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Archiv für die Kategorie „Rote Karte“

Hasch im Sand

Rrr am Donnerstag den 10. Juli 2014

Wie illustriere ich einen Artikel über einen Cannabis-Fund in Italien?

Vor diese anspruchsvolle Aufgabe sah sich der Online-Redakteur von "Russia Today" gestellt. Und er tat, was Online-Redakteure in solchen Momenten tun: Er gab im Bildarchiv die Schlagwörter "Italien", "Strand" und "Cannabis" an.

Das Resultat war unbefriedigend. Also strich er "Italien", was wenig brachte. Dann strich er "Cannabis" und schaute sich den Newsfeed der Nachrichtenagentur AFP zum Thema "Strand" an. Und siehe da: Ein Strand, spielende Kinder, und mitten drauf ein obskurer Typ mit irgendwie so einer Art Dreadlocks. Perfekt!

Eigentlich schade, dass es sich beim Mann auf dem Bild um den französischen Nationalspieler Baccary Sagna handelt. Es ist auch nicht wirklich Italien, sondern die Copacabana am 26. Juni. Cannabis hats jetzt nicht direkt auf dem Foto, aber sonst ist es sicher eine perfekte Illustration.

Ambush Marketing in Bern

Lars Sohn am Samstag den 7. Juni 2014

BREAKING NEWS: YB bestätigt Wechsel von Josef Martínez zu Torino

Bei der Vorgehensweise der Stadt Bern, dem direkten und indirekten Publikum durch eigene Kommunikationsmaßnahmen eine autorisierte Verbindung zu einer Veranstaltung zu signalisieren, obwohl die Stadt Bern keine legalisierten Vermarktungsrechte an dieser von Dritten gesponserten Veranstaltung besitzt, liegt Ambush Marketing vor.

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Die RL-Redaktion verurteilt «Mit Ghüder gegen Korinthenkackerei» scharf.

Prollige Primatin

Val der Ama am Dienstag den 20. Mai 2014

Dummheit geht auch ohne Früchte.

Affin

Knapp drei Wochen nach Dani Alves und Banane spricht man in Spanien bereits wieder über Fussball und Rassismus. Die Frau oben auf dem Bild hatte beim Relegationsspiel der Drittligisten UE Llagostera und Racing Santander (0:0) am Sonntag Santanders' Mamadou Koné mit einer doch ziemlich eindeutigen Geste beleidigt.

Der 22 Jahre alte Ivorer twitterte ziemlich gelassen: "Zu dieser "Dame" sage ich besser nichts, ihre Aktion spricht für sich", UE Llagostera reagierte mit Stadionverbot.

Richtig peinlich ist die Aktion aber wohl vor allem dem FC Barcelona: Die Affin soll gemäss spanischen Medien Angestellte des Vereinsmuseums sein.

Brügglifeld, Aarau

Herr Maldini am Freitag den 16. Mai 2014

SUPER LEAGUE, NATIONALLIGA A, NLA, LNA, MEISTERSCHAFT, SAISON 2013/14, FCB, FC BASEL, FCA, FC AARAU,Fans des FC Basel feiern den Meistertitel ihres Teams.

Bananenbilder

Herr Maldini am Mittwoch den 30. April 2014

Solidarität mit Dani Alves im World Wide Web.

Nachdem Dani Alves vom FC Barcelona am Wochenende rassistisch angefeindet wurde, ist die Solidaritätswelle in den sozialen Medien gross. Gemäss der spanischen Sportzeitung AS handelte es sich aber um eine geplante Aktion.

bananas1

#SayNoToRacism

Renitentes Ross

Herr Shearer am Donnerstag den 24. April 2014

BREAKING NEWS: YB-Goaliegott Marco Wölfli gibt Forfait für WM

Marder auf dem Spielfeld, Hunde auf der Pressetribüne - und jetzt also noch Pferde auf den Stehplätzen.

Langsam braucht es wirklich ein Tierkonkordat, wenn das so weitergeht. Einen neuen Höhepunkt erreichte der traurige Trend mit Tieren im Stadion letzten Freitag, als ein Pferd sich nicht von einem Besuch des Non League-Spiels zwischen dem Ashington AFC und Crook Town abhalten liess. Fahrlässigerweise liessen die Klubverantwortlichen den Notausgang des Platzes geöffnet, so dass das Pferd etwa 15 Minuten nach Anpfiff unkontrolliert und ohne zu bezahlen einfach einmarschieren und sich an den Spielfeldrand stellen konnte. Martin Bamforth, ein Groundhopper aus Somerset, konnte glücklicherweise ein sachdienliches Beweisfoto schiessen.

AshingtonRoss

Einige besonnene Matchbesucher versuchten daraufhin, das dunkelbraun-weisse Tier nach aussen zu geleiten, doch dieses wehrte sich und gab deutlich seinen Willen zu erkennen, jetzt den Match schauen zu wollen. Nach einigen Versuchen gelang es schliesslich, den ungebetenen Gast zurück auf seine Weide zu bringen. Das Spiel lief derweilen weiter.

Gemäss ersten Abklärungen soll es sich übrigens nicht um ein Polizeipferd handeln. Ashington ist ein Vorort von Newcastle, und dort mögen Pferde keine Fussballfans.

Abscheuliche Schwalbe

Val der Ama am Dienstag den 15. April 2014

Auch im zweiten Beitrag heute beschäftigen wir uns mit Rabaukentum.

Nein, stimmt gar nicht, wir beschäftigen uns mit einem miesen, fiesen Schauspieler namens Giancarlo Gonzalez. Der spielt als Verteidiger in der MLS bei Columbus Crew und hatte als solcher dieses Wochenende beim 1:1 gegen die San Jose Earthquakes ein Rencontre mit Gegenspieler Chris Wondolowski.

Foulender Papa Francisco FC

Val der Ama am Dienstag den 15. April 2014

Alles Rabauken, die Fussballer des Heiligen Vaters.

Papa

Der aktuelle Papst ist ja bekanntlich nett und friedliebend und für Fussball interessieren tut er sich auch. Eigentlich logisch, dass man Ihm zu Ehren in seinem Heimatland Argentinien eigens einen Fussballclub, eben den Papa Francisco FC gründete.

In Buenos Aires beheimatet soll er eine heilige Alternative zur grassierenden Gewalt und Bandenkultur darstellen. Der Club spielt in den Farben des Vatikans und das Motto drüber lautet zwar nicht Halleluja, aber immerhin: "Keine Hooligans, keine Gewalt und keine Beleidigungen."

Dieses Wochenende war Premiere, das erste Spiel gegen einen Verein namens Trefules und da trennte man sich gleich christlich nächstenliebend 2:2. Stören tut die Frohe Botschaft ein klein wenig die Tatsache, dass der Schiedsrichter je zwei Spieler beider Teams mit einer Roten Karte frühzeitig in die Kabine schickte.

Alans Ausraster

Herr Shearer am Sonntag den 2. März 2014

Newcastle-Trainer Alan Pardew steckt in Schwierigkeiten.

Völlig unnötig, kann man sagen. Da hat seine Mannschaft nach desaströsen Vorstellungen endlich wieder in die Erfolgsspur gefunden. Gestern gab es in Hull gleich einen 4:1-Auswärtssieg, nachdem bereits am letzten Wochenende Aston Villa in letzter Minute geschlagen werden konnte. Die Magpies stehen auf dem achten Platz der Tabelle und können sich weiter nach vorne verbessern. Darüber kann sich aber derzeit niemand in der schönen Stadt am River Tyne richtig freuen, denn alles spricht nur über Alan Pardews Rencontre mit dem Hull-Spieler David Meyler am Rande des Spielfelds.  Aber schauen Sie selbst:

Den Rest des Spieles sah Pardew von der Tribüne aus. Kostenpunkt für diesen klassischen "Coup de Boule": vorerst einmal 100'000 britische Pfund, welche Newcastle United dem Cheftrainer vom Lohn abziehen wird. Eine Sanktion von der FA wird sicherlich ebenfalls folgen. Auch Jeff Stealing, Moderator bei Sky, reagierte ziemlich, nun ja, entstetzt.

Notdurft beim Platzsturm

Val der Ama am Dienstag den 18. Februar 2014

So kann das nicht mehr weitergehen.

Nach dem Marder in Thun, Bienen in Brasilien, Hühnern in England, Katzen in Holland und den Eichhörchen in England, gibt es heute und leider schlechte Nachrichten aus Argentinien.

Gestern, während dem Spiel zwischen Rosario Central gegen River Plate, schlich sich ein Hund heimtückisch auf das Spielfeld und narrte während rund 5 Minuten die Spieler, Stewards, ja sogar den Schiedsrichter.

Gagi

So ein Stuhl.

Weinen in Villareal

Val der Ama am Montag den 17. Februar 2014

So geht Hooliganismus.

Tränen

Pyro, Petarden, Bananen oder Feuerzeug? Kinderkram. Richtig Randale macht man mit Tränengas.

So geschehen diesen Samstag in Spanien beim Spiel des FC Villarreal gegen Celta de Vigo (0:2). In der 88. Minute und unmittelbar nach dem Führungstreffer der Gäste flog ein mit Tränengas gefüllter Kanister auf das Spielfeld. Spieler und Schiedsrichter flüchteten in die Kabinen, die Zuschauertribünen wurden geräumt.

Nach einer halben Stunde Frischluft konnte das Spiel beendet werden.

Trümmliges Ticketing

Herr Shearer am Donnerstag den 6. Februar 2014

Ein Ticket für das Champions League-Spiel Barcelona - Manchester City im Gästesektor? 77 Pfund.

Ein stolzer Preis, kann man sagen. Noch teurer wird es, wenn man blöderweise auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Dann möchte der Club, der sonst immer gerne mehr als einer sein will, plötzlich schon 97 Pfund auf den Tisch geblättert sehen. Gut, ein Begleiter ist im Preis auch inbegriffen, aber was, wenn man gar nicht auf einen solchen angewiesen wäre?

barcatickets

Der Ticketverkauf für den Gästesektor läuft über den Gastclub Manchester City, welcher auch nicht dafür bekannt ist, am Hungertuch zu nagen. Das Achtelsfinal-Rückspiel zwischen den zwei Schwergewichten findet am 12. März statt (Hinspiel in Manchester am 18. Februar). Wir mögen uns die Reaktionen von Onkel Sepp und seiner FIFA gar nicht vorstellen, wenn die rausfinden, dass es im Fussball trotzt ihrer jahrelangen heftigsten Bemühungen tatsächlich noch Diskriminierung gibt. Die, die übers Portemonnaie läuft.

Das Geschenk

Herr Pelocorto am Freitag den 27. Dezember 2013

Übles Spiel mit Catarina! Und das am Weihnachtsfest!

Die kleine Catarina aus Portugal ist Fan von SL Benfica.
Dann kam Weihnachten.
Dann kam das Geschenk.

Einer gegen alle

Rrr am Donnerstag den 28. November 2013

Sascha Ruefer am Ende - nie mehr Uhrencup.

Nach 51 Jahren ist der Wettbewerb gestern zu Grabe getragen worden. Das Traditionsturnier in Grenchen wird nicht mehr ausgetragen. Sascha Ruefer behält die Marke ,Uhrencup' in seinem Privatbesitz und will sie einstweilen niemandem zur Verfügung stellen.

Das Image des Uhrencups sei letzten Sommer irreparabel beschädigt worden, sagte Ruefer an einer weithin unbeachteten Medienkonferenz gestern in Grenchen. Ein Ex-Funktionär des FC Grenchen hatte Strafanzeige wegen Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung eingereicht.

Er zog die Anzeige am gleichen Tag wieder zurück, die Staatsanwaltschaft ermittelte aber von Amtes wegen (und kam zum Schluss, es sei nichts an den Vorwürfen). Die Anzeige geisterte durch die Presse, Sponsoren sprangen ab, der Ruf des Uhrencups wurde durch den Schmutz gezogen, jetzt zog das OK einen Schlussstrich.

Die Young Boys gewannen das Turnier insgesamt 7-mal , in den Jahren 1964, 1973, 1975, 1987, 2000, 2004 und zuletzt 2007.

Null Komma Josef

Val der Ama am Dienstag den 15. Oktober 2013

Der Marko Arnautovic sieht rot und droht mit Rücktritt.

46dtwSchade eigentlich, denn zurzeit läufts richtig gut für den jungen Österreicher. Er darf nämlich in der Premier League bei immerhin Stoke mitspielen und wird dabei oder danach dann von der englischen Presse entweder ignoriert oder sogar sanft gelobt. Und er ist zufrieden damit und das sei gut so, sagt er. Aber kaum gehts wieder aufs Festland, da ist er wieder, der Ärger. Am Freitag, gegen die Schweden wars.

Aber geben wir nicht dem Arnautovic die Schuld, diesmal nicht. Der kann gar nichts dafür, schauen Sie doch mal aufs Bewegtbild: Gar nichts tut er, der arme Marko! Der Schwede Elmander, der tut was. Der fällt einfach hin wegen nichts und dann kommt der türkische Unparteiische Cüneyt Cakir und der Arnautovic sieht mal wieder Rot. Und besonders brisant: Der Marko ist doch gar kein Engländer.

Das ist natürlich ungerecht und wir verstehen die empörten Worte des vermeintlichen Sünders, der total ausser sich erklärte: „Er hat mir mit dem Kopf auf die Nase geschlagen und ist dann umgeflogen. Das schmerzt. Das tut weh. Das ist Misshandlung. Wenn mir einer auf einem Video zeigt, dass ich schuld bin, höre ich sofort mit dem Fussballspielen auf. Elmander ist zu 100 Prozent schuld, ich null Komma Josef.“

Recht hat er, der Junge. Aber die Sache ist so glasklar, da muss er nicht zurücktreten.