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Archiv für die Kategorie „Schalungstafeln“

Unsportliche Ungerechtigkeiten

Val der Ama am Mittwoch den 16. Juli 2014

An den Internetpranger mit den Schwalbenkönigen!

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Besonders dann, wenn der Pranger ein origineller Welcher ist. Obige Gifs sind eine Weltmeisterschafts-Best-Of-Sammlung der Fachwebseite The Golden Dive.

Schauen Sie bei Gelegenheit mal vorbei und buhen Sie innerlich.

Selfidiotie

Val der Ama am Dienstag den 8. Juli 2014

Auch im Sport wird Selbstdarstellung immer bedeutender.

selfie

So zum Beispiel beim Radsport. Viele Fahrer der Tour de France beschweren sich über Zuschauer, die sich mit dem Rücken zur Fahrbahn stellen, um Selfies zu schiessen. Gefährlich natürlich und gelegentlich von Radfahrern sanktioniert: Ramunas Navardauskas vom Team Garmin-Sharp hat am Sonntag einem renitenten Zuschauer das Smartphone aus der Hand geschlagen.

Eine solche Szene werden Sie beim Fussball nie sehen, weil beim Fussball geht alles noch ein wenig selbstverliebter zu und her. Da werden lustige Tanzchoreographien gezeigt, tätowierte Oberkörper präsentiert oder - iöö - mit den Fingern so herzige Herzchen geformt. Oder, einen haben wir noch und passend zum ersten Absatz, statt Torjubel schiesst man genüsslich so ein Selfie.

Sie sehen oben den Eigenschnapschuss von Dom Dwyer, Spieler bei Sporting Kansas City, nach seinem Tor in der 33. Minute der MLS-Partie gegen Chicago. Der Schiedsrichter zeigte Gelb.

Engländer vermissen

Val der Ama am Dienstag den 24. Juni 2014

Die WM ist für England zu Ende.

Obama

Ein letztes Hoch die Tassen! auf die Englische Nationalmannschaft. Ich werde sie vermissen. Gut, vielleicht nicht unbedingt den Trainer, nicht unbedingt Team und Taktik, jedoch ganz bestimmt die berühmten und grossartigen Individualisten: Joe Hart, Frank Lampard, James Milner, Alex Oxlade-Chamberlain, Barack Obama, Jack Wilshere, Wayne Rooney, Daniel Sturridge, Danny Welbeck und auch Steven Gerrard. Schade, sind sie nicht mehr dabei.

Moment, Barack Obama? Aber ja.
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Gute Kroaten, schlechte Kroaten

Rrr am Donnerstag den 6. März 2014

rueferSascha Ruefer und die Secondos.

Ivan Rakitic ist schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Vor vielen Jahren hat er sich dafür entschieden, für Kroatien zu spielen. Das hat ihm seinerzeit viele erboste Reaktionen bis hin zu Morddrohungen aus der Schweiz eingetragen.

Gestern bestritt Rakitic sein 60. Länderspiel für Kroatien, die Geschichte mit der Nati-Wahl ist also ziemlich lange her. Für Sascha Ruefer kein Grund, nicht wieder einmal kräftig nachzutreten:

Min. 22 "Rakitic, der noch für die Schweizer U-21-Nationalmannschaft gespielt hat, mittlerweile sich aber entschieden hat, für Kroatien zu spielen … unglaubliche Mode, die da im internationalen Fussball herrscht - dass man sich aussuchen kann, für welches Land man spielen wird oder möchte … ich dachte bisher immer, Nationalspieler sein ist eine Herzensangelegenheit - das scheint nicht allen Fällen der Fall zu sein."

Josip Drmic ist ebenfalls schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Seine Eltern leben heute wieder in Kroatien, Drmic aber hat sich für die Schweiz entschieden. Das gefällt natürlich Sascha Ruefer.

Min. 34 "Drmic … Drmic .. mit links, jetzt vielleicht .. jaaaaaaaa! Drmic schiesst nach 34 Minuten die Schweiz mit 1:0 in Führung … Josip Drmic, in dessen Adern kroatisches Blut fliesst, schiesst sein erstes Länderspieltor gegen das Heimatland, gegen das Land seiner Eltern!"

Sascha Ruefer im Rausch! Und nach dem 2:1 gab es dann gar kein Halten mehr.

Min. 41 "Tooor für die Schweiz! Josip Drmic! Ein Spiel, das wieder Geschichten schreibt! Es ist die Geschichte von Josip Drmic, dem kroatisch-stämmigen Schweizer, der sein zweites Länderspieltor schiesst .. gegen Kroatien! (…) Gegen Kroatien treffen die Kroaten, hat man fast das Gefühl - Gavranovic, auch kroatisch-stämmig, hat auch zwei Tore geschossen neulich gegen Kroatien."

Sicher ist sicher

Val der Ama am Freitag den 10. Januar 2014

Romas Security tut alles für die Sicherheit der Gästefans.

roma

Sie sehen die Fans von Sampdoria Genua gestern beim Cupspiel in Rom. Es ist glücklicherweise nichts passiert.

Ohne Mori

Val der Ama am Dienstag den 7. Januar 2014

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) lassen nicht alle rein.

moriZum Beispiel den Dan Mori nicht. Dieser ist israelischer Nationalspieler, spielt beim niederländischen Fussball-Erstligist Vitesse Arnheim und hätte eigentlich mit seinem Team nach Abu Dhabi ins Trainingslager reisen sollen. Ist er aber nicht, denn der Golfstaat hat ihm die Einreise verweigert. Weil die VAE erkennen den Staat Israel nicht an und wollen auch keine Israelis im Land.

Das liess sich Vitesse Arnheim bieten und reiste trotzdem gen Süden - gebucht ist gebucht. Nun tobt die Politik etwa so: "Vitesse ist ein Klub ohne Rückgrat, wenn er so etwas akzeptiert und einfach nach Abu Dhabi reist", sagte der christlich-demokratische Abgeordnete Pieter Omzigt. Ja, gar das niederländische Parlament will sich in den nächsten Tagen mit dem Fall beschäftigen.

Eine Klubsprecherin erklärte im Radio, dass es eigentlich eine Einreisezusage für Mori gegeben habe. Diese sei jedoch kurzfristig zurückgezogen worden und daraufhin habe Mori sich selbst dafür ausgesprochen, dass sein Klub trotzdem reise. Er bleibt derweil in den Niederlanden und trainiert mit dem Nachwuchsteam.

Irritierendes Interview

Herr Shearer am Donnerstag den 31. Oktober 2013

Leider auch alle Jahre wieder: Halloween.

Aber so wüst sieht dieser Pirlo doch gar nicht aus, dass er diese Tarnung nötig hätte, oder?

Oha lätz (LXVI)

Rrr am Sonntag den 20. Oktober 2013

In unserer Serie "Oha lätz! Wer findet die 5 Unterschiede?" geht es heute um Dichtung und Wahrheit.

Links die Original-Agenturmeldung, die unter Berufung auf ein spanisches Online-Portal über das angebliches Job-Angebot an den früheren Newcastle-Stürmer Fausto Asprilla berichtet. Asprilla hat das dubiose Angebot nicht einmal kommentiert. Rechts die Zusammenfassung des Themas im "Blick".

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Wenn Balotelli pennt

Val der Ama am Donnerstag den 12. September 2013

Mario Balotelli weiss: Ein guter Schlaf ist wirklich wichtig.

Balotelli

Der Stürmer der AC Milan und ein paar Nationalmannschaftskollegen sind diese Woche von Cécile Kyenge, immerhin Italiens Ministerin für Integration, zu einem Gespräch über Rassismus eingeladen worden. Balotelli hatte ja in der Vergangenheit ab und zu Ärger mit Fremdenhassern und kündigte unlängst an, künftig sofort das Feld zu verlassen, sollte er erneut wegen seiner Hautfarbe beleidigt werden.

Also, da war eben dieses Treffen mit der Ministerin und die eingeladenen Nationalmannschaftskollegen, die sind erschienen. Der Balotelli allerdings nicht. Wegen dem Wecker, der habe nicht geweckt.

Auf Nachfrage einer italienischen Tageszeitung dann allerdings, schilderte Frau Ministerin die Gegebenheit ein wenig anders: "Balotelli erklärte, warum er nicht erschienen ist (er wollte lieber schlafen, weil das Treffen ja freiwillig gewesen sei) und also müssen wir seine Transparenz respektieren. Ich hätte ihn gerne gesehen."

Ruefer-Bingo

Val der Ama am Freitag den 6. September 2013

Sie haben mal wieder Lust auf Länderspiel, empfangen jedoch nur SRF? Kein Problem dank Ruefer Bingo©®!

Bullshit

Trümmliges Tattoo (III)

Herr Shearer am Donnerstag den 5. September 2013

Sie möchten sich auch endlich so ein Tattoo stechen lassen, zögern aber noch?

Dann kann Ihnen dieses Bild vielleicht eine Entscheidungshilfe sein. Ein Fan des Liverpool FC hat es sich aus Freude am Transfer von Kolo Touré in den Fuss machen lassen.

kolotattoo

Dänische Gastfreundlichkeit

Herr Shearer am Sonntag den 1. September 2013

Dass die SVP noch nicht auf diese Idee gekommen ist!

Beim dänischen Meister FC Kopenhagen geht man auf Nummer sicher. Letzten Freitag wurden der Mannschaft Real Madrid, Juventus und Galatasaray als Gegner in der Champions League-Gruppenphase zugelost. Die Offiziellen hatten sogleich schwerste Sicherheitsbedenken: was, wenn sich im Vorverkauf gewaltbereite Italiener, Spanier und Türken die Tickets sichern würden und dann in den Heimsektoren Krawalle machten? Nun, beim Hauptstadtclub hatte man sofort eine passende Lösung parat, um diese Gefahr zu verhindern.

Wer keinen dänisch klingenden Namen hat, kann keine Tickets für die Champions League kaufen. Basta.

parken

Masou Barid ist so ein Fan des FC Kopenhagen, hat aber fälschlicherweise keinen klassischen dänischen Nachnamen. "Das ist die grösste Erniedrigung, die ich je erlebt habe", äussert er sich gegenüber der dänischen Zeitung Exkstrabladet. Beim Club hat man natürlich nur die besten Absichten: "Sicherheit ist unser Hauptanliegen bei allen Veranstaltungen im Parken-Stadion. Wir wollen, dass die gegnerischen Fans ausschliesslich den Gästesektor benutzen", sagt Daniel Rommedahl, der Klubsekretär. Selbstverständlich liesse man aber in gewissen Fällen mit sich reden, und wenn es sich zeige, dass der Kaufwillige wirklich kein ausländischer Krawallant sei, sei ein Kauf trotzdem möglich.

In der Schweiz wird derweil weiterhin ein Kuschelkurs im Ticketverkauf gefahren. Dem Verfasser dieser Zeilen sind Fälle bekannt, wo Saisonkarten für YB an Leute mit Nachnamen verkauft wurden, die eindeutig einen ausserkantonalen Einschlag hatten.

 

Militärisches Flugzeug aus erkaltetem, gesäuertem Reis, ergänzt um rohen oder geräucherten Fisch

Natischer am Freitag den 2. August 2013

Eine bekannte Schweizer «Zeitung» hat Doppeltorschütze Yuya Kubo einen schmissigen Kosenamen verpasst.

Ha ha, Sushi-Bomber! Generationen von Creative Directors beissen vor Neid in die Tischkante!

Nächste Woche folgt dann Michi Frey nach seinen zwei Toren beim FCZ als «Rösti-Kanone». Und in der Woche drauf Alexander Gerndt, der «IKEA-Abstauber». Soviel Fantasie ist schliesslich nicht jedermanns Sache!

Allenfalls schaffen es die Fans auch diesmal ganz ohne Hilfe diese «Zeitung»? Bitte schreiben Sie Ihren Vorschlag - gern auch grad mit dazugehörigem Lied - in die Kommentare.

Wie? Nein, Herr Baresi. Die Farben des Leibchens passten zwar ideal, aber dafür hat Kubo zuviele Haare und so brown ist er auch gar nicht.

Trümmlige Tätowierung

Val der Ama am Mittwoch den 3. Juli 2013

Schalkes Jungprofi Dennis Erdmann hat einen Knutschfleck.

Es ist ja jetzt wieder Trainingslager und da sehen sich die Spieler wieder und die Journalisten sehen die Spieler wieder und ab und zu gibts da Überraschungen, weil einzelne Spieler, die werden dicker, andere dünner oder wegen viel Sonne dunkler und so. Und dann gibts ab und zu auch neue Tattoos, wie zum Beispiel bei Nachwuchsspieler Dennis Erdmann.

Ja, das Ding da an seiner linken Halsseite, das ist echt und, so Erdmann: "Es sind die Lippen meiner Freundin Tanita. Ich finde es wirklich gelungen." Weil Freundin Tanita hat dafür auch extra eine Vorlage erstellt: Ein Knutsch mit Lippenstift auf ein Blatt Papier.

Ui.

Schwindende Stellen

Herr Shearer am Montag den 10. Juni 2013

Das Zürcher Stimmvolk hat entschieden - dutzende Jobs im niederschwelligen Sektor verschwinden.

Nach der Zustimmung zum sogenannten Hooligan-Konkordat bangen Dutzende Zürcher Hooligans um ihren Job. De facto verbietet ihnen die Gesetzesrevision nämlich die Ausübung ihres Berufs. Das Runde Leder hat sich bereits gestern mit einem der Betroffenen unterhalten können. Er möchte anonym bleiben, wir nennen ihn im folgenden einfach "S.".

Zum Runden Leder: Herr S, wie fühlen Sie sich nach dieser Abstimmung?

S., Berufshooligan: Schlecht, sehr schlecht. Hooliganismus liegt bei unserer Familie im Blut, schon mein Grossvater fiel früher oft negativ in Fussballstadien auf. Damals gab es beim Fussball noch richtiges Bier, sogar in Glasflaschen, stellen Sie sich das mal vor! Auch mein 80-jähriger Vater hat sich immer voll engagiert und den Virus auf mich übertragen. Auch für ihn ist heute ein schwarzer Tag, ausserdem hat er Zucker. Es belastet ihn sehr.

Haben Sie das Ende Ihres Berufsstandes kommen sehen?

Natürlich ist auch an uns nicht vorbeigegangen, dass das Berufsbild des Hooligans in letzter Zeit gelitten hat. Auch war es zunehmend schwierig, Nachwuchs zu rekrutieren. Die Jungen interessieren sich heute mehr fürs Dauersingen und Feuerwerkstechnik. Den harten, dreckigen Teil der Arbeit wollen die nicht mehr machen. Dabei ist es so eine schöne Tätigkeit, man ist draussen an der frischen Luft.

Im Nachhinein gesehen - haben Sie vielleicht auch Fehler gemacht?

Nun ja, das habe ich mich auch schon gefragt. Allerdings sind wir natürlich in diesem Job in einem schwierigen Umfeld. Mit unserer Ausbildung kann man vielleicht noch im Security-Bereich unterkommen, aber sonst gibt es da nicht mehr viele Möglichkeiten. Lassen Sie es mich mit der Situation der Kohlekumpels im Ruhrpott vergleichen: die mussten sich nach der Schliessung der Zechen auch komplett neu orientieren oder landeten in der Arbeitslosigkeit.

Wie geht es für Sie nun weiter?

Schwierig zu sagen. Ich melde mich sicher möglichst rasch beim RAV, vielleicht können die mir noch helfen. Möglicherweise muss ich halt nach Basel ziehen. Dort sieht es derzeit noch am besten für unseren Berufsstand aus. Aber ob die dort darauf warten, dass die ehemalige Konkurrenz ihnen ihre Arbeitsplätze streitig macht? Andrerseits hat mich der Beruf des Hooligans auch eine gewisse Skrupellosigkeit gelehrt - von daher ergibt sich vielleicht etwas im Finanzsektor, dem geht es hier in Zürich zum Glück noch gerade so einigermassen gut. Es wird auf alle Fälle eine schwere Zeit für mich und die ganze Familie. Wir müssen jetzt halt schauen, wie wir uns durchschlagen können.

Herr S., wir wünschen Ihnen alles Gute auf der Suche nach einer neuen Stelle.