streams und Bewegtbilder im Internet aufzuspüren und das Material löschen zu lassen. 

Josh Chambers zeigt sich unbeeindruckt. “Ich verstehe die Premier League. Aber Fussballfans wollen einfach ihr Team spielen sehen. Und sie werden immer einen Weg finden, das zu tun.” 

Verbrennen verschieben

Val der Ama am Dienstag den 31. Januar 2017

BREAKING NEWS: Motivationsprobleme! Källström verlässt GC per sofort

Feuer weg! West Ham hat da ein Angebot.

Eine schöne Tradition im Fussball: Wenn ein Spieler den Verein verlässt, gehen die Fans nach draussen, vergiessen Benzin und Tränen und dann, wenn die Handykamera aufzeichnet, dann wird das Trikot des Wegreisenden verbrannt.

Das muss nicht sein. Besser so wie bei West Ham: Dort hat der Dimitri Payet nach wochenlangem Streit endlich seinen Wechsel zu seinem Wunschverein Olympique Marseille erzwungen und gleichentags verkündete die Vereinsmitbesitzerin Karren Brady per Twitter folgende Botschaft: “Bringt eure Payet-Shirts zu jedem beliebigen Klub-Shop zurück und ihr erhaltet für 25 Pfund Ersatz.”

Nicht alle Hammers-Fans reagierten begeistert auf die Geste. Einzelne ärgerten sich wegen der 25 Pfund und der Tatsache, dass West Ham so noch mehr Profit mache, andere haderten wohl wegen Voreiligkeit.

VB-Day

Briger am Montag den 30. Januar 2017

BREAKING NEWS: YB knackt erneut magische 10’000er-Grenze

Beim gestrigen FA-Cup-Spiel gegen Watford (1:0) feierten die Fans von Millwall den VB-Day, den Victory in Bermondsey Day.

Seit 1910 haben die Lions aus dem Londoner Südosten in Bermondsey ihre Höhle. Zuerst spielte der Club in “The Den”, später zogen sie wenige hundert Meter weit weg in “The New Den”, welche seit gut 10 Jahren wieder “The Den” heisst. Nun drohte dem Club, der wegen seiner Anhängerschaft englandweit gefürchtet ist, der Wegzug. 120 Kilometer weg von der Heimat, an die Küste Kents. Für einen Club wie Millwall, der zwischen der Zweiten- und Dritten Liga pendelt, und dort beheimatet ist, wo die Prunkbauten Central-Londons weit weg sind und eine Hightecharena wie beispielsweise das Emirates von Arsenal wie aus einer anderen Welt wirkt, wohl mehr oder weniger der Todesstoss, kommen doch heute schon selten mehr als 10’000 Zuschauer.

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Müde Mannschaft

Rrr am Montag den 30. Januar 2017

Endlich bekannt: Die elf faulsten Spieler der Premier League.

Brede Hangeland spielte jahrelang für Fulham, Crystal Palace und die norwegische Nati. Jetzt verriet er im norwegischen Radio seine Top 11 der elf faulsten Mitspieler, die er je kennengelernt hat.

Wayne Hennessey: “Der Torhüter legte sich meistens auf eine dieser dicken blauen Matten, während wir uns abschwitzten.”

Chris Baird: “Er hatte nicht das geringste Interesse an Ausdauertraining. Kaum hatten wir damit begonnen, fragte er den Trainer: ,Wann können wir raus und Fussball spielen?'”

Zdenek Grygera: “Toller Typ, guter Freund. Als er zu Fulham kam, sagte er dem Trainer: ,Ich mache nichts mit Gewichten.’ Und er machte nie etwas mit Gewichten.”

Erik Hagen: “Wir nannten ihn den Panzer, und er war wirklich extrem kräftig. Das muss an seinen Genen liegen. Im Kraftraum haben wir ihn jedenfalls nie gesehen.”

Wilfried Zaha: “Hatte eigentlich eine erstaunliche Physis und war bekanntlich ein Supertalent. Manchmal kam er am Montag zu mir in den Kraftraum und sagte: ,Ich starte jetzt mein Programm.’ Dann machte er fünf Liegestützen, seufzte und verliess den Raum. Er wäre unglaublich gut geworden, wenn er seriös gewesen wäre.”

Jimmy Bullard: “Toller Spieler, aber unglaublich kraftlos. Kraft- und Ausdauertraining haben ihn nie interessiert. Klar der Kapitän meines Teams der Allerfaulsten.”

Moussa Dembele: “Vielleicht der beste Fussballer, mit dem ich je gespielt habe. Gescheitert ist er an seiner Physis. Gewichte heben kam für ihn nicht in Frage.”

Bryan Ruiz: “Ich glaube, der wusste gar nicht, wo sich der Kraftraum befand. Er kam aus Costa Rica und hatte extrem Mühe mit den englischen Temperaturen. Bei ihm lagen überall lange Unterhosen und Handschuhe herum. Bei Auswärtsspielen in der Kälte kam er überhaupt nicht in die Gänge.”

Bobby Zamora: “Er hasste Krafttraining. Wenn wir Deadlifts machen mussten, taten ihm  plötzlich die Adduktoren weh. Jedes einzelne Mal taten ihm die Adduktoren weh!”

Dimitar Berbatov: “Ich habe nie jemanden gesehen, der so viele Massagen erhalten hat. Wann immer ich in der Kraftraum ging, bekam Berbatov eine Massage. Normalerweise erhält der Masseur Ende Saison vom Spieler ein Geschenk. Berbatov verbrachte während einer Saison Hunderte von Stunden auf der Massagebank, und er schenkte seinem Masseur nie etwas.” 

Emmanuel Adebayor: “Ich befand mich mit Adebayor im Mittelfeld. Plötzlich sagte er zu mir: ,Ah, ich habe Hunger.’ Ich fragte: ,Was?’ Er sagte: ,Ich kann nicht warten, bis das Spiel fertig ist. Ich bin so hungrig. Kennst du ein gutes Restaurant in London?” In den Kraftraum kam er meistens mit einem Kaffee und einem Muffin. Der spielte ja auch für Manchester City, Tottenham, Real Madrid, aber meistens sass er einfach da mit einen Kaffee und einem Muffin.”

Eiskalte Entlassung

Herr Shearer am Donnerstag den 26. Januar 2017

Wer ist schuld an den eisigen Temperaturen? Ken Hare!

Und deshalb hat sein Arbeitgeber auch das einzig richtige gemacht: ihn fristlos entlassen. Weil nämlich Hare, bis letzten Samstag von Beruf Platzwart bei Southend United, es nicht fertig brachte, den Stein und Bein gefrorenen Rasen bespielbar zu bekommen. Eigentlich hätte um 15:00 Uhr das League One-Spiel zwischen Southend und den Bolton Wanderers angepfiffen werden sollen. Um 11:00 Uhr erklärte der Schiedsrichter den vereisten Platz aber für unbespielbar und die sich bereits auf dem Weg befindlichen Fans der Trotters mussten vorzeitig umkehren.

Leider hat Roots Hall, das Stadion der Shrimpers, keine Rasenheizung. Trotzdem kannten die Oberen des Klubs keine Gnade mit dem seit 27 Jahren treu dienenden Hare – er erhielt umgehend die Kündigung. Das warf hohe Wellen. Ron Martin, der Vereinspräsident, liess über einen Sprecher verlauten: “es ist normal, dass Leute ihre Stelle verlieren, wenn sie ihre Arbeit nicht machen. Den Entscheid im Fall von Herrn Hare haben wir nicht leichten Herzens getroffen”.

Immerhin, die Fans des Gegners kommen nun zu Hilfe. Bolton-Fans haben eine Petition gestartet, welche die Wiederanstellung des Platzwartes verlangt. Über die fragwürdige Behandlung von unteren Chargen im englischen Fussball hat dieses sozialkritische und gesellschaftlich aufmerksame Fachblog bereits einmal berichten müssen.

 

Kurzweil bei Curzon

Herr Shearer am Donnerstag den 19. Januar 2017

Wie schaut der englische Fussball ohne Mou und Pep, ohne Transfer-Fantastilliarden, ohne Milliardärsbesitzer und weltweite Fernsehverträge aus?

Kommen Sie mit, wir gehen zum Curzon Ashton FC in die National League North, die sechsthöchste Liga Englands. Curzon spielte letzten Montag gegen den Worcester City FC (1:1).

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Yer da sells avon

Briger am Montag den 9. Januar 2017

BREAKING NEWS: Cristiano Ronaldo ist THE BEST FIFA PLAYER 2016! Das Nachsehen haben Lionel Messi und Antoine Griezman

Aberdeen verpflichtet einen neuen Spieler.

Am 6. Januar vermeldete der Twitter-Account @AberdeennFC den Transfer des türkischen vertragslosen Spielers Yerdäs Selzavön. Dieser, so die Meldung, habe für drei Jahre unterschreiben:

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Unerhebliche Unterschiede

Rrr am Montag den 9. Januar 2017

Die Anfield Road, nüchtern betrachtet.

David Fox vom Viertligisten Plymouth Argyle war gestern zu Gast in der legendären Sportstätte des FC Liverpool.

“Die Toiletten sind ein bisschen sauberer und die Duschen ein bisschen wärmer”, berichtete er dem Guardian. “Das Spielfeld fühlt sich an wie ein Teppich. Und klar, man hört nicht jeden einzelnen Fan wie bei uns zuhause.”

Ansonsten zeigte sich Plymouth Argyle wenig beeindruckt und holte im Drittrunden-Cupspiel ein beachtliches 0:0.

Wobei man fairerweise sagen muss: Jürgen Klopp schonte zahlreiche Stammspieler und schickte eine sehr junge Mannschaft aufs Feld. Das Durchschnittsalter betrug 21 Jahre und 296 Tage – es war die jüngste Mannschaft, die jemals für den FC Liverpool ein Pflichtspiel bestritt.

Wie auch immer: Nach dem Unentschieden kommt es zu einem Wiederholungsspiel in Plymouth. Der dortige Home Park (wo obiges Foto entstand) hat 16.000 Plätze, gespielt wird auf einem Gemisch aus Natur- und Kunstrasen.

Nachhilfe

Harvest am Mittwoch den 4. Januar 2017

Weihnachten in der Primarschule in High Wycombe.

Seit vielen Jahrzehnten gibt es in auf dem Vorplatz der Hamilton Academy rotblaue und gelbschwarze Bänke. Wie üblich haben sich Grüppchen gebildet, die sich auf diesen niederliessen und bald schon sprachen die Lehrerinnen nur noch von den “Rotblauen” und den “Gelbschwarzen”. In den letzten Jahren allerdings beobachteten die Erzieher, dass die Kinder auf den rotblauen Bänken bessere Noten schreiben als ihre gelbschwarzen Altersgenossen und -genossinen.


Die Lehrerinnen haben sich deshalb für eine ungewöhnliche Massnahme entschieden. Um den gelbschwarzen Kindern das Lernumfeld zu verbessern, gibt es seit Anfang Jahr nicht nur gelbschwarze Bänke, sondern sogar Tische dazu. Dies soll die Kinder dazu verleiten, auch in der Freizeit über Büchern zu brüten. Ob die Massnahme greift? Wir werden sehen.

Das beliebteste (weil schönste und liebenswürdigste) Kind der Schule gehört übrigens keiner der beiden Gruppen an, es fühlt sich “nämlich viel mehr blauweiss”.

Konter mit Krönung

Rrr am Montag den 2. Januar 2017

“Es war einfach nur Glück”, sagt Olivier Giroud.

Im Neujahrsspiel gegen Crystal Palace spielte Arsenal den perfekten Konter, doch Alexis und Giroud hätten es beinahe versiebt.

“Ich hatte keine gute Balance”, berichtete Giroud hinterher. “Alexis hat ein wenig in den Rücken geflankt. In der Position kannst du dann nichts anderes machen als zu versuchen, halt noch irgendwie den Ball zu berühren.” Das Resultat lässt sich sehen.

Trainer Arsene Wenger: “Sicherlich eines der Top-5-Tore in meinen 20 Jahren bei Arsenal.”

In der Premier League geht der Trend hin zum Hakentor: Ein ähnliches erzielte in der Altjahreswoche bereits Mkhitaryan für ManUtd gegen Sunderland. Allerdings traf der Armenier aus einer Abseits-Position.

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