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Archiv für die Kategorie „Schalungstafeln“

Gute Kroaten, schlechte Kroaten

Rrr am Donnerstag den 6. März 2014

rueferSascha Ruefer und die Secondos.

Ivan Rakitic ist schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Vor vielen Jahren hat er sich dafür entschieden, für Kroatien zu spielen. Das hat ihm seinerzeit viele erboste Reaktionen bis hin zu Morddrohungen aus der Schweiz eingetragen.

Gestern bestritt Rakitic sein 60. Länderspiel für Kroatien, die Geschichte mit der Nati-Wahl ist also ziemlich lange her. Für Sascha Ruefer kein Grund, nicht wieder einmal kräftig nachzutreten:

Min. 22 "Rakitic, der noch für die Schweizer U-21-Nationalmannschaft gespielt hat, mittlerweile sich aber entschieden hat, für Kroatien zu spielen … unglaubliche Mode, die da im internationalen Fussball herrscht - dass man sich aussuchen kann, für welches Land man spielen wird oder möchte … ich dachte bisher immer, Nationalspieler sein ist eine Herzensangelegenheit - das scheint nicht allen Fällen der Fall zu sein."

Josip Drmic ist ebenfalls schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Seine Eltern leben heute wieder in Kroatien, Drmic aber hat sich für die Schweiz entschieden. Das gefällt natürlich Sascha Ruefer.

Min. 34 "Drmic … Drmic .. mit links, jetzt vielleicht .. jaaaaaaaa! Drmic schiesst nach 34 Minuten die Schweiz mit 1:0 in Führung … Josip Drmic, in dessen Adern kroatisches Blut fliesst, schiesst sein erstes Länderspieltor gegen das Heimatland, gegen das Land seiner Eltern!"

Sascha Ruefer im Rausch! Und nach dem 2:1 gab es dann gar kein Halten mehr.

Min. 41 "Tooor für die Schweiz! Josip Drmic! Ein Spiel, das wieder Geschichten schreibt! Es ist die Geschichte von Josip Drmic, dem kroatisch-stämmigen Schweizer, der sein zweites Länderspieltor schiesst .. gegen Kroatien! (…) Gegen Kroatien treffen die Kroaten, hat man fast das Gefühl - Gavranovic, auch kroatisch-stämmig, hat auch zwei Tore geschossen neulich gegen Kroatien."

Sicher ist sicher

Val der Ama am Freitag den 10. Januar 2014

Romas Security tut alles für die Sicherheit der Gästefans.

roma

Sie sehen die Fans von Sampdoria Genua gestern beim Cupspiel in Rom. Es ist glücklicherweise nichts passiert.

Ohne Mori

Val der Ama am Dienstag den 7. Januar 2014

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) lassen nicht alle rein.

moriZum Beispiel den Dan Mori nicht. Dieser ist israelischer Nationalspieler, spielt beim niederländischen Fussball-Erstligist Vitesse Arnheim und hätte eigentlich mit seinem Team nach Abu Dhabi ins Trainingslager reisen sollen. Ist er aber nicht, denn der Golfstaat hat ihm die Einreise verweigert. Weil die VAE erkennen den Staat Israel nicht an und wollen auch keine Israelis im Land.

Das liess sich Vitesse Arnheim bieten und reiste trotzdem gen Süden - gebucht ist gebucht. Nun tobt die Politik etwa so: "Vitesse ist ein Klub ohne Rückgrat, wenn er so etwas akzeptiert und einfach nach Abu Dhabi reist", sagte der christlich-demokratische Abgeordnete Pieter Omzigt. Ja, gar das niederländische Parlament will sich in den nächsten Tagen mit dem Fall beschäftigen.

Eine Klubsprecherin erklärte im Radio, dass es eigentlich eine Einreisezusage für Mori gegeben habe. Diese sei jedoch kurzfristig zurückgezogen worden und daraufhin habe Mori sich selbst dafür ausgesprochen, dass sein Klub trotzdem reise. Er bleibt derweil in den Niederlanden und trainiert mit dem Nachwuchsteam.

Irritierendes Interview

Herr Shearer am Donnerstag den 31. Oktober 2013

Leider auch alle Jahre wieder: Halloween.

Aber so wüst sieht dieser Pirlo doch gar nicht aus, dass er diese Tarnung nötig hätte, oder?

Oha lätz (LXVI)

Rrr am Sonntag den 20. Oktober 2013

In unserer Serie "Oha lätz! Wer findet die 5 Unterschiede?" geht es heute um Dichtung und Wahrheit.

Links die Original-Agenturmeldung, die unter Berufung auf ein spanisches Online-Portal über das angebliches Job-Angebot an den früheren Newcastle-Stürmer Fausto Asprilla berichtet. Asprilla hat das dubiose Angebot nicht einmal kommentiert. Rechts die Zusammenfassung des Themas im "Blick".

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Wenn Balotelli pennt

Val der Ama am Donnerstag den 12. September 2013

Mario Balotelli weiss: Ein guter Schlaf ist wirklich wichtig.

Balotelli

Der Stürmer der AC Milan und ein paar Nationalmannschaftskollegen sind diese Woche von Cécile Kyenge, immerhin Italiens Ministerin für Integration, zu einem Gespräch über Rassismus eingeladen worden. Balotelli hatte ja in der Vergangenheit ab und zu Ärger mit Fremdenhassern und kündigte unlängst an, künftig sofort das Feld zu verlassen, sollte er erneut wegen seiner Hautfarbe beleidigt werden.

Also, da war eben dieses Treffen mit der Ministerin und die eingeladenen Nationalmannschaftskollegen, die sind erschienen. Der Balotelli allerdings nicht. Wegen dem Wecker, der habe nicht geweckt.

Auf Nachfrage einer italienischen Tageszeitung dann allerdings, schilderte Frau Ministerin die Gegebenheit ein wenig anders: "Balotelli erklärte, warum er nicht erschienen ist (er wollte lieber schlafen, weil das Treffen ja freiwillig gewesen sei) und also müssen wir seine Transparenz respektieren. Ich hätte ihn gerne gesehen."

Ruefer-Bingo

Val der Ama am Freitag den 6. September 2013

Sie haben mal wieder Lust auf Länderspiel, empfangen jedoch nur SRF? Kein Problem dank Ruefer Bingo©®!

Bullshit

Trümmliges Tattoo (III)

Herr Shearer am Donnerstag den 5. September 2013

Sie möchten sich auch endlich so ein Tattoo stechen lassen, zögern aber noch?

Dann kann Ihnen dieses Bild vielleicht eine Entscheidungshilfe sein. Ein Fan des Liverpool FC hat es sich aus Freude am Transfer von Kolo Touré in den Fuss machen lassen.

kolotattoo

Dänische Gastfreundlichkeit

Herr Shearer am Sonntag den 1. September 2013

Dass die SVP noch nicht auf diese Idee gekommen ist!

Beim dänischen Meister FC Kopenhagen geht man auf Nummer sicher. Letzten Freitag wurden der Mannschaft Real Madrid, Juventus und Galatasaray als Gegner in der Champions League-Gruppenphase zugelost. Die Offiziellen hatten sogleich schwerste Sicherheitsbedenken: was, wenn sich im Vorverkauf gewaltbereite Italiener, Spanier und Türken die Tickets sichern würden und dann in den Heimsektoren Krawalle machten? Nun, beim Hauptstadtclub hatte man sofort eine passende Lösung parat, um diese Gefahr zu verhindern.

Wer keinen dänisch klingenden Namen hat, kann keine Tickets für die Champions League kaufen. Basta.

parken

Masou Barid ist so ein Fan des FC Kopenhagen, hat aber fälschlicherweise keinen klassischen dänischen Nachnamen. "Das ist die grösste Erniedrigung, die ich je erlebt habe", äussert er sich gegenüber der dänischen Zeitung Exkstrabladet. Beim Club hat man natürlich nur die besten Absichten: "Sicherheit ist unser Hauptanliegen bei allen Veranstaltungen im Parken-Stadion. Wir wollen, dass die gegnerischen Fans ausschliesslich den Gästesektor benutzen", sagt Daniel Rommedahl, der Klubsekretär. Selbstverständlich liesse man aber in gewissen Fällen mit sich reden, und wenn es sich zeige, dass der Kaufwillige wirklich kein ausländischer Krawallant sei, sei ein Kauf trotzdem möglich.

In der Schweiz wird derweil weiterhin ein Kuschelkurs im Ticketverkauf gefahren. Dem Verfasser dieser Zeilen sind Fälle bekannt, wo Saisonkarten für YB an Leute mit Nachnamen verkauft wurden, die eindeutig einen ausserkantonalen Einschlag hatten.

 

Militärisches Flugzeug aus erkaltetem, gesäuertem Reis, ergänzt um rohen oder geräucherten Fisch

Natischer am Freitag den 2. August 2013

Eine bekannte Schweizer «Zeitung» hat Doppeltorschütze Yuya Kubo einen schmissigen Kosenamen verpasst.

Ha ha, Sushi-Bomber! Generationen von Creative Directors beissen vor Neid in die Tischkante!

Nächste Woche folgt dann Michi Frey nach seinen zwei Toren beim FCZ als «Rösti-Kanone». Und in der Woche drauf Alexander Gerndt, der «IKEA-Abstauber». Soviel Fantasie ist schliesslich nicht jedermanns Sache!

Allenfalls schaffen es die Fans auch diesmal ganz ohne Hilfe diese «Zeitung»? Bitte schreiben Sie Ihren Vorschlag - gern auch grad mit dazugehörigem Lied - in die Kommentare.

Wie? Nein, Herr Baresi. Die Farben des Leibchens passten zwar ideal, aber dafür hat Kubo zuviele Haare und so brown ist er auch gar nicht.