Archiv für die Kategorie „Rote Karte“

Hands!

Val der Ama am Mittwoch den 4. Februar 2015

Handspiel im Strafraum? Ganz klar Gelb.

handstand

Kurzer Unterbruch in der Schlussphase des Finalspiels um den Arabian Gulf Cup im Al Ahli’s Rashid Stadium in Dubai. Al Nasr führt mit 4:1 gegen Al Sharjah und weil man beim Stand von 4:1 so kurz gegen Schluss schon ab und zu auf gute Ideen kommt, macht Doppeltorschütze Ibrahima Touré mal eben den Handstand.

Ganz bestimmt ist das irgendwie verboten und also wird die Artistik konsequenterweise mit Gelb bestraft.

Eierball

Herr Shearer am Sonntag den 1. Februar 2015

Sie mögen endlose Werbeblöcke, ständige Spielunterbrüche und vollverschalte Sportler? Sind Sie vielleicht deshalb immer noch wach?

Natürlich werden Sie jetzt nicht zugeben, dass Sie wegen dieser Super Bowl immer noch nicht im Bett sind. Dass Sie sich den Montagmorgen noch zusätzlich damit vermiesen, um während einer über vierstündigen Übertragung gerade mal vier Viertelstündchen lang Sport zu schauen, wobei in dieser Stunde der Ball tatsächlich gesamthaft nur ein paar Minuten gespielt wird. Nein, das würden Sie sich sicher nie und nimmer antun!

Harry Kane, aufsteigender Stern der Tottenham Hotspurs und grosse Hoffnung der Three Lions, sicher ebenfalls nicht.

Foul oder nicht Foul?

briger am Donnerstag den 29. Januar 2015

AKTUELL: YB leiht Helios Sessolo (21) an Le Mont aus

Heute eine Szene aus dem Spiel Millwall - Reading

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Sid Nelson (Millwall, dunkelblau) durfte vorzeitig duschen gehen. Gegenspieler Michael Hector blieb zum Glück unverletzt.


Foul oder nicht Foul? von Rrr99

Hand- und Armarbeit

Herr Pelocorto am Mittwoch den 21. Januar 2015

Aus unserer Sammlung mit heiklen Situationen im Fussball präsentieren wir Ihnen zwei aktuelle Fälle.

Zuerst Gervinho. Der Spieler der Elfenbeinküste war am Afrikacup ausser sich, als ihm Guineas Naby Keita auf den Fuss stand. Also gab's eins hinter die Löffel. Dann gab's eine Rote Karte und dann folgt die eigentlich interessanteste Sequenz, der Bodentanz:

Nicht minder interessant der zweite Fall, bei dem sich Trinidad und Tobagos Spieler Akeem Humphrey beim Ellenbogenausteilen scheinbar sehr schwer im eigenen Gesicht verletzt. Film ab:

Genantes Generikum

Val der Ama am Dienstag den 13. Januar 2015

Der Fallon d’Floor geht an Adryan Oliveira Tavares

Adryan

Doch, Sie lesen richtig. Der 21-jährige Brasilianer spielt aktuell bei Leeds United und hat sich bei der Wahl zum allerersten Gewinner des allerersten Fallon d’Floors souverän gegen Grössen wie Cristiano Ronaldo, Luis Suárez oder auch Arjen Robben durchgesetzt.

Linguistisch Begabte unter Ihnen haben es vielleicht bereits erraten: Adryan wird nicht wegen Spielqualität oder Torerfolg geehrt, sondern vielmehr für die mieseste, beschämendste und insgesamt schlicht peinlichste Schwalbe des Jahres 2014.

Verdient, absolut verdient, wie die Bewegtbilder nach einem Klick auf "weiter" deutlich aufzeigen.

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Rot wegen Braun

Herr Shearer am Mittwoch den 24. Dezember 2014

Ein Fussballplatz ist kein Hundeklo.

Ausser vielleicht in tieferen Ligen. Da wird gerne auf Plätzen gespielt, auf denen manche Zeitgenossen zuvor ihre vierbeinigen Freunde ausgeführt haben. Und so begab es sich, dass neulich beim Spiel zwischen Rowley College und St Thomas Aldridge in der West Midland Christian Football League eben ein Hundehaufen auf dem Platz lag. Und der wurde Lance Perry von Rowley zum Verhängnis. Nein, er ist nicht draufgetreten, und dank ihm wohl auch keiner der 21 anderen involvierten Sportsmänner, und wohl auch nicht der Schiedsrichter, welcher den armen Lance vorzeitig zum Duschen schickte.

christianfootball

Das kam so: Perry war besagter Hundehaufen als erster aufgefallen. Wie es sich gehört, machte er seine Mitspieler darauf aufmerksam. Nun haben Sie sich sicher schon überlegt, was denn das für eine spezielle Liga ist, diese West Midland Christian Football League. Man muss zwar nicht gläubiger Christ sein, um mitspielen zu dürfen, allerdings ist der christliche Hintergrund sonnenklar und so sind Kraftausdrücke und Fluchwörter unerwünscht und führen zum Ausschluss vom Spiel. Perrys Warnruf "It's dog sh*t" wurde vom Mann in Schwarz offenbar nicht als Warnung, sondern als Gefluche interpretiert. Bei Rowley College konnte man es schlicht nicht fassen, dass ihr Spieler für diese Tat vom Spiel ausgeschlossen wurde

Der zuständige Fussballverband, die Birmingham County FA, ergreift nun teilweise Partei für den des Feldes verwiesenen. "Tatsächlich ist "shit" sogar im Oxford English Dictionary geführt und damit Teil der englischen Sprache. Ausserdem war Perrys Aussage korrekt - da lag tatsächlich Hundekot auf dem Feld. Allerdings unterstützen wir die Liga mit ihrer Nulltoleranz gegenüber Gefluche beim Fussball. Die meisten dieser Spiele finden in öffentlichen Parks statt, und die Familien, die sich dort ebenfalls aufhalten, wollen das nicht hören".

Immerhin, der gesunde Menschenverstand hat dann doch gesiegt. Die Spielsperre gegen Lance Perry wurde aufgehoben. Resultatmässig hatte die rote Karte auch keine Konsequenzen: Rowley College gewann das Spiel mit 5:1.

Getackelter Bruder

Lars Sohn am Mittwoch den 24. Dezember 2014

Im Rahmen unserer Serie «Foul oder nicht Foul?» schielen wir heute nach Ecuador.

Dort ereignete sich im Rückspiel des Finals um die Copa Pilsener 2014 zwischen Emelec und dem FC Barcelona folgende Szene: Der Spieler Bolaños vom FC Barcelona leistete sich während der neunten Spielminute ein Tackling der rustikaleren Art am Spieler Bolaños von Emelec. Bolaños gegen Bolaños? Also Alex Bolaños gegen Miller Bolaños. Miller ist der jüngere Bruder von Alex. Der Schiedsrichter beurteilte die Szene ohne Rücksicht auf familieninterne Angelegenheiten, also nur nach dem Regelbuch, und schickte Alex vom Feld.

Das Spiel endete übrigens 3:0 für Emelec, was zu einem Gesamtresultat von 4:1 über den FC Barcelona führte und den Siegern die Titelverteidigung einbrachte.

Vandalen im Worblental

Herr Shearer am Dienstag den 16. Dezember 2014

Die Kantonspolizei Bern bittet um Ihre Mithilfe.

Werte Mitbürgerinnen, werte Mitbürger, Fussball-Hooligans kennen keine Winterpause. Wenn man denkt, dass man endlich ein paar Wochen Ruhe vor diesen Chaoten hat, tauchen sie bei bedeutungslosen Hallen-Vorbereitungsspielen auf und terrorisieren dort Publikum, Spieler und Offizielle. Gestern kam es im Rahmen des alljährlichen Freundschaftsspiels zwischen dem TV Ittigen und dem FC Rundes Leder zu mehreren Zuwiderhandlungen gegen die Hausordnung des Veranstalters. Ausserdem wurden pyrotechnische Gegenstände gezündet, welche unter das Sprengstoffgesetz fallen. Im Rahmen ihrer Ermittlungen bittet die Kantonspolizei Bern nun um sachdienliche Hinweise, welche zur Erfassung der Täter führen. Vorerst werden die Gesichter nur vermummt wiedergegeben. Sollten dieser Aufruf zur Ergreifung der Fehlbaren führen, werden diese Bilder aus dem Internet entfernt; sollte dies nicht der Fall sein, werden spätestens in zwei Wochen unverpixelte Bilder veröffentlicht. Schon jetzt danken wir für Ihre Hinweise an den nächsten Polizeiposten! Nun zu den Beweisfotos, geschossen von den Überwachungskameras in der Turnhalle Ittigen:

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Gelb gegen Gilbert

Herr Shearer am Sonntag den 26. Oktober 2014

Schon wieder macht ein Maskottchen Ärger!

gilbert

Gilberts Job wäre es eigentlich, die Kinder im Familienblock von Torquay United zu unterhalten. Die sympathisch dreinschauende Möwe bekam nun aber einen schweren Verweis vom Klubpräsidenten. Das kam so: vorletzten Samstag spielte Torquay daheim gegen Grimsby Town. Als das Heimteam 2:3 hinten lag und nur noch wenige Minuten zu spielen blieben, verliess Gilbert seinen ihm zugeteilten Platz und verschob sich vor die Fankurve, wo er versuchte, die hartgesottenen Anhänger zu verstärktem Support zu animieren. Dortselbst kam das ganz schlecht an, es hagelte böse Sprüche. Da passte auch das Maskottchen sein Vokabular den Umständen an und spie Gift und Galle gegen die eigenen Fans. "Es war keine böse Absicht, aber Gilbert sagte Sachen, die er - nachträglich betrachtet - nicht hätte sagen dürfen. Wir haben mit ihm gesprochen und er sah ein, dass das nicht hätte passieren dürfen und versicherte, dass es in Zukunft auch nie mehr passieren wird", führte Andrew Candy, der Präsident der "Gulls" aus.

Torquay United ist Ende vergangener Saison von der League 2 in die Football Conference (fünfthöchste Liga) abgestiegen und steht dort derzeit nur auf dem neunten Platz. Vielleicht lassen sich die Fans ja auch diesmal wieder mit Freibier besänftigen, wer weiss.

Verbale Entgleisungen gehören übrigens zu Torquay, denn dort befindet sich ja bekanntlicherweise auch Englands wohl berühmtestes Hotel, wie sie im Video unten sehen können.

Spezielle Sperrfrist

Rrr am Mittwoch den 1. Oktober 2014

AKTUELL: Paulo Sousa Trainergott! Basel schlägt Liverpool 1:0

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Unstimmigkeiten im FC Nationalrat

Lars: L am Freitag den 19. September 2014

BREAKING NEWS: Stürmergott Guillaume Hoarau verlängert Gastspiel bei YB bis Ende Saison

Nicht alle Politiker sind Teamplayer.

Am Dienstag spielte der FC Nationalrat gegen den FC Post. Auf dem Platz standen die Ratsherren Nussbaumer, Romano, Jans, Bäumle, Grossen, Favre, Pardini, Minder, Regazzi, Aebischer und Hiltpold - und Roger Hegi. (Und ein Herr von FurrerHugi.)

Schauen wir uns das Abstimmungsverhalten dieser Herren an, so sehen wir rasch: Alle Nationalräte haben gegen den Fanzug-Zwang (also mit Ja) gestimmt. Bis auf einen. Wir fordern deshalb einen sofortigen Internet-Pranger für Hugues Hiltpold!

Oh...

Der wahre Skandal ist aber, wie Sie sicher schon gemerkt haben, dass im FC Nationalrat ein Ständerat mitspielt. Das mindert natürlich den Wert der 2:3-Niederlage gegen die Post.

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