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Archiv für die Kategorie „The Home of Football“

Idealer Irrtum

Val der Ama am Mittwoch den 27. August 2014

Geld verdienen mit Fussball ist ganz einfach - wenn man keine Ahnung hat.

Bet

Oder falsch wettet. Wie zum Beispiel Holly Griffiths, die dank ihrem Tipp zum Capital One Cup-Spiel Milton Keynes Dons gegen Manchester United um 1250 Pfund reicher geworden ist.

Frau Griffiths freut sich per Tweet über den Gewinn, gibt aber auch zu, dass sie mit ihrer 4:0-Prognose eigentlich einen Sieg von Man Utd vorausgesagt hätte haben wollen.

Wo steht Louis?

Herr Pelocorto am Dienstag den 26. August 2014

Wir kommen zum aktuellen Trainervergleich.

Schlimm, schlimmer, am schlimmsten. Die Anhänger Manchester Uniteds erinnern sich mit Schaudern an Trainer David Moyes, der beinahe sämtliche Negativrekorde der ‹Red Devils› übertroffen hat. Aber jetzt ist Louis van Gaal da.

Van Gaal auf der Bank im Spiel gegen Sunderland AFC

Van Gaal auf der Bank im Spiel gegen Sunderland AFC

Alles wird besser! Wie sieht es nach den ersten beiden gespielten Runden aus?
Wir vergleichen die beiden Trainer:

David Moyes

Louis van Gaal

1. Spiel

Swansea City 1-4 Man Utd

Man Utd 1-2 Swansea City

2. Spiel

Man Utd 0-0 Chelsea

Sunderland 1-1 Man Utd

Punkte

4

1

Tabellenplatz 4 13


Ui.
Ui, ui, ui.

Mario am Mersey – And here I’ll stay

Herr Pelocorto am Montag den 25. August 2014

Was für fantastische News aus Liverpool; Mario Balotelli ist zurück!

Balotelli unterschreibt beim LFC

Balotelli unterschreibt beim LFC

Das hat mich wirklich gefreut, dass Balotelli den Weg zurück in den englischen Fussball findet. Ich bin überzeugt, dass sich Liverpools Mut auszahlen wird, einen schwierigen Spieler zu verpflichten. Balotelli ist in meinen Augen zuallerest ein begnadeter Stürmer, der einfach alles kann, er ist unberechenbar, eiskalt im Abschluss und er erzielt mit dem Fuss und mit dem Kopf Tore, richtige viele Tore. Zudem ist er erst 24 Jahre alt, also im besten Stürmeralter. Man spricht von einem Ablösepreis von umgerechnet etwa 24 Mio. Franken, was in meinen Augen ein absolutes Schnäppchen darstellt, der Mann hat schliesslich dreimal den Scudetto gewonnen und einmal die Premier League, er hat an der Euro 2012 Deutschland im Alleingang besiegt und mit Inter die Champions League gewonnen, wobei er damals im Final nicht gespielt hat.

Trainer Brendan Rogers traue ich zu, dass er Balotelli führen kann und die Fans Liverpools werden ihm die Anerkennung und Zuneigung schenken, die er braucht. Das kommt gut! Falls er auch noch neben dem Platz für Unterhaltung sorgt, umso besser! Ich hatte fast immer Freude an Balotellis exzentrischen Schüben. Erinnern Sie sich noch an die tolle Kappe?

Balotellis High Five ...

Balotellis High Five ...

Sie können Balotelli heute Abend um 21:00 Uhr zum ersten Mal sehen, angeblich wird er am Kracher der Runde zwischen ManCity und Liverpool als Zuschauer dabei sein. Hoffentlich bleibt er lange am Mersey ...

Tipptopper Job

Rrr am Donnerstag den 21. August 2014

Endlich! Geld verdienen mit Fussballschauen.

Möglich machts der englische Amateurverein Hull United AFC, der um Aufmerksamkeit in der elften Liga kämpft. Klub-Besitzer Jamie Waltham sagte vor dem gestrigen Spiel gegen die Hedon Rangers: "Wer kommt, kriegt zwei Pfund."

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Gegenüber Medien begründete Waltham sein Angebot: "Wenn 500 Leute durch die Tür kommen, dann zahle ich 1000 Pfund, denn ich denke, dass man manchmal geben muss, bevor man was zurück bekommt."

Waltham musste weniger geben als befürchtet und erhielt auch weniger als erhofft: Gut 250 Zuschauer fanden Weg ins Stadion. Jetzt aber erfreulich: Hull gewann das Spiel mit 4:1.

Mittwoch ist nicht der neue Sonntag

Herr Shearer am Donnerstag den 21. August 2014

Ordnung muss sein - auch im Amateurfussball!

Die in ganz Grossbritannien beliebte Sunday League heisst Sunday League, weil deren Teams - lokal oder regional organisiert - ausschliesslich an Sonntagen spielen. Genau so, wie es der Name also sagt. Was jetzt aber grad überhaupt grad gar nicht geht, ist der Kick unter der Woche. Das musste der Malsters Arms FC aus Wales ganz schmerzlich erfahren. Das Team wurde gebüsst, weil es unter der Woche ein Freundschaftsspiel bestritt. Dabei hätte gerade dieser Mittwochs-Match das grösste Erlebnis in den ansonsten bescheidenen sportlichen Karrieren der Hobbykicker darstellen sollen; die Mannschaft hatte das Freundschaftsspiel gegen Max United in einem Wettbewerb der Barclays Bank gewonnen. Damit sollte das Wirken der zahllosen Breitensport-Vereine gewürdigt werden. Gespielt wurde im Stadion von Cardiff City - ein grossartiges Erlebnis also, einmal in einem grossen Stadion aufzulaufen und ins gleiche Tor wie Cristiano Ronaldo zu treffen, auch wenn man an diesem Abend mit 2:7 verlor.

MalstersArmsFC

Aber eben, da ist auch noch ein Verband. Und Fussballfunktionäre, die verstehen bekanntlich keinen Spass. Aber auch grad gar keinen! Malsters Arms wurde mit einer dermassen hohen Busse belastet, dass die frustrierten Fussballer beschlossen, sich aus dem Spielbetrieb zurückzuziehen und den Club, welchen sie als 16-jährige gegründet hatten, aufzulösen. Begründung des Verbands für die Sanktionen war folgende: die Spieler seien ausschliesslich für Spiele versichert, welche an Sonntagen stattfinden. Am Mittwoch gegen einen Ball zu treten - ausgeschlossen!

Was sagt der zuständige Verband, die SWFA, dazu? "Wir sagen dazu nichts!". Auch in dieser Beziehung steht man also in Südwales den grossen Vorbildern in nichts nach...

Testspieler

Herr Pelocorto am Mittwoch den 20. August 2014

Ein Trikot ohne Spielernamen mit Spielernamen? Doch, das geht!

Sie erinnern sich vielleicht noch an den personellen Engpass des Blackpool FC. ‹The Seasiders› waren in den Vorbereitungsspielen wegen der zahlreichen Abgänge ausserstande, ein komplettes eigenes Kader zu nominieren und liessen eine ganze Zahl Testspieler auflaufen. Das ist natürlich auch für diejenigen Fans eine schwierige Situation, die sich ein neues Trikot mit Nummer und Name kaufen möchten.

Nun, mindestens ein Fan hat den Humor nicht verloren und sich kurzerhand folgendes Trikot beflocken lassen:

(Trialist = Testspieler)

(Trialist = Testspieler)

«Glad all over»

Herr Pelocorto am Dienstag den 19. August 2014

Zur Einstimmung in den heutigen strengen Fussballabend hier zuerst ein paar Takte Musik.

In den 60er Jahren beherrschten drei englische Giganten die Musik: die Beatles, die Rolling Stones und die DC5, die Dave Clark Five. Die DC5? Ja, aberschosicher! Hier ihr erster Superhit Glad all over aus dem Jahr 1963 in schnörkellos knappen 3 Minuten:

Was das mit Fussball zu tun hat, möchten Sie wissen? Nun, die Fans von Crystal Palace singen eben dieses Stück vor jedem Spiel und nach jedem siegreichen Spiel.
Ich spüre, Sie glauben mir kein Wort.
Bitte sehr:

Pop Music, Football and Girls

Herr Pelocorto am Sonntag den 17. August 2014

Zum Ausklang des Wochenendes ein paar Takte Musik.

«Pop music football and girls
Nothing else matters in this world
Decent tunes the beautiful game
And a night on the town with Jenny or Jane ...»

Sie hören Parlour Flames - Pop Music, Football and Girls und zwar in der Aston-Villa-Version:

Hairspray

Herr Pelocorto am Samstag den 16. August 2014

In der Premier League kommt ab sofort der berühmte Spray zum Einsatz. Noch sitzt nicht alles.

Die Schiedsrichter seien bereits alle geschult worden, informierte Alex Horne, der Generalsekretät der FA. Ob Schiedsrichter Moss, der zur Zeit das Spiel zwischen Arsenal FC und Crystal Palace leitet, auch dabei war? Er jedenfalls kämpft mit der Tücke des Objekts und auch Santi Cazorla bekam eine Ladung verpasst. Hoffentlich trägt der 'Vanishing Spray' seinen Namen zu Recht.

Risikotafeln

Lars Sohn am Donnerstag den 14. August 2014

Endlich: Manchester United verbannt Tablets aus Old Trafford.

Als Besucher eines Heimspiels von Manchester United können Sie sich wieder sicher fühlen. Die Clubleitung hat beschlossen, die Sicherheitsbedingungen jenen der Flughäfen anzupassen. Somit sind elektronische Geräte, welche die Grösse von 10 x 15 cm überschreiten, in Old Trafford mit sofortiger Wirkung verboten. Das Tablet muss zuhause bleiben, das smarte Handy darf mit zum Match.

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Der Verein will mit dem Schritt zum «Einklang mit britischen Flughäfen auf die neuesten Sicherheitsstandards» jetzt und in der Zukunft die Sicherheit aller Zuschauer nachhaltig gewährleisten. Diese ist, solange man das Publikum mit schnadigen mobilen Geräten tadellose Aufnahmen des Geschehens auf dem heiligen Grund hat machen lassen, tatsächlich grobfahrlässig gefährdet worden.

Community Shield 2014

Herr Pelocorto am Sonntag den 10. August 2014

Community Shield 2014: Arsenal FC 3:0 Manchester City (21' Cazorla, 42' Ramsey, 60' Giroud; Giroud MOTM)

Endlich richtiger Fussball! England startet in die neue Saison!

Kurzfassung:
Im traditionellen Community Shield trifft heute um 16 Uhr im Wembley-Stadion FA-Cupsieger Arsenal FC auf Meister Manchester City. Bei Unentschieden nach 90 Minuten geht es direkt zum Elfmeterschiessen. Sie können das Spiel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht verfolgen.

Langfassung:
Beide Teams treten mit einigen neuen Spielern an. Bei Arsenal interessieren natürlich die neuen Verteidiger Calum Chambers und Mathieu Debuchy und Rückkehrer Joel Campbell. Alexis Sanchez ist fraglich. Auch bei Manchester City hat die Verteidigung eine Auffrischung erfahren, Karim Rekik dürfte spielen, Bacary Sagna ist noch offen.

Schiedsrichter Michael Oliver

Schiedsrichter Michael Oliver

Die interessanteste Personalie ist aber Schiedsricher Michael Oliver, dessen kometenhafter Aufstieg kein Ende nimmt. Jüngster Schiedsrichter eines Premier League Spiels (21. August 2010), jüngster Schiedsrichter eines FA-Cup-Halbfinalspiels (12. April 2013) und jetzt mit 29 Jahren Chef auf dem Platz!

Wichtigste Neuheit ist der Spray, den Sie bereits von der WM her kennen. Das Spiel heute ist das erste in England, bei dem der Spray zum Einsatz kommt. Später soll er auch in der Premier League angewendet werden. Die Schiedsrichter seien bereits alle geschult worden, informierte Alex Horne, der Generalsekretät der FA.

Wenn Sie noch mehr über das Spiel wissen möchten, dann besuchen Sie am besten die Website der Football Association.

Eine Tafel für Tull

Herr Shearer am Mittwoch den 6. August 2014

Vorgestern vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus.

Zum Gedenken an dieses Ereignis weihte Prinz Henry von Wales am Montag in Folkestone ein Denkmal in Form eines metallenen Bogens ein. Dieser steht am Anfang eines Strässchens, welches vom Stadtzentrum zum Hafen führt. Es soll an die Soldaten erinnern, welche auf diesem Weg auf die Schiffe gelangten, welche sie auf die andere Seite des Ärmelkanals und somit auf die Schlachtfelder von Nordfrankreich brachten. Manche behaupten, dass 90% aller britischen Soldaten dieses schmale Gässchen hinuntermarschiert seien; viele sind nicht wieder zurückgekehrt.

Der Schreiberling konnte am Sonntag einen ersten scheuen Blick über die Abschrankungen auf das Mahnmal werfen. Auf den Seiten wurden Bänke und Gedenktafeln angebracht. Auf letzteren wird jeweilen an zwei Gefallene des Krieges erinnert. Und dann stach da also diese Tafel ins Auge:

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Walter Tull, der erste schwarze Offizier der britischen Armee. Keine Sorge, Sie sind immer noch in einem Fussballfachblog! Aber dieser Walter Tull, das ist eine interessante Figur für uns, denn von Beruf war er Fussballer. Er wurde 1888 in Folkestone geboren und wuchs nach dem frühen Tod seiner Eltern in einen Waisenhaus in London auf. 1908 machte er eine Lehre als Drucker; nebenbei kickte er auch noch für den Clapton FC. Mit diesem Club gewann er in diesem Jahr jeden möglichen Pokal und wurde dabei von Tottenham gescoutet. Für die damals maximal mögliche Transfersumme von zehn Pfund wechselte er den Verein und wurde so hauptberuflich Fussballer (der zweite Spieler schwarzer Hautfarbe überhaupt, nach Arthur Wharton). Sein Gehalt betrug vier Pfund pro Woche, mehr konnte man damals mit Fussball nicht verdienen. 1910 folgte ein Wechsel zu Northampton Town, dort spielte er bis 1914. Eigentlich hätte er nach Schottland zu den Glasgow Rangers wechseln sollen, doch dazu kam es nicht mehr; Walter Tull wurde ins Militär einberufen. Dort nahm er 1916 an der Somme-Offensive teil, fiel seinen Vorgesetzten durch besonderen Mut und Tapferkeit auf (wie das im Militärjargon wohl genannt wird) und wurde zum zweiten Leutnant befördert. 1918 fiel er an der Westfront. Seine Leiche wurde nie geborgen.

Falls Sie sich übrigens mehr für so People-Zeugs als für Krieg und Fussball interessieren, gibt es hier Bilder vom Besuch von Prinz Harry!